Anatomie im Fokus: Das Herz

7. Januar 2009
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Ohne Herz gäbe es kein Leben. Wie funktioniert es? Was steckt hinter dem ganzen Mechanismus der kleinen Pumpe? Das und viel mehr findet ihr im nächsten Teil der Anatomie im Fokus.

Das Herz ist ein muskuläres Hohlorgan, welches den Körper durch rhythmische Kontraktionen mit Blut versorgt und so die Durchblutung sämtlicher Organe sichert. Dabei arbeitet es wie eine Pumpe, indem es die Flüssigkeit (Blut) ventilgesteuert aus einem Blutgefäß ansaugt und durch ein anderes Blutgefäß wieder ausstößt. Ein Leben ohne Herz ist für höhere Tiere und die Menschen nicht möglich – wohl aber seit einigen Jahrzehnten das Leben mit einem künstlichen Herzen.

Die Gestalt des Herzens gleicht einer Faust oder einem abgerundeten Kegel, dessen Spitze nach unten und etwas nach links vorne weist. Das Herz sitzt beim Menschen in der Regel leicht nach links versetzt hinter dem Brustbein im Mediastinum. Ein gesundes Herz wiegt etwa 0,5 % des Körpergewichts – im Durchschnitt zwischen 300 und 350 g.

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Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten:

  • Koronare Herzkrankheiten:

Die Erkennung, Behandlung und Nachsorge von Angina Pectoris, Herzinfarkten und infarktbedingter Herzmuskelschwäche ist in den westlichen Industrieländern zur Haupttätigkeit der meisten Kardiologen geworden. Neben der medikamentösen Therapie haben hier in den letzten zwei Jahrzehnten die invasiven Therapien immer mehr an Bedeutung gewonnen. Dabei handelt es sich zum Beispiel um die von Herzchirurgen durchgeführte Bypass-Operation.

  • Herzrhythmusstörungen:

Bei den Herzrhythmusstörungen überwiegt zahlenmäßig das Vorhofflimmern. Große klinische Bedeutung haben auch die ventrikuläre Tachykardie, sowie das Kammerflimmern.

  • Herzinsuffizienz:

Unter der Herzinsuffizienz versteht man das Unvermögen des Herzens, die vom Körper benötigte Blutmenge (Fachwort: Herzzeitvolumen) ohne Druckanstieg in den Herzvorhöfen zu fördern.
Falls möglich, sollten bei einer Therapie immer zuerst die Ursachen einer Herzinsuffizienz beseitigt werden. Hierbei sollte zu hoher Blutdruck gesenkt werden, oder beispielsweise ein operativer Herzklappenersatz erwogen werden.
Die nichtmedikamentöse Therapie besteht in erster Linie aus körperlicher Schonung des Patienten, sowie der Reduzierung des Körpergewichts. Die tägliche Zufuhr von Kochsalz sollte ebenso kontrolliert und reduziert werden.

Bei der medikamentösen Therapie der Herzinsuffizienz zeigen lebensverlängernde Effekte unter anderem:
ACE-Hemmer
– AT1-Anatagonisten
Betablocker
– Aldosteronantagonisten
Viele Patienten profitieren bei schwerer Herzinsuffizienz und intraventrikulären Leitungsstörungen von einer Resynchronisation der Kammern mittels biventrikulärer Herzschrittmacherstimulation.

Herzchirurgie:

Die Herzchirurgie ist seit dem Jahre 1993 ein selbständiges Fachgebiet, das sich aus der allgemeinen Chirurgie, mit dem Spezialgebiet Thorax- und Kardiovaskularchirurgie entwickelt hat, und das sich mit der chirurgischen Behandlung von angeborenen und erworbenen Krankheiten und Verletzungen des Herzens und der herznahen Gefäße befasst. Es ist damit ein der Kardiologie und Gefäßchirurgie nahestehendes Fach.
Das Bild des Herzchirurgen in der Öffentlichkeit wird vor allem von Herztransplantationen bestimmt. Die häufigsten Operationen sind jedoch die Anlage von KoronarArterienBypässen.

Unsere neue Reihe “Anatomie im Focus” wird mit freundlicher Unterstützung von 3B Scientific, dem renommierten Hersteller anatomischer Modelle, ermöglicht. Mit den Modellen von 3B Scientific liefern wir euch in dieser Reihe einen Einblick in die Anatomie des Menschen.

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