Sauber abgeschnitten

2. April 2008
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Dass man in Hamburg großen Wert auf ein gelungenes PJ legt, sieht man am Projekt pj-ranking.de, das dort das Licht der Welt erblickte. Doch wie schneidet das dortige Uniklinikum eigentlich ab? Bei uns erfahrt ihr es!

Das Uniklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) bietet vielen Studenten während ihres Praktischen Jahres eine Bleibe. Der Großteil der dortigen PJ’ler zeigt sich auf www.pj-ranking.de zufrieden. Die Studenten bewerten das Krankenhaus durchschnittlich mit einer Schulnote von 2,2.

Viel machen, viel sehen

Im UKE ist man sehr daran interessiert, dass die PJ’ler eine lehrreiche Zeit dort haben – und genau das ist der Fall.
Ein Student auf der Inneren bringt es auf den Punkt: "Man war als PJ’ler willkommen und nicht nur für die Sklaventätigkeiten da. Jede Frage meinerseits – und war sie noch so dumm – wurde beantwortet."
Die PJ’ler werden dort nur selten für Botengänge oder ähnliches eingesetzt. Und so stellt ein weiterer Student fest: "Super Stimmung, super spannend! Man darf viel, spielt sozusagen Arzt, wird aber bei jedem Patienten durch den Oberarzt nochmal abgesichert."
Man darf also selbständig arbeiten – ein optimales Lernumfeld.
Anerkennung verdient auch der PJ-Unterricht. Auch wenn er nicht immer wie geplant stattfindet, beschreiben ihn die Studenten in fast allen Bereichen als "gewinnbringend und interessant".

PJ statt Fitnessstudio

Während die meisten Stationen durchweg positiv bewertet werden, gibt es an der Chirurgie etwas zu bemängeln.
O-Ton eines genervten Studenten: "Chirurgie am UKE ist nur etwas für Leute mit viel Ausdauer! OPs gerne auch mal 8+ Stunden. Vor allem die Transplants sind sehr anstrengend und gehen natürlich auch mal spät abends los und dann bis zum frühen Morgen. Die ganze Nacht über Haken halten… Da spart man sich das Fitness-Studio. Bleibt eh keine Zeit mehr für, wenn man täglich 10-12 Stunden arbeitet."
Doch wenn man die Nacht mit Unmengen an Kaffee und vom Haken-Halten schmerzenden Armen überstanden hat, fällt man mit dem guten Gefühl etwas gelernt zu haben in die Federn – Motivation und "Bock auf Chirurgie" vorausgesetzt. "Und dann sagt auch keiner was, wenn man sich seine Studientage nimmt, oder mal früher abhaut".
Zeitprobleme werden auch auf anderen Stationen beklagt. Oftmals muss länger gearbeitet werden und die Zeit zum Lernen erscheint den PJ’lern als unzureichend, obwohl es einen Studientag in der Woche gibt.
Zeit für einen Happen zum Mittag finden wiederum fast alle Studenten am UKE. Einziges Manko: Das Mittagessen ist nicht kostenlos.

Fazit

Auch wenn einzelne Stationen nicht unbedingt mit ihren Bewertungen glänzen können, so hat das UKE dennoch Lob verdient. Wer bereit ist auf einen Teil seiner Freizeit zu verzichten, der lernt im Praktischen Jahr so viel, wie kaum woanders.
Doch ist das UKE für PJ’ler Anlaufstelle Nummer eins in Hamburg oder gibt es bessere Alternativen? Was meint ihr? Schreibt uns eure Meinung ins Forum.

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