Schlau futtern?!

4. September 2007
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Gibt es die Möglichkeit, sich aufgrund der richtigen Ernährung Vorteile im Studium zu verschaffen? In wie weit fördert gesundes Essen das Lernen? Wir haben mal für euch recherchiert, wie Ihr mit den richtigen Vitaminen & Co. auch das letzte aus eurem Gehirn holen könnt!

Es besteht leider keine erwiesene Parallele zwischen Ernährung und Klausurergebnisse. Trotzdem gibt es feste und flüssige Nahrung, die durchaus helfen kann, dass es mit dem Lernen leichter fällt. Das glaubt Ihr nicht? Dann lest mal aufmerksam weiter!

Vitamine her!
Spätestens seit den Biochemievorlesungen in der Vorklinik weiß jeder Medizinstudent das, das menschliche Gehirn (vereinfacht ausgedrückt) ohne Vitamine keine Kohlenhydrate in Energie umwandeln kann. Vitamine sind also sehr eng mit Gedächtnis- und Konzentrationsleistungen verknüpft; auch die Lern- und Merkfähigkeit, die für das Studium unerlässlich sind, verdanken wir den kleinen biochemischen Helfern! Welche sind für das Lernen am wichtigsten und wo verstecken sie sich?
Das wichtige B-Vitamine findet sich zum Beispiel in Sojaprodukten, Nüssen und einigen Fleischsorten. Aus Früchten und diversem grünen Gemüse bezieht der Organismus des weiteren das berühmt berüchtigte Vitamin C, welches auch eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf die grauen Zellen des Denkapparates ausübt.

  • Tipp: An dieser Stelle sei daher auf das sicherlich allen bekannte "Studentenfutter" hingewiesen, dass zwar einen enormen Kalorienanteil mit sich bringt, anhand der Nüsse und Trockenfrüchte aber tatsächlich seinen Namen zurecht trägt. Ein hervorragender B- und C-Vitaminlieferant für alle Studenten!

Energie bringt die Birne zum leuchten
Wir bleiben beim Gehirn – dem, nach dem Sitzfleisch vielleicht wichtigsten Apparat des angehenden Arztes. Bei dem relativ kleinen Gewichtsanteil des Gehirns in Bezug auf den restlichen Körper mutet es fast unglaublich an, dass unser Denkapparat rund ein Fünftel (!) der täglichen Energiezufuhr für sich beansprucht. Energie wiederum bedeutet in der Fachsprache der Biochemiker nichts anderes als Kohlenhydrate (Traubenzucker). Die größten Energiespeicher findet man vornehmlich in Getreide- und Milchprodukten, sowie Gemüse. Besonders empfehlenswert für Studenten sind hierbei Speisen wie Vollkornbrot und Hülsenfrüchte.

  • Warnung: Traubenzucker während der Klausur sorgt nicht für den nötigen Geistesblitz! Das Gegenteil ist nämlich der Fall: Durch den hohen Blutzuckeranteil, der von einem Traubenzucker verursacht wird, entsteht starker Hunger, welcher wiederum zu einem Abfall der Leistungsfähigkeit führen kann. Auch zwischen den Prüfungen – zum Beispiel bei Pausen während der Examen oder mündlichen Prüfungen – ist der Traubenzucker nicht zu empfehlen!
  • Besser: Etwas Obst oder ein leichtes Brötchen mit Milchprodukten (Butter, Käse etc.) bringt während der Klausur deutlich mehr!

Abschließend müssen wir Euch beichten, dass es tatsächlich wohl kein Patentrezept für das garantierte Bestehen einer Prüfung mit Hilfe von der Wahl der richtigen Nahrungsmittel gibt. Aber hilfreiche Tipps, wie man sich optimal "esstechnisch" auf Prüfungen und Stresssituationen während des Medizinstudiums vorbereiten kann möchten wir euch trotzdem nicht vorenthalten:

Sechs goldene Futterregeln

  • Nicht mit Vollgeschlagenem Bauch in die Klausur! Mann ist dann müde und unkonzentriert.
  • Ein leerer, knurrender Magen ist auch keine Alternative. Die Konzentration lässt dabei ebenfalls zu wünschen übrig. Auserdem würde das Knurren auch deine Kommilitonen zu sehr ablenken
  • Ernährungsumstellungen etappenweise und sanft durchführen. Ein krasser und plötzlicher Lebenswandel in der Ernährung kann schnell in Kontraproduktivität ausarten.
  • Ganz klar: Der fettige Schweinebraten am Vortag wirkt sich lernbremsend auf den Studiosus aus!
  • Schlecht ist aber auch der Verzicht auf Belohungen und hin und wieder kleine kulinarische Nettigkeiten. Zu großer Verzicht kann sich nämlich stressfördernd auf Geist und Seele auswirken.
  • Ganz wichtig: Viel trinken! Der Körper unterdrückt in Stresssituationen gerne das Durstgefühl. Ganz schnell führt dieses Phänomen aber zur Dehydrierung, was wiederum eine rapid herabgesetzte Leistungsfähigkeit des Gehirns mit sich führen kann. Nichts ist also besser, als auch während der Klausur immer für reichlich Nachschub an frischem Wasser zu sorgen. Vorausgesetzt, man hat die nötige Zeit für die eventuell anfallenden Pinkelpausen eingeplant…

In diesem Sinne: Bon Appetit! Aber mit Verstand!!!

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