Schock für den Müsli-Man

9. September 2009
Teilen

Biokritiker wollen es ja immer gewusst haben. Eine Metastudie kommt zum Ergebnis, dass Biolebensmittel keinen gesundheitlichen Mehrwert zu bieten haben. Harte Kost – nicht zuletzt für die erfolgsverwöhnten Hersteller der vermeintlich gesünderen Kost.

Ein Ratgeber zur besseren Orientierung für den täglichen Einkauf – so hatte der Auftrag der britischen Nahrungsmittelbehörde Food Standards Agency (FSA) ursprünglich gelautet. Doch aus der geplanten Verbraucherinformation wurde ein handfester Beleg dafür, dass Biolebensmittel nicht gesünder sind als konventionell erzeugte Lebensmittel.

Die von der FSA beauftragten Wissenschaftler an der London School of Hygiene und Tropical Medicine hatten 162 Studien zu den Inhaltstoffen von biologischen und gewöhnlichen Nahrungsmitteln unter die Lupe genommen – veröffentlicht auf Pub Med, Web of Science und CAB Abstracts im Zeitraum vom 1. Januar 1958 bis zum 28. Februar 2008. Die kürzlich im American Journal of Clinical Nutrition publizierte Untersuchung ist die bislang umfassendste auf diesem Gebiet und unterteilt in zwei Bereiche: Den Vergleich des Gehalts an Inhaltsstoffen und die Erfassung möglicher gesundheitlicher Vorteile durch Biolebensmittel.

Kein gesundheitlicher Benefit

In der Auswertung ihrer Metastudie kam die Forschergruppe zum Schluss, dass es keinen einzigen Beleg für einen zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen durch Biolebensmittel gibt. Der Studienleiter Dr. Alan Dangour sieht »derzeit keinen Anhaltspunkt, um Biolebensmittel auf Grund einer nährwerttechnischen Höherwertigkeit zu empfehlen«. Denn biologisch und konventionell erzeugte Produkte unterscheiden sich so gut wie nicht: »Ökologische und gewöhnliche Lebensmittel haben weitgehend vergleichbare Inhaltsstoffe«, so die britischen Wissenschaftler in ihrem Fazit. Das gilt für pflanzliche ebenso wie für tierische Lebensmittel. Beim Gehalt an Vitamin C, Kalzium, Eisen und elf anderer ernähungsphysiologisch bedeutsamer Inhaltsstoffe gibt es keine Unterschiede zwischen bio und nicht-bio. Einzig bei den Stickstoff- und Phosphorwerten gab es Abweichungen. So waren die Konzentrationen an Stickstoff in gewöhnlichen Produkten höher als in ökologischen. Was wenig verwundert, da der Verzicht auf mineralische Stickstoffdünger schließlich ein Charakteristikum des ökologischen Landbaus ist. Weiter fand das Team um Dr. Dangour einen etwas höheren Phosphorgehalt in Bioprodukten. Dieser Unterschied war allerdings so geringfügig, dass er nach den Worten des Studienleiters »lediglich den Geschmack verändert, jedoch keine gesundheitlichen Auswirkungen besitzt«.

Kaum Argumente für »besser bio«

Die Studie soll laut FSA kein Plädoyer für oder gegen Bio sein. Anliegen sei es lediglich, den Verbrauchern akkurate Informationen für ihre Kaufentscheidung an die Hand zu geben, so die Konsumentenbeauftragte der britischen Nahrungsmittelbehörde, Gill Fine.
Dennoch dürften die aktuellen Befunde aus London für all jene schwer zu verdauen sein, die der Biobranche jährlich um rund 15 Prozent steigende Umsätze bescheren – im festen Glauben, ihrer Gesundheit etwas Gutes zu servieren. Immerhin ist das Bio-Label für 81,9 Prozent dieser Konsumenten gleichbedeutend mit gesünderer Ernährung, wie die Wirtschaftsberater Ernst & Young vor einem Jahr in einer Umfrage herausfanden. Auch den Erzeugern von Bioprodukten wird es auf den Magen schlagen, dass die hartnäckig vertretene »Mangelthese« – konventionelle Nahrungsmittel böten weniger Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente – nun widerlegt wurde.

Zumal es sich dabei keineswegs um ein Novum handelt. Denn die britischen Wissenschaftler haben mit ihrer Metastudie schlicht erneut belegt, was seit Jahren immer wieder festgestellt wird. So notierten beispielsweise die Bundesforschungsanstalten bereits 2003 in ihrem Statusbericht »Bewertung von Lebensmitteln verschiedener Produktionsverfahren«, dass »es keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür gibt, dass der ausschließliche oder überwiegende Verzehr von ökologisch erzeugten Lebensmitteln direkt die Gesundheit des Menschen fördert«. Zu den gleichen Ergebnissen kamen Untersuchungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). Dito die Stiftung Warentest im September 2007: Bei ihrem Vergleich von biologischen mit konventionellen Nahrungsmitteln fanden die Verbraucherschützer »in der Summe kaum Qualitätsunterschiede«.

Die Buhrufe aus dem Öko-Lager lassen selbstverständlich nicht auf sich warten. Befürworter wie Hersteller der Biokost bezweifeln zwar nicht die Erkenntnisse aus der Metastudie. Indessen bemängeln sie die aktuell verfügbare Datenlage: Bislang fehle es an groß angelegten und langjährigen Studien, um eine gesicherte Aussage über die Qualität von Biolebensmitteln zu machen. Dessen sind sich auch die britischen Wissenschaftler bewusst. Dr. Dangour weist die Kritik entsprechend nicht zurück. Für eine bessere Evidenz fordert er ebenso weitere und tiefer gehende Studien. Dass diese die Befunde der FSA-Studie untermauern, davon gehen die meisten Experten allerdings bereits heute aus.

Literatur:
Dangour A. et al. Nutritional quality of organic foods: a systematic review. American Journal of Clinical Nutrition; 2009, Vol. 90, No. 3, 680–685
Tauscher, B. et al. Bewertung von Lebensmitteln verschiedener Produktionsverfahren – Statusbericht 2003, vorgelegt vom Senat der Bundesforschungsanstalten

280 Wertungen (3.08 ø)
Allgemein

Die Kommentarfunktion ist nicht mehr aktiv.

29 Kommentare:

Zu Kommentar Nr. 80:
Ich schreibe eigentlich nie anonym. Ich stehe zu dem, was ich sage. ich hatte nur vergessen mich einzuloggen.
Petra Anderssohn, Laborärztin , Berlin

#29 |
  0
Anna Weinzierl
Anna Weinzierl

Wer hat denn jemals behauptet, dass Bio Produkte mehr Nährwerte haben als konventionelle Lebensmittel? Geht es nicht viel mehr darum, was wir in konventionellen Lebensmittel als “Mehr Inhalt” vermuten – nämlich Pestizide, Düngemittelrückstände, Antibiotika etc. Mir scheint die Studie geht am Problem vorbei.

#28 |
  0
Kristina Walker
Kristina Walker

Fein, wie hier die Credos aueinanderprallen, das Thema scheint doch von Belang. Sch on deshalb finde ich den Artikel gut, weil er das auslöst.
Ich finde, unsere Politiker gehören samt und sonders in den Orkus, da sie es bislang nicht geschafft haben,Legebatterien
auszurotten oder unnötige Tiertransporte quer durch Europa zu verbieten – ich wähle auch die Grünen nicht mehr.
Warum müssen Milchprodukte zu Schleuderpreisen auf den Markt? Für das Geld kann kein Bauer einen Kuh großziehen!!
Bedürftige Familien kann man trotzdem unterstützen.
Solange unsere unfähigen Politoker die gierige Wirtschaft bedienen, haben wir keine Chance auf artgrechte Tierhaltung und pestfreie Nahrung.

#27 |
  0
Tierärztin

Lieber Autor von Kommentar 69,

auch ein Bio-Huhn erreicht nach etwa 40 das endgültige Körpergewicht und wird dann geschlachtet. Auch ein Bio-Huhn wird zu einer Schlachtstätte transportiert, wie auch immer, und vom Leben zum tod befördert, wie auch immer, und es hilft keinem Huhn auf der Welt, wenn wir es als Babyleiche und seinen Aufenthaltsort im Leben als KZ bezeichnen. Es wird sich auch nicht “die Natur rächen”; das wüßte ich jetzt nicht, daß die “Natur” Rachegefühle entwickeln kann.Mit solchen Begriffen kann man niemand vom angeblich “besseren” Konsum überzeugen. Mich jedenfalls nicht.

#26 |
  0
Ärztin für Körpertherapie Petra Schiffmann
Ärztin für Körpertherapie Petra Schiffmann

Liebe Frau Medizinjournalistin,

ich muss Ihnen sagen, ich habe selten einen derart dämlichen Artikel über eine derart dämliche “Studie” gelesen.
Fühlt sich vielleicht gut an, auf dem Trend mittendrin zu reiten, aber ein derart niedriges Niveau einer Studie – das kann doch ein klar denkender Mensch sehen – ist kaum ernst zu nehmen, überhaupt als Studie erwähnt zu werden.

Was ich mit am wichtigsten fand: Tierversuche wie den Hasen das Futter aussuchen lassen…

Aber auch diese Herangehensweise kann man nur verstehen, wenn man nicht schon vernagelt ist und gar nicht herausfinden möchte, um was es denn geht.

Es zeigt sich immer wieder das gleiche Dilemma, die, die einzelheitlich herangehen, vergessen dabei den Ausgangspunkt, nämlich dass das Ganze nicht die Summe seiner Einzelteile ist, also die berühmte ganzheitliche Perspektive.

#25 |
  0

Sehr bedenklich, dass die Autorin Frohn kritiklos nachplappert, was von diversen interessengebundenen Institutionen so verbreitet wird! Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing …
Guter Journalismus sieht anders aus!

#24 |
  0

Ich kaufe Bio-Lebensmittel, weil ich es mir leisten kann. Weniger für mich, sondern weil ich hoffe, damit etwas für unsere Umwelt zu tun. Ich tue es jedoch mit einem schlechten Gewissen, denn zu unserer Umwelt gehören eben auch jene Menschen in der dritten Welt, die der hier geführten Diskussion fassungslos gegenüberstehen, weil sie heute Abend verhungert sein werden.

#23 |
  0

Beitrag No. 50 habe ich nicht unter Anonymus geschrieben, wurde aber so aufgeführt…
@ 51,52,53: Der Untersuchungsumfang dieser Studie war halt so gesteckt.
Die anderen Aspekte sind sicherlich wichtig und es ist notwendig, daß sie beleuchtet werden, waren aber nicht Inhalt dieser Studie.
Diese Studienergebnisse können nur einen Teilaspekt einer umfassenderen Betrachtungsweise sein.
Wie aufgeführt, sind Aspekte des Tierschutzes, des Naturschutzes und auch der Menschenwürde/Menschenrechte entsprechend zu würdigen.
Dies kann aber nicht Gegenstand einer wissentschaftlichen Studie über Inhaltsstoffe sein….
Diese Studie einzuordnen in entsprechenden Kontext kann nur Aufgabe für uns alle sein, z.B. als Verbraucher, als Politiker.

#22 |
  0
dr. med.dent. Günther Wüst
dr. med.dent. Günther Wüst

Den gemachten Aussagen in den Zuschriften, die bemängeln,daß in der sogenannten Mega-Studie die Auswirkungnen des konven-
tionellen Landbaus auf die Natur nicht berücksichtigt wurden
kann ich nur voll zustimmen. Der Boden ist ja bekanntlich
nicht unbegrenzt aufnahmefähig für die Giftcocktails der
chemischen Industrie.

#21 |
  0
Doris Hillenbrand
Doris Hillenbrand

Ich bin geschockt, dass solch eine Studie anerkannt werden soll. Aber auch hier zeigt sich wieder wie wenig Ahnung doch selbst diese Menschen haben oder wie gezielt sie vorgehen. Selten wurde so einseitig betrachtet. Nur den Vergleich von den enthaltenen Nährstoffen zu betrachten und die wichtigsten Faktoren wie Schadstoffgehalt, Aufzucht der Tiere, etc. außen vor zu lassen, ist für Jemanden wie mich nicht nachzuvollziehen. Es erinnert mich ein wenig an die Pharmafirmen und deren Studien !!! Von wem wurde diese Studie denn letztendlich bezahlt ?
Das ist nicht nur irreführend, das ist gezielt in die falsche Richtung geschossen !! Zum Schaden des Verbrauchers.

#20 |
  0
Heilpraktikerin

Genau, wo ist die Betrachtung von Schadstoffen, Bioenergie etc.?????

#19 |
  0
Jakob Mehlmann
Jakob Mehlmann

Man kann sich nur wundern, dass solche “Studien” überhaupt zu Stande kommen. Was jeder mit klarem Verstand weiß, dass Bio nichts anders bedeudet, als “frei von Schadstoffen” und sonst nichts. Genauso “wissenschaftlich” könnte man nachweisen, dass Bioprodukte nich besser eingepackt im Einzelnhandel sind als die konvetionellen.
Viel Spaß beim Einkaufen.

J.Mehlmann
Arzt

#18 |
  0
Edmund Hill
Edmund Hill

Bio-Produkte sind auf eigene Schutzmechanismen gegen alle möglichen Erreger weitgehend angewiesen. Ein Bio-Produkt wird also auch uns Menschen bei jeglichen Angriffen besser schützen. Dies ist kein Glaube, es ist erwiesene Tatsache.

#17 |
  0

Nichts Neues. Gesundheit hängt von ganz anderen Faktoren als Ideologien ab.
Was mich allerdings veranlaßt, Fleischwaren zu kaufen, die mit einem Biosiegel vesehen sind, ist die Hoffnung, daß die Tiere eher artgerecht gehalten werden-obwohl ich da auch an jede Menge Täuschungsmanöver glaube. Fleisch schmeckt mir aus diesem Grund immer weniger.

#16 |
  0
Matthias Pflüger
Matthias Pflüger

Schlaf und Wachheit sind als Krankheit zu betrachten, wenn sie im Übermaß auftreten. Dies sagte schon Hippokrates.
Angesichts des Artikels und einiger sehr durch die Lebensmittelindustrie geprägter Aussagen, gibt es hier den einen oder anderen, die zu lange wach sind. Lieber öfter mal schlafen. Denn im Schlaf kann kein Schwachsinn vverbreitet werden.

#15 |
  0
Tierärztin

Geschlachtete Hühner als “Babyleichen” zu bezeichnen, finde ich als geschmacklos. Mit solchen rhetorischen Mißgriffen kommen wir in der diskussion sicher nicht weiter.

#14 |
  0
Stephan Holz
Stephan Holz

Diese Studie empfinde ich als äußerst fragwürdig, zum einen steht sie zu den zahllosen Meldungen über mit Pestiziden belasteten Lebensmitteln die hier nicht erwähnt werden im krassen widerspruch; Zum anderen werden die Ökologischen Folgen der konventionellen Landwirtschaft und die daraus resultierenden Belastungen für Mensch und Tier komplett ausgeklammert: Für mich ist diese Studie genauso haltlos wie die Panikmache um das Insulin Glargin also eine unreflektierte Betrachtungen von Teilmengen … Sehr schade das diese Studie hier so ohne zu Rückfragen zu stellen dargestellt wird.

#13 |
  0

Wie so oft, geht es auch bei der Herstellung und dem
Vertrieb von Bioprodukten vorwiegend um
Gewinnmaximierung.- Irgentwelche angeblich
beweisenden Studien haben nur eine sehr
begrenzte Aussagekraft, da sie zu leicht
manpulierbar (käuflich) sind.

#12 |
  0
Kerstin Titze
Kerstin Titze

Also so wirklich neu sind einige der Feststellungen nicht. Es gab auch schon früher Untersuchungen diverser Art,die sich mit den Inhaltsstoffen von Bio- und Normallebensmitteln befassten .Je nach Auftraggeber oder auch dem Wachstumsort der Pflanzen und Gemüse kommt dann eben mal “Pro-Bio” oder “ist doch dasselbe drin” raus . Ich denke, weniger Chemie-Einsatz und zwar in allen Lebensbereichen, nicht nur bei den Lebensmitteln, würde die Qualität unseres gesamten Lebens verbessern ! Allerdings kann man dann frisches Obst und Gemüse eben nicht wochenlang bequem im Kuehlschrank lagern,(weil keine Konservierung und kein Spritzen gegen Schimmel!) sondern muß sich öfter zum Gemüsehändler bemühen. Das schafft uns mehr Bewegung und die gesunden Inhaltsstoffe bleiben ja auch nur kurz erhalten .Nach tagelanger Lagerung ist davon kaum noch was übrig .
Informieren und selber mitdenken und so entscheiden,das man selbst damit gut leben kann,ist für mich wichtig und nicht , was in irgendwelchen Studien steht .

#11 |
  0
Dipl.-Päd. Gerlinde Iser
Dipl.-Päd. Gerlinde Iser

Es ist doch erstaunlich, wenn ein Arzt als Beweis schlechter Erfahrungen mit Bio-Lebensmitteln anführt, daß diese schneller verderben.
Hat sich noch nicht herumgesprochen, daß etliche die Haltbarkeit verlängernde Behandlungen von Lebensmittel
( Bestrahlung,spezielle Erhitzungen von Milch …) eben genau im Biobereich nicht erlaubt sind, weil deren Wirkung auf den menschel. Organismus unklar ist?

#10 |
  0

Kürzlich habe ich einer ausländischen Zeitung, wo ich Auslandkorrespondent zu bestimmten Fachprobleme täzig bin, vorgeschlagen über das Problem BIO zu schreiben: pro und Kontra. Es wurde abgelehnt da die Zeitung sehr viele Inserenten für Bioprodukte hat! An der Wahrheit ist man nicht interessiert.
Ich persönlich habe mit sog. frischen Bioprodukten schlechte Erfahrung: sie verderben viel schneller als Normalprodukte, sind viel teuerer und sind eigentlich eine gewaltige Ohrfeige für den Konsumenten gerade in unserer Zeit der Wirtschaftskrise.

#9 |
  0
Dr. med. Wulf-Dieter Möhring
Dr. med. Wulf-Dieter Möhring

Die Studie zeigt eine Verkürzung auf wenige eingeschlossene Parameter und verallgemeinert das dabei gefundene Ergebnis.
Nicht berücksichtigt wird, dass durch die Rücksicht auf unsere Resourcen durch biolog.nachhaltige Landwirtschaft unsere Gesundheit langfristig durch die Lebensbedingungen verbessert wird. Der verantwortungs- und respektvolle Umgang mit der Natur, der in der Grundidee der biolog. Landwirtschaft liegt wird in der verkürzten Wiedergabe durch die Medizinjournalistin aber auch durch die Studien überhaupt nicht erwähnt. SCHADE.

#8 |
  0
Dr. Christine Benert
Dr. Christine Benert

Das gleichartige Produkte weitgehend identische Inhaltstoffe haben, kann man auf alle Fälle voraussetzen, das kann doch keinen erstauenen?
Im Artikel wurde leider nicht einmal angesprochen, ob es sich bei den untersuchten Produkten um primäre oder verarbeitete Produkte gehandelt hat.
Bei Milch z.B. gehen wertvolle Inhaltsstoffe in Abhängigkeit vom Verarbeitungsgrad verloren. Dadurch kann ein haltbar gemachtes Bioprodukt einem lediglich pasteurisierten, weniger haltbaren unterlegen sein, unabhängig vom Ausgangsprodukt.

#7 |
  0
marina geyer
marina geyer

Es wäre schon recht interessant zu erfahren, wer diese Studie wirklich bezahlt hat…

#6 |
  0
Antje Junge
Antje Junge

wir essen biologische Produkte ausschließlich wegen der sehr viel geringeren Schadstoffe,die in diesen Produkten enthalten sind.

#5 |
  0
Heilpraktiker

Heilpraktiker Oliver Karsten

Bio beduetet nicht gleich gesund, denn zwischen EG-Bio und Demeter-Bio gibt es nachweislich große Unterschiede.

Wenn Vit C das einzige untersuchte Vitamin war, kann nicht auf eine Gleichwertigkeit der gesamten Vitamine geschlossen werden.

Wenn darüber hinaus, wie mein Vorredner erläutert, Pestizide NICHT in die Untersuchung mit eingeflossen sind, ist es unverständlich, wieso grundsätzlich diese Aussage getroffen wird. Denn der Gehalt an Pestiziden hat nachweislich einen Einfluss auf die Wertigkeit von Nahrungsmitteln.

Weiter: Zitat:”Es wird also klip und klar als Limitation der Studie eingeräumt das dies nicht untersucht wurde, sonder sich eben nur auf den Gehalt der Lebensmittel geachtet wurde (übrigens statistisch alles einwandfrei durchgerechnet..).”

Somit erübrigt sich eine gesamtgesundheitlich relevante Aussage.

Folgende Fragen bleiben davon unberührt:
– Wie sah das Studiendesign aus?
– Wieso wurden so viele relevante Stoffe nicht untersucht?
– Geht es bei der Wertigkeit von Lebensmitteln nur um Vitamine?
– Reicht die Messung von 14 Parametern, um eine Aussage über die Gleichwertigkeit von Bio- und Nicht-Bio-Lebensmitteln zu treffen?
– Welche “Vitamine” wurden denn geprüft?
– Es sind laut dem Untersuchungsleiter weitere Studien erforderlich, um eine abschließende Aussage treffen zu können.
-Welche Studien flossen in die Untersuchung ein?

Mit bestem Gruß :-)

#4 |
  0
Apotheker

Also zunächst mal möchte ich mich der Meinung anschließen das der Artikel reißerisch geschrieben ist und die Studie in ein falsches Licht rückt!

Dennoch denke ich das die Studie durchaus nützlich ist, denn meine Erfahrung ist das ziemlich viele Leute denken das “Bio” nicht nur wegen der geringen Belastung durch Düngemittel/Pestizide gesünder ist, sondern eben auch weil die Bio Lebensmittel “mehr Vitamine” hätten und “reichhaltiger” seien.

Eben diesen Leuten wird jetzt mal klar vor Augen geführt das dem nicht so ist und sie Bio nicht kaufen müssen, wenn nur die “Vitamine” zählen.

Bezüglich der Schadstoffbelastung die im Artikel nicht erwähnt wurde: Wer eine Meinung zur Studie und nicht zum Artikel äußert sollte diese zumindest auch gelesen haben, da steht z.Bsp. auf Seite 5 der Studie folgendes:

“Production methods, especially
those that regulate the use of chemical fertilizer, herbicides,
and pesticides may also affect the chemical content of foodstuffs.
Certified organic regimens specify the production of foodstuffs
with the strictly controlled use of chemicals and medicines. The
potential for any benefits to public and environmental health of
these actions would certainly warrant further systematic review,
but was beyond the scope of the current report.”

Es wird also klip und klar als Limitation der Studie eingeräumt das dies nicht untersucht wurde, sonder sich eben nur auf den Gehalt der Lebensmittel geachtet wurde (übrigens statistisch alles einwandfrei durchgerechnet..).

Ich verstehe also nicht warum man an dieser Studie soviel auszusetzen hat oder diese als irreführend
bezeichnet.

Kritik an der Art dieses Artikels ist allerdings angebracht!

#3 |
  0
Heilpraktikerin

Bei dieser Studie ging es um die Unterschiede der enthaltenen Nährstoffe. Und wie sieht es mit den Unterschieden bei enthaltenen Schadstoffen, z.B. durch Düngemittel und Bestrahlung im Gemüse oder etwa dem Gehalt von resistenzfördernden Antibiotika in tierischen Produkten aus? Dies war nicht Bestandteil der Studie. Das reflektiert sicherlich nicht den Gesamtnutzen von biologischen Lebensmitteln. Ich finde die daher Schlussfolgerung der Studie sehr irreführend!

#2 |
  0
Heilpraktikerin Nicola Neubert-Krauser
Heilpraktikerin Nicola Neubert-Krauser

In dieser Studie wird die Belastung durch Pestizide, Antibiotika etc. bei konventionellen Produkten anscheinend ausgeklammert. Dies scheint mir aber, um einen gesundheitlichen Mehrwert feststellen zu können, unverzichtbar.

#1 |
  0


Copyright © 2017 DocCheck Medical Services GmbH
Sprache:
DocCheck folgen: