Wer war eigentlich…George Budd?

18. Januar 2006
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Der Name George Budd steht im Zusammenhang mit dem Budd-Chiari-Syndrom: der Verschluss der Lebervenen betrifft beim klassischen Budd-Chiari-Syndrom bevorzugt die großen Lebervenen und wird heutzutage von Erkrankungen, die die Verstopfung der kleinen Lebervenen betreffen, eher abgegrenzt.

George Budd wurde im Februar 1808 als Sohn des Chirurgen Samuel Budd bei Nord Taunton in Devonshire geboren. Sein Vater wurde durch seinen Artikel zu einem Ausbruch des typhusartigen Fiebers in deren Heimatort bekannt. Der Dorfpraktiker hatte eine große Familie mit neun Söhne und einer Tochter. Offensichtlich muß er seine Kinder sehr beeinflußt haben, denn sieben seiner Söhne wurden Ärzte. George Budd erhielt eine private Ausbildung in seinem Dorf, besuchte anschließend die Hochschule Caius in Cambridge, an der er 1831 graduierte. Danach ging er nach Paris und studierte Medizin und Pathologie, bevor er als Mitarbeiter des Middlesexkrankenhaus nach London zurückging.

Seine erste Anstellung als Arzt bekam er am Krankenhausschiff Dreadnaught. Hier traf er auf unzählbare Fälle von Leberkrankheit bei Seeleuten, die nach längerem Aufenthalt in den Tropen nach Hause kehrten. Diese Begebenheit wurde eine Grundlage für seine klassische Arbeit über Krankheiten der Leber. 1840 wurde er konferierter Doktor der Medizin in Cambridge. Im Jahre 1845 beschrieb er erstmals das nach ihm und später auch Hans von Chiari benannte "Budd-Chiari-Syndrom", ein sogenannter posthepatischer Block bei Abflussstörungen im Bereich der Venae hepaticae als Form der portalen Hypertension.

Während seiner 23 Jahre langen Tätigkeit am Königlichen College Hospital machte er sich als renommierter Lehrer und Lektor einen Namen. Er wurde immer als Freund seiner Kollegen und Studenten angesehen. 1863 gab er seine Stellung als Unterrichtslehrer auf und widmete sich nur noch seiner privaten Praxis. 1867 entwickelte er eine Glykosurie, schloss seine Praxis und ging auf eine Europa-Tour, wobei er den Sommer über in Italien verbrachte. Später kam er als Landherr nach England zurück und genoß immer mehr den Aufenthalt in seinem Garten und bei der Jagd. 1880 wurde er zum Ehrengefährten der Hochschule Caius in Cambridge gewählt. Mit 75 Jahren verstarb George Budd an einer Pneumonie.

Sein Bruder William Budd untermauerte die Tatsache, daß Typhus-Fieber ansteckend ist und durch Verunreinigungen verbreitet werden kann, von Personen, die mit der Krankheit infiziert sind. Seine Monographie des Thyphus-Fieber, welches 1873 veröffentlicht wurde, ist ein Klassiker in der Literatur des öffentlichen Gesundheitswesens.

 

Kurzinfo Budd-Chiari Syndrom

Ursachen:

1. Erkrankungen des Blutbildenden Systems

  • Myeloproliferatives Syndrom

  • Paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie

2. Angeborene Grinnungsstörungen:

  • Protein C – Mangel

  • Protein C,S – Defekt

  • AT III – Mangel

 

 

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