Akupunktur – stochern reicht

17. Februar 2009
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Akupunktur ist gegen Schmerzen wirksam, ergaben drei große Metaanalysen. Sicher ist allerdings nur, dass die Nadel sitzen muss, nicht aber wo. Denn auch Scheinakupunktur lässt Schmerzen schwinden.

Endlich scheint es bewiesen: Akupunktur lindert chronische Spannungskopfschmerzen, Migräne, Rückenschmerzen und auch postoperative Schmerzen und hält sogar der Behandlung mit Schmerzmitteln stand. Was wie Wasser auf die Mühlen von Alternativmedizinern ist, ruft allerdings auch Kritiker auf den Plan. Denn nicht nur das Stechen nach den Regeln der Traditionellen Chinesischen Medizin wirkt, sondern auch die Scheinakupunktur.

Kein Zweifel: Weniger Schmerzen

Zwei Metaanalysen zu Migräne und Spannungskopfschmerzen der Cochrane Collaboration mit insgesamt über 6.700 Patienten belegen, dass Akupunktur bei der Hälfte der Migräniker die Häufigkeit der Anfälle reduzierte. Die Anzahl der Tage mit Kopfschmerzen sanken und auch die Intensität der Schmerzen nach acht Wochen nahm ab. Eine Langzeitstudie konnte eine Wirkung auch nach neun Monaten belegen. Ähnlich die Ergebnisse für Patienten mit Spannungskopfschmerzen. Zudem waren die Nadeln plus Medikamente einer rein medikamentösen Therapie überlegen.

Nicht oder kaum bemerkbar macht sich allerdings offenbar, ob wirklich akupunktiert wurde oder nur zum Schein – entweder an falschen Stellen oder nicht tief genug. Studienleiter Professor Klaus Linde des Zentrums für Naturheilkundliche Forschung der Technischen Universität München kennt die Ursache der guten Wirkung der Akupunktur, aber auch der Scheinbehandlung nicht, hat aber mögliche Erklärungen parat: Die Akupunktur an sich könnte einen besonders hohen Plazeboeffekt besitzen. Möglich sei auch eine Aktivierung bestimmter Nervenfasern sowie eine Verzerrung der Ergebnisse durch Teilnehmer nicht verblindeter Studien, die die Therapie abbrachen, nachdem sie erfuhren, keine Akupunktur zu erhalten.

Fundamentale Erklärungsnöte

Linde hat keinen Zweifel an der therapeutischen Wirkung der Akupunktur. Ganz anders Kollege Asbjørn Hróbjartsson vom Nordic Cochrane Centre in Kopenhagen. Er untersuchte die Wirkung der Akupunktur in einer Metaanalyse bei über 3.000 Patienten mit Migräne, Lumbalgie, Gonarthrose und postoperativen Schmerzen (BMJ 2009; 338:a3115). Der geringe Unterschied zwischen echter Akupunktur und Scheinakupunktur anhand der Angaben zu Schmerzen in der visuellen Analogskala waren statistisch nicht relevant. Sein Fazit: Der analgetische Effekt der Akupunktur ist besser als der keiner Behandlung, aber es ist egal, ob regelrecht akupunktiert oder sonst wo gestochen wird.

Auch Hróbjartsson kritisiert die fehlende Verblindung von Studien, die für Verzerrungen verantwortlich sein können. Zudem sollten beeinflussende psychologische Auswirkungen des Nadelns an welcher Stelle auch immer zukünftig berücksichtigt werden.

Kostenerstattung gefordert

Alle Kritik in Ehren – aber muss aufgrund der Ergebnisse an den Grundprinzipien der Akupunktur gezweifelt werden? Könnte möglicherweise auch der Partner oder der Nachbar bemüht werden? Theorie und Wirkung der Akupunktur sind komplex. In Anbetracht der belegten Wirkung und der geringen Nebenwirkungen im Vergleich zu Schmerzmitteln wünschen sich mit Sicherheit nicht nur manche Ärzte, sondern auch viele Schmerzgeplagte eine Kostenerstattung. Ob sich Patienten für den genauen Wirkmechanismus so sehr interessieren wie Fachleute, ist fraglich. Schließlich wissen auch die wenigsten Patienten, wie und warum Schmerzmittel helfen.

Die Forschungsgruppe Akupunktur und Chinesische Medizin e.V. (FACM) nimmt die Ergebnisse jedenfalls zum Anlass, die Aufnahme der Therapie von Kopfschmerzen mit Akupunktur in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung zu fordern.

141 Wertungen (3.24 ø)
Medizin

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41 Kommentare:

Sylvia Sotter
Sylvia Sotter

Erfahrungsbericht bei Behandlung eines CRPS Typ 1 mit Ohrakupunktur:
Bei einer multimodalen Schmerztherapie wurde in einer spezialisierten Schmerzklinik in Süddeutschland während 11 Wochen drei Mal wöchentlich Ohrakupunktur durchgeführt und zwar mit 5 Nadeln je Ohr. Weder bei mir, noch bei den anderen Schmerzpatienten, die wegen ähnlicher Schmerzsymptomatiken aber auch wegen Migräne, chronischem Gesichtsschmerz, Rückenschmerzen und Firbromyalgie mit der gleichen Akupunkturmethode behandelt wurden, ergab sich irgendeine Besserung. Das Einzige, was signifikant bemerkt werden konnte, war der zusätzliche Schmerz beim Einführen der Nadel in eine bestimmte Stelle am Ohr. Hand aufs Herz, mir wäre es egal gewesen, ob es sich um Akupunktur oder Scheinakupunktur gehandelt hätte, wenn denn eine spürbare Besserung der Schmerzen eingetreten wäre.

#41 |
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Dipl. KT P.M. Berchid
Dipl. KT P.M. Berchid

wer heilt hat recht! wozu brauchen wir hier studien??

ich halte es da mit GOETHE:

… Man suche nur nichts hinter den Phänomenen; sie selbst sind die Lehre.”

punkt

#40 |
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Dr. med. Axel Armbrust
Dr. med. Axel Armbrust

Wenn denn nun nachgewiesen ist, dass die Scheinakupunktur genauso wirkt wie die “echte Akupunktur”, stellt sich doch die Frage, warum sollen teure Kurse belegt und Nachweise darüber erbracht werden, um Akupunktur abrechnen zu können. Wollen da vielleicht nur irgendwelche Gesellschaften teure sinnlose Kurse verkaufen? Sollte die AOK doch das Ergebnis ihrer eigenen Studie mal genauer lesen und auch das Rumstochern so teuer bezahlen wie die scheinwissenschaftliche Akupunktur.

#39 |
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Ursula Wahl
Ursula Wahl

… und noch was kannich mir nicht verbeissen – wie ist das eigentlich mit der Wissenschaftlichkeit? 6700 Leute in einer Statistik (was wurde denn eigentlich WIRKLICH gemesssen?) sollen mehr zählen als Abertausende Akupunkturbehandelte, die das “Pech” hatten nicht an einer Studie teilnehmen zu dürfen? Wenn die Wissenschaft mal am Ende ist und nix mehr erklären kann – wie schön dass es dann TROTZDEM noch was gibt.

#38 |
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Ursula Wahl
Ursula Wahl

Selbst Heilpraktikerin, habe ich mal in einer ärztlichen Praxis Akupunktur bekommen. Der Erfolg war mässig. Die letzte Sitzung allerdings wurde von einer anderen Ärztin durch geführt und 4 der für mich sichtbaren Punkte waren schlichtweg falsch gestochen – Na danke, dachte ich mir – Aber es kam anders. Dies war die einzige von 10 Sitzungen, die eine relative Schmerzfreiheit brachte. Klar, die anderesn Sitzungen können gut vorgearbeitet haben – doch soviel Körpergefühl traue ich mir schon zu. Ausserdem war ich zunächst sauer auf diese Frau – schlechte Arbeit und Extrageld wollen…
Da fing ich mir an Gedanken zumachen über das was wirkt.
Eine Nadel setzten ist nicht gleich stochern. Dabei schwingt soviel anderes mit, was nicht allein auf Gold oder Silbernadel zurückzuführen ist, egal ob Dickdarm 4 oder 4,5.

Und zu meinem Vorredner: Zuwendung und Schmerz ist nicht das Gegenteil. Mit Kompetenz und aufrichtigem Interesse darf eine Behandlung auch schon mal zwacken, trotzdem fühlt sich der Patient gut aufgehoben. Dieser Faktor ist sicherlich nicht unerheblich

#37 |
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Wenn es sich nur um einen Placeboeffkt durch
Zuwendung handelt (für manche ist die Akupunktur durchaus auch schmerzhaft,das Gegnteil von Zuwendung),warum wirkt sie dann bei Tieren und (als Laser) auch bei Kleinkindern?
Ähnlich wie in der Ernährungsmedizin lassen sich hier Leute über Dinge aus,mit denen sie sich nicht beschäftigt haben und von denen sie nahezu keinerlei Kenntnisse haben.
(Si tacuisses philosophus manuisses).
Wenn ich neben einen Punkt steche,kann ich trotzdem einen Akupunkturreiz erzeugt haben,
da diese -auf der Faszie gelegen-relativ groß sind (bei Moxibution noch eher !).Dies könnte
die Erfolge der Scheinakupunktur erklären.
Also Vorsicht mit zu schnellen Urteilen !

#36 |
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Kirsten Osbahr
Kirsten Osbahr

Wie schsde, dass in der Kritik der Naturheilverfahren immer wieder polemisiert wird. Mit der Bezeichnung “Stochern” ist es ihnen gelungen, das sogar noch einmal zu toppen.Die Bildzeitung lässt grüssen.

Ich möchte aber auch an sogenannte Placebo- Effekte in der Schulmedizin erinnern:
– Die Studien mit tatsächlichen und
vorgetäuschten Knie- OP`s. Frage an alle. Was war wohl erfolgreicher und nebenwirkungsärmer?
– Die homöopathischen Experimente mit Rattendarm, ich glaube Uni Tübingen.
– Die Tatsache, dass nach Einnahme von Analgethika die Wirkund schneller eintritt, als das wissenschaftlich betrachtet sein dürfte…usw….usw…

Die Frage ist ja, was sie mit so einem Beitrag beabsichtigen? Ich kenne da einige Untersuchungen mit Krebspatienten, die die absolute Letalität solcher und ähnlicher Veröffentlichungen aufzeigen.

Bitte in Zukunft wieder mehr Niveau!

#35 |
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Weitere medizinische Berufe

Akupunktur / TCM ist ja etwas mehr als eine Nadel irgendwo hinzustecken.Neben der Schmerzbehandlung gibt es viele Gebiete die sich teils erfolgreich behandeln lassen Z. B. Tinitus, u.v.a.m., siehe http://www.enjoyliving.at/gesundheit-magazin/tcm/akupunktur-.html z. B.
Ich habe mir das von einem chinesischen Proffesor so erklären lassen: An der Uniklinik in Peking werden ca. 80 % nach westlicher Medizin behandelt und alternativ etwa 20 % nach TCM nach einen System, das
schon die Setzung der Nadeln, in Variationen vorgibt. Nach einem Bilderbuch mit Meridianen ist das wenig erfolgreich

#34 |
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Angelika Stiegler
Angelika Stiegler

mir hat Akupunktur schon oft geholfen, kommt darauf an wer dies ausführt. Hatte TCM Akupunktur von einer Ärtzin, die sehr erfahren ist!
Diese Studie zweifle ich an!

#33 |
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Wolfgang Schuermann
Wolfgang Schuermann

Der Artikel und die Metaanalysen haben zwei Grundsätzliche Fehler: 1. Was ist eine Placebo Akupunktur? In allen Studien wurde auch bei der Placebo Akupunktur genadelt: Ein Placebo muss per Definition wirkungslos sein. Jede Nadelung wird eine Wirkung hervorbringen, besonders wenn sie im Bereich des Schmerzes passiert. Jeder klassiche TCMler würde immer auch im Bereich des Schmerzes akupunktieren: egal ob da einer der klassichen Punkte ist oder nicht.
2. Schmerz ist ein ganz besonderes Krankheitsgeschehen: Vor allem die in den Untersuchungen beschriebenen Schmerzen sind sehr local. Ich wünschte alle meine Patienten hätten immer solche klar lokalisierten Schmerzen oder Krankheiten. Dies ist aber leider nicht so. Die meisten Patienten kommmen mit einer Vielzahl von Symptomen und Zeichen und eben nicht nur mit einem Schmerz im Rücken oder im Knie. Daher ist ein Rückschluss einer Untersuchung bei der es um sehr klar umrissene und lokalisierbare Schmerzen geht, auf das gesamte Wirkspektrum der TCM nicht zulässig.
Abschliessend: bei aller Kritik die diesen Untersuchungen entgegen gebracht wird, übrigens auch von Ärztegesselschaften, und die Ergebnisse eigentlich mehr als Fragwürdig sind so kann man einen Rückschluss aus Ihnen ziehen: Nadeln bei Rücken und Knieschmerzen zu setzten hilft doppelt so gut wie westliche Orthopädische Therapie: warum wrid diese dann noch bezahlt?: oder anders gefragt: wird durch dies Diskussion über Sham Akupunktur nicht das eigentliche Ergebniss vernebelt: Akupunktur hilft besser!

#32 |
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Heilpraktikerin Sabine Marion Sturm
Heilpraktikerin Sabine Marion Sturm

Es gibt da so ein schönes Sprichwort: Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast!
Ich für meinen Teil glaube an erlebte Erfolge.
Wie heisst es so schön: Wer heilt hat recht.

#31 |
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Naturwissenschaftlerin

Kann nicht einfach mal hingenommen werden, dass es Wirkungen gibt, die nicht wissenschaftlich erwiesen sind. Selbst bei vielen “chemischen” Arzneiwirkstoffen ist bis heute der genaue Wirkmechanismus nicht geklärt und sie werden trotzdem angepriesen und angewendet. Da hinterfragt niemand!

#30 |
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Heilpraktikerin

Ich hatte einen Kreuzbandriß und konnte schlecht laufen. Da ließ ich mich akupunktieren und konnte wieder ohne Beschwerden laufen. Aber es wurde auch eine Diagnose nach TCM gestellt und nicht nur auf eine Indikation hin akupunktiert. Im Übrigen, wer Ahnung hat von Medizin weiß, wo die Nervenbahnen enden und die Reizzonen sind. Peripheres Nervensystem/ Anatomie /Reizzonen/
Headsche Zonen – verbesserte Durchblutung und Spannung… keinen Sekte/ echte Medizin die eine andere Grundlage als Chemie hat.

#29 |
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Rettungsassistent

Kritik ist etwas anderes. Kritik nennt Ross und Reiter, nennt Argumente und Fakten. Ich lese hier nur Geschwurbel.

#28 |
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Naturwissenschaftlerin

Au weia, wenn man nicht mal mehr kritikfähig ist, frage ich mich, ob das Problem nicht ein anderes ist.

#27 |
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Rettungsassistent

Warum kann man nicht mal akzepzieren, dass individuelle Heilanekdoten nicht die gleiche Aussagekraft besitzen wie Studien mit 6700 Teilnehmern? Im Übrigen: Wer Design und Durchführung der Studien oder gar die Kompetenz der Forscher anzweifelt, sollte das mal konkret tun. Halbgare Andeutungen helfen keinem weiter.

#26 |
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Naturwissenschaftlerin

Es ist schlimm, wie hier wieder von der eigenen Unfähigkeit abgelenkt wird.
Mein Onkel hatte viele Jahre immer wieder Hexenschuss und glaubt mit Garantie nicht an alternative Heilmethoden, wie Akkupunktur oder Homöopathie. Er hat sich aber, nachdem wirklich nichts mehr half, einer Akupunktur-Therapie unterzogen und ist seitdem, fast 10 Jahre Hexenschuss frei. Und hier kann mal nicht einmal sagen, der Glaube daran zählt, weil er nicht daran geglaubt hat.
Warum wird nicht einfach akzeptiert, dass es auch andere Heilverfahren gibt, jenseits von Chemie und Skalpell.

#25 |
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Rettungsassistent

Du liebes bisschen, was für ein gequälter Aufschrei der Nadel-Apologeten! Die Reflexe auf Studien, die die Absurdität ihres Handelns aufzeigen, sind inzwischen so vorhersehbar wie das Sabbern Pawlow’scher Hunde und nur noch mit denen der Placebo-Fans der Homöopathiefraktion vergleichbar. Aber eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als dass sich solche Leute in Ihrem Tun durch wissenschaftliche Fakten verwirren lassen. Das hat schon etwas sektenartiges…

#24 |
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Die emotionalen und aufbrausenden Reaktionen der meisten “Alternativmediziner” hier zeigen mal wieder sehr deutlich, wie wenig Vertrauen sie selbst in die Wirkung ihres Nadel-Hokuspokus haben. Akupunktur ist halt keine Wissenschaft, sondern eine Ersatzreligion.

#23 |
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Dr. Benno Raddatz
Dr. Benno Raddatz

ich lerne und praktiziere seit 8 Jahren TCM. Seit ich einen Artikel über Fibromyalgie gelesen habe, indem stand, dass die kleinen Pyonex-Hautnadeln bei Fibromyalgie besser wirkten als die tief gestochenen Nadeln, was ich bestätigen kann, scheint mir die Wirkungsweise der Akupunktur klar. Für den Laien: Die inneren Organe werden über den Reflexbogen der Spinalnerven gereizt, wobei die Headschen Zonen das Geschehen bestimmen.
Jeder durch Akupunktur gereizte Hautnerv leitet die Reizung weiter an den zugehörigen Organnerv. Im zugehörigen Organ wird die Durchblutung gesteigert, was zu eier schnelleren Heilung führt. So einfach ist das.
Dazu passt auch, dass man die genaue Lage der
Akupunkturpunkte gar nicht treffen muß (sog. Scheinakupunktur), um eine Wirkung zu erzielen. Außerdem befinden sich in der Haut viel mehr Nervenendigungen als in den darunterliegenden Geweben ! Doch logisch, oder ?

#22 |
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mein gott,
wie verkrustet doch die mediziner hirne sind…
die einen suchen haenderingend nach beweisen, dass alternativ eheilverfahren nur auf placeboeffenkten beruhen, sind aber nicht in der lage eine robuste studie zu praesentieren.
anderen fehlt einfach die coolness solche anfeindungen einfach zu belaecheln und zu ignorieren.

danke fuer den hinweis auf die tiermediziner die verblueffende effekte mit akupuntur haben.. ohne dass der patient weiss, was da gemacht wird..

#21 |
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Stephan Huettl
Stephan Huettl

Hallo
bin noch Student und über diese Diskussion gestolpert.Habe in Praktika bei verschiedenen Akkupunkteuren wechselnde Erfahrungen gemacht.
Meine Frage: gibt es irgendwo neutrale, nach wissenschaftlichen Maßstäben durchgeführte fundierte Studien zur Wirksamkeit der Akkupunktur?

Im übrigen finde ich die mangelnde Sachlichkeit einiger Kollegen hier sehr enttäuschend. Die Argumentation hört sich teilweise schon eher religiös-fundamentalistisch an.

#20 |
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Frank Seidel
Frank Seidel

Mein verstorbener Lehrer fuer Akupunktur, der wohl bekannteste Akupunkteur Prof. Dr. Anton Jayasuriya aus Sri Lanka erzaehlte in seinen Vorlesungen immer eine Geschichte zur Erklaerung der Akupunktur. Das ist, als ob ein blinder Mann in einem vollkommen dunklen Raum nach einer schwarzen Katze sucht. Und moeglicherweise ist die Katze gar nicht drin.

Ich kann nur appellieren, hoert auch zu lamentieren und arbeitet! Wenn Akupunktur nicht funktionieeren wuerde, waere sie schon zu Zeiten Christus im Jahre Null ausgestorben.

#19 |
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Akupunktur ist wirksam und kann den Kranken helfen.Durch funktionelle NMR kann man viel nachweisen und zeigen wenn man die richtige methode macht.Leider sind alle diese methoden aufwendig und teuer.

#18 |
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Heilpraktikerin Hedwig Mebus
Heilpraktikerin Hedwig Mebus

Ich befürworte es, wenn die Akupunktur keine Krankenkassenleistung wird, da dann die Patienten über ihren Geldbeutel entscheiden, zu welchem Behandler sie gehen. Denn der Patient ist nur bereit für gute Arbeit zu zahlen und nicht mal eben um die Ecke zu gehen, Hauptsache die Krankenkasse zahlt. Über dieses Regulativ wird sich dann die Spreu vom Weizen trennen. Denn es macht durchaus Sinn, sich über Jahre mit der TCM zu beschäftigen und nicht sein Wissen in einem Wochenendseminar zu erlangen.

#17 |
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Ärztin

Wieso reagieren so viele Leser/Mediziner dermaßen emotional?

#16 |
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Naturwissenschaftlerin

So ein schlecht geschriebener Artikel, das ist ja nicht zum Aushalten.

#15 |
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Heilpraktiker

Die Wrkung der Akupunktur “kann” von den angeblichen Fachleuten nicht erklärt werden, da sie nicht einmal die genauen Zielstrukturen der Akupunktur kennen. Und die muss jeder Student in China genaustens kennen. Nur wer anatomisch gut bewandert ist, der kann die Wirkung der Akupunktur auch erklären. Dieses rumgestochere der TCM-Ag oder ähnlichen Vereinen ist nur Murks. Jeder halbwegs gute chinesische oder taiwanesische Arzt lacht sich über diese Vorgehen kaputt. Eine Ausbildung von 5 Jahren Vollzeitstudium in ein paar Monaten zu lerne ist allein schon eine Sauerei. Und diese Menschen entscheiden dann über Wirksamkeit der Akupunktur. Das ist die absolute Frechheit und es werden wiedermal die Patienten verdummt. Ich bin froh darüber, solange Akupunktur keine Kassenleistung wird. Solange die Kassen nichts übernehmen können Patienten zu ECHTEN chinesischen Medizinern gehen, die es auch richtig gelernt haben. Tackern kann jeder auch der Nachbar!

#14 |
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Ein “besonders starker Placeboeffekt”? Hab ich da richtig gelesen? Würde es sich um ein neue Blutdruckmedikament mit nur halb so guter Verbesserung des Outcome handeln, dann würde mir das morgen der nächste Pharmavertreter als Sensation anpreisen. Davon abgesehen finde ich den Artikel von Frau Hofmann nicht tendenziös, nur provokant. Herkömmliche Studiendesigns müssen bei der Homöopathie zwangsläufig versagen, ob dies auch bei der Akupunktur so ist, weiß ich nicht.

#13 |
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Dr. Jan Kirsch
Dr. Jan Kirsch

Wenn nur die Verfechter der Akupunktur eingestehen würden, daß es sich um einen Plazeboeffekr handelt (oder wie immer man das nennen will)! Stattdessen tragen sie allerlei Pseudowissenschaftliches vor und wundern sich, daß sie nicht so richtig ernst genommen werden…

#12 |
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Dr. Christian Torp
Dr. Christian Torp

Entschuldigung, natürlich nebenwirkungsfrei!!

#11 |
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Dr. Christian Torp
Dr. Christian Torp

An jedem meiner Patienten kann ich zeigen, dass die Nadel alleine keinerlei Wirkung zeigt. Erst die Intention, der Wille etwas zu tun (ich muß wissen, was die Nadel bewirken soll), bringt den Effekt. So kann der “Nachbar” den richtigen Punkt stechen, aber es wird nichts passieren, und der Therapeut kann einen falschen Punkt stechen und die positive Wirkung setzt ein, soweit er mit der richtigen Intention (konzentrieren auf den richtigen Punkt) gestochen hat. Oder ich steche auch gar nicht,behandele aber mit der richtigen Intention, und der Heilerfolg ist völlig identisch mit dem der richtig gestochenen Nadel eines erfahrenen Akupunkteurs. Nebenbei gesagt liegen die Wirksamkeitsquoten guter Akupunkteure deutlich höher (80 – 95%), als die in den Studien belegten Quoten (45 – 55 %).Warum ist Plazebo so negativ belegt? Wenn ich mit diesem Effekt nachhaltig, reproduzierbar und nebenwirkungsvoll heilen kann, wäre es doch der Königsweg – oder?

#10 |
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Dr. med. Herbert Bergmeister
Dr. med. Herbert Bergmeister

DerÂkupunktur scheint es ähnlich zu ergehen wie der Homöopathie. Wirksamkeitsnachweise sind längst zahlreich erbracht, aber die Glaubensgemeinschaft der Scheuklappenträger unter den hochschulmedizinischen KollegInnen will davon ja gar nichts wissen. Neben den geheilten üder profitierenden PatientInnen werden zukünftig vor allem die Krankenkassen im Wettbewerb mit entscheiden, wohin die Kassenbeiträge verteilt werden.

#9 |
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Radimé Farhumand
Radimé Farhumand

Herr Schäfer: Bravo und Danke!
Gab es nicht eine Stdie, die bei Gonarthrose “bewies”: Arthroskopie hilft – schneiden reicht?
Wie kommt es, dass bei den “Studien” zur Akupunktur stets die angebliche Placebo-Wirkung herausgestellt wird – aber nie, dass sie der sog. Schulmedizin in jeden Fall überlegen ist? Wer sponsort eigentlich solche journalistischen Ergüsse?

#8 |
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Weitere medizinische Berufe

Die Deutschen Mediziner strotzen vor Arroganz, das nicht mehr zum Aushalten ist. Kein Wunder ist die Medizin in D so sau teuer weil alles was schon längst bewiesen mit riesen Aufwand nochmals untersucht wird.
Wieviele verschriebene Arzneimittel sind wirkungslos bis auf die Nebenwirkungen. Da sollte man mal ausmisten, das würde viel Nutzen bringen mit enormer Kostenersparnis.
Das würde ja aber der Selbsbedienungsmentalität entgegen laufen

#7 |
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Heilpraktikerin

Es ist doch immer wieder erstaunlich, mit welcher Arroganz die westliche Medizin meint, die seit 6000 Jahren und später als Staatsmedizin Chinas praktizierte Akupunktur als unwirksam beweisen zu müssen. Die chinesischen Ärzte kämen bestimmt nicht auf die Idee, deren Wirksamkeit in Studien noch belegen zu müssen!!

#6 |
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rolf müller
rolf müller

Liebe Kollegen, all das ist in keinster Weise neu, der äteste Akupunkturarzt Englands, Dr. Felix Mann hat dies bereits vor vielen Jahren erkannt und in seinem Buch “die Revolution der Akupunktur” beschrieben. Seine sich aus diesen Erkenntnissen entwickelte Microakupunktur sind eine der grossartigsten Erfindungen auf diesem Gebiet.rm

#5 |
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Die Suggestion ist in der Medizin nichts Neues
und ohne sie wären Heilungserfolge oft nur
schwer zu erreichen.Wenn man dieses bei der
Akkupunktur endlich in Betracht zieht, ist man
der Wahrheit (Seriosität ?) schon ein ganzes Stück näher.

#4 |
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Hand aufs Herz, liebe Kollegen/innen, als wir noch Anfänger waren, haben wir da nicht ebenso viele Erfolge gehabt als heute?
Gruß, K.

#3 |
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Die sogenannten Studíen zeugen von fundamentaler Unkenntnis zur Durchführung von Studien zur Wirksamkeit von Therapien. Die meisten Studien sind methodisch völlig ungeeignet für einen Wirksamkeitsnachweis, d.h. jegliche Auswertung ist obsolet. Dies betrifft insbesondere die sogenannte Scheinakupunktur, die sich die Unwissenden ausgedacht haben, um eine Kontrollgruppe zu konstruieren. Abgesehen von weitern Aspekten, die die Studien ebenfalls indiskutabel machen, gibt es keine Scheinakupunktur. Dies ist eine reine Chimäre und vom Wahn her geprägt, ein Pseudoplacebo zu konstruieren. Dies ist ebenso unsinnig wie der ganze Artikel, der nur einen Ort verdient: den Papierkorb.

#2 |
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Heilpraktikerin

Haben die Kollegen der “Scheinakupunktur” mit Absicht daneben gestochen? Oder handelten sie aufgrund anderer Vorgaben in dem Bewusstsein es richtig zu tun? – Die Antwort auf diese essentiellen Fragen geht aus dem Artikel leider nicht hervor.

#1 |
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