Folsäure: Das Janus-Vitamin

30. Juni 2009
Teilen

Vitamin B9, bekannter unter dem Namen Folsäure, lässt sich bei gemüsearmer Kost bequem als Pille und direkt als Lebensmittel-Zusatz verwenden. Dann verringert es zuverlässig Missbildungen bei Neugeborenen. Das beweisen große Studien. Aber es fördert auch die Vermehrung von Krebszellen.

Eigentlich schien alles auf eine wunderbare Erfolgsgeschichte hinauszulaufen. Genauso, wie Fluor in der Zahnpasta unser Gebiss rettet, wurde Folsäure in Mehl, Nudeln und Salz zum Schutzengel aller Schwangeren. In einer Gesellschaft, die immer häufiger das Chili aus der Dose und die Currywurst an der Ecke einer aufwändigen Gemüseküche vorzieht, beugt das B-Vitamin im Lebensmitteln Missbildungen bei Neugeborenen vor. Nach rund zehn Jahren Erfahrung bei der Anreicherung von Lebensmittel in Kanada verkündete das New England Journal of Medicine 2007 einen Rückgang von Neuralrohrdefekten um rund die Hälfte, eine ungarische Untersuchung brachte es bei Multivitaminpillen sogar auf 90 Prozent. Diese Daten haben bisher 67 Staaten überzeugt, Folsäure zu Grundnahrungsmitteln dazuzumischen.

Doch auf einmal trüben neue Nachrichten die Sonne über dem strahlenden Paradestück staatlicher Gesundheitsvorsorge. Vor einigen Jahren fiel Epidemiologen auf, dass in den Ländern, die eine Anreicherung eingeführt hatten, auch die Krebsrate stieg. Noch in den achtziger Jahren schien genau das Gegenteil wahr zu sein. Damals waren Wissenschaftler überzeugt, dass das “Wundervitamin” Krebserkrankungen verhindere.

Blattgemüse wie Spinat, Feldsalat oder auch Brokkoli enthalten größere Mengen des Vitamins. 0,4 Milligramm empfehlen deutsche Ernährungswissenschaftler pro Tag, bei Schwangeren darf es ganz besonders in den ersten Wochen auch ruhig das Doppelte sein. Wer sich aber die Ernährungsbilanz des Durchschnittsdeutschen anschaut, kommt auf weniger als 300 Mikrogramm. Das ist für die ersten vier Wochen einer Schwangerschaft zu wenig. Die Folge: Erhöhtes Risiko für eine Spina bifida, Anencephalie oder Herzfehler beim Baby.

Höhere Krebsrate anstatt Prävention

Im Juni 2007 erschien im Journal of the American Medical Association (JAMA) ein Artikel von Bernard Cole und seinen Mitarbeitern der Polyp Prevention Study Group, dass die Gabe von einem Milligramm Folsäure pro Tag das Risiko eines kolorektalen Adenoms um rund 10 Prozent ansteigen ließ, das für eine entsprechende Läsion gar um 30 bis 60 Prozent je nach Follow up. Das Ergebnis schreckte alle auf, die bisher gedacht hatten, zusätzliche Vitamine zur Nahrungsergänzung könnten keinesfalls schaden.

Und es kam noch schlimmer: Im Frühjahr dieses Jahres veröffentlichte Jane Figueiredo von der Universität in Los Angeles eine Analyse einer früheren Studie zu Folsäure-Supplementen. “Relative Risk = 1,63” lautete die Prognose für ein Prostata-Karzinom bei Männern, die zusätzliche Folsäure zu sich nahmen. “In den letzten zwanzig Jahren habe ich geforscht und auch in Veröffentlichungen gezeigt, dass zu wenig Folat das Risiko für einige Krebsarten erhöht”, sagt Joel Mason, Professor an der Tufts University in Boston, “Aber seit kurzem wird es offenbar, dass es mit dieser Wechselbeziehung nicht so einfach ist, wie wir uns das gedacht haben.” Denn auch in Chile steigt die Darmkrebsrate seit der Folsäure-Anreicherung.

Schlüssel in die Tumorzelle

Schon seit den vierziger Jahren weiß man, dass hohe Folsäure-Gaben das Risiko von Leukämien bei Kindern erhöhen. Ein Bericht einer Freiburger Arbeitsgruppe in Anticancer Research zeigt, dass Rezeptoren für Folat bei Ovarialkarzinom-Zellen stark überexprimiert werden. Schließlich kann Folsäure sogar als Schlüssel für Wirkstoffe dienen, um sie in das Innere von Tumorzellen zu schleusen. Auch daran arbeiten Freiburger Wissenschaftler. Im Körper spielt das Vitamin eine unentbehrliche Rolle bei der DNA-Synthese und Methylierungsreaktionen von DNA und Aminosäuren. Bei Folatmangel baut der Stoffwechsel Uracil statt Thymin in die DNA ein. Mit der Nahrung aufgenommenes natürliches Folat liegt in einer Mischung von Mono- und Polyglutamat-Formen vor, während das synthetische Produkt nur einen einzigen Glutaminsäurerest besitzt. Probanden, die mit der Nahrung viel Folat aufnehmen, haben in Untersuchungen sogar ein verringertes Risiko für Darm- wie für Prostatakrebs. Möglicherweise sind es daher unmetabolisierte Monoglutamate, die im Blut kreisen und Schaden anrichten könnten, wie Joel Mason und John Mathers von der Universität Newcastle spekulieren.

Bei aller Besorgnis über die Krebsrisiken dürfen die Vorteile einer Extraportion Folat bei Schwangeren nicht vergessen werden. Eine große Studie konnte erst vor kurzem bestätigen, dass die Zahl kongenitaler Herzdefekte in Kanada seit der Anreicherung deutlich abnahm – um rund sechs Prozent jedes Jahr. Vorher erreichten selbst intensive Kampagnen gegen Folatmangel nur etwa ein Drittel aller Frauen mit Kinderwunsch. Wie DocCheck im Gespräch mit Anke Weißenborn vom Bundesinstitut für Risikobewertung erfuhr, ist der kausale Zusammenhang zwischen Krebsrate und Folsäureanreicherung auch noch nicht endgültig geklärt. Jedoch sei eine obligate Anreicherung von Lebensmitteln ohne eine Mengenkontrolle an synthetischem Folat, das schließlich auf dem Tisch des Verbrauchers landet, zur Zeit unsicher.

Folsäure scheint einen ähnlichen Weg wie das Betacaroten zu gehen. Denn dort fanden zwei Studien heraus, dass eine hochdosierte Therapie mit dem Provitamin A nicht etwa zu weniger Krebsfällen, sondern im Gegenteil zu einem Anstieg der Rate führte. Auf den Seiten des Arbeitskreises Folsäure finden sich Informationen über den Folsäuregehalt vieler Lebensmittel. Wer der Gefahr entgehen möchte, die bei mehr als einem Milligramm zusätzlicher Folsäure im Körper droht, der sollte statt Multivitaminpillen mehr Spinat, Fenchel oder Erbsen in seinen Speiseplan einbauen.

231 Wertungen (4.13 ø)
Allgemein

Die Kommentarfunktion ist nicht mehr aktiv.

15 Kommentare:

Dipl.-Soz.-Univ. Werner Stingl
Dipl.-Soz.-Univ. Werner Stingl

Unter diesem Aspekt sollte vielleicht auch noch mal ein nicht signifikanter Nebenbefund der NORVIT-Studie mit einem wider Erwarten registrierten tendentiellen Anstieg der Malignomrate in einer der Vit-B-Interventionsgruppen eingehend analysiert werden.

#15 |
  0

Lieber Herr anonymus 24, Sie haben das mit der Kritik an den plakativen Monokausalitäten dann doch wohl nicht ganz verstanden!

#14 |
  0
Karin Neumann
Karin Neumann

Es wird immer wieder der gleiche Fehler gemacht und dann verkehrt wiedergegeben. Vitamine, Supplemente, Mineralien, Enzyme etc. sind nur in ihrer bioverfügbaren Form (natürlich verarbeiteten Form) vom Körper erkennbar, verwertbar und resorbierbar. Künstlich synthetisch hergestellte Supplemente können dies nicht, sind im Übermaß oft sogar bedenklich, da diese nicht vom Körper erkennbar sind und sich im Bindegewebe oder in der Leber u.a. Organen nicht abbauen und dort z.B. dann toxisch wirken können z.B. synthetisches Vitamin A bzw. Carotinoide. Im übrigen werden bei künstlich hergestellten Supplementen oft nur einzelne Substanzen isoliert hergestellt, was den ganzen komplexen Haushalt durcheinander bringt. Besser sind die Wirkungen von natürlichen pflanzlichen oder mineralischen Supplementen mit ihren ganzen Wirkmechanismen in Toto d.h. mit ihren ganzen feinstofflichen Informationen, welche synthetisch hergestellte Supplemente nicht haben.

#13 |
  1

Es st sehr lobenswert,die biochemischen Zusammenhänge zu erklären. Hilfreicher wäre jedoch ,darauf hinzuweisen, dass wir die Natur nicht künstlich gewollt ersetzen können
Besinnen wir uns -oder besser noch- helfen wir mit dem
Synergismus der Natur. Wissenschaftlich belegte Studien
weisen immer häufiger auf die Bedeutung dieser Erkenntnis hin.
Das heßt nichts anderes ,als sein Ernährungsverhalten zu überprüfen und gegebenenfalls zu Ändern oder auf bioverfügbare Nahrungsoptimierung zu setzen.

Profilneurose ist im Sinne der Patienten fehl am Platze

#12 |
  0
Medizinjournalist

Ich möchte mich noch einmal zu den hilfreichen aber nicht ganz neutralen Kommentaren zu Herrn Dr. Biller melden.
Ich hätte es zur Einordnung Ihrer Berichte aus Prag gut gefunden, wenn Sie in Ihrem Profil nicht nur Naturwissenschaftler gesetzt hätten, sondern auch als Vertreter der Firma Dr.Loges + Co GmbH, die selber Folsäure-Präparate auf dem Markt anbietet.

#11 |
  0

Dieser Artikel und die Reaktionen darauf sind sehr interessant und lehrreich, berücksichtigen aber einige stoffwechsel- und entwicklungsphysiologische Aspekte nicht ausreichend.

Die Neuralrohrdefekt entstehen zu einem Zeitpunkt im 1. Schwangerschaftstrimenon, wo etliche Frauen noch gar nicht wissen, dass sie schwanger sind und Folsäurepräparate nicht regelmäßig einnehmen.

Die häufigen vorhandenen Folsäure-Stoffwechseldefekte, z. B. durch Mutation der MTHFR-(Methyl-Tetrahydrofolat-Reduktase) oder ähnlicher Defekte (ca. 10% homozygot; ca. 40% heterozygot) werden sinnvollerweise durch Gabe von Methyl-Tetrahydrofolat/Methylfolat/Metafolin als stoffwechselrelevante Wirkform behandelt, aber doch eher nicht durch Überangebot des Vorläufers Folsäure und anderer Vitamine. Es sei denn, für diese existiert ein Mangel.

Aber, die Problematik ist viel komplexer, wenn man sich die Mühe macht, in der Stoffwechselphysiologie nachzuschauen:

Erstens steht der Folat-Stoffwechsel nicht nur in enger Beziehung zu dem von z. B. Vit. B12, sondern auch dem von Cholin, einem essentiellen und in der Schwangerschaft oft kritischen Nährstoff (Zeisel, Am. J. Clin. Nutr. 2009; 89(suppl), 673S-677S; Shaw et al; Am. J. Epidemiol. 2004, 160, 102-109)

Zweitens wird Folsäure nun einmal zu Tetrahydrofolsäure (THF) reduziert und daraus entstehen schrittweise
I. 10-Formyl-THF für die Purin- und DNA-Synthese
II. 5,10-Methenyl-THF für den Histidinstoffwechsel (eine Aminosäure)
III: 5,10-Methylen-THF für den Serinstoffwechsel (ebenfalls eine Aminosäure)
und letztlich über einen oft defekten Stoffwechselschritt
IV: 5-Methyl-THF für die Bildung von Methionin aus Homozystein.
Dieses Methionin wird aktiviet und it dann Methylgruppenlieferant für sehr viele und wichtige Stoffwechselvorgänge (Kreatinbildung für die Muskulatur; Phospholipidsynthese in der Leber [s.u.]; DNA-Methylierungen; Inaktivierung des Entzündungsprodukts Histamin etc.)

Der sehr wichtige Schritt der Methioninsynthese findet alternativ auch durch Methylgruppen-Übertragung aus dem Cholinabkömmling Betain statt. Man geht davon aus, dass es ein alternativer und der wichtigere Stoffwechselweg für die Entstehung “aktivierter Methylgruppen” ist. Cholinmangel führt deshalb ebenso zur Häufung von Neuralrohrdefekten, wie ein Folat-, oder besser Tetrahydrofolat-Mangel (s. o.). Ebenso führt der Cholin- oder Betain-Mangel zu Steatose (“Verfettung”) der Leber, ggf. zur Steatohepatitis, da in der Leber die aktivierten Methylgruppen des Methionins für die Phospholipidsynthese (Lezithinstoffwechsel; PEMT-Reaktion) benötigt werden. Insbesondere in der Schwangerschaft scheint diese PEMT-Reaktion, die unter Kontrolle von Östrogenen steht, wichtig zu sein.

Über eine Tumorinduktion oder -häufung durch Cholin ist nichts bekannt.

In summa: Optimierung der Nährstoffversorgung ist komplexer, als es uns plakative Monokausalitäten und der Glaube an eine einzelne Substanz oder Tablette glauben machen wollen…

#10 |
  0
Medizinjournalist

Sehr geehrter Her Biller,
Vielen Dank für Ihre Anmerkungen, insbesondere zu den Resultaten von Prag, die ich nicht mehr in meinen Artikel aufnehmen konnte.
Aus Koinzidenz auf Kausalität zu schließen, ist sicher falsch, da haben Sie völlig recht. Deswegen habe ich mich auch bei deutschen Experten auf diesem Gebiet versichert und gerade im vorletzten Absatz diese Position dargelegt.
Ebenso richtig ist, dass wir im allgemeinen zuwenig Folsäure zu uns nehmen. Die Folgen gerade bei ungeplanten Schwangerschaften sind eine erhöhte Rate an angeborenen Fehlbildungen.
Auf eine Tatsache, auf die ich aufmerksam machen wollte, ist das Vorliegen von Untersuchungen, die seit der Anreicherung von Lebensmittel mit Folsäure eine steigende Rate an Darm- und Prostatakrebs beobachten (das heißt nicht, das Folsäure im Mehl Krebs verursacht!), die zwar zum Teil gering, aber dennoch signifikant ist, und das in mehreren Ländern. Daher stellen einige Länder ihre Pläne zur generellen Anreicherung von Lebensmittel mit Folsäure in Frage.
Sie haben recht, z.B. Brustkrebszahlen in Amerika sinken seit der Anreicherung. Der Rückgang an Neuralrohrdefekten ist beeindruckend und bis jetzt hat es keine Kampagne geschafft, solche Rückgänge zu bewirken. Auch sollte man tunlichst darauf verzichten, die Zahlen von Fehlbildungen mit den Krebstoten zu vergleichen.

Wo man vorsichtig sein sollte (darauf habe Sie ja hingewiesen) ist die unkontrollierte Zufuhr von synthetischer Folsäure (auch deswegen sehen viele die Anreicherung kritisch) nach dem Motto: Sicher ist sicher – lieber etwas mehr. Es scheint so. dass unterhalb von 1mg das Risiko relativ gering ist.
Dennoch halte ich die Überschrift für ok. Denn Vitamine sind nicht immer generell (unkontrolliert zu sich genommen) gesund. Dagegen: wer sich mit Gemüse mit viel Folsäure ernährt, kann nichts falsch machen.

#9 |
  0
Dr. med. Simone Pötzsch
Dr. med. Simone Pötzsch

Sehr geehrter Dr. Lederer,
vielen Dank für das Interesse, das Thema Folsäure zu bearbeiten und darüber zu informieren.
In diesem Zusammenhang möchte ich darum bitten, die obsolete Bezeichnung “Missbildung”, die leider in populärwissenschaftlicher Literatur immer noch genutzt wird und Betroffene unnötig stigmatisiert, gegen den Terminus “angeborene Fehlbildungen” zu ersetzen.
Und noch ein Hinweis. Folsäure aus natürlichen Lebensmitteln wird vom menschlichen Körper nur zu 50 % resorbiert (aus Supplementen zu 100%). Eine Schwangere hat einen tgl. Folsäurebedarf von 600 µg. Im Mittel liegt die tgl. Folsäureeinnahme der deutschen Bevölkerung bei 200-300 µg. Deshalb wird allen Frauen im gebärfähigen Alter die Einnahme eines Folsäurepräparates in einer Dosierung von 400 µg/d empfohlen (mindestens 4 Wochen vor Eintritt der Schwangerschaft!). Was wird nun mit den geschätzten 50 % Frauen, die ungeplant schwanger werden??? Die Überlegungen zur wissenschaftlich begründeten und sicheren Folsäureanreicherung z.B. von Mehl sollten nicht so einfach vom Tisch gewischt werden.
Übrigens. Eine Schwangerschaft von 1.000 ist von einem Neuralrohrdefekt betroffen. Wer einmal Kinder mit Spina bifida gesehen hat (persönliches Schicksal/medizinische Kosten lebenslang) wird vielleicht noch einmal überlegen, ob Folsäure nicht doch in diesem Zusammenhang etwas ernster genommen werden sollte.

#8 |
  0

Als Naturheilundlerin kann ich dazu nur sagen, dass alles, was dem Körper in unnatürlicher Form zugeführt wird, kein gesundheitliches Nutzen hat.

Alle künstlich hergestellten Vitamin-, Spurenelemente- spowie Mineralien, mit denen der Markt überschwemmt ist, werden vom mesnchlichen Körper gar nicht verstoffwechselt.

Hätten Ärzte mehr Wissen über ausgewogenene, gesunde Ernährung, gäbe es auch weniger Kranke.

#7 |
  2
Chemiker

Warum sollte der berühmte Ausspruch des Paracelsus ausgerechnet für Vitamine nicht gelten?

#6 |
  0

oder Folsäure in natürlicher Form zuführen, nämlich durch Ernährungsoptimierung mit wissenschaftlicher Fundierung aus Obst und Gemüse. Alle fortgebildeten Kollegen, wissen, was ich meine. Den anderen gebe ich gern Links zur Info.

#5 |
  1
Dr. Andreas Biller
Dr. Andreas Biller

Leider vergessen:
Es war die “7th International conference on Homocysteine metabolism”
Zum 1. Kommentar: 5 mg Folsäure ist zuviel! 800µg Folsäure sind genug, unbedingt in Kombination mit den Vitaminen B12, B6, sonst kommt es zur Folatfalle.
B12 muss oral hoch dosiert werden, um eine passive Resorption ohne intrinsic factor zu ermöglichen.
Unter welchem Gendefekt leiden Sie?
Häufig ist die Genmutation MTHFR 677 C>T. Die Folge ist eine thermolabile MTHF-Reduktase, die sehr schlecht Vitamin B2 bindet. 1,6 mg Vitamin B2 zusätzlich pro Tag führen zu einer deutlichen Senkung des Homocysteinwertes.

#4 |
  0

Ich arbeite seit ca. 10 jahren im Bereich Folsäure und finde diesen Beitrag interessant.

#3 |
  0
Dr. Lucie Sahl
Dr. Lucie Sahl

schon seit Jahrzehnten ist es obsolet nur Folsäure allein und und diese nicht gemeinsam mit Vitamin B12 zu geben. Außerdem werden oft 5 mg und nicht 0,5 mg gegeben, der helle Wahnsinn!

#2 |
  0

sehr gut

#1 |
  0


Copyright © 2017 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: