Fussballfieber grassiert unter Medizinern

7. Juli 2006
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Medizinstudenten sind eben auch nur Menschen. Die alle ergreifende WM 2006 hat vor den Medizinern nicht halt gemacht. Die Medizinstudenten setzten mit den Medimeisterschaften in Leipzig noch einen drauf.

Seit Wochen sind die Vorlesungen ab 15 Uhr leergefegt, zu WM-Spielzeiten zieht es die Studenten deutschlandweit zu Kneipen und Leinwänden. Wunderlich klingt es fast schon, wenn es nicht "Was lernst du heute abend?", sondern "Wo schaust du heute abend?" heißt. In den Vorlesungen werden dann langweilige Vorträge durch geschwätziges Fußballphilosophieren unterlagert.

Da werden Abseitsentscheidungen auch von Studentinnen kritisiert, die bis vor kurzem die Abseitsregel nicht kannten und überzeugte Anti-Fußballer mutieren zu schwarz-rot-gold geschmückten Profifans. Vielerorts mischen sich auch die Medizinstudenten aufs Public Viewing und geben sich der Euphorie rund um Klinsmanns Mannen hin.

Medimeisterschaften voll im Trend
Während die FIFA WM-Stadien fast täglich vibrieren und das ganze Land schon in Stimmung ist, waren am Wochenende des 30. Juni im Leipziger Stadion des Friedens die Medimeisterschaften angesetzt. Bei den Medimeisterschaften dürfen sich aus Medizinstudenten zusammengestellte Mannschaften melden, um den Medimeister des WM-Jahres auszuspielen.

So meldeten sich dieses Jahr 60 Herren- und 18 Damenteams zum Turnier an und selbst der WM-Sommer machte zu den Medimeisterschaften nicht schlapp. Die offizielle Eröffnung des Turniers folgte dem grandiosen Viertelfinalsieg der deutschen Mannschaft gegen Argentinien. Die ersten Spiele folgten am Samstag morgen.

Auch wenn nicht alle Mannschaften durch Taktik und Fitness überzeugten, gab es zumindest eine Menge kreative Mannschaftsnamen. Wer mag schon vorhersagen, ob die HOT DOCS die BALLarinas aus dem Turnier kicken können. Mit Spannung erwartet wurde schließlich auch, ob die Vorherrschaft Erlangens gebrochen werden kann. Die Mannschaft aus Erlangen hatte die Herrenkonkurrenz bereits zwei Jahre in Folge für sich entscheiden.

Fancontest sorgt für Stimmung
Der diesjährige Fancontest stand ganz im Zeichen der WM. Bewertet wurden neben der Choreographie und musikalischen Einlagen der Fans auch deren Fairness. Sonderpunkte gibt es für die besten Pornobalken (Schnurrbart) und Günter-Netzer-Gedenkfrisuren. Als Champions im Feiern setzten sich letztlich die Cheerleader aus Bonn durch, die vor allem das männliche Publikum in Windeseile für sich gewinnen konnten.

Entscheidung fällt für Saarländer
Nach einer Reihe von spannenden Partien trafen sich im Finale der Herren-Kategorie 1 die Mannschaften aus Homburg und Würzburg. Als Sieger ging Lokomotive Saarland vom Platz. Damit war die Siegesserie von Erlangen, dem Sieger der letzten zwei Jahre gebrochen. Was den Erlangern ganz und gar nicht schmeckte, gefiel allen anderen umso mehr.

Bei den Damen schlugen die überzeugenden Jenaer Sprunggelenke im Finale den Titelverteidiger, die Antitussiva aus Berlin.

Medimeisterschaften – Fußball kann so schön sein
Die Medimeisterschaften in Leipzig waren nicht nur ein Erfolg für den Sport, sondern erneut ein Schmelztiegel für Mediziner verschiedener Fakultäten. Alle Angereisten mussten auch auf Public Viewing nicht verzichten. Leinwand und Beamer taten auch in Leipzig ihren Dienst und bescherten den Besuchern der Medimeisterschaften rauschende WM-Abende, in denen unter anderem Brasilien, einer der größten WM-Konkurrenten ausschied.

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