Prêt à porter: Die Expo 2005 …

20. September 2005
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In diesen Tagen ist es wieder soweit: Eine der wichtigsten pharmazeutischen Fachmessen, die Expopharm, öffnet ihre Pforten. Über 400 Aussteller warten auf 20.000 Besucher. Was sind die Trends am Apothekenmarkt? Wo lohnt sich der Einstieg? Welche Geräte, welche Dienstleistungen sind neu? Wer selbst nicht hin kann, begleitet uns...

Köln. Messegelände. Wer es blistern hören will, der begibt sich auf der Expopharm 2005 schnurstracks in Halle 13.3. Worüber Sie in unserem Newsletter bereits lesen durften, hier können Sie es auch sehen. Unter dem Namen „7×4 med, Ihre Wochenarznei“, präsentiert das Kohlpharma-Tochterunternehmen Assist Pharma seine innovative Verblisterungsmaschine, mit der sieben Tage die Woche und vier Einnahmezeitpunkte am Tag abgedeckt werden können. Das Ziel: Vor allem für ältere und chronisch kranke Patienten soll ein zusätzlicher Service geboten werden. Die Arzneimittel werden so abgepackt, wie sie einzunehmen sind. Inwieweit das apothekenpolitisch korrekt ist, ist die nächste Frage. Aber: Wegen Neugier wurde auf einer Messe noch niemand verhaftet…

Der jährliche Jahrmarkt für alles rund um die Apotheke

Die Expopharm hat die „Expo“ im Namen, und ähnlich bunt wie auf der Expo geht es zu auf dieser pharmazeutischen Fachmesse. Die Organisatoren frohlocken schon im Vorfeld: Rund 430 Aussteller aus 19 Nationen sollen 20.000 Besucher anlocken. Das ist zwar weniger als die fast zehnmal so große Düsseldorfer Medica, aber immer noch mehr als reichlich für ein rein pharmazeutisches Happening. Und: Nirgendwo sonst geht es so spezifisch um die Apotheke. Beispiele gefällig? Ebenfalls in Halle 13.3 stellt die Starnberger Firma Pharmatechnik GmbH ihr neues „Patienten-Ratgeber-Modul“ vor, ein Customer Relation Management-Werkzeug, das die Apotheke EDV-basiert bei Aktionstagen unterstützt, und zwar von der Planung bis zur Erfolgskontrolle von verkaufsfördernden Marketingaktionen. Von der PharmatechnikGmbH kommt auch die „Kunden-Profil-Analyse“, die Ihnen endlich verrät, wer Ihre Kunden sind und welche Zusatzprodukte bei welchen Kunden gut ankommen. Ebenfalls ums Marketing geht es bei der Sax3D.com GmbH in Halle 13.1. Die Firma möchte Ihr Schaufenster in eine Multimediainstallation verwandeln. Ein Beamer wirft bei dem „Window in motion“ genannten System Texte, Bilder oder Fotos auf eine transparente Glasprojektionsfläche. Der Clou: Es gibt echte Hologramme. Und: Der Blick nach draußen bleibt frei.

„Intel inside“ gibt’s auch beim Rühren…

Ihnen dürstet eher nach Handfestem? In diesem Fall könnte der Stand der Gako Konietzko GmbH Ihr Anlaufpunkt werden: Hier sind die neuesten Verbesserungen an dem 1994 eingeführten Unguator-System zu bestaunen. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich um Rührgeräte für die individuelle Salbenherstellung – nein nein, keine Schneebesen sondern Hi-Tech-Rührer, bei denen nichts mehr ohne Mikroprozessor geht. Um Technik geht es auch bei Bosch und Sohn in Halle 13.1. Das neue Blutdruckmessgerät Boso-medilife S hat gerade das Gütesiegel der Deutschen Hochdruckliga bekommen und kümmert sich nebenbei noch um Herzrhythmusstörungen. Dass auf der Expopharm auch rein analoge Lebenshilfen wie Badeöle, Zahnbürsten, Shampoos und Hustenmittel zu bestaunen sind, versteht sich natürlich von selbst.

eCard: Wann sie nun kommt oder nicht, sagt Ihnen die Expopharm leider auch nicht…

Nicht zuletzt dient die Expopharm auch der organisierten Apothekerschaft als Präsentationsplattform, die in Person der Werbe- und Vertriebsgesellschaft ja letztlich auch eine Art Gastgeberrolle in Köln innehat. Vertreten ist natürlich die Abda, die ihr Aponet.de präsentiert. Der Online-Dienst hat kürzlich durch den in Teilen gut gelungenen Service Arzneimittel interaktiv eine gewisse Aufwertung erfahren. Vor Ort ist natürlich auch der Abdata Pharma-Daten-Service und die Werbe- und Vertriebgesellschaft selbst, die ihre Telematikprojekte vorstellt. Womit wir beim Dauerbrenner wären: Was macht eigentlich die elektronische Gesundheitskarte? Nun, sie übt sich in Verzögerungen, an denen die Apothekerschaft nicht ganz unbeteiligt war. Von Verzögerungen nichts wissen will die Firma Siemens, die zusammen mit der Pharmatechnik GmbH in Halle 13.3. den kompletten Datenfluss für das elektronische Rezept vorführen will. Die Beispielanwendung soll auch die Übermittlung der Vertragsdaten des Versicherten vorexerzieren, außerdem den Umgang mit mehreren Rezepten inklusive Aufrufen und Löschen. Fazit: Auf nach Kölle!

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