Wenn alles grau und hoffnungslos wird…

13. November 2007
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Im Laufe eines Studiums schwimmt man leider nicht immer auf der Welle der guten Laune und des großen Erfolgs. Das ist durchaus normal, doch ist es manchmal zu schwer, um alleine mit seinen Problemen fertig zu werden. Doch Studenten können sich helfen lassen, schnell, unkompliziert, kostenlos.

Das Medizinstudium kann auf die Nerven gehen. Harmlos ist es, wenn man mal einen Durchhänger hat, die Motivation unterirdisch ist, Probleme mit der Freundin auftreten oder die bevorstehende Prüfung einem den Nachtschlaf raubt. Meistens fängt man sich, beißt die Zähne zusammen, findet Freunde, die einem helfen können und nach einiger Zeit geht man gestärkt auf seinen weiteren Weg.
Was aber, wenn man sich mal nicht fangen kann? Was, wenn man nicht mehr weiter weiß? Was, wenn gerade keine Freunde in der Nähe sind, wenn geradezu alles ein großer Haufen Mist zu sein scheint?

HOPES und Nightlines helfen
Die Grenzen zwischen dem hoffnungsvollen "Ich schaff das!" zum aufgebenden "Ich kann nicht mehr!" sind fließend. Unter Medizinern sind psychische Probleme weiter verbreitet, als man sich selber meist zugestehen will. Die Dunkelziffer zu Depressionen, Sinnkrisen, Identitätskrisen, Selbstzweifel, psychosomatische Beschwerden und Angststörungen ist erfahrungsgemäß sehr hoch.
Professionelle Hilfe scheint für viele Betroffene unerreichbar, kompliziert und aussichtslos. Das Resultat kann verheerend sein. Studienabbrüche, die Entwicklung von Suchtproblemen und möglicherweise eine Eigengefährdung sind nur einige mögliche Folgen. Glücklicherweise ist das Problem bekannt und die Hilfe fast immer so nah wie das nächste Telefon.
Ein gutes Beispiel ist der Verein HOPES aus Leipzig und die Nightlines, die beispielsweise an den Universitäten Heidelberg, Freiburg und Münster ins Leben gerufen werden. Daneben bestehen an den meisten Universitäten psychologische Beratungsangebote der Studentenwerke.

Das Beste an all diesen Möglichkeiten zur Hilfe ist, sie sind vertraulich, erreichbar, unkompliziert und für die Studenten kostenlos. Es gibt also keinen Grund, sich nicht helfen zu lassen. Oftmals helfen bereits Gespräche mit geschulten Unbeteiligten, um die vermeintlich ausweglose Situation aus einen neuen, optimistischen Winkel zu betrachten.
Auch wenn der erste Anruf nicht hilft, kann man sich Empfehlungen zu Psychotherapien und Selbsthilfegruppen einholen, in denen gezielter auf die individuellen Probleme eingegangen werden kann. Hilfe für alle, die sie brauchen – gut dass es eben doch Hoffnung gibt.

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