Jobben als Arzthelfer

17. April 2009
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„Frau Meier, bitte in Sprechzimmer 2, Frau Schmitt in die 3 und Herr Lange in 5!“ Heutzutage kann ein Arzt eine große Menge an Patienten nur behandeln, wenn er sich auf seine Arzthelfer verlassen kann. Wir nehmen hier diesen facettenreichen Nebenjob für Medizinstudenten etwas genauer unter die Lupe.

Die Voraussetzungen

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder man hat bereits vor dem Studium eine Ausbildung zum Arzthelfer oder zur Arzthelferin genossen oder man hat im Pflegepraktikum bzw. in einer Famulatur die Grundfertigkeiten, wie beispielsweise Patientenumgang und Blutabnahme, erlernt.

RR, PP, EKG, etc.

In der Praxis des Haus- oder eines weiteren Facharztes hat man dann die Chance, mit verschiedenen Situationen des täglichen Lebens einer Praxis konfrontiert zu werden.
Zu den möglichen Einsatzgebieten zählen Tätigkeiten wie:

  • Puls- und Blutdruckmessung,
  • Durchführung eines einfachen oder eines Belastungs-EKGs,
  • Abnahme eines Lungenfunktionstests,
  • Blutabnahme beim Patienten,
  • einfache Labortätigkeiten,
  • die Arbeit an der Rezeption mit der Entgegennahme von Telefonaten und weiteren Patientenwünschen
  • und schließlich die Vorbereitungen von diversen Untersuchungen.

Die unterschiedlichen Praxen, vom Allgemeinarzt über den Orthopäden bis hin zum Hautarzt, bieten jeweils unterschiedliche Spektren.

Als Student kann man nebenbei einige hundert Euro dazu verdienen.

Unterschiedliche Blickwinkel

Der Umfang und die genauen Tätigkeiten sind natürlich von der Praxis und den Mitarbeitern selbst abhängig. Am besten klärt man das im Vorfeld der Bewerbung mit dem Arzt ab. Die aufgeführten Möglichkeiten stellen lediglich eine kleine Auswahl dar.

Dieser Nebenverdienst bietet auf jeden Fall eine große Abwechslung: Man erlebt den Arzt und die Patienten aus einem bisher nicht unbedingt alltäglichen Blickwinkel. Beispielsweise ist der klassische Hausarzt die erste Anlaufstelle für alle Patienten. In der Regel bekommt man hier eine große Breite an Menschen und Erkrankungen zu Gesicht und lernt die Arbeit gut kennen, zugleich aber auch Probleme und Stress. Dazu gehören sicherlich: der Unmut einiger Patienten bei zu langen Wartezeiten, die oftmals fehlende Zeit für den Menschen selbst, sowie der Ärger mit Abrechnungen und der immer umfangreicher werdenden Verwaltung und Bürokratie.

Dennoch sind viele Ärzte bereit und oftmals dankbar, trotz Regelleistungsvolumen und Quartalspauschalen Medizinstudenten einen Nebenverdienst zu ermöglichen. Neben dem finanziellen Aspekt kann diese Erfahrung auch durchaus für den ein oder anderen als Gradmesser für die spätere Berufswahl dienen.

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