Erste Hilfe für leere Taschen

5. Dezember 2008
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Studiengebühren, Miete, Mensa und natürlich die Fachliteratur schlagen mit hohen Kosten zu Buche. Müsstest du auch dieses Semester dein Konto tief in die roten Zahlen bringen? Ein Nebenjob muß her! Wenn du keine Lust auf Kellnern hast, ist der Lehrer für „Erste Hilfe“ vielleicht etwas für dich.

Kurse in „Erste Hilfe“ und für lebensrettende Sofortmaßnahmen bieten sowohl karitative Verbände als auch zertifizierte Privatanbieter an. Besonders Medizinstudenten haben eine gute Chance, als Kursleiter angelernt zu werden, da sie durch das Einbringen vieler Klinikerfahrungen den Kurs lebendiger und damit attraktiver machen können.

Um Kursleiter zu werden, muss man natürlich über ausreichende medizinische Kenntnisse verfügen. Haben die Teilnehmer nämlich einmal festgestellt, dass Notfälle richtig spannend sind, muss man damit rechnen, viele weitergehende Fragen beantworten zu müssen. Je nach Regierungsbezirk ist eine Prüfung des medizinischen Wissens durch einen Amtsarzt Pflicht, um die Zulassung als Kursleiter zu erhalten. Auch ist man verpflichtet, verschiedene didaktische Aufgaben erfolgreich zu lösen, um die Befähigung zu erlangen, richtig lehren zu können.

Die Bezahlung unterscheidet sich je nach Arbeitgeber: Einige Anbieter bezahlen dem Kursleiter eine Grundpauschale, andere richten das Entgelt nach der Anzahl der Teilnehmer. Bei wöchentlicher Leitung eines Kurses kann man von ca. 250-350 € monatlich ausgehen.

Wer als Kursleiter für „Erste Hilfe“ arbeiten möchte, braucht vor allem zwei Dinge: Geduld und eine laute Stimme. Denn ist für Medizinstudenten die Thematik „Notfall“ spannend, sind viele junge Menschen, die den Kurs für die Führerscheinprüfung absolvieren müssen, nicht wirklich daran interessiert. Wer will schon als Siebzehnjähriger Samstag morgen ab neun Uhr etwas über blutende Wunden oder den Herzstillstand hören? So ist man zu Beginn des Kurses häufig mit zur Schau gestelltem Desinteresse konfrontiert. Würzt man aber seinen „Vortrag“ mit ein paar schaurig-schönen Geschichten aus dem Notarztdienst, so kann man sicher sein, dass alle Teilnehmer den Worten gebannt lauschen werden.

Wer Spaß hat, anderen Menschen etwas beizubringen und es schafft, trockene Themen spannend zu verpacken, für den ist der Job als Kursleiter „Erste Hilfe“ genau das Richtige.

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1 Kommentar:

Studentin der Pharmazie

also der job als erste hilfe ausbilder ist oft mühsam und frustrierend. ich selber mache ihn seit 3 jahren. unmotivierte, lernresistente teilnehmer sind da an der tagesordnung. entweder man hat führerscheinbewerber oder arbeitnehmer die den kurs einfach nur absitzen. und das kriegt man sehr oft zu spüren. am schlimmsten sind oft klassen jeglicher schulart. so ein kurs ist kein zuckerschlecken, da man auf der einen seite den teilnehmer mit wissen nicht überfordern will, aber auf der anderen seite vorgaben von der bundesgenossenschaft hat.
das einzig schöne an erste hilfe kursen sind die wenigen teilnehmer, die solche kurse freiwillig machen.
AN DIE AUTORIN: seit wann fahren medizinstudenten als notarzt im rettungsdienst? ein gravierender inhaltlicher fehler.

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