IPEX-Syndrom: Krankheitsmechanismus ermittelt

8. November 2013
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Das IPEX-Syndrom ist eine seltene Erkrankung, von der vor allem Neugeborene und Kleinkinder betroffen sind. Einem Forscherteam ist es nun gelungen, einen neuen Therapieansatz für diese Autoimmunerkrankung zu identifizieren.

Betroffen von der Erkrankung sind Kinder, denen durch einen Gendefekt ein Eiweißstoff fehlt, den der Organismus braucht, um sogenannte regulatorische T-Helferzellen zu produzieren. Diese Zellen sorgen dafür, dass das Immunsystem nicht das körpereigene Gewebe angreift. Fehlen die Zellen, sind schwere Entzündungen die Folge, die Gewebe im gesamten Organismus zerstören können. Unbehandelt endet die Krankheit oft tödlich. Eine der wenigen Therapien, mit denen sich das IPEX-Syndrom heilen lässt, ist eine Knochenmarktransplantation. Die ist jedoch für die geschwächten Patienten sehr belastend. Deshalb suchen Wissenschaftler dringend neue Möglichkeiten, um die Erkrankung schnell und effektiv abzumildern.

Biologen um den Erlanger Professor Falk Nimmerjahn ist es nun gelungen, einen Krankheitsmechanismus zu identifizieren, der zu Entzündungen von Leber, Niere, Haut und Lunge beiträgt. Es sind die Autoantikörper, die in den B-Zellen – einer Form der weißen Blutkörperchen – gebildet werden und die für die Gewebeentzündungen verantwortlich sind. Als die Wissenschaftler die B-Zellen medikamentös aus dem Organismus entfernten, wurden auch die Entzündungen schwächer und die Überlebensrate stieg deutlich an. Da diese Therapie bereits bei einer Vielzahl anderer Autoimmunerkrankungen eingesetzt wird, hoffen die Forscher nun, dass sie auch beim IPEX-Syndrom rasch in die klinische Praxis übertragen werden kann. „Das Ziel wäre es, stark betroffene Kinder vor der Knochenmarktransplantation in einen möglichst guten Gesundheitszustand zu bringen, um die Erfolgsaussichten dieser heilenden Therapie weiter zu verbessern“, erläutert Professor Nimmerjahn.

Originalpublikation:

B cells are critical for autoimmune pathology in Scurfy mice
Falk Nimmerjahn et al.; PNAS, doi: 10.1073/pnas.1313547110; 2013

23 Wertungen (4.09 ø)
Medizin, Pädiatrie

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2 Kommentare:

Heilpraktikerin

Ja, dem schließe ich mich an, Herr Dr. Pöhlmann!
Man staunt nur: Jeder weiß es und trotzdem ändert sich nichts…
Oder es wollen viele einfach nicht wissen.

#2 |
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Dr. med Horst Pöhlmann
Dr. med Horst Pöhlmann

Da schon lange bekannt ist, dass Schwermetalle, vor allem Quecksilber zu Autoimmunerkrankungen führen wäre es doch vielleicht eine Idee, Krankmacher wie z.B. Impfungen (enthalten das hoch-giftige Timerosal) wegzulassen und auch keine gesundheitsschädlichen Amalgamfüllungen mehr zu verwenden und Schwermetalle gezielt auszuleiten. Dann müßte man auch das Rad nicht mehr neu erfinden weil man vorhandenes Wissen anwendet. Allerdings würden der Pharmaindustrie dann Millionbeträge verloren gehen. Mit einem kleinen Teil davon, kann man dann obige “Forschungen” finanzieren.

#1 |
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