Was sonst, wenn nicht Arzt?

15. Mai 2009
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„Ich studiere Medizin.“ - damit wird man bei vielen Leuten bereits in eine Schublade gesteckt. Zu Unrecht, denn es gibt eine Vielzahl Mediziner, die andere Berufe als das klassische Arztbild ausübt.

Breites Wissen

Das Medizinstudium bietet viel. Nach umfangreichen Semestern und zwei Staatsexamen besitzt der Mediziner eine große Auswahl an Berufsmöglichkeiten. Im Verlauf der Ausbildung durchfährt er eine Reihe und Vielzahl unterschiedlicher Gebiete. Dabei handelt es sich um rein theoretische, wissenschaftliche oder praktisch ausgerichtete Fächer.
Dadurch ist die Voraussetzung für eine breit gefächerte Wissensbasis bei allen Medizinern gewährleistet. Jeder fertige Arzt besitzt Wissen und Fähigkeiten auf vielen Gebieten. Doch welche Richtung er dann einschlägt, das hängt von ihm selbst ab.

Arzt ist nicht gleich Arzt

Arzt wird von der Mehrheit der Bevölkerung mit dem klassischen Beruf im Krankenhaus oder in einer Praxis in Verbindung gebracht. Doch diese Aussage trifft bei weitem nicht auf alle fertigen Medizinstudenten zu. Der Verbleib in der Klinik oder als niedergelassener Arzt stellt lediglich einen Ausschnitt dar. Viele Mediziner zieht es stattdessen in die verschiedenen Fachrichtungen, die der Öffentlichkeit vielleicht nicht ganz so präsent sind.

Streben nach neuen Erkenntnissen

Eine Möglichkeit liegt in der Forschung. Viele Mediziner entdecken die Wissenschaft bereits während ihres Studiums beispielsweise im Rahmen einer experimentellen Doktorarbeit. Der Gewinn neuer Erkenntnisse im Labor oder in der Theorie, später auch in diversen Patientenstudien, steht hierbei im Mittelpunkt.
In vielen Bereichen werden Mediziner benötigt. Sei es in der Lebensmittelbranche, der Produktentwicklung, der Arzneimittelherstellung, oder aber auch in der klinischen Forschung am Tier und am Menschen. Schließlich bleibt auch noch eine Karriere an der Universität im Zuge der Lehre, also der Ausbildung angehender Ärzte.

Schwarz auf weiß

Nicht wenige zieht es hingegen auch in den Journalismus. In der heutigen Zeit gibt es eine riesige Menge an medizinischen Journalen, Zeitungen, Büchern, Internetforen, etc. Diese müssen jedoch auch erst einmal geschrieben, kommentiert, indiziert und zusammengefasst werden. Das erfordert ein medizinischs Grundwissen.

Politik und Wirtschaft

Für viele Mediziner sind auch die Politik und ihre staatlichen Einrichtungen interessant. Dabei geht es nicht primär um den Ministerposten im Ressort Gesundheit, sondern auch um Positionen und Stellungen in Gesundheits- und Wehrämtern, sowie verschiedene Berater- und Gutachterposten, in denen man sich auszeichnen kann. Die Aufgabengebiete reichen von Krankenhausverwaltung bis hin zur Musterung von Wehrpflichtigen.

Man sieht, alleine in diesen wenigen Zeilen sind viele Möglichkeiten aufgezeigt. Man könnte sagen, es ist für jeden etwas dabei. Mehr oder weniger Patientenkontakt, viel oder keine Öffentlichkeitsarbeit, Laborarbeit mit dem Mikroskop oder direkt am Patientenbett.

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