Amok – Drama in vier Akten

16. März 2009
Teilen

Der jüngste Amoklauf in Winnenden beunruhigt die ganze Nation, denn nach der Tat ist vor der Tat. Warum Jugendliche derartig ausrasten, ist mit psychopathologischen Auffälligkeiten allein nicht zu erklären. Prävention muss in den Anfangsphasen des Amoklaufs ansetzen.

Jung, männlich, isoliert, frustriert – diese Merkmale treffen offenbar auf annähernd alle untersuchten Fälle von jugendlichen Amokläufern an Schulen zu – und so wahrscheinlich auch auf den aktuellen Fall des Tim K. aus Winnenden, wenn auch über Motive und psychische Verfassung des Täters noch wenig bekannt ist.

Kommen zu all diesen Eigenschaften noch die Begeisterung für Waffen und die übermäßige Beschäftigung mit Gewaltspielen am Computer scheint der Amokläufer fertig gebacken zu sein. Solche Auffälligkeiten weisen allerdings Tausende von Jugendlichen auf, die dennoch niemals straffällig werden. Eine Etikettierung des Unfassbaren scheint nicht die Lösung zu sein und konnte darüber hinaus in einer Analyse von Experten des United States Secret Service und United States Department of Education aus dem Jahr 2002 so nicht bestätigt werden. Bei den in 27 Jahren identifizierten 37 Attacken auf Schulen waren die Täter sehr wohl männlich und jung, wiesen jedoch kein einheitliches Persönlichkeitsprofil auf.

Woran krankt der Amokläufer?

Forschungsarbeiten auf dem Gebiet Amok sind relativ rar, doch erkennen in Anbetracht der sich wiederholenden Ereignisse Experten wie Laien den dringenden Bedarf. Amok wurde lange Zeit stark psychiatrisiert. Diese Entwicklung ging aus dem Aufsehen erregenden Amoklauf des Hauptschullehrers Ernst Wagners im Jahr 1913 hervor, der selten gut dokumentiert worden war und aufgrund des Überlebens des Amokläufers zu umfangreichen Informationen führte. Hintergrund dieser Tat war ein paranoider Wahn, der sich beim Patienten nach einem sodomistischen Akt entwickelt hatte, beschreibt Gewaltforscher Dr. Jens Hoffmann vom Institut Psychologie und Sicherheit in Aschaffenburg den Fall. Paranoia als Auslöser trifft aber nicht auf alle Amokläufer zu. Meist werden drei Gruppen von Tätern unterschieden: Die depressiven, schizophren-paranoiden und kontaktscheuen, völlig unauffälligen Typen.

Amok gilt als eine Sonderform des Tötungsdelikts, bei dem sowohl Mord als auch Selbstmord zumindest als Intention auftreten. Den Rahmen dieser Tat bildet immer eine psychische Erkrankung, so Lothar Adler, Professor für Psychiatrie im thüringischen Mühlhausen, einer der wenigen in Deutschland, die zum Thema forschen. Einigkeit besteht weitgehend darüber, dass sich ein typischer Ablauf des Amoks in vier Phasen erkennen lässt:

  • Phase 1: Nach (subjektiver) Kränkung oder Objektverlust folgt eine Zeit intensiven Grübelns mit sozialem Rückzug
  • Phase 2: Explosionsartiger Angriff mit rücksichtsloser Tötungsbereitschaft und verminderter Ansprechbarkeit
  • Phase 3: Stunden oder gar Tage anhaltende mörderische Raserei bis zur Überwältigung des Täters, dessen Erschöpfung oder Tötung
  • Phase 4: Im Falle des Überlebens wird eine Amnesie postuliert, über die allerdings keine Einigkeit herrscht

Serotoninmangel als Teilerklärung

Einen Erklärungsansatz bieten auch pathophysiologische Befunde im Rahmen der Hirnforschung. Als Affektregulator gilt das serotenerge System. Ein Serotoninmangelsyndrom spielt bei Gewalt gegen andere und die eigene Person eine Rolle, ergaben Untersuchungen an Mördern und Selbstmördern. Auch bei Affen konnte ein Serotoninmangel mit einer Impulssteuerungsstörung in Verbindung gebracht werden. Allerdings heißt das nicht, dass Täter wie Opfer allein der Biologie des Täters ausgeliefert sind und jeder mit Serotoninmangel zum Amokläufer wird, so Adler. Zudem gibt es zum Thema keine Untersuchungen bei Amokläufern.

In diesem Sinne gibt es keine Gewalt- oder Verbrechergene, meint auch Gerhard Roth vom Institut für Hirnforschung der Universität Bremen. Als biologische Grundlage kriminellen Gewaltverhaltens hat die Serotoninmangelhypothese jedoch Bedeutung. Zudem fanden sich in der Magnetresonanztomografie hirnorganische Korrelate des Gewaltverbrechens, und Mörder wiesen eine geringere Aktivität im Frontallappen und oberen parietalen Kortex vor allem auf der linken Seite auf (Arch Gen Psychiatry. 2000; 57: 119-127). Ob dies auf die besondere Gruppe jugendlicher Amokläufer zutrifft, ist allerdings unklar.

Dass Amokläufer grundsätzlich nicht gesund sind, steht für die meisten außer Frage. Dass sich allerdings Täter mit Diagnosen einer psychiatrischen Störung, Persönlichkeitsstörung, dissoziativen Störung, Depression oder mit anderen pathophysiologischen Auffälligkeiten durchgängig beschreiben lassen, ist unwahrscheinlich, jedoch in Einzelfällen durchaus zutreffend.

Prävention mit Frühwarnsystem

Jens Hoffmann weiß um die unterschiedliche Persönlichkeit von Amokläufern. Er entwickelte ein Frühwarnsystem, das Amokläufe verhindern helfen soll. Zugrunde liegt ein Anti-Amok-Modell (DyRiAS), das sich bereits an sechs Schulen in der Testphase befindet. Das Programm prüft 31 Faktoren und erstellt so ein Verhaltensmuster von möglicherweise gefährdeten Jugendlichen. Dem Modell zugrunde liegt die Analyse weltweiter Amokläufe seit 1974.

Hoffmann ist sich sicher, dass sich zielgerichtete Gewalttaten und Amok an Schulen bereits im Vorfeld erkennen lassen. Dies ergab seine aktuelle Studie „Amok und zielgerichtete Gewalttaten an Schulen in Deutschland“, die in der Aprilausgabe der Zeitschrift „Kriminalistik“ veröffentlicht wird. In allen untersuchten Fällen von Amokläufen ließen sich deutliche Risikomerkmale im Verhalten und in der Kommunikation der Täter im Vorfeld der Tat identifizieren. Gefragt ist dann mit Sicherheit ein multimodaler Ansatz mit psychologischen, medizinischen und sozialtherapeutischen Interventionen.

172 Wertungen (3.71 ø)
Allgemein

Die Kommentarfunktion ist nicht mehr aktiv.

21 Kommentare:

Vielen Dank für Ihren Beitrag. Wir moderieren das Forum und in der Regel wird sehr sachlich diskutiert – das können Sie in vielen Threads nachvollziehen. Trotzdem lassen sich sog. “Troll”-Einträge nicht völlig verhindern, vor allem bei Themen, die emotional besetzt sind. Aus dem Rahmen fallende Beiträge können wir nur nachträglich löschen. Hier sind auch die Nutzer gefordert. Weisen Sie uns bitte auf unentdeckten Spam hin.

Ein genereller Login hat den Nachteil, dass die Anzahl der Kommentare dramatisch sinkt – leider auch die der guten. Wir werden aber in den nächsten 2 Wochen ein System anbieten, dass es ermöglicht zwischen “DocCheck-Nutzer” und freiem Kommentar zu unterscheiden. Bleiben Sie am Ball.

#21 |
  0
Andrea Zielke
Andrea Zielke

Dieses Portal hat ein dickes Problem, glaube ich:

Man muss seine Qualifikation nicht wirklich verifizieren, um hier abonnieren zu können.

Manche Kommentare hier ziehen den Ruf eines ganzen Berufstandes in den Dreck, weil die Leser denken, hier würden ausschließlich Ärzte kommentieren.
Man muss keine Identität angeben, um zu kommentieren, das ermutigt die bescheuertsten Beiträge!

Als ich mich hier angemeldet habe, dachte ich, DOC CHECK sei ein Portal für Ärzte. (Nicht, dass es unter uns nicht auch niveaulose Menschen gäbe, ich weiß.)

Hier müssen dringend Forenregeln aufgestellt werden und Administratoren eingestellt werden!!!

Das ist in gut verwalteten Foren verboten, wie hier sogar für total obskure Webseiten geworben wird. Und anderes mehr.

Außerdem sind die Artikel ziemlich auffällig pharmalobbyistisch angehaucht.

#20 |
  0
Dipl. KT P.M. Berchid
Dipl. KT P.M. Berchid

..konfus- lt.beld !
Hat aber wohl einen Nerv getroffen –
Das Thema wird ein Künftiges in unserer Gesellschaft sein !
Wird ja auch mal Zeit ..
:-)

#19 |
  0
Monika Müller-Richter
Monika Müller-Richter

Das heutige Schulsystem trillt die Kinder zu reinen Empfänger und die Lehrer zu reinen Wissensvermittler. Unter Zeitdruck zunehment anonymisiert wird der Stoff vermittelt. Dazwischen ist kaum Raum für zwiscshenmenschlisches. Das Verantwortungsgefühl einer Gemeinschaft gegenüber existiert kaum noch. Manche Lehrer interessiert das sozaiale Gefüge einer Klasse kaum. Somit fallen immer mehr aus dem system. Wollen wir das??
Ich bin für die Reformierung des Schulsystems. Da viele Eltern sich ja überfordert fühlen, etc.

#18 |
  0
Naturwissenschaftlerin

Jetzt wirds langsam konfus…

#17 |
  0
Dr. med. Jens Freiburg
Dr. med. Jens Freiburg

Er war homosexuell, es wurde im Elternhaus massiv unterdrückt, der Vater ein Nazi, etc. etc.

#16 |
  0
dr med desanka petricevic-riedl
dr med desanka petricevic-riedl

alle psychofarmaca haben als nebenwirkungen angst,agressives verhalten,bei manche kommt halutination dazu,etc,etc.
warum raten wir so lange,warum kommt nicht raus welches medikament er bekommen hat,dann schauen wir in rote liste was von nebenwirkungen auftreten können?

#15 |
  0
Lucia Emmanouilidis
Lucia Emmanouilidis

Danke Frau Teubert – ich habe einen sohn in eben diesem Alter -mit mobbing-erfahrung zweichen 10 und 14 jahren – ohne vater aufgewachsen. ich weiss wovon sie sprechen und bin froh, dass er als junge ganz grade dasteht. das leiden damals war gross mit migräneanfällen und totaler panik in die schule zu gehen. jetzt hat er ein gutes verhältnis mit diesen schülern. auch dank eines guten lehrers.

#14 |
  0
Naturwissenschaftlerin

Da kann ich Frau Teubert nur beipflichten. Zu den meisten anderen Kommentaren verschlägt es mir die Sprache.

#13 |
  0
Bettina Teubert
Bettina Teubert

Immer wieder suchen wir bei der Aufarbeitung solcher Taten nach Schubladen und wie schon festgestellt lässt sich leider keine finden. Auch mich wundert immer wieder, dass sich niemand mutig mit dem eigentlichen Tatort beschäftigt? SCHULEN
Es gibt wirklich gute Ansätze und Untesuchungen. Wir wissen doch schon lange um die Not von Jungen in unserer Gesellschaft. Aber in diesem Zusammenhang traut sich niemand darüber zu reden. Und ich kenne viele dieser Nöte aus meiner täglichen Arbeit, doch diese Jungen sind previlegiert, da sie ansonsten in einem sehr aufmerksamen und liebevollen Umfeld leben. Sie haben meist sehr starke Mütter, sehr viel seltener Väter (leider).
Solche Taten sind zweifelohne eine große Katastrophe, aber die Täter eben leider keine “Monster”, sondern meist tiefverletzte Seelen. Und daher glaube ich, dass unsere Gesellschaft einmal mutig und kritisch auf sich selbst blicken sollte.

#12 |
  0
Lucia Emmanouilidis
Lucia Emmanouilidis

drsugag gab einen sehr bedenktlichen kommentar: Nur wer “feige” ist wird nicht zum Amokläufer? ich denke es hat mit respekt vor dem leben – auch dem eigenen – und den vermittelten (nicht nur von den Eltern) wertvorstellungen zu tun. Hier handelt es sich um ein menschliches! nich medizinisches Drame. mich erschreiben die meinungen und kommentare sogenannter mediziner hier sehr.

#11 |
  0
Martina Classen
Martina Classen

Wichtig vor allem ist nicht nur die Merkmale heruaszuarbeiten die jugendliche Amokläufer gemeinsam haben. Wichtig vor allem ist auch herauszufiltern was jugendliche mit den Merkmalen eben nicht zum Amokläufer werden läßt. Meines erachtens geht es hier nicht um Medizin sondern um Psychologie und Gesellschaft. Zu betonen ist vor allem wie bereits gesagt wurde: Kinder und gerade Jugendliche und junge Erwachsene haben keine Lobby in unserer überalternden Gesellschaft. Vielmehr haben sie zu funktionieren. Mit Blick auf Naturwissenschaften insbesondere dann auch Medezin läßt sich dieses Problem nicht lösen. So auch die Frage z.b. Retalinbehandlung.

#10 |
  0
Bernd Hoppe
Bernd Hoppe

wer sagt denn, daß bei Amokläufern eine krankhafte Störung vorliegen muß.
Eine Hypothese, die bei der geringen Grundzahl schon gar nicht statitisch zu belegen ist.

Vielleicht handelt der Amokläufer ja rational angesichts der Ausweglosigkeit seiner gefühlten Situation. Jeder Berufstätige, Schüler weiß, wie sehr man anderen die Hölle bereiten kann. Der Gedanke an vernichtende Rache wird dabei gedanklich wohl von sehr vielen durchgespielt – aus Feigheit von den wenigsten umgesetzt.

Vielleicht hilft es, alternative, selbst-kritische Botschaften an junge Menschen zu geben z.B.:

man kann gut sein, muß es aber nicht um jeden Preis sein

jeder ist anders und sichert damit den Bestand und die Weiterentwicklung der Menschen, es gibt kein natürliches Ideal

nur wenn man Glück hat, wird man vielleicht glücklich

Gott ist eine menschliche Erfindung

jeder auch Dumme können reich werden und erfolgreich sein

die Dummheit von milliadären ist erschreckend
und herausfordernd

#9 |
  0
Dr. Sigrid Graumann-Brunt
Dr. Sigrid Graumann-Brunt

Bislang habe ich kaum etwas über eine eventuelle Wirksamkeit von Summen unterschwelliger Botschaften in den Spielen gehört.
Das Gesetz der Psychophysik, das besagt, dass eine Summe von unterschwelligen Reizen von einem bestimmten Grad an dieselbe Reaktion wie ein oberschwelliger Reiz gleicher Stärke erzeugt, bestimmt noch wirksam (vgl. unterschwellige Werbung)? Es würde auch zu einer Deutung passen, die wie die pdp-Leute das Übersteigen einer Reizstärke heranziehen.
Dass die Lage/Struktur der Persönlichkeit und andere Einflußfaktoren eine kumulierende Wirkung ausüben, ist dazu kein Widerspruch. Vielleicht suchen wir zu viel im Bereich der bewußten Handlungen und nicht der einfacher/primitiver Reaktionen.

#8 |
  0
Medizinjournalist

Sieht man die Opferreihe in der Realschule an, deuten acht getötete Schülerinnen und drei Lehrerinnen – bei einem toten Schüler – doch auf eine soweit überlegte Tat hin. Motiv: Hier sind Polizei, Psychologen und Psychiater gefragt. Hätte Tim K. nur willkürlich um sich geschossen, wären sicher mehr männliche Opfer ums Leben gekommen. Wie beim Amoklauf des koreanischen Studenten an der Virginia Tec in USA. Bevor ein Psychogramm des Amokläufers erstellt wird, müssten die kriminaltechnischen Besonderheiten des Falls Tim K. aufgeklärt werden. Das Überschreiten der Gewaltschwelle ist in der heutigen TV-Gesellschaft nichts mehr Besonderes, an Beispielen für solche Taten und deren Ausführungen mangelt es in den Medien nicht. Meiner Meinung nach ist der Level an täglich konsumierter Gewalt, Gewaltbereitschaft und Durchsetzungsbereitschaft in unserer postmodernen Gesellschaft viel zu hoch.

#7 |
  0
Karin Hönig
Karin Hönig

Kein Kind wird so geboren, wie es später ist.
“Erziehung ist Beispiel und Liebe, sonst nichts” sagte uns bereits Friedrich Fröbel. Kinder dürfen nicht mehr Kinder sein und die Erwachsenen (Eltern) wollen nicht erwachsen sein. Das ist unser Problem.

#6 |
  0
Madeleine Spangenberg-Siegfried
Madeleine Spangenberg-Siegfried

Könnte ein Antidepressivum in Frage kommen, die erst aufhellen und dann zu starken NW führen wie Suizid und z.B. Amoklauf?

#5 |
  0
Martina Batoulis
Martina Batoulis

Bzgl. Frühwarnsystem: Was machen wir mit den vielen falsch positiven Frühwarnungen? Alle präventiv als potentielle Amokläufer observieren und behandeln? Denn bedenken Sie eines: Die Anzahl der falsch positiven wird wesentlich höher sein als die der später tatsächlichen Amokläufer. Damit wird jegliche Frühwarnung unbrauchbar.

#4 |
  0
Naturheilpraxis Ilse Schmidbauer
Naturheilpraxis Ilse Schmidbauer

Hat Tim K. Ritalin bekommen?

#3 |
  0

Es wäre interssant gewesen , etwas über die von J.Hoffmann gefundenen 31 “Faktoren” zu erfahren .Das wäre vielleicht etwas wirklich Neues in diesem Artikel gewesen.Oder darf hierüber noch nichts gesagt werden wegen der bevorstehenden Publikation ?

#2 |
  0
Ärztin

Bei über der Hälfte der jugendlichen Amokläufer soll ein Antidepressivum vom Typ Serotoninwiederaufnahmehemmer eben absosiert oder abgesetzt worden sein. Die Pharmazeutische Industrie spricht von “Absetzphänomen”, um nicht zu sagen, dass diese Präparate in gefährlicher Weise in den Serotoninstoffwechsel eingreifen, die Nebenwirkungsliste ist lang.
Warum wird bei dem Schützen von Winnenden nicht recherchiert, welche Medikamente er in der Psychiatrischen Klinik Weinsberg bekommen hat? Und wann er diese nicht mehr eingenommen hat?

#1 |
  0
Copyright © 2017 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: