Stillt Stillen nicht?

20. März 2009
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Auch wenn Stillen unbestritten zur Gesundheit von Mutter und Kind beiträgt, wird das Thema teilweise wie eine "heilige Kuh" behandelt. Exemplarisch ist die englische Kontroverse, die soweit geht, dass Risiken unter den Teppich gekehrt werden. Und wie sieht es in Deutschland aus?

Hypernatriämische Dehydratation, d.h. Störungen des Elektrolyt-Haushalts durch Austrocknung, kann bei Neugeborenen auftreten, wenn sie beim ausschließlichen Stillen zu wenig Milch bekommen. Wird der Mangel zu spät erkannt, kann es zu Krämpfen oder Gehirnschädigung kommen. Problematisch ist, dass nicht immer sofort erkennbar ist, dass die betroffenen Babies in akuter Gefahr sind, so eine kleine Gruppe von britischen Kinderärzten. In Großbritannien beschäftigt sich diese Gruppe aus verschiedenen Gründen mit diesem Thema. Aus einigen lokalen Studien ist bekannt, dass pro Woche ein Baby mit leichter bis schwerer Dehydratation ins Krankenhaus eingeliefert wird. Nun befürchten diese Ärzte, dass die Fälle zunehmen, je mehr Frauen der Aufforderung des National Health Service (NHS), “breast ist best”, folgen. Sie könnten Recht haben, da die Gesundheitsorganisation gerade massiv für das ausschließliche Stillen in den ersten sechs Monaten wirbt.

Stillen als Glaubensbekenntnis

Die sensibilisierten englischen Kinderärzte beobachten auch, dass alles, was Breastfeeding diskreditieren könnte, momentan von Befürwortern unter den Teppich gekehrt wird, um eine negative Beeinflussung auszuschalten. Man habe den Eindruck, dass Stillen zu einer Art Glaubensbekenntnis geworden ist, so ein Kinderarzt. Die geschilderten Reaktionen werden verständlich, wenn man weiß, dass im United Kingdom die Quote der stillenden Frauen im europäischen Vergleich immer noch sehr gering ist. Die ausschließliche Ernährung mit Muttermilch bis zum sechsten Monat wird bisher lediglich von einem Prozent der Frauen befolgt. Mediziner wollen dennoch auf die Gefahren der Dehydratation beim Stillen hinweisen und sie gründlich analysieren, damit die Mütter in Zukunft besser unterstützt werden können. Deswegen soll jetzt eine Studie von der British Paediatric Surveillance Unit (BPSU) gestartet werden.

Studie für bessere Stillhilfe bei Problemen

Der Supervisor der Studie, Dr Sam Oddie, Neonatologe an der Bradford Royal Infirmary, ist ein absoluter Befürworter des Stillens. Er hat drei Kinder, die alle länger als ein Jahr gestillt wurden. “Aber wenn Babies krank werden infolge gescheiterter Stillversuche”, so Oddie gegenüber DocCheck, “dann darf das nicht ignoriert werden. Wir sollten wissen, warum das passiert.” Der Geburtshelfer stellte DocCheck den Fahrplan für die Studie “Severe Neonatal Hypernatraemia” zur Verfügung. Der Vorschlag sieht vor, dass Kinderärzte in ganz Großbritannien in Abständen von vier Wochen einen Report abgeben über die behandelten schweren Fälle – das heißt einen Natriumspiegel im Blutserum über 160 mmol/l bei einem weniger als 28 Tage alten Säugling, der nach einer Schwangerschaft von mindestens 33 Wochen geboren wurde. Der hohe Natriumwert als Schwellenwert wird als Kompromiss bezeichnet. Man wollte vermeiden, dass zu viele Meldungen das zarte Still-Pflänzchen gefährden. Ob sich der Aufwand dann noch lohnt? Vielleicht würde auch einfach die schnelle Umsetzung der von Oddie geforderten Verbesserung der Stillhilfe das Problem lösen.

Dehydratation in Deutschland unbekannt

Ob es solche Spannungsverhältnisse wohl auch in Deutschland gibt, wenn es um Risiken geht? Die Antwort lautet eindeutig Ja. Aus vertraulichen Quellen erfährt man, dass auch hier eingefleischte Laktivisten auf eine wissenschaftliche Studie sehr empfindlich reagieren würden, wenn dadurch das Vertrauen ins Stillen konterkariert würde. Tatsache ist, dass es bei den einschlägigen Stillhilfen im Web keine Hinweise auf dehydrierte Babies gibt. Der Nationalen Stillkommission, eine Einrichtung im Bundesinstitut für Risikobewertung, sind derartige Probleme nicht bekannt. Wenn ein Kind zu wenig Milch bekommt, dann schreit es und dann wird zugefüttert, heißt es. Vielleicht ist aber auch nur die Fürsorge für Mütter in Deutschland insgesamt besser als in England. Junge Mütter bestätigen, dass es ausreichend Stillhilfen gibt, die jede Frau in Anspruch nehmen kann. Zum aktuellen Stand der Stillförderung in Deutschland hat die Bundesregierung auf Anfrage von Abgeordneten und der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen kürzlich Stellung genommen.

95 Wertungen (3.27 ø)
Medizin

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15 Kommentare:

Katja von Steinsdorff
Katja von Steinsdorff

Sehr geehrte Kommentatorinnen und Kommentatoren,

ob gestillt oder nicht, scheint mir hier die Lesekompetenz einiger geneigter Leser doch sehr im Argen zu liegen.
Ad 1: Frau Bäck möchte nur auf die Möglichkeit dieser Komplikation hinweisen und ist nicht gegen das Stillen an sich.
Ad 2: Das Thema stillen ist definitiv in diesem unserem Lande eine heilige Kuh, wie die teilweise doch sehr mangelhaft reflektierten, emotionalen und unsachlichen Aussagen nur allzu deutlich zeigen.
Ad 3: Zum Thema Recherche möchte ich als Anthropologe doch dezent darauf hinweisen dürfen, dass der Homo sapiens sapiens keine Rasse, sondern eine ART ist und wie mir bekannt ist keineswegs seit Millionen von Jahren über diesen Planeten wandelt, nicht mal seit einer!!! Zusätzlich möchte ich weiterhin anmerken, dass die Geburt und das Säuglingsalter vor der Moderne eine höchst gefährliche Angelegenheit war und vielen Menschen das Leben gekostet hat! Diese “Idylle”, die heute gerne beschworen wird, kann ich nicht mehr hören.
Ad 4: Auch Naturvölker, die “edlen Wilden” kennen durchaus Methoden Säuglinge zu ernähren, wenn das Stillen nicht ausreicht.
Ad 5: Der Mensch ist keine Maschine und es durchaus deutliche Unterschiede in Menge und Zusammensetzung von Muttermilch verschiedener Individuen.
Last but not least ad 6: Wenn wir der Natur ihren Lauf lassen wollen, weil das ja das Beste ist, plädiere ich für das sofortige Verbot und pränataler Diagnostik, Geburtshilfe und Frühchen-Intensivstationen, die gab es vor Millionen Jahren in der Steinzeit nämlich auch noch nicht.

#15 |
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Kristien Huughe
Kristien Huughe

Leider war es bei mir so das meinKind immer geschrieen hat, und ich es dan auch ab 3 Monat zufuttern musste. Ichselbst bin nie gestillt worden, habe KEIN Allergien und war kein bisschen mehr Krank wie die andere! Was das betrifft…Ich finde es nur natürlich zu stillen..aber wenn es nicht so klappt, soll man sich nicht allzuviel daraus machen.Meine Beziehung zu meine Mutter ist ja auch Optimal!

#14 |
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Susanne Wawrecko
Susanne Wawrecko

Meine liebe Frau Bäck. Tja, was für ein komischer Artikel. Er kickt in einer Liga mit “Frauen können nicht mehr stillen”, “es gibt Kinder die keine Milch wollen”, “Muttermilch ist schlechter als Tütenmilch”, “Kinderköpfe sind zu groß für normale Geburten”, “Kleinkinder tyrannisieren ihre Eltern und manipulieren sie”.
Wenn dies alles so wäre, dann wäre die Menschheit bereits ausgestorben. Über Millionen von Jahren wurden Kinder natürlich ohne Eingriffe geboren, getragen, gestillt, und all das im Einklang Mutter-Kind.
Das Kind ernährt sich im Mutterleib vollkommen selbstständig, entwickelt sich nach eigenem Rhythmus, bestimmt seinen Geburtszeitpunkt und -geschwindigkeit, nach der Geburt kennt es sein Hunger- bzw. Stillbedürfnis und ist somit in vielen Dingen unglaublich kompetent.
Artikel wie diese verunsichern junge Mütter und unterstellen unserer Rasse eine genetische Inkompetenz, die unweigerlich zur eigenen Vernichtung führen müsste. So eine Entwicklung ist aber in der Natur nicht möglich und nicht vorgesehen.
Heutzutage sprechen sogenannte “Mediziner”, die in ihrem Leben nicht einmal eine natürliche Geburt gesehen haben und nie ein lange gestilltes Kind (nach Bedarf) unseren Kindern diese innewohnende Kompetenz über ihren eigenen Körper und die Bedürfnisse komplett ab.
Ein Kind kann nicht dehydrieren ohne ständig zu schreien und sich über diesen Zustand zu beschweren. Damit sind wir beim nächsten Punkt: “Mediziner” sagen ja, dass Schreien von Säuglingen gut für die Lunge sei…
und somit empfiehlt man, Kinder schreien zu lassen, denn “sie haben ja nichts”…
Wenn man so mit Kindern umgeht, dann können sie natürlich dehydrieren. Ohne Problem.

#13 |
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Heike Jankowsky
Heike Jankowsky

Frau Bäck schreibt:
“Junge Mütter bestätigen, dass es ausreichend Stillhilfen gibt, die jede Frau in Anspruch nehmen kann.”

Das ist ja wohl ein Witz!

Solche kompetenten Hilfen wie “Pumpen Sie ab um zu sehen, ob Ihr Kind genug Milch bekommt”?
Das schrieb ein deutlich stillfreundlicher Kommentator hier. Ohne ihm zu Nahe treten zu wollen, möchte ich darauf eingehen.

Wer sich auch nur annährend mit der Beratung stillender Mütter auskennt, weiß, daß das Humbug ist.
Keine Pumpe der Welt bekommt so viel Milch aus der Brust wie ein gut trinkendes Baby.
Außerdem stillt ein gesundes Neugeborenes 10-X Mal in 24 Stunden. Was sagt uns da die einmalig abgepumpte Muttermilchmenge?

Um den Stillerfolg zu beurteilen ist der Gesamteindruck des Kindes, die Anzahl der nassen Windeln pro Tag und die wöchentliche (!) Gewichtszunahme wichtig.

Welcher Kinderart, welche Entbindungsstation, welcher Frauenarzt, welche Elternzeitschrift, welche Hebamme (!) gibt einer jungen Mutter diese Informationen?

#12 |
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Susanne Wawrecko
Susanne Wawrecko

Wenn man richtig stillt, das heißt nach Bedarf des Babys, dann ist eine Dehydration unmöglich. Das setzt aber voraus, dass eine Mutter auch 24 Stunden mit ihrem Baby in Kontakt ist. Wenn Dehydration eine ernste Gefahr beim natürlichsten Vorgang der Welt wäre, dann wäre die Menschheit und wohl auch die Säugetiere schon längst ausgestorben! Abpumpen und arbeiten gehen funktioniert wahrscheinlich nicht! Mütter werden leider auch heute noch von Hebammen und Ärzten schlecht beraten. Die Erfahrung ist leider verloren gegangen…

#11 |
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Heilpraktikerin

Das Problem der Dehydrierung der Säuglinge muß schon in der Schule im Biologie Unterricht besprochen werden. Es kann nicht sein, dass unsere Kinder auf Grund von Unwissenheit mangelernährt sind nur weil sie nicht mehr um Nahrung schreien können, weil sie zu schwach sind. Wenn der Blick dafür geschärft ist brauch sich keiner mehr um eine Religion des Stillens zu kümmern. Das ist normale Ernährung und sonst Nichts. Hier werden junge Menschen über alles aufgeklärt, aber nicht über das Wichtigste die Ernährung.. Die Nahrung die ein Kind an der Brust trinkt kann nicht gemessen werden und bleibt somit eine unbestimmte Größe es sei denn man wiegt die Kinder immer wieder und ob dies die Innigkeit des Stillvorganges so fördert, ist ja auch noch dahingestellt.
Stillen nur mit Wissen
bei der heutigen Einsamkeit der Mütter ohne den reichen Schatz von Generationen von früheren Müttern

#10 |
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Dr. med. Bahman Gharavi
Dr. med. Bahman Gharavi

Mit einigem Interesse konnte ich Kommentar 1 -12 lesen. Das Dogmatische an der Stillverfechtung ist häufig das Problem, da Eltern nicht immer Warnsignale erkennen – wohl aber die eindringlichen Apelle ihrer Berater unbedingt zu Stillen in den Ohren haben. Als Neonatologe habe ich mehrmals Hypernatriämien (innerhalb der ersten 5 Lebenstage) gesehen. Einige der Mütter wollten auch bei einem Gewichtsverlust von über 15 % nicht zufüttern (da greifen die Ten steps to successful feeding).
Förden – aber nicht zu dogmatisch. Das ist die Kunst einer ganzheitlichen Betreuung.

#9 |
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Hermann J. Meuter
Hermann J. Meuter

“Dehydratation in Deutschland unbekannt”… :
Kann dies vielleicht u.a. auch daran liegen, dass die ärztliche Primärversorgung junger Säuglinge in Deutschland durch Fachärzte für Kinder- u. Jugendmedizin erfolgt und nicht durch einen hier weniger kompetenten Primärarzt ?
Übrigens will die deutsche Gesundheitsministerin genau so ein Primärarztsystem einführen !
Wir werden dann in 10 Jahren die Ergebnisse diskutieren.

#8 |
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Dr. med.dent. Ulrike Sipeer-Cameron
Dr. med.dent. Ulrike Sipeer-Cameron

Aus meiner Sicht als Kinderzahnärztin, kann ich
nur befürworten, daß das Stillen ab 9. Monat auch
für die Babyzähne schädlich sein kann und daher
danach eine Ernährungsumstellung oft sinnvoll ist.
Es sind mir viele Babys vorgestellt worden in meiner Praxis mit “Stillkaries”. Dennoch ist stillen sicher für das Baby sehr wichtig und auch
förderlich.

#7 |
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Dipl. KT P.M. Berchid
Dipl. KT P.M. Berchid

Meine Frau hat unseren Sohn bis zum Kindergartenalter gestillt- bis er selbst genug hatte- natürlich ist es mit der Zeit immer weniger geworden. Das Resultat ist- unser Sohn ist emotional, geistig, körperlich total fit! Absolut kreativ und hat seinen “eigenen Kopf”-
Wer weiss- welche einseitigen Interessen verfolgt werden von jenen die vom Stillen abraten!? (Frauen früher wieder an den Arbeitsplatz!? z.B.)
Ich kann nur jeder Mutter raten die Kids so lange sie es brauchen zu stillen!!

#6 |
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Gudrun von der Ohe
Gudrun von der Ohe

Schlechte Reserche – oder was soll der Artikel?
Leider gibt es Dehydration, unabhängig vom Stillen – in Hamburg ist gerade wieder ein Säugling verstorben – verdurstet, verhungert, nie gestillt.
Es liegt aber nicht am Stillen, sondern daran, dass nicht richtig geschaut wird.
Stillförderung – nichts ist so leichte Prävention wie das – denn Stillen hat langfristig gesundheitliche Auswirkungen auf Mutter und Kind.
Gute Unterstützung und Betreuung der Familien ist wichtig – so, wie es Babyfreundliche Kliniken bieten: http://www.babyfreundlich.org
Wer wissenschaftlich nachlesen will, kann das in den ILCA-Leitlinien tun, denn wer sich daran hält, wird keine dehydrierten Babys vorfinden.
http://www.stillen.org/deutsch/wissenswertes/wissenswertes.html
In England scheint es eindeutig zu wenig Unterstützung zu geben. Die Aussage: “Stille dein Kind”, reicht nicht aus.
Bitte das nächste mal besser reserchieren und wissenschaftlichen Hintergrund geben, Frau Bäck. “Ihr Glaubenbekenntnis” (Ihre Wort) zum Stillen scheint gestört zu sein.

#5 |
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Heilpraktiker

Alles hat zwei Seiten. Betrachtet man die vorgefallenen Fälle von Dehydratation, so sind die Konsequenzen für die Kinder u.U. tragisch. Trotzdem bleibt Stillen die beste Option für Mutter und Kind.
Für mich heißt die Konsequenz, dass kein Beteiligter das fehlen einer Still-Tradition unterschätzen darf. Es fehlen die einfachen, tradierten Tipps wie Frau (oder Mann) schnell merkt, wenn das Kind in Schieflage gerät und wie dem gegen zu steuern ist.
Die aktuelle Tradition heißt in Deutschland verkürzt “Wenn du kannst, dann still 6 Monate und gut ist”. Die WHO Empfehlung kennen hingegen nur wenige und schnell ist der Satz zur Hand, dass das wohl nur für die 3. Welt gelte. Tut es nicht!
Ich freue mich über jede Familie, die es schafft lange zu stillen, aber das ist nicht selbstverständlich, denn auch seelische oder organische Hindernisse sind zu bewältigen. Die permanente Forderung durch das Kind, eine entzündete Brust etc. Respekt vor allen Frauen, die solche Hindernisse überwinden. Es lohnt sich!

Hier noch das Zitat der WHO
“Das weltweite Ziel für eine optimale Gesundheit von Mutter und Kind besteht darin, dass allen Frauen ermöglicht wird, ihr Kind während vier bis sechs Monaten nach der Geburt voll zu stillen. Nach dieser Zeit sollten die Kinder zusätzlich die ihnen angemessene Beikost bekommen, während sie bis zu zwei Jahren und darüber hinaus weiter gestillt werden sollten” (aus der Innocenti-Declaration der WHO und UNO (UNICEF) vom August 1990).

#4 |
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Studentin der Humanmedizin

Ja, das mit der Dehydration scheint ja ein tolles Thema zu sein. ROFL Entschuldigen Sie mal, wo sind denn da die Quellen dazu? So was passiert vielleicht in der Sahel, bestimmt nicht in (Mittel-)Europa. Oder vielleicht in GB, bei den 15jährigen Kindermüttern, die vielleicht nicht mehr wissen wie man das richtig macht. Gut, dass unsere Industrie hinter solch einem Schwachsinn steckt.

Bitte, Mädels und Frauen: Einfach stur weiterstillen. Es gibt nichts Besseres, Gesünderes, Ökologischers, Billigeres, Verpackungsärmeres, das immer richtig dosiert und richtig temperiert ist. Vor allem: du hast es immer dabei, ohne zusätzliches, wenn auch schickes Gepäck.

Leider war ich so blöd und hab mich von meiner Mutter vor 15 Jahren “überzeugen”lassen, meinen Sohn nur 6 Monate zu stillen. Heute ist er 15 Jahre alt, 178cm groß, hervorragende Zahnqualität und einwandfreie Knochen, geistig und emtional voll drauf und hackt alle Programme.

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Larissa S.
Larissa S.

Hallo. Ich bin selbst Ärztin und habe meine Tochter bis zum ca. 5 Lebensmonat voll gestillt.

Ich finde auch, dass es mit dem “Stillen” übertrieben wird. Man wird praktisch dazu gezwungen! Die behandelnden Ärzte, Hebammen, andere Mütter sind darauf richtig fixiert: ” Wie, du fütterst schon nach dem 5 Monat zu?” Man muss sich dass immer wieder anhören. Wichtig ist, dass die Mutter auch zufrieden ist, erst dann geht es dem Baby gut.
Es sollte eine gewisse Freiheit für die Entscheidung “Stillen oder nicht” und “wie lange stillen”, bleiben. Denn seien wir ehrlich, es ändert sich ständig was, besonders in der Medizin!

#2 |
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Eleonore Bölts
Eleonore Bölts

Das das Stillen die beste Nahrung für das Kind ist, ist doch schon lange bekannt. Warum sollte ein Säugling dehydrieren. Es würde die ganze Zeit schreien, wenn es nicht genügend bekommt. Hier gilt es in der Vorsorge die Mütter zu informieren und Hilfestellung beim Stillen zu geben und Anlaufstellen, die bei Problemen sofort Hilfe geben können.
Also Mütter, weiterstillen!!

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