Epigenetik: Einschneidendes Geburtserlebnis

11. September 2009
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Vereinzelte Berichte über Spätfolgen bei Kaiserschnitt-Kindern haben der Popularität der Methode bisher nicht geschadet. Die Entdeckung schwedischer Forscher könnte die Diskussion neu entfachen. Denn das Erbgut der so Entbundenen sieht anders aus als das normal Geborener.

Immer mehr Frauen in Deutschland tun sich die Schmerzen nicht mehr an. Kaiserschnitt heißt das Zauberwort nach neun Monaten mit Übelkeit, Kleiderproblemen und zunehmender Unbeweglichkeit. In Brasilien sind es vier von fünf Frauen, in den USA vier von zehn und in Deutschland inzwischen jede dritte. Dennoch zweifeln viele von ihnen, ob sie ihrem Kind mit der schnellen Geburt per Skalpell keine Nachteile oder Risiken mitgeben.

Immer wieder tauchen in der Fachliteratur Berichte auf, dass Kaiserschnitt-Kinder angeblich häufiger an Asthma und anderen Allergien leiden, oder dass sich unter ihnen überdurchschnittlich viele Typ-1 Diabetiker befinden. Nun verunsichert eine Untersuchung aus dem Stockholmer Karolinska Institut diese Frauen noch mehr. Denn das Erbgut der vermeintlich stressfrei befreiten Säuglinge sieht anders aus als das ihrer Altersgenossen. Ihre DNA ist viel stärker methyliert. Das bedeutet, dass viele Gene anscheinend abgestellt sind, die bei der Vaginalgeburt aktiv sind.

Blockierte Gene nach dem Kaiserschnitt

Mikael Norman und seine Kollegen suchten sich für ihre Studie 37 Kinder, von denen 21 auf natürliche Weise auf die Welt kamen, 16 mit einem geplanten freiwilligen Kaiserschnitt. In den Leukozyten des Nabelschnurbluts von Kaiserschnitt-Kindern fanden die Forscher eine rund zwanzig Prozent höhere Methylierung. Nach einigen Tagen maßen die Ärzte noch einmal mit Blutproben beider Gruppen nach. Zur allgemeinen Überraschung hatte sich bis dahin das Ausmaß der DNA-Methylierung bei beiden Studienästen angeglichen.

Die Untersuchung zeigt zum ersten Mal beim Menschen, dass die epigenetische Steuerung auf DNA-Ebene nicht nur in der frühen Embryonalentwicklung, sondern auch noch nach der Geburt aktiv ist. Bis dahin galt, dass DNA Methylasen den Zellhaufen kurz nach der Befruchtung erst einmal “reinwaschen“. Ausgenommen davon sind Gene, die durch Imprinting reguliert werden. Je nach Herkunft von Vater oder Mutter sind diese Elemente dann im Kind aktiv. Bei der weiteren Differenzierung der embryonalen Gewebe versehen DNA-Methyl-Transferasen vor allem CG-Reste der DNA, aber auch Histone spezifisch mit Methylgruppen. Einflüsse auf diese Reaktionen im Mutterleib haben damit wohl Auswirkungen auf das gesamte Leben des Heranwachsenden.

Ernährung der Großeltern beeinflusst Enkelgesundheit

Der Amerikaner Randy Jirtle konnte bereits 2003 im Labor zeigen, dass Futter für schwangere Mäusedamen je nach Anteil an übertragbaren Methylgruppen die Fellfarbe der Nachkommen beeinflusst. Aber auch beim Menschen gibt es Hinweise, dass etwa der Hunger der Kriegszeit noch die Gesundheit der Enkel mitprägt. Dass die DNA nicht nur in kleinen Zeitfenstern für epigenetische Veränderungen offen ist, zeigen Untersuchungen aus Island und dem amerikanischen Bundesstaat Utah: Bei einem DNA-Vergleich von 111 Probanden im Zeitabstand von elf bis sechzehn Jahren hatte fast jeder Dritte ein Methylierungsmuster, dass sich um mehr als zehn Prozent von dem der vorherigen Analyse unterschied. Eine klare Tendenz für eine Zunahme oder Abnahme der “blockierten” DNA sahen die Forscher nicht.

Was bedeuten nun aber die epigenetischen Unterschiede bei Kaiserschnitt-Kindern? Ob sie Auswirkungen auf die Gesundheit ihrer Träger haben, ist im Moment völlig ungewiss. Normalerweise, so schreibt Mikael Norman, werden beim Embryo kurz vor der Geburt adrenerge Rezeptoren aktiviert. Ein ausreichender Brennstoff-Vorrat soll für ausreichend Energie für die lange sauerstoffarme Passage durch den Geburtskanal sorgen und anschließend die Lungenatmung ermöglichen. Beim Kaiserschnitt vor den Wehen fehlt der langsam ansteigende Katecholamin-Schub. Das Neugeborene fühlt den Stress einer völlig neuen Umgebung von einem Moment auf den anderen. Ob das der Hintergrund einer höheren neonatalen Morbidität sein könnte, wie sie einige Studien beobachten, weiß bisher niemand genau zu sagen.

Furchtlos durch Methylierungsantagonist?

Dass aber nicht nur die mütterliche Ernährung, sondern auch Stress während der Schwangerschaft epigenetische Veränderungen bewirken, scheint klar. So fand die Gruppe des Epigenetik-Pioniers Moshe Szyf aus dem kanadischen Quebec etwa bei Gehirnen von Suizid-Patienten eine übermäßige Methylierung der Gene für ribosomale RNA. Bei jenen, die als Kind missbraucht wurden, fanden die Wissenschaftler eine geringere Aktivität des Glucokortikoid-Rezeptors im Hippocampus und eine stärkere Methylierung. Damit bestätigten sie Versuche an Laborratten. Mangelnde Fürsorge lässt sie zu verängstigten Tieren heranwachsen, deren “Stressverarbeitungs”-Zentren im Gehirn nur unzureichend arbeiten. Dass Methylierungs-Blocker eine solche Hypermethylierung und die Auswirkungen von Stress auf das Verhalten verhindern können, zeigten im letzten Jahr die Amerikaner Courtney Miller und Davis Sweatt ebenfalls an Ratten.

Macht also der Kaiserschnitt aus den Frischgeborenen verängstigte und empfindliche Kinder, die im späteren Leben ein überdurchschnittliches Krankheitsrisiko tragen und ihr Geburtstrauma vielleicht noch an die Kindeskinder weitergeben? Zunächst wollen die Forscher das Rätsel der schnellen Demethylierung nach der Geburt lösen. Ist die unterschiedliche Regulation der Gene für den kurzen Zeitraum überhaupt relevant? Welche Gene schaltet der kleine Organismus dabei an und aus?

“Die Veröffentlichung”, so schreibt Szyf in einem Kommentar zu Normans Artikel, “erlaubt einen ersten Einblick in die dramatische Bedeutung, die veränderte Umweltbedingungen, wie sie während der Geburt auftreten, auf unser Epigenom hat. Epigenetik scheint das versteckte Bindeglied zwischen Einflüssen im frühen Leben und Störungen im Alter zu sein.” Sie wäre damit, so der Professor aus Montreal, auch der Grundstock für die Entdeckung der geheimnisvollen Verbindungen zwischen sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen und Erkrankungen des Körpers.

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15 Kommentare:

Psychotherapeutin

Warum spricht niemand über die fehlenden Möglichkeiten des bondings der Mutter an das Kind bei einem Kaiserschnitt in den ersten Minuten nach der Geburt? Kennt niemand Michel Odent? Wissen alle nicht, dass das mit das Wichtigste am Start für den neuen Erdenbürger sein kann, dass die Mutter auf das Kind eingestimmt wird? das geht nicht unter dem Einfluss von Medikamenten…Bitte bei Odent dringend nachlesen: “Es ist nicht egal, wie wir geboren werden” und “Wurzeln der Liebe”. Oder meinen Artikel lesen über das Oxytocin (google).
Und dann noch was Wichtiges zur Methylierung: Nach Prof. Ruegg und seinem Vortrag auf dem internationalen Bindungssymposium 2008 in München hängt gutes Bemuttern die Methylgruppen ab. Ansonsten bleiben sie hängen und beeinflussen die Aktivität des Stressregulationsgens für das Cortisol ungünstig. Schlussfolgerung: Nur gutes Bemuttern (ständige Anwesenheit, Hautkontakt, Stillen) hängt garantiert lebenslange niedrigere Stressschwelle beim Kind.

#15 |
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Bärbel Müller
Bärbel Müller

Der Trend geht seit einigen Jahren in Richtung “Wunschsectio”, was bis vor 10 oder 20 Jahren wirklich noch die absolute Ausnahme in deutschen Kliniken war. Zu einem Beitrag von oben kann ich nur sagen, dass sich die Hebammen sicher nicht um ihren Berufsstand sorgen, sondern es seit langem aus verschiedenen Gründen auch oder gerade unserem Berufsstand bewusst ist, dass ein Kaiserschnitt ohne jegliche medizinische Indikation Nachteile haben kann. Warum wird zum Beispiel bei einer primären Sectio mehr Nabelschnurblut für eine Stammzellspende benötigt als bei einer sekundären oder einer Spontangeburt? Es gibt Wundheilungsstörungen, psychische Folgen, Narkosezwischenfälle…um nur einige zu nennen. Es handelt sich auch nicht um einen kleinen Eingriff. Und wir sprechen hier ja nicht von medizinisch indizierten Eingriffen, sondern wie gesagt von Wunschsectiones.

#14 |
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Kerstin Titze
Kerstin Titze

Glücklicherweise haben wir heute die Möglichkeit der Sectio,dadurch haben Mutter und Kind weit bessere Chancen als in früheren Jahrhunderten.Trotzdem sollte das meiner Meinung nach den medizinisch indizierten (Not)fällen vorbehalten bleiben.Die Natur hat es nun mal so vorgesehen,darauf ist sehr vieles ausgerichtet (Stoffwechsel,Hormone,Enzyme etc.)Das wird durch eine Sectio gestört und braucht sicher Zeit zum Ausgleich.Das kann gutgehen,kann aber auch Auswirkungen haben,die uns heute noch gar nicht klar sind .Vieles wissen wir noch gar nicht darüber .
Obwohl es uns viele “Promis” anders vorleben,sollte doch eine gute Beratung und Aufklärung in Richtung normale Geburt die erste Wahl sein.Natürlich kann es lange dauern und natürlich kann es Schmerzen geben.Aber davor kann man die Angst abbauen und abmildern. Natürlich gibt es in der Medizin IMMER Restrisiken.Aber das ist nicht zu ändern, damit müssen wir leben.
PS:ich habe selbst 2 Kinder (Spontangeburten),ich weiß wovon ich rede.Natürlich hatte ich auch während der Entbindung meines ersten Kindes Phasen, in denen ich mir schwor”das mache ich auf keinen Fall nochmal durch”, aber danach sieht man das viel gelassener.Ich möchte diese Erfahrungen nicht missen.

#13 |
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Sarah Schmid
Sarah Schmid

Von den 30% der Frauen, die einen KS erhalten, sind die allerwenigsten Wunsch-KS. Die meisten sind sog. medizinisch indizierte KS. Laut WHO gibt es keine Rechtfertigung für KS-Raten über 10-15%. Die medizinische Indikation muß hier für eine Geburtshilfe herhalten, die offenbar gravierend an den Bedürfnissen einer Frau unter der Geburt vorbeigeht, deren ganzer Fokus auf das Auffinden von Pathologien gerichtet ist, auf den schnellen, finanziell lohnenderen Weg, der weder Geduld und Abwarten können noch Vertrauen in die Fähigkeiten der Frau erfodert.
Wer dem entgehen will, hat nur zwei Möglichkeiten: gleich einen Wunsch-KS ansetzen, dann vermeidet man die Enttäuschung, oder zu Hause bleiben. Ich habe mich bei beiden Kindern für letzteres entschieden und es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Frei von den Gängelungen der Medizin in meinem eigenen Umfeld und Rhythmus zu gebären war schön, kraftgebend und auch nur wenig schmerzhaft. So, wie es sein soll.

#12 |
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Doris Hofheinz
Doris Hofheinz

Mit Interesse habe ich die vielen bisherigen Beiträge gelesen. Schön, dass es viele veschiedene Sichtweisen gibt, die Möglichkeiten bieten, die eigene Einstellung zu überprüfen. Für mich als Christ und Heilpraltikerin ist es wichtig, Menschen ine einem leidvollen Prozess zur Seite zu stehen, Mut zu machen. Schmerzen ausschalten und Geburt verkürzen ohne medizinische Indikation halte ich persönlich für zu kurz gedacht. Sind eben solche Erlebnisse für die jeweilige Frau letztendlich nicht nur negativ zu bewerten: Auch im sonstigen Leben bringen Schmerzen und “Geburten” Neues, Unvergleichliches hervor. Diese Entwicklungsprozesse wiederum fördern Wachstum, Ausdauer, Energie, Zuversicht, Lebensfreude und Lebensbewältigung des Menschen.
Ich selbst habe 3 erwachsene Kinder – drei Geburten, ich weiß also, wovon ich rede. Wenn wir Schmerzen und Schwierigkeiten ausblenden, wie werden die Eltern mit den “Schmerzen”,die nach der Geburt bei der Erziehung auftreten, den vielen “kleinen Geburten” fertig? Ist es nicht so, dass Menschsein, Menschwerdung ein durchlittener lebenslanger Prozess ist?
‘Unter dem Abschnitt – Ernährung der Großeltern beeinflusst Enkelgesundheit – ist meiner Ansicht nach ein Fehler, auf den ich an dieser Stelle aufmerksam machen möchte: Kurz vor der Geburt handelt es sich beim ungeborenen Kind nicht mehr um einen Embryo, sondern um einen Fötus/Fetus. Ich persönlich finde die Bezeichnung “ungeborenes Kind” für alle Zeiten nach der stattgefundenen Befruchtung zwar zutreffender, aber da wir diese medizinische Unterscheidung haben, sollten wir sie auch dementsprechend richtig einsetzen.

#11 |
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Heilpraktikerin

Gerda Schmid, MTA, HP-A
1 ) Ein Aspekt fehlt mir noch in der Debatte: die Kaiserschnitte, die aus Bequemlichkeit über den Kopf der werdenden Mutter hinweg durchgeführt wurden – Ich war vor Jahren in Krankenhäusern tätig, das war durchaus ein Thema.
Natürliche Geburten sind angeblich aufwändig, wenn sie nachts stattfinden, manche dauern sehr lange. Auch lange Wochenenden, Feiertage sind Zeiten, die man gerne freihält – also werden die Wehen eingeleitet…

Noch etwas: ich kenne mehrere Frauen, die nach natürlichen Geburten massive Probleme mit der Narbe haben, die durch den Dammriss/Dammschnitt entstanden ist.
Das geht soweit, dass Sexualität schmerzt, gern vermieden wird.
Ich habe den Eindruck, hier fehlt es noch an Qualität, auf die man sich als Frau flächendeckend verlassen kann-

#10 |
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Hildegard Kaplan-Reiterer
Hildegard Kaplan-Reiterer

Nach ca. 5000 Entbindungen kann ich nur sagen: eine natürliche Geburt ist anzustreben, auch wenn die Kassen einen Kaiasrschnitt, der nicht sehr lange dauert finanziell höher bewerten und aus juristischen Gründen leider eher der unterlassene Kaiserschnitt relevant ist!
Es werden die Ärzte, die sich eine gute Geburtshilfe zutrauen und nicht von juristischen oder konkurrenzbedingten (“im anderen Krankenhaus bekomme ich aber einen Kaiserschnitt”) Änsten geplagt werden immer weniger; die Ausbildung gibt es nicht mehr her, wie eshier auch schon erwähnt wurde! Sollte sich zeigen daß tatsächlich ein “Wunschkaiserschnitt”, der eher aus Mangel an Information oder aus Angst gewünscht wird eher zum Nachteil für das Kind sein, müßte es zur Aufwertung der klassischen Geburtshilfe und zur besseren Ausbildung führen! Davon ausgeschlossen ist der “notwendige” Kaiserschnitt!!

#9 |
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Dipl.-Med. Susanne Noack
Dipl.-Med. Susanne Noack

Danke Hebamme Nr 12 kann nur zustimmen
als Mutter und Ärztin

#8 |
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Dr.med Francois Lecluse
Dr.med Francois Lecluse

Eine unglaubliche Beschreibung der evolutinären Gedanken von Charles Darwin, aber jetzt übersetzt in Methylierung und Demethylierung und in dem Ab- und Anschalten von Genen um dem Geburt. Welche Affe verfügt übrigens über Sectio Caesarea? Irgendwann überschreiten wir unsere Grenzen. Der Wissenschaftsjournalist hat diese Drohung sehr gut klar gemacht und analysiert. Komplimente für einen Supergedankenstrich.Gebe es bitte noch nicht an die Sectio-Kinder weiter. Die Gynaekologen aber sollen sich sofort damit auseinander setzen.
Dr. Lecluse, 26506 Norden

#7 |
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Dr. rer. nat. Ulrike Holtkemper
Dr. rer. nat. Ulrike Holtkemper

anonymus 13 bin ich
Dr. rer. nat. Ulrike Holtkemper
Biochemikerin (Gentechnik), Heilpraktiker/in

#6 |
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Shabnam Ramtin
Shabnam Ramtin

Ich finde,dass in Deutschland eine Not Sectio oft sehr spät eingeleitet wird.Ob die Hebammen die nötige Erkenntnisse fehlen,oder sie sich um Ihre Berufsstand sorgen????
Dass jede dritte Geburt in Deutschland ein Kaiserschnitt ist,hat vor allem damit zutun,dass die Kinder einfach zu gross werden,nicht aber die Becken von den Frauen!

#5 |
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Dipl.-Päd. Gerlinde Iser
Dipl.-Päd. Gerlinde Iser

Sehr gehrte Frau Schenker,
offenbar übersehen Sie, daß es zum Verlauf von Forschung gehört, Ergebnisse zu veröffentlichen, auch wenn man noch keine praktische Relevanz weiß.
Und es ist sehr unwahrscheinlich, daß die hier veröffentlichten Forschungsergebnisse in die Hände medizischer Laien geraten.
In der christlichen Kultur sind Schuldgefühle einfach vorprogrammiert ( Erbsünde !!), die kann man nicht durch Begrenzung wissenschaftlicher Forschungsprozesse behandeln.

#4 |
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Wiglef Pürschel
Wiglef Pürschel

Bitte die Zahlen der Datenbasis überprüfen! MfG wp

#3 |
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Medizininformatiker

Das wchtigste ist meiner Meinung nach, dass sich die Mütter bewusst sind, dass Sie für das in Ihnen heranwachsende Kind die volle Verantwortung haben und sich dementsprechend verhalten, so dsss alle schädlichen Einflüsse möglichst vermieden werden, dann werden auch weniger dauerhafte Schäden vorhanden sein und weniger Kaiserschittgeburten nötig sein.

#2 |
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Heilpraktikerin

Viele Frauen, die sich nicht freiwillig für einen Kaiserschnitt entschieden haben, sondern aus medizinischer Notwendigkeit so entbinden mussten, leiden nachher oft massiv unter Schuldgefühlen, weil sie ihrem Kind keine “normale” Geburt ermöglichen konnten. Solange noch längst nicht klar ist, ob die im Artikel beschriebenen Effekte wirklich Auswirkungen auf das spätere Leben der so geborenen Kinder haben, verunsichert man die betroffenen Mütter nur unnötig,wenn man Studienergebnisse veröffentlicht, die im Grunde noch gar nichts beweisen. Viele der mit Kaiserschnitt entbundenen Kinder hätten sicher wesentlich mehr dauerhafte Schäden, wenn es die Möglichkeit der Sectio nicht gäbe! In der Sonderschule meines Sohnes gibt es sehr viele Kinder, die durch Sauerstoffmangel o.ä. Komplikationen bei der Entbindung behindert sind. Eine Kaiserschnittentbindung, so medizinisch indiziert, ist sicher das kleinere Übel!

#1 |
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