Malaria: Molekularer Marker spürt Resistenzen auf

7. Januar 2014
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Forscher haben nun einen molekularen Marker entdeckt, mit dem sich Malariaerreger aufspüren lassen, die eine Resistenz gegenüber Artemisinin-Derivaten aufweisen. Diese Erkenntnis könnte die Entwicklung wirksamer Therapien gegen die Krankheit vorantreiben.

Seit etwa zehn Jahren weisen die Erreger im Westen Kambodschas immer öfter eine Resistenz gegenüber Artemisinin-Derivaten auf, selbst gegenüber den neuesten Kombinationstherapien, was die wirksame Bekämpfung dieser Krankheit bedroht. Bislang beschränkte sich die Überwachung der Ausbreitung resistenter Malariaerreger allein auf klinische Studien, die jedoch schwierig umzusetzen und kostspielig sind.

Jetzt haben die Forscher eine entscheidende Entdeckung gemacht: Sie identifizierten einen molekularen Marker, der eng mit der Resistenz des Malariaerregers Plasmodium falciparum gegen das Medikament Artemisinin verbunden ist. Mit ihm lassen sich resistente Malariaformen aufspüren, ihre Verbreitung kartographieren und wirksame Therapien entwickeln.

Zunehmende Ausbreitung mutierter Erreger

Die Forscher sequenzierten das Genom eines Stammes des Plasmodiums falciparum Erregers, welcher zuvor im Labor resistent gemacht wurde, und verglichen ihn mit seinem nicht resistenten Stamm-Zwilling. Dabei entdeckten sie, dass der im Labor modifizierte Stamm durch die Ausbildung von Mutationen in einem bestimmten Gen Resistenzen gegenüber hohen Artemisinin-Dosen entwickelt. 

Der Polymorphismus dieses Gens wurde anschließend bei resistenten Stämmen in Kambodscha untersucht. Die Forscher stellten einen engen Zusammenhang zwischen dem Auftreten des mutierten Gens und der künstlich erzeugten bzw. der natürlichen Resistenz bei Patienten fest. Die Analyse der zahlreichen Stämme, die in den letzten zehn Jahren in Kambodscha zusammengetragen wurden, zeigt eine zunehmende Ausbreitung mutierter Erreger. Die Forscher konnten so nachweisen, dass die Mutationen eine zuverlässige molekulare Signatur für die Resistenz gegenüber Artemisinin-Derivaten darstellen, was die gezielte Suche nach diesen Erregern vereinfacht.

Originalpublikation:

A molecular marker of artemisinin-resistant Plasmodium falciparum malaria
Frédéric Ariey et al.; Nature, doi: 10.1038/nature12876; 2014

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Forschung, Medizin

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