Abtreibung: Das Schweigen der Ärzte

28. Januar 2019

Ärzte sind beim Thema Abtreibungen verunsichert. Hunderte haben Informationen zu Abbrüchen von ihren Websites genommen. Die Verurteilung der Allgemeinmedizinerin Kristina Hänel hat eine bundesweite Debatte ausgelöst. Ist der Paragraf 219a schuld daran, dass viele Ärzte nichts mit Abtreibungen zu tun haben wollen?

57 Wertungen (4.26 ø)
Allgemein

32 Kommentare:

Zahnärztin

Wenn ich manche Kommentare hier lese, frage ich mich, ob die betreffenden Leute die gleiche Empathiefreiheit an den Tag legen würden, wenn die eigene Frau, ,Tochter oder Schwester ungewollt schwanger wäre. Als sich mein 5. Kind ungeplant ankündigte, habe ich mich gefreut, aber hätte ich das auch, wenn ich geringqualifiziert und arbeitslos, im Teenageralter und ohne Partner gewesen wäre?Oder wenn ich selbst gesundheitlich beeinträchtigt wäre oder schon ein krankes Kind gehabt hätte? Das Leben ist nicht schwarz- weiß und aus gutem Grund gibt es für Frauen heutzutage die Möglichkeit, eine Schwangerschaft in den ersten 12 Wochen abzubrechen. Gibt es diese Option nicht, lassen viele Frauen ihr Leben bei “Hinterhofeingriffen” oder bekommen Kinder, die dann vernachlässigt und ungeliebt sind- in allen Ländern dieser Welt zu beobachten, die Abtreibungsverbote habe. Und in welcher Paralellwelt trägt man Kinder aus um sie ungewollt Kinderlosen zur Adoption zu geben?!
Frauen in solchen Notlagen brauchen Informationen von Ärzten oder Beratungsstellen. Es ist eine sehr schwere Entscheidung, die sie treffen müssen und dafür brauchen sie ein Grundlage.

#32 |
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Mitarbeiter Industrie

zu Beitrag 30 Remedias Cortes ( weiblich, männlich oder divers ? )
u.a. Zitat …..das müssen Frauen beurteilen und nicht Männer…Zitat Ende.
Wer die traditionelle Rolle von Frauen u.a. im Orient, bedingt auch durch religiöse Dogmen, etwas kennt wird sich als “emanzipierter ” Mann immer und überall für berechtigte Interessen von Frauen vorbehaltlos einsetzen. Es gibt weltweit leider nur wenige Frauen die sich z.B. gegen die verbrecherische Beschneidung wenden.
Wo bleibt denn die verlogene, verweichlichte deutsche Gesellschaft wenn es um elementare Grundrechte ( körperliche Unversehrtheit) auch von Migrantinnen geht ? wo ? Wer wendet sich vehement gegen Zwangsverheiratung von Mädchen ( Migrantinnen) innerhalb Deutschlands ?
Herr / Frau Remedias Cortes hat da ein breites Betätigungsfeld.
Zunächst muss R. Cortes jedoch zuerst Aufmerksamkeit auf konkrete Wahrnehmungsfähigkeit verwenden…..konkretes Lesen von Namen ist KEINE Stärke von R. Cortes ….Punkt…

#31 |
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Nichtmedizinische Berufe

Herr Hans Christoff, Beutrag 25 : ” Die unbewiesene Behauptung unsere Gesellschaft sei frauenfeindlich wird von mir vehement bestritten, ist einfach unwahrhaftig !”
Das müssen Frauen beurteilen und nicht Männer.

#30 |
  43
HPA Juliane Deinzer
HPA Juliane Deinzer

Ich denke, dass Abtreibungen nur deswegen etwas den Weg in die Medizin gefunden haben, damit das Leben der Mutter wenigstens nicht so sehr in Mitleidenschaft gezogen wird, das Ganze also “kunstvoller”, wobei das Wort “Kunst” bei einem Mord schon” heftig” ist.

Schlachten ist Tötung, weil es zur Nahrungsaufnahme dient, genau gegen diese sprechen sich aber immer mehr Menschen aus, und riskieren sogar die eigene Mangel-/Unterernährung.

Ob Mord oder Tötung ist immer eine Sache des Grundes.

Abtreibung kann von der Schwere der Tat her gesehen in meinen Augen nur in den wenigsten Fällen eine Tötung sein, ansonsten immer Mord.

Selbstbestimmung geht nur soweit, als es sich um die Bestimmung um einen selbst handelt. Wer denkt jetzt, das Kind sei “er selbst”? Immunologie ist ja ganz eine andere. Fremder Organismus.

Also klar, ich sehe schon die heftige Belastung einer Schwangerschaft, je nach Gesundheitszustand, dazu noch die konservative Haltung der “Ächtung” wenn eine Frau partnerlos schwanger wird, natürlich das hauptsächlich finanzielle + zeitliche Problem, mit dem heutzutage eine Frau leider konfrontiert ist, da sie ja Frau und Mann gleichzeitig sein muss. Schließlich auch das eigene Gesundheitsrisiko durch/bei der Geburt. Vorbeugung ist deswegen das Wichtigste, finde ich: nur Sex bei Partnerschaft und Bereitschaft zum Kind, dass es finanziell und zeitlich kein riesengroßes Unglück gibt, wenigstens zur Not, wenn die Verhütung nicht klappt, wäre die grundlegende Folgerung daraus.

Fall Kind muss sterben, damit die Mutter überlebt, oder Mutter stirbt, damit Kind überlebt:wenn jetzt allerdings im Zweifel das Leben der Mutter dem des Kindes vorgezogen wird, sehe ich das insofern gut, da für ein Kind ein Aufwachsen ohne Mutter schrecklich ist, und die Mutter oft noch andere Kinder hat.

Früher war es evtl. wichtiger, Nachwuchs zu haben, als Frauen im mittleren Alter am Leben zu erhalten, die noch viel früher, vllt. schon mit 30-40 Jahren spätestens starben. Den Grundsatz: “im Zweifel für das Kind” finde ich heutzutage allerdings überholt, sondern bevorzuge: “im Zweifel für die Mutter”.

Dies trifft aber auf eine Todesgefahr, nicht Lebensunlust zu, Abtreibung ist: erst Sex, dann Mord (nicht Tötung). Man hat 2 gleichwertige Menschen: einer ganz am Anfang seines Lebens, einer Anfang/Mitte, seltenst Ende seines Lebens. Also nur bei gleichwertiger Gefahr kann man “Mutter ist älter, also viel wichtiger” argumentieren.

Die Abtreibungsbefürworter sprechen sich dann auch für erlaubte Wunschmorde im Leben bei Kindern/Erwachsenen aus, wenn mir jemand, der mich dauernd mobbt, mir das Leben zur Hölle macht, berechtigt “auf den Zeiger” geht? Naja, also wenn in der neuen Gesellschaft Mord einfach so, auch für echte Opfer erlaubt sein wird, dann gute Nacht!
Wobei das Kind einem ja sicher nix getan hat. Dann muss Mord ja umso mehr unter Mordstrafe kommen!! Das ist Diskriminierung nur wegen das Alters. Unsere Gesellschaft ist sehr intolerant.

PS: wenn man zum Sex gezwungen wurde, gibt es bestimmt auch die theoretische Möglichkeit zur psychischen Betreuung. Bessere Aufklärung, auch über die Unsicherheit aller Verhütungsmethoden außer Enthaltsamkeit, tut Not (nicht mal ein enger Verwandter von mir wußte über die nicht 100%ge Sicherheit von Kondomen Bescheid…). Es wird allerdings eingedenk der unzähligen in der Schwangerschaft leidenden Frauen endlich mal Zeit, herauszufinden, wie junge Mädchen schon vor Schwangerschaft so gesund werden können, dass sie relativ einfach auszuhalten ist, und die Geburt so leicht wie bei Wildtieren klappt, und dass auch kein Gesundheitsschaden zurückbleibt. Abtreibungen hinterlassen immerhin psychsiche Schäden, sicher noch mehr als Adoptionen, oder gar ein Aufziehen, wenn auch mit Hilfe.

Wäre schön, wenn sich die “Mütterhelfer” mehr für Mütterhilfe und vorherige Aufklärung (nicht nur, wie man möglichst früh Sex macht) einsetzen würden, anstatt so brutal zu sein, und dann morden.

#29 |
  21
Dr. med. Regine Böckelmann
Dr. med. Regine Böckelmann

Seltsamerweise sind die militanten Abtreibungsgegner meistens Männer -auch in dieser Debatte ist das wieder zu beobachten. Und das, obwohl sie niemals selbst davon betroffen sein werden. Da werden allerlei hehre Grundsätze ins Feld geführt, gern bemüht wird auch der hippokratische Eid. An der Lebenswirklichkeit von Frauen geht das alles vorbei.
Der Streit zwischen selbsternannten Lebensschützern und Befürwortern einer möglichst weitgehenden Liberalisierung wird wohl nie enden. Es ist gut, dass letzten Endes demokratische Gremien hier immer wieder Kompromisse finden müssen – und das auf möglichst sachlicher Ebene.

#28 |
  48
Mitarbeiter Industrie

zu 25
die umfänglichen Ausführungen beleuchten die Thematik sehr umfassend und
tiefschürfend.
das Zitat….Frauen dürfen nicht dazu gezwungen werden als ” Gebärmaschinen”
ein Kind auszutragen….Zitat Ende erscheint mir total daneben.
Wie viele Frauen in USA, und aus armen Ostblockstaaten, lassen sich als ” Gebärmaschine ” missbrauchen, auch aus finanziellen Gründen. In dem Land wo Milch und Honig fließen, vermeintlich, und ein HERR Trumpp sich stetig als Frauenverachter profiliert, kann man sich bereits ein Kind aus dem Katalog heraussuchen….. menschenverachtend….Pervertierung menschlichen Lebens in Reinform…. So sieht das ” menschliche ” Dasein der Zukunft aus….

#27 |
  16
Mitarbeiter Industrie

zu Kommentar 23 und 24 folgende Anmerkungen.
Begrifflichkeiten wie ….das sind doch arme Dinger…etc. erscheinen mir alleine schon von der Wortwahl gewöhnungsbedürftig. Gemeint sind offensichtlich im Gegensatz zu Töchtern hochrangiger CDU Politiker, Frauen aus einfachen Verhältnissen ?
Gerade für solche Frauen, aus einfachen Verhältnissen, müssten sich besonders Politiker/innen aus Parteien mit dem C im Namen einsetzen, was leider eben nicht der Fall ist. Es ist sicher zutreffend die Herkunft, das jeweilige Umfeld ist von Bedeutung. Die unbewiesene Behauptung unsere Gesellschaft sei frauenfeindlich wird von mir vehement bestritten, ist einfach unwahrhaftig !

#26 |
  15

Selten wird so engagiert diskutiert wie bei diesem Thema. Das liegt sicher daran, dass es um einen Konflikt zwischen den Rechten der Frau und des ungeborenen Kindes geht, der nicht einfach zu lösen ist. Mich stört in der Debatte, dass Begriffe wie “Mord” also eine Tötung aus niederen Beweggründen verwendet werden. Das versucht zu Emotionalisieren in einem ohnehin schon sehr emotionalen Umfeld. Es geht aber nicht um den § 218. Es geht um dieses “Werbeverbot”. Ich denke, dass dieses Wort falsch gewählz ist. Kein Arzt möchte für Abtreibungen werben in dem Sinne wie die Industrie für Produkte und Dienstleistungen wirbt. Das ist in unserem Berufsstand nicht erlaubt und nicht gewünscht. Niemand darf so auch nur für eine Blinddarm Operation werben. Es geht darum zu informieren und das sollte erlaubt sein. Information zu: “wer macht eine Abtreibung”, “wo sind die Risiken”, “welche rechtlichen Voraussetzungen gibt es”. Wenn man den individuellen Ärzten nicht traut, wäre es sinnvoll, dass die Ärztekammern zumindest einen Leitfaden erstellen, der die notwendige Neutralität und Rechtssicherheit gewährt. Die Entscheidung, ob es zu einer Abtreibung kommt, trifft die Frau nach der vorgeschrieben Beratung. Ich denke, dass sich das bewährt hat. Frauen dürfen nicht dazu gezwungen werden als “Gebährmaschinen” ein Kind auszutragen. Ich denke, dass alle Frauen, die vor dieser Frage stehen sehr verantwortlich damit umgehen. Alternativen wie die Unterstützung durch die Gemeinschaft, Adoption etc. müssen in dem Beratungsgespräch thematiesiert werden. Die Entscheidung liegt letztlich bei der Frau.

#25 |
  8
Nichtmedizinische Berufe

Zum Thema Werbung: Irgendwie scheint eine einstimmige Definition zu fehlen, was eine Werbung ist. Werbung hat als Ziel den Verkauf eines Produktes. Dazu gehört eine sachliche Aufklärung im Vorfeld nicht.
Zum besseren Verständnis, ich habe in Ländern gelebt, in der solch eine Werbung existiert, und zitiere aus dem Gedächnis:
” Verspätete Menstruation ? Keine Sorge, wir helfen Ihnen diskret weiter……”

Die Kultur ist frauenfeindlich, wäre Schwangerschaft ein Männerprpblem, hätten wir schon längst freien Abbruch , Gratis- Zugang zu Verhütung und schmerzlose Geburten.

#24 |
  49
Nichtmedizinische Berufe

Herr Christtoph, Beitrag 7

“Manche gut / hoc”h / gebildeten Wohlstandsfrauen wollen offensichtlich ein Missgeschick ausbügeln und unwertes / nicht in die jeweils aktuelle Lebenssituation passendes Leben wegwerfen ? höchst merkwürdige Moral, fern jeglicher Gesetze. Wer vertritt die Interessen des konkret und einzigartig entstehenden Menschen ?”

Diese von Ihnen angesprochenen Damen sind schon immer ins Ausland gefahren , vorzugsweise in die Niederlande.
Darunter auch Töchter hochrangiger CDU- Politiker .
Das sind nicht die, die heulend in der Beratung sitzen. Das sind doch meistens arme Dinger , die nicht wissen, wie es weitergehen soll .

#23 |
  24
Mitarbeiter Industrie

Verständnisfrage an Frau Helen Schüler Wo lebt Sie denn ? auf dem Mond ? um solche Ammenmärchen wie ” frauenfeindliche Kultur ” etc. in die Welt zu setzen…
Wenn Sie sich für Frauenrechte einsetzen will dann bitte im Orient, da lohnt sich der Einsatz…..Aber auch in Deutschland findet Frau Schüler sicher ein Betätigungsfeld…bei Migrantinnen die, selbst in Deutschland, zwangsverheiratet werden (minderjährig) Wo bleibt denn da der Mädchenschutz ( minderjährig ) lt. Grundgesetz? siehe Artikel -3- Absatz 1-3 Diskriminierungsverbot.
Noch eine Klarstellung für Frau Schüler… das Grundgesetz gilt auch für Männer !!

#22 |
  29
Rentenberater Johann simon Genten
Rentenberater Johann simon Genten

um eins klar zu sagen: Nein, ich in nicht christlich oder gehören einer Religion an. Aber das ungeborene Leben bedarf auch des Schutzes. Hier geht es im Grunde um eine Werbeverbot für Abtreibungen. Das Abtreibungsrecht ist schon bis an die Grenze des erträglichen gelockert worden zu Lasten des ungeborenen Lebens. Die Aufhebung des Werbeverbotes halte ich für unerträglich. Ich she schon die Anzeige: “Abtreibungen-routiniert und fachfraulich” oder wie wärs mit “Kind (äh sorry Fötus) loswerden ? Kein Problem mit uns” oder ” Schwanger ? Schluß damit in wenigen Minuten” .

#21 |
  53
Mitarbeiter Industrie

Nachtrag :
Zweifler/innen die Nachhilfe in ärztlicher Ethik benötigen sei auf Medika u.a. das Interview mit Dr. Dr. Ralf Jox ( Institut für Ethik Geschichte und Theorie der Medizin an Universität München ) anempfohlen…
primum non nocere gilt offensichtlich in der heutigen Medizin bei Christina Hänel nicht mehr ? Wenn Sie einzelnen betroffenen Frauen “ehrenamtlich” helfen würde,
oder diese an Fachärzte weiterempfehlen würde wäre Sie wenigstens ein wenig glaubhaft mit Ihrer Argumentation.

#20 |
  18
Heilpraktikerin

Für mich ist die ganze Debatte an sich schon ein Zeichen dafür, in was für einer frauenfeindlichen Kultur wir nach wie vor leben.
Ich bin mir ganz sicher, die Debatte und die ganzen Paragraphen gäbe es nicht, wenn Männer diejenigen wären, die die Kinder bekämen und somit auch vor der Entscheidung einer Abtreibung stehen würden.
In einem reichen Land, in dem es noch immer sehr viel Kinderarmut gibt und in dem es Alleinerziehende immer noch sehr schwer haben beruflich und wirtschaftlich zu überleben, ist die Debatte um Abtreibung und Information zur Abtreibung einfach nur heuchlerisch. Es geht hier weder um das ungeborene Leben noch um die Kinder, es geht nur um Macht. Traurig genug.

#19 |
  49
Altenpfleger

Ich selbst hätte auch gerne noch ein Kind, jedoch hat mein Mann vererbbaren Krankheiten und wir haben uns schweren Herzens gegen ein eigenes Kind entschieden. Ich habe im Freundeskreis auch mit Frauen gesprochen, die angetrieben habe… Die Gründe hierfür sind für mich immer nachvollziehbar gewesen. Klar hätten sie das Kind nach der Entbindung auch zur Adoption freigegeben können, aber was bedeutet es für eine Frau z.B. ein Kind aus einer gewalttätigen Beziehung auszutragen? Wenn der Kindesvater der Adoption nicht zustimmt kann die Adoption nicht statt finden. Ich finde es wichtig, dass Frauenärzte auch über diese Möglichkeit aufklären. Ich weiß nicht mal ob mein Frauenarzt sowas macht.

#18 |
  1
Medizinisch-Technischer Assistent

Ich bin auch für eine Trennung von Beratung und Durchführung.
Desweiteren:
Unangenehm viele Eheleute bleiben unfreiwillig kinderlos, bis sie das akzeptieren, sind sie oft zu alt für eine Adoption und adoptieren dann unter großem Aufwand Kinder aus dem Ausland. Wie glücklich wären sie über die Adoption eines Neugeborenen und dürfen dann nicht. Daran sollte man etwas ändern.
Auf den anderen Seite gibt es Frauen, die einem (weiteren) Kind nach dessen Geburt überhaupt nicht gerecht werden können. Was mich sehr stört ist, dass sich viele so stark machen für das ungeborene Leben und sobald es dann da ist, hilft ihm keiner weiter. Macht euch bitte auch stark für das neugeborene Leben!

(wohl wissend, dass ich die Thema-Verfehlung hier weiterführe)

#17 |
  3
Heilpraktiker

Abtreibung ist und bleibt Mord! Wer einen Baum in seinem eigenen Garten fällen möchte, hat es schwerer als eine Frau, die ihr Kind umbringen lassen will. Die Ermordeten werden nicht einmal begraben, sondern auf den Müll geworfen.

#16 |
  98
Apotheker

Die Information über einen Schwangerschaftsabbruch sollte von einer unabhängigen Stelle durchgeführt werden.
Nicht von einer Institution oder Person die diesen Abbruch auch durchführt und dadurch einen finanziellen Nutzen erzielt.

#15 |
  22
Helmut Rudolf Kowanz
Helmut Rudolf Kowanz

§ 1 Aufgaben der Ärztinnen und Ärzte
(1) Ärztinnen und Ärzte dienen der Gesundheit des
einzelnen Menschen und der Bevölkerung. Der
ärztliche Beruf ist kein Gewerbe. Er ist seiner Natur
nach ein freier Beruf.
(2) Aufgabe der Ärztinnen und Ärzte ist es, das Leben zu
erhalten, Krankheiten vorzubeugen, die Gesundheit
zu schützen und wiederherzustellen, Leiden zu
lindern, Sterbenden Beistand zu leisten und an der
Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen im
Hinblick auf ihre Bedeutung für die Gesundheit der
Menschen mitzuwirken.
Auszug aus Berufsordnung für Ärztinnen und Ärzte in Hessen, zuletzt geändert am 27.11.2018.
Die hessische Berufsordnung ist auch für Sie bindend, Frau Hänel. Ich rate Ihnen dringend, diese einmal durchzulesen.

#14 |
  38
Dr. med. Regine Böckelmann
Dr. med. Regine Böckelmann

@7: Ja, warum haben Frauen im
2. Weltkrieg unter schwierigsten Bedingungen Kinder bekommen?
Unter anderem vielleicht deshalb, weil unter Hitler die Abtreibung mit der Todesstrafe bedroht war.
@11: Ganz Ihrer Meinung: was ist das hier (mal wieder) für eine irre Diskussion !

#13 |
  58

Selbst den Schweinen und Hühnern gönnen wir einen würdigeren Tod als den Embryos

#12 |
  65

Was ist das denn für eine irre Diskussion??!
Das Thema Abtreibung steht überhaupt nicht zur Diskussion, das wurde im Paragraphen 218 demokratisch entschieden. Hier geht es im 219a lediglich um wo und wie!

#11 |
  23
Studentin der Humanmedizin

Ich denke hier in der Schweiz wurde das eigentlich ganz gut geregelt. Ein Schwangerschaftsabbruch steht auch hier im Strafgesetzbuch, doch bis zu 12 Wochen droht keine Strafe und auch später kann ein Abbruch durchgeführt werden, wenn der zuständige Arzt bestätigt, dass das Kind auszutragen für die Frau eine unmittelbare Gefahr darstellt, physisch wie auch psychisch.
Ein Informationsverbot, wie es DE offenbar kennt, ist für mich völlig unverständlich! Wie sollen sich den betroffene Frauen sachlich darüber informieren, was ihre Möglichkeiten sind und sich ein klares Urteil bilden?!
Es ist definitiv an der Zeit das auch DE diesen Paragrafen überdenkt und am besten ganz streicht.
@7 Ich stimme ihnen voll und ganz zu! Auch wenn ich Abtreibungen gegenüber positiv eingestellt bin, Selbstbestimmung der Frau über ihren Körper etc., kann ich so ein Gesetz wie in New York nicht nachvollziehen.

#10 |
  44
dr.med eva-susanne koitschka-maus
dr.med eva-susanne koitschka-maus

In welch heuchlerischen Zeit leben wir eigentlich?Jeder im Mittelmeer ertrunkene Flüchtling wird,zu recht beklagt,auf der anderen Seite werden Jahr für Jahr über 101 00 Abtreibungen vorgenommen,nur 4% davon haben eine medizinische Indikation oder sind Folge einer Vergewaltigung.Ob der Embryo schon etwas fühlt oder nicht,ist eine philosophisch-ethische Frage und kann wissenschaftlich nicht exakt beantwortet werden.Natürlich hat jeder das Recht mit seinem Körper umzugehen wie er will,aber bei einer Schwangerschaft hat man die verantwortung für ein 2. Leben.Das Abtreibungsärzte dafür stigmatisiert werden,ist aber
sicher der falsche Weg,sachliche Informationen sind notwendig,schließlich will man die Frauen ja nicht in irgendeinen Hinterhof treiben.Wir verfügen heute aber über zahlreiche Verhütungsmethoden für Mann und Frau,sogar die Pille danach steht zur Verfügung.Kann man bei aller frei ausgelebten Sexualität nicht auch mal im Vorfeld Verantwortung übernehmen?Aber in einer Zeit,in der es inzwischen ja auch eine HIV Prophylaxe Pille gibt(PrEP) und man ungeschützenden Sexualkontakt haben kann,ist das wohl zuviel verlangt.

#9 |
  33

Sehr geehrte Kollegen und Interessierte,

warum kämpfen wir ab der 28SS um das Überleben des Kindes und haben es auch schon manchmal ab der 26SS geschafft? Es deutet vieles daufhin, dass Abtreibung tatsächlich Mord ist, weil es ein eigenständiges Lebewesen ist. Solange diese Tatsache nicht geklärt ist, können wir keine schnellen Schlüsse ziehen! Eine Gesetzgebung an dieser Stelle wir uns etisch keinen Schritt weiterbringen – ebensowenig, wie auch im Krieg, der ja legal sein soll – es aber laut UNO-Charta fast nie ist, gemordet wird.
Wer sich nicht mit dieser Tatsache beschäftigt, oder vorbehaltlos für Abtreibung plädiert, der sieht warscheinlich auch den Codex Alimentarius als selbstverständlich gerechtfertigt an. In der Medizin heißt es “in dubio pro vita”. Diese Maxime gilt bis zu dem Zeitpunkt, wo auf der Grundlage einer gemeinsamem Entscheidungsfindung im Sinne einer Palliation entschieden wird. Der Abstand zwischen dieser Entscheidung und dem das Leben des Patienten “höchstwarscheinlich unweigerlich beendenden, krankheitsauslösenden Ereignis” wir umgekehrt porportional größer, je jünger der Mensch ist. Hierbei wird aber die wahrscheinlich unheilbare Krankheit, bzw. die als zu gering eingeschätze Lebensqualität nach Genesung vorangestellt, die es bei einem gesunden Fötus/Embryo in dieser Form ja nicht gibt.
Es wird ein Betreuer oder Richter hinzugezogen, mindestens zwei, meist mehr erfahrene Intensivmediziner oder andere Fachabteilungen, die Meinung der Pflege, die Meinung der Angehörigen, eine Patientenverfügung… Wenn wir schon ein Leben, welches nicht für sich eine Entscheidung treffen kann zum Tode verurteilen, so muß für dieses auch das gleiche Prozedere gelten. Es müßen alle Möglichkeiten, dieses Leben zu erhalten und weiter zu tragen ausgeschlossen sein und die zu erwartende Lebensqualität als zu schlecht angesehen werden, alsdass man dieses Leben weiterhin erhalten sollte.
Ich würde diese Entscheidung niemals einem Menschen alleine zumuten!
Nach dieser Entscheidung, die machmal Tage dauert um gefällt zu werden, gewährt man dem Patienten einen möglichst stress- und schmerzfreien Tod. D.h. Opiate und ggf. auch Benodiazepine. Diese palliative Therapie kann man auch einem Embryo (Entwicklung des ZNS 3.-8.SS) angedeihen lassen, da die Substanzen plazentagängig sind.
Ich möchte dringend davon abraten, sich in irgendeiner rückhaltlosen Art und Weise auf die Seite der Lebensbeendigung zu schlagen, denn auch eine voreilig getroffene Entscheidung ist unumkehrbar!

#8 |
  64
Mitarbeiter Industrie

Schwangerschaften die in einem angeblich zivilisierten Land wie Deutschland
unter normalen ” Umständen” sich ergeben sollten eben nicht abgebrochen werden. Hierzu bedarf es nicht mal Gesetzen mit Strafandrohung. Wenn inzwischen alle möglichen und unmöglichen Methoden zur Schwangerschaftsverhütung existieren ist es schlichtweg peinlich, sich entwickelndes, menschliches Leben zu vernichten. Warum haben Frauen, unter extremen ” Umständen” , während des WK II ,und danach, Kinder zur Welt gebracht ? Manche gut / hoch / gebildeten Wohlstandsfrauen wollen offensichtlich ein Missgeschick ausbügeln und unwertes / nicht in die jeweils aktuelle Lebenssituation passendes Leben wegwerfen ? höchst merkwürdige Moral, fern jeglicher Gesetze. Wer vertritt die Interessen des konkret und einzigartig entstehenden Menschen ?

#7 |
  73
Helmut Rudolf Kowanz
Helmut Rudolf Kowanz

Selten habe ich eine derart unsachliche, verlogene und des-informative Kampagne erlebt, wie sie von Frau Hänel geführt wird. Nachdem die bisher benutzte, juristisch inhaltlich falsche Nazikeule nicht so recht in der Politik und der Gesellschaft ankam, wird jetzt das (berechtigte!) Leid der betroffenen Frauen missbraucht, um zum Ziel zu kommen. Als einer der ersten nicht institutionellen, ärztlichen und staatlich anerkannten Schwangerschaftskonfliktberater habe ich lege gesetzeskonform die betroffenen Frauen immer über den Abbruch ausführlich aufgeklärt und auch staatlich geführte Krankenhäuser genannt, wo man Abbrüche durchführt. Um einen Interessenkonflikt(keine Beratung neben der Abtreibung durch denselben Arzt) zu vermeiden und eine Bereicherung (Profit) zu verhindern, hat man den § 219a überhaupt erst geschaffen.
Geht es in der Debatte nicht auch um Ihren eigenen Profit, Frau Hänel? Abtreibung ist keine Kassenleistung und wird von den betroffenen Frauen bar bezahlt! Ein Schelm, der dabei Schlechtes denkt! Ein Abbruch sollte übrigens grundsätzlich von erfahrenen Frauenärzten/innen und nicht von Hausärzten vorgenommen werden.

#6 |
  45
Kinderkrankenschwester

Ich denke da gibt es gravierende Unterschiede! Ich lebe in den USA und Ohio hat das “Herzschlag Gesetz” welches ich absolut vertrete aber dann letzte Woche im Staat New York – Abtreibung bis zum Geburtstermin !!!!!! Es is unmenschlich und unfassbar und egal ob Arzt oder Krankenschwester- wir sollen Leben retten! Keiner erzählt mir dass ein Frühchen nicht das Recht auf Leben hat.Und abgesehen davon was sind das für Menschen ? Tragen ein lebensfähiges Baby und ermorden es.Denn sind wir doch mal ehrlich ist es etwas anderes als Mord ?

#5 |
  35
Heilpraktiker

Lösungsorientiert denken:

Wenn Ärzte nicht mehr über Abtreibung informieren dürfen, dann können doch immerhin entsprechend engagierte Menschen entsprechende Webseiten hosten, die detailliert über das Thema informieren und aufklären.

Auf einer Subseite zur Meinungsäußerung gibt’s dann die Möglichkeit für Ärzte, sich in eine von zwei Spalten einzutragen und durch Eintrag von Namen und Anschrift ihre ganz persönliche Meinung kundzutun: “Ich befürworte die uneingeschränkte Selbstbestimmung der Frau” und daneben: “Ich verlange dass auch das Ungeborene zum Leben gezwungen werden muss. Die Gebärmuttereigentümerin darf dabei kein Mitspracherecht haben.”

Entsprechend Interessierte können dann einfach die Einträge in der jeweiligen Spalte in Augenschein nehmen – und ihre eigenen weiteren Schlüsse daraus ziehen.

Bisher ist eine solche Meinungsäußerung in unserem (noch) demokratischen Staat auch Ärzten nicht verboten.

#4 |
  30
Anästhesiepfleger

Bitte bleiben Sie bei der Sache.
Ich bin der Meinung eine Frau sollte das Recht haben über ihren Körper und ihre Fortpflanzungsorgane selbst zu bestimmen. Insbesondere vor dem Hintergrund der menschlichen Selbstbestimmung.
Leben wir in der Antike wo eine Frau nichts zu sagen hat?

#3 |
  111
Dr. med. Beduja Himpel-Lorenz
Dr. med. Beduja Himpel-Lorenz

Abtreibung, Abbruch: beides Worte um das Wort Kindestötung zu verdecken.
Mord ist doch ein Mord und durch alle Wortakrobatik läßt sich dies nicht verdecken.
Eid des Hippokrates, nochmals nachlesen!

#2 |
  145

Ich finde es einen Skandal dass weiterhin irgendwelche extremistischen populistischen Gruppierungen die Allgemeinheit mit Falschinformationen zumüllen dürfen, Ärzte allerdings, die sachlich und fachlich korrekt über die Methoden eines Abbruches informieren dafür bestraft werden sollen.

Es muss einfach die Entscheidung der betroffenen Eltern bleiben wie ihr individuelles Familienleben aussehen soll. Wenn irgendwelche Idioten Eltern zwingen wollen “Kinder” zu “bekommen bzw. zu behalten” mit denen diese nichts zu tun haben wollen, denen sie sich nicht zuletzt nicht gewachsen fühlen und die sie (die Eltern nämlich in großes individuelles Unglück stürzen, z.B. im Fall von Trisomie 21 und ähnlichen schwerwiegenden Beeinträchtigungen) dann ist das in meinen Augen gegen den Lebensschutz der Eltern und insbesondere der Mütter und ganz sicher nicht im Sinne der dann zwangsweise geborenen die lebenslang ungeliebt um nicht zu sagen massiv abgelehnt dahinvegetieren müssen.

#1 |
  98


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