HPV: Wirksamere Impfung in Sicht

11. September 2013
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Eine Studie stellt nun einen prophylaktischen HPV-Impfstoff der zweiten Generation vor. Dieser soll künftig nicht nur gegen viele der genitalen Hoch- und Niedrigrisiko-Typen schützen, sondern auch gegen jene Typen, die für die Bildung von Hautwarzen verantwortlich sind.

Forscher unter anderem der Abteilung für Immundermatologie der Medizinischen Universität Wien veröffentlichten nun die Ergebnisse einer präklinischen Studie, die Hoffnung auf die künftige Entwicklung eines breit wirksamen Impfstoffes gegen Humane Papillomviren (HPV) macht. Der nächste Schritt ist die Evaluierung des Impfstoffs in klinischen Studien.

Im Gegensatz zu den bisher erhältlichen Impfstoffen mit zwei bzw. vier Antigenen wählten die Forscher einen neuen Ansatz: Sie setzten aus dem so genannten Hauptkapsid-Protein L1 und dem Nebenkapsid-Protein L2 der Humanen Papillomviren ein einzelnes, neues Antigen (RG1-VLP) zusammen. Im Labor zeigte sich dabei eine gegenüber den bisher erhältlichen Impfstoffen deutlich breitere Wirksamkeit gegen Hoch- und Niedrigrisiko-Typen von HPV.

Neuer Impfstoff wirkt auch gegen Hautwarzen

Darüber hinaus schützt der neue Wirkstoff im Gegensatz zu den bekannten Impfstoffen erstmals auch gegen kutane, also der Haut zugeordnete, HPV-Typen. Diese HPV-Typen verursachen Hand- und Fußwarzen sowie flache Warzen vorwiegend bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen. Diese Hautveränderungen sorgen vor allem bei immunsupprimierten Patienten für starke Beeinträchtigungen.

Impfung erscheint sinnvoll für Kinder

Die Studienergebnisse sprechen außerdem für die Verabreichung des neuen Impfstoffs bereits an Kinder. Laut den Forschern würde dies im Kindesalter die Bildung von Hautwarzen und später die Infektion mit genitalen Viren wirksam zu verhindern helfen. 

Zwei weitere Vorteile hebt Reinhard Kirnbauer, der auch Erfinder der bisherigen HPV16-Vakzine und damit des wichtigsten Bestandteils der neuen Impfstoffe ist, hervor: „Die Formulierung der Vakzine als singuläres Antigen (RG1-VLP) lässt einen ökonomischen Vorteil gegenüber den zugelassenen Vakzinen und einem in klinischen Studien befindlichen Neunfach-Impfstoff erwarten. Zudem haben HPV-VLP-Vakzine ein exzellentes Sicherheitsprofil, sodass wir nun die Evaluation des Impfstoffs in klinischen Studien vorantreiben wollen.“

Originalpublikation:

Efficacy of RG1-VLP Vaccination against Infections with Genital and Cutaneous Human Papillomaviruses
Christina Schellenbacher et al.; Journal of Investigative Dermatology, doi: 10.1038/jid.2013.253; 2013

28 Wertungen (4 ø)

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5 Kommentare:

Gast
Gast

dito!
@Dipl. Biol. Thorsten Walter:
Mich würde die Quelle der Zahlenangaben zu den Todesfällen und Impfschäden interessieren.

#5 |
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Kerstin Münster
Kerstin Münster

@Dipl. Biol. Thorsten Walter:
Mich würde die Quelle der Zahlenangaben zu den Todesfällen und Impfschäden interessieren.

#4 |
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Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Vogel
Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Vogel

Was ist dran an den Meldungen gefährlicher Nebenwirkungen des aktuellen Impfstoffes? Meine Tochter wurde im Herbst 2012 geimpft. Bislang gab es keine Probleme.

#3 |
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Dipl. Biol. Thorsten Walter
Dipl. Biol. Thorsten Walter

Hoffentlich wird die 2. Generation nicht noch mehr Impfschäden hervorrufen wie die erste Generation:
Seit Mitte 2012 gab es 119 gemeldete Todesfälle, 894 Fälle von körperlicher Behinderung und 9.889 gemeldete Besuche in der Notaufnahme auf Grund des HPV-Impfstoffes.

#2 |
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Heilpraktikerin

Wie schon wieder ein neuer Impfstoff ?
Das ganze erscheint mir wie ein großer Lebendversuch…

#1 |
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