Mit der bvmd ins Ausland

29. Januar 2009
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Wer möchte nicht gern während des Medizinstudiums Erfahrungen im Ausland sammeln, neue Länder und Kulturen kennen lernen und gleichzeitig etwas für das Studium tun? Mit der bvmd wird das möglich!

Die bvmd ist Mitglied in der International Federation of Medical Students’ Associations (IFMSA), in der sich Medizinstudenten aus über 100 Ländern zusammenschließen. In Deutschland gibt es an jeder medizinischen Fakultät eine Lokalvertretung in der sich Medizinstudenten für den Austausch engagieren. Sie beraten Austauschinteressierte, organisieren Praktika und Unterkünfte für ausländische Famulanten bzw. Forschungspraktikanten und betreuen sie während ihrer Aufenthalte in Deutschland.

Der größte Teil der Kosten für einen Auslandsaufenthalt über die bvmd wird von der Bundesregierung übernommen, so dass dem Teilnehmer meistens eine Unterkunft und Verpflegung vor Ort kostenlos bereit gestellt wird. Der Student muss lediglich eine Bewerbungsgebühr von 100 Euro (80 Euro bei Projekten der Entwicklungszusammenarbeit) bezahlen, wovon ein Teil nach Schreiben eines Erfahrungsberichtes zurückerstattet wird.

Famulantenaustausch

Der Famulantenaustausch ist das bekannteste Austauschprogramm der bvmd. Über die bvmd ist eine Famulatur in ca. 70 Ländern aus aller Welt möglich. Die Dauer der Famulatur beträgt normalerweise vier Wochen, aber in Ausnahmefällen kann auch ein längerer Aufenthalt möglich sein. In vielen Ländern reichen Englischkenntnisse zum Famulieren aus, allerdings sind Kenntnisse der Landessprache immer empfehlenswert.

Als Vorraussetzungen muss der Bewerber zum Zeitpunkt der Famulatur mindestens das 2. klinische Semester abgeschlossen haben und bereits eine einmonatige Famulatur abgeleistet haben.

Die nächste Bewerbungsfrist für eine Auslandsfamulatur ist übrigens der 15. Juli 2009. Für alle Kurzentschlossenen wird danach eine Restplatzliste veröffentlicht mit allen Plätzen auf die sich niemand beworben hat.

Forschungsaustausch

Mit dem Forschungsaustausch der bvmd hat jeder Medizinstudent in Deutschland die Möglichkeit an einem Forschungsprojekt im Ausland teilzunehmen. Ein solches Projekt hat in der Regel eine Dauer von einem Monat, in einigen Fällen sind jedoch auch zweimonatige Aufenthalte möglich. Im Gegensatz zum Famulantenaustausch steht der Forschungsaustausch Studierenden aller Semester offen und ist damit auch für Vorkliniker sehr interessant.

Das Besondere des Forschungsaustausches ist die Einzigartigkeit jedes einzelnen Projektes. Es gibt die Möglichkeit in einer speziellen Arbeitsgruppe Laborluft zu schnuppern und spezifische Techniken zu erlernen oder in der klinischen Forschung am Patienten mitzuwirken. In den klinischen Projekten ist in der Regel ein besonderer Schwerpunkt (z.B. ein spezielles Krankheitsbild, eine Untersuchungs- oder Therapietechnik) festgelegt, der dann theoretisch und praktisch vermittelt wird.

Von Seiten der bvmd gibt es nicht viele Vorraussetzungen für die Teilnahme an einem Forschungsaustausch, man sollte jedoch beachten, ob für das Wunschprojekt bestimmte Vorraussetzungen erfüllt werden müssen.

Entwicklungszusammenarbeit

Im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit kooperiert die bvmd mit 14 Projekten weltweit. Der Großteil dieser Projekte richtet sich an Studierende in klinischen Semestern, die bereits Erfahrung in Pädiatrie/Gynäkologie gesammelt haben und für einen längeren Zeitraum ins Ausland gehen möchten.
Es gibt Projekte in Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa. Die meist ländlich gelegenen Projekte erfordern ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Kenntnisse der Landessprache zum Umgang mit den Patienten.

Zur Vorbereitung richtet die bvmd bzw. die Projektkoordinatoren Wochenendseminare aus, auf denen sich die Teilnehmer intensiv mit möglichen Problemen und soziokulturellen Fragestellungen beschäftigen können. Die Teilnahme an diesen Seminaren ist auch für Teilnehmer des Famulanten- oder Forschungsaustausches in Afrika, Asien oder Lateinamerika sehr empfehlenswert.

Fahrtkostenzuschuss

Zur finanziellen Unterstützung gibt es die Möglichkeit bei einem längeren Auslandsaufenthalt (außerhalb Europas) zu Studiumszwecken (ab 40 Tage) einen Fahrtkostenzuschuss des DAAD zu beantragen. Die Beantragung erfolgt hier einfach über die bvmd. Dabei ist es unerheblich ob der Auslandsaufenthalt über die bvmd organisiert wurde oder nicht. Die Fördersumme richtet sich nach dem jeweiligen Zielland.

Weitere Informationen

Detaillierte Informationen zur Bewerbung, zahlreiche Erfahrungsberichte und alles weitere findet ihr auf der Homepage der bvmd unter www.bvmd.de.

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