Online-AWB: Schluss mit dem Papierkrieg

15. Oktober 2008
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Arztpraxen haben in Zeiten von QM & Co mehr denn je mit Massen bedruckter Zellulose zu kämpfen. Kaum ein Arzt mag sich und seinem Team das Ausdrucken, Ausfüllen und Versenden papierner Fragebögen im Rahmen einer Anwendungsbeobachtung noch zumuten. Die Lösung: Online-AWB. 

Immer mehr pharmazeutische Firmen distanzieren sich von der doch ziemlich in die Jahre gekommenen klassischen Anwendungsbeobachtung: Sie wollen den teilnehmenden Ärzten nicht länger die Papierstapel mit Studienergebnissen zumuten, die dann auch noch per Schneckenpost verschickt oder von Kurierdienst zugestellt werden müssen. Überhaupt, wenn man auf Nummer Sicher gehen will: Sensible und wertvolle Daten – und darum handelt es sich ja schließlich bei den Ergebnissen einer Anwendungsbeobachtung – sollten nicht auf Papier gedruckt durch zu viele Hände wandern. Die schnelle, direkte und sichere Online-Versendung der Daten vom die AWB durchführenden Arzt hin zum Auftrag gebenden Pharmaunternehmen schließt viele Unsicherheitsfaktoren der klassischen Anwendungsbeobachtung aus. Außerdem: Es entfallen die Druck- und Papierkosten sowie der damit verbundene Zeitaufwand.

Sicherheit ist keine Hexerei

Die Sicherheit von Online-AWB offenbart sich auch schon vor der Versendung an das beteiligte Pharma-Unternehmen: Es können keine Daten oder ausgefüllte Bögen verloren gehen und der Arzt hat stets alle wichtigen Dokumente vorliegen. Bei einer Online-AWB werden die Daten vom Arzt direkt über den Web-Browser in eine beim Unternehmen oder bei einer beauftragten Drittfirma liegenden Datenbank eingegeben. Der Arzt loggt sich dafür mittels eines persönlichen Passwortes in die Datenbank ein und trägt die Daten über eine spezielle für die jeweilige AWB erstellte Bildschirmmaske ein. Beim Dokumentieren können der Beobachtungsplan, die Fachinformation oder ein UAW-Bogen schnell heruntergeladen werden. Der Arzt kann seine Daten bis zum endgültigen Abschicken jederzeit noch korrigieren.

Zeitersparnis durch systematische Fehlervermeidung

Da der Sponsor die Daten einer Online-AWB sofort erhält und überprüfen kann, hat er die Möglichkeit, beim beteiligten Arzt umgehend Rückfragen zu stellen. So können systematische Fehler vermieden werden, die möglicherweise zu Mehrarbeit für alle Beteiligten führen: Mittels so genannter Hard-Checks können faktisch falsche Daten schon während der Eingabe herausgefiltert werden und der gezielte Einsatz von Plausibilitätschecks sorgt dafür, dass unerwartete Eingaben automatisch hinterfragt werden. Auch bei fehlenden Angaben kann das Pharma-Unternehmen sofort reagieren – und nicht erst, wenn alle Bögen ausgefüllt sind und verschickt wurden. Eine weitere Zeitersparnis bei der Auswertung der Anwendungsbeobachtung resultiert aus dem Umstand, dass die erhobenen Daten nicht mehr digitalisiert werden müssen. Der Sponsor hat so die Möglichkeit, zeitnahe Zwischenauswertungen vorzunehmen, über die auch der Arzt umgehend informiert werden kann – daraus resultiert ein optimaler Überblick über den Verlauf der Untersuchung.

Zusatzfunktionen – mehr als Sie erwarten

Das Modul, in das der Arzt die Untersuchungsergebnisse eingibt, berechnet auch automatisch Anhaltspunkte für die Visitenzeitpunkte – ganz so, wie es die Medikation im Regelfall erfordert. Je nach Studiendesign können weitere sinnvolle Zusatzfunktionen eingebaut werden:

  • Parallel zur eigentlichen Studie können Antworten in spezielle Tatinetenfragebögen direkt vom Patienten selbst – etwa zu seiner Befindlichkeit – während der Visite eingegeben werden.
  • Forenfunktionen ermöglichen den Austausch mit anderen an der Anwendungsbeobachtung beteiligten Ärzten und Querymanagement mit den Monitoren.
  • Der teilnehmende Arzt kann jederzeit seinen Honorierungsstand einsehen. Die Honorierung erfolgt bei Online-AWB sehr zeitnah, da die Bögen, anders als bei der klassischen Anwendungsbeobachtung, nicht erst auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft werden müssen.

Noch nicht überzeugt? Klicken Sie hier um sich eingehender zu informieren. Unter der Rubrik Demo können Sie in einer interaktiven Testumgebung ausprobieren, wie eine Studie in der Praxis aussieht.

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1 Kommentar:

Hans Römermann
Hans Römermann

Leider geht der o.g. Artikel sehr oberflächlich und positivistisch mit dem Thema um.AWBs haben wenig mit Forschung zu tun, sondern sind ein Marketinginstrument der Pharmaindustrie um ihre Präparate zu postitionieren. Für eine Aufwandsentschädigung sammelt man später nur selten veröffentlichte Daten an. Wenn man so will, eine subtile Art von Bestechung. Es sollte mehr Transparenz geben über den Zusammenhang von AWBs und dem Verordnungsverhalten. Vielleicht kann die Autorin sich ja mal mit diesem Aspekt des Themas beschäftigen, falls Ihre Sponsoren das zulassen…

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