Im Kampf gegen den Biochemie-Unmut

13. Mai 2008
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Daniel Gagiannis, mittlerweile selbst Assistenzarzt, schafft das, was vielen Professoren nicht gelingt. Er vermittelt seine Freude und sein Wissen in der Biochemie an die Studenten weiter - und das mit Erfolg.

Daniel Gagiannis hat früh seine Leidenschaft für die Biochemie entdeckt. Und diese Leidenschaft möchte er mit anderen teilen. Schon während seines Studiums half er Kommilitonen über die Hürden der Biochemie hinweg. Sein Talent die Biochemie für andere begreifbar zu machen sprach sich herum und schließlich füllte er mit seinen Repetitorien ganze Säle.
Und auch nachdem der 28-Jährige sein Studium abgeschlossen hat, lässt sein Wille, geplagten Studenten die Biochemie zu veranschaulichen, nicht nach. Immer noch können Studenten von seinem Faible profitieren – mittlerweile nicht nur in Kursen, sondern auch in seinem Buch "Biochemie – In Frage und Antwort".
Wir haben ihm für euch ein paar Fragen gestellt:

MS: Woher kommt Ihr Interesse an der Biochemie?
D. Gagiannis:
Die Biochemie fasziniert mich bereits seit der Schulzeit. Hat man – mit den Grundlagenkenntnissen – die erste Hürde genommen, beginnt der Einblick in die unglaubliche Einfachheit und Schönheit bestimmter Konstruktionen der Natur. Ich möchte die Biochemie nicht nur nutzen, um Vorgänge des Lebens besser zu verstehen; ich möchte über das Verständnis zu Denkansätzen kommen, die es uns ermöglichen, völlig neue Therapieansätze zu entwickeln.

MS: Dass heißt, dass Sie auch selber in der biochemischen Forschung tätig sind?
D. Gagiannis:
Ja, ich forsche auf dem Gebiet der Glykobiologie. Über einen innovativen (und mittlerweile patentierten) Zucker können wir am Tiermodell Zelloberflächen verändern. Ziel ist es Krankheiten, wie die multiple Sklerose, aber auch hochagressive Tumorleiden in ihrer Prognose zu verbessern oder sogar zu heilen.

MS: Zu den Nachhilfekursen, die Sie geben: Wie kamen Sie auf diese Idee?
D. Gagiannis:
Alles fing über Freunde an, denen ich die Biochemie näher brachte. Diese wiederum berichteten über ihre Lernerfolge, so dass andere Studenten auf mich zukamen. Am Ende waren es so viele, dass meine Zeit einfach nicht mehr ausreichte, mehrere Gruppen nebeneinander mit Nachhilfe zu versorgen, so dass ich um einen Hörsaal bat. Auch hier wuchs die Zahl der Teilnehmer kontinuierlich; zuletzt waren es ca. 200 Studenten.

MS: Die Nachhilfe ist kostenlos. Warum verlangen Sie kein Geld für Ihre Mühen?
D. Gagiannis:
Ich möchte alle Studenten erreichen, nicht nur diejenigen, die sich einen teuren Kurs leisten können.

MS: Sie haben auch das Buch "Biochemie in Frage und Antwort" geschrieben.
D. Gagiannis:
Einige Skripte, die ich auf meiner Homepage und auch auf medizinstudent.de veröffentlicht habe, hat eine Lektorin von Elsevier entdeckt. Es folgte ein kurzer Schriftkontakt; ich schrieb ein Probekapitel und 1 Jahr später war das Buch fertig.

MS: Was dürfen sich die Studenten von Ihren Kursen und von dem Buch versprechen?
D. Gagiannis:
Das Konzept meines Repetitoriums ist auch in der "IFA Biochemie" der tragende Pfeiler. Für wenig Geld erhält der Käufer ein gerade mal 200 Seiten starkes Buch, welches nicht nur den wichtigen Leitfaden, sondern auch eine kompakte Zusammenstellung der häufigsten Prüfungsfragen liefert. In nur 2-3 Wochen kann man sich so optimal auf die mündliche Prüfung vorbereiten und entspannt dem "Tag der Entscheidung" entgegenblicken. Kurz: Ein Buch, das wertvolle Zeit spart!

MS: Was empfehlen Sie Studenten, die Ihre Nachhilfe nicht besuchen können?
D. Gagiannis:
Wichtig ist, dass man sich zunächst nicht in den Details verirrt, sondern eher versucht Zusammenhänge zwischen verschiedenen Stoffwechselkreisläufen zu erkennen. Um die Grundlagenkenntnisse zu erlangen, empfehle ich auch den Studenten, die mein Repetitorium nicht besuchen können die Ausarbeitung der Repetitorien-Begleitskripte auf meiner Webseite. Außerdem bietet mein Buch eine gute Basis, dass ich auch für diesen Zweck geschrieben habe.

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