E-Learning – Chancen und Grenzen

22. Juli 2008
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Electronic Learning (E-Learning) steht für Lernen mit digitalen Medien. Lernskripte sind im Internet abrufbar, Fachwörter kann man schnell in Suchmaschinen nachschlagen, es gibt neben Licht- auch das Online-Mikroskop. Werden Lehrbücher und Anatomieatlanten aus den Bücherregalen verschwinden?

Warum digital lernen? Ein wichtiges Argument ist die Flexibilität beim Pauken – man kann sowohl in der Bücherei als auch zu Hause auf die Lernmaterialen zurückgreifen, ohne schwere Bücher im Rucksack schleppen zu müssen. So kann man mittlerweile Bücher kapitelweise downloaden, worüber ihr auch mehr in unserem Beitrag "What you see is what you get" in diesem Newsletter erfahrt. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Lernende die Infos nicht nur als Text oder Bild vermittelt bekommt, sondern meistens auch interaktive Elemente oder Videosequenzen dabei sind.
Manche Programme sind jedoch für Internet-Neulinge schwer zu erlernen. Außerdem gibt es beim Lernen im Internet selten eine Garantie, dass alle dargestellten Inhalte auch wirklich korrekt sind.
So innovativ E-Learning auch ist, die Arbeit mit dem guten alten Lehrbuch kann und wird es nicht sobald vollkommen ersetzen, sondern dient lediglich als Ergänzung. Aber die neue Art von Lernen macht Spaß, sodass das Gelernte dann auch besser in den Gehirnwindungen hängen bleibt!

Heiße Tipps für’s Lernen im Internet

In unserer neuen Reihe stellen wir euch kostenlose und benutzerfreundliche E-Learning-Tools vor, die euer Lernen aufpeppen und erleichtern können.
Zum Einstieg gibt es einen Tipp, der über die klausurrelevanten Themen der Neuroanatomie hinausgeht- "Hörsaal City – Wer bin ich?"

Wer bin ich?

Welche Teile des Gehirns dafür verantwortlich sind, dass der Mensch sehen oder sprechen kann, das weiß der Student nach einer Neuroanatomieprüfung ganz genau. Die Frage, wie das Ich-Bewusstsein zustande kommt, wird jedoch keiner der Prüfer der Anatomie stellen, denn sie geht über die übliche Struktur-Funktions-Beziehung hinaus.

Für Interessierte, die der Antwort wenigstens ein kleines Stückchen näher kommen möchte, ist der Podcast "Wer bin ich?" genau das Richtige. Zu hören sind Liveaufnahmen einer Vortragsreihe, die an der Ruhr-Uni Bochum im diesem Jahr gemeinschaftlich von Psychologen, Psychiatern und Philosophen gehalten wurden. Eine definitive Antwort gibt es natürlich nicht, aber spannende und aktuelle Thesen sind allemal dabei!

"Hörsaal City – Wer bin ich"

  • Inhalt: Neuro- und geistenswissenschaftliche Vorträge zum "Ich"
  • Form des Tools: reine Audio-Dateien
  • Relevanz / Zielgruppe: nicht prüfungsrelevant, sondern eher für Interessierte der Neurologie und Psychiatrie
  • Dauer: rund eine Stunde pro Vortrag
  • Voraussetzungen: mp3-Player

  • Pro: vielfältige Thematik / gute akustische Qualität
  • Kontra: nur Audiodatei, manchmal schwer nachzuvollziehen ohne die entsprechende Präsentation zu sehen / rund einstündige Vorträge
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