APOkalypse: Das Imperium schlägt zurück

7. April 2013
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DocCheck wollte es von Ihnen wissen: Steht die Apothekenwelt wirklich am Abgrund? Und welche Wege – außer dem berühmt-berüchtigten Schritt nach vorne – gäbe es, um dem Untergang doch noch zu entrinnen? Zahlreiche User sagten uns ihre Meinung: offen, ehrlich und schonungslos.

“Das über 125-jähriges Gesundheitswesen mit den großartigen, innovativen, medizinisch-wissenschaftlichen Fortschritten bedarf für die Zukunft einer grundsätzlichen Wende, vor allem in Hinblick auf die demographische Entwicklung und die zunehmende Lebenserwartung”, stellt Wolfgang Pohlschmidt klar. Der Apotheker, Jahrgang 1938, bemängelt fehlende Fortschritte in Politik und Verwaltung. “Laien diktieren den praktizierenden Heilberufen die Beratung, Behandlung und Betreuung durch Einsparvorschriften” – mit fatalen Folgen: Durch Rabattverträge sank die Compliance, und Apotheker wurden immer mehr zu Erfüllungsgehilfen der Krankenversicherungen.

Vom Heilberufler zum Kassenknecht

Ganz klar: Recherchen zu Rabattverträgen fressen Zeit, die letztlich bei der Beratung fehlt. Patienten tagtäglich zu erklären, warum sie plötzlich Präparat A nicht mehr bekommen, dafür aber Präparat B, kann auch nicht der tiefere Sinn eines Pharmaziestudium oder einer PTA-Ausbildung sein. “Wir sollten aufzählen und dokumentieren, was Apotheken als unbezahlte Leistung für die Kassen alles erledigen”, fordert ein Apotheker aus Bremen. “Diese Arbeit sollte mit einem Wert taxiert werden, also Arbeitszeit und Arbeitskraft der Apotheke”: eine Berechnungsgrundlage für Dienstleistungspauschalen, die Kassen dann zu entrichten hätten. Bekannte Rezeptgebühren sind eigentlich für die pharmazeutische Beratung gedacht – und nicht als Obolus, um Rabattverträge durchzudrücken. “Wenn das alles nichts fruchtet, könnten Apotheken für einen begrenzten Zeitraum beitragspflichtige Rezepte als Privatrezepte behandeln und Patienten bitten, sich das Geld von ihren Krankenkassen zurückzuholen”, so der Bremer Kollege weiter. “Dann werden sie sehr schnell merken, wie teuer diese Arbeit ist.”

Experten am Ruder

Pohlschmidt sieht darin weniger zeitlich befristete Maßnahmen, sondern vielmehr eine grundlegend neue Strategie. Er fordert, das Gesundheitssystem zum “selbständigen, eigenverantwortlichen Wirtschaftsbereich” zu machen. Dabei soll eine “Gesundheitskommission mit mindestens 49 Prozent Praktikern der Heilberufe sowie Vertretern aus Politik, privaten Krankenversicherungen, medizinisch-pharmazeutischer Industrie und unabhängigen Bürgern” wichtige Weichenstellungen treffen, hinsichtlich Berufsordnungen, Taxen und Honorierungen. Patienten wären alle in einer einzigen Kasse versichert. Sie müssten generell in Vorleistung gehen, bekämen die Kosten aber erstattet. “Individuelle Rechnung und Bezahlung regen Erziehung und Bildung zu gesunder Lebenskultur an, was PKV und Gesundheitsministerien gern mit den eingesparten GKV-Zuschüssen fördern können”, so Pohlschmidt weiter.

Konkurrenz für Kassen

Harald Trachmann wird noch deutlicher. Er bringt eine “Apo-Kasse” als Kooperation deutscher Apotheken mit in- oder ausländischen Versicherern ins Gespräch. “Bis wir eine eigene Organisation aufgebaut hätten und sich diese wirtschaftlich tragen würde, falls das je geschähe, würde viel Zeit vergehen, und Krankenkassen würden diesen Vorschlag auch nicht ernst nehmen. Ich denke deshalb an englische oder amerikanische Versicherungen, die auf den Kontinent schielen und gerne expandieren wollen.” Mit so manchem Anbieter ließen sich entsprechende Abkommen paraphieren. Diese Konkurrenz würden deutsche Krankenkassen sehr wohl fürchten. Trachmann bewertet sein Modell nicht nur als kostengünstig, sondern auch als seriös und patientennah: “Stellen Sie sich vor, dass wir vor Ort zum Beispiel Krankenpflegeartikel genehmigen oder Zuzahlungen regeln könnten.” Bei der Auswahl von Fertigpräparaten wären Ausschreibungen nicht mehr erforderlich, vielmehr könnten Apotheker Medikamente nach pharmazeutischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten auswählen – natürlich nicht zum Nulltarif.

Öffentliche Apotheke? Nein, danke!

Umwälzende Ideen im Vergleich zum status quo. “Wenn die Tatsachen dahingehend verändert werden, dass nicht mehr der Kunde, sondern dessen Krankenkasse zum Partner wird und der Apotheker sich bei jedem Geschäftsvorgang zwingend fragen muss, wie und womit er am wenigsten Kosten verursacht, braucht sich niemand über die Folgen wundern”, so Bertram Roos. Sein Berufsstand findet mittlerweile “in der Jugend keinen Nachwuchs mehr”. Laut ABDA-Statistik studieren zwar mehr Abiturienten Pharmazie als noch vor ein paar Jahren. Umfragen haben jedoch gezeigt, dass viele in die universitäre oder industrielle Forschung wollen – oder in den Staatsdienst. Öffentliche Apotheken haben augenscheinlich keine Attraktivität mehr. Roos: “Die Geringschätzung wird gekrönt durch die Verweigerung einer ehrenvollen Entschädigung für Nacht- und Notdienste.”

Seit Monaten speist das Bundesministerium für Gesundheit Kollegen mit Versprechungen ab, Geld hat noch niemand gesehen. Selbst wenn alles nach Plan läuft, gilt das Apothekennotdienstsicherstellungsgesetz erst nach Bekanntgabe, aber nicht rückwirkend. “Stattdessen setzt man auf das Internet”, so Roos weiter. Mit der neuen Apothekenbetriebsordnung wird individuelle, persönliche Beratung zur Pflicht – in der Offizin. Versandapotheken können sich laut BMG damit begnügen, eine Telefonnummer zu erfassen und ihrer Sendung schriftliche Informationsangebote beizulegen. Roos: “Auf in die APOkalypse! Sie verhindern? Geht nicht mehr!” Neue, motivierte Apotheker kämen frühestens in fünf Jahren von den Unis.

Ende mit Schrecken

Bis dahin schließen Jahr für Jahr 300 bis 400 Apotheken, während im gleichen Zeitraum 200 bis 300 Apotheken neu eröffnen: ein Konkurrenzkampf, der florierende Standorte fördert. Ländliche Gebiete und Inhaber mit geringem Umsatz gehen aber zu Grunde. Laut Dr. Frank Diener, Treuhand Hannover, spaltet sich der Markt immer stärker auf. 57 Prozent aller Apotheken haben in 2012 ein deutliches Umsatzplus erwirtschaftet, während 43 Prozent über teilweise stark rückläufige Umsätze klagen. Kollegen berichten DocCheck mehrfach, sie hätten sich “schweren Herzens” bereits von ihrem Beruf verabschiedet. Ist das Ende nahe?

Kein neues Phänomen

“Der Untergang von Pharmazie und Apotheken wird schon so lange beschworen, eigentlich seit ich die Wörter ‘buchstabieren’ kann”, sagt Karin Wahl, Fachapothekerin für Offizinpharmazie. Nach ihrem Studium kam als Herausforderung die Selbständigkeit: “Es war harte Arbeit, ich habe mich reingekniet.” Im Laufe der Zeit gelang es Wahl, ihre eigene Apotheke hochzuziehen. Sie wechselte zwei Mal den Standort. Schließlich zählte ihre Apotheke zu den 40 größten Baden-Württembergs. “Dabei habe ich viel Zeit verbraten und viel Lehrgeld bezahlt”, lautet das Fazit. Trotz aller Belastungen nahm sich Wahl Zeit für die Berufspolitik und wurde 1999 zur ersten Präsidentin einer Landesapothekerkammer gewählt. Ihre Mission: “Seit meinen Anfängen kämpfe ich dafür, dass Apotheken professioneller werden müssen”.

Den Beruf professionalisieren

Wahl sah das gesundheitspolitische Schlamassel kommen und plante ihre eigene Strategie. Dazu gehörten beispielsweise Seminare am Management Zentrum St. Gallen, um von ihren “heute noch im Amt befindlichen Funktionärskollegen ausgelacht zu werden”, weil das ja richtig Geld kostet. Ihr Wissen teilte die Apothekerin mehrere Jahre als Dozentin an der Fachhochschule Schmalkalden mit Kollegen. Ein Versuch, nach französischem Vorbild im Hauptstudium Offizinpharmazie beziehungsweise Forschung als Schwerpunkt anzubieten, scheiterte jedoch am Widerstand der Hochschulen. Auch hätten Pharmaziestudierende kurz vor dem praktischen Jahr nur ihr zweites Staatsexamen vor Augen und seien kaum zu motivieren, zusätzliche Seminare zu belegen. Nach Approbation und Selbständigkeit kommt nicht selten ein böses Erwachen.

Lernen auf die harte Tour

Mittlerweile berät Wahl unter anderem Kolleginnen und Kollegen, die ihre Apotheke verkaufen wollen. Sie hat zwei zentrale Themen identifiziert: “Es ist ein Jammer, weil eben nicht genug unternehmerische Professionalität erworben wurde und weil über die Jahre nichts oder nicht genug investiert wurde. Das schafft dann Probleme am Ende eines Berufslebens.” Die neue Apothekenbetriebsordnung mache “alles noch schlimmer, alleine der Punkt Barrierefreiheit schafft fast unlösbare Probleme, die der kalten Enteignung gleichkommen können, wenn für die vielen betroffenen Apotheken keine Lösungen gefunden werden.” Von Weltuntergangsstimmung will Karin Wahl aber trotzdem nichts hören. “Die Apotheke und der Apothekerberuf können wunderbar betrieben werden, falls Inhaber wissen, was sie tun und eben nicht nur Profis als Heilberufler, sondern auch als Unternehmer sind. Dazu gibt es Gott sein Dank auch positive Beispiele.”

Andere Unternehmen würden sich die Finger abschlecken, wenn ihnen Kunden zwingend zugeführt würden, Stichwort Rezeptpflicht. Nur Kollegen und politisch Verantwortliche hätten aus dem “Schutzzaun der exklusiven Belieferung von Kunden mit Rx-Präparaten” zu lange unternehmerisch zu wenig Positives für die Zukunftssicherung des Apothekenbetriebes gemacht. Wahl: “Wahrscheinlich lernen wir Apotheker alles nur auf die harte Tour!”

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Pharmazie

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9 Kommentare:

Uwe Dietze
Uwe Dietze

Hallo,
vielleicht könnte man doch auch mal den Krankenkassen Feuer unter dem Hintern machen, indem man Krankenkassen außerhalb Deutschlands befragt, ob sie hier einsteigen wollen. Die können das sicher ohne diesen riesigen Verwaltungsaufwand, der Versichertengelder verbrät weshalb die Leistungs -erbringer dafür geshröpft werden. Genau so wie Arzneimittel importiert werden könnte man Versicherungsleistungen importieren, vielleicht aus Schottland? Neue Ideen müssen her.

#9 |
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Selbstst. Apothekerin

Wir haben uns jahrzehntelang (bin seit 1982 Apothekerin) viel zu viel gefallen lassen und willfährig zu vielem ja gesagt, die Arzneimittelpreisverordnung mit edlen Argumenten selbst verändert, und der Berufstand steht sich selbst oft im Weg, Beschränkungen und weitere Hindernisse kommen oft aus den eigenen Reihen – siehe neue ApoBetr.O – und nebenbei wird viel gejammert…. ich lese die entsprechenden Rubriken in der DAZ und PZ schon gar nicht mehr
ich werde auch den Eindruck nicht los, dass es in unserer Gesellschaft vermehrt zu einer Umverteilung des Vermögens und des Verdienens kommt, die Krankenkassen horten Geld, die Leistungserbringer schauen in die Röhre, mir fällt immer wieder der Vergleich mit den mittelalterlichen Hospitälern ein, wo “gütige” Nonnen sich um Verletzte, Alte und Kranke “kümmern”, um Gotteslohn versteht sich….
Bei der Überarbeitung meines QM-Handbuches in Vorbereitung der zweiten Rezertifizierung meiner kleinen Landapotheke bin ich am Überlegen, ob ich in zivilem Ungehorsam nicht diverse Formulare, Listen, Protokolle usw streiche, um mir und meinen “Mädels” Zeit zu gestatten, Zeit für die immer stärker gefragte psychologisch-seelisch-moralische Betreuung meiner Kunden: “bitte helft mir, ich blicke nicht mehr durch, der Arzt hat keine Zeit und aus dem Krankenhaus bin ich einfach so entlassen worden…..” mit allen bekannten problemen der Rabattverträge, Medikamentenverwechselei, falscher Dosierung usw usw. und jeden Tag fordere ich neue Rezepte an , da sie falsch ausgestellt sind bzw irgendwelche Vorgaben nicht erfüllen, die mir Retaxationen einbringen würden.
Tja quo vadis Apotheke ?
ich kann nur eines machen: das beste aus meiner eigenen Situation im Umgang mit mir selbst, meinen Angestellten und meinen Kunden …..
und jetzt mache ich Osterfeiertage… schöne Grüße

#8 |
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Apothekerin

Ich bin seit über 30 Jahren Apothekerin,selbst., d.h.doppelt
soviel Arbeit halb soviel Ertrag wie vor 10 Jahren. Schauen Sie sich die Rohertragszahlen der VSA an (unserem Kerngeschäft). Wie soll man davon laufende Kosten, Investitionen, QMS, Fortbildungen…. bezahlen können.Mit
dem Rest schickt uns die Politik in einen unfairen Preiswettbewerb. Ein Drittel der Apotheken sind tot, sie
werden nur noch über die Selbstausbeutung ihrer Inhaber
am Leben gehalten.Solange wir der Politik und Gesellschaft
nicht klarmachen, wer welche Kosten verurscht, glaubt uns keiner. Was bleibt uns vom Kuchen GKV, 2,8 %, es ist politischer Wahnsinn für diesen Preis ein bis jetzt noch gut funktionierendes System kaputtzumachen.

#7 |
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Selbstst. Apothekerin

Ich finde die Idee, eine “Apo”-Kasse, importiert z.B.aus Amerika, sehr gut. Die Schwierigkeit besteht nur darin, dass jemand es machen muss!

#6 |
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@Frau Holtappels: Ich hab dafür gesorgt, dass auch fachfremde Leute diesen Artikel zu sehen bekommen…hoffentlich tun es auch einige Leute! (Facebook und twitter machen es möglich)

#5 |
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Brigitte Holtappels
Brigitte Holtappels

Hoffentlich liest das auch mal ein “nichtapotheker”. Wenn wir uns das immer selbst vorjammern, ändert sich nichts. Und Sie haben recht: es gibt a, fast nur noch Frauen im Studium,. Das ist, pardon, ein schlechtes Zeichen und b, ich habe meinem Sohn, frischgebackener Apotheker, auch geraten, nicht in meine Apotheke einzusteigen.(kein Nachtdienst, ordentliche und leistungsgerechte! Bazahlung, Urlaub u.s.w.). Das was der Schweizer Kollege vorschlägt, hat es hier schon mal gegeben. Das war vor 77 und hieß Vorexaminierte.
M.f.G.
Holtappels

#4 |
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Korrigenda:
zu 2. “an der ETH das Grundstudium abgeschlossen” statt “abgeschlossen.

#3 |
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Guten Tag,
Sie fragen mich nach meiner Meinung zum Thema
“Apotheken Apokalypse und Auswege” und erlauben, schonungslos die Meinung zu sagen. Also, ich habe das eidg. Diplom als Apothekerin in der Schweiz vor rund 12 Jahren erlangt. Mit meinem Wissen bin ich unzufrieden. Meine Finanzlage ist unbefriedigend. Ich hätte mir gewünscht:
1. Zwei total getrennte Ausbildungen für Offizinapotheker und Industrieapotheker!
2. eine Berufsausbildung: anstatt Studium eine Reihe von berufsbezogenen sinnvollen Praktika “mitten aus dem Leben”
Ohne das ganze Studium, aber mit Berufserfahrung (d.h. wenn ich anstatt zu studieren während dieser Zeit gearbeitet hätte) würde ich heute den Kunden in der öffentlichen Apo besser helfen können. Das Studium scheint mir ein Leerlauf, warum? es basierte auf theoretischem Wissen anstatt auf konkreten echten Fallbeispielen. Mit Kurzzeitgedächtnis, Fleiss und natürlich auch Intelligenz kommt man alt ans Ziel Diplom.
Warum nicht nach der Matur eine 3 jährige Lehre und danach 5 Jahre Berufserfahrung und danach erst ein 2 jähriges Studium? Oder noch besser: anstatt Uni soll die Berufsausbildung zum Apotheker aus reinen Praktika bestehen, mit Praktikumslohn und realen Aufgaben-stellungen aus dem Leben. Zusätzlich Kurse, um sich wichtiges Wissen wie Computerkenntnisse, Psychologie, Wirtschaft anzueignen anstatt an der Uni Botanik, Mathe und Physik zu büffeln. Ich habe zwei Jahre an der ETHZ mit
Bestnoten abgeschlossen, nach einer Literaturmatura, doch Praxisnutzen = 0.
Mein Studium war viel zu ausführlich mit zuvielen Details.
Fleisswissen kann jeder für sich zuhause aneignen, dafür braucht es keine Uni.
3. im Beruf: Zusammenarbeit zw. Apothekerin statt Konkurrenzdenken.
4. Sozialkompetenz: Der Erfolg einer Gesellschaft liegt in seinem schwächsten Mitglied. D.h. Vetterliwirtschaft soll aufhören und sozialerem Denken Platz machen.
5. Weniger ist mehr: Apotheken sollen nicht alles anbieten wollen, sondern nur das, wofür wir ausgebildet wurden (ist das Kosmetik?, Beauty Life?, Homöopathie?)

Schöne Ostern
K. Zumsteg

#2 |
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Endlich wird das Problem öffentlich gemacht, ein wunderbarer Artikel!!!

#1 |
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