Phat leben im dicken B

11. April 2008
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Studieren in der deutschen Hauptstadt, an einer der gefragtesten medizinischen Fakultäten in Deutschland, der Charité. Das allein übt sicher schon einen gewissen Reiz auf viele Studienanfänger aus. Doch was hat die Stadt und vor allem die Universität den angehenden Medizinern wirklich zu bieten?

Als Einstieg ins Unileben organisiert die Fachschaft für neue Studenten eine Orientierungswoche, in der die Erstsemester mit den Abläufen an der Charite vertraut gemacht werden. Hier lernen sich alle beim Erstigrillen oder bei der Erstiparty kennen.

Lernen

Für diejenigen, die sich auch in ihrer Freizeit mit medizinischen Themen auseinandersetzen wollen, gibt es “POL-Gruppen”. In diesen Gruppen stellen Studenten höherer Semester medizinische Fälle vor, die Behandlungsansätze diskutiert die Gruppe dann gemeinsam. Ansonst ist das Angebot an Extrakursen an der Charite in der Vorklinik eher dünn gesät, so gibt es zum Beispiel kein Universitätsrepetitorium zur Examensvorbereitung.

Wohnen

Zum Thema Wohnbezirk gilt wirklich Weapon of Choice. In Prenzlauer Berg, Mitte oder Friedrichshain zahlt man zwar zum Teil wirklich happige Preise, aber dafür ist man mitten im Geschehen und umgeben von anderen jungen Leuten. Ist man bereit darauf zu verzichten, kann man auch in wirklich zentralen Stadtteilen wie Moabit oder Wedding für deutlich weniger Geld schön wohnen. Oder man mietet sich in Neukölln für etwa 360€ warm eine 70qm-Altbau-Wohnung mit Stuckdecke und Dachterrasse. Aber dafür sind die Dönerbuden das einzige Nightlife.

Fazit

Medizin in Berlin ist nicht geeignet für Studenten, die ihr Studium schnell durchziehen wollen. Zu lieblos und unpersönlich die Lehre, zu groß die Ablenkungsmöglichkeiten. Nach Berlin sollte man wegen der Stadt gehen, nicht wegen der Uni.

Interview

Das exklusive Interview mit Frederik, einem Studenten der Berliner Charité findet ihr hier.

Infos auf einen Blick:

  • Größe der Stadt: 3.405.469 Einwohner
  • Größe der Uni: 132.822 Studierende (insgesamt), 7.000 Studierende (Medizin)
  • Semesterumfang: 300 pro Jahr im Regelstudiengang, 3 pro Jahr im Reformstudiengang
  • Modell-/Regelstudiengang: beides; Modellstudiengang seit 1999
  • Forschungsschwerpunkte: Neurowissenschaften, Onkologie, Kardiovaskuläre Forschung, Muskuloskeletale Forschung Immunpathologie/ Infektiologie/ Rheumatologie/ Allergologie Molekulare Medizin/ Genetik/ Genomwissenschaften, Transplantationsmedizin
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Allgemein

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