Krebstherapie: Tückische Pflänzchen

17. Juni 2009
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Schätzungen zufolge nutzen bis zu 80 Prozent der Krebspatienten neben konventionellen Therapien alternative Heilmethoden. Gefahr besteht, wenn alternative Heilmittel mit der konventionellen Behandlung interagieren und behandelnde Ärzte davon nichts ahnen.

Alternative Medizin, komplementäre Medizin, Naturheilmittel, Homöopathie, Nahrungsergänzung, pflanzliche Medikamente – die „sanfte“ Medizin findet auch bei Krebspatienten immer mehr Beachtung. Kommen doch die Produkte der komplementären und alternativen Medizin (CAM-Produkte) dem Wunsch des Einzelnen nach, auf die Eindämmung der Erkrankung oder auf Nebenwirkungen der meist aggressiven konventionellen Behandlungen aktiv Einfluss nehmen zu können.

Was der Arzt nicht weiß…

Die unkritische Einnahme von CAM-Produkten und die fehlende Information der behandelnden Ärzte können allerdings problematisch sein, weiß Dr. rer. nat. Hans-Peter Lipp, Chefapotheker der Universitätsklinik Tübingen. Eine Übersicht stellte er im Artikel „Chancen und Risiken der komplementären und alternativen Medizin bei Tumorpatienten“ zusammen, veröffentlicht in der Zeitschrift Onkologische Pharmazie und auf den Internetseiten der Deutschen Gesellschaft für Onkologische Pharmazie e.V.

Lipp, Mitglied der Arbeitsgruppe Onkologie des Ausschusses klinische Pharmazie, benennt Zahlen einer Studie aus dem Jahr 2000, die das Fachmagazin Cancer veröffentlichte: Danach nahmen bereits vor neun Jahren 37 Prozent der Patienten mit Prostatakarzinom bei gleichzeitiger Strahlentherapie CAM-Produkte ein. Dies waren v.a. Sojaproteine, Vitamin E, Selen, das Carotinoid Lycopin und pflanzliche Teedrogen. Die behandelnden Ärzte wussten über die Einnahme allerdings nur bei vier Prozent der Patienten bescheid. Die Einnahme von CAM-Produkten dürfte bei diesen und anderen Krebspatienten bis zum heutigen Tage weiterhin gestiegen sein.

…macht ihn durchaus heiß

Immer wieder von Bedeutung sind chemische Verunreinigungen von phytotherapeutischen Produkten mit pharmakologisch wirksamen Stoffen, die zum Teil schwerste Nebenwirkungen nach sich ziehen können. Ein Beispiel aus der Vergangenheit ist die Verunreinigung von PC-SPES (PC = Prostata Cancer; spes = Hoffnung) mit dem Antikoagulans Warfarin, dem chemischen Östrogen Diethylstilbetrol, dem Antirheumatikum Indometacin und dem Benzodiazepin Alprazolam.

Weiteres Beispiel ist die Einnahme von Phytoöstrogenen etwa auf Sojabasis bei Frauen mit Wechseljahrs-Beschwerden. Diese sind nicht immer unbedenklich und können je nach Einnahme in der Prä- oder Postmenopause sogar zu erhöhtem Risiko für Tumoren führen. In Vitro-Studien ergaben, das Phytoöstrogene die antiöstrogene Wirkung des Tamoxifens teilweise aufheben bzw. das Wachstum hormonsensitiver Tumorzellen stimulieren.

Wechselwirkungen mit konventionellen Therapeutika sind etwa auch für Johanniskraut bekannt. Es hat potenzielle Cytochrom P 450 3A4-iduzierende Eigenschaften und soll deshalb bei gleichzeitiger Chemotherapie nicht angewendet werden. Daneben ist bei den Antioxidantien, darunter Vitamin A, C und E, Vorsicht geboten. Ihre Schutzwirkung vor Krebs ist nicht belegt. Bei gleichzeitiger Chemo- oder Strahlentherapie ist die über empfohlene Dosen hinausgehende Einnahme von Antioxidantien zu vermeiden, so Lipp. Allerdings gibt es noch mehr mögliche Interaktionen zwischen konventionellen Therapien und CAM-Methoden.

Onkologische Komplementärmedizin – nicht ohne EBM

Um die möglichen Gefährdungen durch CAM-Produkte weiß auch Professor Karsten Münstedt, stellvertretender Direktor und leitender Oberarzt der Frauenklinik des Universitätsklinikums Gießen und Marburg. Neben Blutungs- und Infektionsrisiken sowie substanzspezifischen Risiken sind die möglichen Interaktionen zwischen CAM-Produkten und konventionellen Therapien bedeutsam. Aufgrund der verschiedenen Wirkstoffe von CAM-Produkten, unterschiedlichen Hormontherapien, Zytostatika und Antikörpern in der Onkologie sind Interaktionen sogar wahrscheinlich, heißt es in einer Veröffentlichung von Münstedt bei der Deutschen Krebsgesellschaft. Dies gilt insbesondere für die Dauerbehandlung. Für Patienten schrieb er einen Patientenratgeber, in dem er alternative Therapien medizinisch bewertet.

Es gibt wenige komplementäre Therapieverfahren, die ihre Wirksamkeit bereits in Studien unter Beweis gestellt haben. Dies gilt z. B. für die Akupunktur etwa bei Schmerzen von Tumorpatienten und Erbrechen durch die Chemotherapie. „Nach wie vor sind CAM-Produkte kein integraler Bestandteil der konventionellen Therapie, wenn der klinische Beweis für die Wirksamkeit und Verträglichkeit fehlt“, meint auch der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums, weshalb entsprechende Verfahren in Leitlinien weitgehend unbeachtet bleiben. Um negative Auswirkungen komplementärer Therapien zu vermeiden, aber möglicherweise auch um deren Potential zu nutzen, sind umfangreiche Kenntnisse der konventionellen Onkologie und der komplementären Methoden unerlässlich, so Münstedt. Für wichtig hält er die weitere wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema sowie Fortbildungsmöglichkeiten.

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20 Kommentare:

Kommentar zu einem Artikel: Das Hauptproblem, das eie Entstehung von solchen Interaktionen fördert, ist nach meiner Erfahrung nicht der Versuch der Patienten, alle möglichen therapeutischen, auch alternativen Register zu ziehen, in der Hoffnung, die Krebserkrankung zu bessern oder bestenfalls zu heilen, sondern folgendes: Wenn ein Patient ¿es wagt¿ die schulmedizinische Therapie durch Verwendung alternativer Methoden ¿in Frage¿ zu stellen, dann stößt er oft auf stärkste Ablehnung seitens der behandelnden Ärzte. Diese Patienten fühlen sich von ärztliche Hilfe und Zuwendung in besonderem Maße abhängig. Aus Angst die Sympathie, Zuwendung bzw. möglichst gute therapeutische Bemühung der Ärzte zu verlieren, trauen sich solche Patienten nicht mehr, ihren Ärzten solche Zusatztherapien mitzuteilen ¿ zum Schaden aller Beteiligten ! Mein Vorschlag: Egal aus welchen Gründen Kollegen Alternativmethoden, Heilpraktiker usw. ablehnen, jeder, der an der Therapie an einer so schwierigen Erkrankung beteiligt ist, sollte offen gegenüber anderen Mit-Therapeuten sein und über Medikamente, Nahrungsergänzungen usw. berichten. Nur so kann man in gegenseitigem Austausch Interaktionen vermeiden oder minimieren, aber einen besseren Nutzen sowohl aus der Schulmedizin als auch aus der Alternativmedizin ziehen. Auch schützt dies evtl. Patienten vor schlechten (verunreinigten) Präparaten. Also: Zusammenarbeit, Vertrauensbildung und Toleranz gegenüber anderen Verfahren ¿ statt immer wieder sogenannte Glaubensfragen, gegenseitige Anfeindungen, Konkurrenzkampf und letztlich schlimme Verunsicherung von betroffenen Patienten, die ja eigentlich nur Hilfe wollen ! Viele Alternativmethoden ergänzen bestens die schulmedizinische Therapie, nur sollte das zeitlich und informativ richtig eingeteilt sein (z.B. bestimmte Abstände zwischen Chemotherapeutika und Selen einhalten, Therapieplan, Info über bekannte Interaktionen und deren Vermeidung auf den Beipackzetteln), das wäre zum Nutzen aller Beteiligten.

#20 |
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Heilpraktikerin Bettina Pirnay
Heilpraktikerin Bettina Pirnay

Zum Beitrag und seinen Anregungen¿..Teil 2
Und genau hier spricht der Artikel meiner Ansicht nach, nicht den Ursprung des Problems an sondern vermittelt das der Patient ohne Wissen des Arztes wahllos in die Arzneikiste greift. Das Kommunikationsproblem besteht ebenfalls unter den Ärzten selbst, ich will hier nicht nur die Beziehung zwischen HP und Arzt ansprechen.

Weiterer Punkt des Beitrages, die Interaktion zwischen den Arzneien

Hier sind manche Aussagen nicht gut recherchiert, pauschal oder vage z.B. die Aussage über das Phytoöstrogen.
Das leidige Thema ob, Sojapräparate nun präventiv oder karzinogen wirken besteht seit Jahren. Hier wurden noch keine befriedigenden Ergebnisse über eine Aussagekräftige Antwort erzielt. Was sich hoffentlich mit der über Jahre laufenden Studie in Shanghai (Studien Ende 2010 mit 60.000 Menschen) endlich klären wird. Zudem gibt es Phytoöstrogene die eine andere chemische Struktur aufweisen als unser körpereigenes Östrogen und sich, nicht an die jeweiligen Brustrezeptoren legen. Das würde dann die Vermutung bzgl. der Interaktion, das Sojapräparate teilweise die Wirkung des Tamoxifen aufheben und/ oder das Wachstum des Tumor steigern, widerlegen.
Außerdem gibt es Unterschiede bei einer Pflanze je nachdem wo sie aufwächst, z.B. die Teufelskrallenwurzel und deren Inhaltsstoffe. Die deutsche Teufelskrallenwurzel hat ganz andere Inhaltsstoffe als die Afrikanische, welche Stomachikum oder Antirheumatikum eingesetzt wird.

Ich wünsche mir in Gegenzug diverser Pauschalaussagen mehr Detail und gute Recherche. Oft handelt es sich um Vermutungen, die dann den Eindruck erwecken sie seien Wissenschaftlich stichfest belegt. Was auch oft dazu führt, dass in Praxen eine Vermutung als die Wahrheit adaptiert und dem Patienten propagiert wird. Obwohl der Therapeut sich je nachdem, nicht mit dem Thema sonst befasst hat z.B. bei der Mistel und ihrer Handhabung

Diese Spirale der fehlenden Kommunikation und breitgefächerten Information begünstigt immer wieder, dass der Patient verunsichert, vielleicht emotional gekränkt wurde und eine ggf. wertvolle Therapiemöglichkeit verworfen wird.

Zitat:¿Nach wie vor sind CAM-Produkte kein integraler Bestandteil der konventionellen Therapie, wenn der klinische Beweis für die Wirksamkeit und Verträglichkeit fehlt¿.
Hier würde ich mir mehr Offenheit wünschen, dass klinische Beweise fehlen hängt mit vielen Faktoren zusammen u.a. das Studien sehr teuer sind etc.. Fehlende Studien bedeuten nicht gleich, dass die vorhandenen Möglichkeiten nicht wirksam sind. Würde man wahrlich forschen und nicht alles dem lieben Geld unterwerfen z.B. eine solche Studie auf die Beine stellen zu können, dann wäre man auch um einiges schlauer und vielleicht um einige Voreingenommenheit ärmer. Wir brauchen mehr offenen Geist und manche Vorgänge können wir einfach nicht messen.

In diesem Sinne, wünsche ich uns allen mehr Offenheit, gesunde Kommunikation, Respekt und Herzlichkeit.
Euch allen einen schönen Tag!

#19 |
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Heilpraktikerin Bettina Pirnay
Heilpraktikerin Bettina Pirnay

Zum Beitrag und seinen Anregungen¿.. Teil 1

In jedem Therapiebereich sollten die verordneten Arzneien sorgfältig zu gewählten Zeitpunkten gemäß eines Therapieplanes eingenommen werden. Dies betrifft nicht nur die Interaktion zwischen CAM und konventioneller Therapie sondern auch die konventionellen Anwendungen unter sich.

Es bedarf dazu aber der Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Laut meinen eigenen Erfahrungen besteht hier ein wunder Punkt, oft macht Jeder sein eigenes Ding, Rückmeldungen und Abstimmungen gehen unter. Stattdessen gelangt der Patient, emotional verunsichert und am Boden, zwischen den Stühlen. Oft habe ich schriftlich meine Verdachtdiagnosen mit Bitte zur schulmedizinischen Abklärung und dementsprechender Untersuchung an den Arzt weitergegeben und bei offenstehenden Fragen meine Kontaktdaten hinterlassen.
Was passiert? Entweder der Patient wird belächelt, die Untersuchung durchgezogen und ohne ein Wort der Befund weitergeleitet oder der Patient erhält einen herablassenden Kommentar über sein Unterfangen die Naturheilkunde miteinzubeziehen.

#18 |
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Heilpraktikerin Bettina Pirnay
Heilpraktikerin Bettina Pirnay

Die empörten Reaktionen zu Anfang bezogen sich auch eher auf den Forum Beitrag des echten Mediziners als dem o.g. Beitrag.

Gerne nehme ich Impulse an und habe mir den Artikel noch einmal durchgelesen, ob man diesen Text nur rein analytisch wahrnehmen kann bezweifle ich, denn der Mensch ist nicht so gestrickt und handelt immer auf mehreren Wahrnehmungsebenen.

Ich gebe Herrn Dr. Kron recht in Bezug, dass dem Patienten mit einem Machtkrieg über das Wissen zwischen den Therapeuten nicht geholfen ist.

#17 |
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Beim Thema Naturheilkunde überwiegen offensichtlich Emotionen.Leider, denn den Patienten und der Sache ist damit kaum geholfen.

#16 |
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Beim Durchlesen der Kommentare fällt auf, dass nur wenige Kommentatoren den Artikel wirklich gelesen haben. Es geht hier nicht um die Grundsatzdiskussion, ob Phytotherapie wirksam ist oder nicht, sondern um die möglichen Interaktionen zwischen onkologischen Präparaten und Phytotherapeutika.

#15 |
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Heilpraktikerin Bettina Pirnay
Heilpraktikerin Bettina Pirnay

An den ehrenwerten ¿echten Mediziner¿ Teil 2

Erschöpfend sind eher die blind getätigten Aussagen und Meinungen. Man sollte sich eher reflektieren und die Frage stellen:

“Ist das überhaupt meine oder eine adaptierte Meinung?”

Außerdem haben Sie mein Mitgefühl, denn letzten Endes kommen solche Aussagen auch eher aus einer Art Bedrängnis u.a. entstehend aus dem wahnsinnigen Gesundheitssystem.

Keine Zeit, kein Geld, ständig neue Aufforderungen und Existenzangst. Es ist schon bedauerlich, wenn Jemand mit einer gr. offenen Wunde zur Wundversorgung kommt und man versucht glaubhaft zu vermitteln, dass keine sterile Kompresse von Nöten sind. Aber nach eingehendem Gespräch die ärztliche Aussage kommt, sterile Kompressen / Verbände würden nicht bezahlt / vom Gehalt abgezogen.

Eine Patientin nicht über die Möglichkeit der Brustkrebsentstehung aufgeklärt wird bei Ihrer Hormontherapie (Kinderwunsch) und nach einem Jahr einen Tumor entwickelte, die Brust verlor.

Klar die Hormontherapie bringt viel Geld, dieser Grund steht meist an erster Stelle statt dem Interesse eine weitere, angepasste Therapiemöglichkeit zu schaffen und bei, über dem Maß heraus entstehenden Unverträglichkeiten, zu einem Therapieabbruch zu raten.

Was ist das für eine Medizin? Wo werden hier die Approbationen entzogen oder Konsequenzen gezogen?

Dies wäre meines Erachtens angebracht, statt dauernd auf dem HP herabzusehen und dem Versuch seine Inkompetenz zu beweisen.

Auch braucht unser Gesundheitssystem eine Rundum – Erneuerung und der Patient mehr Eigenverantwortung.

Wo ist der Mensch? Die Menschlichkeit allen Beteiligten gegenüber, nicht zuletzt sich selbst gegenüber?

Ist zu spät um ein Pessimist zu sein, denn wir alle (medizinische Berufe) haben ein Wissen und können nicht über alles ausreichend informiert sein, noch wissen wir alles. Deswegen ist es unabwendbar sich zusammenzuschließen, für – und mit dem Patienten, den MENSCHEN in all seinen Facetten, eine abgestimmte und individuelle Therapie zu gestalten.

An das DocCheck Journalisten Team!

Sie müssen bessere Recherche betreiben, wenn Sie sich über diese Themen äußern.

Danke!

#14 |
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Heilpraktikerin Bettina Pirnay
Heilpraktikerin Bettina Pirnay

An den ehrenwerten “echten Mediziner”, Teil 1

Wieso so feindselig? Wo drückt der Schuh?

Leider kann ich Ihren Aussagen nicht zustimmen.

Mein(e) Studium/ Ausbildung dauerte 4 Jahre unter ärztlicher Leitung bevor ich durch bestehen der schriftlichen sowie mündlichen Überprüfung, durch die Ärztin des Gesundheitsamtes auf dem “Markt” kam und nur über schulmedizinische Fächer befragt wurde.

Es gibt sie, die aufgeschlossenen Ärzte, die sich ein wenig oder gar viel in der Naturheilkunde und deren Verfahren auskennen. Vielleicht können Sie sich mit diesen an einem Tisch setzen, und sich über die Wirksamkeit und Vielfalt der Naturheilkunde überraschen lassen. Ich bin sicher, Sie schaffen es ;O)

Irgendwann fällt die Kommunikation mit dem / der Heilpraktiker(in) dann auch nicht mehr so schwer.

Wussten Sie eigentlich schon, dass das Aspirin und sein Wirkstoff Acetylsalicylsäure die synthetische Form ist von den Salicylalkoholderivaten aus der Weidenrinde? Dieser Stoff hemmt nachweislch z.B. die Prostaglandinbildung.

Woher ich das weiß? Durch meine Phytotherapie Ausbildung bei einer Apothekerin, die eine Doktorarbeit über Kamilleninhaltsstoffe und deren Aufnahme in den Organismus schrieb.

Phytotherapie, das ist auch ein Wesen in der Naturheilkunde, das mitunter von Ihren Kollegen in einigen Kliniken Deuschlands betrieben wird z.B. Biomed Klinik in Bad Bergzabern.

Sie sehen neben Ihrer Ansicht und Meinung gibt es noch viele weitere, die sich zu entdecken lohnen.

Es ist auch schon sehr erdrückend, wenn man ab der 1. Stunde des Studiums im Hörsaal zu hören bekommt, dass nur die ärztliche Meinung geltend ist und alles andere keine Beobachtung findet /finden darf.
(O-Ton einer Assistenzärztin, die neben mir an einer naturheilkundlichen Fortbildung teilnahm.)

Menschen, aus verschiedenen medizinischen Bereichen und Fachgebieten zu begegenen ist sehr bereichernd und fruchtbar. Für beide Seiten und in meinem Alltag Usus.

#13 |
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Karin Hönig
Karin Hönig

Pat., die sich nicht trauen, ihrem Arzt zu sagen, dass sie auch naturheilkundlich behandelt werden, Naturheilkundler, die von den behandelnden Ärzten geächtet werden, Ärzte, die noch immer glauben, dass Medizin eine Wissenschaft ist und Apotheker plus Pharmaindustrie, die sich die Taschen füllen……… Quo vadis,Gesundheit??

#12 |
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Einseitiger uninformierter Artikel, der sicher das Wohlwollen und die finanzielle Unterstützung der Pharmalobby einbringt
Soya ist sicher nicht krebsfördernd in der Menopause, aber die jahrelang beworbene Östrogen-Substitution schon (anders evtl. bei Tamoxifen, das aber wahrscheinlich wegen Aromtasehemmern bald obsolet ist). Ob Vitamin E eine Chemo behindert ist sehr umstritten, etliche Untersuchungen sprechen dagegen; dass eine Chemo bei vielen Tumorarten nur kurzzeitig wirkt (etliche Monate), teils gar nicht hilft, aber ganz sicher unangenehmste bis tödliche Nebenwirkungen macht, ist allseits bekannt. Die Verordnung sich gegenseitig behindernder oder Nebenwirkung potenzierender chemischer Arzneimittel ist häufige tägliche Praxis, die Interferenz von Schulmedizin und naurheilkundlichen Mitteln ist seltene (aber gern betonte) Ausnahme. Korrekte Informationen zu Vitaminen und Homöopathie (ohne unangmessene Übertreibung der Wirkung) finden Sie auf meiner Homepage http://www.naturmedinfo.de.

#11 |
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Ralf Schambach
Ralf Schambach

Dies ist wieder mal eine typische Diskussion. Ärzte, die teilweise glauben, allwissend zu sein – und sich nicht trauen, ihren Namen anzugeben und Heilpraktiker, die glauben, sich in der Schulmedizin auszukennen.
Generell sollten beide voneinander lernen. Und dabei auch Erfahrungen aus vielen Jahrhunderten berücksichtigen. Liebe Ärzte: seit wann habt Ihr denn Eure Weisheiten und Chemos? Ist es wirklich schon sooo lange her, daß der Aderlaß und das Gesundbeten durch Ärzte das Non plus ultra waren? Wie haben Ärzte vor weniger als 100 Jahren noch gearbeitet? Und jetzt ist die absolute Weisheit eingezogen…
Mal schauen, wie Ärzte von Ärzten in 50 Jahren belächelt werden.
Und vielleicht kommen Naturheilkunde und Schulmedizin wieder zusammen, so wie es vor sehr langer Zeit auch schon mal war.
Und vielleicht – aber nur vielleicht – steht sogar wieder mal der Patient im Mittelpunkt des Interesses.

#10 |
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Alle Jahre wieder belächeln Schulmediziner im Sold der Pharmaunternehmen, basierend auf wissenschaftlich unhaltbaren Studien, die alternativen Therapieansätze und geben “wertvolle” Warnhinweise in Postillen wie der Apotheken-Umschau. Das ist bekannt. Aber was soll denn dann dieser Artikel? Bestätigen, daß der normale Schulmediziner zwar keine Ahnung hat, dies aber mit Arroganz übertüncht?

#9 |
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Frau Monika Schreck
Frau Monika Schreck

Wem soll den der Artikel was sagen. Alles in einen Topf und kräftig umrühren?

#8 |
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dr. med.dent. Wolfgang Stute
dr. med.dent. Wolfgang Stute

wann finden endlich die Matrix und die Mitochondrien ,Atmungskette ,ATP,Cytokinmuster u. Interleukine , Th1,Th 2, Th3 ,Toll-like- Rezeptoren ,Gasotransmitter , Evolutionsbiologie u .die Quantenphysik ,die Ihnen gebührende Aufmerksamkeit ?????????????
Alle weiteren heißen Pillentipps ähneln dem Her -umirren im Schneegestöber

#7 |
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Ich bin Homöopathin und Aerztin, unterrichte medizinische Grundlagen für angehende Naturheilpraktiker und kann durchwegs bestätigen, dass diese wahrscheinlich mehr Wissen der Medizin besitzen als normale Aerzte von der Naturheilkunde.
Ich behandle Krebspatienten parallel zur Chemotherapie oder auch, wenn sie sich von der normalen Medizin abwenden. Das seit 25 Jahren. Aus meiner Sicht gibt es folgende Probleme:
der Pat. wagt dem Normalmediziner nicht mitzuteilen, dass es noch andere Mittel anwendet.
Vom Spital aus bekomme ich keine Berichte, werde nciht informiert, trotzdem mich der Pat. als Hausärztin angibt.
Der Pat. kommt in einen Loyalitätskonflikt, wird von den Normalärzten unter Druck gesetzt, und wagtt deshalb nicht nachzufragen und zu kommunizieren
Und all dies hat sich trotz Polemik in den letzten 5 Jahren entscheidend gebessert.
Es gibt Spitäler in denen ich ernst genommen werde – den Pat. besuchen kann (gratis) und es gibt Onkologen und Spitäler die genügend Schmerzmittel geben (wenige).

#6 |
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Gerade wenn die Diagnose schlecht für den Patirnt ist,suchen viele Rat in der Naturheilkunde.Jahrelang wurden Signale des Körpers nicht gesehen oder missachtet.Auch ich kenne
die Gefahren der Schulmedizin die mit aller macht jedes Fünckchen Leben der noch Funktionieren Abwehr zerstört!
Aber ich habe auch bergriffen schwer Kranke Menschen
auch nicht mit der doch so sanften Naturheilkunde zu quälen.Was meine ich damit ? Ich meine Ausleitungsverfahren ,Pflanzen die noch toxisch wirken.Dauereinnahme von Präparaten und Nahrungsergänzungen.Jeder H:P: findet seine Patienten und auch seinen Weg.Übrigens ich stamme aus einer schulmedizinischen Familie.!

#5 |
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Helma Borowski
Helma Borowski

Immer wieder lustig, die Reaktion “echter Mediziner”, die noch nicht mal Ihren Namen nennen, wenn es um ein Therapiegebiet geht, von dem man keine Ahnung hat.
Heilpraktiker studieren sehr wohl einige Jahre und werden auch vom Gesundheitsamt geprüft, bevor sie Ihr Können anwenden dürfen. Im Gegensatz zu den ewig studierenden Allgemeinmedizinern, die ausser ein paar Apothekerweisheiten von der Naturheilkunde meist gar keinen Schimmer haben, wird während des Heilpraktikerstudiums immer wieder die Schulmedizin miteinbezogen, zwecks Vergleichstherapien.
Auffallend ist auch der fast immer beleidigende “Ton”, was eigentlich nur auf Unsicherheit schliessen lässt.

#4 |
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Heilpraktikerin

Ich bin Heilpraktikerin, habe aber während meiner Ausbildung mehrere Praktikas in der Notaufnahme des Aalener Krankenhauses absolviert, um mir auch die Ansicht und Arbeitsweise des “Schulmediziners” anzusehen. Wünschenswert wäre es, wenn es endlich gelingen würde, daß Schulmedizin und Naturheilkunde “zusammenfinden” würde, um das Optimale für den Patienten herauszufinden.

#3 |
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Irem Koletzki
Irem Koletzki

Interessanterweise enthält die Studie des Herrn Lipp kritische Anmerkung zur Verunreinigung eines Mittels, und der laienhafte Gebrauch der CAM Medikation.
Insofern ist ein Zusammenhang zwischen einer fachlichen CAM Behandlung oder Begleitbehandlung von Marktzulässigen Medikamenten, oder im Internet bestellten, ohne Fachwissen nicht nachzuvollziehen.
Ich denke da gibt es keine nennenswerte konträre Diskussion in den unterschiedlichen Medizinprofessionen.

#2 |
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Gesundheits- und Krankenpflegerin

Letztlich muß ich feststellen, daß die naturheilkundlichen AM bzw. Mittel überschaubare und in Kauf zu nehmende Nebenwirkungen haben!! An welche Arzt soll sich denn ein z.B. onkologischer Patient wenden, wenn der gute alte Schulmediziner von dieser Ebene ABSOLUT KEINE AHNUNG hat, mit Wechsel-und Nebenwirkungen keine Aussage treffen kann??? Wer ist denn da der “SCHLECHTE”? Der, der sih damit nicht auskennt, oder der der es wissen will und es ausprobiert??? Die Fragestellung ist Blödsinnig…

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