Keine Panik!

21. August 2009
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Herzrasen, schweißige Hände, Übelkeit? Das sind Symptome, die jeder Student kurz vor einer Prüfung kennt. Aber was soll man tun, wenn die Angst übermächtig wird und der Blackout ein Bestehen verhindert? Wir zeigen Euch Weg aus der Angst.

Prüfungen gehören zum Leben wie die Sonne zu einem Sommer, aber dennoch geht jeder mit der Situation “Prüfung” anders um. Wo der eine lässig darauf wartet, dass es endlich losgeht, wünscht sich der andere Prüfling am liebsten ganz weit weg. Am meisten Erfolg verspricht allerdings der Mittelweg: Prüflinge sollten also so viele Angst haben, dass ihre Aufmerksamkeit fokussiert ist allerdings nicht so viel, dass dadurch eine Blockade entsteht.

Prüfungsangst ist häufig keine reine reale Angst, sondern setzt sich aus mehreren Angstkomponenten zusammen. So ist gerade bei mündlichen Prüfungen die Angst sich vor anderen Kommilitonen zu blamieren, am größten. Aber auch Existenz- oder Versagensängste spielen eine wichtige Rolle. Genauso variabel wie die Gründe für die Angst sind die Symptome, die sie macht: Schwitzen, Übelkeit und innere Unruhe zählen genauso zu den Anzeichen von Angst wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlafstörungen und Konzentrationsschwächen. Und das nicht nur zur Zeit der Prüfung, sondern auch schon in der Vorbereitungszeit.

Doch was soll man tun, wenn einem die Angst wieder in den Griff genommen hat und man vor lauter Verzweiflung nicht mehr zum Lernen kommt? Zum einen ist es wichtig, sich schon im Vorfeld nicht zu hohe, sondern realistische Ziele zu stecken. Das macht eine gute, nicht überfordernde Lernphase leichter.

Auch die Autosuggestion gilt als wichtiger Faktor in der Bekämpfung von Prüfungsangst. Negative Gedanken sollen dabei gegen positive ausgetauscht werden. So helfen Sätze wie zum Beispiel: “Ich bin zu dumm” oder “Die Zeit reicht jetzt sowieso nicht mehr” nur, Euer Selbstbild ins Negative zu verzerren. Stellt diesen Gedanken lieber einen potenten Gegenspieler gegenüber. Ein Beispiel: „Ich habe bis hierhin schon so viele Prüfungen geschafft. Also werde ich auch die nächste Hürde erfolgreich nehmen.“

Relax!

Falls die Aufregung Euer größtes Problem während einer Prüfung ist, kann man dem mit den verschiedensten Entspannungstechniken entgegenwirken. So bieten auch viele Universitäten Kurse in progressiver Muskelentspannung oder autogenem Training für ihre Studenten an.

Um eine Prüfung gut bestehen zu können, braucht man Motivation. Doch was tut man, wenn der innere Schweinehund doch größer und stärker ist, als man je gedacht hätte? Hier hilft es oftmals, wenn man sich genau vorstellt, was man alles tun kann, wenn die Prüfung erfolgreich hinter einem liegt. Auch eine Belohnung darf man sich für den Fall zusprechen. Eigenlob stinkt? In diesem Fall nicht, sondern es hilft dabei, sich selbst von seinem Können zu überzeugen. Wenn man nicht den Willen findet zu Lernen, sollte man auch immer noch einmal über seine Motivation nachdenken. Bringt mich der Weg, den ich eingeschlagen habe, zu dem, was ich von Herzen will? Hier hilft nur eine ehrliche Antwort!

Alles eine Sache der Vorbereitung

Mit dem besten Gefühl geht man natürlich dann in eine Prüfung, wenn die Vorbereitung sehr gut war. Eine gute Vorbereitung fängt schon an Eurem Arbeitsplatz an. Hier solltet ihr für den besten Lerneffekt darauf achten, dass er möglichst frei von allem Störenden ist. Laute Musik, Lärm, Anrufe und permanenter Zugriff auf das Internet sind alles Faktoren, die eine ungestörte Lerneinheit verhindern.

Zu Beginn sollte man eine realistische Einschätzung des Stoffgebietes, welches in der Prüfung abgefragt wird, vornehmen. Ein Lernplan hilft dabei, nicht den Überblick zu verlieren und sich nicht in Kleinigkeiten zu verzetteln. Aber genauso wichtig wie eine gute Lerneinheit ist die Entspannung danach. Abends ein Bier mit Freunden oder im Sommer ins Freibad zu gehen ist kein Grund, ein schlechtes Gewissen zu haben. Auch das Gehirn braucht mal Pause, um neues aufnehmen zu können.

Oftmals hilft schon das Trainieren der Prüfungssituation mit Kommilitonen, sich der Angst zu stellen. Auch das hilft in der Prüfungssituation dem Blackout vorzubeugen.

Es gibt allerdings nicht nur die weit verbreitete Prüfungsangst, unter der wohl jeder Student zu leiden hat. In einigen Fällen wird das Ganze zu einer echten Krankheit. Als erster Ansprechpartner gilt in so einem Fall zum Beispiel die psychologische Beratungsstelle der Universität. Hier können nicht nur weitere Entspannungstechniken vermittelt werden, sondern es gibt oft auch eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Psychologen.

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