Die Tiefblicker

23. Juli 2008
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Das Arbeitsgebiet der Physiologie ist vielfältig, wobei der Blick vor allem auf die Dynamik biologischer Vorgänge und deren kausale Zusammenhänge gerichtet ist. Klingt spannend? Ist es auch!

An deutschen Universitäten ist die Physiologie des Menschen an den medizinischen Fakultäten beheimatet und zählt mit Biochemie, Anatomie und Psychologie, sowie den drei Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik zu den vorklinischen Fächern, die im Rahmen des Ersten Staatsexamens eine staatliche Zwischenprüfung darstellen. Hier findet man auch die häufigsten Einsatzgebiete der "fertigen" Fachärzte für Physiologie.
Ohne die Physiologie wäre zudem eine gezielte Pharmakologie nicht möglich, denn sie kann Wirkungen, Eigenschaften und Nachteile von Medikamenten teilweise beschreiben und auch voraussagen. Dies ist ein Grund, warum auch viele ausgebildete Physiologen eine Karriere in der Industrie und Forschung anstreben.

Das Interview mit Herrn Mehmet Heußler, einem angehenden Facharzt für Physiologie, findet ihr hier.

Ausrichtung / Schwerpunkte der Ausbildung

Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten unter anderem in:

  • den Grundlagen der Physik, Physikalischen Chemie, Biochemie, Mathematik und Biostatistik einschließlich der Datenverarbeitung, Kybernetik und Bionik sowie Anatomie, Histologie und Zytologie
  • der Physiologie des Blutes, des Herzens und Blutkreislaufs sowie der Atmung, der Physiologie des Energie- und Wärmehaushaltes, der Ernährung und Verdauung, des Elektrolyt- und Wasserhaushaltes und des endokrinen Systems sowie der homöostatischen Mechanismen und Regulationen
  • der Physiologie der peripheren Nerven und der Rezeptoren, des Muskels, des zentralen Nervensystems und des vegetativen Nervensystems
  • der Physiologie der Sinnesorgane
  • den elektrophysiologischen Methoden zur Untersuchung der Eigenschaften des zentralen Nervensystem sowie der neuralen und muskulären Elemente
  • den Methoden der Leistungsphysiologie

Aufbau der Ausbildung

  • 48 Monate bei einem Weiterbildungsbefugten an einer Weiterbildungsstätte
  • wovon bis zu 12 Monate in anderen Gebieten angerechnet werden können

Dauer der Ausbildung

  • 4 Jahre

Arbeitsplätze / Arbeitgeber

  • Universität (Lehre)
  • Kliniken
  • Praxen
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Pharmakologie

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