Energy-Drinks: Bis zum (Morgen-)Grauen

9. September 2013
Teilen

Aufwändiges Marketing und eine Mischung von Koffein, Taurin und Zucker verhalfen Energy-Drinks in den letzten zehn Jahren zu überaus großer Popularität. Ab und zu endet der Höhenflug per Aufputschmittel jedoch in der Notfallaufnahme.

Ein paar ,Flügerl‘, und Du hältst auch die heißeste Party bis zum Morgengrauen durch“. So ähnlich steuern Diskothekenbetreiber zusammen mit dem Marktführer bei den Energy-Drinks ihre Zielgruppe an. Der Inhalt von 5,2 Milliarden Dosen des unvermischten beflügelnden Getränks aus Österreich entleerte sich im letzten Jahr in die Münder energiegieriger Menschen von 10-40 Jahren. Die koffeinhaltigen Durstlöscher sind das am schnellsten wachsende Segment im Getränkemarkt, rund 5 Liter pro Person im Jahr sind es in Deutschland, mehr als doppelt so viel bei unseren südöstlichen Nachbarn.

Energy-Shot: Schuss nach hinten?

Ein „Flügerl“, so wissen Insider, bezeichnet die Kombination von Energy-Drink mit Wodka und hebt das Stimmungsbarometer noch effektiver als die Koffeinbrause allein. Dabei gibt es aber auch noch eine andere Statistik zur Beliebtheit dieser Getränke: Vor acht Jahren registrierten die Notaufnahmen amerikanischer Kliniken rund 1500 Einlieferungen, die direkt mit dem Konsum von Energy-Drinks zusammenhingen. 2007 stieg die Zahl auf rund 10.000. Vier Jahre später verdoppelte sich auch diese Zahl. Inzwischen liegt die ungefähre Altersgrenze schon längst nicht mehr bei 40 Jahren, sondern steigt immer weiter nach oben. Etwas mehr als die Hälfte der Fälle geht dabei auf die Nebenwirkungen der Energy-Drinks allein zurück, der Rest beruht auf dem gleichzeitigen Konsum von Alkohol oder anderen Stimulantien wie etwa Methylphenidat (=Ritalin®). Jeder zehnte Amerikaner konsumiert entsprechend dieser Statistik zusätzlich zum Aufputschmittel aus der Dose auch noch illegale Drogen.

Der Koffeingehalt einer 250ml-Portion entspricht etwa dem einer Tasse Kaffee. Nur in den seltensten Fällen bleibt es aber bei einer ausgedehnten Partynacht oder einer langen Autofahrt im heißen Sommer bei einer oder zwei Dosen. Und wer es noch etwas konzentrierter haben möchte, greift ohnehin nicht zum „normalen“ Energy-Drink sondern zum „Energy-Shot“. Statt den üblichen 80 mg Koffein in der Viertelliterdose stecken dort 50-200 mg in 25 bis 100 ml Flüssigkeit. Grund genug für „Foodwatch“, vor einigen Wochen ein Verbot der „Shots“ zu fordern. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hatte bereits 2009 starke Bedenken gegen dieses legale Dopingmittel geäußert.

Leistungssteigerung: Gefühlt oft mehr als real

Neben dem Koffein enthalten die Getränke noch Vitamine, Pflanzenextrakte, Zucker und in vielen Fällen Taurin. Dieses Sulfonsäurederivat soll den Stoffwechsel in Zusammenarbeit mit dem Koffein ebenfalls ankurbeln und so zum Vergnügen bis weit nach Mitternacht beitragen. Taurin sorgt dafür, dass sich das Zellvolumen in den Muskelzellen durch Wassereinstrom vergrößert. Zusammen mit der Muskelhypertrophie geht wohl auch die Leistung und Ausdauer der Muskulatur nach oben. In Nervenzellen bewirkt Taurin durch den Ioneneinstrom eine Hyperpolarisierung und damit eine neuronale Hemmung. Im Normalfall sorgt allerdings der Körper selbst für einen ausreichend großen Taurin-Nachschub, sodass bei den bisherigen Studien kein klarer Trend zu gesteigerter körperlicher Leistung durch Taurin allein erkennbar war.

Im Allgemeinen liefern koffeinhaltige Getränke tatsächlich mehr Energie für Körper und Geist. Das beweisen Studien eindeutig. Das gilt aber beispielsweise auch für Kaffee, Tee oder Cola – oder auch Koffein in Tablettenform, wie Untersuchungen von Andreas Franke und Klaus Lieb von der Universität Würzburg zeigen. In die Höhe geht dabei aber auch oft die Selbsteinschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit. Denn: In Reaktionstests schnitten die Energie-Drink-gedopten Teilnehmer schlechter als andere ab. Bei mehr als 500 mg Koffein fangen die Hände an zu zittern, die Erregung lässt sich dann oft nicht mehr kontrollieren und der anschließende Schlaf ist gestört.

Sex, Drugs and Herzinfarkt

Wer sich mit etlichen Dosen die Party versüßt, denkt aber meist nicht an Schlaf, sondern will etwas ganz anderes. Ihr Inhalt sorgt – gemischt mit Alkohol – für mehr Lust auf Abenteuer und damit deutlich häufiger zu ungeschütztem Sex, Aggression oder Drogenkonsum, wie zwei Veröffentlichungen aus Virginia und Wisconsin in den letzten beiden Jahren berichteten. In Versuchen mit Mäusen waren hohe Taurindosen zusammen mit Alkohol sogar tödlich.

Wegen der vielfältigen Nebenwirkungen der Aufputschgetränke – dazu gehören in höherer Dosis auch Herzrhythmusstörungen und im schlimmsten Fall Myocard-Infarkte durch gestörte Endothelfunktion und Gerinnung – sollten Kinder und Schwangere damit extrem zurückhaltend sein. Trotzdem haben sich entsprechend Umfragen schon zwei von drei Jugendliche im Alter zwischen 10 und 19 Jahren mit den Mode-Drinks in Stimmung gebracht, jeder zehnte sogar mehrmals in der Woche. Auch von Todesfällen bei Jugendlichen nach übermäßigem Genuss von Energy-Drinks wurde in den Vereinigten Staaten bereits berichtet. Ob deren Konsum für den Tod verantwortlich war, ermittelt zur Zeit die amerikanische Lebensmittelbehörde FDA.

Wer zum Koffein-Taurin-Zuckergemisch noch Alkohol hinzufügt, verliert das Gespür für den zunehmenden Promillewert. Schon vor sieben Jahren beschrieb Sionaldo Ferreira von der brasilianischen Universität São Paolo die Folgen von Red Bull® zusammen mit Wodka: Weniger Kopfschmerzen, Koordinationsprobleme oder trockener Mund in der Empfindung der Konsumenten. Objektive Tests von Reaktionsvermögen und motorischer Koordination zeigten jedoch deutlich sichtbare Defizite auf.

Marketing: Versprechungen und andere Tricks

Dass die Nachfrage nach Energy-Drinks immer noch im Steigflug ist, hängt wohl auch mit den großen Ausgaben für Werbung und Marketing zusammen. Ob die Versprechungen für Leistung ohne Nebenwirkungen auf zuverlässigen Daten beruhen, untersuchten Carl Henneghan und seine Kollegen von der University of Oxford und veröffentlichten ihre Ergebnisse im letzten Jahr im British Medical Journal: Von den über 400 gesundheitsbezogenen Aussagen in Zeitschriften- und Webanzeigen gaben weniger als die Hälfte Hinweise auf zugrundeliegende Studien. Selbst von diesen Studien waren nur drei Prozent von hoher Qualität und mit genauen Angaben zu Verblendung und Randomisierung beschrieben. In keiner einzigen Anzeige fand sich ein Hinweis auf einen systematischen Review als beweiskräftige Unterlage für die aufgestellten Behauptungen.

So halten viele Ernährungsfachleute auch die kleinen Energy-Shots für eine raffinierte Marketing-Masche. Seit 2012 liegt die EU-Obergrenze für Koffein bei 32 mg pro 100 ml im Energy-Drink. Die „Shots“ sind jedoch nicht als Nahrungsmittel, sondern als „Nahrungsergänzungsmittel“ angemeldet und können daher diese Regelung umgehen. Auch wenn auf der Dose der damit geforderte Hinweis nicht fehlt, maximal eine Portion pro Tag zu konsumieren, hegt auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gewisse Zweifel, ob der (Möchtegern-)Sportler sich diese Empfehlung wirklich zu Herzen nimmt. Eine reine Empfehlung reiche daher nach Ansicht des BfR nicht aus. Bei etlichen Dosen innerhalb eines Tages seien die Shots in Bezug auf unerwünschte Wirkungen nicht sicher.

„Gesteigertes Risiko für Krankheiten oder sogar Tod“

Auch in den USA machte vor kurzem ein offener Brief an die FDA Schlagzeilen, den eine Reihe angesehener Professoren verfasst hatten. Darin schreiben sie, dass es „Beweise in der publizierten wissenschaftlichen Literatur gibt, dass die Koffeinmengen in Energy-Drinks ernsthafte gesundheitliche Risiken darstellen, ein gesteigertes Risiko für Krankheiten oder sogar Tod“. Daher fordern die Unterzeichner die FDA auf, besonders Kinder und Jugendliche vor diesen Gefahren zu schützen.

20 Stück Würfelzucker pro Portion

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Test“ der Stiftung Warentest listet eine Reihe der in Deutschland erhältlichen Energy-Drinks auf. Die Autoren weisen dabei auch auf eine zusätzliche Gefahr hin: Ein halber Liter eines populären Getränks enthält rund 70 g Zucker pro 500 ml-Dose, das sind mehr als 20 Stück Würfelzucker. Damit wäre etwa der Tagesbedarf von Frauen oder gar Kindern bei Weitem überschritten. In dieser Größenordnung stellt Zucker in den Energy-Drinks eine gesundheitliche Gefahr dar. Für fast alle diese Getränke gilt laut Warentest: „zum Durstlöschen nicht geeignet“.

Der Energy-Drink des österreichischen Herstellers wird entsprechend den Angaben auf seiner Website „weltweit von Spitzensportlern, Studenten, in stark fordernden Berufen sowie bei langen Autofahrten geschätzt“. Bisher gibt es kaum aussagekräftige Studien, die beweisen, dass die Wirkung von Energy-Drinks über die einer Tasse guten Kaffees hinausgeht. Wer sie zusätzlich gegen den Durst einsetzt, läuft Gefahr, bei seiner Koffeinzufuhr schnell einmal über das Ziel hinauszuschießen. In Kombination mit Alkohol lassen sie den Konsumenten leistungsfähiger erscheinen, als er in Wirklichkeit ist. Ein paar Schluck flüssige Energie mögen zwar beflügeln, machen aber sicher aus einem Couch-Potato noch keinen Formel-1-Weltmeister.

220 Wertungen (4.65 ø)

Die Kommentarfunktion ist nicht mehr aktiv.

21 Kommentare:

Gast
Gast

Ok, um eine Kommastelle verrechnet, aber wir sind uns darüber einig, das auch knapp 4 Liter Vodka unrealistisch sind.

#21 |
  0
Heilpraktiker

Die Koll.Eva Li hat vollkommen recht und es ist eine uralte Weisheit:si tacuisses….
sowie: wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung!:-)

#20 |
  0
Dr. Karl-Norbert Klotz
Dr. Karl-Norbert Klotz

@ Erich Lederer: Mir gefällt der Freud’sche Verschreiber im Abschnitt “Marketing: Versprechungen und andere Tricks”. Verblendung ist in der Tat ein wichtiges Instrument beim Kundenfang. Gemeint war hier wohl Verblindung.

Zu Coffein: In der Tat ist es für die vielfältigen Wirkungen (auch die zentral stimulierende, wachmachende Wirkung) völlig egal, ob es aus Kaffee, Tee, Guarana oder dem Chemielabor stammt. Es wird lediglich der zeitliche Verlauf der Wirkung durch andere Bestandteile der verschiedenen pflanzlichen Quellen moduliert.

#19 |
  0
Student
#18 |
  0
Norbert Manteuffel
Norbert Manteuffel

@sitter-linnemann: Find ich spitze

#17 |
  0
Medizinjournalist

@ Herrn Arsinakis,

Zum einen Teil haben Sie natürlich recht, zumindest, was die Menge des eingesetzten Taurins und seiner letalen Dosis betrifft. Bezüglich dieses Inhaltsstoffs darf man die Mausstudie sicher nicht 1:1 auf den Menschen übersetzen (… wie so so viele Studien an Mäusen). Was ich aber sehr interessant finde – und deswegen der Erwähnung wert – ist,dass die letalen Einzeldosen der Taurin/Alkohol-Kombination allein nicht zum Tod führten. Daraus, so meine ich, lässt sich zumindest der Schluss ziehen, dass die Kombination beider Substanzen die Gefährlichkeit etwa von Alkohol noch erhöht – sprich – weniger Alkohol ist für lebensgefährliche Konsequenzen notwendig. Ob das natürlich auch für geringere Taurindosen gilt, werden sicher weitere Untersuchungen zeigen.

#16 |
  0
Angelika Sitter-Linnemann
Angelika Sitter-Linnemann

Herr Jäger, ich finde es empörend, dass Sie hier kommerzielle Werbung für Ihren, vermutlich entweder nutzlosen oder schädlichen Energydrink betreiben. Das sollte in diesem Forum nicht stattfinden.

#15 |
  0
Tine
Tine

[Kommentar aufgrund werblicher Inhalte entfernt]

#14 |
  0

Obwohl eigentlich ohne große Wirkung,haben diese “Drinks” bei längeren Auto-
fahrten oder Nachtdiensten einen suggestiven Effekt,man glaubt “wacher” zu
sein/werden und kann so die nächsten Stunden durchhalten,wurde mir berichtet.
Ich selbst bleibe dem Mineralwasser,schwarzem/grünen oder Kräutertee und 2-3
Tassen Kaffee/Tag treu.
Diese “Drinks” sind im Grunde genommen so überflüssig wie ein Kropf und zudem
teuer.

#13 |
  0

@ Christian Jäger: Glauben Sie denn alles was auf einer Dose steht? Das ist genau der selbe Mist wie jeder andere Energy-Drink. Und nur weil man mit exotischen Fruchtessenzen wirbt, macht da den Taurin- und Koffeingehalt sowie den immer noch hohen Zuckeranteil noch lange nicht wett. Da tipp ich mir doch an’s Hirn, wenn das jemand ernsthaft als “gesunde Alternative” bezeichnet.

#12 |
  0
Dirk Blanke
Dirk Blanke

@ Matthias Honold
http://www.youtube.com/watch?v=rYDbyKnn9qY
Die vielen Ausrufungszeichen ersetzen auch keine Fakten.
Was soll den da eigentlich verboten werden? Das Mischgetränk, oder auch die Inhaltsstoffe?
Taurin wird auch vom Körper selber hergestellt, Zucker ist fast überall drin und Koffein in zahlreichen Getränken.
Es ist nicht die Aufgabe des Gesetzgebers, die Bürger zum gesunden Leben zu zwingen.

#11 |
  0
Hp. Christian Jäger
Hp. Christian Jäger

[Kommentar aufgrund werblicher Inhalte entfernt]

#10 |
  0
Gast
Gast

Sie müssten sofort vom Markt genommen werden oder zu mindestens erst ab 18 Jahre verkauft werden mit niedrigerem Koffein und Tauringehalt !!!!!!!!!
Ich bin mal in der Notaufnahme gelandet weil ich vor vielen Jahren nicht wußte was das für ein gefährliches Zeug ist :-((

#9 |
  0
Matthias Honold
Matthias Honold

Egal, was recherchiert und veröffentlicht wird:

Diese Drinks sind Drogen und gehören verboten! Doch seltsamerweise kämpft die Bundesregierung gegen das Rauchen an!

Hier sieht man deutlich: Die Getränkeindustrie zahlt der Regierung mehr, als die Tabakwarenindustrie!

Ich bin übrigens seit Geburt Nichtraucher und gegen Drogen aller Art!

#8 |
  0
Gast
Gast

@Karsten Arsinakis
Bitte rechen Sie doch noch einmal nach:
Menge in ml * Vol.-%/100 * 0,79 = Gramm reiner Alkohol
x = 37,5 Vol.-%/100 * 0,79 = 1000 Gramm reiner Alkohol (LD)
x = 0,375 * 0,79 = 1000 Gramm reiner Alkohol (LD)
wir stellen um:
x = 1000/0,29625
x = 3375,53 ml = 3,375 Liter Wodka 37,5 Vol.-% und nicht 40 Liter Wodka!
auweiha!

#7 |
  0
Rettungsassistent

Schaue man sich das Ergebnis der Studie an, die Mäuse mit Alkohol und Taurin bis zum Tode versorgt haben.
Für erwachsene Mäuse braucht es 10 g/kgKG Taurin + 8g/kgKG Alkohol.
Würde für mich bedeuten bei 100 kg Lebendgewicht.
1000 g Taurin + 800 g Alkohol.
Laut Herstellerangaben enthalten 60 ml Red Bull 1g Taurin, wären also 60 Liter Red Bull.
Dazu noch 1000 ml Alkohol (1ml Alkohol = 0,8g), bei Wodka entspricht dies 40 Litern.
ich habe so meine Zweifel, ob sich die Studienergebnisse auf den Menschen übertragen lassen.
Wenn solche Studien genannt werden, sollten diese auch gelesen werden, so driftet der Artikel ins lächerliche.
Schade, wenn ein so wichtiges Thema durch schlechte Recherche unglaubwürdig wird.

#6 |
  0
Stefan Kelter
Stefan Kelter

Ich möchte mich doch noch mal zu Worte melden und mich zu einigen Bemerkungen anderer äußern:
@ Dipl.-Chem. Ulrich Kamper: bei längeren Autofahrten sind 1. regelmässige Pausen (10 Minuten Powernapping) das Mittel der ersten Wahl und nicht die Illusion, dass Energydrinks mich wachhalten. Das kann ganz schnell die letzte Fahrt des Lebens werden. Und wenn es ausnahmsweise mal sein sollte, dass ich etwas zum Wachmachen benötige, dann bitte schön Coffeintabletten aus der Apotheke.
Dann: koffeinfreie = Aspartamhaltige Getränke? Es ist ein leichtes, sich über Aspartam und seine gesundheitsschädlichen Wirkungen zu erkundigen.

#5 |
  0
Stefan Kelter
Stefan Kelter

Ich habe gerade einen 18-jährigen in den probatorischen Sitzungen, der bei “Energydrinks” sehr verhaltensauffällig wird. Sicherlich nicht ursächlich durch diese Drinks, aber indirekt durch den Konsum ausgelöst. (Und inzwischen gibt es ja preiswerte Energydrinks beim Discounter, so dass er relativ viel trinkt.) Jetzt habe ich einen Vertrag mit ihm abgeschlossen, in dem er zusagt, während der Dauer der Therapie auf die Energydrinks zu verzichten.

#4 |
  0

Der Vorteil bei langen Autofahrten gegenüber Kaffee und Cola liegt in der besseren Bekömmlichkeit für den empfindlichen Magen. Cola enthält Phosphorsäure und Kaffee Röststoffe. Gegen das Zuckerargument sei auf die zuckerfreie Version hingewiesen.

#3 |
  0
Studentin der Humanmedizin

@Eva Li:
Erstens geht es hier um die Energy Drinks, nicht um Aufnahmen in die Notaufnahme.
Zweitens geht es immer noch um Energy Drinks und nicht um irgendwelche Vergleiche mit irgendetwas.
Drittens geht es um Energy Drinks, die wie alle Softdrinks mit Zucker überladen sind und sehr wohl von Kindern gekauft/an Kinder verkauft werden. Augen auf in der Mittagspause bei großen Drogerieketten, die in der Nähe von Schulen sind. Sehe ich jedesmal!
Von Einseitigkeit aus medizinischer Sicht keine Spur.

#2 |
  0
Heilpraktikerin

Wie verhält es sich mit der Zunahme von Noteinlieferungen aufgrund von Alkohol ohne Energy-Drinks in der gleichen Altersgruppe in dem entsprechenden Zeitraum? Ich meine da mal ähnliche Steigerungen aufgrund des in manchen Ländern modern gewordenen Komasaufens gehört zu haben.
In diesem Falle ist nicht primär die Existenz dieser Genußmittel verantwortlich, sondern der veränderte Umgang mit Genußmitteln (und Drogen) im Allgemeinen.

Das Argument “Zucker … Tagesbedarf von …Kindern bei Weitem überschritten” finde ich völlig unpassend. Es handelt sich ja nicht um einen Softdrink, den Kinder verzehren und auch diese enthalten ähnliche Zuckermengen. Selbst Cola gehört nicht in Kinderhände, wie auch Kaffee. Hier ist die Vernunft der Eltern gefragt.

Ich finde den Artikel trotz aktueller Probkematik etwas einseitig, insbesondere die Darstellung der Statistik, da mir Vergleichsparameter fehlen.

#1 |
  0


Copyright © 2017 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: