Einfach abschwirren.

24. Juli 2008
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Ein Semester in Sydney? Ein ganzes Jahr Japan? Oder doch eine Famulatur in Ghana? Teile seines Medizinstudiums im Ausland zu absolvieren bringt nicht nur Spaß, tolle Erfahrungen und einen aufpolierten Lebenslauf. Es wird auch noch immer leichter, dank zahlreicher staatlich geförderter Maßnahmen.

Seien wir doch mal ehrlich. Irgendwann packt das Fernweh jeden. Zwischen Kursen und Klausuren scheint sich das tägliche Leben ständig zu wiederholen. Monotonie und Tristesse drohen gefährlich über das Gemüt des Medizinstudenten einzubrechen. Abwechslung täte da gut, am besten mal für eine Weile weg, und trotzdem weiterstudieren um nicht unnötig Zeit zu verlieren.
Ein Auslandssemester wäre da genau das Richtige. Doch scheut man sich allzu oft vor Organisation und fürchtet bürokratische Tücken, finanzielle Hürden und den organisatorischen Aufwand – doch sind die Sorgen ziemlich unberechtigt.

DAAD und Bildungsministerium geben Gas
“go out!” heißt die gelungene Kampagne, die zusammen vom Bundesbildungsministerium und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst ins Leben gerufen wurde. Das Ziel der Kampagne ist es, Studenten bei ihrem Wunsch nach einem Auslandsstudium zu unterstützen. Dazu zählen neben Auslandssemestern auch Sprachkurse, wissenschaftliche Arbeiten und Praktika im Ausland.
Auf der Website der Kampagne kann man alle wichtigen Informationen und Anlaufstellen für einen Auslandsaufenthalt im Studium in Erfahrung bringen. Leichter geht es da kaum. Lokale Anlaufstellen für Reisewillige bieten die meisten Studiendekanate an, bei denen auch verlässliche Informationen zur Anerkennung im Ausland erworbener Studienqualifikationen eingeholt werden können.

Ausland macht Eindruck
Wer sich im Studium zeitweise in die Ferne begibt, muss faktisch keine negativen Konsequenzen fürchten. Im Allgemeinen sind Auslandsaufenthalte ein Pluspunkt in der Bewerbungsmappe. Viele potentielle Chefärzte sehen es gerne, wenn man zwischendurch auch mal Erfahrungen außerhalb der gewohnten Umgebung gesammelt hat.
Fast müsste man daher sagen: Wer bei dieser Fülle an Möglichkeiten und Angeboten nicht mal für ein paar Monate aus der Routine ausbricht, zieht den Kürzeren. Nicht nur, weil es für den Lebenslauf wichtig ist, sondern auch, weil man sich einer ganzen Schatzkiste neuer Erfahrungen verschließt.
Sehr selten berichten Medizinstudenten nach ihrem Auslandsaufenthalt, dass es nicht gut war. Meistens ist die Begeisterung den Rückkehrern an den Augen abzulesen. Der eine oder andere Medizinstudent findet sogar so viel Gefallen an dem neu entdeckten Land, dass er später auch dort arbeiten möchte. Massenweise Perspektiven – und der Sprung ins Ausland ist gar nicht so schwer – Go out!

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