BaföG: Studentenwerke fordern Aufschlag

9. Oktober 2013
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Das Deutsche Studentenwerk (DSW) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) haben zehn Eckpunkte für ein modernes BAföG vorgelegt. Darin fordern beide Organisationen unter anderem eine BAföG-Erhöhung um mindestens zehn Prozent und die Abschaffung der Altersgrenzen.

Die Organisationen fordern „eine soziale Öffnung durch eine starke Studienfinanzierung“ und schlagen in ihren Eckpunkten unter anderem gesenkte Darlehensanteile, eine Weiterführung der Förderungen auch bei einem Wechsel der Fachrichtung oder nach Überschreitung der Förderungshöchstdauer und verbesserte Studienfinanzierungsmöglichkeiten für Studierende mit Behinderung und Studierende mit Kindern vor.

„Damit Studierende aus ärmeren Familien nicht die Leidtragenden des föderalen Gegeneinanders bleiben, muss ein verlässlicher Inflationsausgleich festgeschrieben werden“, so die Stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack. Bislang konnten sich Bund und Länder nicht auf eine BAföG-Reform verständigen. Deshalb erinnert der DSW-Präsident Dieter Timmermann nun daran, dass der BAföG-Bericht der Bundesregierung bereits im Januar 2012 einen Erhöhungsbedarf von mindestens fünf Prozent bei den Bedarfssätzen und von mindestens sechs Prozent bei den Freibeträgen formuliert habe. Es müsse Schluss sein mit einer BAföG-Politik nach Kassenlage, so Thimmermann.

Des Weiteren fordern DSW und DGB, dass auch ein Teilzeitstudium förderungsfähig sein solle. Eine Erhebung der DSW habe ergeben, dass 22 Prozent der Studierenden, die in Vollzeitstudiengängen eingeschrieben seien, faktisch in Teilzeit studierten.

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