Zucker: Die letzte legale Droge

20. September 2013
Teilen

Zuviel Zucker ist ungesund, das predigen wir schon unseren Kindern. Doch wie viel ist „zu viel“? Das untersuchten Wissenschaftler jetzt anhand von Mäusen, denen sie Zucker-Diäten verabreichten. Bereits geringe Zuckermengen wirkten sich negativ auf die Tiere aus.

Statistisch gesehen verzehrt jeder Deutsche etwa 34 kg Zucker pro Jahr. Dabei braucht der menschliche Körper eigentlich gar keinen Zuckerzusatz, er kann Zucker aus Kohlenhydraten einfach selbst herstellen. Die Lust auf Süßes ist uns offenbar angeboren, denn schon Muttermilch schmeckt sehr süß und in der Natur ist süßer Geschmack ein Signal für „nicht giftig“. Für unsere Vorfahren war Nahrung knapp und Zucker nur in Form von Honig oder Früchten verfügbar. Heute gibt es Zucker im Überfluss – ein Milliardengeschäft für die Industrie. Haushaltszucker, oder chemisch Saccharose besteht aus zwei Teilen: Glucose, auch Traubenzucker genannt und Fructose, Fruchtzucker.

Zucker ist Zucker

Glucose verwertet der Körper mit Hilfe des Hormons Insulin. Da Fruchtzucker direkt von der Leber verarbeitet wird, galt es lange Zeit als gesündere Alternative. Doch inzwischen gibt es Hinweise, dass Fructose Übergewicht fördert und die Entstehung von Diabetes begünstigt. Wenn sehr viel Fruchtzucker, der wegen seiner hohen Süßkraft gerne Softdrinks zugefügt ist, verzehrt wird, lagert die Leber Fett ein. Dann können auch bereits Kinder eine Fettleber entwickeln. Fructose aus Obst gilt als weniger belastend für den Körper, da die Ballaststoffe in Früchten verdaut werden müssen und so dafür sorgen, dass der Zucker nicht zu schnell in die Leber gelangt. Außerdem nimmt der Körper beim Verzehr von Obst auch wichtige Vitamine auf.

Wie viel Zucker ist zu viel?

Doch wie viel Zucker kann der menschliche Körper aufnehmen, ohne krank zu werden? Dr. Ina Bergheim von der Universität Hohenheim, die sich bereits seit Jahren mit dem Thema Zuckerkonsum im Zusammenhang mit übergewichtigen Kindern beschäftigt, äußerte sich dazu gegenüber dem WDR: „Bisher gibt es kaum oder keine Daten dazu, die besagen, was zu viel ist. Wir haben in unseren eigenen Studien festgestellt, dass wir Kinder haben, die normalgewichtig sind und weder einen Leberschaden haben noch unter Bluthochdruck leiden, aber das Doppelte an Zucker im Vergleich zu einem übergewichtigen Kind konsumieren.“

Ist Zucker ein Gift?

Für Prof. Robert Lustig von der University of California in San Francisco, USA, ist Zucker ein im wahrsten Sinne des Wortes schwerwiegendes gesellschaftliches Problem. Er mahnt bereits seit Jahren, dass Zucker nicht ein Problem bei der Bekämpfung von Übergewicht und dessen Folgen sei, sondern DAS Problem. „Die meisten Leute, inklusive vieler Wissenschaftler, sind der Meinung, dass Zucker deshalb gefährlich sei, weil es nur leere Kalorien sind. Wir gehen noch weiter: Zucker ist nach unserer Auffassung ein Gift, wie Alkohol, denn er wirkt im Stoffwechsel ähnlich wie Alkohol.“ Seine Aussagen sind nicht unumstritten, aber es gibt inzwischen selbst in den USA immer mehr zuckerkritische Wissenschaftler. „Wenn Zucker süchtig macht und wenn überall zu viel davon verfügbar ist, werden Menschen Zucker essen, wenn wir nicht gesellschaftlich intervenieren“, so Prof. Lustig. Prof. Rainer Spanagel von der Universität Heidelberg bringt das Zuckerproblem auf den Punkt: „Die Zivilisation hat die Evolution überholt. Denn die Evolution hat nicht damit gerechnet, dass Menschen einmal in einem Paradies leben würden. Und genau das tun wir heute was die Nahrungsmittel anbelangt.“

Auch Schlanke gefährdet

Zucker ist nicht nur ein Problem von übergewichtigen Menschen. Auch bei Schlanken kann der Insulinhaushalt durch zu viel Zucker durcheinanderkommen, wie die etwa 15 % nicht übergewichtigen Typ II Diabetiker zeigen. Auch Tumorzellen lieben Zucker – das ist wissenschaftlich unumstritten. Einige Forscher, darunter Prof. Lewis Cantley von der Harvard Medical School in Boston, gehen sogar davon aus, dass Zucker Krebs verursachen kann. Er vermutet, dass 30 % der Krebsfälle in Europa und den USA durch einen vernünftigeren Zuckerkonsum vermeidbar wären. Noch ist das nur eine Vermutung. Gewiss sei jedoch, dass 24 verschiedene Krebsarten besonders oft bei Diabetikern auftreten, so Cantley. Und weil immer mehr jüngere Menschen unter Diabetes leiden, steige auch das Krebsrisiko dieser Altersgruppe an.

Wie wirkt sich ein realitätsnaher Zuckerkonsum aus?

Dass Zucker ursächlich an verschiedenen Erkrankungen beteiligt ist, ist hinlänglich bekannt. Doch wie viel Zucker ist eigentlich zu viel? Dieser Frage widmete sich ein Forscher-Team von der University of Utah in Salt Lake City, USA. Dazu fütterten sie die Hälfte ihrer knapp 100 Wildtyp Mäuse, die über einen natürlichen Stoffwechsel und ursprüngliche Verhaltensweisen verfügen, mit normalem, die andere Hälfte mit zuckerhaltigem Futter. 25 % der Kalorien des zuckerhaltigen Futters stammten dabei aus Glucose-Fructose-Gemisch, wie es auch in zahlreichen Softdrinks vorkommt. Auf den Menschen übertragen spiegele dieses Futter eine normal gesunde Ernährung plus zusätzlich drei Gläsern Limonade täglich wider, erklären die Forscher. Rund ein Viertel der US-Amerikaner konsumiere diese Dosis Zucker täglich.

Früher tot, weniger Nachkommen, kein Durchsetzungsvermögen

Während ihrer Studie beobachteten die Wissenschaftler das Verhalten der Tiere, ihre Fortpflanzungsfähigkeit und ihre Lebensdauer. Bei den Weibchen wirkte sich der Zuckerkonsum auf die Lebensdauer aus. Nach 32 Wochen war 35 % der Zuckeresser verstorben, bei den normal ernährten Mäusen waren es nur 17 % – gerade einmal die Hälfte. Bei den Männchen beeinflusste der Zucker die Todesrate zwar nicht, wohl aber ihr Fortpflanzungsvermögen: Die mit Zucker gefütterten Männchen hatten rund ein Viertel weniger Nachkommen gezeugt als die Männchen der Kontrollgruppe, wie die Forscher berichten. Und auch ihr Verhalten zeigte Unterschiede: Die Männchen der Zuckergruppe schafften es signifikant seltener, begehrte Plätze im Käfig für sich zu erobern.

Äußerlich unauffällig

Ihre Versuchsergebnisse, die die Wissenschaftler im August im renommierten Fachmagazin „Nature Communications“ veröffentlichten, interpretieren sie folgendermaßen: “Zucker ist selbst in Dosen schädlich, die wir täglich zu uns nehmen und die bisher als harmlos galten“, erklärt der Studienkoordinator Dr. James Ruff. Und vielleicht noch erschreckender: Den zuckerkonsumierenden Versuchstieren unterschieden sich rein äußerlich nicht von den zuckerfrei ernährten Kontrolltieren: Sie waren weder dicker noch hatten sie erhöhte Blutzuckerwerte oder anormale Insulinwerte. Lediglich die Cholesterinwerte seien leicht erhöht gewesen, so die Forscher.

Warum es solche Untersuchungen nicht schon längst gab? „Die gab es durchaus, nur mit sehr viel höheren Zuckerdosen und hochgezüchteten Labormäusen, die zudem in einer wenig natürlichen Umgebung gehalten wurden“, schreiben die Forscher, die vor allem an reellen Versuchsbedingungen interessiert waren.

Zuckerverbot in New York City

Dass Zucker in unserer Gesellschaft bereits zu einem riesen Problem geworden ist, zeigen die bisher erfolglosen Versuche des Bügermeisters von New York City, dem süßen weißen Pulver Herr zu werden: 60 % der Einwohner New York Citys gelten als übergewichtig. Bürgermeister Bloomberg sah sich gezwungen zu reagieren und versuchte Anfang des Jahres alle XXL-Becher für Softdrinks und Kaffee gesetzlich verbieten zu lassen. Diese Getränke sollten nicht mehr in Bechern mit einem Volumen über 16 Unzen, also 473 Millilitern, verkauft werden. Klagen der Getränkeindustrie konnte der gut gemeinte Gesetzesentwurf jedoch nicht standhalten. Ob die Größe der Getränkebehälter tatsächlich maßgeblich am Ernährungsstil der Menschen beteiligt ist, bleibt außerdem fraglich.

344 Wertungen (4.59 ø)

Die Kommentarfunktion ist nicht mehr aktiv.

41 Kommentare:

Nichtmedizinische Berufe

Selbst in diesem Forum muss festgestellt werden, dass eine korrekte Ausdrucksweise kaum noch üblich ist: Das Wort “riesen” ist kein Adjektiv und existiert in Kleinschreibung nicht in der deutschen Sprache. Entweder “ein riesiges Problem” oder ein “Riesen-Problem”. Noch grauenvoller: “dem Problem Herr werden”. Eine derartige Sch..-Grammatik ist unerträglich! Man lese das Buch “Rettet dem Dativ”. Es muss heißen: “des Problems Herr werden”, oder “dem Problem begegnen”.

#41 |
  27
Silke Lauffer
Silke Lauffer

Zuviel Zucker = weniger Durchsetzungsfähig!!! Darum geht`s! Esst ruhig weiter euren schnellen Kick. Damit verpasst ihr allerdings das wirklich Interessante im Leben. Und verkümmert als Couch-Potatoe.

#40 |
  1
Matthias Nägele
Matthias Nägele

Herr Mertens,
ja ich war polemisch. Falls ich Ihnen damit auf den Schlips getreten bin tut mir das leid. Meine Beiträge sind ein Ausdruck meiner Frustation über diesen Artikel und all die ähnlichen dogmatischen Ernährungsempfehlungen, die uns tagtäglich vorgehalten werden. Ich glaube, dass diese den Menschen eher schaden als nützen (vor allem so allgemeine Dinge wie: Kein Zucker, viel Vollkornbrot + Gemüse essen, bloß kein tierisches Fett). Dass ich mir mit einer Aussage wie “Zucker ist nicht schlecht” natürlich keine Freunde hier mache ist klar. Ich hoffe aber, dass ich durch meine Gegenstimme zumindest einige Leute zum Weiterlesen und kritischen Hinterfragen ermuntert habe. Das war eigentlich mein einziges Ziel. Dass man sowas auch ohne Polemik schaffen kann, gebe ich ihnen gerne recht, dazu war mir aber im Hinblick auf Überschrift und Inhalt des Artikels nicht zumute.

#39 |
  2
Benno Mertens
Benno Mertens

Herr Nägele,
Sie sind polemisch, unqualifiziert und schlichtweg unerträglich.

#38 |
  2

Liebe Mitleser,
natürlich ist Ernährung immer ein sehr emotionales Thema und die Überschrift:
“Die letzte legale Droge” stammt weder von mir, noch findet Sie meine Zustimmung,
so ist halt “Journalismus”. Und ähnliches gilt natürlich für den übergewichtigen Udo Pollmer, der kein Arzt, sondern Chemiker ist, wobei manches nicht falsch ist, was er sagt. Ich bin auch nicht mit allem einverstanden, was uns die “Ernährungswissenschaftler” erzählen.
Ich wehre mich allerdings gegen das hier mehrfach angeführte “man weis nicht” als Argument,
doch man weis, natürlich nicht jeder.
Und ich muss mich wehren gegen Wiederholung von Fehlern, die hier bereits richtig gestellt wurden.
Einer der Fehler ist, dass man früher “Austauschzucker” für günstig hielt, weil dabei der Blutzuckerspiegel (=Glucose!!!) nicht (sofort) ansteigt, wie soll er auch,
dafür wird die Leber deutlich stärker belastet, wie beschrieben.
Man braucht dazu keine Rattenversuche, weil in der Humanmedizin z.B. der Intensivtherapie alle Zucker sowie die viel komplizierteren Aminosäuren und die nicht ganz unproblematischen Fette dem Menschen im wahrsten Sinn des Wortes schon Jahrzehnte tonnenweise durch die Vene infundiert wurden bist zur totalen parenteralen Ernährung.
Auch hier zeigt sich Glucose mit Abstand am “verträglichsten” gegenüber allen Zuckeralternativen, nicht zuletzt auch am besten steuerbar, gerade weil man den BZ-Spiegel = Glucose messen kann.
Ich habe selbst über parenterale Ernährung gearbeitet und was hier wichtiger ist, einige Jahre erfolgreich Ernährungsberatung bei “Essstörungen”, bes. Übergewicht betrieben.
50% Kohlenhydrate (KH) als langfristiges Dauerkonzept sind z.B. bereits erfolgreich bei Übergewicht und verdienen eigentlich nicht die Bezeichnung “low-carb”, da das ja immerhin noch mehr ist als Fett oder das teure Eiweiß.
Selbstverständlich gibt es auch beim Menschen Vergleichsstudien speziell zum Abnehmen mit sehr hohem und sehr niedrigen KH-Anteil:
Gewonnen dabei hat immer low-carb und das liegt nicht am errechneten identischen Kalorienteil,
sondern daran, dass die “high-carb” Gruppe regelmäßig diese calorische Mangelernährung frühzeitig abgebrochen haben.
Der Insulineffekt und das vergleichsweise fehlende Sättigungsgefühl (bzw. auch Heißhunger) macht hier den Unterschied. Das alles so kurz wie möglich.
Ein lt. Cola enthält bereits 110g Zucker (bei uns hier Gott sei Dank Glucose),
das sind schon 440 Kal, daher lieber Cola light,
ich weis, jetzt werde ich gesteinigt,
aber was offenbar keiner weiß, Phosphat darin beruhigt zusätzlich den Darm, darf man sogar gegen Durchfall nehmen.
Und Coffein
ist nun wirklich eine Droge,
aber die einzige, die ich kenne,
die eigentlich keine ernsthaften Nebenwirkungen hat, aber viele positiven Wirkungen, angeblich sogar gut gegen Alzheimer :-).

Freundliche Grüße

#37 |
  0

Zucker ist und bleibt ein Vitamin B RÄUBER, das wissen wir normalerweise alle, die in dem Fach: Medizin tätig sind und daß Zucker auf keinen Fall Gesund ist!!
Aber es steht eine zu große Lobby dahinter!
Aber das muss jeder Mensch für sich selbst entscheiden, wie er sich ernährt!

#36 |
  0
Matthias Nägele
Matthias Nägele

Lesetipp: Udo Pollmer

Einer der wenigen Menschen hier in Deutschland der in Bezug auf Ernährungsmedizin noch ein wenig bei Verstand geblieben ist. Wer seine Polemik außen vor lässt, erkennt dass viel Wahrheit hinter seinen Aussagen steckt.

Sehr lesenswert auch eines der letzten Interviews von ihm:
http://www.euleev.de/images/andere_Redaktionen/Effilee_2013.pdf

Er trifft es einfach auf den Punkt was hier in Deutschland abgeht:

“[…] Ich glaube, das hängt mit unserer protestantischen Vergangenheit zusammen. Es wird hinter jeder Freude eine schlimme Versuchung gesehen. Aus dieser Ecke kommen viele der aktuellen Warnungen. Es ist egal, was die Leute essen oder trinken, aber sobald sie dabei Vergnügen empfinden, ist es natürlich ungesund.”

“Allein an der Tatsache, dass Kinder Brokkoli nicht mögen, wird erkannt, dass das gesund fürs Kind sein muss. Und sobald Kinder etwas kollektiv mögen, zum Beispiel Pizza, ist sie des Teufels. Diese verlogene Logik zielt darauf ab, die Menschen zu destabilisieren und ihnen Schuldgefühle anzuhängen. Der Appetit als moderne ›Erbsünde‹ der Evolution. Schuld ist ein böses Geschäft.”

“Die Ernährungsberatung wird von Frauen ausgeübt und dient dazu, namentlich Frauen zu destabilisieren, ja sie fertigzumachen. Es ist Gewalt von Frauen gegen Frauen.”

#35 |
  3

Buchtipp:
Dr.med. Max Otto Bruker: “Zucker Zucker, krank durch Fabrikzucker”
Nach Studium dieser Lektüre weiß man Bescheid!

#34 |
  1
Matthias Nägele
Matthias Nägele

Frau Streitberger, vergessen Sie diesen fehlgeleiteten Artikel. Zuckern sie mit normalem Haushaltszucker, soviel wie sie sich wohlfühlen und ihrem täglichen Energiebedarf entsprechend. Achten Sie aber darauf, dass ihre sonstige Ernährung nährstoffreich ist (Vitamine, Mineralien), da diese im Zucker fehlen. Vergessen sie den glykämischen Index, dieser bringt so gut wie nix und engt die Nahrungsauswahl unnötig ein. Haben Sie keine Angst vor Fruktose, z.B. in Früchten, dieser senkt sogar den glykämischen Index (verglichen z.B. mit rein glukosehaltigen Stärkeprodukten wie Brot).

Meiden Sie Süßstoffe, die können im Endeffekt sogar zu Gewichtszunahme und anderen metabolischen Problemen führen (mehr dazu über Pubmed-ID: 23850261).

#33 |
  2

Der Artikel ist oberflächlich, verzichtet – bis auf die aktuelle Mäusestudie – auf wissenschaftlichen Hintergrund, statt dessen Allgemeinplätze aller Art. Peinlich.

#32 |
  1
Heilpraktikerin Sabine Streitberger
Heilpraktikerin Sabine Streitberger

Ich finde den Artikel hochinteressant, allerdings weiß ich jetzt immer noch nicht wieviel Zucker pro Tag erlaubt ist? Und wie verhält es sich mit Birkenzucker und zuckerersatzstoffe aus dem Reformhaus? LG Sabine

#31 |
  0
Bernd Brüggemann
Bernd Brüggemann

Und ach ja: Nicht Zucker wirkt wie Alkohol…. Alkohol wirkt wie Zucker.
Kleiner, aber sehr feiner Unterschied…

#30 |
  0
Bernd Brüggemann
Bernd Brüggemann

Also wenn ich das genau lese… und noch einmal…. und noch einmal…. so besteht dieser Artikel aus “leeren Kalorien”.
Keine echten Daten, keine Fakten, keine Studie am Menschen ohne Auswahlfehler.
So wie ich das gelernt habe, ist die Entstehung von Diabetis an das Ende des Integrals der Insulinwirksamkeit gekoppelt.
Aber es wird in Gramm bei Brot, Nudeln und Reis wesentlich mehr (weil deutlich länger eine weniger grosse Einheit pro Zeit) an Insulin ausgeschüttet, das Integral endet früher, der Diabetis entsteht eher.
Das ist zumindest das, was in den letzten Jahren über den menschlichen Pankreas geforscht wurde…

Zucker als neuer Übeltäter erinnert mich an die ganzen anderen “Bösewichter” der letzten 20 Jahre: Das Kochsalz, das Fett und nun der Zucker….
Keine harten Daten, unheimlich viel Meinung und Vermutung und hinterher, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, alle NOCH dicker geworden sind, blinder Aktionismus in Verbindung mit Geltungssucht zu komplett unsinnigen Massnahmen geführt hat, DAS grosse Zurückrudern, weil ZUCKER ist es definitiv NICHT. Denn was bitte korreliert mit Zuckerkonsum direkt proportional?

Die Lebenserwartung…..

Überrascht?

Und was korreliert mit Übergewicht?

Na, da gibt es zwei direkte Zusammenhänge:

1. der Wunsch nach geringerem Gewicht

aber der Knaller ist:

2. der Pro Kopf Verbrauch an MINERALWASSER !!

Direkter Zusammenhang zum BMI !
Und das seit etwa 50 Jahren ohne Aussetzer!
Immer mehr Mineralwasser wird getrunken, der BMI steigt. Sind ein paar Jahre dabei, in denen der Mineralwasserkonsum zugunsten anderer Getränke stagniert oder sogar leicht sinkt, verhält sich das dokumentierte Pro Kopf Gewicht gleich (Anfang der 80er und Ende der 70er war das mal…)

Und? Wird Mineralwasser der kommende Bösewicht? Wahrscheinlich nicht…. oder?
Wer denkt ausserhalb der Schienen?
Vorurteilsfrei?

#29 |
  0
Dr. med. Christiane Siefert-Ajtai
Dr. med. Christiane Siefert-Ajtai

Der Fluch des Wohlstands…

#28 |
  0
Heilpraktiker Karlheinz Sauer
Heilpraktiker Karlheinz Sauer

schade, dass teilweise bei den Kommentaren der Ton schon schwer unter die Gürtellinie geht. Wenn es schon unterschiedliche Meinungen gibt, sollte man aber den Respekt des Anderen wahren. Ich würde mich freuen, wenn der Ton oder die Ausdrucksweise einfach respektvoll beleibt, auch wenn unterschiedliche Meinungen herrschen. Durch die Artikel und deren Kommentaren kann man immer sehr viel lernen. Dass man immer einer Meinung ist muss gar nicht sein, aber der Iddenaustausch und neue Gedanken beleben das eigene Wissen.
Ich hoffe für uns alle, dass wir respektvoller miteinander umgehen können.
Ansonsten können wir auch Hartz 4 TV schauen

Viele Grüße
Karlheinz Sauer

#27 |
  1
Matthias Nägele
Matthias Nägele

Herr Bayerl, sie hängen mit Ihrem Glyx und glykämischen Index einem völlig anachronistischem Konzept aus den Achtziger an, welches auf heutiger Datenlage so nicht haltbar ist. Die Reduktion des glykämischen Index hat in den kontrollierten Interventionsstudien entweder gar keinen oder einen sehr marginalen, nicht-relevanten Effekt auf Insulinresistenz und Gewichtsabnahme gehabt. Bei weitem nicht der Unterschied, den sie suggerieren und bei weitem nicht genug um ein gutes Lebensmittel wie Honig zu verteufeln.

Ihren anderen Empfehlungen, regelmäßig Krafttraining und genügend Protein aufzunehmen, stimme ich jedoch zu. Ich glaube aber dass man mit einer Einfachzucker- (Früchte, Honig) und proteinreichen Diät genauso und womöglich noch mehr Erfolg hat, als wenn man sich jeden Abend sein Low-GI-Vollkornbrot reinzwängt.

Da Sie ja gerne so auf Ihrem Arzttitel herumreiten und betonen wie viel mehr Ärzte ja wissen würden, erinnere ich Sie gerne nochmal an Ihre Pflicht sich regelmäßig weiterzubilden.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15277154
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17823436
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20739418
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12600851
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17311054
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14747241
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17490981
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16864756
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17923862

#26 |
  0

Hallo Kathrin Pfadenhauer,
der “glycämische Index” betrifft ganz streng genommen nur Glucose-haltige Kohlenhydrate (die Regel), da die Erhöhung aller anderen Zucker im Blut gar nicht gemessen wird (Fructose, Galctose, Sorbit,Xylit). Diese sind deshalb schlechter als Glucose, weil sie nicht peripher sondern fast ausschließlich in der Leber verstoffwechselt werden können, die Höchstdosen für die Schädlichkeit sind also deutlich niedriger als bei Glucose. “Fruchtzucker” in der Natur (Obst) ist also immer eine Mischung von 50% Glucose und 50%Fructose.
Aber eine Weintraube hat z.B. einen niedrigeren glyk. Index, als die gleiche Menge “purer Fruchtzucker” und der Mix mit dem Rest der Weintraube, einschließlich Vit.! führt zu einem geringeren BZ-Spiegel.
Deswegen sagte ich dass Zucker pur in der Natur nicht vorkommt,
vielleicht mit Ausnahme von Honig, (einem Insektenprodukt)
der entgegen allgemeiner Meinung keineswegs gesund ist und speziell z.B. für kleine Babies verboten ist (Phytingehalt).

Gruß

#25 |
  0

Kay Körner, wie kommen Sie auf den Blödsin, dass ausgerechnet der Stoffwechsel der Kohlenhydrate und der verschiedenen Zucker noch nicht ausreichend erforscht seien.
Das lernt jeder Medizinstudent noch bis zum Physikum (Biochemie)
bis zur stöchiometrischen Berechnung wieviel ATP dabei von einem einzigen Zuckermolekül produziert wird.
Aber hier werden medizinische Themen ja fast ausschließlich von Laien gepredigt :-)

Freundlichen Gruß

#24 |
  1
Gast
Gast

Der Artikel sagt rein gar nichts darüber aus, ob Zucker (welcher auch immer) für den menschlichen Organismus schädlich ist oder nicht, geschweige denn, ob er wie eine Droge wirkt.
Die Untersuchungen der Forscher fügen sich nahtlos in die unendliche Reihe der Tierversuche: Der Mensch missbraucht andere hochentwickelte, leidensfähige Lebewesen, lediglich um seinen Forscherdrang zu befriedigen. Es müsste sich doch langsam herumgesprochen haben, dass Ergebnisse, die am Nicht-Menschen gewonnen wurden, nicht einfach auf den Menschen übertragbar sind. Wer das immer noch negiert, betreibt keine seriöse Wissenschaft und hat keinen Respekt vor dem Leben.

#23 |
  1
Kay Körner
Kay Körner

Wo bekomme ich solche “Totenkopf-Zuckerwürfel”???

Ernährung allgemein ist wohl eher eine Glaubensfrage, als eine Wissensfrage. Die genauen Stoffwechselzusammenhänge verschiedener Gewebe sind wohl noch zu unerforscht, um auch nur halbwegs zuverlässige Aussage machen zu können. Ich behaupte einfach mal, dass dies stark damit zusammenhängt, dass die Kommunikation der einzelnen Zellen untereinander noch nicht 100% geklärt ist.
Wie dem auch sei. Meine persönliche Empfehlung wäre wohl eher die Menschen darauf zu trainieren, dass sie Appetit und Hunger auf ein bestimmtes Nahrungsmittel unterscheiden können. Die Evolution hat immerhin sehr viel Zeit damit verbracht ein System zu erzeugen, in welchem ich seltsamerweise hunger auf (Bsp.) erhöht eisenhaltige Nahrung bekomme, wenn ich zu wenig verfügbares Eisen im Organismus habe. Fatal ist, dass ich zu dieser Nahrung dann einen namenhaften Softdrink trinke und danach am Besten noch ein Stück Sahnetorte oder sowas Extremes, einfach nur, weil ich Appetit darauf habe, sobald ich es sehe.
Es gibt sogar Menschen (ich kenne persönlich welche), die aggressiv und unkonzentriert werden (manchmal sogar anfangen zu zittern), wenn sie länger als 12 Stunden nichts essen. Dabei sind die laut Laborwerten kerngesund. Ich faste zwei mal im Jahr für eine Woche, wobei ich dann eine Woche wirklich nichts esse, sondern nur Wasser und Tee (ohne Zucker) trinke, und ich bekomme solche “Entzugserscheinungen” nicht.

Erst gestern um 7 Uhr an der Tankstelle habe ich eine Frau getroffen, die ebenso groß ist wie ich (ca. 1,80m), augenscheinlich aber mal das doppelte wiegt (geschätzte 130kg) und etwas essen wollte und sich bei der großen Auswahl an Backwaren ausgerechnet für einen Schokomuffin entschied. Bei diesen Menschen stimmt doch im Kopf etwas nicht…

#22 |
  1
Gast
Gast

Hallo Gast #8 noch nie gehört dass Ärzte Patienten behandeln, auch Diabetiker und Übergewichtige?
Weshalb laberst Du also über ein Lehrbuch? Es geht um tägliche Praxis.
Und von der biologischen Wertigkeit von Eiweiß hast du wohl auch noch nichts gehört!

#21 |
  1
Gast
Gast

Unter 50% Kohlenhydrate (Dr.Bayerl) scheint mir ein sehr plausibler Vorschlag.

#20 |
  1
Darko Strabic
Darko Strabic

p.s.: beifall für Dr. med. Horst Segger – der lacht genauso über diesen artikel wie ich…

und die grünen sollen sich zum teufel scheren – die sind wie mit religionen, macht oder glaubt was ihr wollt, aber zwingt es MIR nicht auf!!!

#19 |
  1
Darko Strabic
Darko Strabic

gibt´s eigentlich nur noch bekloppte? wenn einer ZU VIEL fett, süßes, alkohol, tabak oder was weiss ich zu nimmt zeigt es der körper an in dem uns schlecht wird…sozusagen eine notbremse bzw. warnsignal des körpers…übergewichtigkeit erfolgt durch zu wenig bewegung, medikamente, zu viel essen und genetik – dazu braucht man kein arzt zu sein! mütter wie ulrike busbach bringen ihre kinder dazu krank zu werden indem sie alles was irgend eine dämlich studie gerade sich ausgedacht dacht versuchen umzusetzen! viele studien sind vollkommen nichtsagend, selbst wenn tausende untersucht wurden heisst es nicht das alle milliarden menschen gleich reagieren. warum haben wir heute so viele allergiker? weil alles steril gehalten wird und alles was irgenwie nur gut tut verboten wird! ich habe als kind noch im dreck spielen dürfen und mein körper war in der lage immunität gegen krankheitserreger aufzubauen; auch durfte ich als kind schokolade und bonbons und was weiss ich nicht essen – deswegen habe ich heute immer noch blendende zähne, war nie übergewichtig (bis auf die letzten4 jahre durch medikamente) und bin weitestgehend gesund und resistent gegen viele krankheitserreger! leute, lasst euch doch nicht von irgendwelchen vollpfosten und quacksalbern wie herrn dr.med. johannes gutwald nicht kirre machen! bei letzterem war ich übrigens vor etlichen jahren in behandlung – weil er mir als besonders guter und erfahrener spezialist empfohlen wurde – mit dem erfolg das andere, qualifizierte ärzte dessen verpfuschungen korrigieren mussten!!! also leutz, schaltet euer gehirn ein und hört auf euren körper anstatt auf solche schwachmate die so einen unsinn verbreiten….so das musste mal raus!

#18 |
  1
Matthias Nägele
Matthias Nägele

Dieser ganze Artikel ist schrecklich tendenziös. Zucker auf eine Linie mit Drogen zu stellen, gehts noch? Zucker ist erst einmal ein einfacher Energieträger, der vom Körper hoch effizient absorbiert und verstoffwechselt wird. Ganz anders als Toxine wie Alkohol oder Tabak, die vom Körper entgiftet werden müssen. Es gibt keine guten Daten die klar zeigen, dass moderater Zucker- oder Fruktosekonsum schädlich für den Menschen ist, also sollte man sich mit solchen Vergleichen sehr zurückhalten.

Mir wird richtig schlecht, wenn ich sehe dass bereits Kindern unverdauliches Vollkornbrot aufgezwungen wird. Scheint so als hat sich die jahrzehntelange Propaganda der DGE (und davor der Vollwertkost-Nazis a la Werner Kollath) ausbezahlt. Kinder mit halbranzigem Leinöl immunzusupprimieren ist ebenfalls höchst bedenklich. Für solche Kampagnen wird nur zu gerne die Evidenz verbogen und unter den Teppich gekehrt, dass selbst für gesättigtes Fett nie gezeigt wurde, dass dieses wirklich schlecht für den Menschen ist. Da man die Leute ja nicht mehr mit Sonnenblumenöl vergiften kann (die “bösen” Omega-6-Fette lernt ja jeder Ottonormalbürger nach 5 Minuten googlen kennen), muss halt das noch instabilere Omega-3-Leinöl für herhalten. Was anderes kann man den Leuten ja auch nicht andrehen, sonst müsste man ja eingestehen, dass man selbst seit über 50 Jahren Lügen verbreitet. Aber halt, PUFAs sind ja out und MUFAs sind der neuste Schrei (Leute lasst das Olivenöl laufen!).

Und wer Fruktose-Angstmachern wie Robert Lustig mit seinem Youtube-Video auf dem Leim geht, ohne die Stimmen anderer Wissenschaftler zu hören, die ihm teilweise vehement widersprechen, der sollte am besten seinen Computer sofort ausschalten und einfach essen was ihm schmeckt. Sonst läuft er früher oder später auch noch in die Falle der Fischölfanatiker und hat sich morgens sein Krillöl mit seinem Süßstoff-Low-Fat-Gluten-Free-Moccacino runter.

Nach diesem Artikel und den Kommentaren nach zu urteilen (ist Doccheck die neue Heimat der Low-Carb-Community?) ist die Ernährungsmedizin in Deutschland verloren. Ich kann allen anderen nur raten rechtzeitig von diesem Zug abzuspringen.

Ahja, mein Beitrag hat keine Referenzen, denn alle anderen haben es ja auch nicht für nötig gesehen ihre Aussagen mit guten Daten zu belegen. Google ist dein Freund.

#17 |
  4
Ulrike Busbach
Ulrike Busbach

Das Thema interessiert mich schon lange!

Und Danke, Dr. Gutwald, für Ihre Initiative und den Hinweis dazu. Habe mich auf der Zabiseite schon umgesehn und werde das Konzept als Elternbeirätin in unseren Kindergarten tragen.

#16 |
  0

Danke für den interessanten Artikel.

Genau die geschilderten Zusammenhänge sind es, die mich bewegt haben, die Initiative des “kleinen Zauberers” (www.zabi.info) für eine gesündere Ernährung von Kindern zu initiieren. Für diese Initiative habe ich im Mai 2013 den Förderpreises “öffentliche Initiative in der Präventionsmedizin” der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Anti-Aging Medizin erhalten.

Sie sind gerne eingeladen, in Ihrem Umfeld mit dem kleinen Zauberer für eine gesunde Ernährung zu werben. Bitte wenden Sie sich an mich (info@gutwald.de).

#15 |
  0

Dr. Hirschhausen schreibt: mit Süsstoff mästet man Schweine – beim Menschen funktioniert es auch. Nur Satire – oder doch lieber Zucker?

#14 |
  0
Sandra Cugier
Sandra Cugier

Da alle Kohlenhydrate zu Einfachzucker umgewandelt werden, ist es einfach zu erkennen, dass Zucker an sich nicht das alleinige Problem darstellt.

#13 |
  0
Gesundheits- und Krankenpflegerin

ah, 50 %.
Nun gut.

der Klarheit halber: so ein Melozitosehonig (das Schreckgespenst der Imker, aber gut verkaufbar wenn abschleuderbar) hat einen GI von 88herum. Haushaltszucker liegt bei 70. Die Aussage, dass es Zucker in der Natur nicht in reiner Form gibt und wenn dann mit einem deutlich niedrigeren GI ist also nachweislich nicht haltbar, klingt aber wahnsinnig gut.

#12 |
  0

HARIBO macht Kinder blöd, und Erwachsene stinkreich !
Zucker, Kaffe und Tabak sind 3 Aufputschmittel, womit die Bevölkerung in einen Rauschzustand versetzt wird. Das macht die Betroffenen nicht munter sondern süchtig, gereizt und aggressiv, führt zur Übermüdung, und fördert Krankheiten wie Diabetes, Schlaflosigkeit, Krampfader, Krebs und andere.

#11 |
  1
Gesundheits- und Krankenpflegerin

Dass Zucker in der Natur nie pur vorkommt, halte ich für eine steile These

*schielt ihre Bienenvölker an*

Ansonsten stimme ich den unter 50 gr KH / d zu.

#10 |
  0
Dr. med. Horst Segger
Dr. med. Horst Segger

Bitte leiten Sioe den Artikel schnell an die Grünen, eine tolle neue Verbotsidee zum Wohl der Menschheit.

#9 |
  0
Gast
Gast

“da wieder mal nur Ernährungsmenschen, keine Ärzte” Oh da zieht sich etwas zusammen, die uralte Arroganz der Weißkittel zeigt sich hier… Herr Dr.med.W.P.B., mal wieder aus dem Nähkästchen geplaudert, lassen sie mich raten, aus einem Lehrbuch von vor über 50 Jahren? Was wissen wir schon? Und doch immerhin so viel, dass die Stoffwechselprozesse verschiedenster Gewebearten eng miteinander verwoben sind… die Chemie erklärt nicht alles und verklärt so manches.
Bleiben Sie auf dem Laufenden ;-))
p.s. tierisches Eiweiß ist weder schädlich noch nützlich, es ist tierisches Eiweiß … und doch wieder schädlich und nützlich… ganz wie man’s betrachtet

#8 |
  0

Sehr unvollständiger Überblick da wieder mal nur Ernährungsmenschen, keine Ärzte:
1) Zucker ist nicht gleich Zucker (Glucose ist noch rel. am unschädlichsten, da ubiquitär (im Körper) verstoffwechselbar.
2) Der bek. Zuckerbelastungstest verwendet 75g “Traubenzucker”=Glukose.
Gesunde sollten das vertragen ohne Blutzuckeranstieg.
Trainierte (vorhandene!) Muskulatur verbessert die Toleranz deutlich.
3) Zucker ist wegen seinem hohen Sauerstoffanteil ein prinzipiell toxischer Oxydator, der Nierenschäden, Augenschäden etc. verursacht. Der Labortest HbA1c für Diabetiker ist irreversiblel oxydiertes Hämoglobin.
Die Dosis macht das Gift, in der Natur kommt Zucker nie pur vor, wird daher mit dem Rest der Nahrung LANGSAM resorbiert = niedriger glykämischer Index (=geringer Einfluß auf den wichtigen BZ-Spiegel).

4) und Rest
der Mensch ist keine Ratte, aber Kohlenhydrat-lastige Ernährung (>50% heute üblich) ist ein kulturelles Erbe durch Ackerbau und Getreide und eine Stoffwechselbelastung, besonders fatal natürlich bei zusätzlicher Überernährung und mangelnder “Bewegung” (die periphere Muskulatur ist zu schwach und zu wenig trainiert Zucker aufzunehmen).
Man kann bei unter 20-Jährigen gesunden “Nichtdiabetikern” in drei Tagen mit Kohlenhydratmast (Nudeltage) schon eine Insulinresistenz auslösen, die Vorstufe des Diabetes.
Fazit
Wie üblich (bei Ärzten, nicht Psycologen und anderen Ernährungslaien)
Empfehlung:
1) Möglichts gar keinen Zucker, sondern Süßstoff, 2) den Kohlenhydratanteil der Nahrung auf unter 50% drücken, sehr schwer in der Praxis, aber machbar. 3) die periphere Muskulatur trainieren, nicht nur den Kreislauf (Muckibude!), am schwersten :-)

p.s. tierisches Eiweiß ist nicht schädlich sondern nützlich.

mfG

#7 |
  0
Mr william hosey
Mr william hosey

Excellent article.

#6 |
  0
Heilpraktikerin

Ich sag nur “Birkenzucker” :-)

#5 |
  1
Angelika Sitter-Linnemann
Angelika Sitter-Linnemann

Kürzlich wurde wieder ein Bericht über eine Firma, die Lebensmittel für Säuglinge und Kleinkinder herstell, gezeigt. Diese Firma wirbt mit dem guten Namen des Besitzers. Es stellte sich heraus, dass eine Tochterfirma Fruchtdrinks für Kinder produziert mit einem immensen Zuckergehalt. Solange bereits Kinder auf den Verzehr von Süßem geeicht werden, können wir des Problems nicht Herr werden. Die ständige Verfügbarkeit und das schier unübersehbare Angebot an Süßigkeiten aller Art hat die Evolution tatsächlich nicht vorhergesehen.

Ich erinnere auch an die Werbung für Joghurts speziell für Kinder, wo “die natürliche Süße von Früchten”, also Fruchtzucker enthalten ist. Auch in Diabetikerprodukten hat man jahrelang Fruchtzucker verwendet. So wuchs in der Bevölkerung die Meinung, Fruchtzucker sei unschädlich. Ein gefährlicher Irrtum.

#4 |
  0
Dr Thomas Wolf
Dr Thomas Wolf

Ein sehr guter Artikel, der sich von den meisten üblichen DocCheck-Berichten durch seine Realität und seine in den “Mainstream”-Schulmedizinmedien eher seltenen Berichterstattung erfrischend abhebt. Oft geht es ja nur um irgendwelche Marker oder Genvarianten, die wahrscheinlich nie irgendwelche praktische Relevanz haben werden, und falls doch, dann vielleicht in 10 oder 20 Jahren. Das hier betrifft uns alle jetzt, aber der Big Business der Zucker- und Süßstoffindustrie sorgt dafür, dass solche Berichterstattungen doch lieber dem großen Publikum, auch dem medizinischen, wenn möglich vorenthalten werden.
Eigentlich wollte ich aber nur dem “Gast” antworten. Ich empfehle jedem medizinisch- oder ernährungswissenschaftlich interessiertem Menschen, der halbwegs engllisch kann, sich auf Youtube den Film “Sugar – The bitter truth” von dem oben zitierten Dr. Lustig anzuschauen. Er zeigt die Schäden, die durch (Frucht)Zucker entstehen, gut belegt auf. Für Ärzte sollte es eigentlich Pflicht im Studium sein. Macht mehr Sinn, wie stumpf irgendwelchen Leitlinien zu folgen.
Laut seinen Statistiken hat der Mensch im Laufe der Evolution täglich 15 g Fruktose aufgenommen. Das entspricht etwa 30 g Zucker. Das wäre vielleicht ein guter Richtwert für die obere Grenze. Besser wären natürlich 0 g als isolierter Zucker, aber das ist natürlich leichter gesagt als getan.

#3 |
  0
Michael Münch
Michael Münch

Es wäre schön, zu wissen, warum 17% der Mäuse bereits nach 32 Wochen ohne Zucker verstarben, bzw. wie groß die Kontrollgruppe überhaupt war. 17% ist an sich eine ungewöhnliche Letalität ! Michael Münch, vet.

#2 |
  0
Gast
Gast

interessant wäre es, wenn hier erwähnt würde ab wieviel g/tag sich Zucker beim menshcen schädlich auswirken würde; auch wenn es nur ein grober Schätzwert wäre. So denkt sich doch jeder: ach ich esse doch kaum Zucker. das trifft auf mich nicht zu.

#1 |
  0
Copyright © 2017 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: