Bewerben, aber richtig

24. Februar 2009
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Kaum ist das letzte Kreuz beim Staatsexamen gemacht und die letzte Antwort auf die kniffligen Fragen der Prüfer in der Mündlichen gegeben, beginnt eine weitere spannende Zeit – die Zeit der Bewerbung und Vorstellungsgespräche. Doch auf was soll man bei einer Bewerbung achten? Welche Fallstricke gibt es in einem Vorstellungsgespräch?

Die Bewerbung ist die erste Visitenkarte, die man seinem potentiellen Chef überreichen kann. Daher sollte man gerade hier auf einige Grundregeln besonderen Wert legen. So sollte es selbstverständlich sein, dass keine Rechtschreibfehler in den eingereichten Schriftstücken zu finden sind. Weiterhin gehört es mittlerweile zum guten Ton, dass man nur weißes, gestärktes Papier verwendet.

In eine Bewerbungsmappe gehören neben einem Anschreiben auch ein Lebenslauf und verschiedene Zeugnisse und Beurteilungen. Auch wenn im Augenblick die Berufsaussichten für approbierte Ärzte sehr gut sind, bekommen die zuständigen Personalchefs auch heute noch mehrere Bewerbungen auf eine Stelle. Daher ist es von enormer Wichtigkeit, dass schon das Anschreiben sich von denen der übrigen Bewerbern unterscheidet.

Standardsätze wie „Hiermit bewerbe ich mich“ sind natürlich nicht falsch, aber auch kein besonders guter Einstieg, um sich interessant zu machen. Falls man sich auf eine ausgeschriebene Stelle bewirbt, ist das Anschreiben der richtige Platz, um dort explizit auf die in der Annonce erwähnten Anforderungen einzugehen. Abgerundet wird ein gutes Anschreiben von einem positiv formulierten Schlußsatz, zum Beispiel: Von den genannten Fähigkeiten würde ich sie sehr gerne persönlich überzeugen und freue mich auf eine Einladung.

Der tabellarische Lebenslauf wird in den letzten Jahren immer schlanker gestaltet. Galt es früher als selbstverständlich, dass Namen und Beruf der Eltern aufgeführt wurden, so kann dies heutzutage ebenso ausgelassen werden, wie zum Beispiel Hobbys. Wichtig ist allerdings, dass der Lebenslauf eigenhändig unterschrieben wird. Auch sollte darauf geachtet werden, dass sowohl das Anschreiben als auch der Lebenslauf das aktuelle Datum tragen.

Auch die Dokumente, die einer Bewerbung beigelegt werden sollten, werden immer weniger. Früher war es selbstverständlich, möglichst viele Zeugnisse der Bewerbung beizulegen. So mußten sich viele Personalchefs durch Berge von Grundschulzeugnissen arbeiten. Eine gute Bewerbung zeichnet sich durch eine sorgfältige Zusammenstellung der eingereichten Dokumente aus. Nur Zeugnisse, die einen Abschluß attestieren oder relativ aktuell sind, sollten beigelegt werden. Auch gute Beurteilungen aus Famulaturen oder dem praktischen Jahr können das positive Bild des Bewerbers untermauern.

Wer einen besonders guten Eindruck hinterlassen möchte, sollte die Bewerbung persönlich dem Chefarzt übergeben – auch auf die Gefahr hin, dass er gerade nicht zu sprechen oder sogar nicht im Hause ist. Bei dieser Vorgehensweise sollte man allerdings auch darauf gefaßt sein, direkt in ein Vorstellungsgespräch verwickelt zu werden. Und welche Fettnäpfchen dort lauern können, darum geht es in der Fortsetzung dieses Artikels.

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