Collaboration: Neuer Trend im Pharmamarketing

9. Oktober 2012
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Früher war Werbung wie Radio: man konnte zuhören oder abschalten. Ändern konnte man nichts. Heute ermöglicht kollaborative Software den schnellen und direkten Austausch zwischen Herstellern und Kunden. Dies verändert auch die Pharma-Marktforschung.

Wörtlich aus dem Lateinischen übersetzt heißt Collaboration Mitarbeit. Was ist denn an „Mitarbeit“ neu, mag man fragen. Oder so aufregend, dass ich einen ganzen Artikel darüber lesen sollte? Ganz einfach: Neu ist, dass die Zielgruppe selbst an der Erstellung der Werbung mitarbeitet. Und aufregend ist das, weil Unternehmen auf diese Weise einen nuancierten Einblick in die Denkweise ihrer Zielgruppe erhalten.

Per Klick auf eine Wellenlänge

In vielen Bereichen gehört die ortsunabhängige Zusammenarbeit auf Basis von webbasierten Programmen schon länger zum guten Ton. Projektmanagement, inhaltliche Abstimmungen und kreatives Finetuning auf einer solchen Plattform sind dort fester Bestandteil der Arbeitsabläufe. Der Vorteil liegt auf der Hand: Spezialisten können eingeladen werden, ohne größeren Aufwand bestimmte Projekte oder bestimmte Aspekte eines Projektes präzise zu bearbeiten.

Bislang war der Personenkreis, der über Groupware zusammenarbeitete, meist eingeschränkt und konzentrierte sich auf Mitarbeiter der Firma. Die neuesten Trends im Bereich der Groupware speisen sich jedoch aus den sozialen Netzwerken. Dies geht mit der Entwicklung einher, den Teilnehmerkreis zunehmend auch auf Externe auszudehnen.

Die Instrumente stimmen

Damit bieten sich auch neue Möglichkeiten für die Marktforschung: Werbetreibende und Beworbene werden an einen virtuellen Tisch geholt, um gemeinsam an der Entwicklung von Außendienst-Foldern oder anderen Werbemitteln zu arbeiten.

Die Palette an Instrumenten, die hierfür zur Verfügung stehen, lässt mittlerweile wenig Wünsche offen. Die Werkzeuge reichen von Mindmapping-Programmen über virtuelle Pinnwände bis hin zu Collaborative-Writing-Tools oder auch Collaborative-Reviewing-Diensten. Je nach Tool können die Teilnehmer gemeinsam Ideen sammeln, Texte und Grafiken gestalten, redigieren und weiterentwickeln und miteinander diskutieren.

Live & direkt

Der Clou ist dabei, dass keine Dateien oder Materialien herumgeschickt werden, bis niemand mehr weiß, welche Version die aktuelle ist – sondern alle Vorschläge, Anmerkungen und Änderungen in einem serverseitig gelagerten Dokument vorgenommen werden. So kann der Input in Echtzeit von den anderen Teilnehmern diskutiert und weiterentwickelt werden.

Stellt ein Unternehmen also beispielsweise eine neue Anzeige für ein Produkt zur Diskussion, können die teilnehmenden Spezialisten jeden einzelnen Bildpunkt präzise und effektiv diskutieren. Was gefällt, was stört – und warum? Und was fehlt zu einem echten Hit? Das Unternehmen erhält auf diese Weise einen präzisen Einblick in Sichtweise und Vorstellungen seiner Zielgruppe.

Funky: Healthcare feat. E-Collaboration

Und im Healthcare-Bereich? Da ist häufig ein gerüttelt Maß an Fingerspitzengefühl in der Kommunikation zwischen Pharmakonzern und Arzt gefragt. Materialien müssen wissenschaftlich sein, dürfen aber nicht langweilen. Gleichzeitig hat der Arzt wenig Zeit, sich mit dem Werbematerial zu beschäftigen, muss aber eine Vielzahl an Informationen herausziehen können.

E-Collaboration kann hier wertvolle Anregungen geben: Denn diejenigen, die sich von der Werbung angesprochen fühlen sollen, helfen dabei, sie zu optimieren. Ist die Ansprache der Materialien zu flapsig oder zu wissenschaftlich? Fehlen wichtige Informationen, Grafiken und Quellen? Oder sind es gar zu viele? Statt aufwändiger Testlabors kann man diese Fragen schnell und effektiv auf Online-Plattformen testen. Deshalb: Let’s collaborate!

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