Sprungbrett Ausland

26. Mai 2009
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Leben und studieren in New York, Moskau oder Paris? Wer möchte nicht mal raus aus seinem normalen Alltag, rein in das Abenteuer und ein oder mehrere Semester im Ausland verbringen? Doch damit der Blick über den Tellerrand nicht in einem Fiasko endet, braucht man vor allem eins: eine gute Planung!

Für eine gute Vorbereitung sollte man zwischen 12 und 18 Monaten Zeit einplanen. So hat man genügend Luft, falls mal das eine oder andere Dokument nicht direkt ausgestellt werden kann oder Unterlagen nachgereicht werden müssen. So etwas geschieht leider häufiger als man sich das zu Beginn vorstellen kann.

Gut ein Jahr vor der Reise sollte man mit der intensiven Recherche über ein Studium im gewünschten Gastland beginnen. Als erste Anlaufstelle haben sich hierbei unter anderem das akademische Auslandsamt Eurer Universität, die Fachschaft und natürlich auch Kommilitonen, die einen solchen Aufenthalt bereits absolviert haben, bewährt. Hierbei lohnt es sich auch nach Partneruniversitäten der eigenen Hochschule zu fragen.
Auch das Internet bietet zu diesem Themenkomplex eine Menge an Informationen. Der Deutsche Akademische Auslandsdienst (DAAD) bietet auf seiner Seite eine Fülle an wichtigen Hinweisen zu den möglichen Gastuniversitäten an.

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Ist eine Hochschule in die engere Auswahl gekommen, beginnt nun die Informationssuche nach den konkreten Vorraussetzungen für einen temporären Wechsel. Hier muss zum Beispiel geklärt werden, ob ein bestandener Sprachtest vorgelegt werden muss oder bestimmte Kurse bestanden sein müssen, ehe man das Abenteuer in einem fremden Land beginnt.

Oftmals verlangen ausländische Universitäten auch so genannte Empfehlungsschreiben von Professoren der heimatlichen Hochschule. Hier geht meist viel Zeit verloren, da Professoren das Schreiben oft nicht in der versprochenen Zeitspanne fertig stellen. Daher ist wichtig, immer mal wieder nett nachzufragen. Hartnäckigkeit zahlt sich hier aus!

Ebenfalls recht früh sollte man sich bemühen, herauszufinden, ob und welche der im Ausland erworbenen Studienleistungen („Scheine“) hier in Deutschland anerkannt werden. Nichts ist schlimmer, als kurz vor dem Examen zittern zu müssen, ob alles seine Richtigkeit hatte und man am Physikum oder Hammerexamen teilnehmen darf.

Vorbereitung auf einen Auslandsaufenthalt beinhaltet auch immer die Auffrischung von Sprachkenntnissen. An der Hochschule werden oftmals die verschiedensten Sprachkurse auf unterschiedlichen Niveaus angeboten. Dort kann man sehr schnell seine sprachlichen Lücken aufdecken und sie beheben.
Ungefähr 12 Monate vor Antritt der Reise ist es wichtig, die genauen Einschreibe- und Zulassungsfristen zu recherchieren. Hier ist auch wichtig zu klären, welche Unterlagen bei der Einschreibung vorliegen müssen. Gegebenenfalls muss man sich die Zeugnisse übersetzen und beglaubigen lassen!

Ebenfalls ein Jahr vor dem Auslandsaufenthalt sollte man die Finanzierung des Semesters klären. Prinzipiell muss man damit rechnen, dass man im Ausland monatlich mehr Geld verbraucht als man das „von zu Hause aus“ gewohnt ist. Eine Möglichkeit, an Geld zu kommen, ist die Bewerbung um ein Stipendium oder die Aufnahme in einer Fördergemeinschaft. Hierüber findet man vor allem Informationen bei dem Erasmus/Sokrates-Programm. Auch die Mitarbeiter der Organisationen Leonardo da Vinci und Tempus können die richtigen Ansprechpartner sein.

Eine andere Möglichkeit ist die Beantragung von Auslands-Bafög. Hier erfolgt eine andere Berechnung, so dass sich der Antrag auch für die Studenten lohnen kann, die im Inland keines bewilligt bekommen haben. Der Antrag sollte ungefähr sechs Monate vor der Reise gestellt werden. So ist man auf der sicheren Seite, das Geld überwiesen zu bekommen, wenn das Semester beginnt. Aber Achtung: für den Antrag ist nicht das reguläre Bafög-Amt zuständig, sondern das Auslands-Bafög-Amt!

Wenige Monate vor dem Abenteuer Studium im Ausland müssen noch andere Formalia geklärt werden. Darunter fällt zum Beispiel die Beantragung eines Visums, die Verlängerung des Passes, aber auch die Überprüfung des Impfstatus. Einige Länder fordern explizit bestimmte Immunisierungen bei Einreise in ihr Land!

Am Tag vor der Abreise sollte man neben dem Kofferpacken nicht vergessen, sich selbst auf die Schulter zu klopfen. Schon die Abwicklung aller Formalitäten kann man als Erfolg betrachten. Ab jetzt gilt es, Spaß zu haben an dem Neuen, das man nun für mehrere Monate erleben darf.

Gute Reise!

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