Rote Karte fürs Pflichtquartal

6. November 2013
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Den erneuten Vorstoß der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM), eine Verpflichtung im Praktischen Jahr (PJ) in der Allgemeinmedizin durchzusetzen, weisen die Medizinstudierenden des Hartmannbundes nun entschieden zurück.

„Wir lehnen eine Verpflichtung über die bisherigen PJ-Pflichtabschnitte hinaus auch weiterhin ab – egal, ob in einem Tertial oder Quartal“, so Theodor Uden, der neue Vorsitzende der Medizinstudierenden im Hartmannbund, auf den DEGAM-Vorschlag, die Allgemeinmedizin im Rahmen des Medizinstudiums durch einen Pflichtabschnitt weiter zu stärken. Dies sei überflüssig, da die Allgemeinmedizin in der neuen Approbationsordnung bereits ausreichend Berücksichtigung gefunden habe. Einerseits geschehe dies durch die eingeführte Pflichtfamulatur, die flächendeckend umgesetzt werden solle, und andererseits durch die neue Regelung, dass bis 2015 für zehn Prozent der Studierenden und ab 2019 für alle Studierenden Plätze für ein Wahltertial in der Allgemeinmedizin vorhanden sein müssten.

Mit diesen Neuregelungen sei im Sinne der Allgemeinmedizin bereits ein beachtliches Zeichen gesetzt worden. „Hier sollten erst einmal die Ergebnisse abgewartet werden“, so Uden, „bevor neue, die Studierenden noch weiter einengende Zwangsmaßnahmen präsentiert werden.“ Gegen die vorgeschlagene Quartalisierung spreche ganz grundsätzlich, dass eine Verkürzung von vier auf drei Monate  eine adäquate Einarbeitung in die jeweilige Fachrichtung erschweren würde.

Schritt erneut gehen

Die Medizinstudierenden des Hartmannbundes hatten sich bereits im vergangenen Jahr gegen die Einführung einer PJ-Pflichtzeit in der Allgemeinmedizin ausgesprochen. „Unsere damaligen erfolgreichen Proteste führten mit dazu, dass der Bundesrat vom geplanten dritten PJ-Pflichttertial Abstand genommen hat“, so Uden weiter. „Diesen Schritt würden wir erneut gehen und die Interessen der Medizinstudierenden entschieden vertreten.“

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