Semesteranfang: Kohle her!

18. September 2009
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Das neue Semester beginnt und wieder einmal fragen sich viele Studenten: Woher mit dem Geld? Wenn man nicht das Glück hat, die Kohle von seinen Eltern zu bekommen, muss man sich nach Alternativen umschauen. DocCheck Campus hat für Euch die Finanzierungsmöglichkeiten etwas genauer unter die Lupe genommen.

Viele suchen sich einen Studentenjob, mit dem sie ihre Freizeit füllen. Doch reicht das aus, wenn man pro Semester zusätzlich zum Semesterbeitrag noch je nach Bundesland bis zu 500 Euro Studiengebühren zahlen muss?

Modell 1: BaföG

Die sicherlich bekannteste und meistgenutzte finanzielle Unterstützung ist das „Bundesausbildungsförderungsgesetz“ (BAföG) – eine staatliche Ausbildungsförderung, auf die jeder deutsche Student Anspruch hat, dessen Eltern keine ausreichende Unerstützung bieten können. Maximal sind das seit Oktober 2008 643 Euro pro Monat. Vorraussetzung ist, das man in der Regelstudienzeit bleibt. Natürlich gibt es auch hier jede Menge Ausnahmen. Daher lohnt es sich allemal, sich zu informieren, ob man BAföG-berechtigt ist. Beim AStA, dem allgemeinen Studierendenausschuss einer Uni, kann man sich zum BAföG beraten lassen. Am Ende des Studiums muss die Hälfte des Gesamtbetrages zurückgezahlt werden, maximal aber 10.000 Euro.

Mehr Infos:
Wie die Ausbildungsförderung nach dem BAföG berechnet wird und wer darauf Anspruch hat, könnt ihr auf der Seite vom Bundesministerium für Bildung und Forschung lesen.

Modell 2: Studienkredit

Eine weitere Möglichkeit sind Studienkredite (Bankdarlehen), die von verschiedenen Banken angeboten werden, z. B. von der KfW oder der Deutschen Bank. Man sollte sich allerdings zuvor ausgiebig mit dem Thema beschäftigen und auch beraten lassen, denn sonst kann man sich ganz schön verschulden. Zudem besteht zwischen dem konventionellen BAföG und beispielsweise dem KfW-Kredit ein teils gravierender Unterschied hinsichtlich der möglichen Höhe der Verschuldung: Während sich die durch BAföG entstandenen Schulden unabhängig von Förderhöhe und – dauer auf maximal 10.000 Euro belaufen, kann dieser Wert im Einzelfall beim Studienkredit um bis zu zehn mal höher ausfallen – bei ähnlicher Förderungshöhe. Jeder Student sollte sich also gut überlegen, ob er einen Kredit tatsächlich benötigt, oder ob er sich nicht doch lieber nach einem Studentenjob umschaut. Denn nach dem Studium kann es ganz schön bitter sein, wenn man nicht gleich einen Job findet, jedoch den Druck hat, den Kredit zurückzahlen zu müssen.

Mehr Infos:
Überblick zu möglichen Studienkrediten.

Modell 3: Stipendium

Ein dritter Ausweg ist ein Stipendium. Das ist eine gute Möglichkeit, günstig und schuldenfrei durchs Studium zu kommen. Allerdings hat nicht jeder Anspruch auf ein Stipendium. Vielmehr muss man meistens hervorragende Leistungen oder großes gesellschaftliches Engagement nachweisen. Das ist der limitierende Faktor an der Geschichte. Es gibt allerdings auch gute Auslands-Stipendien, die teilweise leichter zugänglich sind. Auch hier können sich Studenten beim AStA beraten lassen.

Übersicht über die wichtigsten Stipendien- und Zuschussgeber:

Mehr Infos: Für detaillierte Informationen solltet Ihr Euch an die Studienstiftung des Deutschen Volkes sowie an die Arbeitsgemeinschaft der Begabtenförderungswerke in der Bundesrepublik Deutschland wenden.

Modell 4: Nebenjob

Da gibt es als Student viele Möglichkeiten, sein Portemonnaie aufzufüllen. Von der Krankenschwester zum Tellerwäscher, von der Nachtarbeit zum Ferienjob. Für jeden ist etwas dabei. Monatlich kann man bis zu 400 Euro verdienen. Alles über diese Grenze wird versteuert. Als Student darf man bis zu 20 Stunden wöchentlich arbeiten. Jedoch sollte man sich als Medizinstudent gut überlegen, wie man einen Nebenjob im Studium unterbringt, ohne dass das Lernen und Leben zu kurz kommt.

Mögliche Nebenjobs:

Modell 5: Lotto

Eine 6-stellige Summe wäre natürlich die Lösung für alle finanziellen Probleme. Da muss man aber in bisschen Glück haben…

Hilfe beim Rechnen

Falls Ihr über Eure ganzen Einnahmen und Ausgaben während des Studiums den Überblick verloren habt, könnt Ihr mit dem Kontograph, einem von MLP entwickelten Finanzrechner, Eure Finanzen überschauen.

Habt Ihr auch andere Idee und eigene Erfahrungen, wie man durch das Medizinstudium finanziell auskommt? Dann schreibt untere Eure Kommentare und helf Euren Kommilitonen!

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