Reisediarrhö-Prophylaxe: Auf dem Durchmarsch?

27. Januar 2014
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Urlauber leiden in Tropenländern häufig an der Reisediarrhö. Forscher zeigten nun, dass die vorbeugende Einnahme eines Antibiotikums Reisende vor unangenehmen Durchfällen schützen kann. Bleibt nur die Frage, ob sich ein solcher Aufwand für eine selbstlimitierende Erkrankung auch lohnt.

Durchfallerkrankungen sind in den Tropen besonders häufig: Bei einem mehrwöchigen Aufenthalt betreffen sie im Durchschnitt jeden zweiten Reisenden. Meist ist der Verlauf der Reisediarrhö kurz und die Beschwerden mild. Jeder zehnte Betroffene leidet jedoch erheblich und ist vorübergehend bettlägerig. Meist sind Bakterien die Ursache der Erkrankung, deutlich seltener Viren und andere einzelligen Mikroben. Allgemeine Hygienemaßnahmen haben oft nicht die erwünschte Schutzwirkung.

Forscher des Universitätsklinikum Tübingen haben nun in einer Studie untersucht, ob Reisende sich durch die prophylaktische Einnahme des Antibiotikums Rifaximin vor einer Reisediarrhö besser schützen können. Wie die Wissenschaftler um Professor Peter Kremsner in der Fachzeitschrift „Lancet Infectious Diseases“ berichten, führt die Substanz zu einer Halbierung des Durchfallrisikos bei Aufenthalten in Süd- und Südostasien.

Antibiotikum wirkt nur im Darm

An der randomisierten, doppelblinden Studie nahmen 239 Reisende teil, die in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Die Probanden waren eine bis vier Wochen in Süd- oder Südostasien unterwegs und mussten ab dem Tag ihrer Abreise bis zu ihrer Rückkehr nach Deutschland alle 12 bis 18 Stunden entweder eine Tablette Rifaximin oder ein Placebopräparat einnehmen. Rifaximin ist ein gut verträgliches Breitbandantibiotikum, das von der Darmschleimhaut nicht resorbiert wird und so ausschließlich im Darmlumen wirkt.

Zusätzlich dokumentierten die Studienteilnehmer regelmäßig in einem Reisetagebuch, wie oft es zu Stuhlgängen kam und wie diese aussahen. Traten Beschwerden im Magen-Darm-Trakt auf, mussten die Reisenden alle Symptome detailliert aufschreiben. Primäres Endziel der Studie war die Zeit bis zum Auftreten einer Reisediarrhö, d. h. wenn bei den Probanden drei oder mehr Durchfälle innerhalb 24 Stunden und mindestens ein typisches Symptom wie Fieber, Schmerzen, Krämpfe, Übelkeit, Brechreiz oder Blähungen auftraten.

Schutzwirkung geringer als erwartet

30 von 122 Teilnehmern der Rifixamin-Gruppe und 48 von 117 Teilnehmern der Placebo-Gruppe erkrankten an einer Reisediarrhö. „Rifaximin schützte die Reisenden zu knapp 50 Prozent und das ohne nennenswerte Nebenwirkungen“, berichtet Kremsner, Direktor des Instituts für Tropenmedizin, Reisemedizin, Humanparasitologie des Universitätsklinikum Tübingen. „Das ist zufriedenstellend, eigentlich hatten wir eine Schutzwirkung von 70 bis 80 Prozent erwartet.“ Nach Ansicht des Mediziners könnte der Grund dafür sein, dass in Süd- und Südostasien öfters als anderswo Bakterien der Gattung Campylobacter auftreten, gegen die Rifaximin keine so ausgeprägte Wirkung aufweist.

Verwendung bei ausgewählten Personengruppen

Jedem Tropenurlauber würde Kremsner die vorbeugende Einnahme des Antibiotikums nicht empfehlen: „In fast allen Fällen endet eine Reisediarrhö selbstlimitierend nach wenigen Tagen. Die Krankheit ist unangenehm und kann eine Reise beeinträchtigen, zeigt aber nur sehr selten einen schweren Verlauf.“ Jedoch befürwortet er den Einsatz von Rifaximin bei Kurzzeitreisenden mit einem wichtigen Auftrag wie beispielsweise Politiker oder Manager, für die es wichtig ist, dass sie während ihres Aufenthalts nicht krankheitsbedingt ausfallen.

Natürlich, so Kremsner, sollten Tropenreisende ebenfalls die üblichen Hygieneregeln einhalten und potenziell kontaminierte Lebensmittel meiden, doch das funktioniere in der Praxis nur eingeschränkt. Für Reisende, die eine Reisediarrhö möglichst vermeiden wollten, sei Rifaximin momentan die beste Möglichkeit. Die Gefahr von Resistenzbildungen schätzt der Mediziner als gering ein, da nicht nur Reisende das Antibiotikum in großem Umfang einnehmen müssten, sondern auch die Bevölkerung der entsprechenden Reiseländer.

Medikament ist relativ teuer

Gegen einen generellen Einsatz bei allen Reisenden spricht auch der relativ hohe Preis des noch bis 2024 patentgeschützten Rifaximin – eine Packung mit Tabletten für vier Tage kostet rund 40 Euro. Die Schutzwirkung von Rifaximin ließe sich, so Kremsner, durch die Kombination mit anderen Antibiotika noch steigern, doch müsse man Kosten, Nutzen und Risiko genau abwägen. „Je mehr unterschiedliche Antibiotika ein Patient einnimmt, desto größer ist die Gefahr von Nebenwirkungen“, findet Kremsner. „Da stellt sich dann die Frage, lohnt sich tatsächlich ein solcher Aufwand für die Reisediarrhö, die nicht mit schweren, weit verbreiteten Infektionskrankheiten wie Tuberkulose oder Malaria vergleichbar ist.“

93 Wertungen (3.88 ø)

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25 Kommentare:

Dr. Gero Beckmann
Dr. Gero Beckmann

Ich kann den meisten Diskutanten im Forum nur beipflichten. Eine derart abstruse Studie sollte man eigentlich nicht noch fachmedial breittreten. Ein bisschen mehr Breitschaft, sich mit der Mikroökologie des Darmes auseinander zu setzen, gehört schon dazu, wenn man verantwortliche Medizin betreiben will. Zu den nebenwirkungsfreien, wirksamen und vergleichsweise kostengünstigen Präparaten wie Saccharomyces boulardii und Tonmineralien gehören auch Arzneimittel mit Kaffeekohle, Myrrhe und Kamillenextrakt wie Myrrhinil-Intest, die auf traditionellen Erfahrungen z.B. der arabischen Völker beruhen und deren Wirksamkeit auch durch klinische Studien belegt ist.

#25 |
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Gast
Gast

..wenbn ich mir die Folgen einer prophylaktischen Antibiotikaeinnahme auf die Mikrobiota anschaue so kann ich nur festrstellen, dass hier wieder die Industrie verdient. Für den Pat bringt das nur zusätzlichen Schaden mit der Möglichkeit eines leaky gut

#24 |
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marina geyer
marina geyer

schlimm, wie leichtsinnig mit ab umgegangen wird, nur der umsatz zählt. und natürlich wird bei den resistenzen noch mehr umsatz gemacht… ein schelm, der böses dabei denkt…

#23 |
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Albert Mühlbacher
Albert Mühlbacher

Was ist mit Kohle und Cola? Viel trinken dazu und fertig. War als Backpacker oft genug mit Durchfall gesegnet, aber nicht einen Tag ausser Gefecht. Durchfallerkrankungen gibts in D übrigends quer durch alle Jahreszeiten, oft gehäuft auftretend. Darmdesinfektion ist Wahnsinn.

#22 |
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Dr. med. Frank Eitner
Dr. med. Frank Eitner

Bezogen auf ingesamt viele Monate in Afrika und Südamerika unter wirklich primitivsten Umständen kann ich mich an gerade mal 1/2 Tag Durchfall erinnern und das ausgerechnet im Gästehaus einer deutschen Institution.
Ich führe das zurück auf regelmäßige heimatliche Selbsttherapie mit der in naturheilkundlichen Kreisen bekannten “Symbioselenkung”.
Als Reiseberater für Extremtouris habe ich mit vorbeugend während der Reise genommenen Hefepräparaten die Erfahrung gemacht, dass die einen begeistert sind, anderen hilft es gar nicht. Also vorher testen.
Mit Stamm Nissele habe ich keine Erfahrung, aber sollte interessant sein.
Akut hilft Ethacridinlactat, aber nicht so lange warten, ob es vielleicht selbstlimitierend ausgeht, sondern sofortnehmen, oder notfalls, wenn nichts anderes da ist, soll Rivanol gut sein.
Antibiotica vorbeugend zu nehmen halte ich für hellen Wahnsinn, denn damit schieße ich mir meine eigenen wenigen intestinalen Helferlein ab, mit denen bei uns hygienegeschädigten Abwehrkrüppeln in den meisten Fällen ohnehin nicht viel los ist.

#21 |
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Pflegewissenschaftler

Randomisiert und doppelverblindet, schön und gut. Aber wie hatte man die Bedingungen vor Ort unter Kontrolle um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten?
Waren die Gruppen beide unter Beobachtung, haben beide die gleiche Nahrung aufgenommen und die selben Toiletten besucht?
Was nützt ein Tagebuch, wenn nicht erfasst wird, welchen Risiken jeder Einzelne ausgesetzt war?
Vielleicht war eine Gruppe hygienischer als die andere? Oder anders/besser untergebracht?
Auch die Vergleichbarkeit von 1 Woche Reisedauer zu 4 Wochen Reisedauer lässt aufgrund eines unterschiedlichen Infektionsrisikos zu wünschen übrig.
Ganz zu schweigen von der Art und Weise der Verwendung eines Antibiotikums.
Alles sehr dubios.

#20 |
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Heilpraktiker

Seit Jahren helfen sich meine Patienten und ich uns mit COLINA spezial (Plv.),ein
Smektit, das innerhalb von kurzer Zeit nach Auftreten der Diarrhoe bereits wirkt im Sinne einer Desinfektion (ohne die Nebenwirkung der AB). Da offenbar kaum jemand dieses alte Mittel kennt, bekommen wir nach langer Zeit immer noch Anfragen. Wenn ‘s dann nach 4-5 Btl. nicht richtig wirkt, ist es Zeit für die Antibiose.
Nicht früher. Einen Versuch ist es immer wert, da es meist völlig ausreicht und eine anschl. (teure) Darmsanierung eintfallen kann.

#19 |
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Anästhesiepfleger

Sory habe da ein paar Tippfehler bei meinem Kommentar entdeckt, nachdem es zu spät war. :)

#18 |
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Anästhesiepfleger

Früher hat ein sorry Schnaps dieselbe Wirkung gehabt. Das einzige Problem dabei ist, dass es diesen nicht auf Rezept gibt und bei ehemaligen Alkohoabhängigen nicht anwendbar ist. Ausserdem wirkt der “OBSTLER” nicht nur im Magen-Darmtrakt. Diese Methode hat sich schon vor mehr als 100 Jahren bewährt. Villeicht war das evtl. auch der Grund, warum bei den Seefahrern in früheren Zeiten ein Fass Rum nicht fehlen durfte. Diese Seeleute sind auch überall auf der Welt gewesen und hsben dort auch gegessen und getrunken.

Gruß
Tschugg Alfred
Fachpfleger Anästhesie und Intensiv

#17 |
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Tierärztin

Alle fragen nach dem Geldgeber für diese Studie. Aber es gehören immer zwei dazu: einer der zahlt, einer der das Geld nimmt…

#16 |
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Medizinphysiker

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA berichtet über Hypersensitivitätsreaktionen, die nach Markteinführung aufgetreten sind. Angioödem und Urtikaria können sich bereits 15 Minuten nach der Einnahme entwickeln.
Und das obwohl das Zeug nur im Darm wirken soll?

#15 |
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Norbert Manteuffel
Norbert Manteuffel

Stimmt.

Wer hat diese Studie finanziert!!

#14 |
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Dr. Ezra Pierpaoli
Dr. Ezra Pierpaoli

Wer hat wohl diese Studie finanziert?… Da werden Salix in den USA und Alpha-Wassermann in den EU Freude haben, wenn ihr Rifaximin für eine solche Indikation verschrieben wird. Ich finde es auch unverständlich und verantwortungslos, dass Antibiotika für solche Indikationen eingesetzt werden.

#13 |
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Barbara Graf
Barbara Graf

Der schon unten erwähnte Leitsatz “Cook it, peal it or forget it” hat mir bei zahlreichen Reisen nach Afrika und Asien immer gut geholfen. Vor dem Urlaub stärke ich meinen Darm mit Mutaflor und habe immer Heilerde im Gepäck. Auf den Philippinen hat Reissuppe mit Ingwer gut geholfen….
Unglaublich! Antibiotikum zur Bekämpfung von Durchfall!! Denkt jemand an z.B. MRSA?? Wer hat diese Studie noch finanziert?

#12 |
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Dr. med.vet. Beat Bigler
Dr. med.vet. Beat Bigler

Ich muss Kollege Rausch unterstützen. In der Humanmedizin gibt es viele schwarze Schafe bez. Antibiotikumanwendung.
Ein berühmtes Durchfallmittel sepzielle im arabischen und subtropischen und tropischen Raum ist Nifuroxazid (z.B. Pentofuryl, Antinal, usw.). Auch wenn nicht ganz klar ist, wie es wirkt, ist es meist sehr effektiv in der Durchfallbekämpfung. Die prophylaktische Anwendung wäre zu überdenken.

#11 |
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Heilpraktikerin

nun weiß doch schon fast jedes Kind, dass man aus verschiedenen Gründen nur im Notfall Antibiotika nehmen sollte und nun das?! Eine Katastrophe, dass sich die Unis über solche Forschungsaufträge finanzieren lassen müssen…

#10 |
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Hilfe, das wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Es gibt – neben der Hygiene – eine ganze Menge an bewährten Mitteln zur Prophylaxe der Reisediarrhoe, beginnend bei Sacchamomyces boulardi über diverse probiotische Stämme bis hin zu Heilerde.
Ein derart teures Antibiotikum wirkt hier bei allem Respekt vollkommen überdimensioniert.
Wer tatsächlich von solch einem Produkt profitiert?
Ein Schelm der Böses dabei denkt….
Aude sapere!

Dirk-Rüdiger Noschinski

#9 |
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Wieder mal schön gerechnet. 18 erkranken weniger als in der Placebogruppe. Das sind 15%. Also müssen 7 das Zeug schlucken damit einer weniger erkrankt. Aber fast 2 erkranken trotzdem.
Jürgen Ansorge

#8 |
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Tierarzt

Es ist immer wieder erstaunlich wie lax mit Antibiotika umgegangen wird, rsp. das so etwas propagiert wird. Dem Veterinär ist so etwas explizit verboten. Wir haben das Wort Prophylaxe im Zusammenhang mit Antibiotika aus unserem Wortschatz gestrichen. Aber bei auftretenden Resistenzen hat man ja eben diesen Veterinär der als Sündenbock herhalten kann. Die Richtlinien der “Guten veterinärmedizinischen Praxis” sollten auch in der Humanmedizin, wie in der Veterinärmedizin, verpflichtend werden.

#7 |
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Nichtmedizinische Berufe

Besser wäre m.E., die Mittel für dieses Medikament in die Forschung nach besser/schneller wirksamen Präparaten gegen den Durchfall einzusetzen. Auch eine Verbesserung der Hygiene (bei uns und in diesen Ländern) wäre eine gute Maßnahme.

Ich kann nicht beurteilen, was für Wechselwirkungen u.U. dieses Antibiotikum hat, welche Nebenwirkungen auftreten können u. s. w. Daher wäre ich auf der Seite derer, die eine solche Art Vorbeugung vermeiden. Allerdings ist auch die beste Vorbeugung, gar nicht erst in solche Regionen zu reisen und wenn doch, den Kopf einzuschalten. Das muss m.E. auch helfen. Bei 13 Reisen nach Spanien hatte ich einmal Probleme. Jemand in meinem Umfeld hat Rundreisen durch Südamerika gemacht, war in Asien und so weiter. Hatte da nie Probleme. Nur in der Türkei hat Nebukadnezar einmal zugeschlagen.

Aber es heißt halt verzichten. Und da fangen die Probleme mit der Vernunft bei vielen Menschen an. Leider gibt es noch kein Mittel gegen Dummheit, Ignoranz und Unwissenheit.

Danke auch an Herrn Prof. Ulmer, der Beitrag spricht mir aus der Seele.

#6 |
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Prof. Dr. med. Hans-Volkhart ULMER
Prof. Dr. med. Hans-Volkhart ULMER

Da stellt sich doch gleich die Frage, wer hat diese “Studie” und dessen Konzept finanziert? Weil Hygiene in Deutschland für viele immer noch ein Fremdwort ist, sollte man doch eher schäl es, koch es oder lass es propagieren, und dazu die Händedesinfektion (auch billig).
Wenn aber die Universitäten von den Politikern an den Drittmitteltropf gehängt werden, dann kommt so etwas raus.

Prof. Dr. med. H.-V. Ulmer, Mainz
ulmer@uni-mainz.de

#5 |
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Das Kosten-Nutzen-Verhältnis von Rifaximin erscheint sehr bescheiden, da empfehle ich doch lieber, wenn überhaupt, die Schluckimpfung mit Dukoral, trotz des auch nicht gigantischen Effektes gegenüber ETEC. Überhaupt stehe ich einer Antibiotika-Prophylaxe von Darminfektionen wegen der Resistenzentwicklung gerade in diesem Bereich eher skeptisch gegenüber.

#4 |
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Dr. med. Inge Eisenmann-Stock
Dr. med. Inge Eisenmann-Stock

… und wenn wir uns das knie aufschürfen, bei zahnweh, wenn wir nicht einschlafen … nehmen wir doch einfach antibiotika dazu
wenn die welt dann durch unsere ausscheidungen steril geworden ist hat ja jeder was davon :-(
herr Schoch sagt es schon: peel it, cook it or forget it
wer das nicht einhällt ist doch selber schuld

#3 |
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Rifaximin ist wirklich ein sehr wertvolles Antibiotikum, vor allem als Ersatz von Ciprofloxacin zur Behandlung der bakteriellen Überbesiedelung im Dünndarm. Hierfür ist es in Deutschland allerdings nicht zugelassen, also nur off-label einsetzbar.

Es als Mittel gegen Reisediarrhö zu “verheizen” finde ich zwar nicht so toll, aber wenigstens ist es durch diese zugelassene Indikation verfügbar…

#2 |
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Dipl-Inform Roland Schock
Dipl-Inform Roland Schock

Perfek! Die Pharmaindustrie hat ein schönes neues Medikament, das ich jetzt nehmen kann, damit ich gut mein Microbiom um Arten reduzieren kann (wirkt ja nur im Darmlumen), damit ich nicht das bekomme, was ich durch grundsätzliche Prophylaxe (peel it, cook it or forget it) quasi kostenlos vermeiden kann.

Haben wir durch die zunehmenden Antibiotika-Resistenzen von Keimen durch die breite Gabe von Antibiotika in der Fleischproduktion aka Massentierhaltung noch nichts gelernt?

#1 |
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