Augen auf beim Bücherkauf!

29. Juli 2008
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Medizinstudenten werden im Laufe ihres Studiums zu wahrhaften Bücherfressern. Doch sollte trotz Stress und Eifer jeder Bücherkauf gut überlegt sein, um riesige Krater im Geldbeutel zu vermeiden. Wir verraten einige bewährte Tipps und Tricks.

Der Gang in die Fachbuchhandlung ist für viele Medizinstudenten ein wahrhaftes Erlebnis. Überall zwinkern Bücher voll mit scheinbar grenzenloser Weisheit. Die einen in Grün, die anderen in Blau, manch anderes in Orange – viele ganz dick, gesäumt von ebenso vielen Dünnen. Reflexartig möchte man einfach jedes interessant anmutende Buch kaufen und sich genussvoll ein Bad medizinisches Wissen gönnen – wenn da nicht die ganzen Preisetiketten wären.

Günstig kaufen bei Gleichgesinnten

Schnell klaffen zwischen Wunsch und Geldbeutel schier unüberwindbare Euroberge. Meistens relativiert man in diesem Moment seine Wünsche und versucht sich, auf das Wesentliche und Machbare zu beschränken – der erste Schritt zum Bücherfuchs.
Wer sich für das Semester eindecken will, kann dies oft bei Studenten höherer Semester. An jeder Fakultät gibt es Büchermärkte, in denen fröhlich weiterverkauft wird. Dabei lassen sich beträchtliche Einsparungen erzielen. Auch ein häufig praktizierter Tipp ist das Schwarze Brett. Hier kann man Büchergesuche aufgeben oder seine alten Bücher anbieten.

Zu Studienbeginn sollte man nicht versäumen, auch mal in seiner näheren Umgebung umzuhorchen. Die Welt ist klein und nicht selten kennt man über einige Ecken jemanden, der Mediziner ist und gerne Bücher loswerden möchte. Da kommt man gut und gerne ins Geschäft.

Das Internet als Plattform nutzen

Wer mit diesen sozialen Netzwerken aus dem Real Life nicht erfolgreich war, kann sein Glück in einem anderen, ungleich größeren Netzwerk versuchen – dem guten alten Internet. Etliche Plattformen bieten mittlerweile in Klicknähe zu den neuen Exemplaren auch gebrauchte Bücher zum Kauf (z.B. Amazon) an. Oft sind die Bücher in einem einwandfreien Zustand und können noch große Freude bereiten. Klassiker des Internets wie ebay haben auch eine große Auswahl an Medizinbüchern.

Kratzer und das Alter sind Gold wert

Ein sehr interessanter Ansatz ist Hitflip. Hier kann man seine nicht mehr gebrauchten Bücher einfach zum Tausch anbieten. Für jeden selbst eingestellten und "getauschten" Artikel erhält man Punkte, mit denen man Sachen anderer erwerben kann.
Weitere heiße Stichwörter zum Thema Medizinbücher sind Remittenden und Mängelexemplare. Dabei handelt es sich um Bücher, die bereits in einer (meist geringfügig überarbeiteten) Neuauflage erschienen sind bzw. um Bücher mit kleinen Mängeln des Äußeren. Wer sein Buch eher als Arbeitswerkzeug und weniger als modisches Accessoire sieht, kann hier bares Geld sparen, zum Beispiel auch bei der Internettplattform Abebooks.

Tipp für Schlenderer: Schaut euch in eurer Unistadt mal die modernen Antiquariate an oder geht mal in die etwas abgedunkelten Ecken eurer Buchhändler. Oft staunt man, wie viel günstiger das aktuelle Wunschbuch wird, wenn ein Kratzer auf dem Cover ist.

Nie blind kaufen

Häufig sind schnell gekaufte Bücher eine Enttäuschung, weil sie zum Beispiel nicht das bringen, was im Kurs zählt. Daher gilt vor jeder größeren Anschaffung: Schauen – Vergleichen – Nochmal umschauen – Zuschlagen. Leiht euch die Bücher am besten in der Unibibliothek aus und arbeitet eine Weile mit Ihnen, bevor ihr euch ein eigenes Exemplar gönnt. Schaut, ob es in manchen Fächern nicht auch ein Skript tut. Nutzt die Informationen und Lernmöglichkeiten im Internet, zum Beispiel das Flexikon.

Am besten sind immer die Bücher, von denen man eventuell sein ganzes Medizinerleben profitieren kann. Nicht für jedes Fach braucht man die neueste Auflage des dicksten Buches und manch ein zu schnell gekauftes Lehrbuch vermodert in der Ecke, ohne je richtig benutzt worden zu sein.

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