Arzt werden in Uniform

26. November 2007
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Mit einem Medizinstudium eröffnen sich vielfältige Berufschancen. Die Bundeswehr hat immer Bedarf an medizinischem Nachwuchs und bietet dafür auch die Möglichkeit, als Offiziersanwärter der Bundeswehr Medizin zu studieren - sofern man sich für einen langjährigen Dienst verpflichtet.

Viele Wege führen an und durch das Medizinstudium. Ein durchaus interessanter Weg ist das Medizinstudium bei der Bundeswehr. Als Abiturient kann man sich bei der Bundeswehr für ein Medizinstudium bewerben. Neben einigen formalen Bestimmungen (Staatsbürgerschaft, Hochschulreife, Alter etc.) durchläuft man einen Eignungstest, in dem die Bundeswehr geeignete Kandidaten auswählt. Besteht man diesen Test und ist darüber hinaus bereit, sich für insgesamt 17 Jahre bei der Bundeswehr verpflichten zu lassen, steht einem Medizinstudium nichts mehr im Weg.

Wie erkennt man den Studenten in Uniform?
Ein Medizinstudent bei der Bundeswehr studiert ganz normal an einer medizinischen Fakultät. Es besteht keine Uniformpflicht bei Studienveranstaltungen und auch ansonsten ist der Studienverlauf relativ normal – also kein Säbelrasseln in der Vorlesung. Formal sind Medizinstudenten der Bundeswehr Sanitätsoffiziers-Anwärter und damit schon auf den ersten Stufen der Bundeswehr-Karriereleiter.
Als Offiziersanwärter erhält man auch während seines Studiums ein so genanntes Ausbildungsgeld, welches in der Regel nicht zu knapp bemessen ist und ein studentisches Auskommen sichert. Zusätzlich übernimmt die Bundeswehr im Rahmen der freien Heilfürsorge alle Kosten für Krankheit und Gesundheit.

Welche Pflichten hat man?
Als Medizinstudent bei der Bundeswehr absolviert man eine sechswöchige militärische Grundausbildung und absolviert Kurse der Sanitätsschulen. Auch während des Studiums kann man für den Truppendienst oder Offizierslehrgänge herangezogen werden. Nach dem Studium muss man mit wechselnden Dienststellen rechnen und ein gehöriges Maß Flexibilität mitbringen. Auch Auslandseinsätze sind möglich.
Im Gegenzug kann man jedoch die Leiter der Dienstgrade steil erklimmen und kann eine Ausbildung zum Facharzt in nahezu jeder Fachrichtung absolvieren. Später kann man sich auch in administrative Tätigkeitsgebiete versetzen lassen. Auch Nebentätigkeiten als Arzt sind erlaubt, sofern sie den Dienst bei der Bundeswehr nicht beeinträchtigen.
Im Zeitalter von schlechter Bezahlung, mauen Tarif- und Knebelverträgen bietet die Bundeswehr als Arbeitgeber eine Reihe von Vorteilen, die nicht von der Hand zu weisen sind.

Karriereportal bietet Infos zum Einstieg
Im Karriereportal der Bundeswehr werden Interessierte sehr gut informiert und finden Anlaufstellen für Bewerbungen und eine persönliche Vorsprache beim Wehrdienstberater.
Auch wenn das Karriereportal einen Hauch der Rhetorik und Aufmachung amerikanischer Militärwerber zu haben scheint, sollte man sich mit der Möglichkeit eines Bundeswehrstudiums auseinandersetzen. Bundeswehr ist eben doch nicht nur Panzer, Kampfjet und Sturmgewehr.

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