Irrsinn in voller Bachblüte

25. November 2013
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Bachblüten scheinen eine Glaubensfrage zu sein. Für die Verfechter der evidenzbasierten Medizin hat der Betreiber eines Onlineshops mit seiner Bachblütenessenz Nr. 79 die Schmerzgrenze nun deutlich überschritten.

„Das unterbietet moralisch wirklich auch den allerschlimmsten Pharma-Weltkonzern, der irgendwelche Blutdruckmittel auf den Markt wirft, die schlechter sind als die Vorgängerprodukte, nur um mit einem neuen Produkt mehr Kohle zu machen“, schreibt ein empörter Facebook-Nutzer. Die übrigen Kommentatoren sind nicht weniger aufgebracht. „Wir sollten wirklich überlegen, diese Ganoven wegen Betrugs anzuzeigen. Hier ist wirklich mal eine rote Linie überschritten worden. Solchen Leuten muss ein für alle Mal das “Handwerk” gelegt werden!“, fordert ein anderer User. Ein weiterer berichtet, die Verbraucherzentrale informiert zu haben.

Psychologe auf Zeit und Bachblütenexperte

Es geht um einen Onlineshop für Bachblütenmischungen. In seinem Angebot befand sich bis vor kurzem auch die Bachblütenmischung Nr. 79 gegen Kindesmissbrauch. „Bachblüten heilen emotionale Wunden durch Kindesmisshandlung“, stand dort geschrieben. Im Einzelnen soll das so funktionieren: Leidet das Kind nach seiner Misshandlung unter Ängsten, helfen Bachblüten „den Seelenfrieden wiederzufinden und wieder vertrauen zu können.“ Die Bachblütenmischung helfe auch, „das Trauma zu verkraften, wodurch es weniger Schaden im Leben des Kindes anrichten kann.“ Bei Depressionen helfen Bachblüten, „diese negativen Gefühle in positive Gemütszustände zu verwandeln, wodurch das Leben wieder sinnvoll wird.“ Auch gegen Einsamkeit und ein geringes Selbstwertgefühl wirkt die Mischung. Die Ergebnisse könnten allerdings variieren, verriet ein Hinweis unter dem Angebot. Der Betreiber Tom Vermeersch wirbt mit einem bis Ende des Jahres gültigen Zertifikat, nach dem er in Belgien den Titel „Psychologe“ tragen darf – gegen eine Gebühr von 50 Euro. Nach eigenen Angaben auf seiner Webseite ist er außerdem zertifizierter Bachblütenberater mit langjähriger Erfahrung. Eltern von misshandelten Kindern empfiehlt er 6 mal täglich 4 Tropfen seiner Mischung Nr. 79 direkt auf die Zunge des Kindes zu geben oder in Wasser aufzulösen. Pro Monat benötigt man dafür ca. ein Fläschchen mit 50 mL à 39,- Euro. „Optimale Erfolge erzielen Sie mit 3 Monaten Behandlung“, hieß es unter dem Angebot. Für 117,- Euro sollte das Trauma einer Misshandlung also in den Griff zu bekommen sein.

Energieübertragung im Wasser

Bachblüten sind eine Erfindung des britischen Arztes Edward Bach (1886–1936). Er ging davon aus, dass jede körperliche Krankheit auf einer seelischen Gleichgewichtsstörung beruht, die durch einen Konflikt zwischen der unsterblichen Seele und der Persönlichkeit zustande kommt. Eine Heilung könne demnach auch ausschließlich auf der geistig-seelischen Ebene stattfinden. Bach rief „38 disharmonische Seelenzustände der menschlichen Natur“ ins Leben. Jedem dieser Zustände ordnete er Blüten und Pflanzenteile zu, die er in Wasser legte oder kochte und die so ihre „Schwingungen“ an das Wasser übertragen sollten. Aus diesen Urtinkturen werden anschließend durch starke Verdünnung die sogenannten Blütenessenzen hergestellt. Diese enthalten demnach keine pharmakologisch relevanten Mengen der Pflanzenbestandteile mehr. Verfechter dieser Anwendungen argumentieren, dass das Wirkprinzip der Blütenessenzen nicht auf molekularen oder pharmakologischen Mechanismen beruhe, sondern auf der schlichten Übertragung von „Energie“, die von den Blüten auf die Essenz übertragen wird. Da diese Energie bisher nicht nachgewiesen werden konnte, gelten Bachblütenessenzen in der evidenzbasierten Medizin als reine Placebos. Auch in klinischen Studien schnitten die Bachblütenessenzen bisher nicht besser ab als Placebos.

Viele negative Reaktionen

„Es gibt vieles zwischen Himmel und Erde, was man nicht wissenschaftlich belegen kann, aber es gibt es. Bachblüten unterstützen die Selbstheilungskräfte, oder regen sie an, wenn im seelischen/ körperlichen Bereich etwas aus dem Ruder läuft. Also es löst Blockaden … bringt Körper und Geist wieder in Einklang“, erklärt eine Nutzerin auf  der Facebookseite „Bachblüten“, die aktuell mehr als 5.700 Fans verzeichnet. Am 17. November ließ Tom Vermeersch dort verlauten:

„Hallo,

Seit gestern gibt es eine Menge Ärger um die Bachblüten-Mischung Nr. 79 “Kindesmisshandlung”. Ich bedauere die negativen Reaktionen sehr. Seit vielen Jahren versuche ich Menschen mit emotionalen Problemen zu helfen, unter anderem auch Menschen mit Traumata, die durch Kindesmissbrauch entstanden sind. Ich versuche zu helfen, von ganzem Herzen. Ich kann verstehen, dass manche von Ihnen nicht an Bachblüten glauben, einen wissenschaftlichen Nachweis kann ich selbst nicht erbringen. Aber ich habe ihre positive Wirkung bei vielen Menschen beobachten können. Natürlich können Bachblüten den Missbrauch von Kindern nicht verhindern. Aber sie können dabei helfen, das Trauma zu verarbeiten. Dennoch werde ich die Bachblüten-Mischung Nr. 79 von meiner Website nehmen.

Mit freundlichen Grüßen,
Tom“

Bachblüten auch für Hasso

Was auf der Webseite bleibt, sind unter anderem Bachblüten-Tropfen gegen ADHS, Autismus, Alkoholismus und Drogensucht. Auch Hunden mit Angst vor Feuerwerk kann geholfen werden. Dieses Problem kann mit der Mischung Nr. 100 in ebenfalls durchschnittlich drei Monaten mit etwa drei Flaschen à 39,- Euro behoben werden. Hier kann es insgesamt allerdings etwas teurer werden als bei einem misshandelten Kind, denn „Sie können die Tropfen auch häufiger geben, wenn das Jahresende näher rückt. In Momenten extremen Stresses, also zum Beispiel während der Silvesternacht, können Sie Ihrem Hund die Bachblüten alle fünf Minuten geben.“

Harmloser als heißer Kaffee?

Christian Reinboth schrieb am 16. November 2013 in seinem Science-Blog „Frischer Wind“ dazu: „Auf jedem Coffee to Go-Becher wird mir inzwischen erklärt, dass Kaffee heiß ist – offenkundig, um mich als Kunden davor zu schützen, mir diesen lachend ins Gesicht zu schütten. Jedes noch so harmlose Grippemedikament kommt mit einem mehrseitigen Beipackzettel. Gleichzeitig können die Verkäufer von Voodoo-Medizin behaupten, sie könnten von Krebs über Depressionen und ADHS bis hin zu Traumata durch Kindesmisshandlung alles verschwinden lassen, ohne einen Nachweis erbringen, ihre Preise erklären oder einen nachvollziehbaren Wirkmechanismus offenlegen zu müssen. Eine Gesetzeslücke so groß wie ein Scheunentor.“

Einen Vorteil scheinen die Bachblütenessenzen jedoch im Vergleich zu den meisten pharmakologisch wirksamen Arzneimitteln zu haben: Sie sind 100 % sicher, haben keine Nebenwirkungen, machen nicht süchtig und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind auch nicht bekannt.

537 Wertungen (3.82 ø)

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294 Kommentare:

Gast
Gast

@ Gast 289

P.S.: immerhin attestieren die Autoren der Cochrane-Collaboration eine gewisse Evidenz für die Wirksamkeit der Misteltherapie zur Verbesserung der Quality of Life bei Pat. unter Chemotherapie wegen Mamma-Ca.

#294 |
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Gast
Gast

@ Gast 289:

http://www.vfk.ch/forschung/klinische_forschung/dokumentation/

(dort PDF-Dokument “Dokumentation publizierter klinischer Studien mit Iscador” zum download).

Will Ihnen nicht verschweigen, dass die Cochrane-Collaboration in einem Artikel 2010 sich wenig positiv zur Misteltherapie äusserte, die üblichen Bendenken: nicht genügend hochwertige Studien usw.
http://summaries.cochrane.org/CD003297/mistletoe-treatment-in-cancer-patients

Die Erfahrung (eigene und die von Kollegen) zeigt, dass die Patienten von einer Mistelbehandlung häufig sehr wohl profitieren, v.a. was Schmerzen und Lebensqualität anbelangt. Zudem sieht man unter Iscador immer wieder erstaunlich günstige Verläufe, wie sie sonst kaum zu erwarten gewesen wären.

#293 |
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1-oder-0 oder?
1-oder-0 oder?

@ Hamburger:

*Ich empfinde es als persönlich diffamierend, wenn Heilpraktiker unserem Berufsstand pauschal Bestechlichkeit vorwerfen.*

Ich bin Hp. und sehe das genau so.

*Ich kann es nur wiederholen: Es ist unfassbar schwer, auf diesen zwei unterschiedlichen Wissensniveaus mit einem zufriedenstellenden Ergebnis zu diskutieren.*

Ja, weil einer den anderen nicht verstehen will. Das basiert aber immer auf mangelnder Intelligenz. Das findet man in allen Berufen. Diversität mit primitivem 1-oder-0-Denken zu verstehen, geht nicht.

#292 |
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Hamburger
Hamburger

Die vielen Kommentare zu diesem Artikel zeigen eindeutig, wie schwer und emotional die Auseinandersetzung der Schulmediziner mit den interessierten Laien und Heilpraktikern ist.
Ich bin Schulmediziner und stehe voll und ganz hinter der unabhängigen wissenschaftlichen Ausrichtung moderner Medizin. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Jahrzehnten noch viele bahnbrechende Entwicklungen miterleben können…die Profitgier und Bereicherung von einigen forschenden Pharmaunternehmen nehme ich dafür gerne in Kauf!
Ich empfinde es als persönlich diffamierend, wenn Heilpraktiker unserem Berufsstand pauschal Bestechlichkeit vorwerfen. Ich habe mit Pharmaunternehmen nichts zu tun und profitiere nicht von Werbung in Eigenregie.
Ich habe auch im direkten Umfeld und sogar in der Verwandtschaft einige Heilpraktiker, darum ist mir diese emotionale (und teilweise festgefahrene) Diskussion nicht neu.
Unter diesen Diskussionspartnern sind alle möglichen Berufsgruppen vertreten (Marketingfachleute, Krankenschwestern, Ingenieure) und ich wertschätze einige in ihrer -vor allem emotionalen- Kompetenz. Allerdings haben alle mir bekannten Heilpraktiker eines gemeinsam: sie haben kein naturwissenschaftliches oder medizinisches Hochschulstudium hinter sich.
Ich kann es nur wiederholen: Es ist unfassbar schwer, auf diesen zwei unterschiedlichen Wissensniveaus mit einem zufriedenstellenden Ergebnis zu diskutieren. Ich habe gelernt und den Sinn darin erkannt, alle Behauptungen in einem wissenschaftlichen Forum belegen zu müssen. Oft ist man im Klinikalltag dazu geneigt, aus subjektiven Beobachtungen einen voreiligen Schluss zu ziehen.
Es mag für viele der Kommentatoren hier arrogant und überheblich geklungen haben: Das Medizinstudium beinhaltet seit Generationen bestimmte naturwissenschaftliche Grundlagen und neuerdings glücklicherweise wohl auch das Rüstzeug, sich durch die Flut der Studien und Fachinformationen zu kämpfen. Ohne fundierte Kenntnisse bestimmter biochemischer, physiologischer und anatomischer Grundlagen hätte ich vieles nie verstehen können. Ohne fundierte Kenntnisse der Pharmakologie wäre ich auf der Station heute verloren. All das müssen sich Mediziner in vielen Jahren aneignen und kämpfen in den Jahren der Weiterbildung gegen das große Vergessen.
Zur Sache:
Mir persönlich ist kein anerkannter Wirksamkeitsnachweis zu den hier diskutierten Methoden bekannt.
Aber bitte füllen Sie diese Wissenslücke mit entsprechenden Quellen!
Aber bitte nicht diese Phrasen a la “Das könnte die Wissenschaft von morgen sein” oder “Vor 200 Jahren…” oder “Phänomene, die man NOCH nicht erklären kann”!! Wir leben im hier und heute nach den heute gültigen Regeln und Standards. Vielleicht ist es in 100 Jahren auch nicht mehr angemessen, Arme und Bedürftige in unserer Gesellschaft zu unterstützen. Trotzdem tun wir es glücklicherweise…
Methoden:
Bachblüten: Im Grunde kann ich nicht verstehen, dass viele Kritiker die “Versuch-Irrtum-Methodik” in der Pharmatherapie von Depressionen verurteilen und dann ambitioniert für Bachblüten Werbung machen. Bei der Lektüre des Artikels kann ich nur zu einem Schluss kommen: Bachblüten gegen Kindesmisshandlung?! Ernsthaft??? Ach ja, und es gibt keinen einzigen Wirksamkeitsnachweis!!!
Aber immerhin ist meist Alkohol drin…beruhigt bestimmt…
Irisdiagnostik: In meinen Augen genau so pseudowissenschaftlich, wie Kartenlegen. Kein Wirksamkeitsnachweis!!!
Homöopathie: Siehe Artikel in Kommentar #272

#291 |
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1-oder-0 oder?
1-oder-0 oder?

Nur zwischendrin: Ein Heilpraktiker kann ausschließlich Diagnostik und Therapie der sogenannten Schulmedizin im Rahmen seiner Erlaubnis anwenden. Wenn jemand diese Berufsbezeichnung führt, bedeutet das nicht, dass er Homöopath ist. Wenn jemand Arzt ist, bedeutet das nicht, dass er Diagnostik und Therapie der sogenannten Schulmedizin anwendet. Die meisten Hömöopathen sind Ärzte und nicht Heilpraktiker.

#290 |
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Gast
Gast

@Gast 281:
Woher nehmen Sie die Erkenntnis, dass die Schulmedizin nachgewiesene Erkenntnisse aus der Forschung ignorieren würde?
Bei der letzten Fortbildung, an der ich teilnahm, gab es zur Misteltherapie keinen Wirksamkeitsnachweis. Es ist jedoch vollkommen unumstritten, dass diese Verfahren den Krebspatienten emotional helfen! Bitte schicken Sie mir gerne die Studie, auf die Sie sich hier beziehen.
Ähnlich sieht es bei Magnesium bei Bluthochdruck aus. Alles schön und gut, die Patienten können sich gerne Magnesium aus der Apotheke holen und die Heilpraktiker können sich damit gerne austoben. Aber ich sage Ihnen ganz ehrlich: es schafft schon keiner, 5kg abzunehmen, den Nikotinkonsum zu reduzieren oder weniger Alkohol zu trinken. Und diese Maßnahmen hätten eine eindeutig belegte Wirksamkeit!
All Ihre Argumente erwecken den Anschein, sie picken sich da Rosinen raus. Natürlich lernen wir schon im Studium und während der klinischen Weiterbildung alle relevanten Informationen zu Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten. Alles in der Medizin ist letztlich eine Risiko-Nutzen-Abwägung. Ich würde z.B. nicht den Nutzen der Primärtherapie mit Statinen generell ablehnen. Gibt es eigentlich irgendein Schulmedizin-Kritiker-Forum? Denn die Ablehnung bestimmter Therapien und der Aufschrei nach anderen Therapien ähnelt sich unter den Heilpraktikern und “bestimmten” Patientengruppen auffällig…

#289 |
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Gast
Gast

@ Dr. No

Pharmafirmen brauchen patentierbare Substanzen, damit sie genügend Profit machen können. Alles was nicht patentierbar ist, interessiert die Pharmaindustrie kaum. So z.B. naturidentische Hormone, welche die synthetischen, patentierbare Hormone in der Behandlung postmenopausaler Beschwerden überflüssig machen würden. Die Aussage, die Pharmaindustrie würde erforschen, was wirksam ist, zeugt von einer ziemlichen Verkennung der Realität…

Sie sind also der Überzeugung, der Stand der Physik vor 100 Jahren ist der definitive, alles erklärende Stand der Naturerkenntnis und, dass es keine Phänomene gibt, welche durch diese Physik nicht erklärt bzw. erfasst werden können? Es gibt halt Menschen, welche erkannt haben, dass zwischen Himmel und Erde es weit mehr Phänomene gibt, als die veraltete Physik, welche immer noch als Grundlage der Schulmedizin gilt, erklären und erfassen kann… Sie z.B. erklären einfach alles, was ihr Physikverständnis von der Welt nicht erfassen oder erklären kann, als inexistent. Das sind doch nur hinderliche Glaubenssätze.

Interessant: im SWR bei Menschen der Woche letzten Samstag sprach eine Tier-Kommunikatorin, welche durch Telepathie mit den Tieren “sprechen” kann – Distanz unerheblich, ein Foto genügt. Alles erfunden, erträumt, gelogen? Übrigens: tibetische Mönche können dies z.T. auch, um miteinander zu kommunizieren… Und es gibt noch viel mehr solche Phänomene, welche das naturwissenschaftliche Verständnis, welches der Schulmedizin (!) zu grunde liegt, widerspricht. Die Schulmedizin bildet sich halt immer noch etwas auf dieses veraltete Wissen ein, dabei ist es schon längst klar, dass dieses Physikverständnis nicht ausreicht, um viele Phänomene in der Welt zu erfassen und zu erklären. Tesla, Wilhelm Reich, Konstantin Meyls, Prof. Claus Turtur, u.a. waren und sind da z.T. viel weiter – fristen aber ein Nischendasein, müssen z.T. sogar um ihr Leben bangen (oder ihr Leben wurde zerstört, wie z.B. das von Royal Rife, Wilhelm Reich u.a.).

#288 |
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1-oder-0 oder?
1-oder-0 oder?

Ich denke, Homöopathie wird immer falsch gesehen. Aber zur Klarstellung: ICH BIN KEIN HÖMOPOATH, habe kein großes Interesse daran. Mir geht es nur um unsere teilweise verhärteten Vorstellungen, die uns nicht weiter bringen. Ich habe einmal eine Erklärung gelesen, die vielleicht in eine Richtung geht, die das 1-oder-0-Denken, wie ich es nenne, nicht versteht:

Homöopathische Arzneimittel haben keinerlei pharmakologische Wirkung.

Es gibt aber Arzneimittel, die fälschlicherweise zu den homöopathischen Arzneimitteln gerechnet werden, die durchaus wirken können. Es sind vor allem die sogenannten homöopathischen Urtinkturen und eventuell auch noch andere wenig verdünnte Zubereitungen, die aufgrund ihres noch vorhandenen Wirkstoffgehalts wirken. So kann z. B. eine Crataegus-Urtinktur bei ausreichender Dosierung eine Wirkung ausüben, die auch in der Phytotherapie für den Weißdorn bekannt ist.

Echte homöopathische Arzneimittel gehören im Grunde nicht mehr zur Medizin, sondern zum Glauben oder zur Magie.

3 Punkte sind bei der homöopathischen Arzneimittelherstellung und Therapie wichtig:

Derjenige, der homöopathische Mittel praktisch herstellt, muss die Substanz, die er potenziert, gut kennen. Er sollte mit den Eigenarten der Substanz, ihrem Verhalten, ihren Besonderheiten vertraut sein. Das zugehörige Arzneimittelbild muss er ebenso genau kennen. Er muss glauben, dass die Symptomatik, die im Arzneimittelbild dargestellt ist, und die zugrunde liegende Erkrankung mit der homöopathischen Zubereitung geheilt werden kann.

Der Homöopath, der seinem Patienten das homöopathische Arzneimittel verordnet, muss all das noch viel deutlicher, klarer und lebendiger in seinem Bewusstsein imaginieren.

Der Patient muss an die Wirksamkeit glauben. Der Einwand, dass auch kleine Kinder oder Tiere auf homöopathische Behandlungen reagieren, die nicht an die Wirksamkeit glauben können, ist nicht stichhaltig, da die Bezugsperson, die Mutter, der Halter, der Behandler das “dran Glauben” übernimmt.

Sind alle 3 Punkte erfüllt, kann eine Wirksamkeit entstehen, die mehr oder weniger über den Placeboeffekt hinaus geht. Das liegt daran, dass von allen Beteiligten eine Art von Psychogon geschaffen wird, das wirksam werden kann. Es ist aber nicht ein Psychogon im ursprünglichen Sinn, sondern gewissermaßen ein “Arzneimittelwesen”. Dies ist auch der Grund, weshalb manche religiöse Richtungen die Homöopathie ablehnen. Je perfekter dieses Homöopathie-Psychogon von allen Beteiligten erschaffen werden kann, desto wirksamer ist die Therapie wahrscheinlich.

Tatsächlich homöopathische Mittel sind also wirkungslos, eine homöopathische Therapie kann dagegen wirksam sein.Dies ist auch einer der Gründe dafür, weshalb in üblichen klinischen Untersuchungen, die auf chemisch definierte Wirkstoffe zugeschnitten sind, keine Wirkung nachgewiesen, in der Praxis aber eine therapeutische Wirksamkeit beobachtet werden kann.

Homöopathie gehört eben nicht mehr zur Medizin, sondern eher zum Glauben oder zur Magie. Der Glauben und die Magie entziehen sich der wissenschaftlichen Erforschung. Dennoch sollten von den Therapeuten Erfahrungen systematisch gesammelt werden. Damit wäre es möglich herauszufinden, bei welchen gesundheitlichen Störungen, Erkrankungen und Patienten die Anwendung der Homöopathie Erfolg in welchem Maß verspricht. Der Erfolg einer Therapie sollte vor Beginn der Therapie prognostiziert werden können, damit der Patient sich entscheiden kann, ob er diese Therapie überhaupt will.

#287 |
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Dr. No
Dr. No

Wie kommt es eigentlich, dass ein Wirkstoff im Wasser potenziert wird, Verunreinigungen, die in jedem Fall vorhanden sind aber nicht?

#286 |
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Dr. No
Dr. No

Selbstverständlich werden die unplausiblen Erklärungen zur Homöopathie nicht tragfähiger, wenn man diese um die nächste unplausible Theorie, das Gedächtnis des Wassers erweitert. Wasser hat kein Gedächtnis, denn Wasser kann kein GEdächtnis haben. Wasser ist ein Element, dessen Elementarteile sich ständig miteinander verbinden und wieder lösen. Daher ist Wasser flüssig.
Da ist also überhaupt keine stabile Struktur vorhanden, um einen stabilen Gedächtnisinhalt aufrecht zu erhalten.
Darüber hinaus würde die Erinnerung aus dem Wassergedächtnis an einen Wirkstoff dem Wasser so sehr nutzen, wie die Erinnerung an ein Schnitzel dem Menschen bei Hunger nutzt. Nämlich gar nicht.

Und dieser ganze Unsinn wird auch durch das Abnicken eines Nobellpreisträgers, des Papstes oder des Kaisers von China nicht plausibler.

Sie verkennen die Situation ein wenig, wenn sie ernsthaft glauben, dass die Kritik an der Homöopathie unhaltbar würde. Und wer sollte da denn etwas unterdrücken wollen? Würde es gesicherte Wirknachweise geben, dann würden die Pharmafirmen längst forschen, um dieses Feld zu nutzen. Tun sie aber nicht und zwar aus gutem Grund. Die könnten das Geld nämlich genausogut das Klo runterspülen.

Wissen Sie eigentlich überhaupt, was ein Dogma ist?

#285 |
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Gast
Gast

@ Dr. No

Unter den 8 von Shang letztlich verwendeten Studien für seine Metaanalyse ist eine dabei, welche homöopathisches Arnica gegen Muskelschmerzen nach sportlicher Tätigkeit untersucht. Gegen diese Fragestellung der Studie ist nichts einzuwenden, aber wenn diese Studie negativ ausfällt, ist es kein Hinweis, dass die Homöopathie nicht wirkt. Die Studie sagt einzig und allein, dieses Mittel bei dieser Indikation bei allen angewendet wirkt nicht besser als Placebo. Es ist das Gleiche, wie wenn ein Antibiotikum gegen ein Keim getestet wird und dieses sich als ineffektiv erweist: eine solche Studie sagt nicht aus, dass Antibiotika seien unwirksam. Aber genau dies wird bei Shang getan. Nimmt man diese Studie aus den 8 untersuchten Studien der Metaanalyse heraus, ist das Resultat sehr wohl positiv für die Homöopathie. Nochmals: neuere Berechnungen anhand des Datenmaterials, welcher der Shang-Metaanalyse zugrunde liegt, zeigen ein für die Homöopathie positives Resultat. Gut zu wissen ist auch, dass die Studie vom Bundesamt für Gesundheit in Auftrag gegeben wurde. Der Vorsteher Bundesrat Couchpin war ein erklärter Gegner der Komplementärmedizin und entschieden, diese Heilverfahren aus der Grundversicherung zu kippen. Und dieses Resultat war genau das, was das BAG benötigte, um den sonst unerwartet positiven Resultate der PEK-Studie etwas gegenüber zu stellen. Die PEK-Studie zeigte übrigens, dass die komplementärmedizinischen Verfahren kostengünstig und effektiv sind.
siehe:
http://www.karger.com/Article/Abstract/93586

Die aktuelle Studiensituation zeigt eindeutig, dass die Aussage, homöopathische Behandlungen seien in jedem Fall unwirksam bzw. nicht wirksamer als Placebo, nicht haltbar ist.

Wer sich für die Hintergründe zur PEK-Studie interessiert:

http://www.homoeopathie-welt.ch/svha-forschung-1-44/pek/

Da wird offensichlich, wie ungewollte Resultate unterdrückt werden.

Beneviste war nur ein prominentes Beispiel für die Hetze, die Forscher erwartet, welche ein positives Resultat bezüglich Wirksamkeit der Homöopathie bzw. der homöopathischen Mittel vorweisen.

Die dogmatischen Gegner der Homöopathie kämpfen aber auf verlorenem Posten, weil ihre Position immer unhaltbarer wird. Sogar Nobelpreisträger Luc Montagnier rehabiliterte in einem Interview Beneviste und bestätigte die Gedächtnisfunktion des Wassers, was er bei seinen Forschungen selbst hätte feststellen können. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis allgemein anerkannt wird, dass Homöopathie wirkt.

#284 |
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Dr. No
Dr. No
#283 |
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Dr. No
Dr. No

Völliger Unsinn. Natürlich liefert die Analyse von Shang et al ihr Ergebnis unter bestimmten Voraussetzungen – wie jede andere Analyse auch. Nur sind diese Voraussetzungen eben nicht, wie Sie behaupten gewählt, um das Ergebnis in eine bestimmte Richtung zu beeinflussen, sondern um ein möglichst aussagekräftiges Ergebnis zu bekommen. Dazu gehört, dass für die Analyse z.B. nur Studien herangezogen werden, die einen gewissen Probandenumfang nicht unterschreiten. Gerade die Größe macht aussagekräftig und verhindert “false positives”.

Dass von Drach hier ein Pamphlet abgeliefert hätte ist völlig an den Haaren herbeigezogen, dass die Studien nicht aussagekräftig seien ist eine Unwahrheit. Und sie ist nicht deshalb aussagekräftig, weil sie etwas bestimmtes aussagen, sondern weil sie auf eine bestimmte Weise aufgebaut ist. Das ist bei vielen anderen Studien z.B. den zahlreichen Gefälligkeitsstudien mit entsprechenden Bias nicht der Fall. Natürlich müssen solche Studien als nicht aussagekräftig zurückgewiesen werden.

Auch der Rest, der hier vorgetragen wurde ist völliger Unsinn. Es gibt keine funktionierenden Diagnostiken in der Paramedizin und schon gar keine, die nur da vorkommen. Dort gibt es – und zwar ausschließlich – NICHT funktionierende Diagnostiken. Das lässt sich auch sehr leicht nachprüfen. Würden diese Diagnostikverfahren funktionieren müssten “alles” Anwender zu ähnlichen und nicht zu völlig verschiedenen Ergebnissen kommen. Dazu muss man noch nichtmal ihre Grundlagen belegen oder widerlegen. Da reichen schon schlichteste Versuchsaufbauten, um diesen Mumpitz zu überführen.

#282 |
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Gast
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@ Gast # 268

P.S.: auch impaktierte Weisheitszähne können z.B. Migräne, Nackenverspannungen usw. verursachen, ohne, dass der Patient irgend etwas von den Weisheitszähnen spürt. Die Schulmedizin sieht da in den allermeisten Fällen keine Zusammenhänge. Warum wird dies nicht eingehender erforscht? Weil es bei solchen Therapieansätzen für die Pharmaindustrie nichts zu verdienen gibt – im Gegensatz zu einer jahrelangen Migränetherapie?

Es ist ganz klar: die Forschung der Pharmaindustrie prägt wesentich die Richtung und das Therapieangebot in der Schulmedizin. Und diese Forschung ist nicht interessiert an Verfahren, welche den Medikamentenkonsum sinken lassen noch an günstigeren Alternativen zu allopathischen Mitteln. Es wäre Zeit, dass die Medizinier erwachen und einsehen, wie sie zu einem wesentlichen Teil zu Handlanger der gewinnorientiert handelnden Pharmaindustrie geworden sind. Erfahren z.B. Schulmedizinier im Studium, dass mit Magnesium Diabetes und Bluthochdruck im Anfangsstadium possitiv beeinflusst werden können und sich damit der Medikamentenkonsum reduzieren lässt? Erfahren Schulmediziner etwas über den geringen Nutzen der Statine in der Primärprevention und deren schweren Nebenwirkungen, insbesondere bei Langzeitbehandlung? Erfahren Schulmedizinier vom erwiesenen Nutzen auf die Lebensqualtiät einer Mistelbehandlung bei Krebs? Erfahren die Schulmediziner, dass mit nur 2x400mg Cimetitin am Tag während 10 Tagen perioperativ bei Colon-Ca sich die 5-Jahresüberlebenszeit drastisch verbessern lässt? Usw. Letzteres ist sogar in der Schulmedizin zuzuordnenden Studien nachzulesn. Aber wen interessiert schon solche Sachen in der von pharmainteressen durchtränkten sog. Schulmedizin?

Statt sich gegegenseitig Vorwürfe an den Kopf zu werfen, und fü die gibt es hüben wie drüben meist immer genügend Argumente, sollte man die wirklich beide seiten kritisch würdigen – aber eben, ergebnisoffen, ineressiert und immer nur das Wohl der Patienten im Kopf. Jeder auf seine Art, wie dies ihm am besten gelingt.

#281 |
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Gast
Gast

@ Gast #268

Es braucht keine floride Zahnentzündung noch ein desolater Zahnstatus (im Sinne der Schulmedizin), damit von den Zähnen gesundheitsschädigende Einflüsse ausgehen. Es genügen stumme chronische Entzündungen, welche sehr schwer nachweisbar sind, meist nur mit Methoden der Komplementärmedizin (Neuraltherapie, Kinesiologie, Vega-Testung u.a.).

#280 |
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Gast
Gast

@ Hamburger, #272

Der Artikel von Markus C. Schulte von Drach hat nichts mit wissenschaftlichem Diskurs zu tun, sondern ist ein Pamphlet gegen die Alternativmedizin: radikal einseitig, voreingenommen, Fakten zuruechtbiegnd oder verschweigend, welche nicht passen usw. Z.B wurden die Studien von Beneviste von Ennis zweimal in multizentrischen Studien wiederholt. Ennie, welcher initial der Auffassung war, die verdünnten Lösungen würden keine Wirkung zeigen, kam am Schluss zur gegenteiligen Überzeugung. Natürlich wurden die Experimente von Beneviste noch mehr wiederholt, und es kamen auch negative Resultate heraus. Aber eben, wenn gewissen Kreisen etwas nicht passt, werden genügend Gegenstudien veranlasst, welche das gewünschte Resultat liefern. Kurz: im Artikel erfährt der Leser über Beneviste und die Volgestudien durch Ennis schlicht nicht die Wahrheit sondern eine tendenzöse Aussage geliefert.
Ebenso einseitig und tendenziös wird die Studie von Shang A. erwähnt – nichts von der nachträglichen Diskussion, welche gezeigt hat, dass die Metaanalyse nur unter ganz bestimmten Annahmen ein negatives Resultat der Homöopathie gzeigt hat. Ändert man nur wenige Annahmen bzw. etwas an den Ein- und Ausschlusskriterien der Studien, ändert sich das Resultat ins umgekehrte. Und zwar so, dass es viel mehr Kombinantionen gibt, bei denen die Homöopathie ein positives Resultat zeigt.

Es ist einfach nicht zu glauben, mit welchen Mitteln die Gegner der Homöopathie vorgehen, um diese zu diskreditieren und deren Unwirksamkeit angeblich zu beweisen. Jegliche Fakten, welche nicht passen, werden verschwiegen oder passend gemacht bzw. zurechtgebogen.

Im Übrigen sind bekanntermassen nur weit weniger als 20% der therapeutischen Interventionen in der Schulmedizin evidenzbasiert.. In der Onkologie sind es weniger als 10%….

#279 |
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Dr. No
Dr. No

Einzelfälle taugen nicht als Argumentationsgrundlage. Dadas hier aber von einigen Mitschreibern anders gesehen wird, hier auch ein kleiner Auszug zu “Einzelfällen”:

http://www.ariplex.com/ama/ama_kind.htm

http://www.eltern-zentrum.de/Themenbereiche/Gesundheit/Gesundheit_H/Heilpraktiker/Heilpraktiker-mies_Teil1.php

http://www.rbb-online.de/kontraste/ueber_den_tag_hinaus/gesundheit/gefaehrliche_heilpraktiker.html

Das ist Realität: Eine HP, die bei akuter Appendizitis von OP abrät, die rät man solle bei Tumorleiden die Medizin meiden etc. (Video im Link)

Eine Freundin von mir wohnt in NRW und war mit ihrer Mutter bei etwa 20 HPs. Keiner hat ihr geholfen. Was sie aber unter anderem getan haben ist, der Mutter weitere, teils schwere Krankheiten einzureden. Und obwohl keiner geholfen hat hat auch keiner den Gang zum Arzt empfohlen!
20 HPs, alles Einzelfälle?

Ich möchte aber eines auch sagen. Ich schließe gar nicht aus, dass es auch unter den HPs verantwortungsvolle Leute gibt UND HPs sind nicht die einzigen Anbieter sogenannter Alternativmedizin. Die Esoterik drängt immer weiter in diesen Bereich vor, wobei hier die Grenzen fließend sind.
Colin Goldner kann ich in diesem Zusammenhang nur empfehlen. Goldner kritisiert diese Entwicklung sehr ausführlich und fundiert und war ebenfalls bei der Veranstaltung zugegen, von der der hier verlinkte Vortrag von Drachs stammt.

http://kulturkritik.net/quellen/goldnerinterview.html

In dem Link zeigt Goldner gut die fließenden Grenzen zwischen HP und Esoteriker auf. Ich zitiere aus obigem Link:

“Das Gros der Heilpraktiker hierzulande arbeitet insofern esoterisch, sprich: mit Praktiken, die jenseits von Wissenschaftlichkeit und Plausibilität angesiedelt sind, sprich: deren Theorie keinerlei nachvollziehbaren Sinn macht und die auch in der Praxis über keinerlei tragfähigen Wirkbeleg verfügen, außer über den allemal möglichen Placeboeffekt.

Heilpraktiker rekrutieren ihr Klientel in der Regel unter Menschen, die in der ein oder anderen Form Alternativen zur wissenschaftlichen Medizin suchen, die ihnen als unpersönlich, apparatebezogen, chemielastig usw. erscheint. Heilpraktiker dagegen versprechen persönliche Zuwendung, ein “ganzheitliches” statt symptomorientiertes Herangehen, sowie “sanfte”, “natürliche” und in jedem Falle “chemie-” und damit vermeintlich “nebenwirkungsfreie” Heilmittel. Aus Apothenkenrundschauen, Hausfrauenpostillen und Lifestylemagazinen sind ihnen dutzende von Verfahren geläufig, die sie für besonders natürlich halten: Alternativheilkunde und Naturheilkunde werden insofern häufig ineinsgesetzt.

Tatsächlich haben die so genannten Alternativheilverfahren mit Naturheilkunde überhaupt nichts zu tun. Zu den wirklichen Naturheilverfahren – allesamt Teil der Schulmedizin – zählen Luft- und Lichttherapie, Wasseranwendungen, Entspannungs- und Bewegungsübungen, bewußte Ernährung und allgemein “gesündere Lebensführung”; pharmakologisch auch der Einsatz wirkbelegter Pflanzenpräparate.

Im Gegensatz zu diesen bewährten Naturheilverfahren können die Alternativheilverfahren keinerlei tragfähigen Wirkbeleg vorweisen, ein Umstand, der mit Hilfe suggestiver Begleitbegriffe wie “unkonventionell”, “komplementär” oder eben auch “ganzheitlich” vertuscht wird. Wären die Alternativheilverfahren wirkbelegt, wären sie längst Teil der Schulmedizin.

Heilpraktiker, die sich als eher “handwerklich” tätig verstehen, führen besagte Naturheilverfahren im Sortiment – Luft- und Lichttherapie, Entspannungs- und Bewegungsübungen oder auch den Einsatz wirkbelegter Kräutermedizin – Verfahren also, die es beim naturheilkundlich ordinierenden Schulmediziner auch gibt, und zwar qualifizierter und über die Kasse abrechenbar – wenngleich nicht mit der womöglich gewünschten persönlichen Zuwendung)

Bei vielen Heilpraktikern finden sich Schnittmengen pseudotherapeutischer Alternativheilverfahren und wirkbelegter Naturheilverfahren. Mir persönlich ist kein handwerklich tätiger Heilpraktiker bekannt, der nicht auch esoterische Praktiken im Angebot führt. Kaum ein Heilpraktiker, um ein Beispiel zu nennen, bei dem es nicht das Flaggschiff aller Pseudoheilverfahren gäbe: die Homöopathie.”

#278 |
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Dr. No
Dr. No

Hören Sie doch auf mir etwas von “Ganzheitsmedizin” und ähnlichem Unsinn zu erzählen. Das glaubt hier doch sowieso niemand. Um es nochmals mit den Worten von Drachs zu sagen:

Entweder etwas wirkt nachweisbar, dann ist es Medizin. Oder etwas wirkt nicht. Dann ist es nicht Alternativmedizin, Komplementärmedizin oder jetzt neu Ganzheitsmedizin sondern dann ist es schlicht und einfach GAR KEINE Medizin.

Wie um Himmels Willen kommen Sie denn bloß darauf, dass Fehler in der Medizin Paramedizin rechtfertigen würden? Wie kommen Sie darauf, dass solche Angebote und solches Treiben dadurch besser, legitimer würden?
Dadurch werden doch paramedizinische Angebote nicht besser!

Und hören Sie doch auf mit ständig neuen “Medizinen” um die Ecke zu kommen, als würde das irgendwas ändern.

Um das mal ganz klar zu sagen:
Bei der Paramedizin und ihren Vertretern handelt es sich nicht um Leute, die ja abseits der Medizin nur Gutes tun wollen, helfen wollen etc.
Wer das glaubt verkennt die Ernsthaftigkeit dieses Problems. Paramedizin ist eine Geißel der modernen Menschheit, deren subversive Aktivitäten insgesamt schädlich sind.
Da wird vordergründig um Gemeinsamkeit gekämpft, während gleichzeitig medizinfeindliche Propaganda mit teils falschen Tatsachen betrieben wird. Ein gutes Beispiel ist die sogenannte Impfkritik. Es wird aktiv versucht Menschen zu täuschen, indem man Begriffe wie Ganzheitsmedizin, Alternativmedizin, Komplementärmedizin und Attribute, wie Ganzheitlichkeit, Sanftheit etc. bemüht werden.
All dies sind propagandistische Winkelzüge der Paramedizin in ihrem bestreben die evidenzbasierte Medizin zu beseitigen. Dabei haben wir es genau dieser MEdizin zu verdanken, dass nicht mehr Pocken ganze Landstriche ausradieren, Frauen 8 Kinder zur Welt bringen, von denen lediglich 2 ein Alter erreichen, in dem sie selber Kinder in die Welt setzen können. Dank der Medizin steigt die Lebenserwartung vei gleichzeitig besserer Gesundheit. Dank der Medizin kennen wir überhaupt erst die Ursachen für viele Krankheiten und können tatsächlich kausal therapieren. Wir können Organe transplantieren, Kinder mit angeborenen Herzfehlern müssen nicht mehr sterben. Dank der Medizin gibt es Organersatzverfahren. Dank der Medizin können wir sehr effizient Schmerzen bekämpfen, dank ihr können wir operieren.
Die Medizin erspart den Menschen eine riesige Menge Leid.

Und vor allem: Die Medizin kann sich irren, tut dies auch und verbessert sich so kontinuierlich. Jede Theorie kann scheitern.

Was hat bitte die Paramedizin erreicht und zu bieten abgesehen von Anekdoten, Kritik an der Medizin – lieber aber nicht an sich selber und Theorien, die nicht scheitern können, weil es keinen Theorien sind, sondern Dogmen?

Und versuchen sie ja nicht mich mit Begrifflichkeiten wie “Ganzheitsmedizin” etc. hinters Licht zu führen!

#277 |
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Heilpraktiker

@Dr. No

In der Ganzheitsmedizin gilt: Primum non nocere!

Leider gilt dies nicht immer in der Schulmedizin.
Gary Null und Kollegen veröffentlichten 2004 folgende Zahlen:
Geschätzte durch ärztliches Handeln verursachte Todesfälle pro Jahr in den USA:
783.936!
Davon zurückzuführen auf Medikamentennebenwirkungen: 106.000!
http://www.lef.org/magazine/mag2004/mar2004_awsi_death_02.htm

Deshalb gilt es insbesondere die Pharmaindustrie stark zu kontrollieren und Standards zu schaffen.

Das Problem der Pharmamedizin ist folgendes:
Hier stehen wirtschaftliche Interessen ganz klar im Vordergrund. Es gilt, Krankheiten zu besiegen. Darum versucht man gegen bestimmte Erkrankungen das ultimative Heilmittel zu finden, um damit möglichst viel Geld zu verdienen.
Bsp. Allopurinol zur Senkung der Harnsäure.
Übersehen wird dabei völlig, dass jeder Mensch individuell ist.
Jeder Mensch hat einzigartige Gene, jeder ernährt sich anders, jeder hat seine eigenen Geister, die ihn plagen.

In der Ganzheitsmedizin steht das Individuum im Fokus. Jeder einzelne Mensch mit seinen Stärken und Schwächen.
Darum ist es sehr schwierig mit der Wissenschaftlichkeit.
Ein Beispiel aus der Manualmedizin: Wenn ich wissen möchte, ob eine Kiefergelenksbehandlung einen Nutzen bei CMD hat, und ich eine Gruppe von sagen wir 50 Patienten auswähle und diese mit Standardtechniken aus der Manualmedizin behandle, kommt höchstwahrscheinlich ein unbefriedigendes Ergebnis dabei heraus.
Warum? Kein Patient mit CMD gleicht dem anderen! Für den einen ist vielleicht die Arbeit am M. temporalis wichtig, der nächste hat einen M. temporalis ohne Befund, hier ist es vielleicht der M. pterygoideus lateralis, oder das Atlantoaxialgelen, oder der M. psoas major, oder…
Ist die Manualtherapie deshalb eine schlechte Therapie?
Nein, sie ist wunderbar, nur ist sie abhängig vom ausübenden Therapeuten…

Das gleiche gilt für die orthomolekulare Therapie, die Phytotherapie…

Das oberste Gebot aber ist: Primum non nocere! Und dieses beherzigen mit Sicherheit die allermeisten meiner ähnlich denkenden Kollegen/innen!

#276 |
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Dr. No
Dr. No

Ja, aber es gibt keinen Grund an Widerlegtem oder Unplausiblem festzuhalten, oder gar “Heilmethoden” darauf zu stützen.
Wollen sie etwa ernsthaft vertreten, dass man mit nicht ausreicht erforschten Zusammenhängen – was bedeutet Wirkung und Nebenwirkung (noch) nicht abschätzen zu können Heilverfahren begründen solle und damit auf kranke Menschen losgehen solle?

Wie würden sie reagieren, wenn die Pharmafirmen derartiges täten? Das wäre ein Skandal. Paramediziner soll man aber so gewähren lassen?

Wie kommen Sie denn bitte darauf, dass es besser würde, wenn einige paramedizinische Methoden nicht widerlegt wären, sondern deren Basis nur noch nicht ausreichend erforscht? Können Sie mir das mal bitte erklären?

#275 |
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Heilpraktiker

„Weisheit setzt sich nicht spöttisch über seltsame Vorstellungen oder zusammenhanglose Befunde hinweg, sondern erforscht sie. Denn die seltsame Vorstellung könnte eine neue Vision, der isolierte Befund ein neues Modell, vielleicht sogar die Grundlage der Wissenschaft von morgen sein.“
Edward F. Adolph, amerikanischer Physiker und Physiologe

#274 |
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Dr. No
Dr. No

Danke Hamburger. Ich muss gestehen, dass ich zu denen gehöre denen dies nicht gefällt.
Wenn ich lese, dass sich die Paramedizin, getrieben von Lobbygruppen, wie ein Krebsgeschwür in den wissenschaftlichen Betrieb schleicht, dann finde ich das höchst bedenklich und besorgniserregend.

#273 |
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Hamburger
Hamburger

Es gibt einen längeren Artikel zum Thema, der sich umfassend mit der Homöopathie und anderen alternativen Heilverfahren befasst:

Autor: Markus C. Schulte von Drach:
http://www.schultevondrach.de/downloads/Paramedizin-MCSvD.pdf

Sicher gefällt das nicht jedem, ist aber sehr verständlich geschrieben und bezieht alle relevanten Studien zum Thema mit ein!

#272 |
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Dr. No
Dr. No

Was nichts nützt schadet eben doch, weil das nutzlose Zeug häufig statt einer fundierten Therapie konsumiert wird. Der Einzige, der einen Nutzen davon hat ist der Verkäufer dieser Konsumgüter.
Der Mensch, der sich in die Hände eines Paramediziners gibt wird nicht etwa zum Patienten sondern zum Kunden. Und Kunden werden nicht therapiert, sondern Kunden wird schlicht und einfach ein Produkt verkauft.

Obwohl ja “jeder” mündig ist wird vor den Folgen des Rauchens gewarnt. Völlig zu Recht. Aber bei den paramedizinischen Angeboten soll man ruhig sein?

Da ist doch die Werbung viel perfider. Dass Rauchen schadet weiß jedes Kind bzw. lernt jedes Kind in der Schule. Vor dem Märchen, dass Paramediziner “ganzheitlich” therapieren würden, sanft therapieren würden und was der Werbeslogans mehr sind wird nicht gewarnt. Im Gegenteil. Da soll man ruhig sein, weil ja jeder mündig ist.
Dabei ist die Verbreitung genau solcher Unwahrheiten in Kombination mit mehr oder wenig unterschwelliger Implikationen, inhaltlich falschen Begrifflichkeiten, wie etwa der Begriff “Alternativmedizin” oder “Komplementärmedizin” das Hauptrüstzeug paramedizinischer Anbieter.

Wer von denen klärt denn seine Kunden (von Patienten kann man in dem Zusammenhang nicht sprechen) darüber auf, dass für diese Verfahren KEINE gesicherten Wirknachweise vorliegen; dass sie zu großen Teilen gesicherten Erkenntnissen sogar widersprechen?

Mediziner sind der Wissenschaft verpflichtet und das aus gutem Grund. Nur die Wissenschaft gibt uns Möglichkeiten an die Hand Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge eindeutig nachzuweisen, während diese bei den Paramedinziner hinkonstruiert oder hinfantasiert werden. Und genau das nützt jemandem, der Hilfe bei einem gesundheitlichen Problem sucht eben nicht weiter – es hilft dem Geldbeutel des Anbieters. Aus der Verpflichtung zur Wissenschaft ergibt sich automatisch, dass man diesem Mumpitz, der sich da teilweise abspielt nur mit Widerstand begegnen kann.

Und auch wenn ein Mensch beim Paramediziner mehr Wärme empfinden mag, als beim echten Mediziner so löst auch dies doch nicht das ursprüngliche Problem. Sicher gibt es in der angewandten Medizin an der Stelle genügend Grund zur Kritik. Das muss man einfach erkennen und auch anerkennen. Dann muss an der Stelle aber auch nachgebessert werden, anstatt Begriffe umzudefinieren nur um sich einen Markt zu erschließen. Das ist so nämlich nict hinnehmbar; mehr noch, es ist unhuman.

#271 |
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Gast
Gast

Für die Seele gibt es kein Röntgengerät. Es gibt eben Erfahrungsberichte, und wenn Klienten dafür Geld ausgeben möchten, so ist es ihr gutes Recht. Ich habe zeitweise das Gefühl – sobald ein Mediziner 6 Jahre oder meist auch länger studiert hat (egal ob mit oder ohne Titel, jedoch vornehmlich mit – verlieren einige den Blick auf das wesentliche als da wäre z.B. die Psychosomatik. Die Naturwissenschaft befasst sich eben nur mit dem wie, jedoch nicht mit dem warum. Wie sonst ist es erklärbar, dass in der Validation riesige Erfolge erzielt werden, deto in der Palliativmedizin in Gesprächen. Hierbei gibt es jedoch keine evidenzbasierten Studien, da zum einen jeder Mensch so einzigartig ist, wie seine DNA, und zum anderen man einen Verstorbenen danach nicht mehr befragen kann, wie leicht es ihm gefallen ist Abschied zu nehmen (Sie sehen: Wieder keine Studie möglich!). Wollen unsere Mediziner deswegen diese “Begleitungsmöglichkeiten” in Frage stellen. Menschen suchen soziale Kontakte und wenn “ich” das nicht bei meinem Arzt finde suche ich eben Alternativen. In meinem Fall hat es nach einer Suchkrankheit wunderbar geholfen – bis dahin zuerst zig Medikamente, Entzugsklinik, neurologische Untersuchungen (dienen ja sowieso nur dem medizinischen Forschungsauftrag) siehe Berufsbild der Ärzte und des Gehobenen Dienstes), usw., doch dann entschloss ich mich, ein Jahr lang mit ca. 5 Terminen bei einem Psychologen herumzuschlagen- danach keine Medikamente mehr – und: die Sucht ist nicht mehr evident. Hätte er mir zu Bachblüten geraten, hätt´ ich sie auch genommen. Letztendlich geht es immer um das eigene “Sich” erfahren – und darüber werden sie nie und nimmer eine Studie anlegen können – aber aus meiner beruflichen Erfahrung kann ich Ihnen mitteilen, wie sehr Patienten/Klienten jemanden benötigen, der Ihnen zuhört – aktiv – empathisch. Als Mediziner sollten Sie wissen, dass jemand, der gern über seine Erlebnisse erzählt, die Adrenalin- und Endorphinkette freisetzt. Hab noch keinen Hausarzt in der Schulmedizin erlebt, geschweige denn in Spitälern, wo eine ausführliche Anamnese inklusive Familienanamnese erstellt wurde – ist denn wirklich der Druck der Pharmaindustrie so groß neue Medikamente ohne wenn und aber verschreiben zu müssen. Und wenn ja welcher Druck herrscht hier. der der Forschung über Nebenwirkungen, jener über Umsatz oder Zeitdruck grundsätzlich.
Wird übrigens schon einen Grund geben, dass Psychologen keine Medikamente verschreiben dürfen – brauchen sie ja auch nicht – Psychohygiene ist völlig ausreichend!!! Bachblüten hin oder her – das Endergebnis zählt und sie kennen ja:
“Nutzt´s nix, schadt´s nix!”. und es gibt mehr mündige Bürger als man denken sollte!!!

#270 |
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Gast
Gast

Zufällig gerade in den Springerlink-News:
“Zusammengefasst lässt sich sagen, dass vor 20 Jahren jeder zweite RA-Patient vier Jahre nach der Diagnose körperlich behindert war. Nunmehr trifft dieses Schicksal noch jeden vierten. Der Anteil deprimierter und ängstlicher Patienten ist um die Hälfte gesunken. Overmans Fazit: „Die Resultate zeigen, dass Patienten mit RA heutzutage bessere Chancen haben, ein lebenswertes Leben zu führen, als noch vor 20 Jahren.“” (publiziert am: 6.12.2013 18:00 Autor: Dr. Robert Bublak Quelle: springermedizin.de basierend auf: Overman CL et al. Two decades of psychological and physical health improvement in RA. Arthritis Care Res 2013, online 3. Dezember; doi: 10.1002/acr.22211)

Offensichtlich scheint auch die Schulmedizin neben der Komplementärmedizin noch eine Nischenrolle bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis zu spielen.

#269 |
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Gast
Gast

@Gast #262:
Ich kann Ihnen versichern, dass eine floride Entzündung oder ein desolater Zahnstatus in der Regel in die differentialdiagnostischen Überlegungen von Schulmedizinern eingeht. Es gibt sogar gleich zwei schulmedizinische Richtungen, die sich hierum kümmern: Zahnärzte und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen!
Famos!

#268 |
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Gast
Gast

@Gast #262: Na wenn Sie mir den Namen dieses genialen Therapeuten nennen, werde ich sofort einen Brief an die Nobel-Stiftung schreiben. Die Fachbücher der Rheumatologie müssen wohl umgeschrieben werden!!!
Da Sie offensichtlich kein Neurologe, Rheumatologe oder Gastroenterologe sind, erübrigt sich die Diskussion der von Ihnen genannten Pauschalverurteilung zu verschiedenen Behandlungsoptionen.
Obwohl es viele Nebenwirkungen gibt und obwohl viele der Therapieansätze nicht allen Patienten gleichermaßen helfen, werden Sie doch wohl nicht den grundsätzlichen Nutzen der Steroide, Antidepressiva oder anderer typischer Therapeutika in Frage stellen?! Millionenfach profitieren schwer Depressive oder Rheumapatienten von diesen schulmedizinischen Behandlungen…

@L. Benkel: Es geht wirklich immer um Geld. Jeder von uns braucht es! Ich werde aber sicher nicht reich mit der Behandlung von Patienten. Für die sorgenfreie Versorgung meiner Familie reicht es. Ich gehöre übrigens auch keinem Pharmakonzern an und profitiere nicht von einseitigen Studien. Aber bei all dem Pharma-Bashing sollte eines klar sein: Ohne die Profitgier von Pharmakonzernen gebe es keine entsprechende Forschung. Es ist leider so! Das Geld ist der Triebmotor der pharmakologischen Forschung und damit auch unserer zukünftigen Gesundheit.
Ich wanke im Übrigen gar nicht: Ich sehe keine wissenschaftlich nachgewiesene Wirksamkeit der meisten Alternativtherapien und bleibe dabei! Und bei der Zeit, die ich mir nehmen kann, muss ich pragmatisch bleiben: Ein Tag hat nur 24 Stunden.

#267 |
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Nadi Neama
Nadi Neama

Jedem das seinen! Hauptsache der Patient wird von beiden Seiten gut aufgeklärt und ernstgenommen! Über Therapie Ansätze lässt sich streiten , aber nicht über das Wohlbefinden des jeweiligen Patienten.

Wir sind alle Teil eines sinnvollen Berufszweigs ! Auch wenn sich manche durch Akademische Titel einen Vorteil in der Gesellschaft sichern wollen und dann über , in deren Augen niederen Berufsgruppen , abrotzen und stark hasserfüllt diesen Beitrag kommentieren müssen. Jeder von uns leistet einen wertvollen Beitrag zur Genesung! Ob nun Arzt/HP oder andere Zweige.

#266 |
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Studentin

@ Gast
Im Grunde geht es immer nur um Geld!

Wer hat es, wer will es, wer bekommt es…
Schulmedizin und Pharmakonzerne, behandeln Symptome und produzieren dadurch manigfaltig Neue und das Geld fließt. Da fällt ein Verteidigen der eigenen Zunft total leicht.
Die andere Seite der Medizin, diejenigen die ursächlich denken, handeln, sich Zeit nehmen (Umweltmediziner, HP,etc.), sehen ihr Klientel nicht wieder, weil sie keine weiteren Symptome produziert haben, sondern die Heilung verfolgen.

Sie sind recht eingenommen von sich selbst und doch wankend!
Einfach nur Angst angeklagt zu werden wie die Kollegen mit Erfolg!?
Woher stammt denn die Heilkunde, wer hatte die Weisheit und das Können?
Früher übte man einfach üble Nachrede, dann ab in´s Moor oder verbrennen… und heute schreibt man(n) oder frau hier bei DocCheck… ;)

#265 |
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Dr. No
Dr. No

Die Beiträge hier zeigen doch nur, wie wenig überhaupt verstanden wird. Haben Sie sich nie gefragt, wie es wohl kommen mag, dass es Methoden gibt, die der Medizin zugehörig sind und eben solche, die dies nicht sind?
Halten Sie das für von Gott gegeben oder für reine Willkür?

Wenn ich hier ständig von dieser Religionsparallele lese möchte ich mir regelmäßig an den Kopf fassen. Besonders, wenn ich bedenke, aus welcher Richtung das kommt.

#264 |
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Dr. No
Dr. No

@260:

Das hat mit Dogmatismus nix zu tun. Wären alternative Methoden evident gehörten sie nicht zu den Alternativen sondern wären Teil der Medizin.

Sie können ja ganz einfach das Gegenteil belegen, indem sie evidente Methoden nennen, die Teil der alternativen Angebote sind, aber nicht Teil der Medizin.

Es ist doch so, dass das, was nachweisbar Wirksamkeit besitzt in den Fundus der Medizin integriert wird. Das Gelumpe, was übrig bleibt ist das, was Alternativmedizin genannt wird. Bei genauer Betrachtung gibt es nicht eine alternative Methode, die evident wäre. Es steht Ihnen frei, das Gegenteil zu belegen. Aber Achtung: Anekdoten und rein subjektive Erfahrungswerte sind eben keine Belege und es hat durchaus Sinn, dass das so gehandhabt wird.

#263 |
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Gast
Gast

@ Dr. No:

Ich kenne beide Seiten sehr gut, die Schulmedizin und, was Komplementärmediziner, Heilpraktiker u.a. lernen und anwenden. Beides könnte sich sehr zum Wohle der Patienten ergänzen. Oft wären diese sogar besser aufgehoben, würden sie hauptsächlich komplementärmedizinisch behandelt. Die Schulmedizin hat meist keine Ahnung davon, wie sie einem Kranken (z.B. bei rheumatoider Arthritis, Multiple Sklerose, Sjörgen-Syndrom, andere chronisch entzündliche Erkrankungen usw.) zu wirklich mehr Gesundheit verhelfen könnten – d.h. nicht nur zu weniger Symptomen mit Medikamenten, welche dauernd eingenommen werden müssen und schwere Nebenwirkungen haben. In der Komplementärmedizin werden auch (nicht nur!) erfolgreich schwerere Erkrankungen behandelt, dass am Ende die Patienten ohne oder mit viel weniger den Körper belastende Medikamente auskommen und sich fit und gesund fühlen.

Kenne einen Kollegen, welcher mit komplementärmedizinischen Methoden ca. 70% seiner Patienten mit chronischer rheumatoider Polyarthritis heilen konnte: keine Rheumafaktoren mehr messbar, keine Symptome mehr – nichts, alles verschwunden und die Patienten brauchten keine Medikamente mehr. Er wurde von Kollegen angeklagt, er würde unhaltbare Heilsversprechungen machen. Das Gericht gab ihm aber recht. Genau so erging es einem anderen komplementärmedizinisch behandelnden Kollegen, welcher Erfolge bei Multipler Sklerose meldete (80% der Patienten mit Verbesserung bis hin zu beinahe Heilung mit Abnahme der Plaques im MRI). Auch er wurde angeklagt und bekam recht… Frage: Warum interessiert sich die Schulmedizin nicht im geringsten, was diese Kollegen machen, wie sie behandeln? Das wäre wissenschaftliche Neugier! Aber leider ist diese in der Schulmedizin weitgehend abhanden gekommen. Was nicht ins materialistische, reduktionistische Weltbild passt, wird bekämpft, belächelt oder wenn es nicht mehr anders geht, einfach ignoriert.

Wissen die Schulmediziner z.B. etwas davon, was für Erkrankungen bzw. krankmachende Einflüssen von den Zähnen ausgehen können? Vielleicht würde ihnen ein paar eindrückliche Fälle von Menschen, welche durch hauptsächliche Sanierung krankmachender Zähne schmerzfrei und gesund wurden, eine Ahnung vermitteln, wie komplementärmedizinisch auch schwere Fälle behandelt werden können.

#262 |
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Gast
Gast

Wieso werden Aussagen von homöopathisch orientierten Ärzten hier als unqualifiziert abgewiesen ? Diese Ärzte haben Einblicke und Kenntnisse in beiden Fachgebieten. Aber die statements eines BIOLOGEN(!) gelten wohl als unanfechtbar?
Ist das Tätigkeitsfeld der Biologen doch wohl eher in Wald und Wiese im Bereich “Pflanzen-sammeln” und “Blümchen- bestimmen” anzusiedeln.

Auch dieser Schuster sollte mal wieder Ausschau nach seinen Leisten halten……..

#261 |
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Gast
Gast

@ Dr. No:

“Streng genommen müsste jede Anwendung alternativmedizinischer Methoden als medizinisch-fachlicher Fehler bewertet werden, denn alternative Methoden sind samt und sonders Methoden, deren Wirksamkeit und Tauglichkeit entweder nicht erwiesen oder sogar widerlegt ist und die auf Irrglauben und Täuschung beruhen.

Auch wenn in der Medizin Fehler gemacht werden rechtfertigt das eben nicht die Anwendung unwirksamer oder schädlicher Methoden, die auf Folklore, Volksglauben, Aberglauben oder schlicht schnöder Geschäftemacherei beruhen.”

Solche Aussagen zeigen nur, wie ignorant argumentiert wird und wie die Schulmedizin als einzige Lösung und Möglichkeit in Gesundheitsfragen gesehen wird. Genau solche völlig unglaubwürdige Aussagen aus schulmedizinischen Kreisen sind gute Werbung für die Komplementärmedizin. Solche Aussagen entbehren jegliche Kenntnisse über den Forscchungs- und Erfahrungsstand in der Komplementärmedizin, über deren therapeutischen Ansätze und welche Behandlungsmöglichkeiten sich daraus ergeben.

Es erinnert an Zeiten des kirchlichen Dogmatismus, wo eine Institution die Wahrheit für sich gepachtet hatte und wer sich nicht daran hielt, fürchten musste, auf dem Scheiterhaufen zu landen.

#260 |
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Dr. No
Dr. No

@Dr. Sascha Aleksic

ich dem Artikel und in meiner Aussage geht es nicht darum, dass man einzelne Methoden nicht anwenden könne. Die Stoßrichtung ziehlt auf die konzeptionelle Unvereinbarkeit und diese ist nunmal Fakt.

Darüber hinaus ist Ihre Argumentation gegenüber Dr. Roman Veith so absolut nicht hinnehmbar, unfair und irreführend.

Wenn sie sagen, sie können sich der Vorstellung nicht erwehren, wie Herr Dr. Veith vor hunderten Jahren “genüsslich Leute zu Tode foltert, die behaupten, die Erde sei keine Scheibe”.

Zum einen taugen Ihre mehr als fragwürdigen Fantasien wohl kaum als Argument gegen Dr Veith, zum anderen ist ja gerade er nicht! derjenige, der behauptet, dass die Erde eine Scheibe sei. Das sind nämlich viel ehr die Anbieter alternativer Methoden, die sich weitestgehend jeder Wissenschaftlichkeit bewusst entziehen, weil sie ganz genau wissen, wo das nämlich hinführt.

Ich gehe nur auf den Teil Ihres Beitrages an Dr Veith ein, weil ich es so unfair finde, was da unterstellt wird. Inhaltlich haben Sie sich mit Ihrem gesamten Beitrag nicht gerade einen Dienst erwiesen.

#259 |
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Dr. No
Dr. No

Sehr geehrter Dr. Roman Veith,

ich unterschreibe jedes Ihrer doch sehr deutlichen Worte und applaudierte innerlich beim Lesen.

@Jennifer Fuchs:

Machen Sie sich doch nicht lächerlich! Welche Konkurenz durch die Heilpraktiker denn bitte? Diese Zunft kann nichts! von dem, was ein moderner Arzt kann und hat darüber hinaus nichtmal einen Bruchteil des Wissens noch entsprechende Befähigungen.
So lange man eh nicht wirklich etwas machen muss und es um keine wirklich ernste Situation geht schwadroniert es sich sehr leicht.

#258 |
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Heilpraktiker

@Dr. Veith #249
Sie behaupteten, ich gehöre einer Quacksalberzzunft an, weil ich behaupte, Krebs hat sehr wohl eine Mitursache in einem geschwächten Immunsystem.

Ich frage Sie noch einmal ernsthaft: Sagen Sie noch einmal gerade heraus, dass Krebs NICHTS mit dem Immunsystem zu tun hat (dann müssten Sie ja auch strikt gegen eine HPV-Impfung sein, oder?), oder entschuldigen Sie sich für ihre abfällige Bemerkung!

#257 |
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Gast
Gast

@Dr. Sascha Aleksic:
Ich glaube kaum, dass hier mittlerweile von HASS gesprochen werden kann. Vielmehr diskutieren hier offensichtlich zwei sehr überzeugte Gruppen mit deutlichen Worten miteinander.
Wenn wir zurück zur eigentlichen Fragestellung kommen wollen: Gibt es jeweils einen eindeutigen wissenschaftlichen Beleg für die Wirksamkeit von all den genannten alternativen Verfahren (Bachblüten, Homöopathie, Manualtherapie usw.)? Irgendwie verwaschen hier die Grenzen zwischen totalem Blödsinn (Irisdiagnostik) und offensichtlich (wie auch immer) helfenden Verfahren…

Das große Problem ist, dass wir uns in der Schulmedizin aus gutem Grund auf ein Prinzip (auch Sie, Herr Dr. Aleksic!) verständigt haben: die unabhängige wissenschaftliche Überprüfung der Wirksamkeit!
Die Alternative wäre, dass jeder dahergelaufene Quacksalber ein Mittel gegen Potenzprobleme und dergleichen auf den Markt werfen könnte. Bei der starken psychosomatischen Komponente von vielen Erkrankungen (chronische Schmerzen, Verdauung usw.) bin ich mir sicher, dass eine ganze Reihe von Anhängern der “neuen Therapien” sofort von deren Wirksamkeit überzeugt wären.
Was will ich damit sagen: Wenn ich, aus welchem Grund auch immer, eine psychosomatische Problematik zu beklagen habe, wird mir der überarbeitete Schulmediziner in aller Regel bald die Tür zeigen. Das ist traurig, lässt sich aber meist nicht vermeiden. Hier kommen Heilpraktiker und Alternativmediziner ins Spiel. Der Zugang zur Psyche des Menschen gelingt nicht in einer dreiminütigen Kurzanamnese eines lethargischen unempathischen Mediziners. Ein Heilpraktiker solidarisiert sich sofort mit dem von der Schulmedizin Verstoßenen und gewinnt damit sein Vertrauen. Das ist auf der einen Seite gut, da Heilpraktiker uns damit die anstrengende Betreuung von “problematischen Patienten” abnehmen, ist aber bei gewissen realen medizinischen Problemen oft ein großes Frustpotential.
Denn die scheinbar medizinische Betreuung durch Heilpraktiker endet nicht bei Verdauungsproblemen oder chronischer Verspannung. Heilpraktiker möchten auch gerne bei scheinbar von der Schulmedizin verkannten “Monstern”, wie Borreliose und dergleichen mitmischen.

Liebe Frau Fuchs,
lieber Herr Aleksic,
lieber Herr Tiroke,

bitte verkennen Sie die Kommentare von uns “Schulmedizinern” nicht als Hass oder Neid oder Furcht vor Konkurrenz. Es ist einfach sehr schwierig, sich von den gängigen wissenschaftlichen Standards zu lösen und unwissenschaftlich mit Laien zu diskutieren, die sehr von ihren Methoden überzeugt sind.
Überzeugung ersetzt keine wissenschaftlichen Beweise.
Mit den mir bekannten Studien zur Wirksamkeit der meisten alternativen Methoden hätte ich damals bei meinem Doktorvater nicht promovieren dürfen!

#256 |
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Dr. Sascha Aleksic
Dr. Sascha Aleksic

@Dr. No: SELBSTVERSTÄNDLICH kann man Schulmedizin und komplementäre Medizin kombinieren. Ich praktiziere das seit sechzehn Jahren und es funktioniert wunderbar. (siehe dazu mein Kommentar #118)
@Dr.Veith: Es ist unfassbar, mit welcher Aggressivität Sie gegen Therapiemethoden polemisieren, von denen Sie nicht die geringste Ahnung haben. Beim Lesen Ihres hasserfüllten Kommentares kann man sich der Vorstellung nicht erwehren, wie Sie vor ein paar hundert Jahren genüsslich jeden zu Tode gefoltert hätten, der zu behaupten wagte, die Erde sei KEINE Scheibe.
@Gast: Hospitieren Sie doch einige Wochen bei einem Homöopathen. Ich wette, Sie werden Dinge erleben, die bewirken, dass SIE dann Ihre heutigen Ansichten nicht mehr vertreten werden. Und dann können SIE endlich mal auf Augenhöhe diskutieren (siehe ebenfalls #118)!
@alle: Mir ist klar, dass ich (wie alle anderen) mit meinen Kommentaren keine Chance habe, argumentationsresistente Schulmedizinextremisten zum Denken bewegen zu können. Aber wenn ich(wir) auch nur einen weltoffenen Kollegen erreichen konnte(n) und dieser dann umdenkt und seinen Problempatienten wenigsten nicht davon abrät, auch zum Komplementärtherapeuten zu gehen, ist schon etwas gewonnen.

#255 |
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Heilpraktikerin

Ich kann es echt langsam nicht mehr glauben was hier von sich gegeben wird, gerade von den Ärzten.

Entschuldigung, aber wenn ein Arzt von sich überzeugt ist (und das sollte ja jeder gute Arzt sein) dann braucht er nicht andere Leute (Heilpraktiker) so nieder zu machen.

Mir kommt es eher so vor als hätten Sie Dr. No, Dr. Roman Veith und GAST (wer auch immer das ist, auch ein Arzt?) einfach Angst vor der Konkurrenz der Heilpraktiker.

Vielleicht weil sie auch schon erkannt haben das eben nicht immer als NUR mit Schulmedizin geheilt werden kann? Vielleicht auch weil sich immer mehr Menschen eben den Heilpraktikern zuwenden und den Ärzten abwenden?
Vielleicht regen Sie sich deshalb so chronisch über die Heilpraktiker auf?

Und warum gehen die Menschen inzwischen mit “Zipperlein” öfter mal zu Heilpraktikern?

– weil sie sich 1. viel mehr Zeit für den patienten nehmen und diese dort merken das sie beim HP nicht nur irgendeine Nr. sind !

– sie gehen zu HP´s wenn auch manche Ärzte nicht mehr weiter wissen

– weil sie sich viel Ernster genommen fühlen und besser aufgehoben fühlen

– weil nicht einfach blindlinks mal eben wieder einfach schnell ein Antibiotikum oder Schmerzmittel oder anderes nebenwirkungsreiches Medikament verschrieben wird, sondern auf ALLEN Ebenen geguckt wird.

Im übrigen bin ich Heilpraktikerin geworden weil ich von den Ärzten früher fast kaputt behandelt wurde….und dadurch erst krank wurde….und erst da raus kam mit Hilfe von einem Heilpraktiker. Tja solche Fälle gibt es auch….und trotzdem verteufel ich jetzt nicht deshalb alle Ärzte

#254 |
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Heilpraktiker

@Gast
Schade, es hätte vielleicht ein Dialog werden können!

#253 |
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Heilpraktiker

@ Dr. Roman Veith
Sie leugnen also, dass das Immunsystem bei der Entstehung von Krebs eine Rolle spielt???
Lehrbücher ändern sich immer wieder. Gestern waren es die Viren (Achtung: Immunsystem!!), heute sind es die Gene, morgen…
Warum gibt es überhaupt noch Krebs, wenn es so furchtbar schlaue Mediziner wie Sie gibt?

Bitte bestätigen Sie mir noch einmal, dass das Immunsystem keine Rolle spielt!

Eigentlich wollte ich hier über diese Thema gar kein Faß aufmachen, aber der Herr Gast (leider kenne ich immer noch nicht seinen Namen), hatte mich nach einigen persönlichen Ansichten gefragt.

In der so genannten Alternativmedizin oder wie auch immer Sie diese nennen, gelten Chromosomen- und Mitochondrienschäden als Hauptverursacher von Krebs. Dem kann ich nur beipflichten!

Herr Dr. Veith, Sie mögen ein intelligenter Mann sein, und während Ihrer Ausbildung viele Dinge gelernt haben: Toleranz, Offenheit, Bescheidenheit, Menschlichkeit und Respekt vor dem Anderen gewiß nicht!

Hoffentlich behandeln Sie Ihre Patienten mit mehr Liebe!

#252 |
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Gast
Gast

@Dr. Roman Veith: Danke für diese klaren Aussagen!

@Linda Benkel: Ich habe viele Jahre lang studiert und bilde mich permanent weiter. Auf meinem Weg habe ich viele Heilpraktiker getroffen, die eben solche abstrusen Meinungen, wie die von Herrn Tiroke, vertreten. Ich wünsche Ihnen und Ihren Kindern, dass Sie niemals an einer echten Grippe erkranken.
Um es ganz klar zu sagen: Jeder darf für sich selbst entscheiden, welcher Ideologie er folgt. Ich glaube fest an Patientenautonomie. Aber bei den eigenen Kindern hört für mich diese Toleranz auf…als Studentin (der Humanmedizin?) werden Sie vielleicht irgendwann das traurige Privileg haben, einer gesunden jungen Frau mit schwerer Grippe beim Sterben zuzuschauen…und wenn Ihnen diese Gefahr wegen der eingenommenen “Vitalstoffe” zu gering erscheint: es gibt ja noch genug andere schwere Erkrankungen, gegen die sich die Unwissenden impfen lassen!

@Markus Tiroke: Aufgrund der bereits durch Dr. Veith genannten letzten Antwort sehe ich mich außer Stande, Ihnen fachlich weiterzuhelfen. Bitte lesen Sie Fachliteratur oder fangen Sie an zu studieren…in ein paar Jahren unterhalten wir uns dann sachlich auf Augenhöhe. Ich wette, Sie werden die heutigen Ansichten nicht mehr vertreten!

#251 |
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Studentin

@Gast
Zitat:
Ich garantiere Ihnen: Sie kommen mit einem riesengroßen Erkenntnisgewinn aus diesem Studium und werden viele Ansichten der medizinischen Laien und Heilpraktiker belächeln.
——-
Das beweist jedoch wie wenig die Schulmediziner vom Lehrplan der
Heilpraktikerausbildung wissen -die eben doch größtenteils Schulmedizin pauken um überhaupt die Prüfung zu bestehen!
Evtl. war die Ausbildung vor Jahrzehnten (noch) auf niedrigerem Niveau, was sich jedoch bis in´s Heute auswirkt und den Ruf der HP´s enorm schädigt.

Von Quacksalbern, Scharlatanen und anderen obskuren Methoden, distanziere ich mich jedoch ausdrücklich!
Mit Bachblüten hatte ich noch nie Kontakt, jedoch ungewollt spontan mit der Akupunktur durch eine Schulmedizinerin. Erstaunlicherweise sehr wirksam!

Schade, dass die HP´s mit ihrem Allroundwissen so viel Verachtung erfahren.
Meine Kinder und ich selbst benötigen keinen Arzt bei Erkältung, Grippe,etc. -wenn wir diese überhaupt je bekommen, da wir alle essentiellen Vitalstoffe zur Vermeidung dieser intus haben oder eben im Akutfall gezielt zugeführt bekommen.

#250 |
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Biologe

M. Tiroke “Krebstyp: In meinen Augen ist Krebs eine Erkrankung, die primär mit massiver Immunschwäche, Entgiftungsstörung etc. beruht.”

Das ist so ein dummes Zeug, dass ich mich frage warum hier eigentlich noch jemand mit Ihnen oder Ihnen vergleichbaren Kollegen ernsthaft diskutiert. Es ist seit vielen Jahren sehr gut bekannt was Krebs ist und wie er entsteht – vielleicht schlagen Sie mal ein Lehrbuch auf. Solche Aussagen disqualifizieren Sie medizinisch auf ganzer Linie und vor sowas, liebe Kollegen, darf man nun wirklich keinen falschen “Respekt” haben, weil solche Meinungen den Patienten ein falsches Bild ihrer oft bösartigen Erkrankung vermitteln und Ihnen den gedanklichen Weg zu nachgewiesen wirksame Therapien noch verbauen – wer meint eine Entgiftungsstörung zu haben, sieht den Sinn nicht in der z.T. lebensrettenden Chemotherapie, das nur mal als Beispiel.
Dass wir in der Gesellschaft solch eine Quacksalberzunft, wie Sie diese hier mit Ihren nett vorgetragenen Kommentaren gut darstellen, überhaupt dulden ist schon schlimm. Nicht, weil ‘ich’ persönlich damit ein Problem habe, sondern weil ich mir vorstelle, wie viele verunsicherte Menschen, Sie (und andere HPs) mit solchen Ideen auf den nachgewiesenermaßen falschen Weg führen, indem Sie sich als “medizinisch wissend” ausgeben (oder was sonst bezweckt Ihre Bezeichnung “Heilpraktiker”?!).
Jahrzehnte lange wissenschaftliche Forschung mit Füßen getreten, weil einige Besserwisser ein bißchen Medizinmann spielen wollen. Bald 10 Jahre lange Ausbildung und Erfahrung (=Facharzt)? Braucht man nicht, wissen die Alternativmediziner eh alles besser! Bekannte und jahrelang erforschte Pathophysiologie von Krankheiten? Quark, der Heilpraktiker weiß es besser, hat er ja irgendwo gelesen, Krebs ganz klar, da fällt einem erstmal Entgiftungsstörung zu ein.
Ihre Ideen der Krankheitsentstehung sprechen zwischen den Zeilen eine klare Sprache, nämlich die, dass der sog. “Schulmediziner” eigentlich ein Dummkopf ist, der die dem Heilprakitker bekannten Zusammenhänge einfach ignoriert. Oder warum sonst gilt Krebs in def Schulmedizin nicht als Entgiftungsstörung?!

Insofern darf jeder ihrer noch so nett vorgetragen Kommentare als dreister Angriff auf jahrelang etabliertes und gut belegtes Wissen verstanden werden und damit auf die Wissenschaftler und Mediziner, die dieses Wissen ständig erarbeiten und falsifizieren. Drum will ich es Ihnen hier mal mit gleicher Bestimmtheit – nur etwas direkter – erwiedern:
Der Heilprakitker lebt nur vom verkorksten medizinischen System in Deutschland, nicht weil er irgendetwas besser weiß, nein einfach weil er mehr ZEIT hat, sein Unwissen an den Patienten zu bringen. Ja für 100€ die Stunde bar auf die Kralle lässt es sich gut einfühlsam sein. Als Assistenzarzt mit 30 z.T. schwerst kranken Patienten auf Station + Schreibarbeit + Dienste, geht man eben eher kaputt und hat einfach die ZEIT nicht sich jedem Patienten so zu widmen, wie man es gerne würde. Sie und Ihresgleichen leben NUR davon, dass das System junge Ärzte bis an die Belastungsgrenze bringt und damit auf deren Kosten!!
Sie haben bestensfalls medizinisches Halbwissen oder einfach GARkeine Ahnung (siehe Krebs), lassen sich am besten bar bezahlen, um den Patienten irgendeinen Unsinn angedeihen zu lassen, der NULL belegt ist und wettern auch noch gegen das “schul”medizine Wissen, ohne irgendetwas produktives zu diesem beizutragen (ich warte noch auf den Nachweis, das Wasser Information speichert, der Nobelpreis wartet, stellen Sie sich doch mal ein paar Jahre ins Labor, wenn Sie sich so sicher sind).
Also es ist nichts lobenswertes dran sich als HP die Portokasse aufzubessern. Es ist einfach nur anrüchig. Und darum verdienen die Heilpraktiker weder Respekt, noch Anerkennung, noch Toleranz.

#249 |
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Heilpraktiker

@Gast #247
Auch viele Fragen, die sich nicht in Kürze beantworten lassen.
Zur Influenza: Darf ich als HP nicht behandeln.
Schnupfen: Kann ich diagnostizieren und behandeln.
Bachblüten: Durchaus hilfreich für verschiedene seelische Probleme, natürlich kein Allheilmittel (gibt es das?).
Irisdiagnostik: Nicht mein Bereich, es gibt aber durchaus Kollegen/innen, die auch da ganz hervorragende Kenntnisse besitzen.
Krebstyp: In meinen Augen ist Krebs eine Erkrankung, die primär mit massiver Immunschwäche, Entgiftungsstörung etc. beruht. Natürlich kann hinter all dem auch eine seelisches Problem stecken, allerdings würde ich hier den therapeutischen Schwerpunkt woanders setzen. Ist aber auch nur meine subjektive Meinung.
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen haben ebenfalls vielfältige Ursachen. Gestörte Darmflora, Fehl- oder Mangelernährung, oft auch Beteiligung von Leber/Pankreas/Magen, HPU-Syndrom etc. Und ja, hier ist auch der Platz für sensible viszerale osteopathische Techniken, da gerade bei chron. entz. Darmerkrankungen die Seele eine sehr große Rolle spielt und hier sehr viele unbewältigte Konflikte zu finden sind!
Allerdings würde ich nicht von “Heilung” sprechen. Heilung ist ein starkes Wort. Jeder Mensch kann sich nur selbst heilen. Wir können ihn nur auf dem Weg zur Heilung unterstützen.
Oder können Sie so jemanden “heilen”?
Zu guter Letzt noch eine Frage:
Was ist nun die Ursache für einen Schupfen?
Mir reichen auch schon 2 bis 3 Sätze…

#248 |
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Gast
Gast

@Dr. No:
Sehr schön zusammengestellt und zusammengefasst!

@Markus Tiroke:
Was soll man Ihnen da erklären? Fachbücher zum Thema können das besser, detaillierter und umfassender als ich! Ich empfehle den “Hahn”, ein sehr schönes Lehrbuch zur Mikrobiologie, Virologie und Hygiene.
Bitte erklären Sie mir, ob Sie der Meinung sind, eine “Influenza” oder ein “banaler Schnupfen” seien gleichermaßen durch einen Heilpraktiker zu diagnostizieren und zu therapieren?
Was halten Sie von Bachblüten? Wie stehen Sie zur Irisdiagnostik? Glauben Sie an einen sogenannten “Krebstyp”, also Patienten, die durch seelische Probleme Krebs bekommen? Können Sie chronisch entzündliche Darmerkrankungen durch “Manualtherapie” heilen?

#247 |
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Dr. No
Dr. No

Quellenangabe zu den Zitaten:

Dt Ärztebl 1998; 95: A-800–805
[Heft 14]

#246 |
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Dr. No
Dr. No

@GG:

Aus meiner Sicht kann es in der Frage überhaupt kein Miteinander geben. Es existiert keinerlei Grundlage, auf der dieses Miteinander von den Paramedizinern eingefordert werden könnte noch existiert eine Grundlage hinsichtlich Gemeinsamkeiten, die eine solche Zusammenarbeit überhaupt ermöglichen würde.

Der Standpunkt der Ärztekammer ist hier auch sehr eindeutig. Ich zitiere:

“Mahnungen
Die Politik mißachtet Mahnungen aus Wissenschaft und verfaßter
Ärzteschaft.
In der Vergangenheit hat es nicht
an sachlich begründeten kritischen
Stellungnahmen zu den sogenannten
alternativen Therapierichtungen gefehlt, wie zum Beispiel die „Marburger Erklärung“ von 16 Professoren als
auch von wissenschaftlichen Gesellschaften, so

– der Deutschen Gesellschaft
für Pharmakologie und Toxikologie,

– der Kommission für klinische
Pharmakologie der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde,

– der Deutschen Krebsgesellschaft für
Hämatologie und Onkologie, der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie
mit einer gemeinsamen Stellungnahme

– der Deutschen Gesellschaft
für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde,

-der Arbeitsgemeinschaft der
Wissenschaftlichen Medizinischen
Fachgesellschaften (AWMF), des Dachverbandes aller medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften
sowie von Gremien der verfaßten
Ärzteschaft wie

– des Deutschen Ärztetages und

– des Wissenschaftlichen Beirats
der Bundesärztekammer

„Diese Verfahren (gemeint sind die
besonderen Therapierichtungen) halten einer Prüfung auf Sinnhaftigkeit
und Wirksamkeit nicht stand und sprengen somit die Grenzen des ohnehin bis an den Rand der Leistungsfähigkeit strapazierten Sozialversicherungssystems.

Die Finanzierung dieser Wünsche kann jedoch
nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung gehen, wenn man
nicht die Grundlagen einer wissenschaftlich orientierten Medizin in Frage stellen will“ (15). Mit großer Mehrheit verwarf das Europäische Parlament die im sogenannten Lannoye-Bericht (21) geforderte Finanzierung
alternativer Therapiemethoden durch die Sozialsysteme (22).”

Um das nochmal ganz klar zu sagen. Eine Zusammenarbeit zwischen Medizinern und Paramedizinern geht zu Lasten der Medizin, weil diese Zusammenarbeit erfordern würde, dass man die Grundlage der evidenzbasierten Medizin verleugnet. Zudem ginge dies zu Lasten der Patienten, weil die wirksamen Methoden der Medizin mit den unwirksamen Methoden der Paramedizin verwässert würden, was eine Reduzierung der gesamtmedizinischen Wirksamkeit zur Folge hätte.

Ich zitiere weiter:
“Die nicht wissenschaftlich fundierten Therapierichtungen machen in der Regel Besonderheiten geltend, um sich der wissenschaftlichen Prüfung ihrer Hypothesen zu entziehen. Dies gilt für die im Arzneimittelgesetz explizit erwähnten Formen wie „Homöopathie“, anthroposophisch begründete Heilverfahren und für die Therapie mit sogenannten traditionellen Phytopharmaka ebenso wie
für die Vielzahl heterogener Methoden von Ayurveda bis zur Bach-Blüten-Therapie. Alle diese Verfahrenhaben einen gemeinsamen Nenner:

Trotz jahrzehnte- bis jahrhundertelanger Anwendung derartiger Methoden liegen bislang für diese keine den modernen arzneitherapeutischen Heilmethoden vergleichbaren Wirksamkeitsnachweise vor. Seltene Ausnahmen, zum Beispiel im Rahmen der Phytotherapie, sollten Anregung zur Herstellung chemisch definierbarer Präparate sein und sind
nicht als Beleg für diese Therapierichtung zu werten.”

Gerade auch hinsichtlich Homöopathie sind viele Studien gelaufen – weltweit. Natürlich gibt es darunter auch Studien, die der Homöopathie Wirksamkeit attestieren. Allerdings muss man, wenn es sehr viele Studien zu einem Thema gibt mit einem gewissen Prozentsatz von “false-positives” einfach Leben, die sich auch durch methodische Schwächen erklären lassen. Eine Metaanalyse des Lancet hat hier ebenfalls längst Klarheit geschaffen und es gibt z.B. im Falle der Homöopathie auch gar keinen Grund überhaupt weiter Kosten und Mühen zu investieren.
Mit irgendwelche “Aurachirurgen”, “Wunderheiler”, “Schamanen (von eigenen Gnaden)” etc. brauchen wir hoffentlich erst gar nicht anfangen.

Ich zitiere weiter, diesmal zu dem konkreten Anliegen der Zusammenarbeit, was ja immer mal wieder von den Paramedizinern eingefordert wird:

“Einige Vertreter der Homöopathie oder anderer „besonderer“ Therapierichtungen argumentieren, ihre Arzneimittel seien nur komplementär zur Unterstützung der Behandlung gedacht.
Es erscheint nicht sehr überzeugend, einerseits bei ernsthaften Erkrankungen wie Tumorleiden und Infektionskrankheiten die Errungenschaften der modernen Medizin in Anspruch zu nehmen, andererseits aber deren Bedeutung zu relativieren. Da den wissenschaftlich begründeten und den allein von persönlichen Überzeugungen getragenen Behandlungsverfahren Paradigmen zugrunde liegen, die sich gegenseitig ausschließen, erscheint eine „ökumenische Gemeinschaft“ beider undenkbar und alles Beschwören von „Gemeinsamkeit“, „Ergänzung“, „Komplementarität“ oder „Erweiterung“, wie zum Beispiel im Lannoye-Bericht(21), zwar politisch opportun, aber wissenschaftstheoretisch unhaltbar(49). Dies ist eigentlich auch eine originär von der Homöopathie vertretene Auffassung:

„Es gibt nur zwei Haupt-Curarten: die homöopathische, und die allöopathische. …nur wer beide nicht kennt, kann sich dem Wahne hingeben, daß sie sich je einander nähern könnten oder wohl gar sich vereinigen ließen, kann sich gar so lächerlich machen, nach Gefallen der Kranken, bald homöopathisch, bald allöopathisch in seinen Curen zu verfahren; dieß ist verbrecherischer Verrath an der göttlichen Homöopathie zu nennen!“ (50)

Wissenschaftliche Medizin und Paramedizin sind in ihren Konzepten unvereinbar.”

#245 |
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Heilpraktiker

@Gast #241
Schade, dass immer dann, wenn man mehr wissen möchte, pauschal darauf verwiesen wird, man könne selbst recherchieren/studieren etc….

Vielleicht könnten Sie mir erklären, wie Ihrer Meinung nach eine Influenza entsteht, oder, noch banaler, eine einfacher Schnupfen?
Das sollte doch nicht schwerfallen?
Sie müssen es auch gar nicht soo kompliziert machen, Sie sprechen ja mit einem medizinischen Laien;-).
Mich würde aber sehr interessieren, wie Sie über solche Dinge denken.
Dann könnten wir vielleicht (auf einem abgespeckten Niveau) diskutieren.

#244 |
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Gast
Gast

@GG:
Die Tatsache, dass pharmakologisch wirksame Substanzen aus Pflanzen und Tieren in der modernen Medizin Anwendung finden, ist kein Argument für oder gegen Heilpraktiker.
Eher schon die Tatsache, dass Heilpraktiker derartige Substanzen nicht verabreichen dürfen.
Trotz all der Schwierigkeiten, die uns die gesetzlichen Krankenkassen in der Finanzierung des Gesundheitssystems bereiten: Warum werden die “Leistungen” der Heilpraktiker in aller Regel nicht erstattet?
Ich würde als Kostenträger auch nur für nachgewiesen wirksame medizinische Leistungen zahlen.

#243 |
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GG
GG

…das bereits 241 Kommentare eingegangen sind, zeigt wie engagiert das Thema diskutiert wird – darum heute auf 3SAT 20:15 Uhr “Homöopathie oder Humbug”.
Sehe schon zahlreichen weiteren Artikeln entgegen. Wie schon weiter unten angemerkt – hier geht´s um Komplementärmedizin, Eines nicht ohne dem Anderen, jedes hat seine Berechtigung und es gibt halt Sachen welche sich eben nicht rational erklären lassen – Schulmedizin und Komplementärmedizin beides hat seine Berechtigung – ist nur interessant, dass so gegen Heilpraktiker gewettert wird, jedoch Heilkräuter in der Schulmedizin eingesetzt werden z.B: Digitalis (Fingerhut tut dem schwachen Herzen gut). Keine Syndromtherapie ohne Kausaltherapie!!!

#242 |
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Gast
Gast

@Markus Tiroke:
Es ist für uns Ärzte wichtig, den Patienten in seinem Glauben zu akzeptieren. Religion und Glaube können für den Patienten eine wichtige Stütze in der Krankheitsbewältigung sein.
Ebenso ist der Wunsch nach alternativen Verfahren (insbesondere “unterstützende” Verfahren) absolut legitim, da die moderne Schulmedizin für die große Mehrheit der Patienten nicht vollends zu begreifen ist. Alternative Methoden, die von Heilpraktikern angeboten werden, sind meist einfacher zu “verstehen”.
Oft bedienen sich Heilpraktiker einer sehr bildlichen und emotionalen Umschreibung (Borreliose als Monster, Krebs als Unkraut)…wenn wir dann mit trockenen medizinischen Fachbegriffen um uns schmeißen, erhalten wir verständlicherweise meist Ablehnung.
Es ist nicht möglich, mit einem Heilpraktiker angemessen über das moderne Verständnis der Krankheitsentstehung zu diskutieren. Hätten Sie sich zumindest ansatzweise mit der modernen Humanmedizin beschäftigt, würden Sie nicht so pauschal nach einem “Einblick in die Entstehung von Krankheiten” fragen.
Während es in der Medizin zu nahezu jedem kleinen Thema annähernd 1.000 englischsprachige Publikationen und 100 Bücher mit abstrus komplexen Erklärungen gibt, höre ich von interessierten Laien und Heilpraktikern gerne die “Universalerklärung” der Krankheiten:
“Wenn es der Seele nicht gut geht, bekommt man Krebs”

In einem Kulturkreis, in dem die Frauen von eben diesen “Medizinmännern” aus fraglicher “religiös-medizinischer” Intention böse verstümmelt werden, möchte ich nicht nach offenen Fragen der modernen westlichen Medizin suchen. Und in fernöstlichen Ländern ist die Mütter- und Kindersterblichkeit durch banale Erkrankungen dermaßen hoch, dass ich mich für meine fehlende Spendenbereitschaft manches Mal nur schämen kann. Wenn dann noch von Heilpraktikern voller Elan gegen die “unnützen und schädlichen” Impfungen gewettert wird, kriege ich Frustgefühle.
Herr Tiroke, Sie sind sicherlich ein erfahrener Chiropraktiker, der sich weiterbildet und an einer ganzheitlichen Medizin interessiert ist. Sie sind aber eben kein Mediziner. Wenn Sie sich wirklich für die Entstehung und angemessene Behandlung von Krankheiten interessieren, studieren Sie Humanmedizin. Das machen heute nicht wenige “Erfahrene”.
Ich garantiere Ihnen: Sie kommen mit einem riesengroßen Erkenntnisgewinn aus diesem Studium und werden viele Ansichten der medizinischen Laien und Heilpraktiker belächeln.

#241 |
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Dr. No
Dr. No

Zumindest hielten Sie Religionen für ein geeignetes Beispiel um Parallelen zur Medizin zu ziehen.

Auf ihre Frage kann es keine einfache Antwort in diesem Rahmen hier geben. Daher sehe ich mich auch außer Stande Ihre Frage zu beantworten. Ich empfehle die Beschäftigung mit Aetiologie und Pathogenese.

#240 |
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Heilpraktiker

@Dr. No
Ich habe Religion NICHT mit Medizin gleichgesetzt.
Obwohl es sich natürlich nicht gegenseitig ausschließt…
Und in manchen Kulturen Glaube ein fester Bestandteil von Heilung sein soll…
Und wir dies in unserem Tun nie vergessen sollten!
Vielleicht könnten Sie einem Menschen mit volkstümlichen Vorstellungen einen kleinen Einblick in die Entstehung von Krankheiten geben?
Würde mich freuen.
Ich lerne gern dazu…

#239 |
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Dr. No
Dr. No

“@Dr. No #223
Sie behaupten, es gäbe nur eine Medizin?
Erzählen Sie das mal dem tibetischen Heiler oder dem Medizinmann aus dem tiefsten Afrika…
Genauso, wie es nicht nur eine Religion gibt, gibt es nicht nur eine Medizin!”

@Markus Tiroke

Auch in Tibet und im tiefsten Afrika gibt es nur Geografie oder Nicht-Geografie, gibt es nur Medizin oder Nicht-Medizin.
Dass es volkstümliche Vorstellungen von der Welt geben mag bestreitet niemand, genauso wie niemand bestreitet, dass es volkstümliche Vorstellungen über Entstehung und Verlauf von Krankheiten gibt. Und zwar nicht nur in Tibet und im tiefsten Afrika sondern überall auf der Welt.

Nur ist das eben noch längst nicht Medizin. Wer Religion mit Medizin gleichsetzt, um zu begründen, dass es verschiedene Medizinen gebe zeigt nur tiefes Unverständnis darüber auf, was Medizin überhaupt ist.

#238 |
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Heilpraktiker

@Gast:
Danke für Ihren Respekt!

#237 |
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Gast
Gast

@Markus Tiroke:
Es gibt gewiss nicht nur eine Religion. Und es gibt weltweit auch sicher verschiedene medizinische “Glaubensrichtungen”.
Niemand stellt den tibetischen Heiler oder den afrikanischen Medizinmann in seiner Arbeit in Frage.
Es gibt aber durchaus nur eine westliche Schulmedizin. Alle mir bekannten Länder mit einem hohen Versorgungsniveau richten sich in der medizinischen Forschung und Behandlung nach sehr ähnlichen Standards (mit Abweichungen).

Zurück zu Ihrem “afrikanischen Medizinmann”: Wenn Sie mit einer schweren Infektion zuerst zu einem alternativen Heiler anstatt zu einem Schulmediziner gehen, haben Sie meinen höchsten Respekt!

#236 |
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Gast
Gast

@Jennifer Fuchs: Dass Sie Ihre Fachkompetenzen nicht überschätzen und ernsthaft Kranke an einen Arzt (“des Vertrauens”) weiterleiten, ist löblich!
Nennen Sie mir gerne real existierende Ärzte, die aus Ihrem Umfeld nach der ärztlichen Approbation die Heilpraktikererlaubnis beantragt haben. Ein Arzt hat mit der Approbation alle erforderlichen Nachweise erbracht, um die Heilkunde auszuüben. Eine Heilpraktikerprüfung ist insofern nicht mehr erforderlich und die Erteilung der Heilpraktikererlaubnis sogar juristisch eigentlich nicht mehr möglich.

Ich finde es schön, wenn praktizierende Heilpraktiker sich auf einem hohen Niveau weiterbilden und über ein gutes “medizinisches Basiswissen” verfügen. Allerdings wird sich zwischen einem Heilpraktiker und mir niemals ein ernsthaftes “Fachgespräch”, wie zwischen zwei Medizinern, entwickeln.
Heilpraktiker bleiben weitergebildete Laien.
Für ernsthafte Diskussionen über Sinn und Unsinn von verschiedenen Diagnose- und Therapieverfahren benötigen alle Beteiligten ähnliche Fachkenntnis. Sich 150 Lernkarten zur Anatomie, Biologie und Physiologie des Menschen anzueignen und an einer MC-Prüfung teilzunehmen genügt meinen (vielleicht zu hohen) Ansprüchen leider nicht.

#235 |
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Heilpraktiker

@Dr. No #223
Sie behaupten, es gäbe nur eine Medizin?
Erzählen Sie das mal dem tibetischen Heiler oder dem Medizinmann aus dem tiefsten Afrika…
Genauso, wie es nicht nur eine Religion gibt, gibt es nicht nur eine Medizin!

@Dr. Roman Veith #219
Woher haben Sie eigentlich ihr profundes Wissen über DIE Heilpraktiker?
Wie viele kennen Sie persönlich?

#234 |
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Dr. No
Dr. No

@ Arzt aus Hamburg #227

… mindestens sechs Jahre und drei Monate lang studiert … ”

Ja, das konnten Sie nur, weil Sie von uns Steuerzahlern dafür mit etwa 300 000 Euro (siehe unten) finanziert wurden. Ich bin dafür, dass auch dem Heilpraktiker eine ähnliche Förderung zukommt.”

Warum? Dann sollen die ähnliche Zugangsvoraussetzungen, Prüfungen und sonstige Maßstäbe erfüllen.
Dass “der Steuerzahler” so ein Studium finanziert hat ja auch einen Sinn, beim HP ist das anders. Nehmen sie mal alle Ärzte aus Deutschland weg und einmal alle HPs und dann schauen wir mal, wer dringender benötigt wird und auch einen entsprechenden gesamtgesellschaftlichen Nutzen hat.

#233 |
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Heilpraktikerin

@ Hamburger und @ Gast:

Das ist keine “Legende” mit der Kiefernorthopädin…das ist die Wahrheit. Sie war mit mir auf einer Heilpraktikerschule. Und sie selbst hat(te) auch eine Zahnarzt/Kiefernchirurgenpraxis.
Ich kenne übrigens mehrere die erst Ärzte geworden sind und dann später doch HP (die sind dann halt beides und arbeiten später aber naturheilkundlich.). WArum es bei besagter Ärztin so war…kein Plan? wie sie durchs Medizinstudium gekommen ist…? weiß ich auch nicht. Hab ich mich selbst gefragt…auf jedenfall gibt es diesen Fall aus echt. Und sicher nicht nur einmal in Deutschland.

Ja und ansonsten möchte ich noch dazu fügen. ICH vergleiche mich nicht mit einem Arzt. Und ich habe auch nie gesagt das ich genauso ein (Fach)wissen habe. Ich weiß inwieweit mein Wissen etc. reichen. Und ich bin die Erste die einen Patienten bei bestimmten Verdächtigen Sachen sofort zum Arzt weiterschickt…zumindest zu den Ärzten meines Vertrauens ;o) die nicht so ne Verachtende Meinung gegenüber Heilpraktikern haben

Es ist echt so traurig was hier zum Teil geschrieben wird. Es hat kein HP hier behauptet (ich zumindest nicht) das er exakt das Fachwissen eines Arztes hat. Nur das die HP´s auch fundiertes schulmedizinisches Wissen haben müssen.

Ich schüttel trotzdem den Kopf und halte mich jetzt hier raus. Gehe ein bißchen in meinen Hexenküche, setze mir meine eigens angezüchtete zauberkröte auf meine Schulter, tanze im Kreis bei Vollmond und experimentiere dabei mit meinen Bachblüten *ggg* Sorry….mit Ernst kann ich diese ganze Diskussion hier nicht mehr nehmen

#232 |
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Hp. a. D.
Hp. a. D.

@Arzt aus Hamburg

“Ich bin dafür, dass auch dem Heilpraktiker eine ähnliche Förderung zukommt” war provokativ gemeint, wie Sie sicher bemerkt haben ;-)

Sie sehen selbst ein, dass Sie wahrscheinlich heute kein Arzt wären, wenn Sie “dieses teure Studium” hätten finanzieren müssen.

Es gibt Missstände bei den Heilpraktikern, das gebe ich zu, aber die Motivation ist gewaltig. Es ist schade, dass es tatsächlich keinerlei Förderung gibt. Sie würde auf fruchtbaren Boden fallen. Heilpraktiker finanzieren ihre Ausbildung selbst, kosten niemand etwas. Eine akademische Ausbildung der Heilpraktiker fordere ich nicht, obwohl recht viel dafür spricht – aber unterm Strich denke ich, dass die Heilpraktikerschaft für die Ausbildung sorgen sollte. Leider drängen in diesen Bereich Firmen, die z. B. Bachblüten herstellen. Das ist der Punkt, der kritisch ist. Da bei der Ausbildung an allen Ecken das Geld fehlt, wird schon mal ein Auge zugedrückt, wenn Firmen Teilbereiche der Ausbildung übernehmen und somit keine Kosten entstehen. Dieses Problem sollte beseitigt werden. Aber das gibt es ja sogar in der universitären Medizin, die Lobbyarbeit, das wissen Sie ja. Aber da geht es um ganz andere Summen … Jedenfalls würde eine kleine Förderung der Heilpraktikerausbildung viele Missstände beseitigen.

Ich denke Ärzte und Heilpraktiker sind kein Widerspruch. Wieso setzten sie sich nicht einmal an einen Tisch und klären ihre Claims. Eine Polarisierung schwächt – wie unten schon geschrieben – alle. Gegenseitige Angriffe sollten unterlassen werden – besser wäre es, darüber nachzudenken, wie eine “Zusammenarbeit” aussehen könnte. Die Qualität kann in beiden Bereichen verbessert werden. So, das wars jetzt – ich gehe jetzt zuerest einmal in den Urlaub …

#231 |
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Arzt aus Hamburg
Arzt aus Hamburg

Nachtrag:
Ich bin froh, dass dieses teure Studium in Deutschland nicht privat finanziert werden muss. Ansonsten wäre ich heute wohl nicht Arzt.
Dafür revanchiere ich mich aber auch lebenslang durch hohes Engagement und unzählige unbezahlte Überstunden bei der Versorgung von Kranken in Deutschland!

@Hp. a. D.:
Warum sollte Heilpraktikern eine ähnliche Förderung zukommen?
Fordern Sie eine akademische Ausbildung der Heilpraktiker?
Warum dann nicht, wie lange gefordert, die Studienplätze der Humanmedizin erhöhen?
Es besteht (aus gutem Grund) kein Versorgungsauftrag an die Heilpraktiker, daher muss der Steuerzahler diese freiwillige privatwirtschaftliche Tätigkeit auch nicht in irgendeiner Art und Weise tragen.
Ich bin eher dafür, das Geld in die Patientenaufklärung und Bildung zu stecken, damit jeder selbst erkennen kann, wann er zum Arzt und wann er zum HP gehen kann.

#230 |
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Arzt aus Hamburg
Arzt aus Hamburg

Lieber Hp. a. D.:
Stimmt, das konnte ich aufgrund der Unterstützung der Hochschulen durch öffentliche Mittel.
Sprechen Sie eigentlich Umgeschulten aus anderen Bereichen ihre Kompetenz und Daseinsberechtigung ab, weil die Umschulungen letztlich vom “Steuerzahler” getragen werden?

#229 |
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Hp. a. D.
Hp. a. D.

@ Arzt aus Hamburg #227

… mindestens sechs Jahre und drei Monate lang studiert … ”

Ja, das konnten Sie nur, weil Sie von uns Steuerzahlern dafür mit etwa 300 000 Euro (siehe unten) finanziert wurden. Ich bin dafür, dass auch dem Heilpraktiker eine ähnliche Förderung zukommt.

#228 |
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Arzt aus Hamburg
Arzt aus Hamburg

@ Dr. Roman Veith und Dr. No:
Sie sprechen mir aus der Seele!!!

Liebe Heilpraktiker,

bitte seht es nicht als persönliche Angriffe ohne sachlichen Hintergrund. Wir haben mindestens sechs Jahre und drei Monate lang studiert und mindestens zwei schwere Staatsexamina hinter uns. Daran schließt sich eine mindestens fünfjährige Facharztweiterbildung an.
Ich kann und werde es nicht akzeptieren, wenn gescheiterte Marketing-Experten mittleren Alters in einer Phase des “Burn-out” nach neuen Entfaltungsmöglichkeiten suchen und zu Heilpraktikern werden. Jeder Heilpraktiker, den ich bisher traf, glaubt fest daran, dass die Schulmedizin tagtäglich versagt.
Auf Internetseiten von Heilpraktikern liest man dann in höchst seriösen “Fachartikeln”: “Die Lyme-Borreliose hat sich angeschlichen, wie ein Schreckgespenst, eine dunkle Bedrohung…”.
An Fort- und Weiterbildungen findet man pseudowissenschaftliche Zusatzbezeichnungen, wie Cellsymbiosistherapie, Reikikmeister, Mitochondriale Medizin und so weiter…

#227 |
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Dr. No
Dr. No

@ Hp. a. D.

Ja, das vertrete ich so durchaus.

Ich finde es auf der einen Seite sogar verwerflicher, wenn das ein Arzt oder Apotheker anbietet, weil diese es besser wissen müssen.
Andererseits kann man sagen, dass der Alternative etwas anbietet, wovon er eben nichts weiß – nichtmal dass es nicht evident ist.
Der Arzt hat wenigstens die Kompetenz oder zumindest eine bedeutend weitreichendere Kompetenz in der klinischen Beurteilung und der Folgenabschätzung.
Aber wie ich bereits sagte halte ich die Anwendung von Methoden, die aus sich heraus keine Wirkung erwarten lassen (die über den Placeboeffekt hinausgehen) auf konkret bestehende gesundheitliche Probleme für ein fachliches Fehlverhalten.

Wer als Arzt oder Apotheker an Homöopathie glaubt ist für mich so ernst zu nehmen, wie der Capitain eines Schiffes, der glaubt, dass er irgendwo in den Weltmeeren ans Ende der Welt gelangt und dann mit seinem Schiff vom Planeten fällt.

#226 |
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Hp. a. D.
Hp. a. D.

@ Dr. No #223

Konsequenter Weise müssten Sie auch dafür sein, dass Ärzte keine Bach-Blütentherapie, Homöopathie usw. mehr anwenden dürfen?

Mir persönlich gefällt es auch nicht, dass diese Dinge von Heilpraktikern angewandt werden. Der “klassische” Heilpraktiker wie ich ihn von früher kenne, war Naturheilkundler und nicht Homöopath, Bachblütentherapeut o. ä. Es ist leider ein Trend der Zeit …

#225 |
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Dr. No
Dr. No

@Günter Grad,

dafür latschen die in Österreich einfach zum Amt und lassen sich als sogenannte “Energethiker” eintragen und stümpern dann an Rat- und Hilfesuchenden rum.

Und wie in Deutschland verfügen diese Leute weder über die Fähigkeit klinischer Beurteilungen im weitesten Sinne noch über Interventionskompetenz noch lässt ihre Qualifikation erwarten, dass sie die Folgen ihres eigenen Handelns überhaupt überblicken können.

Das Angebot an Verfahren ist heute, vor allem “Dank” der Geschäftstüchtigkeit dieser alternativen Anbieter so weitreichend und so untransparent, dass man, selbst als legitim an und mit kranken Menschen arbeitender teilweise zweimal hinsehen muss, um zu erkennen, ob ein Angebot wirklich seriös ist.

Und wenn das mittlerweile selbst Profis schwerfällt, kann es vom Laien erst Recht kaum erwartet werden und der Eindruck, dass dahinter schon Methode steckt ist einer, dem man sich mittlerweile nur noch schwer erwehren kann.

#224 |
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Dr. No
Dr. No

Sehr geehrter Dr. Roman Veith,

Sie sprechen mir aus tiefster Seele. Ich würde für HPs, die ein erstes Staatsexamen (Physikum) ablegen müssten ebenfalls von einer Durchfallquote sehr sehr nahe der 100 Prozent ausgehen.

Schon wenn man sich anschaut, was nötig ist, um dem Stoff der ersten Jahre des Medizinstudiums zu folgen ist für mich kaum denkbar, dass man ohne die Grundlage eines Abiturs und der da vermittelten Basics dem Stoff überhaupt folgen könnte und für den HP reicht bereits ein bestandener Hauptschulabschluss als schulische “Zugangsvoraussetzung”.

Wegen mir könnte man das sehr gerne so machen, dass die HPs ein Physikum ablegen müssten, zumal meiner Meinung nach das Gesundheitswesen ohne Heilpraktiker insgesamt ehr besser als schlechter dran wäre.

Ich bin darüber hinaus weiterhin der Meinung, dass ein ganz dringlicher Aufklärungsbedarf darüber besteht, was die sogenannte Alternativmedizin überhaupt ist. Nämlich ein Sammelsurium nicht belegter oder gar widerlegter “Heilverfahren”, die auf Irrglauben, praktiziertem Cargo Kult, krudesten esoterischen Vorstellungen oder einfach Geschäftemacherei basieren.

Die entsprechenden Begriffe, die Sie auch ansprechen müssen einfach geschützt werden – schon im Sinne der Transparenz, des Patientenschutzes und des Konsumentenschutzes.

Es darf einfach nicht mehr akzeptiert werden, dass eine sogenannte Alternativmedizin als Alternative zur sogenannten Schulmedizin vermarktet wird.
Es gibt in Wirklichkeit keine Alternativmedizin und keine Schulmedizin, wie es keine Alternativgeografie und keine Schulgeografie gibt.
Etwas ist Geografie, oder eben nicht – etwas ist Medizin oder eben nicht. So einfach ist das.

#223 |
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Hp. a. D.
Hp. a. D.

Ich frage mich, was Österreicher, ein Psychologe aus Belgien oder die Abzocke übers Internet mit dem Heilpraktiker zu tun haben.

Nach meinem Eindruck wenden Apotheker bei ihren Kunden viel häufiger die “Bach-Blütentherapie” an. Ich denke sogar weitaus mehr Ärzte tun das als Heilpraktiker. Ich habe keine Statistik zur Hand, aber eine einfache Google-Suche lässt den Eindruck entstehen.

Ich denke Heilpraktiker sind viel bodenständiger als es oft dargestellt wird. Sie müssen ja auch Efolg haben, sonst kommt der Patient nicht mehr. Das geht ja ganz schnell. Beim Arzt ist das anders. Der “kostet ja nichts” (Versicherung).

Apotheker empfehlen weitaus mehr Bach-Mittel und homöopathische oder anthroposophische Arzneimittel, sie verdienen ja auch direkt daran und die Beratung “kostet auch nichts” (dafür gehen Bach-Blüten, die homöopathischen Mittelchen etc. ganz schön ins Geld). Mir wurde berichtet, dass der Umsatz in vielen Apotheken zu über 50% durch Produkte entsteht, die keinerlei Wirksamkeit nachweisen können.

#222 |
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Krankenpflegehelfer

Heilpraktiker Ausbildung Österreich (Aktuell vom 19.07.2013)
Es gibt in Österreich gegenüber Deutschland KEINE Heilpraktiker Ausbildung gibt. Die Heilkunst, so heißt es in Österreich, ist nur den Ärzten vorbehalten. Es ist bei Strafe verboten, die Heilkunst auszuüben, wenn man kein Arzt ist, so sagt es die Gesetzeslage in Österreich ganz klar aus. Auch wenn man in Deutschland oder der Schweiz seine Zulassung als Heilpraktiker absolviert hat, so ist die Zulassung eine Praxis zu eröffnen nicht zu erwarten.
Es ist bei Strafe verboten, tätig zu werden, auch wenn man in einem anderen Land die Zulassung besitzt. Insofern nutzt auch hier die Prüfung durch den Amtsarzt in Deutschland nichts. Lediglich eine Hypnoseausbildung ist möglich.

Ein Schelm der schlechtes denkt!?

#221 |
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Gast
Gast

@#217 Das hört sich ja fast so an, als ob Sie Angst davor hätten, dass Heilpraktiker i. A. für die Vorklinik an die Uni gehen könnten! Wieso wird das nicht ganz einfach ermöglicht? Da könnte dem ganzen “Esoverein” doch einmal gezeigt werden, wie blöd er ist ;-)

#220 |
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Biologe

Der Heilpraktiker für die Vorklinik an die Uni? Na klar und der Astrologe macht jetzt ein Vordiplom in Physik! Fände ich super, dann wird dem ganzen Esoverein mal ein bißchen Wissenschaft beigebracht!
Physikum für Heilpraktiker – und das Problem ist erledigt; weil dann keiner mehr Heilpraktiker wird. Das Medizin-Grundstudium dauert 2 Jahre – Vollzeit! Nix nebenbei ne Yogaschule leiten, das Grundstudium Medizin ist vielleicht das aufwendigste Grundstudium was es in Dtld. gibt! Und trotzdem – oder deswegen – fallen im Physikum noch 10-20% durch, obwohl man sich 2 Jahre mit fast sonst nichts beschäftigt hat. Und danach kommen noch 4 1/2 Jahre!!
Möchte ich mal sehn, wie das Heilpraktiker i. A. schön nebenbei macht.
Es ist einfach ein vollkommener Witz sich als Heilpraktiker auch nur irgendwie mit einem Arzt vergleichen zu wollen. Es ist pure Anmaßung und für mich ganz klar Hochstapelei. Dass die Heilpraktiker “arztähnlich” “praktizieren” eine “Praxis” haben und “behandeln” – alles Begriffe aus der Medizin entliehen – zeigt, dass hier ein vollkommen anmaßendes Selbstverständnis vorliegt.
Wikipedia “Heilpraktiker ist kein Ausbildungsberuf, da es keine vorgeschriebene Regelausbildung und keine bundeseinheitlich geregelte Prüfung gibt.”
Die Amtsärztliche Überprüfung ist kein Qualitätsmerkmal sondern verhindert angesichts der Ausbildung schlimmeres. Die hohen Durchfallquoten zeigen nur wieder, welch Selbstverständnis bei den angehenden HPs vorliegt: große Meinung von sich selbst, aber in Wirklichkeit keine Ahnung und dann mal zur Prüfung anmelden. 80% Durchfallquote bei einer Prüfung die deutlich einfacher als das Physikum ist, spricht Bände über die Qualität der HP Ausbildung.
Also HPs und Physikum: Durchfallquote 100%. Q.e.d.

#219 |
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Hp. a. D.
Hp. a. D.

Wer behandelt eigentlich homöopathisch?

Jeder Zweite lässt sich vom Apotheker behandeln!

Arzt: 37 % (24,2 %: Hausarzt + 12,8 % homöopathisch ausgebildeter Arzt = 37 %)

18,6 %: homöopathisch ausgebildeter Heilpraktiker

33,3 %: Familie, Freunden und Bekannten

Quelle: http://www.apotheken-umschau.de/Homoeopathie/Homoeopathie-Wo-sich-Deutsche-beraten-lassen-225431.html

#218 |
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Hamburger
Hamburger

@Gast 213:
Übertriebener Hochmut ist keine exklusive Charakterschwäche der Ärzteschaft. Vielleicht liegt es bei langjährigen akademischen Ausbildungen einfach daran, dass sich ein überzogenes Verlangen nach Anerkennung für die durchgemachten Strapazen “anstaut”.
Ich gebe zu, dass es mir übel aufstößt, wenn ein Heilpraktiker oder ein anderer medizinischer Laie ohne entsprechende Qualifikation, meine medizinische Kompetenz als Arzt beurteilen will. Wahrscheinlich würden Sie das in dieser Situation auch als Hochmut interpretieren.

@Dr. No:
Bis auf wenige Einschränkungen gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Wenn ich “Lichtnahrung” oder “Quantentherapie” oder dergleichen höre, schalte ich sofort ab und möchte innerlich die Augen verdrehen. Trotzdem ist es abseits der Medizin gut und richtig, wenn eine bestimmte Patientengruppe ein Forum und Hilfestellung für Aspekte der Gesundheit findet, die wir als Ärzte nicht abdecken können.

Insofern haben Heilpraktiker in meinen Augen durchaus eine gewisse Daseinsberechtigung. Nur eben nicht als “Heiler” für “Patienten”, sondern eher im Sinne einer Dienstleistung für Kunden.
Heilpraktiker sind von qualifizierter medizinischer Versorgung so weit entfernt, wie die Apothekenumschau vom Lancet…

#217 |
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Dr. No
Dr. No

Bachblüten, Homöopathie, irgendwelche Chakren,- Energie,- Auren etc… – Ausgleichszauber und ähnlicher esoterischer Humbug sind alles Methoden, die sich unter Paramedizin bzw. Alternativmedizin subsumieren lassen.

Nichts von dem kann jemals in irgendeinem Fall die richtige Therapie sein.

#216 |
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Hp. a. D.
Hp. a. D.

@ Dr. No #214

“Fürchten tut sich vor Bachblüten niemand.”

Ja, wenn das Mittel zugelassen ist. Wenn es nicht zugelassen ist, dann wissen Sie nicht, was drin ist.

“Anwendung alternativmedizinischer Methoden”

Es gibt keine “alternativmedizinischen Methoden”. Es gibt nur immer die richtige Therapie. Manchmal kann das ein Antibiotikum sein, manchmal ist es ein Phytotherapeutikum. Nie jedoch ist es ein Pseudo-Arzneimittel der Paramedizin. Leider gibt es Ärzte und Heilpraktiker, die Paramedizin betreiben. Vergessen darf man auch nicht die Apotheker, die sich vielleicht am stärksten darauf eingelassen haben. In meinem Hp.-Kollegenkreis ist niemand, der Paramedizin betreibt und niemand, der Bach-Blüten anwendet.

“Wenn ich die Bremsen meines Autos reparieren lasse, dann entscheide ich mich für den ausgebildeten Fachmann … .”

Eben. Schuster bleib bei deinen Leisten. Das gilt für Arzt und Heilpraktiker.

#215 |
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Dr. No
Dr. No

Fürchten tut sich vor Bachblüten niemand. Genauso, wie sich niemand fragt, warum die Alternativen Zulauf haben. Das ist absolut klar.

Durch unlautere Werbung, unhaltbare Versprechungen und fehlende Aufgeklärtheit und Aufklärung. Man sieht das in der Meldung #213 ganz deutlich, wie da gearbeitet wird.
Wer sich an die Alternativen wendet, so wird hier impliziert, denke mit, sei informiert, kritisch und reflektiert; und wer will das nicht gerne sein.
Dabei ist aber genau das Gegenteil der Fall.
Auf der anderen Seite wird pauschal auf ärztliche und menschliche Fehler verwiesen und Ängste verwiesen. Dabei geht es nicht um Angst vor den Alternativen, sondern um Sorge um die Patienten, die dem auf den Leim gehen.

Dass Fehler in der Medizin paramedizinische Angebote rechtfertigen würden ist ein Glaube und eine Argumentation, die so auch nur von Vertretern und Befürwortern der Paramedizin geäußert wird und dies ist in sich schon entlarvend für die Leute, die dieses Vertreten, wenn nicht sogar für den ganzen Stand.

Im Klartext gesprochen bedeutet diese Argumentation nämlich:

In der Medizin passieren Fehler, also lasst uns doch unser unwirksames Zeug verscherbeln.

Streng genommen müsste jede Anwendung alternativmedizinischer Methoden als medizinisch-fachlicher Fehler bewertet werden, denn alternative Methoden sind samt und sonders Methoden, deren Wirksamkeit und Tauglichkeit entweder nicht erwiesen oder sogar widerlegt ist und die auf Irrglauben und Täuschung beruhen.

Auch wenn in der Medizin Fehler gemacht werden rechtfertigt das eben nicht die Anwendung unwirksamer oder schädlicher Methoden, die auf Folklore, Volksglauben, Aberglauben oder schlicht schnöder Geschäftemacherei beruhen.

Mit rationaler bzw. vernunftorientierter Abwägung hat der Zulauf der Alternativen höchstens seltenst zu tun.
Wenn ich die Bremsen meines Autos reparieren lasse, dann entscheide ich mich für den ausgebildeten Fachmann und gegen den Typen der irgendeine Berechtigung erwirbt, für deren Erwerb kaum mehr als die Teilnahme an einem Wochenendseminar nötig ist.
Warum sollte man, wenn es um den eigenen Körper oder die eigene PSyche geht da lachsere Maßstäbe zu Grunde legen?

#214 |
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Gast
Gast

Die Ärzte fragen sich also, warum sich immer mehr Menschen von der Schulmedizin abwenden….

Hm, vielleicht liegt es in vielen Fällen – nicht in allen – daran, dass Patienten mit ärztlichem Hochmut konfrontiert werden, wenn sie informiert sind, mitdenken und sich aktiver in das Behandlungsgeschehen einbringen möchten. Bei einem Homöopathen passiert dies nicht.

Vielleicht liegt es auch an ärztlichen Wissenslücken, die sich in vielfachen, ungezielten Doppeluntersuchungen sowie fehlinterpretierten Befunden zeigen? Gerade Patienten mit chronischen oder seltenen Erkrankungen durchlaufen Jahre in denen immer wieder die gleiche, basale 0-8-15 Diagnostik durchgeführt wird. Wird der Arzt gewechselt, geht es wieder von vorne los. Welcher Betroffene würde da nicht schon längst Ausschau nach weiteren Optionen halten?

Und als einzige Reaktion darauf wird nach gesetztlichen Regelungen gerufen, die Begriffe wie “Heilung” und “Therapie” schützen sollen? Ist da etwa die unterschwellige Angst, das “Therapie-Monopol” zu verlieren?
Schade, ein kritisches Reflektieren was den Umgang mit Patienten, Personal und dem eigenen Handeln betrifft, wäre zielführender. Oft wenden sich nämlich enttäuschte Patienten an Homöopathen.

Mediziner, die auf Patienten eingehen, sie ernst nehmen ( ! ) und sie nicht übergehen, sondern gemeinsam mit dem Betroffenen eine konkrete, kohärente Therapie ausarbeiten, brauchen sich nicht vor Bachblüten zu fürchten.

#213 |
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Dr. No
Dr. No

Tatsachen kann man leugnen, sie relativieren oder auch ignorieren. Ihre Tatsächlichkeit bleibt davon unberührt.

#212 |
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Hp. a. D.
Hp. a. D.

@Dr. No

Die “gesetzliche Grundlagen” sind doch geschaffen. Trotzdem bieten z. B. ausländische Psychologen in Deutschland Produkte an, die nicht zugelassen und kontrolliert sind und aufgrund der Anpreisung als Arzneimittel eingestuft werden müssen. Es geht nicht darum, dass wir “gesetzliche Grundlagen” schaffen müssen, die haben wir schon lange. Das Problem ist, dass

1. Arzneimittel von Personen verkauft werden, die dafür keine Berechtigung haben.
2. Diese Arzneimittel nicht zugelassen sind.
3. Heilungsversprechen gemacht werden, die nicht begründet sind.

Das ist alles nicht legal.

#211 |
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Dr. No
Dr. No

Ich stimme Herrn Christian Reinboth in seiner Kritik vollkommen zu.
Es wäre sehr schön, wenn an dieser Stelle mal langsam gesetzliche Grundlagen geschaffen werden würden, die den Alternativmarkt deutlicher reglementierten und regulierten.
Es kann einfach kein dauerhafter Zustand mehr sein, dass sogenannte Alternativen als der evidenzbasierten Medizin gleichwertig gegenüberstehende Optionen vermarktet und mittlerweile, wie man an der wachsenden Nachfrage sieht auch wahrgenommen werden.

Der Fachbereichsrat Humanmedizin der Philipps-Universität Marburg hat bereits 1992 sehr deutlich Stellung zu dem sogenannten Alternativverfahren Homöopathie bezogen.
Leider weitestgehend ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn es braucht nicht nur viel mehr solch deutlicher Worte, sondern auch gesetzliche Grundlagen, die zum Beispiel einzelne Worte, wie etwa “Therapie”, “Therapeut”, “Heilung” etc. etc. etc. strenger schützen bzw. deren Verwendung im Zusammenhang mit Alternativ – besser noch Paramedizinverfahren deutlich reglementieren. Schließlich geht von diesen Paramedizinverfahren und durch die nicht selten unlautere Art ihrer Bewerbung die Gefahr der Diagnose- und Therapieverschleppung aus, weil der der Eindruck beim Patienten / Kunden / Opfer geweckt wird es handele sich um Verfahren, die der Medizin oder der Psychologie ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen seien.

Eigentlich stehen sowohl Gesetzgeber als auch die Medizin selber in der Pflicht hier Klarheit zu schaffen.

#210 |
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Hp. a. D.
Hp. a. D.

@cornelia riegel / #208

Wenn es Ihnen hilft, warum sollen Sie es nicht bei sich anwenden? Niemand kann da etwas dagegen sagen. Ich möchte aber doch auf eine Problematik hinweisen: ausländische Arzneimittel, die nicht bei uns zugelassen sind, enthalten manchmal nicht das, was angegeben wird. So war z. B. eine recht lange Zeit ein Kräutertee der TCM auf dem deutschen Markt, der mit einem Corticoid imprägniert war. Die Lösung wurde wahrscheinlich aufgesprüht. Ebenso wird Phenylbutazon verwendet: von 2609 TCM Präparaten waren 618 (23,7%) mit nicht deklarierten synth. Arzneistoffen versetzt, meist Phenylbutazon oder Corticoide [Huang et al., J. clin. Pharmacology 37(4), 344-350 (1997); Kean et al., BMJ 318, 563- 564 (1999)]. Aus der Ayurveda-Medizin sind sehr häufig “natürliche” Arzneimittel auf dem Markt, die Diazepam, Diclofenac oder Phenacetin enthalten (Kantonsapothekeramt Bern: Jahresbericht für die Jahre 2000 bis 2003). Die Welt ist nicht nur gut und es ist oft etwas drin, was nicht draufsteht. Das kann bei Arzneimitteln, die in Deutschland hergestellt werden und zugelassen sind, nicht passieren, weil sie sauber kontrolliert werden. Wissen Sie, was tatsächlich in Ihren Bach-Blüten-Tropfen ist, die nicht als Arzneimittel zugelassen sind? Ich hätte da kein so großes Vertrauen …

#209 |
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Nichtmedizinische Berufe

also mal ganz ehrlich, man kann ja von bachblüten halten was man will. aber ein jeder, der sich mit diesem thema auseinandersetzt, weiss doch wohl, dass es seit nunmehr über 60 jahren bachblüten gibt, und zwar bis hin zur nummer 38. die einzelnen anwendungsgebiete, werden so wohl im netz als auch in einschlägiger literatur beschrieben. wer also auf so ein “mittel” nr. 79 gegen kindesmissbrauch setzt, ist für meine begriffe nicht wirklich mit dem thema beschäftigt. sondern versucht entweder eine in sich eigene ?Wissenschaft? zu untermauern, oder aber ist von haus aus dumm. ich kann mir jedenfalls keinen menschen vorstellen, der für so einen schwachsinn geld ausgibt. herzliche grüße cornelia riegel
wende übrigens selbst bachblüten an, und zwar die des oak-baums, der olive, der kastanie. ich will hier nicht von direkt wissenschaftlichen besserungen meines gemütes sprechen, und dennoch geben sie mir das gute gefühl, etwas sinnvolles für mich getan zu haben, und meiner seele geht es dadurch besser.

#208 |
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Gast0815
Gast0815

Vielleicht wieder einmal zurück zum Beginn der Diskussion:

Ein Psychologe (!) bietet Fernbehandlungen mit nicht zugelassenen/nicht registrierten und unkontrollierten (Qualität) dubiosen Produkten an.

(Wenn ein Heilpraktiker das machen würde, würde ihm sofort seine Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde entzogen werden. Die Grundlage dafür wurde im Heilpraktikergesetz geschaffen.)

Ein Psychologe ist dazu nicht befugt.
Fernbehandlungen sind verboten.
Der Vertrieb von nicht zugelassenen Arzneimitteln ist verboten.
Usw. …

#207 |
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Gast
Gast

@#205: “Natürlich sollte die Qualität der Heilpraktikertätigkeit erhöht werden”: das hört sich gut an! Da bin ich auch dafür. Heilpraktikerverbände und Regierung müssten das in die Hand nehmen …

#206 |
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Gast
Gast

@Gast 202: Natürlich sollte die Qualität der Heilpraktikertätigkeit erhöht werden. Von einer Verbesserung der “Ausbildung” kann man aber wohl erst sprechen, wenn es eine einheitliche und staatlich festgelegte Ausbildung gibt! Bisher bilden Heilpraktiker ohne Heilpraktikerausbildung weitere Heilpraktiker aus. Andere dagegen gehen einfach so zur Prüfung (oder lernen in Eigenregie zumindest ein paar Wochen dafür).

Mit Futterneid hat das hier alles nichts zu tun. Ich fühle mich in meiner ärztlichen Arbeit nicht bedroht. Ärzte werden letztlich immer gebraucht und die überwiegende Mehrheit der Patienten ist dankbar für Rat und Tat. Aber man beobachtet auch eine zunehmende Tendenz, die Ärzteschaft für “schlechte Behandlungen” zu verklagen. Der hohe und gerechtfertigte Anspruch an die medizinische Versorgungsqualität auf der einen Seite widerspricht dem Ruf nach einer Berufsgruppe, die vollkommen ohne Ausbildung und nach Bestehen einer (sorry) lächerlichen Prüfung auf die Menschheit losgelassen wird.

#205 |
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Krankenpflegehelfer

Schulmedizin (das männliche Prinzip) vs. Komplementärmedizin (Das weibliche Prinzip) verhalten sich wie Bruder & Schwester. Die SCHULMEDIZIN beschränkt sich oftmals auf die Erfassung von naturwissenschaftlichen, objektiv messbaren Daten und die Behandlung von Symptomen. Dieses lineare Ursache-Wirkung-Prinzip führt aber häufig zur Vernachlässigung individueller Bedürfnisse. In der Auseinandersetzung mit dem Objekt und der stetigen Reproduzierbarkeit der Ereignisse – nur so sind Forschungsergebnisse überall auf der Welt für jeden Arzt nachvollziehbar – liegt ihre Stärke aber auch ihre Schwäche. Letzteres weil der Patient in zunehmenden Maße eine Miteinbeziehung seiner subjektiven Empfindungen verlangt.
Die KOMPLEMENTÄRMEDIZIN schließt bei unterschiedlichen Schwerpunkten der einzelnen Methoden in ihrem Weltbild hingegen auch individuelle, energetische, psychische und geistige Aspekte mit ein. Doch hier liegt wiederum in der Stärke auch die Schwäche. Durch die Betonung der Subjektivität sind komplementärmedizinische Maßnahmen nicht immer objektiv nachvollziehbar, nicht reproduzierbar, in ihrer Wirkung nicht messbar und somit auch meist nicht beweisbar.
Dies legt den Schluss nahe, dass sich diese beiden Weltbilder – im Sinne und zum Wohle des Patienten – wie Bruder und Schwester ergänzen – komplementieren – und nicht kategorisch ausschließen sollten! So war die Pflanzenkunde einst Schulmedizin und wird jetzt zunehmen wieder in diese integriert.

#204 |
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Gast
Gast

Es macht den Eindruck, dass es gar nicht erwünscht ist, dass die Heilpraktikerausbildung eine höhere Qualität bekommt. Als Projektionsfläche für Unzulänglichkeiten dient der Heilpraktiker ja ganz gut. Und selbst wenn ein Psychologe ein Bach-Blüten-Scharlatan ist, wird es dem Heilpraktiker angerechnet. Es gibt unter den Ärzten mehr Homöopathen als unter den Heilpraktikern und die Apotheker empfehlen so gut wie in jeder Apotheke Homöopathika, in der Beratungsecke wird richtig Therapie (!) angeboten usw. … aber der Heilpraktiker wird geprügelt. Ich verstehe das nicht. Ein Heilpraktiker ist zuersteinmal KEIN Homöopath. Und ein Heilpraktiker ist auch KEIN Arzt. Futterneid ist unbegründet.

#203 |
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Gast
Gast

Die Heilpraktiker Prüfung hat den Hauptschulabschluss zur Voraussetzung und beinhaltet dann 60 Multiple-Choice Fragen, von denen die meisten über die rechtlichen Rahmenbedingungen, (z.B. was ein HP NICHT darf, wie z.B. gynäkologische Untersuchungen etc.). Der sogenannte “medizinische Teil” der “Prüfung” umfasst ca. 15 einfachste MC Fragen auf einem Niveau, dass sie jeder Hauptschüler, der in der Biostunde nicht nur geschlafen hat, beantworten kann.

Deswegen kann die HP-Prüfung auch jeder Klempner nach einem Wochenendkurs bestehen.

@197 Jennifer Fuchs: Dass eine Kieferchirurgin diese Prüfung (3 mal) nicht bestanden hätte, ist vermutlich eine beliebte Legende unter Heilpraktikern. So wie Schulabbrecher die Legende, dass Einstein auch schlecht in der Schule war, pflegen. In Wirklichkeit hat Einstein natürlich mit 18 Jahren ein Einser-Abitur gebaut, und keine Kieferchirurgin käme auf die Idee, so eine dämliche Prüfung zu machen. Wozu auch? Kieferchirurgen haben zwei (!) schwierige Studien (Humanmedizin und Zahnmedizin) abgeschlossen und sind gesuchte und hochbezahlte Spezialisten.
Solche Leute bestünden so eine alberne Prüfung, nachdem sie 10 Minuten einmal das Heilpraktikergesetz durchgelesen haben.

#202 |
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Gast
Gast

@Jennifer Fuchs:
Schön, dass Sie von Verwandten und Bekannten um Rat gefragt werden. Das geht auch Medizinstudenten ab dem ersten Semester so.
Das erfordert die große Verantwortung, in den richtigen Situationen an einen Facharzt zu verweisen und seine Grenzen zu kennen. Unangenehm wird es, wenn man seine Kompetenzen überschätzt und einen kritischen Verlauf bzw. Warnhinweise übersieht.
Ich kenne mehrere Patienten, die von ihrem Heilpraktiker zunächst zahllosen Diagnoseversuchen unterzogen wurden, bevor man das Malignom dann in der Klinik korrekt erkannt hat. Von Müttern, die in ihrer Impfablehnung bekräftigt werden, möchte ich gar nicht anfangen.
Steve Jobs ist hier auch ein gutes Beispiel. Es gibt Dinge für alternative Therapien und Heilpraktiker und es gibt Dinge, da hilft nur die Schulmedizin!

#201 |
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Hamburger
Hamburger

Nach allem, was ich bisher als Arzt erlebt und gehört habe, ist das Basiswissen im Vergleich zwischen Ärzten und Heilpraktikern absolut nicht vergleichbar.
Das ist so auch nicht möglich…die heutigen Studenten sitzen ja nicht 12 Semester und 3 Monate rum und gehen nach den zwei Staatsexamina mit dem gleichen Wissensstand in die Klinik, wie Heilpraktiker.
Es tut mir leid, wenn das eine große Berufsgruppe in ihrer Kompetenz angreift, aber es ist für mich und die überwiegende Mehrheit der Schulmedizin einfach nicht vorstellbar, dass die harte/lange/teure Ausbildung von Ärzten in Deutschland keinen Vorteil gegenüber einer Heilpraktikerprüfung bietet.
Sorry! Ich lehne grundsätzlich diesen Berufszweig nicht ab, bin aber gegen diese Befugnisse und das Bild in der Öffentlichkeit, die Konsultation von Heilpraktikern könne einen Arztbesuch ersetzen (in tatsächlich medizinischen Fragen).

@Jennifer Fuchs: Warum sollte eine approbierte Zahnärztin eine Heilpraktikerprüfung machen? Im Sinne der Berufsordnung gehört sie ja schon zu einer geschützten Berufsgruppe, die die Heilkunde ausüben darf.
Warum die Frau mehrfach durch diese Prüfung gefallen ist, kann sie uns wahrscheinlich nur selbst beantworten.
Die Tatsache, dass 2 Heilpraktiker und 2 Ärzte (neben einer berufsfremden Person?) die Prüfung abhalten, sagt leider noch nichts über deren Güte aus.

#200 |
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Heilpraktikerin

uh, teil vergessen:

Im übrigen ist meine Stiefschwester Ärztin….und ich als HP bin nicht das schwarze Schaf und werde genau wie sie um Rat gefragt und wir tauschen uns aus.

Ich glaube im übrigen das gerade das der Punkt ist: Wirkliche Lösungen bzw. Besserungen der Beschwerden/Krankheiten der Patienten wird es erst geben wenn Schulmedizin und Naturheilkunde mehr zusammenarbeiten und sich nicht immer weiter “bekämpfen”….und gegenseitig ablehnen.

Jedes hat seine gute Berechtigung und tut gutes….Zusammen wäre es perfekt!

#199 |
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Heilpraktikerin

Komisch das zu der Zeit als ich meine HP-Prüfung gemacht habe, eine Zahnärztin (ebenfalls Kieferchirugin) bereits das dritte Mal durch die Amtsärztliche Prüfung gefallen ist….(wie hat sie ihr Medizinischstudium geschafft und bestanden?)

Also die HP´s werden in der Prüfung von 2 Heilpraktikern und von 2 ÄRZTEN geprüft und ich denke schon das gerade die auf ein fundiertes medizinisches Wissen prüfen. Zumindest war das in meiner Prüfung so.

#198 |
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Gast
Gast

@Hamburger: ja, das Basiswissen von Arzt und Heilpraktiker sollte gleich sein. Was ist daran falsch? Der Arzt wird von der Gesellschaft mit etwa 300 000 Euro gesponsert. Dann kann er leicht mit seiner Ausbildung angeben. Ein bisschen gerechter wäre es, wenn auch Heilpraktiker-Anwärter zuallermindest für den vorklinischer Teil (besser aber auch weiter) an die Uni gelassen werden würden. Wir müssen in D die Qualität aller Bereiche erhöhen. Die Gesundheit ist ein besonderes Thema. Ich finde es gut, wenn die Monopolisierung ein bisschen durch die Heilpraktiker durchbrochen wird. Daher bin ich auch für eine Verbesserung der Qualität dieser Berufsgruppe.

#197 |
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Hamburger
Hamburger

@Gast 191:
Das Basiswissen von Arzt und Heilpraktiker soll gleich sein?!
Woher stammt diese Information?
Wie kann eine staatlich festgelegte sechsjährige universitäre Ausbildung gleichwertig mit einer Heilpraktikerüberprüfung sein?
Anbei einige Eckdaten:
Humanmedizin: Hochschulstudium mit entsprechender Zugangsvoraussetzung, mindestens 12 Semester und 3 Monate Studiendauer, zwei Staatsexamina (insgesamt 640 MC-Fragen und mindestens drei Tage mündlich-praktische Prüfungen), Leistungsnachweise in 22 Hauptfächern, 12 Querschnitts-Leistungen, mindestens 16 Monate Praktika inkl. Praktischem Jahr, 3 Monate Krankenpflegepraktikum, Erste-Hilfe-Ausbildung

Heilpraktiker: keine Ausbildung, kein Studium, Mindestalter 25 Jahre, Hauptschulabschluss, MC-Prüfung zu Basiswissen (60 Fragen) und nachfolgende mündliche Überprüfung, …fertig

#196 |
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@#194
Bei der Metaanalyse der restlichen 10% der Studien (, die die Kriterien der evidenzbasierten Medizin erfüllten,) zeigt sich kein Unterschied zwischen Bachblüten oder Homöopathiepräparaten und Placebo.

Letzteres ist auch nicht verwunderlich: Das Placebo ist in der Regel Leitungswasser und damit das Gleiche wie das Homöopathiepräparat (zumindestens in höherer “Potenzierung”). Und minimalste Verunreinigungen aller Art sind auch in Leitungswasser. Und bei den Wasserwerken sogar ganz umsonst!

#195 |
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Heilpraktiker

@Dr. med. Werner Steinschulte
Genau deshalb habe ich auf den Link verwiesen;-)
Aber was ist mit den restlichen 10%?
Ich gebe Ihnen in einem Punkt völlig Recht:
Das große Problem der heutigen Zeit ist die enge Verbindung von Forschung und Wirtschaft…

#194 |
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@Markus Tiroke
Seriöse Metanalysen gehören mit zu den schwierigsten Aufgaben der evidenz-basierten Medizin und sollten auschließlich von qualifizierten Biomathematikern (oder zumindestens unter deren Kontrolle) durchgeführt werden und nicht von Anästhesisten in der schwedischen Provinz.
Die Bewertung und Gewichtung vorhandener Studien ist eine diffizile Aufgabe, die profunder Kenntnisse in der Methodenlehre der wissenschaftlichen medizinischen Statistik bedarf, über die in der Regel nur Biomathematiker verfügen.
Dass bei solchen SERIÖSEN Metaanalysen dann 90% der Studien zur Homöopathie “rausfliegen”, liegt einfach daran, dass diese Gefälligkeits”studien” nicht die Kriterien der evidenzbasierten Medizin erfüllen.
Homöopathie ist ein Multimilliardengeschäft mit kleinen Leitungswasserfläschchen. Bei solchen Profitraten fallen schon ein paar Millionen für den Kauf von Gefälligkeitsstudien ab ….

#193 |
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Gast
Gast

@Gast zu @Gast #168 (Ausbildung der deutschen Mediziner ist sehr teuer.)

Vielleicht sollten die Heilpraktiker-Anwärter auch ganz einfach auf die Uni gelassen werden. Das Basiswissen sollte ja bei Arzt und Heilpraktiker gleich sein. Danach können sich die Wege ja trennen. Worum es mir geht, ist, dass die Heilpraktiker-Anwärter nicht auf dubiose Ausbildungsangebote zurückgreifen müssen. Es ist ja sehr unübersichtlich, was angeboten wird. Auch ein Medizinstudent könnte sich in dieser Situation nicht orientieren.

#192 |
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Gast
Gast

@Claude-Alain Perrochet:
Sie haben Recht, wir brauchen hier mehr Wertschätzung.
Allerdings können Sie als Schulmediziner nicht ernsthaft erwarten, dass wir Heilpraktiker auf einem gleichwertigen fachlichen Niveau ansehen?!
Ich lehne das deutsche Heilpraktikerwesen mit ausdrücklicher zwischenmenschlicher Wertschätzung fachlich ab! Es kann nicht sein, dass eine Multiple-Choice-Prüfung und eine amtsärztliche Begutachtung alleine zurpraktischen Heilkunde befähigt…

@Gast #168:
Ja, die Ausbildung der deutschen Mediziner ist sehr teuer. Dafür ist sie sehr weitreichend und umfasst alle relevanten Ausbildungsinhalte auf einem sehr hohen Niveau. Das ist auch gut so, denn schließlich sollen die jungen Kollegen nach knapp 6,5 Jahren -mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet- Mitmenschen auf hohem Niveau behandeln. Und jeder möchte heute gerne klagen, wenn etwas schief geht…was die Kollegen angeht: wir haben in der Zeit dieser Ausbildung (über 6 Jahre) KEINEN CENT verdient. Lediglich durch Nebenjobs konnte man seinen Lebensunterhalt bestreiten. Den ersten Job erledigt man dann zu einem guten Gehalt (heute ca. 3900,- brutto) bei sehr hoher Arbeitsbelastung und Verantwortung. Da die Heilpraktiker nicht tragend oder verantwortlich an der medizinischen Versorgung der Bevölkerung teilnehmen, muss hier auch kein Geld vom Steuerzahler eingesetzt werden.
Die Pilotenausbildung kostet (die Firmen) übrigens auch eine Menge. Da würde wohl keiner mit dem Vorschlag kommen, Piloten ohne Ausbildung mit einer “praktischen Übung” am PC-Flugsimulator einzusetzen?!

#191 |
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Heilpraktiker
#190 |
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Claude-Alain Perrochet
Claude-Alain Perrochet

@ Brigitte Miller

Hier eine Sammlung von interessanten Studien zur Akkupunktur: http://www.doc-maerz.de/128.html. Aber vor allem (unten: Ergebnisse der ARC-Studien): http://www.akupunktur-aktuell.de/patienten/?/praxis/krankheitsbilder/Orthopaeden/

@ Dr. med. W. Steinschulte

“Die sauberen Studien haben ALLE die absolute Wirkungslosigkeit der Hahnemann und Bach “Medikamente” bewiesen.”

? Man kann nicht Bachblüten- und Homöopathieforschung in einem Korb werfen. Letztere ist schon etwas weiter fortgeschritten und eben, so “absolut wirkungslos” war die Homöopathie auch in hochwertigen Studien nicht immer…
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16047154
https://www.dzvhae.de/homoeopathie-presse/homoeopathieforschung.html

Ein Zitat noch:
“Das Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und
Gesundheitsökonomie unter Leitung von Prof. Dr. med.
Stefan N. Willich sowie Prof. Dr. med. Claudia M. Witt
veröffentlichte am 18. Juli 2010 eine zusammenfassende
Kurzdarstellung, die auch auf den aktuellen Stand der
Homöopathie-Forschung eingeht und ihn kurz zusammenfasst:
„Studien zeigen, dass Patienten, die sich homöopathisch
behandeln lassen, meist chronisch krank und schulmedizinisch
vorbehandelt sind. Ihre Beschwerden verbessern
sich nachhaltig und die Effekte sind – soweit überhaupt
erforscht – mit denen schulmedizinischer Behandlung vergleichbar.
Inwieweit homöopathische Arzneimittel einem
Placebo überlegen sind ist unklar, für viele Indikationen
gibt es keine Studien und vorhandene Studien finden
widersprüchliche Ergebnisse. Bisher ist nicht eindeutig belegt,
dass sich homöopathische Arzneimittel von Placebo
unterscheiden.“” Aber es ist eben auch nicht eindeutig belegt, dass homöopathische Mittel sich nicht von Placebo unterscheiden…

Interessant ist ja auch, dass Ennis mehrfach die Resultate von Beneviste bestätigen konnte bzw. es fanden sich mehrfach deutliche Hinweise für eine Wirksamkeit der verdünnten Potenzen in vitro. Ennis war als Skeptiker ins Forschungsprojekt eingestiegen, gab aber am Schluss zu, dass die potenzierten Substanzen eine Wirkung zeigten. Die Diskussion ist allerdings nicht abgeschlossen…

Die Forschungsresultate zeigen, dass homöopathische Behandlungen wirksam sind und eine Berechtigung haben. Bezüglich der homöopathischen Mittel sind die Forschungsresultate nicht überzeugend genug, um die aufs schärfste geführte Kritik entkräften zu können. Für diejenigen, welche aber die Messlatte nicht unermesslich hoch stellen, besteht der berechtigte Hinweis einer spezifischen Wirksamkeit von Homöopathischen Mittel (z.B. http://www.psychophysik.com/h-blog/?p=6308)

#189 |
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Weitere medizinische Berufe

@Claude-Alain Perrochet

“Oder noch etwas: Akkupunktur erwies sich gegen Rückenschmerzen und Migräne als wirkungsvoller im Vergleich zu den schulmedizinischen Behandlungen. Eigentlich müssten diese eingeschränkt werden (nur rückerstattet, wenn die effizientere Methode nicht angewendet werden kann)”

Solche Aussagen erhöhen nicht gerade Ihre Glaubwürdigkeit.
Wo, bei wem, bei was, für wie lange war die
Akupunktur welcher anderen Behandlung überlegen’

#188 |
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@Claude-Alain Perrochet;
Bitte behaupten Sie nicht, dass es irgendwelche Beweise für die Wirksamkeit von Homöopathie oder Bachblütentherapie gibt, weil das ganz einfach gelogen ist.

Es gibt echte Studien nach den präzise definierten Regeln der evidenz-basierten Medizin und es gibt Gefälligkeits”studien” für bestimmte Interessengruppen, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt sind.

Die sauberen Studien haben ALLE die absolute Wirkungslosigkeit der Hahnemann und Bach “Medikamente” bewiesen.

Im übrigen hören Sie auf, die SSRI Antidepressiva als Argument zu missbrauchen. Die Studien haben lediglich bewiesen, dass SSRI bei depressiven Verstimmungen nicht wirksamer als Pazebo sind, was auch nicht weiter überraschend ist, weil diese nicht auf einer Störung des Serotoninstoffwechsels beruhen.

SSRI sind evidenzbasiert auschließlich bei ECHTEN klinischen Depressionen mit Störungen des Serotoninstoffwechsels indiziert und dort sind sie auch hochsignfikant wirksamer als Placebo. Eine echte klinische Depression mit Globuli zu behanddeln ist ein schwerer, potentiell tödlicher Kunstfehler.

Auf der anderen Seite ist die Behandlung von einfachen depressiven Verstimmungen mit SSRI einfach nur Geldverschwendung, weil es billigere Placebos gibt (wobei Bachblüten auch nicht billiger sind)

#187 |
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Claude-Alain Perrochet
Claude-Alain Perrochet

@ Brigitte Miller

Ob Bachblüten als wichtige therapeutische Option gelten werden, würde ich auch nicht gerade behaupten. Ich kann nur sagen, dass sowohl für deren Wirkung wie für deren Wirkungslosigkeit wenig Evidenz vorhanden ist, wobei z.Z. die Studienlage eher auf Letzteres hinweist. Wenn aber ein Therapeut gute Erfahrung damit sammelt, die Patienten eine solche Behandlung wünschen und bereit sind dafür selbst zu zahlen (und Zeit zu investieren), sehe ich kein Grund der Aufregung gegen diese Therapieform. Wie gesagt, wurden während Jahren und werden immer noch Antidepressiva mit Wirkung auf Placeboniveau (was nicht wirkungslos bedeutet, siehe No. 173) verschrieben – und erst noch auf Kassenkosten. Oder noch etwas: Akkupunktur erwies sich gegen Rückenschmerzen und Migräne als wirkungsvoller im Vergleich zu den schulmedizinischen Behandlungen. Eigentlich müssten diese eingeschränkt werden (nur rückerstattet, wenn die effizientere Methode nicht angewendet werden kann). Und ist es ethisch vertretbar, dass Patienten eine erwiesenermassen effizientere Methode vorenthalten wird? Immerhin werden die Akkupunkturbehandlungen bei Rückenschmerzen von den Kassen bezahlt, allerdings sind hier viele “Scharlatane” auf den Zug aufgesprungen und bieten keine seriöse Akkupunkturbehandlung an.

Also bezüglich KK-Rückvergütung und Kosten bzw. Bereicherung der Hersteller homöopathischer Präparate, würde ich mal behaupten, dass dies nicht ins Gewicht fällt in Anbetracht der Kosten in der Onkologie für genauso unwirksame Medikamente bzw. minimal wirksamen Medikamenten bzgl. Lebensverlängerung bei gleichzeitig deutlicher Verschlechterung der Lebensqualität…

Ich kenne einige Hersteller von Homöopathika und es ist ziemlich unglaublich, was die berhördlichen Anforderungen sind, damit diese Medikamente verkauft werden dürfen – obwohl ja offiziell nur Wasser bzw. Milchzucker.

Allerdings ist die Studienlage nicht so, dass man bei Homöopathika von erwiesenermassen wirkungslosen Kügelchen sprechen kann. Tendenziell scheinen die Kügelchen doch eine Wirkung zu haben (siehe mein Posting No. 126).

#186 |
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Karin Kießling
Karin Kießling

@ Brigitte Miller @ Dr. Werner Steinschulte
Ich weiß natürlich, dass der Placeboeffekt auf einer Aktivierung der Selbstheilungskräfte beruht. Das wiederum ist eine großartige Sache, die von niemandem ausreichend erklärt, geschweige denn therapeutisch eingesetzt werden kann (bis jetzt zumindest). Weder von Ärzten, noch von alternativen Therapeuten!
Deshalb finde ich es unglaublich, wie sich diese beiden Parteien immer wieder regelrecht bekriegen! Das wird die Heilungschancen für viele kranke Menschen sicher nicht verbessern.

Letztlich gibt es doch nur einen großen Heiler… vielleicht sollte man dem ganzen Themenkomplex “Heilung” mit etwas mehr Demut und weniger Rechthaberei oder Zynismus begegnen…

#185 |
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Ich habe keinerlei Probleme mit Placebotherapie, wenn sie AUSSCHLIESSLICH dort erfolgt, wo keine wirksamere schulmedizinische Behandlung mit bewiesener Wirkung existiert.
Außerdem sollten diese “Alternativtherapeuten” nicht behaupten, dass ihre “Medikamente” tatsächliche pharmakologische Effekte über den Placeboeffekt hinaus haben, weil sie damit die Intelligenz ihrer Zeitgenossen beleidigen, und sie sich dann auch nicht beklagen dürfen, wenn die Beleidigten adäquat reagieren.

Die Preise ihrer “Medikamente”, die objektiv meistens Wasser mit irrelevanten Verunreinigungen sind, sollten sich an den Produktionskosten im Centbereich orientieren, weil sonst der Eindruck der Abzocke einfach nicht zu leugnen ist.

Die Jünger von Hahnemann und Bach sind in kulturübergreifenden Studien auch längst nicht die erfogreichsten Placebotherapeuten: Jede karibische Voodoopriesterin, jeder afrikanische Medizinmann oder indianische Schamane schlägt sie um Längen.
Vielleicht sollten sie sich auch einen Federhut aufsetzen und ein Huhn schlachten, während sie ihre Globuli verteilen?

#184 |
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Weitere medizinische Berufe

@Claude-Alain Perrochet

Die Sache ist spannend und die Zukunft wird noch viele Überraschungen bereit halten – wie immer, denn es ist nicht anzunehmen, dass der heutige Stand der Wissenschaft bezüglich Erkenntnis und Verständnis der Welt ewig so bleiben wird…

Da bin ich einverstanden, dass sich dabei Bachblüten als “Wahrheit ” herausstellen, wage ich zu bezweifeln.
Aber es geht auch darum, ob erwiesenermassen wirkunslose Kügelchen von der KK bezahlt werden sollen, zum Beispiel. Wenn man von Placebo spricht, muss man auch von Nocebo sprechen. Wie viele Verfechter der Alternativ-Medizin sprechen gerne negativ über die böse geldgierige Pharma und die Schulmedizin, die ja auch Fehler mache , und damit Leute abhalten von der klassischen Medizin?
Dass die Hersteller von Homöopathika natürlich ebenfalls sehr viel verdienen , ohne teure Studien und Tests machen zu müssen, mit ihren magischen Medikamenten, die auf der Idee von einzelnen Menschen basieren ( im Gegensatz zur modernen Wissenschaft, die von vielen betrieben und immer wieder korrigiert wird und an die sich notabene auch Verfechter der “Alternativmedizin” immer wieder gerne anlehnen ( Quantenphysik etc. ) davon spricht kein Mensch.
Z.B. Heel in D, Omida, Similasan in der CH.
Studien zur Homöopathie, Studien zu des Kaisers neue Kleider..

Was denken Sie, würde ein Bach oder Hahnemann heute machen, würden sie immer noch auf ihren damaligen Ideen beharren?

#183 |
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Claude-Alain Perrochet
Claude-Alain Perrochet

@ Brigitte Miller

“Wer würde übrigens Ciproxin gegen Kopfweh einsetzen?”

Es gibt aber Studien zur Homöopathie, welche ähnliches tun, nur mit Homöopathika.

Davon abgesehen, dass es durchaus mal Hinweise gibt, dass ein Medikament auf einem anderen Gebiet hilfreich sein kann und es sinnvoll ist, dies mit Studien zu verifizieren oder falsifizieren. Wenn die Studie aber negativ ausfällt, bedeutet dies natürlich nicht, dass dieses Medikament generell, unabhängig der Indikation, wirkungslos sei.

Die Sache ist spannend und die Zukunft wird noch viele Überraschungen bereit halten – wie immer, denn es ist nicht anzunehmen, dass der heutige Stand der Wissenschaft bezüglich Erkenntnis und Verständnis der Welt ewig so bleiben wird…

#182 |
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Claude-Alain Perrochet
Claude-Alain Perrochet

@ Dr. Elke Ruschalla

Danke für den Link. -> Auch wenn HP und Homöopathen “nur” gute Pacebo-Therapeuten wären (also über die “Seele” heilend wirken), dann ist dies noch lange kein Grund, diese Menschen anzugreifen, wie dies hier z.T. geschieht. Gute Schulmediziner sind sicher auch gute “Placebo”-Therapeuten!

Als Arzt, Komplementär- und Schulmediziner, kenne ich einige HP, welche meist sehr gute Resultate erzielen und den Menschen oft tiefgreifend helfen können. Natürlich gibt es auch dort die therapeutischen Probleme, wie in der Schulmedizin auch (unangemessene Therapiewahl u.a.).

#181 |
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Weitere medizinische Berufe

@Claude alain Perrochet

“Mehr Studien zur Homöopathie bräuchte es um z.B. herauszufinden, zu welchen Indikationen Homöopathie (klassisch, komplex usw.) sinnvoll eingesetzt werden kann.”

Ja warum denn Studien ? Das wissen doch die Homöopathen ganz genau, resp. sie finden es heraus mit Hilfe ihrer Befragungen. Es gibt ja sogar Homöopathen, die ihre Methode in der Notfallmedizin einsetzen, das nenne ich Chuzpe!
Wer würde übrigens Ciproxin gegen Kopfweh einsetzen?
Nein, diese Sache ist ausgereizt, sie hatte lange genug Zeit, ihre Wirksamkeit zu beweisen.
Wer daran glauben will, soll das tun.

#180 |
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Claude-Alain Perrochet
Claude-Alain Perrochet

@ Brigitte Miller

Im Beitrag Nr. 126 habe ich ein paar Link und Überlegung zur stand der Forschung bzgl. Wirksamkeit der Homöopathie geschrieben. Wie dort erwähnt, erlaubt es der Stand der Forschung nicht zu sagen, die Homöopathie sei reines Placebo. Etliche Studien zeigen eine Überlegenheit gegenüber Placebo.

Mehr Studien zur Homöopathie bräuchte es um z.B. herauszufinden, zu welchen Indikationen Homöopathie (klassisch, komplex usw.) sinnvoll eingesetzt werden kann.

Wenn eine Studie die Wirkungslosigkeit eines Medikamentes, z.B. Arnica D6 gegen Muskelschmerzen nach Anstrengung, dann ist dies noch lange kein Beweis für die Wirkungslosigkeit der Methode, sondern nur, dass (genau genommen: in dem Setting) dieses Medikament für diese Indikation nicht wirkt. Wenn man solche Studien in eine Metaanalyse wie Shang A. einschliesst, verfälscht es das Resultat. Es wäre wie, wenn eine Studie zu Ciproxin gegen Kopfschmerzen negativ ausfiele und man daraus schliessen würde, die Schulmedizin sei unwirksam…

Dass man sich die Wirksamkeit der Homöopathie auf den Hintergrund des Physikverständnisses, welches heute in der Medizin herrscht (und nicht unter Physikern!), nicht erklären kann, ist kein Argument gegen die Homöopathie. Es gibt etliche Erklärungen für die Wirksamkeit der Homöopathika, welche durchaus von seriösen Wissenschaftlern formuliert bzw. anerkannt wurden (wobei sie, sobald sie ihre Theorien vertraten, als unseriös galten in den Augen dogmatischer Gegner der Homöopathie). So hat sich z.B. auch Nobelpreisträger Luc Montagnier unlängst so geäussert, dass eine Informationsübertragung durch Wasser anzunehmen sei.

Bachblüten und Homöopathie sind vielleicht Uralt-Methoden, deren Erforgschung (ergebnisoffen) ist aber noch nicht so alt und zu wenig entwickelt. Da liegt noch viel Potential – zu Gunsten von Mensch und Tier.

#179 |
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Dr. med. univ. Andreas Schoeck
Dr. med. univ. Andreas Schoeck

Wachsen diese Blueten eigentlich nur an Baechen oder auch an Teichen und Seen?

#178 |
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und da der Link anscheinend nicht funktioniert, versuche ich mal den hier:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23449306

#177 |
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@ alle

ein sehr schöner Artikel zu Placebowirkungen (die ja hier häufig bemüht wurden) und ihre naturwissenschaftlichen Grundlagen ist dieser hier, finde ich: Enck P, Bingel U, Schedlowski M, Rief W. The placebo response in medicine: minimize, maximize or personalize? Nat Rev Drug Discov 2013; 12: 191–204
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?term=191%5Bpage%5D+AND+2013%5Bpdat%5D+AND+Enck+%5Bauthor%5D&cmd=detailssearch

Schönes Wochenende und Gruß

Elke Ruchalla

#176 |
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Weitere medizinische Berufe

@Claude-Alain Perrochet

Im Bezug auf die Bachblüten weiss ich nicht, wieviele Studien es dazu gibt. Bei der Homöopathie sind es unzählige. Noch mehr Studien brächten dort gar nichts.

Dass der Placeboeffekt immer eine Rolle spielt ist eine Tatsache und gut erforscht, er ist etwas Grossartiges, dass die Selbstheilungskräfte anregt.

Wird übrigens sehr gerne von Homöopathen abgestritten.( Karin Kiessling , es gibt genügend Lektüre darüber )

Es ist gut, offen für Neues zu sein, aber Bachblüten und Homöopathie sind alles andere als das, es sind Uralt-Methoden.

Sie sind unantastbar wie alte Religionen, sie dürfen nicht verändert werden wie der Koran. Wären sie wirklich wirksam, dürften sie euch mal angepasst werden und die Hochschulmedizin hätte sie sich längst einverleibt.

Ich empfehle wirklich jedem, der hier vollmundig diese Methoden verteidigt und verlangt, dass man über den Tellerrand blicke

sich einmal ganz genau hinein zu lesen und sich dann die Frage stellen: wie könnte das möglich sein, dass es wirkt?
(über den Placeboeffekt hinaus)

#175 |
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@Claude-Alain Perrochet:
Ich kann keine vernünftige Logik in Ihren Statements erkennen.
Was wollen Sie eigentlich sagen?
Weil es Irrtümer in der Schulmedizin gab, deshalb macht es auch nichts, wenn man knappe Gelder für die Gesundheitsversorgung für schwachsinnige “Alternativ”-Medikamente, deren Wirkungslosigkeit vielfach bewiesen wurde, zum Fenster herauswirft????

Sie sollten sich dringend ein gutes Biometrie Lehrbuch besorgen. Irrtümer in der Schulmedizin beruhten NIE auf zuviel evidenz-basierter Medizin, sondern immer nur auf zuwenig davon. Die meisten Irrtümer in der Schulmedizin beruhen darauf, darauf, dass die Methoden der evidenz-basierten Medizin erst seit den 1980er Jahren zunehmend konsequent angewandt werden und immer noch nicht alle Bereiche der Medizin durchdrungen habe.

Auf die Bachblüten”therapie” wurden die Testmethoden der evidenz-basierten Medizin angewandt worden, und es wurde bewiesen, dass sie nicht wirksamer ist als jedes beliebiges Placebo. Und es gibt sehr viel billigere Placebos als das Bachblütenleitungswasser …

#174 |
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Claude-Alain Perrochet
Claude-Alain Perrochet

@ Karin Kissling

Ein Phänomen bei der Placebowirkung bedarf besonderer Aufmerksamkeit: Wird in einer Studie das Medikament X gegen Placebo getestet und in einer anderen Studie das Medikament Y, dann weisen beide Placebogruppen nicht dieselben Nebenwirkungen auf. D.h. die Art der Nebenwirkungen in den Placebogruppen sind nicht völlig unabhängig von der getesteten Substanz! Daraus kann die These aufgestellt werden, dass die Placebogruppe whs. auch von der positiven Wirkung des getesteten Medikaments profitiert! Warum kann wohl kein Mensch erklären (quantenmechanische Theorie der Verschränkung als Erklärung?). Tja, dann haben wir den Salat: Doppelblind kontrollierte Studien sagen nicht das aus, was man bisher annahm: nämlich dass die Resultate in der Placebogruppe von der getesteten Wirksubstanz unabhängig sind… Ergo fällt die ganze Argumentation bzw. “Beschimpfung” der Komplementärmedizin als “Placebomedizin” in sich zusammen…

#173 |
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Apothekerin

@Beate Jung: Doppelblindstudien in der Onkologie werden – eben aus ethischen Gründen – nicht mit Placebo durchgeführt, sondern hier wird das zu prüfende Präparat (häufig sogar + Standardtherapie) gegen Standardtherapie geprüft. Da kann von “Todesurteilen” keine Rede sein. Ich weiß nicht, welcher Berufsgruppe sie angehören, aber mit auch nur ein bisschen medizinischer Ausbildung sollte man das wissen.

#172 |
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Claude-Alain Perrochet
Claude-Alain Perrochet

@ Arzt aus Hamburg

Wieviel der schulmedizinischen Interventionen beruhen auf 100%-ige Evidenz? Nehmen wir z.B. die Blutzuckereinstellung. Lange Zeit war das Ziel, ein möglichst niedriges HbA1c zu erreichen. Bis festgestellt wurde, dass dies bei älteren Patienten mehr Nachteile (Todesfälle wegen Hypoglycämien) nach sich zog, als dies Vorteile aufwies. Es gibt in der Medizin sehr viele solche “Mantras”, welche sich als schädlich erwiesen. Das ist auch nichts verwerfliches, wenn immer wieder wissenschaftliche Nachweise gegen die gültige Meinung auftauchen. Nur sollte man daraus lernen, dass die heutige Handlungsweise letztlich dem heutigen Stand des Irrtums entsprechen könnte. Schädlich und sehr problematisch wird es allerdings, wenn wirtschaftliche Interessen in der Bestimmung der “Leitlinien” bzw. der “Evidenz” mitspielen – wie z.B. bis 2002, bis die WHI-Studie die Nebenwirkungen einer Hormonsubstitution in der Menopause aufzeigte, während vorher die industriefinanzierten Studien zu einem massiven Konsum der Hormonpräparate führte. Dabei ging es nur, patentierbare Substanzen unter die Leute zu bringen. Günstiger und mit viel weniger Nebenwirkungen lässt sich nämlich die Therapie mit naturidentischen Hormonen durchführen. Also die Problematik des Missbrauchs der Wisschenschaft gäbe es auch noch zu berücksichtigen in der evidenzbasierten Medizin! Augen auf und kritische Haltung einnehmen, kann man da nur sagen.

#171 |
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Karin Kießling
Karin Kießling

Bei so vielen Reaktionen verschiedenster Art will ich einfach mal die Frage in den Raum stellen:
Wie funktioniert eigentlich der “Placebo-Effekt”? Warum wird etwas so Großartiges immer so verächtlich belächelt?
Wenn der “Placebo-Effekt” so enorme Auswirkungen hat, von Zustandsverbesserungen bis zu Heilungen, dann frage ich mich, warum man den nicht mal ordentlich untersucht!?
Könnte doch viele teure Therapien sparen, oder?

#170 |
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Tierheilpraktiker und Dozent Michael-Alexander Kempa
Tierheilpraktiker und Dozent Michael-Alexander Kempa

….es ist so schade – niemand kann hier mal ein Lob aussprechen –
und andere anerkennen in ihrer Leistung, in ihren Bemühungen für Mensch und Tier.
Immer nur und immer wieder draufhauen. ( mit wenigen Ausnahmen)
So geht das jetzt schon seit 168 Kommentaren.
Wir sind ” besser” als ihr, wir sind ” schlauer” und ihr anderen seit so doof.
Das ist bezeichnend für unsere kaputte Gesellschaft.
Nimmt alle mal ganz schnell Blütenessenzen.

#169 |
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Gast
Gast

Auch an “Arzt aus Hamburg” …

… dafür kostet die Ausbildung eines Arztes den Steuerzahler so etwa 50 000 Euro pro Jahr; das ist X 6 Jahre?.

Die Heilpraktiker zahlen alles selbst …

#168 |
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Gast
Gast

Lieber “Arzt aus Hamburg ” die Polarisierung der Berufsgruppen schwächt letztendlich alle, was von manchen Kreisen gerne forciert wird. Vielleicht sollten wir eher eine Polarisierung anständiger Arzte oder anständiger Heilpraktiker zu skrupellosen Scharlatanen forcieren.

#167 |
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Claude-Alain Perrochet
Claude-Alain Perrochet

Man denke auch an den fraglichen Nutzen vieler SSRI (Antidepressiva), welche gemäss neueren Studien nicht wirksamer sein sollen als Placebo. Warum sind diese noch auf dem Markt? Werden Ärzte angeklagt bzw. diffamiert, welche solche Medikamente noch einsetzen? Warum wurden diese Medikamente noch vor dem Studienresultat so häufig verschrieben? Haben die Ärzte und Patienten nicht gemerkt, dass diese nicht besser als Placebo wirken? Fragen über Fragen auch hier – nicht nur bei den Bachblüten… Jeder Therapeut sollte nach bestem Wissen und Gewissen handeln, neugierig bleiben für Neues, kritisch bleiben für Bisheriges und Neuem usw. Wahrlich eine anspruchsvolle Aufgabe. Kritik anderen Therapeuten gegenüber kann wertvoll sein (man hat als Empfänger von Kritik ja nie ausgelernt), wenn sie mit Respekt, Demut und wirklichem Interesse am Wohle der Menschen erfolgt.

#166 |
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Arzt aus Hamburg
Arzt aus Hamburg

Liebe Kommentatoren,

weshalb hier so engagiert und emotional diskutiert wird, ist (mir) klar.
Es gibt in Deutschland aus historisch bedingter Ursache zwei Berufsgruppen, die um die Gunst der Patienten buhlen.
Auf der einen Seite stehen die Hochschulabsolventen, die Ärzte. Diese Berufsgruppe erkämpft sich entweder direkt nach dem Abitur oder nach langer Wartezeit einen der begehrten Studienplätze und lässt sich sodann für mindestens 6 Jahre knechten. Höhepunkt dieser Ausbildung ist das Praktische Jahr im sechsten (und letzten) Ausbildungsjahr, wo die Studenten trotz langer Ausbildungszeit unbezahlt als Blutabnehm-Diener in den Krankenhäusern bezahlt werden. Heute stehen zwischen dem Erstsemester und dem approbierten Arzt zwei Staatsexamina und unzählige Schikanen durch Behörden und Ausbilder. Am Ende dieser Zeit treffen die Ärzte dann auf die zweite Gruppe:
Die Heilpraktiker. In der Regel auf dem zweiten Bildungsweg oder als Alternative für den tristen Berufsalltag denkt sich in Deutschland so mancher, er könne ja “Heilpraktiker” werden. Voraussetzungen zur Teilnahme an der Heilpraktikerprüfung gibt es fast keine. Das Führungszeugnis ist natürlich ebenso gefordert, wie bei den Medizinern. Nach der bestandenen Prüfung dürfen die Heiler dann direkt ohne jede verpflichtende Hygieneschulung oder langes Üben auch invasiv auf die Patienten losgehen und ihre Meinung zu allem möglichen kundtun.
Ich habe bereits über 15 Heilpraktiker kennengelernt, die offen und mit fachlicher Selbstsicherheit gegen verschiedene schulmedizinische Verfahren (inkl. Impfungen) sind. Lichttherapie, Lymphozytenfunktionstests usw…
Gerne bietet der Heilpraktiker in seiner Praxis dann auch gleich “Seminare für weitere Heilpraktiker” an…
All das trifft uns Ärzte leider persönlich, da wir in Deutschland schnell auf die Barrikaden gehen, wenn etwas nicht 100% wissenschaftlich evidenzbasiert läuft.

#165 |
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Gast
Gast

Ja, ja, immer das selbe Prinzip:

zuerst wird beim Familienstellen ein Missbrauch phantasiert, und dann werden die Missbrauchsfolgen mit Blüten beseitigt …

oder

zuerst eine falsche Brustkrebs-Diagnose, dann eine langwierige sogenannte schulmedizinische “Therapie” und dann die “Heilung”:
http://www.aerzteblatt.de/archiv/23915/Brustkrebsskandal-Verbrannt

Übelste Scharlatane gibt es auf allen Seiten.

#164 |
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Claude-Alain Perrochet
Claude-Alain Perrochet

@ Brigitte Miller

Es braucht um die Frage der Wirkung von Bachblüten beantworten zu können, eindeutig mehr Forschung! Und zwar solche Studien, welche der Methode gerecht werden, wo individualisierte Therapien untersucht werden und nicht nur indikationsbezogen Fertigmisschungen (z.B. Rescuetropfen) eingesetzt werden. Der mir bekannte Stand der Forschung erlaubt nur die Aussage, dass Rescuetropfen in Prüfungssituationen, bei schulischer Belastung usw. nicht wirksamer sind als ein Placebo. Alle anderen Aussagen bezüglich reine Placebowirkung der Bachblüten sind wissenschaftlich nicht belegt und müssten noch erforscht werden. Z.B. in einer Studie, in dem individuell behandelt wird, wobei die Patienten (bzw. Pflanzen, Tiere) und die Behandelden nicht wissen ob sie Placebo einsetzen oder nicht. Dann müsste anhand verschiedener Kriterien (Zufriedenheit, Beschwerderückgang usw.) herausgefunden werden, ob die Placebogruppe schlechter oder gleich gut abgeschnitten hat. Eine solche Studie bedeutet aber einigen finanziellen und zeitlichen Aufwand.

#163 |
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Claude-Alain Perrochet
Claude-Alain Perrochet

@ Dr. Eike Griess

Wenn ein Ereignis in Folge einer Intervention eintritt ist auch die Frage, wie wahrscheinlich wäre dieses Ereignis ohne die Intervention eingetreten. Ich bin nicht Biologe und kann nicht einschätzen, wie wahrscheinlich es ist, dass die Läuse spontan verschwinden. Dies wäre hier eine wichtige Frage. Dann müsste natürlich nach der Kausalität untersucht werden. Es ist aber genau so vermessen, das eintreten eines (unerwarteten) Ereignisses nach einer Intervention von vornherein mit Sicherheit als Koinzidenz abzutun. Die einzig mögliche Antwort ist, man weiss es nicht, bis nicht nach der Kausalität untersucht wurde. Richtige Wissenschaft ist, wenn Neugierde geweckt wird und nach Methoden der Überprüfung gesucht wird. Leider verhalten sich die sog. wissenschaftlich denkenden Menschen gegenüber der Homöopathie u.a. Heilmethoden der Komplementärmedizin nicht wissenschaftlich sondern dogmatisch. Es ist aber durchaus das Recht eines jeden einzelnen eine Methode aus verschiedensten Gründen abzulehnen. Aber das ist dann keine wissenschaftliche Grundhaltung. Auch in der Schulmedizin sind eindeutige Resultate bezüglich Nutzen einer Intervention trotz intensiver Forschung selten. Und erst recht im individuellen Fall, bzw. die Schulmedizin kann bezüglich des Nutzen im individuellen Fall nur ganz selten eine eindeutige Antwort geben. Dem Patient nützt es aber wenig, wenn er weiss, dass ein Medikament im Schnitt bei 3% der Behandelten einen Nutzen hatte und für 97% keinen (wobei noch die Nebenwirkungen mit einbezogen werden müssten, welche sich auf die Lebensqualität beziehen, was in Studien ja sehr oft nicht berücksichtigt wird). Also, bevor man auf andere so drauf los schiesst, sollte man sich auch der eigenen Position bzw. der Problematik der eigenen “Lehrmeinung” bewusst sein -> Demut, Toleranz, Respekt, Neugierde…

#162 |
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Weitere medizinische Berufe

Sylvia Schulz

“Alle Wahrheit durchläuft drei Stufen.
Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt.
Dann wird sie bekämpft.
Und schließlich wird sie als selbstverständlich angenommen.”
Arthur Schopenhauer”

Aber was ist die wahrheit?
Gedankenkosnstrukte von Männern, die vor langer Zeit mit dem damaligen Wissen sich Überlegungen gemacht haben, die sich aber als wirkungslos über den Placeboeffekt hinaus herausgestellt haben?
Und auch in weiteren 250 Jahren nicht verifizieren assen werden?

#161 |
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Gast
Gast

Liebe Kollegen,

der Placeboeffekt scheint bei Kindern ausgeprägter, also stärker zu sein als bei Erwachsenen. Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2008:

“Greater Response to Placebo in Children Than in Adults: A Systematic Review and Meta-Analysis in Drug-Resistant Partial Epilepsy”
(S. Rheims, M. Cucherat, A. Arzimanoglou, P. Ryvlin)
published on August 12, 2008

http://www.plosmedicine.org/article/info:doi/10.1371/journal.pmed.0050166

#160 |
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Zu Beitrag Nr. 136 des Kollegen Bock:
“Der Preis einer Behandlung und eines Präparates beeinflußt wesentlich
die Placebowirkung.” Kost nichts- taugt nichts””
Dieses Argument höre ich auch oft von der Pharmaindustrie und anderen Branchen der Gesundheitsindustrie. frei nach dem Motto “Wir zocken die Patienten ja nur zu ihrem eignenen Wohl ab”.
Ist es wirklich das, was wir wollen und gutheißen?
Es gibt hunderte Faktoren, die den Erfolg einer Placebotherapie weit mehr als der Preis ausmachen. Warum wird der Faktor Preis bloß immer so gern von bestimmten selbsternannten “Heilern” eigesetzt?

#159 |
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Studentin der Humanmedizin

Am 27. November habe ich per e-Mail die “Psychologencommissie” in Brüssel aufmerksam gemacht auf den Herrn Tom Vermeersch, damit die Kommission überprüft, ob das Zertifikat ihm tatsächlich ausgestellt wurde.
Wenn er kein zertifizierter akademisch gebildeter Psychologe ist, dann wird sie die Sache wohl weiter zur Hand nehmen.
Ich meine als Jura-Studentin, dass es höchst fragwürdig ist, dass Herr Vermeersch Heilmittel zur Linderung der Kindesmisshandlungen an den Mann bringt. Mal sehen, was die “Psychologencommissie”, die nur akademisch gebildeten Psychologen zertifiziert, dazu meint. Hoffentlich publiziert sie die Meinung auf Doccheck, da ich ihr mitgeteilt habe, dass die Diskussionen hier eröffnet wurden.

#158 |
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Beate Jung
Beate Jung

Also verstehe ich das jetzt richtig: Wer Bachblüten verordnet oder Globulis, ist ein Scharlatan,der Patienten davon abhält, die einzig wirksamen pharmazeutischen Präparate einzunehmen, und macht sich ggf. auch noch der fahrlässigen Tötung schuldig, wenn es um Krebstherapien geht. Merkwürdig. Kein Onkologe würde sich als Scharlatan beschimpfen lassen, wenn er seinem Patienten in einer ach so viel gerühmten Doppelblindstudie statt des einzig heilenden Präparates ein Placebo verabreicht, ich betone: ein PLACEBO. Und ihn damit doch zum sicheren Tod verurteilt, oder etwa nicht??? Und das ist dann moralisch, ethisch und auch rechtlich völlig in Ordnung?
Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Wir befinden uns in einem freien Land, mit mündigen Patienten. Jeder kann sich informieren, und jeder soll selbst entscheiden.
Übrigens, für den Fall, dass Sie das nicht wissen: Heilpraktikern ist es per Gesetz untersagt, verschreibungspflichtige Präparate zu verordnen. Ja, auch Heilpraktiker unterliegen Gesetzen. Und ehe ein HP eine Praxis eröffnen darf, muss er in einer amtsärztlichen Überprüfung – eben vor einem Amtsarzt – beweisen, dass er keine Gefahr für die Volksgesundheit darstellt. Dazu ist umfangreiches schulmedizinisches Wissen erforderlich, und die Durchfallquote ist extrem hoch. Wer diese Prüfung besteht, darf mit gutem Recht praktizieren.
Im Interesse eurer Patienten: arbeitet zusammen, ergänzt euch und eure Therapien, anstatt aufeinander einzuhacken. Denn mit Letzterem ist niemandem gedient.

#157 |
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Letztlich bleibt unklar wo und wann Herr Vermeersch Psychologie studiert hat, da er dies nirgendwo erwähnt. Man könnte natürlich die u.g. Commisie anfragen, aber das überlasse ich dochcheck.

Weitere Angaben zum Thema:
http://www.bfp-fbp.be/en
Who may call themselves “psychologist” in Belgium?
The title of psychologist is protected in Belgium by the Law of 8 November 1993. The protection of the title implies that this title as well as any combinations or very similar titles may only be used by those who are included in the list of psychologists that is managed by the Belgian Commission of Psychologists. This public authority is presided over by a magistrate of a court of appeal, but the other members are psychologists who have been nominated by the BFP and formally appointed by a federal Minister.
……

#156 |
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Sylvia Schulz
Sylvia Schulz

“Alle Wahrheit durchläuft drei Stufen.
Zuerst wird sie lächerlich gemacht oder verzerrt.
Dann wird sie bekämpft.
Und schließlich wird sie als selbstverständlich angenommen.”
Arthur Schopenhauer

So bitter und auf dem Niveau wie die Diskussion in einem Aufwasch gegen Naturheilkunde, Homöopathie, Energiemedizin … hier geführt wird bin ich guter Hoffnung, dass ein Paradigmenwechsel nicht mehr sehr weit sein kann.
Schließlich hat beispielsweise die katholische Kirche auch noch hektisch alle Andersdenkenden verbrannt, bevor es dann selbstverständlich wurde, dass die Erde rund ist. Die Inquisition braucht heute kein Feuer mehr, es reichen die Medien. Es bestürzt mich dass auch HP-Kollegen teilweise in die gleiche Scharte schlagen und nicht über den Tellerrand ihrer eigenen Therapie hinaussehen. Danke an alle Ärzte, die nach ihrem Studium diesen Blick gewagt und ihren Horizont erweitert haben, das sind Mediziner im besten Sinne, sie stellen ihr Ego hintenan und stellen den Patienten und sein Wohlergehen an oberste Stelle.

#155 |
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Weitere medizinische Berufe

Wer sich wirklich mit Bachblüten befasst , also über den Tellerrand schaut , wird sich, genauso wie bei der Homöopathie, am Ende fragen: wie sollte das überhaupt wirken ?anstatt weiter der Überzeugung anzuhangen, es wirke. Nix Quantenphysik, schlicht Aberglaube.
@Daniela Zimmermann:
““(…) Um’s nochmal klar zu stellen: Natürlich gibt es den Placebo-Effekt auch bei Tieren! Zumindest bei Affen, Hunden, Pferden, Katzen, Mäusen, Ratten, usw. hat man derlei dutzendfach beobachtet, und zwar nicht erst neulich, sondern schon vor Jahrzehnten.”

http://scienceblogs.de/plazeboalarm/index.php/bei-tieren-gibt-es-keinen-placeboeffekt/

#154 |
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Dr. med Horst Pöhlmann
Dr. med Horst Pöhlmann

Nachdem ich eine weit verbreitete Methode der evidenzbasierten Pharmamedizin, deren Wirkunsgslosigkeit durch zahlreiche Studien belegt ist, mit der Bachblütentherapie verglichen hatte, hat man meinen Beitrag kurzerhand entfernt. Man hat viel über Glauben geschrieben und wenig über Fakten. Man sollte nicht über Therapien schreiben, von denen man nichts weiss. Glaube ist hier nicht gut genug. Ich selbst bin kein Homoeopath, habe aber die erstaunlichen Erfolge von Apis D6 bei einer acuten Bienenstichallergie gesehen, der Patient war bewußtlos – soweit zur Placebowirkung. Wie es wirkte weiss ich nicht, ich habe nur den Erfolg gesehen.

#153 |
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Marion Teufel
Marion Teufel

Ich sehe das eher gelassen.
Bachblüten schaden nicht – und wie jeder Mensch seine Krankheiten überwindet oder seine psychischen Probleme löst, sei ihm freigestellt.
Auch die vielzitierte “evidenzbasierte” Medizin kann keine Wunder vollbringen, sonst hätte sie viele gefürchtete Krankheiten, wie z.B. Krebs schon lang im Griff.
Diese Therapiekosten gehen in die Tausende und helfen in vielen Fälle überhaupt nicht!
Es gibt eben nicht nur “schwarz und weiß”.

#152 |
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Heilpraktiker

Leider führen solche üblen Auswüchse bei den “Bachblüten” und ähnlichen Fantasy-Therapiespielen dazu, dass auch die Naturheilkunde in Misskredit gebracht wird, weil nur Wenige Bachblüten, Isopathie, Homöopathie, Homotoxikologie, Bioresonanz, Schüssler-Biochemie und wie sie alle genannt werden, von der Naturheilkunde unterscheiden können.

#151 |
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Die Angst in unserer Zeit wird immer größer und da weichen die menschen auf alles Wunderangebote aus, egal ob sie der Profession der Ärzte angehören oder Patienten sind. Ein Arzt verwendet – nach Informationen aus dem Patientenkreis, einen Gebirgsbach zur Heilungg und zur Krebsvorbeugung. Man müsste solche Dinge durch den Versuch der Aufklärung und nicht der Verteufelung bekämpfen.

#150 |
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Apotheker

Wer ist der Hersteller der Mischungen?
Sind die zugelassen (wegen Indikation) oder registriert und damit verkehrsfähig im Sinne des AMG?
Handelserlaubnis? Online Vertriebsweg statthaft?
etc., etc. etc.

Es spricht für sich, dass Therapie und Vertrieb strikt getrennt sein sollten. Das ist der Standard in der Gesetzgebung und ein bewährtes Kontrollelement, das hier wohl umgangen wurde.

Man darf gespannt sein, welche Reaktionen das bei den entsprechenden
Kontrollbehörden auslöst und wie das juristisch verfolgt wird.

Daneben sollte die Person sich auch selbst die Frage stellen, ob die moralischen und ethischen Grundvoraussetzungen zur Zeit für eine weitere Berufsausübung in diesem Bereich vorhanden sind. Eine Entschuldigung alleine reicht sicherlich nicht. Hier sind weitreichende Konsequenzen angesagt, die eine derartige Praxis zum Schutz der Patienten auch grenzübergreifend verhindert.

#149 |
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Studentin der Humanmedizin

Der Herr Tom Vermeersch ist offenbar ein zertifizierter Psychologe, aber einer mit einem Universitätsabschluss? Es tut sich etwas in der relativ neuen Branche der Laien-Psychologen, die in Vereinsverbänden ihre Würde geniessen etc.
“Patienten” gehen im Normalfall freiwillig zu den von ihnen auserwählten Psychologen , und nehmen normalerweise auch freiwillig die “Heilmittel”.
Aus dem Grund könnte man juristisch vermutlich wenig unternehmen.
Eine Strafanzeige wegen Betrugs würde vermutlich fehlschlagen, weil für den Tatbestand des Betrugs eine Arglist vorausgesetzt ist, wenigstens im schweizerischen StGB, das in meinem Land gilt. Wenn “Patienten” finden, dass die verordneten Heilmittel helfen, dann wäre die Strafanzeige fehl am Platz, welche auch immer es sei.
Dass Herr Vermeersch aber auf seinem Online Portal “Heilmittel” verkauft gegen Beschwerden wie Psychotraumata, verursacht durch Kindsmisshandlung, ist im Zusammenhang mit dem Beruf eines Psychologen sehr fragwürdig! Er müsste wissen, dass er mit solchen Mittelchen Kindsmisshändler anziehen könnte, die dann kompensierend solche Mittel kaufen für misshandelte Kinder etc. Irgendwelche Erwachsenen oder auch Jugendlichen, die die Mittelchen kaufen, und etwas Gutes tun wollen nebst den Delikten die sie begehen. Es gibt ja alles denkbare…
Würde ich in Deutschland, Belgien oder Holland wohnen, wo Herr Vermeersch praktiziert und seinen Online-Laden führt, dann würde ich ein Wirtschafts-Ueberprüfungsinstitut auf Bundes- (oder sonstwie Staats) -Ebene aufmerksam machen auf diese Sache. Das Institut kann dann selber wegen unlauteren Wettbewerbs, oder was auch immer für einen Tatbestand, selber Strafanzeige machen. Ansonsten können nur geschädigte Patienten des Herrn Vermeersch Strafantrag machen nach dem StGB des Landes, in dem sie wohnen. Hier in der Schweiz hätten wir das SECO, bei dem man Meldung machen könnte, aber natürlich nur für Sachen, die hierzulande passieren und auffallen.

#148 |
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Gast
Gast

:-)

#147 |
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Naturwissenschaftler

@ 140, 145, und viele andere:
Koinzidenz = ungleich Kausalität

#146 |
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Nicola Winkler
Nicola Winkler

Lieber Herr Schelle,

wie erklären Sie sich diese Beobachtung? Das ist meine Frage!!
Sie haben doch sicherlich eine Antwort, oder??

Funktioniert übrigens auch bei Pilzbefall einer Buchsbaumhecke!
Um den Placeboeffekt bei Pflanzen zu unterstützen, sollte man beim Besprühen einen weißen Kittel tragen und mit einer ausschweifenden Armbewegung die Worte “Hex, Hex” sprechen…. ;-D

#145 |
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Heilpraktiker

Lieber Herr Dipl.-Ing. Klaus-Peter Karmann,
da sich hier die meisten sowieso nur noch einen überflüssigen Schlagabtausch liefern und Sie leider auch noch dazu gehören, möchte ich zur Sache und zum Artikel nichts beitragen.
Da Sie lediglich eine Kollegin angreifen, die aus Ihrer Sicht der deutschen Sprachen nicht mächtig zu sein scheint, sollten Sie lieber erst einmal kurz nachdenken.
Wenn Ihre niederländischen Sprach- und Schreibkenntnisse nur halb so gut wären, wie die deutsche Art meiner niederlänischen Kollegin, können wir uns gerne weiter unterhalten. So aber kann ich Sie leider nicht weiter ernst nehmen Herr Diplom Ingenieur…

Ich bin dafür diese Kommentarliste zu schließen.

#144 |
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Thomas Schelle
Thomas Schelle

Bei allem Respekt Frau Winkler,

aber ihr Schildlaus-Beispiel als Beleg für die Wirkung ihrer Hokuspokus-Tröpfchen beim Menschen ist ja nun völlig grotesk. Ich kann allen angeblich so gut ausgebildeten Heilpraktikern hier nur empfehlen, sich endlich mal mit Statistik und klinischen Studien auseinanderzusetzen, statt immer wieder gebetsmühlenartig ihre individuellen Therapiebeobachtungen zu zitieren.

Lassen Sie mich mal zitieren: “Edward Bach starb im Alter von 50 Jahren am 27. November 1936 an Herzversagen” – ein gesegnetes Alter scheinen im seine Bachblüten nicht geschenkt zu haben. Aber vielleicht hat er ja einfach die falschen Blüten gepflückt. Lach.

#143 |
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Gast
Gast

Naja, die Autorin ist ja noch ein bisschen jung – vielleicht wird sie im alter ja ruhiger und reifer.
Ob sie schon mal was v. S. Hanemann gehört hat ( kleiner Hinweis : Homöopathie ) .
Staatsexamensfrage : ist Homöopathie nun Betrug, auch wenn dies von qualifizierten Ärzten angewendet wird ?

#142 |
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Tierheilpraktiker und Dozent Michael-Alexander Kempa
Tierheilpraktiker und Dozent Michael-Alexander Kempa

vielen Dank Frau Winkler für das schöne Beispiel.
Ich vermute, es ist die Apfelblüte.

Dr. Bach hat die Blütenessenzen übirgens nicht “erfunden “- einer der vielen Behauptungen in dem Artikel und der Autoren hier, die nicht stimmen.
Es ist eine Medizn der Indianer und der Urweinwohner Australiens.
Dr. Bach hat durch seine umfassende Bildung aber davon gewußt und das Ganze dann in ein System gebracht.
Von ihm wird man noch reden, wenn alle hier, die so voller Zorn sind, schon längst nicht mehr da sind.

#141 |
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Nicola Winkler
Nicola Winkler

Beispiel zum Blog von Frau Reuther in Bezug auf die Wirksamkeit von speziellen Bachblüten-Einzelmitteln auf Pflanzen:
Ein Herr aus unsem Ort wollte seinen Lorbeerstock entsorgen, weil er den seit Monaten bestehenden Schildläusebefall dieser Pflanze nicht in den Griff bekam.Da man auch mit Lorbeerblättern kocht, kann man ja schlecht ein nachweislich wirkungsvolles chemisches Vernichtungsmittel sprühen. Nach einer alternativen “Behandlung” mit einer der 38 Bachblüten ( erfahrene Bachlütenanwender wissen um welche Blüte es sich handelt) sind die Schildläuse verschwunden!

Zufall? Hexerei? Voodoo? Placebo??? ;-)

#140 |
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Tierheilpraktiker und Dozent Michael-Alexander Kempa
Tierheilpraktiker und Dozent Michael-Alexander Kempa

Laßt es doch gut sein jetzt – es ist alles gesagt.
Immer die gleichen Argumente.

#139 |
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Medizinisch-Technischer Assistent

@ Doris Kalle

Sie heilen aber nicht, ergo haben sie unrecht.

Weder Bachblüten, noch Homöopathie, bewirken irgendetwas auf biologischer
oder physikalischer Ebene. Das Einzige, das sich die evidenzbasierte Medizin
da abgucken kann und sollte, ist die Zeit für eine ausführliche Anamnese und
mehr Einfühlungsvermögen.

Wer Heilt, der kann das auch beweisen. Es gibt einen Preis von 1Millionnen $ der
an Denjenigen vergeben wird, der den Beweis erbringt, das Homöopathie wirkt.
Fragt sich nur, wieso dieser Beweis noch immer fehlt.

Und als Hinweis, als Beweis gelten keine Studien mit 10 Leuten ohne Kontrollgruppe, o.ä.!

#138 |
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Dr. Rolf Emmert
Dr. Rolf Emmert

Ich als Radiologe und Nuklearmediziner muss für jedes Verfahren Qualitätskontrollen nach evidenzbasierten Kriterien übermich ergehen lassen.
Der gleiche Gesetzgeber öffnet für Betrügerien Tür und Tor durch seine angebliche Therapiefreiheit.
Jeder der nur für 5 Cent naturwissenschaftliches Grundvertständis hat, kann über viele alternative Vefahren nur den Kopf schütteln.

#137 |
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Lese immer noch teil amüsiert die Kommentare.
Zu Beitrag Nr. 123 Dr. Werner Steinschulte möchte ich kommentieren:
Der Preis einer Behandlung und eines Präparates beeinflußt wesentlich
die Placebowirkung.” Kost nichts- taugt nichts”

#136 |
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doris kalle
doris kalle

Ich kann mich dem Kommentar von Frau Reuther nur anschließen. Auch ich halte nichts von den Fertigmischungen. Die Bachblütentherapie ist ja gerade deshalb so wirkungsvoll, weil sie individuell für die einzelnen Patienten angefertigt wird.
Wer wie ich seit fast 20 Jahren erfolgreich mit Bachblüten arbeitet, erlebt immer wieder große und kleine Wunder.
Die Rescue Tropfen sollten die einzige Fertigmischung sein.
Was sollen diese endlosen Kommentare?
Wollen wir nicht alle das Gleiche?
Wer heilt hat recht

#135 |
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Heilpraktikerin

(Ungeachtet aller Kommentare vor mir)

Ich bin ein Fan der Blütenessencen von Edward Bach und zwar in ihrer klassischen Ausführung als Stockbottle und Einzelblüte bzw der einzigen Fertigmischung, die sogenannten Rescuretropfen (Nr39).

Ich halte nichts von den ganzen Neumischungen, die in den letzten Jahren auf den Markt geschwemmt worden sind, denn eine Bachblütenmischung, die für eine spezielle Person angemischt wird ist eine sehr differenziele Sache, auch wirken nicht alle Blüten auf jemanden ein wie schon Bach beschrieb.

Eine Blüte, die die betreffende Person nicht braucht wirkt weder im Negativen noch im Positiven Sinne, deshalb halte ich die neuen Standardmischungen für Kurpfuscherei und Rufschädigung meines Berufsstandes.

Ich arbeite seit Jahren (auch privat) schon mit Bachblüten und habe bei Mensch, Tier und sogar Pflanze sehr gute und positive Erfolge damit zu verzeichnen. Das Geheimnis liegt in der Repertorisierung der Blüten und der zusammenstellung, die für jede Person anders ist.

#134 |
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Biologisch- / Chemisch- / Physikalisch-technischer Assistent

Lieber Herr Kempa,
Liebe und Zuwendung – Ja, aber bei 39 eur. für das Fläschchen mit Wasser, Alkohol und einer Prise “Zauber” drin ?! – Da ist mir das Bargeld lieber und freut mich genauso wie den Verkäufer der das Mittel verkauft und keine Skrupel hinterher hat… gehen Sie lieber mit einem guten Freund für das Geld Kaffee trinken oder so etwas Herr Kempa, da haben Sie später mehr davon und dies kann unbezahlbar sein :) Übrigens meine Kindheit habe ich weit, weit weg von hier verbracht und die Sprache erst in DE erlernt, trotzdem sehe ich die Sache mit Bachblüten und Geldmacherei auf die Kosten von unwissenden und verzweifelten Betroffenen sehr kritisch ;)

#133 |
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Medizinisch-Technischer Assistent

Herr Kempa,

ich schlage vor, dass Sie im Alter einfach zu einem Heilpraktiker gehen ;-)
Neugierde gibt es in der Regel nur gegenüber etwas Neuem. Nichts von all
den Behauptungen über die Wirksamkeit von Homöopathie, Bachblüten&Co
ist neu. Und bei aufgewärmtem Unisinn reagiert man entsprechend.

#132 |
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Realist
Realist

Keine Sorge, dank ihrer Bachblüten wird ihnen der Gang zu diesen schrecklichen evidenzbasierten Ärzten erspart bleiben.

#131 |
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Tierheilpraktiker und Dozent Michael-Alexander Kempa
Tierheilpraktiker und Dozent Michael-Alexander Kempa

” Grosstadtkötter”, Hetze, Verdummung, Pfuscher – was für eine schreckliche, furchtbare Sprache man hier sieht – sind die Deutschen wieder so grob und dumpf geworden?
Ich glaube, das macht das viele, zu viele Fleischessen.
Oder ist es auch das Unerkanntsein am heimischen PC?
Hat etwas feiges.
Ähnlich wie die Raser im Deutschen Panzerauto auf der Autobahn.
Mir wird Angst und Bange vor diesen Leuten, die hier so übel geschrieben haben
Dieses aufgeblasene Ego, dieses fehlende Liebevolle, diese fehlende und respektvolle Neugier gegenüber denen, die Erfolge haben mit Blütenessenzen – mir wird Angst und Bange, jemals zu diesen
Ärzten hier gehen zu müßen wenn ich alt und gebrechlich werde.

#130 |
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Lieber Herr Blankenstein,

es gibt Kommentare die Hoffnung machen. Und das die VertreterInnen der angesprochenen Zunft so sehr auf die Barrikaden gehen macht mir Hoffnung, dass sie merken, dass ihnen das Fundament langsam wegbricht. Witzig ist, wie im Namen der “Fairness” versucht wird, Kritik zu verhindern. Wie man versucht, “Homöopathen” als Verfolgte darzustellen, nur weil sie Ungläubige, zugegeben teils polemisch, mit ihren Dogmen auseinandersetzen. Aber wirklich großartig finde ich, wie hier die einen Anhänger unbewiesener/widerlegter Methoden den anderen Anhängern eben dieser Methoden Unseriosität vorwerfen. Dabei würde mich mal interessieren, Anhand welcher Maßstäbe außerhalb (!) des Lehrgebäudes man die Seriosität nachweisen kann.

http://news.doccheck.com/de/33883/irrsinn-in-voller-bachbluete/#comment-26016

#129 |
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#128 |
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Hallo Frau Kresse,

wenn Sie Kunst und Wissenschaft miteinander synonym verwenden, werden Sie weder der einen noch der anderen Gerecht. Ich bin mir nicht sicher, wie sinnvoll eine Auseinandersetzung von uns beiden ist, wenn Sie der Ansicht sind empirische Erkenntnisse im Bereich Medizin aus einer Kunstform ableiten zu können. Und natürlich kann Wissenschaft eine Kunst sein aber nicht jede Kunst ist eine Wissenschaft. Außerdem scheinen Sie sich mit der Unterstellung von Profitgier auf Seiten “der Wissenschaftler” bereits gegen jegliche Argumentation abgesichert zu haben.

#127 |
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Claude-Alain Perrochet
Claude-Alain Perrochet

Zur Diskussion über die Wirksamkeit von Homöopathie vielleicht von Interesse: http://content.karger.com/ProdukteDB/produkte.asp?Aktion=ShowAbstract&ProduktNr=224242&Ausgabe=231996&ArtikelNr=93586

Bemerkenswert auch: http://www.psychophysik.com/h-blog/?p=6308 (ist mir bewusst, dass Gegner der Homöopathie beim zitieren dieser Seite Pickel kriegen – aber es geht hier ja nicht um Befindlichkeiten sondern um wissenschaftliche Diskussion).

Gegner der Homöopathie zitieren meist diese Studie von Shang A.: http://www.bag.admin.ch/themen/krankenversicherung/00263/00264/04102/index.html?lang=de&download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDdIR9gWym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A–

Diese wurde zu recht kritisiert und die Resultate in einem neuen Licht gerückt: siehe z.B. http://dzvhae-homoeopathie-blog.de/?p=1022

Gegner der Homöopathie konterten z.B. : http://scienceblogs.de/kritisch-gedacht/2008/12/10/neue-evidenz/

Da wurde von beiden Seiten viel Gescheites und auch viel Emotionales und weniger Gescheites geschrieben. Letztlich muss man sich selbst ein Bild machen über den Stand der Diskussion über die Wirksamkeit der Homöopathie bzw. der homöopathischen Mittel (was nicht das Gleiche ist). Nach meiner Beurteilung der Studiensituation ist klar, dass es keine Evidenz gibt zu behaupten, die Homöopathie sei reine Placebo-Medizin. Es gibt zuviele Studien, welche das Gegenteil zeigen. Aber diese genügen nicht um eindeutig die Überlegenheit der Homöopathie gegenüber Placebo zu beweisen. Aber sie sollten genügen, dass die Skeptiker bzw. Gegner der Homöopathie etwas bescheidener auftreten – jedenfalls wenn sie im Sinne der wissenschaftlichen Diskussion ernst genommen werden wollen. Denn darum muss es sich letztlich handeln, zum Wohle der Patienten und nicht um ein Glaubenskrieg zu deren Nachteil (vorenthalten einer je nach Situation vorteilhaften Behandlungsalternative).

Natürlich kann die wissenschaftliche Diskussion um die Wirksamkeit der Homöopathie keine Antwort liefern zur Frage der Wirksamkeit und Nützlichkeit der Bachblüten…

#126 |
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Medizinisch-Technischer Assistent

@Rita Altmeyer

Was genau sollen die paar Bilder und der wirre
und physikalisch unsinnige Text beweisen?

#125 |
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Biologisch- / Chemisch- / Physikalisch-technischer Assistent

Einige der Schreiber hier, glauben noch bestimmt an die Hexerei und dass die Hexen fliegen können, na dann gute Nacht… Wissen..

#124 |
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Dass Placebos insbesondere bei schlichten und suggestiblen Gemütern Wirkung zeigen, ist auch in der Schulmedizin unbestritten.

Wirklich interessant ist dann eigentlich nur, warum der gute Mensch Tom Vermeersch ein Fläschchen Leitungswasser (nichts anderes ist das Zeug) für 39€ verkauft???

Wenn ich einem Patienten ein Placebo verschreibe, dann kostet das nicht mehr als 3€ für das Tropffläschchen Wasser mit etwas “Medizin”-Aroma und wohl-designtem Etikett ….

#123 |
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Medizinisch-Technischer Assistent
#122 |
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Heilpraktikerin

Dass so ein schlecht recherchierter Artikel diese Resonanz hervorruft
lässt tief blicken. Ich dachte wir hätte 2013, aber es hört sich an wie vor
200 Jahren und der Patient bleibt auf der Strecke.
Alle Ärzte, die sich damals mit der Homöopathie befassten um sie
zu diskrimieren, sind verblüfft dabei geblieben – haben die Seiten
gewechselt. Nur weil die Menschheit noch nicht weiß wie es funktioniert,
kann es nicht funktionieren. Wie in der Steinzeit.
Die Art und Weise wie sich hier manche Leute darstellen grenzt schon an
Unverschämtheit, an Dummheit ganz bestimmt.

#121 |
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Buffy
Buffy

Dass homöopathischen Mittel eine Nebenwirkungen haben können, hängt von der Potenz, der Verdünnung der Urtinktur ab. Bis D4, das ist eine Verdünnung von 1:10000, können bei verdünnten Giften noch Vergiftungserscheinungen auftreten. Ab D6 enthält die Mischung aber mehr Verunreinigungen durch das Lösungsmittels als durch die Urtinktur. Ab D24 kommt ein Tropfen Urtinktur auf den Inhalt eines ganzen Ozeans. Fragt man nun Homöopathen, wie denn etwas wirken soll, was nicht da ist, schwurbeln sie von Energien und Erinnerungen des Lösungsmittels. Und soweit ich weiß, schwören die Homöopathen, wie ihr Religionsstifter Hahnemann (übrigens auch Erfinder des Schimpfwortes “Schulmedizin”) auf Hochpotenzen. Wie auch immer, wer von Homöopathie überzeugt ist, sollte konsequenterweise auch an Geister, Vampire und Hexen glauben. [Kommentar von der Redaktion gekürzt]

#120 |
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Heilpraktikerin

Ich bin als tätige Krankenschwester,wie auch als Heilpraktikerin entsetzt,wie derartig feindselig in diesem Portal sinnlos diskriminiert wird!
Doc check habe ich als eine der wenigen Plattformen verstanden,die eins zur Gemeinsamkeit haben,nämlich GESUNDHEIT das durch multiprofessionelle Aspekte erreicht wird.
Nun,das ist schrecklich NAIV gewesen zu meinen,das hier irgendeine Brücke geschlagen wird.
Und ich habe noch nicht einmal laut mancher eine Daseinsberechtigung hier.
Inhaltlich ist es sowieso egal worum es geht,weil mir soviel Durcheinander gewürfelt wird,ob das nun Bachblüten,Esoterik oder Pharma und IGel Leistung sind.
Das sind noch nicht einmal fach- und sachorientierte Diskussionen!
Das ist Missbrauch,ja,an dem weshalb man Arzt oder Heilpraktiker oder Psychologe geworden ist,weil doc check als Grund benutzt wird sich gegenseitig zu demütigen.
Ich schäme mich fremd.

#119 |
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Dr. Sascha Aleksic
Dr. Sascha Aleksic

Noch eine Frage zum Verständnis an den Herrn Univ.Doz. Krüger: Beweist jetzt allein die Tatsache, dass es geregnet hat, unwiderlegbar, dass mein Nachbar seinen Rasensprenger keinesfalls auf mein Grundstück gerichtet haben kann, oder beweist nur die Tatsache, dass mein Nachbar den Rasensprenger falsch positioniert hat UND dass es geregnet hat, dass die Feuerwehr keinesfalls eine Übung abgehalten hat? Oder beweist vielleicht Ihr völlig das Thema verfehlende Beispiel, dass Sie sich noch nie ernsthaft mit Themen wie Homöopathie beschäftigt haben? Denn kein ernsthafter Homöopath würde anhand eines einzigen einmaligen Behandlungserfolges behaupten, dass diese einmalige Kasuistik die Wirksamkeit der Homöopathie generell beweist.
Ich bin einer der Scharlatane, denen Sie und die diversen anderen freundlichen Herren weiter unten die Approbation entziehen würden, denn ich bin Allgemeinarzt UND Homöopath. Ganz dumm und weltfremd kann ich nicht sein, denn nach meiner Facharztprüfung meinten meine Prüfer mit leuchtenden Augen, wenn alle schulmedizinisch(!) so fit wären wie ich, bräuchten sie sich um den Nachwuchs keine Sorgen zu machen.
Drum nächste Frage an Sie (und die anderen freundliche Herren): Warum, glauben sie, betreibe ich seit Jahren Homöopathie? a) weil ich verrückt bin (da sind wahrscheinlich meine rund eineinhalbtausend Patienten anderer Meinung) oder b) weil ich ein skrupelloser Abzocker bin (da muss ich Sie doch desillusionieren — wegen des Verdienstes wird niemand Homöopath, da gibt es wesentlich lukrativeres) oder c) weil ich nach 16 Jahren Allgemeinmedizin immer noch nicht imstande bin, eine Spontanheilung von einer homöopathisch medikamentös induzierten Heilung zu unterscheiden oder d) weil man als Homöopath DERART frappierende Heilungserfolge in einem DERART hohen Prozentsatz der Fälle erlebt, dass es einfach nur grotesk ist, diese Anzahl an Heilungen als Zufall / Placebo / Wunder zu betrachten.
Kleine Entscheidungshilfe: Warum, glauben Sie, ist unter all diesen 116 bisherigen Kommentaren KEIN EINZIGER “ehemaliger” Homöopath, der entrüstet bestätigt, dass er die Homöopathie ernsthaft zu betreiben versuchte, aber schnell feststellen musste, dass sie nur auf Placeboniveau hilft (was wohl keinen Arzt befriedigen würde), und er deswegen reumütig zur alleinigen Schulmedizin zurückkehrte? a) weil sie alle verrückt sind oder b) weil sie alle skrupellose Abzocker sind, die nur nicht kapiert haben, dass man anderswo noch viel mehr abzocken könnte oder usw. siehe oben…
Auch wenn man es schon nicht mehr hören kann: Homoöpathische Mittel werden nicht indikationsbezogen verordnet (wenn Sie von Homöopathie etwas verstehen würden, könnten Sie das nachvollziehen), deswegen kann man diese Wirkung nicht in den heiligen Doppelblindstudien beweisen. Aber, und jetzt sind wir wieder am Anfang, es ist einfach mittelalterlich zu behaupten, dass etwas nicht existieren kann, nur weil ich es nicht beweisen kann.
Noch eine Schlussbemerkung, ohne überheblich klingen zu wollen: Alle “Kollegen”, die Scharlatanen wie mir die Zulassung entziehen wollen, sollen bitte bedenken, dass wir über etwas diskutieren, was wir Homöopathen über das normale Studium/Facharztweiterbildung etc. hinaus jahrelang gelernt haben, Sie aber nicht.
Ich würde mir NICHT zutrauen, eine noch nicht etablierte Operationstechnik bei Hirntumor zu beurteilen, weil ich von Neurochirurgie NICHTS verstehe. Von Homöopathie schon. Sie?

#118 |
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Heilpraktikerin

Bachblüten wirken also nicht? Komisch, bei meinen Tieren funktioniert es. Gibt es denn bei Tieren auch einen Placeboeffekt?????

#117 |
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Gast
Gast

Ich war noch nie bei einem Heilpraktiker, wüsste auch nicht, was ich da sollte. Wenn erwachsene und geschäftsfähige Menschen zu einem Heilpraktiker gehen, regt mich das nicht sonderlich auf. Wenn aber auch Kinder und nicht einwilligungsfähige Personen zu Heilpraktikern statt zu einem Arzt geschleppt werden, finde ich das grob fahrlässig. Noch mehr regt mich aber inzwischen aber auf, wenn mir von studierten Medizinern irgendwelche Quacksalbermethoden angeboten werden und mir weisgemacht wérden soll, die Wirksamkeit sei durch Studien belegt worden, aber wenn ich nachfrage, keinerlei Behandlungsstudien genannt werden können.

#116 |
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Dr. med. Volker Stigge
Dr. med. Volker Stigge

In Traunstein soll eine Hochschule für Homöopathie gegründet werden. Endlich! Dort könnte die Bachblütentherapie von Experten gelehrt werden. Natürlich wissenschaftlich!
All das hat uns gerade noch zum Glück gefehlt…

Heißt es nicht immer: Die Bildung in Deutschland soll gefördert werden? Unser Volk (früher: “der Dichter und Denker”) hat das bitter nötig, wenn solche abstrusen Dummheiten im Ernst verkauft werden können.

Man kann die Situation auch so erklären: Die totale Kommerzialisierung des Gesundheitswesens lässt keinen Raum mehr für Arzt-Patienten-Gespräche. Da wundert es mich nicht, dass Homöopathie- und Bachblüten-Therapeuten Zulauf finden.

#115 |
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Pflegeheimleiter

@Gabriele Strelau: Zitat “Also, ich habe den Artikel garnicht gelesen. Zielsicher habe ich beim ersten Draufgucken erkannt, dass.”………..Zitatende. Wenn wir mehr von diesen Überfliegern und Intelligenzbolzen in der Medizin hätten, gäbe es keine
Krenkheiten mehr und die Bachblütentherapie oder Sinn und Unsinn darüber hätte sich erledigt. So einfach ist wäre das mit klugen Menschen.

#114 |
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Rainer Schröter, Mensch
Rainer Schröter, Mensch

ja, da helfen wohl nur noch Zitate.

Was ich weiß ist ein Tropfen,
was ich nicht weiß ist ein Ozean
(Albert Einstein)

Es gibt immer auch noch Dinge, die selbst ein Arzt nicht versteht.
Liebe Kollegen, lasst es doch gut sein.

#113 |
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Nicola Winkler
Nicola Winkler

“Vernachlässige nicht dein eigenes Feld, um das eines ANDEREN zu jäten” (aus China)

“Hebt man den Blick, so sieht man keine Grenzen” (aus Japan)

Ist es nicht Zeit für die weiße Flagge??? :-D

#112 |
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Biologisch- / Chemisch- / Physikalisch-technischer Assistent

Scharlatane und Abzocker, die Abzockerpreise für sogenannte “Präparate” sagen alles.. Es wundert mich nur, dass so etwas in der heutigen Zeit noch floriert..

#111 |
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Inga Berkensträter
Inga Berkensträter

Ich finde einige Beiträge sehr erschreckend. Offenbar bilden wir an unseren Hochschulen arrogante Halbgötter aus und keine umfassend gebildeten Akademiker.
Einige Beiträge lassen darauf schließen, dass der Verfasser gar nicht weiß wie Bach Blüten eingesetzt werden, aber trotzdem werden sie als nutzlos verurteilt.

Ich glaube, Dr.Bach würde heute noch das gleiche Problem bemängeln wie zu seiner Zeit: Das Wissen über das Leiden der Patienten wird aus Büchern entnommen, dem Gemütszustand des Menschen wird zu wenig Beachtung geschenkt.
Aber genau das ist es, was wichtig ist, um wirklich zu helfen.
Und es kann durchaus auch sehr nützlich sein, seinen eigenen Gemütszustand im Auge zu haben ;o)

Kollegiale Grüße,
Inga Berkensträter
BFRP, Apothekerin

#110 |
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Gast
Gast

Diese Bachblüte Nr. 79 ist nicht absurder als alle anderen, in sofern sehe ich keinen Grund für Aufregung.

#109 |
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Heilpraktiker Lars Friedrich
Heilpraktiker Lars Friedrich

Wenn Blinde über Farbe diskutieren…
Ich bin kein Experte für Bachblüten, aber ich weiß, dass dies nach ganz bestimmten diagnostischen Kritierien verordnet werden müssen. Genauso wie Homöopathika können sie nicht nach Indikationen eingesetzt werden, sondern ihre Anwendung erfolgt nach anderen Kriterien als dem “man nehme bei Beschwerde ABC die Arznei XYZ”. Und genau wie bei homöopathischen Arzneien gibt es auch Hersteller die benahe wahllos zussammengestelle Mischungen anbieten. Das kann ebensowenig helfen, als würde ein pharmazeutischer Laie ihrendwelche Arzneistoffe in einer Apotheke zusammenmischen und nach Gutdünken für eine beliebige Beschwerde herausgeben.
Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass Bachblüten und homöopathische Arzneien, die FACHGERECHT angewendet werden, wirken. Wer etwas anders behauptet, beweist nur seine Ignoranz und vor allem Unkenntnis. Über eine Sache zu urteilen, ohne sie zu kennen…ist eine sehr schwache und v.a. alles andere als wissenschaftliche Argumentation.

#108 |
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Heilpraktiker

Wenn eine gequälte Seele sich irgendwo eine Bachblütenmischung bestellt, in der Hoffnung auf Besserung, beweist das nicht, dass sie diese woanders nicht oder nicht genügend erreichen konnte?
Vielleicht sollte darüber diskutiert werden…

#107 |
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sandra blumenthal
sandra blumenthal

Thorsten Walzel: das ist also bekannt…hm, mir ist was anderes bekannt wie vielen anderen auch. Wenn das IHRE Meinung ist, dann schreiben Sie das doch auch und tun nicht so, als wäre es wissenschaftlich belegt!!!

Jennifer Fuchs: Sie sprechen mir aus der Seele.
Die wenigsten Ärzte wissen überhaupt wie die Ausbildung aussieht.
Wir haben Aufgaben aus dem ersten Staatsexamen bekommen. Es war schwer,
aber machbar.
Ich habe gepaukt und in der amtsärztlichen Prüfung so gut wie keinen Fehler gemacht. Es gab keine einzige Frage zur alternativen Medizin. (Amtsärzte sind Schulmediziner)
Das wollte ich auch gar nicht, denn ich habe mich vollkommen auf die Schulmedizin konzentriert.
Die Therapieformen erlernte ich erst später und bitte!
Wir HPs möchten nur das anwenden wo wir auch hinter stehen.
Wir machen SELBER Erfahrungen und profitieren für die Patienten.

Ich bitte diejenigen Ärzte die sich so sehr über uns aufregen und herziehen sich mal damit zu befassen oder einfach nichts mehr zu sagen! Dass ein studierter Arzt so primitiv sein kann ist kaum zu glauben..
So fiele so eine Diskussion hier nicht so niveaulos aus..

#106 |
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Es GIBT keine Heilerfolge durch Bachblüten. Genausowenig gibt es Heilerfolge durch Homöopathie. Der Grund ist simpel und wird von der klassischen Logik geliefert: Nehmen wir an, es gilt der Satz “Wenn es regnet, dann wird die Erde naß”. Ob dieser Satz stimmt, ist eine Frage der Naturwissenschaft und nicht der Logik. Letztere entscheidet jedoch darüber, ob SCHLUSSFOLGERUNGEN aus diesem Satz korrekt sind oder nicht. Nehmen wir nun einmal an, die Erde wird naß. Heißt das, daß es geregnet hat? Mitnichten! Genausogut könnte die Erde naß werden, weil es a) einen Wasserrohrbruch in der Nachbarschaft gegeben hat, b) die Feuerwehr eben eine Übung abhält, c) der Rasensprenger des Nachbarn zufällig auf unser Grundstück gerichtet ist, d) undsoweiterundsofort. Das Eintreten eines Ereignisses sagt nichts über die Ursache aus! Und genau so funktioniert das bei Globuli usw.: Der Satz des Heilpraktikers lautet “Wenn Du diese Globuli (oder Bachblüten) einnimmst, wirst Du gesund”. Nun gesundet der Patient tatsächlich. Aber hat das ursächlich mit den Globuli oder Bachblüten zu tun? Natürlich nicht! Er kann gesunden durch a) Zufall, b) Selbstheilungskräfte, c) Wadenwickel, d) zusätzlich eingenommene Pharmaka, e) Immunstimulierung durch seinen Hund, f) Saunabesuche, g) Glauben, h) undsoweiterundsofort. Aus dem Auftreten einer Wirkung kann man nicht auf das Vorliegen einer vermuteten Ursache schließen! Nur das Gegenteil ist richtig. Das wußte bereits Aristoteles – aber meinen HP-Kollegen scheint dieses elementare Wissen nicht bekannt zu sein. Also, Heilpraktiker: Hört endlich mit dem Unsinn auf, Ihr hättet Kranke durch Globuli oder Bachblüten geheilt! Es gibt auf der ganzen Welt keinen einzigen Beweis dafür!

#105 |
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Heinz Manfred Schramm
Heinz Manfred Schramm

Viele meiner Patienten reagieren auf Bachblüten,genau so wie auf homöopathische Mittel gut. Ich meine,nur das ist wichtig. Denn wir wollen doch Alle in erster Linie helfen.
Jedoch sollten diese Mittel nicht als Standardmischung gekauft,sondern individuell verordnet werden. So sahen dies sowohl Dr. Bach,wie auch Samuel Hahnemann.

#104 |
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Heilpraktikerin

Als “hochschulstudierte” Naturwissenschaftlerin und sehe ich alle naturheilkundlichen Verfahren kritisch. Homöopathie und Bachblütentherapie sind erfahrungsheilkundliche Methoden, die sich mit unserem derzeitigen Wissensstand nicht unbedingt naturwissenschaftlich beweisen lassen. Da sie dennoch erstaunliche Heilerfolge erreichen, sind sie zum Wohle der Patienten aus der Praxis nicht wegzudenken. Dass natürlich unseriöse Geschäftemacher überteuerte Produkte anbieten, ist hier wie in allen anderen Bereichen Tatsache. Der Patient sollte hier wie da kritisch sein.

#103 |
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Heike Blaumeiser
Heike Blaumeiser

Unfassbar, was u.a. Dr Veit hier von sich gibt!
Ich bin Heilpraktikerin und Osteopathin und arbeite seit 30 Jahren auch sehr erfolgreich mit Bachblüten.
Von Geschäftemachern und unseriösen Mischungen, wie im obigen Artikel, möchte ich mich Distanzieren!
Aber Ärzte im Glashaus sollten nicht mit Steinen werfen!
Erlebe ich doch täglich mit Patienten, wie oft der “rein wissenschaftliche Ansatz” am Patienten vorbei therapiert hat.
Gut, dass es mittlerweile viele Ärzte kollegial mit Heilpraktikern kooperieren, zum Wohl des Patienten!

#102 |
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Dass Bachblüten und Homöopathie nicht pharmakologisch wirksam sind ist bekannt. Dass ein Placeboeffekt exisiert, bewirkt durch die Gabe von Kügelchen, Blüten aus dem Bach oder einer Woodoo-Hexe, ist auch bekannt. Aber es ist schlimm, dass die Menschen für einen Placeboeffekt so über den Tisch gezogen werden und, meiner Ansicht nach aus reiner Promotion, solche fiesen Indikationen für das Zeug gesetzt werden. Das ist Betrug und ethisch einfach nur verwerflich.

#101 |
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Heilpraktikerin

Ich möchte hier eigentlich garnichts mehr direkt zum Artikel schreiben…

Aber ich finde das was Dr. Veith hier von sich gibt echt unter aller Sau.

Heilpraktiker haben also keine fundierte schulmedizinische Ausbildung???
Deshalb liegen wahrscheinlich auch die Durchfallquoten bei 80 % , weil das ja gar kein fundiertes medizinisches Wissen erfordert!

Die Ausbildung zum Heilpraktiker ist 99% Schulmedizinisch…..alles anderes, was der HP gern vermitteln, bzw. womit er arbeiten möchte, muss er sich ZUSÄTZLICH in Ausbildungen/Fortbildungen aneignen.

Und ganz ehrlich , ich als Heilpraktikerin, arbeite auch gern MIT Ärzten zusammen (um den Behandlungserfolg bei Patienten zu verbessern), aber sicher nicht mit welchen die die Heilpraktiker mal wieder so unter den Teppich kehren…..vielen Dank auch!

Nur mal so nebenbei : Auch unter den Ärzten gibt es VIELE schwarze Schafe…(leider!) Die Todesursache Nr. 3 in Deutschland sind nämlich Ärztefehler (bzw. das verschreiben von falschen schulmedizinischen Medikamenten von Ärzten) in Deutschland. Und nicht die Heilpraktiker

#100 |
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Das Thema Bachblüten versprach gute Unterhaltung beim Lesen der
Kommentare. Ist aber eher schlechte Unterhaltung.
Ein wenig Humor ist gefragt.

#99 |
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Gesundheits- und Krankenpflegerin

Dem Kommentar von Florian Th. Davidis kann ich mich nur anschließen. Auch dem ungläubigsten Mediziner dürfte schon aufgefallen sein, dass mit der Wiederherstellung des seelischen Gleichgewichtes sich auch körperliche Beschwerden verringern, manchmal ganz verschwinden. Wie jemand sein seelisches Gleichgewicht wieder findet, soll bitte jedem selbst überlassen werden. Wenn eine Pharmafirma ein Psychomittelchen mit der gleichen Beschreibung wie diese Bachblütenessenz 79 zu eben so einem horrenden Preis auf den Markt geschmissen hätte, wäre der Aufschrei sicher nur ein leises Summen.
Ich glaube nicht an Bachblüten, ich nehme sie nicht ein! Aber ich habe bereits viele Patienten betreut, die auf Bachblüten oder Edelsteintherapie schworen und auch deren Wirkungen verspürten, die ihnen die Schmerzen nahmen. Und diese Verbesserung des Allgemeinzustandes bei diesen Patienten war keine Einbildung. Ob es an der Wirkung der Bachblüten, an der richtigen Auflagestelle für die Edelsteine oder nur der Glaube an die Wirkung waren, kann ich nicht sagen. Es hat aber dem Patienten in seiner Not geholfen und das ist für mich das Wichtigste in der Medizin! Und übrigens, auch Plazebos haben eine Wirkung – und sei es nur die psychologische.

#98 |
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Heilpraktikerin

Jetzt gebe ich hier meinen Senf dazu:
Soll jeder sagen, tun, verunglimpfen und meinen, was auch immer.
Ich weiß, dass alles Energie ist, Menschen, Tiere, Pflanzen , und von daher lasse ich die Besserwisser Besserwisser sein.
Hass ist Energie und Liebe ist Energie.
Beides kann man nicht sehen und trotzdem sind sie vorhanden – man (ich) kann sie fühlen.
Bachblüten wirken, Betablocker wirken, ein böser Blick hat seine Wirkung und ein Lächeln wirkt. Ich ziehe es vor scheinbar nicht Wirkendes, wie Bachblüten, Homöopathie etc. zu nehmen, als mich mit Mitteln vollpumpen zu lassen, die letztendlich nur die Taschen derer füllen, denen es nicht um Gesundheit sondern um Krankmachen und kleinhalten geht. Ich übernehme für mich die Verantwortung, was jeder tun sollte und lasse mir in meine Gesundheit nicht reinreden, da nur ich weiß, wie es sich in meinem Körper anfühlt und von daher kann mir niemand, außer ich mir selbst sagen, wie ich mich fühle. Seit Jahrzehnten werden Schmerzmittel hergestellt, genommen, die Schmerzen verschwinden oder auch nicht. Hat es irgendetwas an der Information Schmerz geändert?
Ist der Schmerz dank der Forschung jetzt ausgerottet?
Nein! Es geht darum, die Ursachen zu erkennen, die richtige Information zu geben, dann verschwindet der Schmerz. Es ist jedoch durch alte starre Glaubensmuster im Denken vieler so verankert, dass nicht sein kann, was nicht sein darf, dass hier “auf Teufel komm raus” verleumdet wird und auf den Erkenntnissen von feinfühligen Visionären herumgetrampelt wird. Wenn dieses “Zeug” doch nicht wirkt, warum ist die Angst davor so groß, dass hier solche Geschütze (KRIEG) aufgefahren werden müssen?
Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg, ich maße mir nicht an zu sagen, welches der richtige Weg für jemanden andern ist. Ich weiß das, was ich an meinem eigenen Körper erfahren habe, dass es möglich ist, Schmerzen ohne Operation, ohne irgendwelche Mittel einzunehmen, wegzubekommen.
Wenn jemand denkt, dass die Schulmedizin das einzig Wahre ist, so weise ich darauf hin, dass schon das Wort Schule bzw. die Einrichtung Schule überholungsbedürftig ist.
Ich schicke jedem hier ein Lächeln, weil in 50 Jahren ist diese Diskussion wie wahrscheinlich alles andere völlig unwichtig! Vielleicht auch schon morgen!
:-))))))))

#97 |
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Dr. med. Saadi Jawad
Dr. med. Saadi Jawad

Wenn man krank ist, wünscht man sich natürlich eine Heilung, möglichst ohne viel Umwege und möglichst ohne großer Anstrengung. Deswegen sind wir für Magie anfällig. Vor allem wenn der Leidensdruck groß ist und wenn die Situation hoffnungslos erscheint. Magie erhitzt oft die Gemüter.
Dr. S. Jawad
Arzt

#96 |
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Dr Hans-Joachim Guretzki
Dr Hans-Joachim Guretzki

Warum geht mir bei “Belgien-Kindesmisshandlungen-Bachblüten” etwas ganz anderes durch den Kopf als die Wirkung von Bachblüten???

#95 |
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Rainer Schröter
Rainer Schröter

Wieder SO EINE Debatte wo es doch angelblich um NICHTS geht…
Schade, dass eine Sensibilität, wie sie ein Dr. Bach noch hatte, heute gänzlich verloren gegangen zu sein scheint.
Mit kollegialem Gruß (an alle, die dafür empfänglich sind),

#94 |
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Corinna Vegelahn
Corinna Vegelahn

Man könnte einem Hund in der Silvesternacht auch arsenhaltige Tropfen geben – wenn man dies alle 5 Minuten tut, ihm dabei über den Kopf streichelt und ihm gut zuredet – und auch diese Tropfen würden helfen.

#93 |
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Heilpraktikerin

Danke für Ihren Kommentar Florian Th. Davidis; Sehr menschlich und sympathisch!

#92 |
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Wie auch immer das Bedürfnis besteht Misstände anzuprangern, wie auch immer die Beweggründe redlich erscheinen mögen, so ist doch:
1. die liegt Grenze zur Bevormundung, Diskriminierung, und auch zur Verunglimpfung auf “Messers Schneide” und
2. im Kopf des Schreibers oder Lesers.
Tiraden à la Hassknecht, wie auch immer sie begründet erscheinen mögen, sind sicherlich kein Weg seriöser ärztlicher Diskussion.
Möge jeder SEINE Meinung vertreten – und möge jeder Leidende den Arzt finden, der gut für ihn ist – doch offenbar ist das “Geld” immer wieder der “Ausschalter” für ein sonst so tolerantes und differenziertes Denken.
Warum neigen wir im Bereich der “Gesundheit” immer wieder dazu, den “Patienten” ein selbstbestimmtes Urteilsvermögen abzusprechen?
Vielleicht deshalb, weil uns kritische Patienten nerven? – verunsichern? – uns unsere Grenzen aufzeigen? – uns immer wieder dazu bringen, uns hinter “Doppeltblind” zu verstecken. Würden wir sie nicht lieber mit “Valium” ruhig stellen? (zu guten Patienten machen?) ???
Dabei sollten wir aber nie vergessen, wie auch immer die “Studienlage” oder die “Argumente” sein mögen: Valium hat eine Verdienstspanne von 1200 % – da können Bach-Blüten nur (vor Neid) verblassen.
Sollten sich Ärzte wirklich auf das Wasserträgerniveau herunter drücken lassen, nur weil Partikularinteressen viel Geld in Ihre Argumente investieren können?
HONI SOIT QUI MAL Y PENSE!

#91 |
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Heilpraktikerin

Welches Niveau hat die Diskussion den erreicht? Sollten Menschen, die therapeutisch mit Patienten arbeiten nicht etwas empathischer miteinander kommunizieren? Ob Bachblüten sinnvoll sind oder nicht – jeder darf glauben, was er möchte. So ist es doch auch bei den Patienten. Für jeden gibt es die richtige Therapie: wissenschaftlich belegt oder nicht… jeder hat doch seinen eigenen Weg!
Zu der erwähnten Blütenmischung:
Zum Einen stufe ich die Mischung auch als gefährlich ein, da ob wirksam oder nicht, sich ein solches Therapeutikum meiner Meinung nach schnell als “Freifahrtschein” für Kinderschänder missbrauchen liese.
Jedoch gibt es sicherlich Eltern geschädigter Kinder, die ihren Kindern helfen möchten. Statt nur die Therapie in psychologischer Hand zu lassen, möchten sie vielleicht selbst etwas tun um ihrem Kind zu helfen. Auch wenn Täter häufig aus dem nahen Umfeld der geschädigten Kinder stammen, so sind es nicht immer die “bösen Eltern”;
Selbst etwas tun, heißt zwar dann nicht unbedingt, dass man dem Kind ständig irgendwelche Tropfen verabreicht, sonder für das Kind da ist. Ich kann mir aber vorstellen, dass solche Eltern sich weniger mit Selbstvorwürfen quälen und statt dessen das Gefühl haben sie hätten wieder einen Teil des Lebens unter ihrer Kontrolle. Dies könnte sich auf das Kind übertragen und vielleicht fühlt es sich dann etwas geschützter, wenn Mama und Papa statt nur zu heulen und zu jammern, sich selbst oder dem Partner Vorwürfe zu machen, ein kleines Gefühl von Sicherheit vermitteln.
Ob ich damit richtig liege, weiß ich nicht. Was mir aber wichtig ist, dass wir stets abwägen, ob etwas immer komplett schlecht ist oder ob etwas nützliches daran zu finden ist.
So stelle ich mir jedenfalls die Arbeit mit Patienten vor.

#90 |
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Dr. med. Johannes Meyer-Dunker
Dr. med. Johannes Meyer-Dunker

Endlich mal ein guter, kritischer Artikel, der einen Scharlatan auch einen Scharlatan nennt. Das beste Geschäft ist eben immer noch das Geld anderer Leute.
Allerdings:
Keine Nebenwirkungen? Kein Suchtpotenzial?
Natürlich!
Wenn eine Behandlung unterbleibt weil jemand ein Scheinpräparat einnimmt, wenn jemand auf Heilung hofft, die nicht erfolgen kann, wenn sich jemand immer mehr in die Gedankenwelt der Homöopathie oder der Bachblüten verrennt, dann kann das sehr wohl eine psychische Sucht werden.

#89 |
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Christa Dirmeier
Christa Dirmeier

Stimme Frau Nicola Winkler voll und ganz zu.

Nur als Hinweis für Herrn Dr. Veith zum Thema aufrichtige und richtige Behandlung:
Einem Patienten mit rezidivierenden heftigen Durchfällen werden durch einen approbierten Mediziner ohne weitere Untersuchung Metoclopramid-Tropfen zur längeren Einnahme verordnet, entspricht das auch Ihrem Verständnis von aufrichtiger Behandlung (und das ist kein konstruierter Fall!).

Was ich damit sagen will, es gibt sowohl bei der Ärzteschaft als auch bei Heilpraktikern Behandler unterschiedlicher Qualität. Es geht aber nicht an, nur eine dieser beiden Gruppen in Bausch und Bogen abzulehnen.

#88 |
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Gerlinde-Helmtraud Kanngiesser
Gerlinde-Helmtraud Kanngiesser

Bush Flower austral. Nr.79 Purifying Tropfen
Soviel zu Bach-Blüten original nach Dr. Bach, England
G.-H. K.

#87 |
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Gabriele Strelau
Gabriele Strelau

Also ich habe den Artikel gar nicht gelesen. Zielsicher habe ich beim 1. Draufgucken erkannt, daß sich jetzt doccheck in das allgemeine Naturheilkundegeschimpfe der deutschen Presse einreiht und bestimmten Leuten, die sich darin gefallen, ihren Haß auf die Menschheit dorthin zu kanalisieren. Schade Doccheck. Schade Sonja Schmitzer, die ihre Zeit und die Ihrer Leser damit vergeudet. Wäre doch sinnvoll, sich auf die wirklich wichtigen Dinge zu konzentrieren und sachlich, konstruktiv über medizinische Sachthemen zu informieren.

#86 |
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Biologe

Ach und noch eine Ergänzung: Unterlassen Sie doch bitte die unzulässige Vermischung der Begriffe Naturheilkunde und Homöopathie! Beides hat nichts miteinander zu tun. Die Naturheilkunde ist ein ein wissenschaftliches Fach. Mir ist klar, dass die Lobbyverbände der Homöopathie hier nicht sauber unterscheiden, schließlich ist das ihre Tür in die Welt der modernen Medizin. Naturheilkundliche Verfahren unterliegen einem ganz “normalen” Wirksamkeitsnachweis. Homöopathika hier mit einzugliedern ist Anmaßung und letztlich schlicht Betrug: wird hier doch versucht etwas vollkommen unwissenschaftliches unter falschem, hochwertigem Etikett zu vermarkten.

#85 |
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Biologe

Richtig Frau Winkler, wir schulden dem Patienten eine aufrichtige Behandlung, d.h. eine mit WIRKSAMKEITSNACHWEIS! Das hat zum Glück nichts mit Toleranz zu tun. Aber solcherlei Nichtigkeiten werden bei der Heilpraktikerausbildung wohl nicht gelehrt. Ich frage mich – wie der Kollege weiter unten – wirklich, was diese ganzen Heilpraktiker bzw. Esoteriker hier bei ‘DOC’Check machen. Zeigt ja gut welch Selbstverständnis hier vorliegt. Keine Ahnung, keine relevante wissenschaftliche Ausbildung, aber beim Ärzteportal angemeldet. Am besten find ich da noch “Mutter, Yogalehrerin, Heilpraktikerin i. A.” – na wenn das nicht qualifiziert! Es ist eine Schande, dass die Politik die Patienten vor solch Quacksalberei nicht besser schützt (im Gegenteil). Der Patient verdient eine Behandlung nach bestem Wissen und mit höchst möglicher Evidenz. Dass für homöopathische Arzneimittel explizit KEIN Wirksamkeitsnachweis zu erbringen ist bei der Zulassung sagt doch schon alles.

#84 |
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Nicola Winkler
Nicola Winkler

Liebe Mediziner, Ärzte, Kollegen und Therapeuten,

jeder wird hier seine eigene Wahrheit und Meinung vertreten und damit auch jeden Diskussionsteilnehmer und Leser bereichern :-) Wir müssen nicht alle gleicher Meinung sein und daher auch niemanden überzeugen.
Ich bin sowohl in der Schulmedizin als auch in der Naturheilkunde zu Hause. Weder das Eine noch das Andere ist das non plus ultra.
Es kommt doch darauf an das “Richtige” für den Patienten zu tun. Ausführliche Anamnese, Untersuchung,medizinisches Fachwissen,Wachsamkeit, Klarheit, Verständnis, Zeit, Diagnose und dann die RICHTIGE Einschätzung der erforderlichen,sinnvollen und INDIVIDUELLEN (!!!!) Therapie (Placebo, Chemie, “Mittel” mit nicht erklärbarer Wirksamkeit, usw.) ……Das sind die Vorraussetzungen um den Patienten auf “seinen” Weg zu schicken mit der Möglichkeit, die Vielfalt der schulmedizinischen und naturheilkundlichen Therapie zu nutzen.
Es geht doch nicht darum wer oder was besser oder schlechter ist, es geht einzig und allein um den Patienten, dem wir eine ehrliche und aufrichtige Behandlung schulden!

Teamwork mit Respekt und Toleranz ist angesagt:-)

#83 |
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Weitere medizinische Berufe

Wer sich wirklich mit Bachblüten befasst
(Ich frage mich allen Ernstes, wie manche Ärzte den hippokratischen Eid schwören können und sich gleichzeitig so hartnäckig weigern, über den eigenen Tellerrand zu schauen.)
also über den Tellerrand schaut , wird sich, genauso wie bei der Homöopathie, am Ende fragen: wie sollte das überhaupt wirken
anstatt weiter der Überzeugung anzuhangen, es wirke. Nix Quantenphysik, schlicht Aberglaube.

#82 |
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Petra Stein
Petra Stein

es gibt nur 38 qualifizierte Bach-Blüten, die sich nach dem Begründer der Therapie, Dr. Edward Bach, nennen. Die 39.te Blüte ist die Mischung “Rescue”. Alles darüber hinaus hat mich den Original-BACHblüten nichts zu tun. Fraglich ob es rechtens ist, daß man sie unter dem Namen des Begründers einfach erweitern kann, wie man Lust und Laune hat. Man sollte diesen Blütenmischungen dann wenigstens einen eigenen Namen geben, und nicht unter dem Deckmäntelchen “Bach-Blüten” damit unlauter Werbung machen. Die sehr gute Wirkung auch bei Tieren spricht für die Wirkung, die über ein “Placebo” hinausgeht – egal ob nun wissenschaftlich bewiesen oder nicht. Es gibt viele Dinge, die auch mal “wissenschaftlich nicht bewiesen” waren und dennoch existent waren und sind, und von eben anderen Wissenschaftlern dann tatsächlich auch als “nachweislich vorhanden” bewiesen wurden (die Erde ist eine Scheibe….).

#81 |
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Der letzte Abschnitt bringt alles auf dem Punkt….man muss nur zwischen den Zeilen lesen können…Ich bin ziemlich empört über den Bachblüten Anbieter, aber es gibt leider immer noch so einen riesigen Markt für solchen Quatsch mit pseudowissenschaftlichen Charakter…

#80 |
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Tierärztin

Ich frage mich, warum angesichts eines kritischen Artikels sofort spekuliert und theoretisiert wird, auf welcher möglichen Gehalts- / Schmiergeld- oder ähnlichen Liste der betreffende Verfasser steht. Zunächst einmal eine bodenlose Unverschämtheit, dies zu unterstellen. An dieser Stelle herzlichen Dank für den Artikel an die Journalistin – lassen Sie sich bloß nicht ins Bockshorn jagen!! Übliches Gerede gerne immer wieder über Ärzte-Pharmaindustrie / Tierärzte-Pharmaindustrie / Tierärzte – Futtermittelindustrie usw. usf….alles schon millionenfach gehört und gelesen; erbärmlich, dieser sofortige Griff zur Verschwörungstheorie, wenn die vernünftigen Argumente ausgehen.
Ein paar kritische Worte hinsichtlich einer Mischung “Medizin” ohne nachweisbare wirksame Inhaltsstoffe, zu einem stolzen Preis, mit in Aussicht gestellte Linderung bzw. Heilung der Beschwerden, noch dazu in Verbindung mit hochsensiblen Traumapatienten, sollten doch erlaubt sein. Es ist einfach der pure Wahnsinn, mit was manche Leute ihr Geld verdienen (dürfen).

#79 |
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OA Dr. med. Felix Blankenstein
OA Dr. med. Felix Blankenstein

Lieber Herr Veith, lieber Herr Aost,
es ist ein Genuß, Ihre Beiträge im Dschungel der Gläubigen und Sprücheklopfer (“Wer heilt, hat Recht” und “Quantentheorie beweist Komplementärmedizin”) zu lesen.
Daß die Pharmaindustrie der Satan selber ist, scheint inzwischen festzustehen, daß eben diese Industrie Substanzen höchst gewinnbringend verkauft, für die keinerlei Entwicklungskosten anfielen, der Profit also bei Homöopathika und ähnlichen Dingen ungleich höher ist, wird ausgeblendet. Aber genau diese “Denke” ist eben typisch für Glauben und damit auch für Glaubensmedizin. Dieselben Leute, die hier den Wirksamkeitsnachweis verteufeln, würden sofort Skandal machen, wenn der Satan Pharmaindustrie ein Kopfschmerzmittel ohne diesen Nachweis auf den Markt brächte.
Was oft übersehen wird: Es gibt Fundamentalismus nicht nur bei Gottgläubigen aller Couleur, es gibt ihn ebenso bei gläubigen Heilern.
Zwei Bemerkungen noch:
1) Die ganze Individualität der homöopathischen Diagnostik ist ein Witz! Patienten mögen das durchaus als hoch empathisch empfinden und allein daraus einen Nutzen ziehen. Aber die Zuordnung all der menschlichen Eigenschaften, Charakterschwächen und -stärken, Gesichts und Körperprofile zu spezifischen “Zuständen” und zu daraus abzuleitenden Homöopathika ist niemals auf einem Evidenzniveau oberhalb der Exxpertenmeinung oder der Kasuistik nachgewiesen worden. Wenn also schon die Diagnostik auf den denkbar wackeligtsne Beinen steht, wie soll es dann um die Therapoie stehen??
2) Der hier mitdiskutierende Kollege Maleck sollte parallel zum Medizinstudium auch seine Muttersprache etwas pflegen. Wie hat er den Deutsch-Aufsatz des Abiturs in diesem Stile bewältigen können? Oder war das damals auch glaub egal?

#78 |
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Dipl.-Chem. Josef Bernard
Dipl.-Chem. Josef Bernard

Mir wird beim lesen der Kommentare schwindlig. Sollte ich nicht lieber meine behandelnde Ärzte einer Befragung/ Quize unterziehen? Sind die auch so abergläubig?
Beste Grüße
Josef

#77 |
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Inga Berkensträter
Inga Berkensträter

Ich denke, Tom Vermeersch ist kein guter Repräsentant für die Bach Blütentherapie.
Ein wichtiges Merkmal dieser Therapie ist die individuelle Betrachtung eines jeden Patienten und nicht in der – sehr teuren – Abgabe von fertigen Mischungen., das ist nicht im Sinn von Dr Bach.
Bach Blüten sind auch keine alternative, sondern eine komplementäre Methode, ich muss mich nicht gegen die Schulmedizin entscheiden, wenn ich Bach Blüten nehme.
Aber ein Arzt kann einen Patienten nach den neuesten und modernsten Standards behandeln und ihm trotzdem nicht helfen. Wenn es an Empathie fehlt.
Das hat Dr. Bach schon vor hundert Jahren erkannt.

#76 |
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Heilpraktikerin

Sehr geehrter Herr Oude-Aost,
das mag wohl sein, aber wie erklären sie sich die strukturell absolut unterschiedlichen Kristallmuster in den “Kunst-Fotografien” ? Ist doch klar, dass Emoto als Künstler keine wissenschaftlichen Ansprüche erhebt. Aber ist das, was er dokumentiert hat, dadurch weniger wert… Vielleicht sogar mehr, weil alle die, die den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erheben, nicht in erster Linie von Neugier sondern von Profitgier getrieben werden.

#75 |
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Heilpraktiker

Zumindest ist der Artikel – polarisierend.

#74 |
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Heilpraktikerin

Sehr geehrte Frau Schmitzer,
wenn ich die ganzen Kommentare lese kann ich nur dankbar dafür sein, dass Sie diesen Artikel geschrieben haben. Die ganzen Grabenkämpfe, die gerade stattfinden dienen der Sache aber nicht und am wenigsten den Patienten. Sie sollten also wirklich überlegen, vor welchen Karren Sie sich haben spannen lassen. Fakt ist doch, dass die großen Pharmakonzerne, die genügend Geld für sog. wissenschaftliche Studien haben, mehr Interesse an ihrem eigenen Profit, als am Wohlergehen der Patienten haben. Und das kann wirklich jeder mit etwas “Wahrheitssinn” in Erfahrung bringen. Wirklich schade, dass auch auf Doc Check, die zitierten wissenschaftlichen Studien nicht ausreichend belegt werden, vor allem auch im Hinblick darauf, von wem sie finanziert wurden. Mal abgesehen davon bin ich zwar “nur” Heilpraktikerin, habe in meinem Psychologie-Studium aber durchaus gelernt, wie manipulativ man wissenschaftliche Studien beeinflussen kann und sie trotzdem statistisch “wasserdicht” bleiben.

#73 |
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…… und zeigt, dass die Autorin keine Ahnung hat über das Thema und (so wie oft bei Unwissenden) schnell mit Kritik nach vorne kommt (Was der Bauer nicht kennt….)
Versuch (also bitte nicht) mittels eines scharlatanähnlichen Verhaltens einer Firma gleich die Therapie zu vernichten……

Mehrere Schreibfehler, vielleicht liegt es an der späten Zeit? Der Dativ ist dem sächsischem Genitiv sein Tod. :-)
Vielleicht sollten Sie bei soviel Sachkompetenz mal selbst etwas hier verfassen.

………aber es geht ja um Diffamierung eines naturheilkundlichen Zweigs…..

Die Autorin ist Journalistin, keine Ärztin, deshalb schreibt sie hier, aber sie hat deshalb nicht zwangsläufig einen eingeschränkten allgemeinmedizinischen geschulten Horizont; und sie diffamiert nicht (und hat es auch nicht versucht) einen naturkundlichen Zweig, nur die Ausnutzung dessen durch einen Scharlatan.

Wer lesen kann und deutsch beherrsch, ist im Vorteil.

Und der überzüchtete Großstadtköter kommt zum Jahresende in den Keller, wie jedes Jahr, ohne Medizin, aber mit einem Riesenknochen!

#72 |
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Hallo Frau Kresse #68

“Masaru Emoto selbst beschreibt auf seiner Webseite die Fotografien als eine neue Art der Kunst, die weder als Wissenschaft noch als Religion gelten solle”
http://de.wikipedia.org/wiki/Masaru_Emoto

Allerbeste Grüße

#71 |
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Michael Soehn
Michael Soehn

Einer meiner Ausbilder sage mal :” Es ist erstaunlich, das der Mensch trotz aller Behandlung, gesund wird.

#70 |
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Den Inhalt des Artikels mal außer Acht gelassen, die Wertung von alternativen Heilverfahren ebenso: ich finde es traurig, wie hier von studierten Medizinern anders denkende, ebenfalls studierte Mediziner abqualifiziert werden. Und das in einer Art, unter der Gürtellinie …
Kann man denn nicht eine solche Polemik unterlassen?

#69 |
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Außer ad hominem Aussagen und Behauptungen habe ich hier nichts gelesen, was für die Verabreichung von Bachblüten spricht. Placebo-Effekte gehören am wenigsten dazu. Placebo-Effekte und Magie sind nicht synonym. Unter Placebo-Effekten versteht man zwei Dinge, eine konditionierte Reaktion oder den Erwartungseffekt. Das war es. Wer tatsächlich der Ansicht ist, dass diese beiden Phänomene eine Psychotherapie ersetzen können, hat die Beweislast auf seiner Seite.
In diesem Fall dürfte zumindest der Erwartungseffekt ohnehin sehr gering ausfallen. Da Kinder in den allermeisten Fällen von nahen Bezugspersonen misshandelt werden, sind das in der Regel auch die Personen, die sich um die medizinische Behandlung kümmern, sprich die Bachblüten verteilen. Ich würde da nicht viel erwarten. Auch eine Konditionierung stellt einen vor ganz praktische Hindernisse.
Toleranz ist bei Methoden ohne Plausibilität und Wirksamkeitsnachweis (heißt Überlegenheit gegenüber Placebo) fehl am Platz. Wissenschaft ist nicht demokratisch. Ich muss den Körpergeruch meiner Mitmenschen tolerieren, nicht jedoch ihre Behauptung, sie hätten keinen. Es gibt Bachblüten, sie werden genommen. Beides toleriere ich. Behauptungen zu ihrer Wirksamkeit toleriere ich nicht. Das ist ein kleiner aber wichtiger Unterschied. Der Ruf nach Toleranz ist im Grunde nichts weiter als der Ruf nach der Verschonung von Kritik. Was wäre hier los, wenn ein großer Pharma-Hersteller mehr Toleranz für gefälschte Studienergebnisse fordern würde?
Gleiches gilt für die tollen Erfahrungen die als Beleg angeführt werden. Was ist denn mit den super Erfahrungen, die 100 000de Bundesbürger mit einem Antibiotikum gegen ihren viralen Infekt gemacht haben? Zählt die nichts? Nein, aus gutem Grund, wir wissen dass es nicht hilft. So wie Bachblüten bei Kindesmisshandlung und jedem anderen Leid*

*Im Vergleich zu Placebo, dazu siehe 1. Absatz.

#68 |
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Heilpraktikerin

Erschreckend wie respektlos hier “miteinander?” kommuniziert wird. Einige Kommentare von sog. Dr. meds. kann ich aufgrund ihrer Ignoranz gegenüber neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen z.B. aus der Quantenphysik nur als engstirnig und nicht weiterführend erachten. Der Artikel ist meines Erachtens unerträglich tendenziös, mal davon abgesehen, dass ich die Motivation des Herrn Vermeersch nicht beurteilen kann, ist doch wohl seit den sehr aufschlußreichen Fotografien von Wasserkristallen durch Dr. Masura Emoto hinlänglich erwiesen, dass Wasser Informationsträger ist und somit auch in der Lage, Informationen in den menschlichen Körper zu bringen, der ja dem Lebensalter entsprechend zu mindestens 50% aus Wasser besteht. Ich frage mich allen Ernstes, wie manche Ärzte den hippokratischen Eid schwören können und sich gleichzeitig so hartnäckig weigern, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Es geht hier nicht darum starrsinnig eigene Glaubensvorstellungen auf der “Gegenseite” auszukippen, sondern darum, zum Wohle der Patienten alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Und das, was zum Besten des Patienten ist, ist wohl so individuell wie der Patient selbst. Jedes andere Vorgehen würde ich nicht als Scharlatanerie sondern als Fanatismus bezeichnen. Und der war noch zu keiner Zeit heilsam!!! Übrigens egal in welche Richtung…

#67 |
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Da haben nun viele kleinen Blümchen am Bach ihre Existenz dem Evolutionsvorteil zu verdanken, dass sie überzüchteten Großstadtkötern zu Silvester die Knallerei vergessen machen – Hochachtung vor der Schöpfung!

#66 |
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Das meiste ist ja schon geschrieben.
Aber hier sei noch mal allen Anhängern der “Alternativmedizin” ins Stammbuch geschrieben: Natürlich wird sich der eine oder andere Patient besser fühlen, wenn er etwas, was er auch noch bezahlen musste und woran er glaubt, eingenommen hat. 40% aller Kopfschmerzen bessern sich mit Milchzucker. Die Kunst ist es, besser zu sein als Placebo. Und das schaffen Bachblüten und Homöopathie in doppelt-verblindeten Studien eben nicht. Beide sind nicht besser als Spontanheilungen.
Und ob es Akupunktur und Neuraltherapie schaffen, muss sich erst zeigen. Auch für Manualtherapie und Osteopathie (meine Frau ist Master of Osteopathie) würde ich mir mehr solche Studien wünschen. Aber deren Berufsverbände machen solche Studien, das ist halt der Unterschied zu Homöopathie, die sich gegen solche Studien wehren und deren Ergebnisse im Zweifel noch falsch zitieren.
Dass auch die sog. Schulmedizin oft traurig dasteht, ist leider eine traurige Tatsache. Wahrscheinlich eine ganze Reihe Therapien gehören hier abgeschafft: die, die ihre Wirksamkeit nicht beweisen können, aber auch die, deren Erfolg nur marginal ist. 10 Tage Lebensverlängerung mit 20 Tagen Krankenhaus erkauft ist wohl etwas, was sich die wenigsten Patienten wünschen würden, wenn man sie wirklich entscheiden ließe.
Aber wir sprechen hier über Bachblüten. Und dass Homöopathie und Konsorten keine Nebenwirkungen haben, möchte ich bezweifeln: Sie verhindern viel zu oft die notwendige Abklärung und Therapie schwerwiegender Erkrankungen – Ärzte haben damit schon ihre eigenen Kinder umgebracht – und sie fördern Tabletten- resp. Globuli-Gläubigkeit schlimmer als jede Schulmedizin. Und verhindern damit das, was wirklich nötig ist: Das Kennenlernen des eigenen Körpers, angepasste Ernährung und Bewegung und das Nachdenken über den eigenen Lebenswandel. Und auch das Aushalten von Beschwerden, bis sich der Körper ganz ohne Hokuspokus wieder selber geholfen hat.

#65 |
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B.Sc. Ina ter harmsel
B.Sc. Ina ter harmsel

Diese Art von Werbung sollte tatsächlich verboten werden. Das schadet den Patienten aber auch die seriös arbeitende Behandler und eine sinnvolle tehrapie. Bachblüten sind, wenn sie vernünftig und seriös eingesetzt werden eine gute Therapiemöglichkeit.
Das es nicht effidence based bewiesen ist macht nichts, 95% der allgemein medizinsiche Behandlungen sind es ja nicht, wieso wird dann von Bachblüten, Homöopathie und andere alternativen Heilmethoden erwarte dass gerade sie zu den 5 % gehören. Das ist ecjht eins ehr schwaches Argument und zeigt dass die Autorin keine Ahnung hat über das Thema und (so wie ogft bei Unwissenden) schnell mit Kritik nach vorne kommt (Was der bauer nicht kennt….)
Versuch also bitte nicht mittels einen Scharlatanähnliches Verhalten einer Firma gleich die Therapie zu vernichten.

#64 |
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Heilpraktikerin

Schade daß auch hier wieder seitens ingeschränkten allgemeinmedizinisch geschulten Horizonts ein Feldzug gegen energetisch wirksame Heilmittel gestartet wird. Nichts gegen eine Kritik an diesem Produkt. Aber es geht ja um Diffamierung eines naturheilkundlichen Zweigs.

#63 |
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Dr. Detlef Menges
Dr. Detlef Menges

Jetzt neu: Bachblüte 79 forte für Päderasten auf Freigang, damit deren Opfer sogleich geheilt – und ihre Erinnerung gelöscht – werden kann..
.

#62 |
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Ein Super-Artikel, besonders das ironische Ende, weiter so bitte. Er verursacht die hier die gleiche Situation, als wenn man in einen Ameisenhaufen pink…. Man sollte nicht alles so ernst (und wissenschaftlich) nehmen. :-)

Bachblüten – so ein Schmarren wird so teuer von Tom verkauft, der diese Idee verunglimpft.
…. Hunde, Katzen und Pferde, sowie viele Kleintiere an Bachblüten glauben, selbst wenn der Besitzer nicht daran glaubt ….. lese ich hier ua.
So so, wie äussern sich denn diese Tiere zu ihrem Glauben ? Ich weiss, was gemeint ist, aber so kann man das nicht schreiben.

Es gibt anscheinend genügend Käufer für so einen Mist wie für Mittel gegen Kniegelenksschmerzen und Wirbelsäulenprobleme. Eine weitere Super-Geschäftsidee für üble Abzockerei, da staatlich toleriert.

#61 |
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sandra blumenthal
sandra blumenthal

Ich nehme mal an, dass sich all diejenigen darüber beschwert haben, die so gar keine Ahnung von Bachblüten haben..
Die Beschreibung dieses Herrn zu seinem Angebot ist tatsächlich etwas unglücklich, aber passt wie so viele andere Beschreibungen auch zu einer einzigen Bachblüte oder in Kombination mit weiteren.
Das heißt doch nicht, dass auf der Wiese eine Blume steht, die gegen die Folgen von Kindesmissbrauch hilft. Das ist nur seine Erfahrung mit der Esszenz Nr…
Er geht nur von mehr Vorwissen aus und das ganze ist nicht ganz billig..
Dass sich die Leute aufregen hat nur den Grund, weil sie nicht näher darüber nachdenken und recherchieren.

Dass es immer noch so viele Mediziner oder Journalisten hier gibt, die auf primitive Art und Weise gegen alternative Therapien wettern..
Es macht keiner die Augen auf und hinterfragt!
Warum sollte es bitte Studien geben?
Damit sie wirksame Mittel auf den Markt bringen die in der Natur wachen???

Manchmal frage ich mich, ob es in der Uni Gehirnwäschen gibt..
Gott sei dank gibt es da aber auch andere..Danke dafür

#60 |
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Renate Oberle
Renate Oberle

Danke, Dr. Hutschek – mir aus der Seele gesprochen

#59 |
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B.Sc. Anja Böhle
B.Sc. Anja Böhle

Leute die auf Bachblüten vertrauen, vertrauen auf ihre Selbstheilungskräfte, haben Angst vor den Nebenwirkungen der Psychopharmaka und bekommen nicht so schnell einen Termin beim Psychologen. Ausserdem versuchen sie sich nebenwirkungsfrei mit Schüssler Salzen und Homöopathie zu unterstützen. Das führt zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit und den Herausforderungen des Lebens und gibt dem Menschen Geduld. Anders als die Schulmedizin: Pille einwerfen, Nebenwirkungen verdrängen, auf Wirkung warten.

#58 |
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Student

Bei manchen Ärzten hier weiß man auch genau warum vermehrt Menschen sich von der sogenannten “evidenzbasierten Medizin” abwenden. Außerdem ist zu empfehlen, sich mal mit Esoterik zu beschäftigen. Dann bekommt man schnell raus, dass Bachblüten oder Homöopathie nicht dazu gehören. Esoterik ist zu verurteilen, genauso wie Bor­niert­heit. Jeder Mensch ist idividuell und sollte einem ihm passende individuelle Therapie ermöglicht werden. Man muss das beste für den Patienten finden und nicht das beste für sich selbst. Hier wäre es sehr ratsam, lege artis Medizin mit Alternativen zu kombinieren. Es sollte auch endlich mal Schluss damit sein, dass jeder Arzt nur sein Teilgebiet betrachtet. Der menschliche Körper ist ein System, was nur zusammen funktioniert und keine Maschine. Jeder der Medizin studiert hat, sollte darüber im Klaren sein. Sich hier auch lustig über was zu machen, hilft der Sache auch nicht weiter. Dafür gibt es andere Foren und gehört hier nicht hin. Das ist peinlich. Normalerweise kann man doch unter solch gebildeten Menschen eine ordentliche Diskussion erwarten.

#57 |
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Carmen Pristl
Carmen Pristl

Bachblüten die helfen, Placebos die helfen – wer heilt hat Recht!
Für Bachblüten musste kein armes Versuchstier leiden und sterben. Allein das ist schon ein positiver Effekt!

Carmen

#56 |
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Leider erfolgen hier konkrete Beschimpfungen und Diffamierungen durch Leute, die behaupten, sie hätten studiert. Und zwar gegen Leute, die Sie nicht kennen!!!
Diese Niveaulosigkeit zeigt erschreckende Züge. Anscheinend glaubt man, hier im Namen der Wissenschaft die Sau rauslassen zu können. Ich hoffe dass Doccheck die entsprechenden “Wissen”schaftler ermahnt, sich wie gesittete Menschen zu verhalten!!!

#55 |
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Brigitte Alfter-Hemmersbach
Brigitte Alfter-Hemmersbach

Mutter, Yogalehrerin, Heilpraktiker i.A.
Es ist wirklich bedauerlich, wie einseitig dieser Artikel gehalten ist. Bachblüten und sogar Homöopathie einfach rundweg als esoterischen Unsinn abzutun, ist eher ignorant als wissenschaftlich. Wenn man bedenkt wie viele Todesfälle durch falsch verordnete Medikamente, Fehldiagnosen oder nosokomiale Infektionen entstehen fragt man sich, ob es einige Ärzte vielleicht selbst Schuld sind, wenn immer Patienten auf solche, zweifelhafte Angebote eingehen.
Ein ernsthafter und gut ausgebildeter Heilpraktiker oder Arzt kann, sehr gut ergänzend zu einer vernünftigen Psychotherapie, Bachblüten gezielt einsetzen. Diese als Pauschalmischung einsetzen kann als Glückstreffer wirken. Aber so hat der Arzt Edward Bach, der auch klassischer Homöopath war, sicherlich nicht gearbeitet. Um Homöopathie und auch Bachblüten wirkungsvoll einzusetzen, braucht es eine gute und ausführliche Anamnese, schon um Risiken abzuwägen
Mir ist ein Fall bekannt, wo eine sehr gute Heilpraktikerin und Bachblütentherapeutin einer Patientin, die bereits über ein halbes Jahr, ohne Besserung, stationär wegen Postnatalen Depressionen in einer Klinik war, innerhalb von kurzer Zeit nach Einnahmebeginn von Bachblüten ins aktive Leben zurückkehrte und ihr Baby annehmen konnte.
Zufall?!? Wer weiß? Schöne wäre es, wenn klassische Medizin und Naturheilkunde sich ergänzen statt zu bekämpfen.

#54 |
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Die Seite von Christian Reinboth ist auch sehr tendenziös. Wer sich hier aufregt, dass jemand Bachblütentropfen verkauft, die helfen sollen ein erlebtes Trauma leichter verarbeiten zu können, dem sage ich:
Wer hier in Deutschland ein schweres psychisches Trauma erlitten hat, wird feststellen, dass im ambulanten Bereich – zumindest auf dem Land – kaum möglich sein wird, sofort mehr als ein Kennenlerngespräch bei einem Spezialisten zu erhalten. Dann kommt man mit viel Glück auf eine Warteliste und ist auf sich alleine gestellt. Die Zahl der Psychotherapeuten hat sich zwar deutlich erhöht, leider nahm die Länge der Wartelisen nicht in gleicher Weise ab. Beim Psychiater bekommt man einen Termin nach ca 5 – 6 Monaten, außer wenn ich persönlich mich reinhänge und den Kollegen darum bitte. Ansonsten bekommt man max. alle 6 Wochen ein Wiederholungstermin, der in der Regel nicht länger als 15 Minuten dauert.
Das meine Damen und Herren ist die Realität zumindest in Sachsen.
Die Bachblüten von Vermeersch sind deutlich niedriger als die bei wikipedia genannten kosten von bis zu 10 Euro pro 10 ml. Wenn jemand in einer Zeit ohne Therapie seine Selbsthilfefähigkeit mit diesen Tropfen erhöhen kann, weil er das Gefühl hat, er kann sich selbst ein wenig helfen, dann war dieses Geld gut angelegt. Wenn ich 3 Monate Tropfen nehme, bin ich noch nicht gefährdet davon abhängig zu werden, es sei denn, ich wäre bereits Alkoholiker. Außerdem gehen die Leute die auf Bachblüten vertrauen, eh nicht zum Arzt.

#53 |
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Heilpraktikerin Christina M. Brunner
Heilpraktikerin Christina M. Brunner

Wäre es in der heutigen Zeit nicht mehr als reif, jede Meinung gelten zu lassen? Wer urteilt, lebt in der Angst, selbst beurteilt zu werden.
Es gibt unzählige Behandlungserfolge mit Bachblüten – ob es nur der Glaube daran war? Spielt es eine Rolle? Jeder sollte sich freuen, egal ob Naturheilkundler oder Schulmediziner, wenn eine Besserung oder Heilung geschehen darf. Nur an Dinge zu glauben, die sich beweisen lassen? Schade…
Schön, wenn man im Leben bereits eine andere Erfahrung machen durfte.. Alle sprechen und schreiben vom Frieden, das heisst auch – Kontrolle loslassen…

#52 |
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Dr Arno Wehrsig
Dr Arno Wehrsig

Faszinierend: 48 Kommentare in nur wenigen Stunden. Da scheinen sich einige fürchterlich auf den Schlips getreten zu fühlen. Zu Recht: was für ein Humbug! “Energien aufs Wasser übertragen”…. “Herr Doctor, Herr Doctor, Placebo wirkt nicht mehr, ich brauch jetzt Placebo forte!”

#51 |
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Ärztin

Vielen Dank Frau Schmitzer für diesen längst überfälligen Beitrag zu den Bachblüten-Esotherikern!

#50 |
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Dr.med.Rocke
Dr.med.Rocke

Was sollen eigentlich die ganzen
Scharlatane hier? Heisst doch ‘doc-check’. Keine Ahnung von Medizin aber ne große Klappe… und den Kollegen Drs.med., die diesen Betrug hier mitmachen, gehört tatsächlich die Approbation entzogen!

#49 |
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Gästin
Gästin

Was den einen die Bachblüten ist mir das Fakebuch.
Es gibt noch mehr rote Tücher.
Schrieb Tom Vermeersch von Heilung oder von Helfen?
Fair bleiben wäre schön.
Ein Psychiatriepatient ist tot.
Er wurde mit Haldol behandelt.
Dann wollte er mit einem Zug zusammenstoßen.
Das hat geklappt. Vielleicht hätte er auch lieber gelebt.
Mit Haldol wurde er nicht mehr glücklich.
Den Verabreicher des Haldols sehe ich als Demotivationstrainer.
Hätte er nur Bachblüten verteilt.
Am Haldol verdient man mehr?

#48 |
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Also hier wird nach Herzenslust geurteilt und veurteilt. Nehmen Sie doch einfach Kontakt mit Herrn Vermeersch auf, bevor Sie ihn beurteilen : http://www.bachblueteninformation.de/contact.htm

Er schreibt über sich:
VMein Name ist Tom Vermeersch (°1965) und ich bin Psychologe (Zertifikat) /Bachblütenberater (Zertifikat) mit über 25 Jahren Erfahrung auf diesem Gebiet.

Wie kann man aufgrund des Schmitzer-Artikels wissen, ob er unverantwortlich handelt? Das kann gewiss nur der wissen, der ihn persönlich kennt !!!

#47 |
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Heilpraktiker

Bachblüten – die Blütenaufbereitung und Anwendung nach Dr. Edward Bach.
Bei dieser „Therapieart“, bei denen nicht einmal die eingesetzten sog. „Blütenessenzen“ – zu recht – als Medikament anerkannt sind, handelt es sich m. E. um eine durch deren Einnahme „erinnerungsinduzierte“ einfachste Art von Psychotherapie: Die/der Therapeut/in nimmt sich viel Zeit zu einem Gespräch mit der/dem Patientin/en, um ihr/ihm dann nach den eruierten, hauptsächlich psychischen/psychosomatischen, Beschwerdebildern div. Bachblütenessenzen zu empfehlen bzw. zu verschreiben. Die so Behandelten erinnern sich also bei jeder Einnahme der durchaus wohlschmeckenden Tropfen, auch unbewusst, an das ihre Problematiken ansprechende und aufdeckende Therapiegespräch und beginnen dadurch mehr oder weniger an sich selbst zu arbeiten. So weit ist nichts gegen diese Methode einzuwenden, auch wenn meiner Ansicht nach das Mittelchen, welches die Erinnerung an das ins Bewusstsein Gerufene auslöst, egal sein würde (ein paar Tropfen „Irgendwas“ mit angenehmem Geschmack als Erinnerungsgeber würden’s wohl auch tun).
Schlimm wird es dann, wenn Indikationen den Bachblütenessenzen, welche biochemisch-pharmakologisch keinerlei Wirkstoffe der verwendeten Blüten enthalten können, zugeschrieben werden, was alleine schon einen Verstoß gegen das Heilmittelwerbegesetz bedeuten würde, doch das geschieht offenbar im „Bachblüten-therapeutischen Alltag“.

Nicht gleichzustellen sind die hier aufgeführten Ansichten mit der Homöopathie.
Es sollte endlich unterschieden werden zwischen homöopathischen Mitteln niederer Verdünnungsstufen, in denen noch jede Menge Moleküle der verwendeten Grundsubstanz enthalten sind, und sogenannten Hochpotenzen, die es nach gängiger Betrachtungsweise zumindest schwer machen, Grundsubstanzanteile in der jeweiligen Medikamentenlösung nach wissenschaftlichem Standard nachweisen zu können, obwohl hier teilweise noch in relativ hohen Potenzierungsstufen spezifische Wirkstoffcharakteristika zu finden sind. Auch ist evidenzbasiert die Homöopathie eine sehr lange und ausgiebig erfahrungsheilkundlich erforschte Therapiemethode.

Dass nicht nur bei der sog. Bachblüten-Behandlung und der Homöopathie, insbesondere der Hochpotenzhomöopathie, sondern wohl bei allen Therapie- und Behandlungsverfahren eine Placebowirkung nicht zu unterschätzen ist, ist wohl unbestritten und ihre Wirkung rückt wieder vermehrt in den Fokus bei der Betrachtung heilkundlichen Handelns in der Schulmedizin wie auch der sog. Naturheilkunde.

#46 |
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Diätassistent

ich bin sehr erstaunt was hier für Schubladen aufgehen.

Manchmal ist es nur die Zeit die heilt und wenn man diese mit scheinbar „unwirksamem“ überbrückt kann auch das ein Heilmittel sein.

#45 |
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Biologe

Sehr guter Artikel Fr. Schnitzer, lassen Sie sich von den ganzen verrückten Esoterikern hier nicht aus der Ruhe bringen. Wenn ich hier die Kommentare von einigen Ärzten lese, die den “Dr. med.” führen, dann wird mir schlecht. Man sieht wieder: der Dr. med. ist eben bestenfalls ein Berufsdoktorat (Ausnahmen bestätigen die Regel!!), dass ganz offensichtlich auch Wissenschaftsanalphabeten verliehen bekommen, die Erkenntnistheorie in der “Homöopathiefiebel” nachschlagen würden. Diese Ärzte sind eine Schande für den Berufsstand – wenn ich das schon sehe: ein Arzt als Impfgegner und gegen Chemotherapie. Meiner Meinung nach wäre hier dringend die Approbation zu entziehen! Dass aus der Kaste der Heilpraktiker nur Quark kommt war nicht anders zu erwarten – ein Wochenendkurs und ein weißer Kittel machen eben keinen Mediziner sondern ein Hochstapler. Und es sind gerade die Heilpraktiker, die der Pharmaindustrie super Rendite bringen: Bedenkt man doch dass in den Medis nur Zucker und Wasser ist, sie aber für teuer Geld verkauft werden. Hier werden die Patienten für dumm verkauft – ganzheitliche Geldmacherei!

#44 |
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Altenpflegerin

Zu Ihrem Satz:

“Auch in klinischen Studien schnitten die Bachblütenessenzen bisher nicht besser ab als Placebos.”

Die deutsche Bundesärztekammer hat eine 205 Seiten Broschüre herausgegeben:
Placebo in der Medizin, mehr als nur ein Placebo Effekt.

Kaum ein medizinischer Terminus wird so häufig verwendet wie „Placebo“. Fast jeder glaubt zu wissen, was
man darunter versteht, ohne aber meist wirklich
erklären zu können, was genau damit gemeint ist und -vor allem – wie Placebo funktioniert.
Verschaffen Sie sich einen Überblick, z.B. über neueste
Studien, ethische Problematik und rechtliche
Rahmenbedingungen. Nutzen Sie die tiefergehenden
Kenntnisse der Placeboforschung, um erwünschte
Arzneimittelwirkungen zu maximieren, unerwünschte
Wirkungen von Medikamenten zu verringern und
Kosten im Gesundheitswesen zu sparen.

Für zahlreiche Krankheitsbilder liegen umfangreiche Analysen zur Größe des Placeboeffektes vor, d. h. in der Regel wurde die Veränderung eines Zielparameters (z. B. Schmerz gemessen auf der visuellen Analogskala) vor Therapiebeginn im Vergleich zum Wert nach Therapie, d. h. nach Gabe von Placebo, ausgewertet. Bei funktionellen Darmbeschwerden liegt
75 5.3 Größe des Placeboeffektes in klinischen Studien Kapitel 5
der Placeboeffekt bei etwa 40 % [Patel et al., 2005], bei akuter Migräne verspüren 28,6 % der
Patienten 2 Stunden nach Placebogabe deutliche Linderung [Macedo, 2006] und in der Migräneprophylaxe kam es bei 21 % der Patienten auch unter Placebo zu einer Reduktion der Migräneattacken um 50 % [Macedo, 2008]. Zahlreiche Faktoren wirken auf das Ausmaß des Placeboeffektes in klinischen Studien ein (vgl. Kapitel „Mechanismen“, „Rolle des Arztes“).
Neben den bereits in den anderen Kapiteln beschriebenen Einflussgrößen wie Erwartungshaltung, die Rolle des Arztes, das spezielle Setting [Kaptchuk, 2008] kommen zusätzliche Faktoren hinzu wie Adhärenz [Coronary Drug Project, 1980] und kulturelle Faktoren [Moerman,
2000]. Im Rahmen einer Studie zur Cholesterinsenkung mit Clofibrat zeigte sich ein signifikanter Überlebensvorteil für diejenigen Patienten, die mindestens 80 % ihrer Medikation einnahmen, unabhängig davon, ob es sich um Verum oder Placebo handelte [Coronary Drug
Project, 1980]. Bei den Patienten mit dem Überlebensvorteil handelte sich vermutlich um diejenigen Patienten, die sich sowohl an die diätetischen Empfehlungen hielten als auch an die
Medikationsvorgaben – wobei sich Verum und Placebo nicht signifikant unterschieden.

Diese Broschüre zu lesen, würde ich vielen hier, von denen man eigentlich erwarten sollte, wenn man Ihre Tittel liest, dass Sie überlegtere Kommentare abgeben.

Journalismus ist eine Dienstleistung, …. irgend jemand bezahlt dafür.

#43 |
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Student

Ich kenne mich zwar nicht mit Bachblüten aus, allerdings recht gut mit klassischer Homöopathie. Hier gibt es ebenfalls verschiedene Mittel, welche gegen seelische Traumata helfen und das erfolgreich. Was macht denn hier bei solchen Leiden die Pharmaindustrie? Was hat Sie? Anti-Depressiva! Jeder normal arbeitende Arzt hat doch keine Zeit um auf solche Fälle ausreichend einzugehen und dann ist man mit Anti-Depressiva schnell dabei. Diese Medikamente werden mittlerweile wie bunte Smarties verschrieben. Hier kann man nicht unbedingt alle Ärzte für verantwortlich machen, hier ist es das Problem des Gesundheitssystems was einem kein anderes handeln ermöglicht. Lieber macht man Patienten damit abhänig bis das Resultat auf dem Beipackzettel Suizid erreicht ist. Da fragt man sich “Hallo”. Dann nehme ich doch lieber eine “Nichtnachweisbare Methode” und habe damit Erfolg. Liebe Damen und Herren, Sie wissen schon, dass eine Placebowirkung nicht ewig anhält. Irgendwo habe ich gelesen, dass die Wirkung max. 6 Wochen anhält und danach vorbei ist. Ich kann es leider nicht mehr genau sagen, in welcher Studie ich das gelesen hatte, aber das ist auch glaub egal. Somit müsste Homöopathie, Bachblüten und sonst für alternative Methoden schon längst von der Bildfläche verschwunden sein. Was nicht dauerhaft funktioniert, verschwindet von ganz alleine. Somit kann man sich jetzt ausreichend Fragen stellen.

Mal noch ne andere Frage. Warum suchen die meisten Onkologen nach anderen Therapiemöglichkeiten, als der eigenen, wenn diese selbst am Krebs erkranken? Das kann man, denk ich, auch auf andere Gebiete ableiten. Welcher Arzt würde freiwillig sich mit Anti-Depressiva vollpumpen? Bestimmt nur am Anfang, bis er Wirkung mit samt Nebenwirkungen erfährt.

Liebe Kollegen, versucht etwas mehr Toleranz zu leben und setzt euch nicht eigene Grenzen im Denken. Beobachtet selbst, probiert Sachen aus, wenn man an Grenzen stößt und folgt nicht blind einer Sache oder lehnt Methoden ab, bevor sie ausreichend studiert wurden. Geurteilt wird leider immer zu schnell, nur weil es die vorherrschende Meinung ist. Es muss nicht immer alles “lege artis” sein. Manche Schreiberlinge haben es hier schon ganz gut verstanden, andere sind hier leider völlig daneben, da Sie denn Sinn nicht erfasst haben. Mögen Sie noch so intelligent und gut ausgebildet sein und in Ihren Gebieten echt top Arbeit leisten, nur sollten Sie nicht über Dinge urteilen, worüber sie nicht wirklich Ahnung haben.

Klar ist auch, dass es überall schwarze Schafe gibt. Hier muss aber nicht das Gesundheitssystem dafür aufkommen, sondern jede Person selbst. Also kann jeder mit seinem Geld machen was er will. Menschen suchen eh erst nach Alternativen, wenn alles andere versagt hat.

Ich wünsche einen schönen Abend.

#42 |
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Sehr informativer Artikel! Aber den Schlusssatz (sie sind 100 % sicher, haben keine Nebenwirkungen, machen nicht süchtig…) kann ich so nicht unterschreiben: Mögliche Nebenwirkungen sind: z.B. die Verhinderung differenzierter Diagnosen mit der Gefahr, medizinisch dringend behandlungsbedürftige Zustände zu verschleppen; deshalb sind Bachblüten auch nicht 100 % sicher (sondern u.U. indirekt gesundheitsgefährdend), und es kann drittens durchaus eine (nichtstoffliche) Abhängigkeit resultieren (für die man sogar immer mehr finanzielle Resourcen aufwenden muss)…;-)

#41 |
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Carmen Katharina Emmerich
Carmen Katharina Emmerich

Sehr geehrte Frau Schmitzer, ich schätze Ihre Artikel sonst sehr (wie z.B. über Bisphenol und MIH), aber dieser ist wenig gelungen, schlecht recherchierte Meinugsmache.
Meine Vor”schreiberInnen” haben zur Naturheilkunde fast alles gesagt. Hinzuzufügen wäre: wer nicht individuell auf diesem Gebiet am Patienten arbeitet sollte sowieso die Finger davon lassen. Niemand hat bei diesen Angeboten behauptet, es sei ein Ersatz für irgendetwas an Therapie.
Auch wenn ich bei der Behandlung lieber auf klassische Präparate und eigene Zusammenstellungen zurück greife.
Patienten und Haustiere danken es und wer heilt hat -zum Glück – noch immer recht.
Zahnärztin und Heilpraktikerin

#40 |
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Die Behauptung, dass Bachblüten nicht süchtig machen, ist ein fataler Irrtum! Bachblüten und genauso homöopathische Mittel bergen die große Gefahr, dass insbesondere Kinder lernen, dass sie ja nur Tropfen oder Globuli nehmen müssen, wenn mit ihnen etwas nicht stimmt. Anfänglich sollen noch nebenwirkungsfreie Medikamente helfen. Wenn der Effekt nicht eintritt, ist der Schritt zu echten Medikamenten oder Drogen nicht mehr weit. Das Kind lernt, dass es selbst nichts an dem Problem – sagen wir Trauer, Hyperaktivität oder Lernschwäche- machen muss oder kann, sondern dagegen etwas einnehmen muss. Das sind gefährliche Wegbereiter für Tabletten- und Drogenabhängigkeit! Diese Mittel müssen mit der gleichen Vorsicht und Indikationsstellung angewendet werden, insbesondere auch dann, wenn man sich “nur” den Placeboeffekt zunutze machen möchte.

#39 |
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Biologe

Gtz

#38 |
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Dr. Erika Sahiri
Dr. Erika Sahiri

Der Analyse von Frau Schmitzer kann ich nur beipflichten. Es ist eine Schande,
dass dieses Präparat mit der nicht belegten Wirkung und Verführung der
Patienten auf den Markt kommen kann. Wo bleibt die pharmakologische
Kontrolle?

Dr.Erika Sahiri, Allgemeinmedizin

#37 |
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Sofort alle einsperren!

#36 |
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Heilpraktikerin

Mh, einerseits stimmt mich die Art und Weise dieses Artikels traurig. Und angesichts der teilweise extremen Kommentare hier, unterlasse ich es an dieser Stelle, mich ebenso über die Tiefe der Recherche auszulassen.
Dennoch: Finde ich es höchst alarmierend, wenn Behandler “allgemein gültige” Mischungen im Netz bewerben und zu überteuerten Preisen anbieten.
Dies ist m.E. auch nicht mehr entschuldbar und ich zweifle stark an den ethischen Motiven des Herren.
Auf der anderen Seite finde ich es traurig, dass Dinge, die sich aufgrund ihrer Natur nur schwer in klassischen Studien nachweisen lassen, immer noch so verteufelt werden.

Ich arbeite als Heilpraktikerin, habe aber meinen Schwerpunkt durch Ausbildung & Co. auf die Psychotherapie gesetzt. Hier gehört eine individuelle Bach Blüten Mischung und ein sorgfältig ausgewähltes homöopathisches Einzelmittel zu festen Bestandteil einer Behandlung. Und das mit Erfolg. Allerdings spreche ich mit jedem Klienten über die Notwendig, keine magische Pille zu erwarten. Therapie und Mittelgabe gehen Hand-in-Hand. Das eine ist für mich ohne das andere undenkbar. Denn oft brauchen wir einen energetischen Anstoß, der uns hilft die anstehenden Prozesse zu verarbeiten. Ohne diese Anstoß bleiben viele in einer Art Lähmungszustand und es verändert sich nichts…. Gibt man lediglich ein durchaus gut gewähltes Mittel, ist der Erfolg nur ein Strohfeuer und nicht nachhaltig. Niemals ist ein Mensch von seiner Eigenverantwortung zu befreien… egal ob er sich nun naturheilkundlich oder konventionell behandeln lässt.
Schade nur, dass solche schwarzen Schafe ein ungutes Bild auf einen ganzen Berufsstand werfen…. Allerdings finde ich es auch traurig, dass viele meiner Kollegen hier gegen die bösen Schulmediziner wettern. Wie Dr. Gaul weiter unten schon schreibt: Auch er ist aus einer bestimmten Intention heraus Arzt geworden und gibt täglich sein Bestes. So wie wir Naturheilkundler auch. Besser-Mensch Gehabe ist da echt Fehl am Platz.

#35 |
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Dr. med. univ. Andreas Schoeck
Dr. med. univ. Andreas Schoeck

Einmal die 79 und einmal die 100 bitte. Papa hat mich vergewaltigt und morgen ist Sylvester. Welche Nummer denn bitte fuer malignes Melanom?

#34 |
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Ich empfinde diesen Artikel als nicht objektiv. Er beginnt mit der Empörung angeblicher Facebooknutzer ohne Hinweis, wo man das nachlesen kann. Außerdem wird hier der Eindruck erweckt, als wäre der Psychologietitel des Herrn Vermeesch für “een Appel und een Ei” gekauft. Dabei handelt es sich nur um die Geführ für den Eintrag in der Liste der Psychologenkommission. Dies ist leicht nachzulesen unter https://www.compsy.be/registratieprocedure in der Liste der Vorraussetzungen. Hier steht auch, dass diese Eintragung jährlich erneuert werden muss. Sie können davon ausgehen, dass Herr Vermeesch nächstens Jahr die Lizenz bis 31.12.2014 nachweisen wird.
All dies wird hier dem Leser überlassen, dass man das selbst herausfindet, weil es ist doch herrlich, wenn man einen angeblichen Kurpfuscher an den Pranger stellen kann. Leider hat aber unsere wissenschaftliche Medizin für viele Situationen nichts hilfreiches zu bieten. Die Patienten müssen alleine klar kommen. Darüber hinaus verkaufen einige Ärzte Ige-Leistungen bei denen man sich fragt wie sinnvoll die sind.

#33 |
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Biochemiker

Es waere sehr wuenschenswert, wenn diese Diskussionen sachlich geschehen wuerden; Leider lassen oftmals gerade die Vertreter der alternativen Heilkunde die selbst erbetene Toleranz vermissen. Ich glaube, dass es verantwortungsbewusste und kundige Heilpraktiker gibt, so wie wir Vertreter der Schulmedizin auch nicht alle Ignoranten sind.

Die Wirkweise eines Medikaments nachzuvollziehen kann manchmal sehr schwer sein, insbesondere bei psychischen Beschwerden, die sich oftmals nur indirekt objektivieren lassen. Ich bin gern bereit zuzugestehen, dass wir bis heute fuer vieles, inclusive des Placebo- und Noncebo Effekts keine vollstaendige Erklaerung haben, dennoch spielt sie unbestritten auch in der konventionellen Medizin eine prominente Rolle.

Ich halte es jedoch in jeglicher Hinsicht fuer anstoessig, Heilversprechen abzugeben – einer solchen Hybris wuerde kein ordentlicher Heiler erliegen, gleich welcher Schule.

Wer heilt, hat eben manchmal auch Glueck…

#32 |
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Siegunde Schuster
Siegunde Schuster

Siegunde Schuster
Allgemeinärztin-Psychotherapie
Die Zusatzbezeichnung Homöopathie wird von der Ärztekammer vergeben.Das Ausbildungscurriculum können Sie bei der jeweiligen Ärztekammer anfodern, die Zusatzbezeichnung erhält man nur als Facharzt.
Bachblüten sind von einem renomierten Homöopathen entwickelt worden. Er forschte am Royal Hospital in London und war Arzt.
Wenn viele Ärzte sich zur Homöopathie äußern ohne Sachkenntnis und ohne Qualifikation der Zusatzbezeichnung Homöopathie, sollten Sie erst die Ausbildung nach dem Curriculum der Ärztekammer absolvieren.

#31 |
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Dr. med. Inge Eisenmann-Stock
Dr. med. Inge Eisenmann-Stock

da nehm ich lieber Bachblüten und Homöopathika, von denen ich aus langer Praxiserfahrung selber weiss, dass sie wirken UND was sie beinhalten, als die tägliche Kindesmisshandlung bei Impfungen mit stärksten Körper- und Nervengiften (Hg, Al, Formaldahyd…) zu empfehlen, von denen man weder weiss, was alles enthalten ist und welche Lügen und Lobby dahinter stecken, dass man das schon 3 Monate alten Babys antun muss. immer wieder!!!
DAS wäre mal ein Thema, den Impfschwindel aufzudecken, aber da werden Milliarden verschoben, Studien bezahlt, Journalisten gekauft….
– wer will sich da gegen auflehnen???

#30 |
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Heilpraktikerin

Hört auf, die Bachblüten im weiterem, und die Naturheilkunde im engeren Sinne anzuprangern. In der Schulmedizin gibt es exakt die gleichen fragwürdigen Beispiele, wie hier dargestellt. Z.B. bei einem Hexenschuß Blut abzunehmen und ein EKG anzuwenden. Wo der Chiropraktiker sofort Linderung verschafft!

Macht Euch doch eins mal klar; die Schulmedizin basiert auf der Natur!

Ohne Natur geht gar nichts….

#29 |
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Tierheilpraktikerin

Wenn Bachblüten eine Glaubensfrage sind, frage ich mich, warum so viele Hunde, Katzen und Pferde, sowie viele Kleintiere an Bachblüten glauben, selbst wenn der Besitzer nicht daran glaubt. Ich freue mich immer wieder, den Tieren mit diesen Blüten helfen zu können. Allerdings stelle ich für jedes Tier individuell eine Mischung zusammen, die genau zu dem Tier und seinen Problemen passt. Mit fertigen Mischungen habe ich auch nicht so gute Erfahrungen gemacht. Das ist wie in der Homöopathie. Ein sorgfältig ausgesuchtes Einzelmittel hilft immer besser und nachhaltiger, als ein Komplexmittel.

Frau Schmitzer sollte Ihre Finger von den Bachblüten lassen und sich lieber mit Fertig-Chemie vollstopfen.

#28 |
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Gast
Gast

Ein super Beitrag. Ich arbeite als Heilpraktikerin ebenfalls mit Bachblüten, aber nicht in diesem Umfang, was meiner Meinung nach wie “Geldmacherei” aussieht. Laut Arzneimittelgesetz (D) sind Bachblütenmischungen nur Apothekern vorbehalten. Richtig? Es ist richtig, auch mal solchen Schurken in die Schranken zu weisen.
R. H.

#27 |
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“Wer heilt, hat Recht !” Auf DIESEN Blödsinn war ja zu warten…

Machen Sie weiter so, Frau Schmitzer! Wenn der einzige Vorteil einer Medikation darin besteht, dass sie keine UAW hat, ist sie überflüssig. Man kann auch bei einem Glas Wasser auf Genesung warten.

#26 |
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Chemiker

Na, ist doch praktisch:
Kinder prügeln, anschließend ein paar Tröpfchen Bach-Blüten-Kram auf die Zunge.
Dann mit gutem Gewissen weiter prügeln.
Usw.

#25 |
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Apotheker

Hallo Frau Schmitzer, danke für Ihren Beitrag. Sie haben einen sauber recherchierten Artikel zu einem klar umrissenen Vorgang geschrieben. Die persönlichen Kritiken an Ihrer Person bzw. dem Artikel fallen auf die Autoren zurück, denn lesen, abwägen und dann argumentieren – das wäre schon ein Fortschritt.
Ich wünsche Ihnen den Mut, auch in Zukunft kontroverse Themen anzugehen.
Die reflexartige Empörung ( “Ignoranz, keine Ahnung, Beruf wechseln,Hetze usw.” ) sollten Sie nicht stören sondern ermutigen. Diese Äußerungen zeigen, dass die Verfasser keine sachliche Diskussion führen wollen. Sie wollen draufhauen – sei es drum.
Eine Blütenmischung 79 gegen Kindesmissbrauch anzubieten macht mich sprachlos. Solche Geschäftspraktiken sollten unterbunden werden. Man stelle sich die Empörung vor, wenn die “Pharmaindustrie” eine Pille gegen seelische Folgen des Kindesmissbrauchs auf dem Markt bringen würde. Und was “Tom”, der Vertreiber dieser Mischung, dazu schreibt spricht ebenfalls für sich.

#24 |
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Sicherlich, wie man an den Kommentaren sehen kann, ein Thema, das polarisiert. Wir haben an einer großen Patientenzahl in einer Studie analysiert, was zu sogennanten alternativen Therapieverfahren motiviert, der Wunsch nichts unversucht zu lassen, selbst aktiv zu werden und die Angst vor Nebenwirkungen wurden am häufigsten genannt.
Bachblütentherapie ist medizinischer Unfug und ich habe auch kein Problem damit die Homöopathie da mit zu subsummieren. Das andere das anders sehen, sei unbenommen. Ich möchte nicht mit der Therapie von vor 200 Jahren und auch nicht mit der vermeintlichen Kraft von Blütenblättern, die auch in ihrer Abwesenheit noch wirkt behandelt werden. Und egal was Patienten nachfragen, ich mache das auch aus Überzeugung nicht.
Chemotherapien werden gegen Tumorerkrankungen eingesetzt und nicht gegen Befindlichkeitsstörungen, die Vergleiche der Leserkommentare sind zum Teil hahnebüschend. Ich habe Medizin studiert um als Arzt (und nicht als Mediziner) Menschen zu helfen und darum bemühe ich mich jeden Tag. So schlecht und erfolglos, wie einige Kommentatoren hier zu glauben scheinen, ist die Evidenzbasierte Medizin nicht. Selbstverständlich kümmern sich auch Ärzte um den “ganzen Menschen” und auch Ärzte setzen sich mit dem Leib- Seele (Psyche-Soma) Problem auseinander. Und ich möchte – bewusst pointiert – anmerken, sie verstehen auch etwas davon, wenn sie sich ernsthaft darum bemühen und hängen in der Mehrheit keinen esoterischen Theorien nach.
Wie ganzheitlich es wohl ist, im Internet scheinbar passende Bachblüten zu bestellen? Ich würde keinem Patienten ein Medikament empfehlen, ohne ihn gesehen und untersucht zu haben und ich würde auch selbst keines nehmen.
Richtig ist, das jedes Angebot seine Kunden zu finden scheint, aber ich möchte doch eher der Arzt für meine Patienten sein als der Bachblütenverkäufer. Auch das Unterlassen einer indizierten Therapie und stattdessen das “behandeln” mit einer nichtindizierten ist meiner Meinung nach ein Fehler. So können natürlich auch Bachblüten Nebenwirkungen haben.

#23 |
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Dipl.-Psych. Susanne Petersen
Dipl.-Psych. Susanne Petersen

Schade, dass dieser Artikel die wissenschaftliche Distanz so sehr vermissen lässt und die Autorin so undifferenziert urteilt.
Über den speziellen belgischen Behandler vermag ich nichts zu sagen, und vielleicht ist er wirklich ein Scharlatan. Deshalb aber eine ganze Behandlungsmethode zu verreißen – das lässt Weisheit vermissen.

#22 |
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Student

Ich frage mich, warum sich viele hier so unglaublich aufregen?!

In Anbetracht der in vielen Studien belegten Tatsache, dass zum Beispiel SSRIs bei leichten und mittelgradigen Depressionen auch nicht besser helfen als Placebos und viele Pharmafirmen systematisch mit Scheininnovationen ihr Geld “verdienen”, sind solche Verhaltensweisen doch eher als typisch zu betrachten.

@ Zahedi
Die Placebowirkung wird doch gerade über den Preis und das geheimnisvolle Tamtam bewirkt, bzw. verstärkt. Der Volksmund sagt dazu: “Was nix kostet ist auch nix”. Am besten wäre es wahrscheinlich der Preis liegt nahe der Schmerzgrenze und der Schamane tanzt noch dazu ;->

Wie dem auch sei…, bei der überwiegenden Mehrheit der sogenannten “Befindlichkeitsstörungen” ist mir persönlich lieber, wenn der Patient wirkungslose Globuli einwirft und denkt/glaubt sich damit zu helfen, anstatt zu einer potentiell gefährlichen Selbstmedikation zu greifen ala: “Ich habe leichte Kopfschmerzen also nehme ich erstmal eine Packung Paracetamol”, bzw.: “Mir geht’s irgendwie nicht gut” und der Hausarzt verschreibt Antidepressiva.

#21 |
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Heilpraktikerin

Wer heilt, hat Recht !

#20 |
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HP Norbert Stephan
HP Norbert Stephan

Ich beziehe mich auf den Kommentar des lieben Kollegen HP Dieter Oesch. Er, als überzeugter Christ und Mitglied der Vereinigung christlicher Heilpraktiker würde, wenn man ihn denn fragen würde, von sich behaupten, dass er an Gott glaubt. Bisher wurde Gott noch in keiner noch so gründlichen Studie nachgewiesen. Desgleichen die unbefleckte Empfängnis von Maria, der Heilige Geist oder die Reinkarnation des Fleisches Christie beim Abendmahl der Katholiken. Eben alles eine Glaubensfrage. Mit anderen Worten: “religiöse Esotherik”. Sollte man auch davor warnen? Mit Sicherheit ist aber im Namen Gottes mehr Unheil geschehen als mit allen in der Welt jemals verordneten Bachblüten-Mischungen.

#19 |
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Ich habe selten einen so despektierlichen Text gelesen, strotzend vor Ignoranz und Selbstherrlichkeit.
Über viele Jahre habe ich als Chirurgin meinen 6 Katzen eingeredet, dass Bachblüten helfen müssen. Ich stelle fest, sie haben auf mich gehört. Aber sie sind halt viel zu billig fuer die Pharmaindustrie und deren Anhaenger – impertinente Ignoranz …..

#18 |
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Monika Geissler
Monika Geissler

Nach dem Motto: Der Glaube versetzt Berge. Hauptsache, es hilft.

#17 |
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Heilpraktikerin

Dieser Artikel ist ein Armutszeugnis für Frau Schmitzer – entweder soll sie den Beruf wechseln oder über Themen schreiben, die sie versteht. Die meisten “Medikamente” haben keinen wissenschaftlichen Nachweis und bei denen Todesfälle gemeldet werden, sind immer noch auf dem Markt. Weltweit ist bekannt, daß die Chemo-Therapie nur 4%!!! Erfolg bei Patienten hat und trotzdem tötet sie täglich Menschen weiter – vielleicht sollte Frau Schmitzer darüber mal berichten.
mit freundlichen Grüßen
Hannelore P.

#16 |
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Heilpraktiker

Traurig, wie hetzerisch hier wieder geschrieben wird und mit einem Aufwasch wird die die Homöopathie etc gleich miterledigt. Nachstehende Kommentare habe bereits viel Richtiges formuliert.
1. Die ganze Aufregung ist unangebracht! Die Tropfen werden ja nicht zum Schutz VOR Missbrauch angeboten, was natürlich völliger Schwachsinn wäre.
2. Wer durch die Schulmedizin keine Hilfe mehr erfährt versucht es mit alternativen Heilweisen. Das ist verständlich und noch dazu sein privates, finanzielles “Vergnügen”
3. Bachblüten werden dem einen Helfen, den anderen nicht, wie ein synthetisches Medikament eben auch nicht bei jedem gleich anspricht.
4. Matthias Claudius hat genau hier seinen passenden Platz, das ganze Leben ist eben nicht nur Naturwissenschaft samt Doppel-Blind-Studie.
5. Der Hintergrund ist doch tatsächlich die Pharma-Lobby, die die kleine Konkurrenz der Nischenhersteller, die nie einen Cent Forschungszuschüsse sehen, platt zu machen. Warum eigentlich?

Lassen wir doch ein breites auch alternativmedizinisches Spektrum zu! Mir ist es so zuiwder, dieser ewig Hick-Hack. Wann sind wir von beiden Seiten endlich so weit, dass wir schulmedizin und alternativmedizin als Ergänzung verstehen können??

#15 |
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Nichtmedizinische Berufe

Frage: Warum wird solchen Scharlatanen nicht das Handwerk gelegt?
Antwort: Weil alles, was Geschäfte macht, Mehrwertsteuer in die Staatskasse bringt. Da kneift man dann auch bei Abzockern gern ein Auge zu. Die Demokratie in Verbindung mit der freien Marktwirtschaft lässt dann die zuständigen Überwachungsbehörden verlauten: ‘Wir sehen keinen Handlungsbedarf.’ Hinzu kommt die Unbekümmertheit/Naivität der gelackmeierten Bürger. Also werden sie auch noch vom Fiskus mit abgezockt! Oder?

#14 |
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Dipl. Psychologe Rainer Keller
Dipl. Psychologe Rainer Keller

Sicher hat Tom Vermeersch hier ein Reizwort ins Spiel gebracht, dessen Relevanz er völlig unterschätzt hat. Die Aufregung einiger – m.E. über zuviel Zeit verfügender Mitmenschen – dient lediglich deren eigener Darstellung. Allein der Placebo-Effekt rechtfertigt diese Tropfen, denn wenn es geholfen hat, war es sein Geld wert. Und – wie es Ernst Pawlowsky geschrieben hat – diese Menschen zahlen es doch aus eigener Tasche; wenn es ihnen nicht helfen würde, würden sie es bestimmt nicht wieder kaufen. Es ist doch auch in Fachkreisen bekannt, dass der Mensch, wenn er für etwas zahlt, auch ein Resultat haben will. Und wenn’s selbst generiert ist.
Also mal die Kirche bzgl. der Bachtropfen im Dorf lassen. Da gibt es sicherlich genügend andere Bereich, wo die Aufregung mehr lohnt und auch angebracht ist.

#13 |
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Tierheilpraktikerin

Da frage ich mich doch, wie es denn möglich ist, dass Alternativmedizin erfolgreich bei Tieren eingesetzt wird. Placeboeffekt bei Tieren? Ich glaube nicht… Das heißt nicht, dass man als Therapeut hinter jeder alternativmedizinischen Therapiemethode steht, aber die Erfahrung überzeugt letztendlich. Und das zeigt auch, dass immermehr Schulmediziner diese Therapien für sich erkennen ( zumindest die meisten, natürlich gibt es auch solche, die damit nur verdienen wollen).

#12 |
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Bernd Michael Botterbrodt
Bernd Michael Botterbrodt

Jetzt werden wieder die leidenschaftlichen Verfechter eines nicht wissenschaftlich fundierten Therapiekonzeptes gegen alle “Ungläubigen” die verbale Keule schwingen. Vielen Dank für diesen mutigen Artikel, Frau Schmitzer!
Wer die “Vitalitätsenergie von Bohnenkeimlingen” und nicht definierte oder gar messbare “Energien” als Begründung für therapeutische Konzepte heranzieht, gefährdet Patienten, indem er diesen eine adäquate medizinische Behandlung vorenthält.

#11 |
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Sabine Schulte
Sabine Schulte

Seht Ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen
Und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen,
Die wir getrost belachen,
Weil unsere Augen sie nicht sehn.

Matthias Claudius, 1647

#10 |
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Heilpraktiker

Auch wir von der Vereinigung Christlicher Heilpraktiker haben auf unserer Website: http://www.vchp.de immer davor gewarnt, die sog. Bachblüten zu verwenden. Wie aus dem Artikel gut ersichtlich, werden völlig unbewiesenen Behauptungen und Heilungsversprechen abgegeben. Es handelt sich um eine esoterische Heilmethode die wir als Christen eindeutig ablehnen.

#9 |
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Dr. med.dent. Christoph Hutschek
Dr. med.dent. Christoph Hutschek

Mich würde mal interessieren, auf wessen Gehaltslisten Medizinjournalisten stehen? Und wer lanciert immer wieder mal einen negativen Artikel gegen die preiswerte Medizin: z.B. Bachblüten, Homöopathie, Spagyrik etc..
Höre ich da eine heimliche Angst der Pharmaindustrie, daß ihnen die Patienten weglaufen???
Fragen sie mal Ihren Arzt, ob ER sich der Prozedur von einer Serie giftiger Chemotherapien unterziehen würde.

#8 |
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Brigitte Hummel
Brigitte Hummel

Machen Sie´s einfach besser Fr. Schmitzer!

#7 |
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Einen ähnlichen Blödsinn erlebt man z.B. auf Astro-TV. Da frage ich mich auch, warum dem kein Einhalt geboten wird.

#6 |
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Ernst Pawlowsky
Ernst Pawlowsky

noch eine Ergänzung:
wenn ich im gleichen newsletter den Bericht
„Krankenhaus-Barometer“: Kliniken im Sturmtief
lese, frage ich mich, was in unserer Gesellschaft wirklich für eine Krankheitsprophylaxe betrieben wird.
Die Bachblüten-Nutzer zahlen aus eigener Tasche, sind also wenigstens eine Gruppe, die an ihrem Wohlergehen interessiert ist.
Wieviel Forschung gibt es, die alternative, nicht patentierbare Wege zur Geundheit zum Ziel hat? Was nicht patentierbar ist, wird von kommerziell orientierten Unternehmen nicht erforscht, sondern möglichst mit Stumpf und Stiel ausgerottet.
Dagegen sollten wir uns wehren und den Gesetzgeber / unsere Volksvertreter, die sich ja gerade wieder finden, dazu bringen, wirklich die Volksgesundheit im Auge zu haben, und sich nicht nur von der Pharmaindustrie ( und der Lenbensmittelindustrie ) einlullen zu lassen.

#5 |
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Ernst Pawlowsky
Ernst Pawlowsky

Auch wenn ich selbst noch nie Bachblütenessenzen verwendet habe, nur gelegentlich homöopathische Mittel, so frage ich mich doch:
wenn gilt, was Fr. Schmitzer schreibt, daß
“Bachblütenessenzen jedoch im Vergleich zu den meisten pharmakologisch wirksamen Arzneimitteln einen Vorteil zu haben scheinen: Sie sind 100 % sicher, haben keine Nebenwirkungen, machen nicht süchtig und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind auch nicht bekannt.”
so kann man jede(n) nach seiner Fasson selig werden lassen, muß nicht ( über- ) regulieren.
Statt dessen sollte man sich lieber z. Bsp. um Krankenhaus-Infektionen kümmern. Da sterben deutlich mehr Menschen als im Straßenverkehr.

Aber: die liebe Pharma-Industrie hat ja Angst um jeden Cent, den sie womöglich an alternative ( Voodoo- ) Medizin verliert. Und fordert deshalb “Evidenz-basierte” Nachweise, um kleine, harmlose Anbieter aus dem Markt zu drängen.

#4 |
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Zahnarzt Stefan Paprotka
Zahnarzt Stefan Paprotka

“Der Glaube ist des Menschen Himmelreich” und
“Wer es glaubt, wird selig”.
Ich verstehe diese ganze Aufregung nicht, wir alle wissen doch um die Wirkung von Placebos. Ich glaube nicht, dass eine (Vor-)Täuschung bezüglich der Wirkung nämlich gegen Misshandlung impliziert war. So dumm kann man nicht sein. Aber auch ich kenne Menschen, die mir in meiner Eigenschft als Arzt begegneten und die von der positiven Wirkung der Bachblüten überzeugt waren und weiterhin sind. Ich denke da besonders an die sogenannten Notfalltropfen. Man darf das dennoch nicht unterschätzen, wenn man eine all umfassende ganzheitliche Medizin betreiben möchte.

#3 |
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Unternehmensberater

Im letzten Absatz steht das einzig interessante in diesem Bericht:

Sie sind 100 % sicher, haben keine Nebenwirkungen, machen nicht süchtig.

Der Rest ist Propaganda wie wir sie aus einer bereits vergangenen Zeit kennen.

#2 |
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Medizinjournalist

Der Gesetzgeber sollte Placebos nur noch zur unentgeltlichen Veräusserung zulassen!!

Im selben Zusammenhang sollte auch auf den fehlenden Nachweis zur vorgegebenen Wirksamkeit hingewiesen werden, sowie eine Warnung an Wundergläubige dass sie keinerlei heilende Wirkung erwarten dürfen!

Das gilt für “Bachblüten”-Schwindel ebenso wie für Volksverdummung und Nepp mit “Homöopathie!”

#1 |
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