Fibromyalgie: Stochern im Ursachendschungel

15. Januar 2014
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Ständige Schmerzen überall, dazu oft Depressionen. Zu dieser Symptomatik bei Fibromyalgie-Patienten ließ sich lange Zeit keine organische Ursache finden. Studienergebnisse deuten nun an, dass hinter dem oft als psychisch verkannten Leiden ein Nervendefekt stecken könnte.

Fast jeder Dreißigste in Deutschland leidet unter den chronischen Schmerzen dieser Krankheit. Und doch wird sie von vielen Ärzten als psychosomatisches Leiden abgetan oder im schlimmsten Fall nicht einmal ernst genommen. Tatsächlich war bis vor Kurzem weder Ursache noch Therapie des Fibromyalgie-Syndroms (FMS) bekannt. Viele Patienten wechselten mehrmals den Arzt, bevor sie die richtige Diagnose und dazu eine angemessene Behandlung bekamen. Aber noch immer verschreiben Mediziner für mehr als 10 Prozent der Betroffenen sehr häufig nicht wirksame Opiate – entgegen den Empfehlungen der aktuellen Leitlinien.

Gestörte Reizverarbeitung im ZNS

Gehören Abgeschlagenheit und Depressionen zum Krankheitsbild oder sind sie nur Folge der anhaltenden Hypersensibilität an verschiedensten Regionen des Körpers? Es scheint so, als ob große psychische und körperliche Belastungen wichtige Auslöser der Krankheit seien. Dennoch gibt es kaum handfeste Daten und Erkenntnisse über Genese und Verlauf. Das hat sich im letzten Jahr aber zumindest in einigen wichtigen Punkten geändert. Denn Veröffentlichungen aus Würzburg und Boston werfen ein paar Lichtstrahlen darauf, was im Körper eines Fibromyalgie-Patienten vor sich geht.

Marco Loggia von der Harvard Medical School publizierte im November die Ergebnisse seiner neurologischen Forschungen an FMS-Gehirnen. So könnten die starken Schmerzempfindungen auf eine Störung des im Bereich des Belohnungszentrums zurückgehen. Mittels einer Druckmanschette produzierten die Forscher bei den Probanden einen kurzen Reiz. Während die Kontrollpersonen schon auf die Ankündigung von Reiz und Reizende mit einer starken Antwort in der Area tegmentalis ventralis antworteten, kam es bei den 31 Patienten zu wesentlich schwächeren Nervenimpulsen. Die Forscher um Loggia schließen daraus, dass sich die Schmerzverarbeitung im ZNS verändert hat. „Diese Befunde könnten die erhöhte Sensibilität gegen Schmerz erklären, aber auch den mangelnden Effekt von Schmerzmitteln wie Opioiden, wie er in diesen Patienten beobachtet wird“, vermutet Marco Loggia.

Small Fiber Neuropathie

Während die amerikanische Forschergruppe Defekte bei der der Reizverarbeitung registrierte, scheinen Nurcan Üçeyler und seine Kollegen von der Würzburger Neurologie typische Symptome bei der Auslösung abnormer Schmerzempfindungen entdeckt zu haben. Mit quantitativen sensorischen Tests bestimmten sie bei 25 FMS-Patienten Schwellenwerte bei Temperatur- und Schmerzempfinden und verglichen sie mit depressiven Kontrollpersonen ohne Schmerzsyndrom. Ebenso wie bei der Ableitung schmerz-assoziierter evozierter Potentiale reagierten die Fibromyalgie-Patienten dabei deutlich schwächer. Die Ursache dieser gedrosselten Leitung fanden die Forscher bei Stanzbiopsien der Haut: Die Anzahl der kleinen Nervenfasern war bei ihnen geringer als bei Patienten mit Depression ohne Fibromyalgie, aber auch bei Gesunden.

Fibromyalgie scheint somit zu den „Small Fiber Neuropathien“ zu gehören, bei denen nur A-Delta Fasern und C-Fasern geschädigt sind. Die Myelinscheide dieser Nerven ist nur sehr dünn oder fehlt ganz. Auch bei den Würzburger Patienten sind die Bahnen mit dicker Scheide offensichtlich nicht betroffen. Eine Bestätigung der Würzburger Ergebnisse, die die Fachzeitschrift „Brain“ im Frühjahr veröffentlichte, erschien einige Monate später in „Pain“. Auch Anne Louise Oaklander aus Harvard fand bei einem Teil ihrer FMS-Patienten die Anzahl der kleinen Nerven in der Haut stark vermindert. Ob eine solche Polyneuropathie die Krankheit auslöst oder nur ein Symptom eines anderen Prozesses ist, bleibt vorerst unklar.

Entzündlicher Prozess

Warum haben Patienten mit weniger Nervensträngen größere Schmerzen? Dafür gibt es bisher nur Spekulationen: Es könnte an einer Überaktivität der geschädigten, aber noch nicht abgestorbenen Fasern liegen, oder an einer selektiven Auswahl von Weiterleitungssignalen. Angenehme Berührungen erreichen dann das zentrale Nervensystem nicht mehr, während Schmerzreize „übrig bleiben“.

Immer mehr Befunde deuten auch darauf hin, dass es sich bei der Krankheit um einen entzündlichen Prozess handelt. So wurden bei der kompletten Genomsequenzierung von Patienten einige Genvarianten gefunden, die eng mit inflammatorischen Zytokinen assoziiert sind. Erhöhte Spiegel des entzündlichen Zytokins IL-17a maßen brasilianische Forscher bei ihren Patienten.

Neue Leitlinien verzichten auf „Tenderpoints“

Zehn Fachgesellschaften haben in den letzten Jahren eine neue FMS-Leitlinie erarbeitet und im Sommer 2012 veröffentlicht. Im Gegensatz zu früher werden die „Tenderpoints“, also die Schmerzpunkte am Körper, nicht mehr gezählt, um die Krankheit genauer zu charakterisieren. Stattdessen versucht jetzt ein umfangreicher Fragenkatalog, die Leiden das Patienten genau zu beschreiben. Er sucht nach Schmerzregionen, aber auch Begleitsymptomen wie Schlafqualität oder kognitiven Beeinträchtigungen.

Die Autoren der neuen Behandlungshinweise haben insgesamt 52 verschiedene beschriebene Therapieformen für Fibromyalgie-Patienten geprüft. Nur fünf von ihnen wurden mit einer „starken Empfehlung“ eingestuft. Bei leichten Formen raten die Spezialisten aus der Schmerzmedizin und Rheumatologie zu körperlicher und psychosozialer Aktivität gegen die Depression, die die Krankheit oft begleitet. Bei schwereren Formen soll eine multimodale Therapie zum Einsatz kommen, die medikamentöse Behandlung und entsprechendes Verhalten einschließt. Auch die Autoren zweier Cochrane-Reviews betonen zumindest einen gewissen Nutzen einer kognitiven Verhaltenstherapie, aber auch Akupunktur.

Fehlversorgung durch Abrechnungsanreize?

Glaubt man einer Umfrage, geben noch immer rund die Hälfte der Ärzte ihren Patienten mit Antirheumatika wie Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen. Noch immer sind Psychopharmaka weit verbreitet. Sowohl in der Klinik als auch ambulant behandeln die meisten Mediziner ihre Patienten immer noch nach anderen Maßstäben als den aktuellen Leitlinien. Diese Hinweise für Arzt und Patient beschreiben das Fibromyalgie-Syndrom als funktionelles somatisches Syndrom und nicht als psychische Störung.

Schmerzmedizinerin Dr. Ursula Marschall, Leiterin des Kompetenzzentrums Gesundheit der Barmer GEK, sieht einen Grund für die Unsicherheit: „Die Fehlversorgung mit invasiven Maßnahmen wird durch Abrechnungsanreize ausgelöst. Hinzu kommen der Patientenwunsch nach Beschwerdelinderung und vergebliche ärztliche Versuche, einen chronischen Schmerz in mehreren Körperregionen lokal zu behandeln.“

Die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse sollten ein erster Schritt sein, um das Fibromyalgie-Syndrom aus dem Bereich rein psychisch bedingter Schmerzen herauszuholen und sich nicht mehr darauf zu konzentrieren, den Patienten ruhig zu stellen. In den nächsten Leitlinien könnte vielleicht schon davon die Rede sein, die Krankheit an ihrer Ursache zu packen.

206 Wertungen (4.08 ø)

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23 Kommentare:

Tierheilpraktikerin

Die Versuchsgruppe ist mit 25 Patienten aber sehr klein! Trotzdem ein interessantes Ergebnis.

#23 |
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Gast
Gast

Auch ich mache die Guaifenesintherapie von Dr. St.Amand und kann nur Positives berichten.
Es braucht allerdings viel Kraft und Geduld, aber es bessert sich.
Informieren lohnt sich.

#22 |
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Medizinjournalistin

Vergeblich suche ich in diesem Bericht und seinen Kommentaren den Begriff “Lyme-Borreliose”. Bei genauer Analyse findet sich fast immer die Reihenfolge einer Ersterkrankung mit Borreliose, die dann eine sekundäre Fibromyalgie nach sich zieht. Mehr darüber nachzulesen in BORRELIOSE WISSEN April 2014.

#21 |
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Gast
Gast

Selten soviel geistigen Dünnschiss gelesen. Am coolsten find ich das mit dem Gluten! Ich glaub, verarschen können sich die Patienten auch selber!

#20 |
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Prof Freye, Schmerztherapeut
Prof Freye, Schmerztherapeut

…ich darf mich den Vorstellungen von Herr Noschinski anschliessen. Eine Gluten-Sensitivität wird meines Wissens viel zu wenig in Erwägung gezogen, obgleich der Reizdarm mit einem leaky gut (und einer parallel dazu sich entwicklelnde leaky Bluthirnschranke) hierauf Hinweise gibt. Der Nachweis inkl eine daraus sich entwicklende Autoimmunreaktionen (inbesondere gegen spez.Zellen des ZNS) gelingt nicht mit den üblichen immunolog Test ( alpha-Gliadin reicht nicht). Denn hierzu gehört dann auch gamma und omega-Gliadin; insbesondere sollte Transglutaminase -2,-3 und-6 bestimmt werden, die Hinweise auf Antikörper gegen Zotten, Haut und ZNS geben, wobei Gluteomorphin und Prodynorphin-Nachweis das Bikld abrunden
Therapievorgehen einfach und billig: Strikt Gluten- un Milchfrei für mindestens 14 Tage.Bei Symptombesserung istr man auf dem richtgen Weg ! Dazu Reduktion der KH auf 20%, mehr Fette bis zu 70% (das Cholesterindogma ist eine längst eine Mär !) aber die Richtigen mit viel Omega-3 FS (im Koksfett, Makrele, Lachs) sowie Substituieren mit Probiotika.
Motto: Auch mit Ernährung kann Therapie betrieben werden

#19 |
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Gast
Gast

Auch ich folge nach einer endlosen Arztodyssee dem Behandlungskonzept von Dr. Amand und nehme seit einem Vierteljahr Guaifenesin. Ich gebe “Gast Moenla” recht: Warum wird diese erfolgreiche Behandlungsstrategie in Deutschland völlig ignoriert? Obwohl die Guaifenesin Behandlung eine Langzeitbehandlung ist, verspüre ich schon nach wenigen Wochen endlich Linderung! Ich kann deutlich besser schlafen, meine Finger besser bewegen und habe kaum noch Reizdarmbeschwerden. Ich begreife diese Ignoranz wirklich nicht. Wer unter Fibromyalgie leidet, braucht kein Gerede, sondern endlich Hilfe. Und die habe ich jetzt in dieser Therapie gefunden. Das ich kein “Psycho” bin, weiß ich selbst. Aber ich habe es aufgegeben, es den Ärzten zu erklären.

#18 |
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Gast
Gast

Hallo Herr Lederer,
danke, ich finde es toll,daß endlich mal jemand etwas über die Forschung schreibt.
Prof.Martin Pall hat schon vor 10 Jahren das biochemische Desaster
aufgedröselt.In Deutschland wird das Rad gerade neu erfunden,z. B.
in Würzburg wird z.Zt. an den Zytokinen geforscht.
Momentan ist das Patientengut noch fest in der Hand der Psychosomatiker-
Lobby,deren Vertreter auch maßgeblich an der Erschaffung der
Leid-Linien mitgewirkt haben.
Ich wünsche mir und auch allen anderen Betroffenen sehr, in diesem Leben
noch irgendwann ganz normal zum Arzt gehen zu können,mit der Aussicht
eine adäquate Therapie zu erhalten.
Die guten Ratschläge:Sport treiben,Psychotherapie machen und
Antidepressiva futtern sind eher kontraproduktiv,wenn die Nerven
bereits deutlich geschädigt und die Mitochondrien im Eimer sind.

#17 |
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ch würde die Diskussion gerne um ein paar Punkte ergänzen bzw. präzisieren:
Bei den Nahrungsmittelallergien, die durchaus eine Rolle spielen können, handelt es sich v.a. um solche vom Typ III.

Gluten kann eine wichtige Rolle spielen, speziell dann, wenn es gleichzeitig zu einer AK-Bildung gegen Transglutaminase und damit auch zu einer möglichen Kreuzreaktion mit Endomysium kommt. Dabei muss es sich durchaus nicht um eine Zöliakie handeln, obweohl auch diese vorkommen kann (latente Z. oder Borderline-Z.). Psychische Symptome können in diesem Zusammenhang durch Exomorphine verursacht werden, welche die Blut-Hirn-Schranke überwinden und dort Opiatrezeptoren besetzen.

Eine latene Übersäuerung findet sich fast immer bei den Betroffen, jedenfalls bei denen, die ich in den letzten zwanzig Praxisjahren gesehen habe. Und viele profitieren von einer entsprechend professionellen Behandlung.

Die “psychischen” Symptome (v.a. Schlafstörungen, Depressionen) können nach meiner Beobachtung auch mit einer Störung in der Serotoninsynthese einher, die verchiedene Ursachen haben kann. Im Vordergrund stehen latente Entzündungsprozesse, welche die IDO und die TPO hochregulieren und dadurch den Tryptophan-Kynurenin.-Pathway aktivieren. Aber auch ein Mikronährstoffmangel kann Synthesestörungen in der Serotioninsynthse auslösen.
Eine (auch symptomarm) verlaufende Fructoseintoleranz kann Ursache für einen Tryptophanmangel sein.

Ein massiver Vitamin D Mangel spielte bei einigen meiner Patienten ebenfalls eine Rolle, interessant finde ich in diesem Zusammenhang die aktuell diskutierte Rolle von Vitamin D als “Steroidhormon”.

Denn auch die Nebennierenleistung ist bei den Betroffenen oft limitiert im Sinne eines “adrenal fatigue syndrome”. Oft ist der Cortisol-Morgenwert akzetabel, wenn dann aber über mehrere Stunden gemessen wird, sieht man bei den Betroffenen nicht selten drastische Abfälle des Cortisolspiegels. Imn Vordergrund steht hier – was den AZ angeht – vor allem die Fatiguesymptomatik.

Last but not least: Nitrostress. Im Moment leider ein “Modebegriff”, aber Tatsache ist, dass wir bei den Betroffenen immer wieder typische Befunde sehen (Citrullin, MMS, Nitrophenyl-Essigsäure usw.).

Ich stelle mir natürlich nach dem Durchlesen dieses Artikels auch die Frage, wer ist das “Huhn” und wer ist das “Ei”? Deswegen finde ich die Diskussion hier gerade sehr befruchtend :-) Vielen herzlichen Dank!!

#16 |
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Sigrid Ernst
Sigrid Ernst

Vielen Dank für Ihre detaillierte Ausführung, Prof. Dr. med. Hüseyin Nazlikul, noch einmal sehr anschaulich. Meine PatientInnen werden ganzheitlich behandelt, was heißt, seelisch und körperlich. Dabei werden Darm, Niere, Haut, Lymphe, Leber, etc. entgiftet, entsäuert und ausleitet. Die seelische Komponente sollte allerdings nicht unterschätzt werden. Nach jahrelanger Arzt-Odyssee, ist ihre Frustration meistens sehr hoch. Wenn die Betroffenen ganzheitlich behandelt (s.o.) werden, kann die auch die Psyche wieder die Selbstheilungskräfte ankurbeln und es können sich Erfolge einstellen.

#15 |
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Dipl. Biol. Thorsten Walter
Dipl. Biol. Thorsten Walter

Danke Dr. Stute! Als Berater kann ich bestätigen, dass eine Entgiftung sehr große Effekte und eine Schmerzlinderung mit sich bringt. Doch was eine Entgiftung ist darüber gibt es immernoch sehr viel Halbwissen.

Jeden Tag wird unser Körper mit chemischen Stoffen konfrontiert, die zum Teil nicht natürlichen Ursprungs sind. Im Falle von Amalgam, dass jede Sekunde Quecksilber ausdünstet, tragen wir das Gift sogar direkt im Körper. All das belastet unseren Körper tagtäglich, und da meinen manche Menschen, dass sie alles mit einer 3-Wochen-Kur raus bekommen. Unser Körper ist zwar ein Wunderwerk, aber im Bindegewebe und Fettgewebe eingelagerte Gifte auch 10 und mehr Jahren in wenigen Wochen losweden zu wollen ist nicht realistisch. Wer täglich Umweltgifte zu sich nimmt, sollte jeden Tag auch etwas für die Entgiftung – und vor allem auch Ausleitung – tun.

Die Ausleitung wird in diesem Zusammenhang oft unterschätzt. Wer mit verschiedenen Mitteln die Umweltschadstoffe, Medikamentenrückstände und Stoffwechselschlacken aus den Depots zu lösen versucht, gleichzeitig aber unterläßt, mindestens 3 Liter ungesättigtes – also mineralarmes – Wasser zu trinken, der macht etwas falsch. Gleichzeitig sollte an den entero-hepatischen Kreislauf gedacht werden. Die Leber als unser wichtigstes Entgiftungsorgan für gibt Abfallstoffe über die Gallenblase in den Darm. Werden diese dort nicht gebunden (z.B. Ballaststoffe, Zeolihe, Bentonite), werden sie vom Darm erneut aufgenommen und verlassen den Körper somit nicht.

Wer wirklich seine Fibromyalgie los werden möchte, der kommt an einer sinnvollen Entgiftung nicht vorbei.

Das körpereigene Glutathionsystem zu stärken, ist ebenfalls ein wichtiger Faktor, denn Glutation (GSH/GSSG) fungiert als Regulator für das Immunsystem (TH1/TH2) und ist in der Lage, bestimmte Stoffgruppen unschädlich zu machen. Es gilt als wichtigstes körpereigenes Antioxidanz. Heute gibt es eine wissenschaftlich bestätigte Methode, mithilfe eines medikamentenfreien Pflasters, das auf bestimmte Akupunkturpunkte geklebt wird, den Glutathiongehalt um bis zu 300% in 24 Stunden zu erhöhen. Diese Errungenschaft könnte den Erfolg einer Vielzahl von Therapien – nicht nur gegen Fibromyalgie – massiv verbessern.

#14 |
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Roman Semar
Roman Semar

80 % diser Erkranung lassen sich auf Missbrauch rüvkführen
PHT Semar

#13 |
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dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

die ewigen Leitlinien , eigentlich LEIDLINIEN ( armer Betroffener ) , gehen einem “langsam” auf die Nerven , da sie meist dem Forschungstand hinterherhinken u. … einer indiduellen Problemerfassung im Wege stehen .

#12 |
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dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

ich kenne bisher keinen FM-Patienten ohne Zahn-Mund- Kiefer – Probleme .
Tote u. entzündliche Zähne ; Amalgam , Schwermetalle , Kunststoffe(auch Füllungen) , Titan usw. stören die Gasotransmitter , inbes.Schwefelwasserstoff-Fine-Tuning.
Glutathion-Stoffwechsel , Leistung der Mitochondrien prüfen , im Labor adäquaten Interleukin – Cytokinstatus usw.

#11 |
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Stefanie Roché
Stefanie Roché

Wenn die Behandlung oft der aktuellen Leitlinie nicht entspricht wär es vielleicht ganz hilfreich, zur Leitlinie zu verlinken, daß die, die es besser machen wollen auch gleich nachsehen können (z.B. hier: AWMF Leitlinie Nr.041-004 http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/041-004.html )
Allerdings ist die Kritik an den häufig verschriebenen Psychopharmaka etwas verwirrend. Die einzig wirklich empfohlenen Medikamente sind Amitriptylin und Duloxetin, beide Psychopharmaka.

#10 |
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Brigitte Gotter
Brigitte Gotter

Stimme Prof. Nazlikul voll und ganz zu. Worauf ich aber besondere Gewichtung lege ist der Zustand des Verdauungstraktes, ph-Wertes im Stuhl (spiegelt den ph-Wert des Körpergewebes wider – ist der eine hoch, muss der andere niedrig sein bzw. umgekehrt!), Darmflora, Nahrungsmittelunverträglichkeiten/-Allergien usw. usw. Es muss dann unbedingt eine längere Diät eingehalten werden und der Verdauungstrakt saniert werden.
Ach und fast vergessen – Leberentlastung!!! denn was der Verdauungstrakt nicht schafft, kriegt die Leber ab.

#9 |
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Sabine Scheich
Sabine Scheich

Seit fast 30Jahren Fibro-Patient mit 10Jähr.Leitung einer Fibro-Selbsthilfegruppe, stelle ich immer noch fest, dass die Patienten, die in meiner Gruppe sind , oder Erkrankte telefonisch Hilfe bei mir suchen, schmerzhaft erleben müssen , dass dieser Personenkreis immer noch in der “Psychoschublade” landen und man sie nicht ernst nimmt.!
Da ich bei meinem Rheumatologen in sehr guten Händen bin ;gut medikamentös eingestellt und verstanden werde kann ich nur hoffen das in der Ärzteschaft und bei den Krankenkassen diese Erkrankung endlich anerkannt wird.

#8 |
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Frank Ullrich
Frank Ullrich

Solange die Schulmedizin Ihre Forschung auf den grobstofflichen körperlichen Bereich beschränkt und sich nicht für den seelischen, feinstofflichen Bereich öffnet, werden die Ursachen von viele chronischen Krankheiten schwer zu finden sein, da diese häufig im Energiefeld des Menschen in Form von Blockaden, ausgelöst durch Konflikte, zu finden sind.

#7 |
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Fred Olaf Schupp
Fred Olaf Schupp

Verehrter Herr Lederer !
Für Ihren Artikel haben Sie meinen ganz besonderen Dank . Leide ich doch seit 2000
an den genannten Symptomen ! Davor fing es mit zeitlich bedingten Schmerzen im rechten Bein an , das sich verkrampfte und nach einer Zeit legte es sich wieder . Diese Abstände wurden immer kürzer , bis ich eines Morgens , ich wollte aufstehen , vor Schmerzen das nicht konnte . Jegliches Bewegen meiner Gliedmassen , verursachten mir höllische Schmerzen , zum Glück besuchte mich meine Partnerin und holte einen Arzt . Nachdem dieser mir eine Injektion verabreichte , gingen die Schmerzen wieder weg , doch das hielt nur anderthalb Tage an , sie kamen mit gleicher Macht wieder .Eine Orthopädin hatte den verdacht auf Borreliose , doch bestätigte sich das – zum Glück – nicht und wurde zu einem Rheumatologen überwiesen . Ich kam in sehr gute Hände , denn dieser stellte mich wieder auf die Beine , mit hohen Dosen an Volon und vielen anderen Medikamenten z.B. REMICADE , ein Wundermittel ! Nach Verabreichung war ich wie Neugeboren , vollkommen schmerzfrei , ich war überglücklich , doch nach der zweiten Infusion , bekam ich eine lebensbedrohliche Pergamenthaut , der aufgesuchte Hautarzt sagte , noch eine Infusion und ich bleibe auf der Pritsche liegen ! Nach sofortiger Absetzung ,wechselte ich aus persönlichen Gründen der Arzt , weil ich sehr empfindlich wurde und annahm , alle Ärzte sind der Meinung , ich sei ein Simulant , denn behandelt wurde ich ab und an danach ! Dann hatte ich das Glück , zu einem Schmerztherapeuten zu kommen , ich nehme nun täglich 100mg Morphin Morgens und 60mg Morphin zur Nacht , weiterhin Volon 4mg , Pantoprazol , Vigantoletten und wenn ich einmal sehr schlecht schlafen kann , Zolpidem ! Alles wurde versucht , viele Tests mit Infusionen , selbst Injizieren usw.usf. alles nützte nichts !
Das ist vielleicht ein Leben , kann ich Ihnen sagen , doch nach Lesen Ihres Artikel ,kam in mir eine grosse Hoffnung auf ! Sollte ein Patient zu einem Test gesucht werden , ich stelle mich sehr gern zur Verfügung , schlimmer kann es nun wirklich nicht mehr kommen , vielleicht kann dadurch anderen geholfen werden !
Ich danke Ihnen sehr ,
Fred Olaf Schupp

#6 |
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Gast
Gast

Sehr interessant zu lesen. Obwohl ich gegen starke Medikamente bin und die behandelnden Ärzte das auch wissen, werde ich mit Psychopharmaka und Opiat vollgepumt; und jetzt auch noch eine Reha. Helfen tut nichts, aber noch muß ich 3 Jahre durchhalten.
Vielen Dank.

#5 |
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Ganzheitliche Betrachtung des Fibromyalgie Syndroms
Das Fibromyalgie-Syndrom wurde erstmals im Jahr 1906 beschrieben, in dem es als „Fibrositis“ bekannt wurde. Betroffen sind ca. 2% der Bevölkerung, vorrangig in der Altersgruppe zwischen 30 und 60 Jahren. Frauen erkranken neunmal häufiger als Männer.
Die Ätiologie der Krankheit ist bis heute nicht eindeutig geklärt, die komplexe Behandlung ist für Arzt und Patient häufig gleichermaßen frustrierend.
Die Diagnose Fibromyalgie markiert meist den Fixpunkt eines jahrelangen Leidenswegs mit zahlreichen Untersuchungen von Ärzten unterschiedlicher Fachdisziplinen. Dennoch fehlen meist klare diagnostische Zuordnungen und über die Symptome hinausgehende spezifische Behandlungen. Mehr als eine Beschwerdelinderung wird zu selten erreicht.
Der Leidensdruck der Fibromyalgie-Patienten ist jedoch groß, wie in den Aktivitäten der Selbsthilfegruppen deutlich wird. Sie haben erreicht, dass das Fibromyalgie-Syndrom zunehmend als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt wird.
Kennzeichnend für das Fibromyalgie Syndrom sind uncharakteristische schmerzhafte Druckpunkte und vegetative Störungen: Müdigkeit, verminderte Belastbarkeit, Schlafstörungen. Häufig besteht ein komplexer bio-psycho-sozialer Hintergrund.
Mögliche Ursachen der Fibromyalgie
• Erhöhte Empfindlichkeit des Nervensystems
• Durchblutungsstörungen
• Störungen des Magen-Darm Trakts
• Hormonelle Störungen
• Genetische Ursache: Veränderung eines Genes

Symptome bei FMS
• Im Vordergrund stehen eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit, dumpfe Schmerzen und Steifigkeit.
• Charakteristische Schmerzpunkten an Muskeln und Sehnen lassen sich nachweisen.
• Meist leiden die Patientinnen, die generell zu einer etwas übertriebenen Genauigkeit („Pedanterie“) neigen, auch an depressiven Verstimmungen, Ängsten und Kontaktstörungen, die allerdings eine Folge der Symptomatik sein können.
• Muskelschmerzen
• Durchblutungsstörungen
• Darmträgheit
• Ödem
• Schlafstörungen
• Steifheit
• Gegen diese Symptome ist die Bewegung ein zugängliche und einfache Therapiemöglichkeit
Vom American College of Rheumatology wurde die folgende Aufl istung von Merkmalen verfasst, welche bei Fibromyalgie beobachtet werden können:
1. Schmerzhaftigkeit ausgedehnter Körperareale mit
2. multilokulären Schmerzen in der linken und rechten Körperhälfte und
3. multilokulären Schmerzen in Regionen oberhalb des Zwerchfells.
4. Palpation ergibt Druckschmerzhaftigkeit an mindestens 11 der folgenden 18 so genannten „tender points“ (jede Körperhälfte zählt seperat):
5. subokzipitale Muskelinsertionsstellen
6. Halswirbelkörper: im vorderen Anteil der Zwischenräume zwischen den Querfortsätzen C5–C7
7. Ursprünge des M. Supraspinatus oberhalb der Spina scapulae
8. Mitte des oberen Rands des M. trapezius
9. 2. Rippe: an der Kostochondralverbindung
10. 2 cm distal der lateralen Epikondylen
11. Glutealregion: beidseits im oberen äußeren Quadranten des Gesäßes im anterioren Muskelanteil
12. Trochanter major, posterior der Trochanterprominenz
13. Knie: am medialen Fettpolster proximal des Gelenkspalts.
Aus Sicht der Neuraltherapie FMS
1. Chronischen Schmerzen
2. Chronische Stress
3. Hormonalen dysfunktion
4. Schlafstörungen
5. Lymphatische dysfunktion
6. Störungen des Magen-Darm Trakts
7. Im liegen steigende Schmerzen Hinweise auf Thorakale blockagen
8. Störfeld

Lymphatische Dysfunktion spielt dabei einen zentrale Rolle:
Ein Fehlendes Glied in der Kette . Eine Funktionsfähige Lymphsystems ist für die Gesundheit immens wichtig…
Fibromyalgie Patient (innen) sind in der Regl eigentümlich verschwollen bzw. ödem. Besonders zeigt sich das als morgendliches Lidödem, geschwollene Finger, Füße, Spannungsgefühle in der Brust, Spannungsgefühle vor der Periode, Wassereinlagerungen und starke Gewichtsschwankungen.
Je stärker die Schwellung, desto schlechter das Allgemeinbefinden und desto stärker die Schmerzen. Ursache dieser Schwellungen (Ödeme) sind in aller Regel nicht ein Versagen von Nieren, Herz oder Venen. Ursache ist das wenig bekannte Lymphödem!
Lymphödem und Fibromiyalgie
• Viele Fibromiyalgie-Patient(innen) sind in einem Zustand eines latent gestörten Lymphsystem.
• Kleine Veränderungen können bereiets ein Ödem auslösen.
• Dieses Ödem ist verantwortlich für
– Stauungsgefühle
– Reduzierung des Allgemeinbefindens
– Schmerzen (Teilursache)
– Erhöhte Gewesturgor (gestaut)
Physiologie des Lymphsystem die normale Funktion:
• Der Mensch benötigt eine Lymphsystems aufgrund des hohen Filtrationsdruck der Kapillaren
• Das Blutgefäßsystem ist also nicht ganz dicht.
Auslöser für ein Ödem können sein:
• Mechanische Belastung (langes stehen ungeeignete Kleidung)
• Hitze
• Körperliche Belastung
• Chronische Entzündungen im Bauchraum
• Hormonell bzw. durch Neurotransmitter
• Vegetativ (Fehlsteuerung der Arteriolen)
• Erhöhte Kapillarfragilität

NTH‘ische Vorgehensweise:
• Lokal und Segmentalen Therapie
• Ganglion, Trigger und Tenderpoints Injektionen
• Regulierung des lymphatischen Systems
• Regulierung hormonaler Dysfunktionen
• Regulierung Schlaftherapie
• Regulierung der Körperfunktionen
• Regulierung und Aufbau der Darmflora
• Behandlung von Störfeldern
• Nahrungsumstellung und Diätaufbau ( Salzarme Kost und Gewichtsreduktionen)

#4 |
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Martina Meyer
Martina Meyer

Da scheint endlich ein großer Stein ins rollen zu kommen !! Und dieser Stein hat auch noch Hand und Fuß:) Sehr interessanter Artikel ! Endlich nimmt man uns ernst!

#3 |
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Gast
Gast

Sehr intressanter Artikel.

Vielen Dank
R.G.

#2 |
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Gast Moenla
Gast Moenla

Schon mal den wissenschaftlichen Bericht von Dr. St. Amand gelesen? Ich frage mich wirklich, warum immer so getan wird, als ob es ihn nicht gäbe… Mir jedenfalls hat seine Therapie sehr und nachweislich geholfen. Denkt mal drüber nach: Tausende von Patienten können nicht irren

#1 |
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