Fettleber: Vorstufe zu neuer Diagnosemethode

17. Oktober 2013
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Wissenschaftler zeigten nun, dass sich anhand der spezifischen Zusammensetzung von Fett-Tröpfchen der Leberzellen auf die unterschiedlichen Ursachen für eine Fettleber schließen lässt. Dies könnte der Grundstein für die Entwicklung neuer Therapiemethoden sein.

Fettes Essen, Fasten oder genetische Vorbelastung: Eine Fettleber kann aus unterschiedlichen Stoffwechselstörungen entstehen. So wird die „Nichtalkoholische Fettleber“ durch übermäßig fettes Essen erworben, in Verbindung mit einer Insulinresistenz. Eine andere Ursache kann eine genetisch bedingte Blockade des fettspaltenden Enzyms ATGL sein. Auch Fasten führt zu einer vermehrten Fetteinlagerung in die Leber, da die Lipide aus anderen Stellen im Körper in die Leber wandern. Welche Stoffwechselstörung einer Fettleber zugrunde liegt, darüber gibt die Zusammensetzung der Lipid-Tröpfchen von Leberzellen Auskunft, wie Grazer Wissenschaftler im Rahmen eines Projekts nun herausgefunden haben.

Charakteristisches Fett-Muster

„Es zeigte sich, dass die Zusammensetzung der Lipid-Tröpfchen variiert“, berichtet Univ.-Prof. Dr. Friedrich Spener vom Institut für Molekulare Biowissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz. „Je nach Krankheitsursache sind in den Tröpfchen verschiedene Lipid-Moleküle in unterschiedlichen Mengen vorhanden. Daraus ergibt sich jeweils ein charakteristisches Muster, das erkennen lässt, ob die Fettleber Folge der verschiedenen Arten von Ernährungsstress oder genetischem Stress ist. Besonders geeignet zur Unterscheidung ist das Profil der Triglyzeride“, fasst der Biochemiker und Molekularbiologe zusammen.

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Leberzelle nach sehr fettreicher Ernährung, in Verbindung mit Insulinresistenz © Spener/Uni Graz

Originalpublikation:

The impact of genetic stress by ATGL deficiency on the lipidome of lipid droplets from murine hepatocytes
Friedrich Spener et al.; Journal of Lipid Research, doi: 10.1194/jlr.M037952; 2013

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