Wirkstoffverordnung: Startschuss Anfang 2014

18. Oktober 2013
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Am 1. Januar 2014 startet in Thüringen und Sachsen ein Modellversuch zur Erprobung von Wirkstoffverordnungen. Ab diesem Tag können sich Apotheker und Ärzte in das Projekt einschreiben. Das berichtet die Deutsche Apothekerzeitung in ihrer Online-Ausgabe.

Grundlage ist das von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) entwickelte ABDA-KBV-Modell, wonach Ärzte künftig nur noch Wirkstoff, Stärke, Menge und Darreichungsform verordnen. Ein Medikationskatalog enthält Wirkstoffvorgaben für bestimmte Indikationen. Der Apotheker wählt das Medikament aus und gibt dies nach einer Beratung an den Patienten ab. Ziel ist unter anderem, Ärzte von der Regressgefahr zu befreien.

Mitte 2014 anlaufen

Das im ABDA-KBV-Modell ebenfalls vorgesehene Medikationsmanagement soll Mitte 2014 anlaufen. Dabei übernehmen jeweils ein Arzt und ein Apotheker für ein Jahr gemeinsam die Betreuung chronisch kranker Patienten, die dauerhaft mehrere systemisch wirkende Arzneimittel einnehmen. Der Patient erhält dazu unter anderem einen vollständigen Medikationsplan, der ihm genau anzeigt, welches Arzneimittel er in welcher Dosierung wann und wie lange einnehmen soll. Damit sollen Arzneimittelrisiken besser vermieden werden.

Verzögerungen aufgrund andauernder Verhandlungen

Das Modellvorhaben basiert auf einem Anfang 2013 verabschiedeten Eckpunktepapier. Sein Start war darin bereits für Sommer 2013 vorgesehen, verzögerte sich jedoch aufgrund länger andauernder Verhandlungen zwischen den Projektpartnern. Nach wie vor gebe es allerdings noch Verhandlungen über die Details der Umsetzung, zitiert die Apothekerzeitung eine Sprecherin der AOK Plus. Das nun im Januar startende Modellprojekt läuft unter dem Namen ARMIN und soll für Arzneimittelinitiative Sachsen/Thüringen stehen.

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1 Kommentar:

Angestellter Apotheker

Ziel ist Ärzte von der Regressgsfahr zu befreien?
Soll der Apothker diese übernehmen?

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