Blutspende: Bares für Rares?

7. Januar 2019

Den Blutspendediensten mangelt es immer wieder an Blutkonserven – besonders zur Grippezeit. Denn nur drei Prozent der Deutschen spenden Blut. Liegt das an der fehlenden Bezahlung? Kritiker fordern: Wer Blut spendet, sollte dafür auch Geld bekommen.

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Allgemein
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40 Kommentare:

Rettungssanitäter

Ich finde es schade, dass Herr Wimmer bei der Kontraposition nicht darauf eingegangen ist, dass die Angst besteht, dass unwahre Angaben beim Ausfüllen des Spenderfragebogens gemacht werden könnten, um das Geld zu bekommen. Das Blut wird zwar untersucht, aber existieren dennoch diagnostische Lücken von ein bis vier Wochen.

#40 |
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Mitarbeiter von DocCheck

Sehr geehrter Herr Heyckendorf,

als Redaktion behalten wir uns vor, den Kommentarbereich kontinuierlich
zu moderieren. Dabei achten wir darauf, dass die Diskussion sachlich und themenbezogen bleibt. Wir bitten Sie daher von persönlichen und zu ausschweifenden Einzelschicksalen Abstand zu nehmen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Freundliche Grüße,
Ihre DocCheck News Redaktion

#39 |
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Medizinphysiker

@36 Danke Frau Schmidt jetzt weiss ich wieder mehr!

#38 |
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Nichtmedizinische Berufe

warum verschwinden meine Beiträge? Gibtes hier Zensur?

#37 |
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Medizinisch-Technischer Assistent

Ein Detail: warum kann man ankreuzen, ob das Blut verwendet werden soll?
Es gibt infektiöse Spender, die einem Gruppenzwang unterliegen, weil sie IMMER mit den Kollegen vom xy-Verein geschlossen zum Spenden fahren.

Für solche Menschen, die sich nicht outen möchten oder können, gibt es die Möglichkeit, den Bogen entsprechend auszufüllen. Sie fahren also weiterhin mit z um Blutspenden, werden vor der potentiellen Ausgrenzung geschützt. Das gibt auch zu Denken.

#36 |
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Medizinisch-Technischer Assistent

Ich plädiere für Transparenz bezüglich der Gewinn-Situation. Aus meiner früheren Berufstätigkeit im Krankenhauslabor kann ich berichten, dass immer wieder Konserven entsorgt werden mussten, die das Haltbarkeitsdatum überschritten hatten, die dann also mit Null € Gewinn in die Rechnung eingehen. Zur Berechnung der Auslagen für genaue Untersuchung des Blutes bevor es zur Transfusion freigegeben wird gehören auch Kosten für Mitarbeiter und Einrichtung.
Im Kreiskrankenhaus in meiner Heimat erhielt man Coca Cola, ein Paar Wiener Würstchen und Gegenstände, so hab ich kürzlich erst Glasschälchen und Gläser zu einer Sammelstelle für Bedürftige gebracht. Das fand ich damals gut.

#35 |
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Nichtmedizinische Berufe

Als ich eine junge Studentin in den Achzigern war, gab es schon diese Plasmaspenden, für die man bezahlt wurde. Und ich kannte arme Menschen , auch Alkoholiker oder illegal in Deutschland lebende , die nutzten diese Art des Geldverdienens bis zum persönlichen Limit, in dem sie sich bei verschiedenen Stellen und in verschiedenen Städten angemeldet haben.
Daher würde ich Bargeld für die schlechtere Lösung halten – um einen “Blutspendestrich” zu vermeiden – sondern besser Gutscheine oder Prämien .

#34 |
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Nichtmedizinische Berufe

#9 – stimmt, das ist keine Spende, sondern Verkauf. Hatte ich so noch nie betrachtet.

Ich wollte vor Jahrzehnten beim DRK spenden – durfte aufgrund schwieriger Venenverhältnisse nicht.
War dann in einer Klinik gegen kleine Bezahlung – viele Jahre – Ehrennadel.
jetzt aussortiert wegen dreier Krebserkrankungen.

ich hatte i. R. einer Hüftgelenks-OP mehrere Konserven Blut gebraucht und war froh, dass es sie gab.

Ich plädiere für eine (geringe) Bezahlung

#33 |
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Frank Schrewe
Frank Schrewe

Haben sich die, die hier von Profiten auf Kosten der Blutspender reden, auch einmal Gedanken darüber gemacht, was die Herstellung einer Blutkonserve kostet? Ich habe hier einmal Zahlen aus dem Jahr 1996 (neuere habe ich leider nicht):
Herstellungskosten pro Blutspende: 168,33 DM;
setzt sich zusammen aus
-Verwaltung 10,55 DM
-Verteilung an Krankenhäuser 8,83 DM
-Verarbeitung der Blutspenden 28,68 DM
-Laboruntersuchungen der Blutspenden 35,15 DM
-Spenderwerbung, Vorbereitung Blutspendetermin 14,21 DM
-Spendeaktionen, Blutentnahme 65,97 DM
-Dokumentation 4,94
Einnahmen aus den aus einer Blutspende hergestellten Präparaten: 172,71 DM;
im Einzelnen:
-Erythrozyten 123,09 DM
-Thrombozyten 10,55 DM
-Blutplasma 4,38 DM.

Der Gewinn pro Blutspende betrug demnach im Jahr 1996 gerade einmal 4,38 DM – unter der Vorraussetzung, dass auch 100% der Blutspenden verarbeitet und an Krankenhäuser abgegeben werden konnten!

#32 |
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Ich war als Arzt in einem Blutspendedienst tätig.
Auch mehrmals gespendet (Blut, Thrombozyten).
Aus meiner Sicht ist eine Entschädigung für den Spendern willkommen und angemessen.

#31 |
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Gesundheits- und Krankenpflegerin

#29
Ja, kann er/sie.
Nach der Spende Scan Aufwandentschädigungsbelegs muss ja oder nein angekreuzt werden.
Hartz IV : keine Ahnung. Das wäre ja böseste Abzocke, außerdem haben die Leute ja auch Ausgaben, zumindest für die Fahrkarte.

#30 |
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Medizinphysiker

Stimmt es wirklich dass der Spender bestimmen kann ob sein Blut verwendet wird und würde eine Vergütung womöglich bei Hartz4 Empfängern angerechnet?

#29 |
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Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA)

Ich bin regelmässiger Blutspender! Ich mache das nicht, um irgendwelche Gegenleistungen zu erhalten, sondern weil es für mich die einfachste Art ist, etwas Gutes für meine Mitmenschen zu tun.
Dazu verabrede ich mich meistens mit Freunden oder Geschwistern. Beim Essen tauschen wir uns dann über die Gesundheitsergebnisse (Blutdruck, Hämoglobinwert ect.) aus und machen sogar manchmal nen kleinen privaten Wettbewerb daraus, wer die besten Werte hat. ;)
Ich darf ab dem 22.01. wieder spenden und ich freue mich jetzt schon auf meine dann 82ste Spende. So ganz ohne Bezahlung aber mit viel Gemeinschaftssinn!

#28 |
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ZE (Zusatzentgelt) 107.01 (Gabe von Erythrozytenkonzentraten, 6 bis unter 11 TE ) kostet den Krankenkassen 637,85 €. Also im “besten” Falle über 100 € pro Konserve. Das Geld wird verlangt, da faselt auch keiner von Menschlichkeit und Altruismus. Die Krankenhäuser kaufen es vom DRK ein. Da wird nichts verschenkt. Aber der Spender bekommt ein Brötchen. Übrigens nicht überall so. In einigen Unikliniken gibt es Cash. Schon vor Jahrzehnten in der Uni Düsseldorf z.B. 50 DM. Da war immer was los beim Blutspendedienst.

#27 |
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Gesundheits- und Krankenpfleger

Ich sehe es genauso. Die gesamte Gesundheitsbranche verdient ihr Geld damit und der eigentliche Produzent geht leer aus. NEIN das kann es nicht sein ! Und wenn statt Geld eine andere Gegenleistungsmöglichkeit gesucht wird und damit meine ich keine Tafel Schokolade oder Kaffeestückchen. Hier mangelt es am Wille und der nötigen Kreativität !

#26 |
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Rettungssanitäter

Ich kann es nicht mehr hören, Geld, Geld immer nur Geld.
Wenn wir für alles Geld verlangen und bekommen wo bleibt den da unsere Menschlichkeit.
Wenn der Verkäufer / Spender nicht mit diesem System der Blutspende einverstanden bin dann verkauf (ebay?)!
Ich bin im Ehrenamt tätig (Ja!) beim Roten Kreuz und der Feuerwehr, hierfür erhalte ich nichts, aber das passt schon macht nix.
Eines möchte ich jedoch nicht, vor allem für dumm verkauft zu werden.
Bei jeder Katastrophe sind immer die selben Gesichter zusehen, der Rest lehnt sich zurück gafft, kassiert und / oder stellt Ansprüche. Danke.

#25 |
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Heilpraktiker

Ich habe mein Leben lang Blut gespendet. Aber nun wollen sie es nicht mehr haben, weil ich wegen meiner Prostata Finasterid nehme. Schade. Organspender bin ich übrigens auch, obwohl mein Alter (77) schon etwas hoch ist. Woher weiß man übrigens, daß nur wenige % der Deutschen Organspender sind? Ich habe es niemandem gesagt, habe nur einen entsprechenden Ausweis im Portemonnaie, den ich mir selber aus dem Internet gezogen habe.
Schöne Grüße von der Mosel sendet
Friedhelm Bier

#24 |
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Gesundheits- und Krankenpfleger

Zu erst einmal ein wenig Kritik am Video selbst. Bitte weniger schnitte. Es mag ja dynamisch wirken, Kamera frontal, von der Seite, wieder zurück, das andere links, macht jedoch in der Schnittfrequenz etwas schwindelig und lenkt mich bei diesem inflationärem Gebrauch vom Inhalt ab.

Zum Inhalt:
Persönlich finde ich den Vorschlag von Dr. med. Thomas Scholl sehr sinnvoll von “Blutspende” und “Blutverkauf” zu sprechen.
Eine “Blutspende” sollte dann bitte auch als solche Quittiert werden. Sie hat einen Wert. Sagen wir mal, rein narrativ, 25,-€ für eine Vollblutspende. Das DRK kann darüber eine Spendenquittung ausstellen, welche der Spender am Anfang des Jahres bei seiner Steuererklärung gelten machen kann. Perfekte Lösung. Das DRK hat kein Geld bezahlt, bleibt sich ethisch treu und der Spender kann die Spende gelten machen, wenn er auf min. 50€ im laufenden Kalenderjahr kommt, also min. 2x Spenden geht.

Das Feedback via e-mail, bzw. SMS, dass meine Konserve verbraucht worden ist begrüße ich sehr. Persönlich finde ich den Gedanken sehr angenehm darüber informiert zu werden das mein Lebenssaft seiner Bestimmung zugeführt wurde und nicht im nirgendwo vergammelt.

#23 |
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Nichtmedizinische Berufe

Hauptsache der Geld Erwerb wird nicht aufgezwungen. Ich möchte für mein Blut/Plasma gerne bisschen besser Essen aber dadurch nicht in SGB Streit gezogen werden. Jedenfalls gehe ich lieber nicht spenden.

In Jugend war ich aktiv im DRK. SozialMenschen sind meiner Erfahrung oft krank an Neid oder Ablegern dieser Moral-Schuld-GeRechts-Kulte… mir gelang die Flucht meines Leibes sowie Neuronalen Dings Organs in Rente und helfe den restlichen GruppenZwang-Norm-Faschisten das Handwerk zu legen. No means No, und hört am Knie und Pu.. nicht auf.

Zum Thema. Definitiv spendete ich (vor der Existenzangst) eher gegen Bargeld als gegen Palmfett mit Krakau und Zucker. Ich meine Rückführung von Vitalstoffen und und wäre das mindeste. Aber DRK muss eben an Schwarmintelligenz orientiere Ordnung Folge leisten… whatever.

Falls der ein oder andere ein Kribbeln oder Amüsement in sich Beobachtete. Dies Nebenwirkungen sind unschädlich und ich habe keine statistischen Daten der quantitativen Häufung dieser Nebenwirkungen meiner Wortekreationen. Einnässen kommt sehr sehr selten vor.

#22 |
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Mitarbeiter Industrie

Meint man hier wirklich man sollte alles im Leben mit Geld bemessen ? Dann bitte konsequent: Ehrenamt kostet schließlich Arbeitsplätze und dient wie Blutspenden dann nur der Ausbeutung. Auch bei der Adoption oder Leihmutterschaft bietet sich Geld an, genauso bei der Organspende zu Lebzeiten. Man könnte sogar andere die das Geld brauchen und mehr Zeit haben die eigene Haftzeit (oder früher den Wehrdienst) absitzen lassen ? Mit dem Blutspenden ist es da nicht anders. Warum sollte man es kostenlos an gemeinnützige Organisationen wie dem DRK spenden wenn man es an Kliniken oder Händler verkaufen kann ? Wenn man moralische Skrupel wegen des eigenen Lebenswandels oder Vorerkrankungen hat, die man im Blut nicht mit Routinetests feststellen kann, kann man ja Ankreuzen, daß das Blut nicht verwendet werden soll aber das Geld trotzdem einstreichen. Vielleicht kann man auch finanzschwache Transferleistungsempfänger oder Flüchtlinge auffordern mit ihrem Blut die Kosten zu bezahlen oder im Bildungswesen Blutspenden für die Finanzierung der Schulausstattung oder der Studiengebühr einführen…. Man muß die Dinge eben nur zu Ende denken.

#21 |
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Dr. med. Dagmar Fischer
Dr. med. Dagmar Fischer

Delia Mäder, Kinderärztin
Super die SMS in Schweden! Kleine Unterstützung z.B. für Studenten wäre gut. Auch Brunch-Karten fürs gute Frühstück oder Karten für einen Kochkurs könnte ich mir vorstellen. Eine Spende aus persönlicher Not sollte nicht erfolgen!!! Sicher könnte das Geld der Spende oder der “Mehrwert” an Elternhäuser für (krebs-)kranke Kinder oder andere gemeinnützige Träger, zur Vorbereitung für Benefizkonzerte o.ä. gute Verwendung finden. Vielleicht auch eine Spendenbescheinigung für’s Finanzamt… Profit aus gespendetem Blut – und das z.T. im Ausland – dürfte in meinen Augen nicht möglich sein (genausowenig wie die immensen “Rückstellungen” der Krankenkassen, obwohl gute Impfungen für die Immunisierung z.B gg. MenB seit > 4 Jahren immer noch nicht allgemein von allen Krankenkassen übernommen werden).

#20 |
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Nichtmedizinische Berufe

Gute alte Zeiten der Spendenbereitschaft dürfen durchaus vorbei sein: Würde eine Spende finaziell vergolten, so ersähe ich das als ok an.Aber was: Solange es freiwillige Spender gibt, erhebt doch niemand eine finanzielle Entschädigung, oder?Ich selbst hatte Hepatitis und darf nicht spenden, täte es ansonsten: Mein Vater bekam eine Anstecknadel als Ehrenauszeichnung: Das rechne ich ihm hoch an.Wie auch immer: Die Blutspenden sind und bleiben absolut notwendig.Bei den oben genannten Zahlen allerdings darf sich die frage durchaus erhoben haben, ob nicht eine kleine Vergütung die Spendenbereitschaft erhöhen könnte.Zumal hier sich Bedürftigkeiten ergänzen würden: Der bedürftige , geldbedürftige Spender trifft auf vielleich den reichen Blutempfänger:Was soll´s,nur:Es würde schwer, hier Unterschiede zu machen, wenn nämlich die einen unentgeltlich weil aus Menschenhilfsbereitschaft spenden wollen, und andere, weil selbst bedürftig, den Blutbedürtigen beiständen kraft des bloßen Anreizes durch ein kleines Entgelt.Dass jedes Blut aber durchgecheckt werde auf Keime, sollte Routine sein.

#19 |
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Johann Fischer
Johann Fischer

Bestimmte Blutspendedienste lehnen eine Bezahlung der Spender als “unethisch” ab, haben aber keinerlei Skrupel, mit dem gratis gespendeten immense Gewinne einzustreichen – was ist nun “unethisch”?
Und wer sagt, dass sich der Skandal, unser qualitativ hochwertiges Blut teuer ins Ausland zu verkaufen und hier billig eingekauftes Blut anzubieten, natürlich hochpreisig?
Dann doch lieber zu Blutspendediensten, die Kliniken an angebunden sind und eine einigermassen gerechte Aufwandsentschädigung bezahlen, auch wenn sie damit ihren Profit schmälern – müssen sie denn auf Teufel komm raus Profit erzielen mit lebensnotwendigem Blut?
Apropos – die Blutkonserve im Video ist jetzt ein Fall für den Mülleimer wegen unterbrochener Kühlkette. Ich bin sicher, hier hätte auch ohne diese Verschwendung jeder gewußt, was Herr Wimmer uns mitteilen will.

#18 |
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Regelmäßige Blutspende resp. regelmäßiger Aderlass kann eine gesundheitsfördernde Maßnahme sein. Selbst die Charité empfiehlt es inzwischen bei Hypertonie. Läßt man einen Aderlass beim Heilpraktiker durchführen bezahlt man dafür. Warum dann nicht gleich zur Blutspende gehen und sich selbst und anderen etwas Gutes tun? Ich denke nicht, dass es bezahlt werden sollte. Soviel von sich selbst sollte jeder gewillt sein, für einen anderen zu geben.

#17 |
  19
Medizinphysiker

Wo hört die Ökonomisierung auf? Wenn schon denn schon. Für die verbindliche Organspendebereitschaft könnte man meinetwegen 2000 Euro Prämie zahlen und es gäbe ausreichend Spenderorgane. Die überzähligen Organe könnte man dann ja ins Ausland verkaufen.

#16 |
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Solange die Gewinne der sogenannten Blutspende nicht allgemeinnützig verwandt werden, ist das keine Spende mehr sondern Ausbeutung.
Also zumindest eine Aufwandsentschädigung.Übrigens: 50 DM = 25 Euro gab es schon
1980 in der Uniklinik Aachen.

#15 |
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Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA)

Ich bin seit 33 J Blutspender. Früher auf Abruf ( bis zu 5 x im Quartal) im Universitätsklinikum, heute DRK. Für mich hats einen bitteren Beigeschmack, das die Spenden teuer verkauft werden.
Wenn ich drüber nachdenke, ich brauchte in der Uniklinik nach einer Not OP ( Blutung nach OP) Konserven. Da hatte die ganze Uniklinik nur 3 Konserven in meine Blutgruppe. Mir wurde nahe gelegt nach 12 Wochen einen HepC und HIV Test zu machen. Viele Spender ( so der Operateur selbst), die für Geld spenden gehen, sind auf diese Kohle angewiesen. Sie geben keine Änderung in ihrem Sexualleben oder bei der Gesundheit an. Dann fehlt eine Einnahmequelle. Hat alles sein für und wieder

#14 |
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Gesundheits- und Krankenpflegerin

@#10
Das ist ja fantastiach!
Freiburger Verhältnisse bundesweit, das wäre traumhaft ;-)
Es geht ja nicht nur um Erykonzentrate, das Blut wird ja auch weiter verarbeitet und alle Endprodukte teuerst verkauft.
Eine Aufwandsentschädigung ist meiner Meinung nach völlig okay:
Fahrzeit/Kosten/ggfs Parkgebühren/Zeit sowie natürlich das Blut.
Ansonsten: durch die Blutuntersuchungen gibts ‘nen Checkup und, ja, am Ende der Spende kann JedeR anonym bestimmen, ob seine/ihre Spende verwendet werden darf.
Nach der Spende gibts ein Getränk, Brötchen oder Kartoffelsalat sowie 18€ hier im Norden.
Das Parkhaus ist frei (Einkaufszentrum), Fahrzeit 2 × 35 Minuten ohne Stau und Fußweg 2 x 10 Minuten, da sind 3 Stunden besser einzuplanen.
SMS oder Mail, wenn die Spende für einen Patienten gebraucht wird, wäre toll.

#13 |
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Ich spende seit Jahrzehnten ohne Bezahlung beim Roten Kreuz.
Früher nannte man so was Aderlaß, und machte es aus gesundheítlichen Gründen…
Jeder der im Ernstfall eine Blutkonserve haben will, sollte auch Blut spenden.
Dito bei der Organspende, wenn nicht spenden will, bekommt auch nichts !
Ich freue mich schon auf meine nächste Blutspende, es wird die 140ste…

#12 |
  17

Wieder mal ein Fall von “sehr scheinheilig” und moralisch mehr als grenzwertig. Unter dem Argument, eine Organspende dürfe aus ethischen Gründen nicht bezahlt werden, verwehrt man den Spendern jegliche Zuwendung, während nachfolgende Institutionen eben dieses Material für atemberaubende Preise verhökern. Ob und wieviel Profit gemacht wird, bleibt im Dunkeln.
Ich habe früher regelmäßig gespendet, jedoch aus Protest gegen dieses scheinheilige und monetär orientierte System damit aufgehört.
Wenn man es für moralisch unhaltbar hält, dass Blutspenden bezahlt werden, dann muss das auch in allen nachfolgenden Ebenen so fortgeführt werden. Alle Kosten müssten dann z.B. von den Kassen oder dem Staat bezahlt werden, ohne monetäres Interesse.
Andererseits sind wir seit einiger Zeit dabei unser armes Gesundheitswesen komplett zu ökonomisieren. Dann darf man diesen wichtigen Teil des Gesundheitswesens nicht außen vor lassen. Dann muss aber auch der Spender etwas davon haben.
Ich habe den Eindruck, man möchte den Spender gewinnen, in dem man ihm moralische Aspekte nahelegt, dann selbst aber Profit damit machen. Das ist keine Motivation für den Spender!

#11 |
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Student der Pharmazie

Ich spende seit einiger Zeit in Freiburg an der Uniklinik Blut. Hier gibt es bei jeder Spende eine Aufwandsentschädigung z.B. bei Vollblutspende 25 €. Außerdem wird einem das Parkticket der Tiefgarage erstattet.
Weitere Anreize werden durch eine Stempelkarte geschaffen, mit der man nach 8 Spenden einen Gutschein in Höhe von 10 € bekommt. Nach der zweiten Spende gibt es eine Tasse mit der eigenen Blutgruppe.

Dazu kommen viele Sonderaktionen im Laufe des Jahres wie Glühweingutschein für den Weihnachtsmarkt, Eisaktion im Sommer, Losaktion für Erstsemester die Erstspender sind, Vereinsaktionen, Neuspender werben und vieles mehr.

Wenn man in dem Bogen das entsprechende Kreuz setzt, bekommt man auch eine Mail, sobald das Blut verwendet wurde. Ich freue mich immer, wenn ich diese Mail erhalte.

Ich finde das System super! Und bin für Anreizsysteme wie eine Aufwandsentschädigung, auch wenn ich ohne diese Anreize spenden würde.

#10 |
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Man sollte nicht mehr von Blut”Spende” reden sondern von Blut”Abgabe” oder Blut”Verkauf”. Eine Spende ist ein freiwilliges “Geschenk” und somit ein Akt der Nächstenliebe und der Hilfsbereitschaft. Natürlich kann man sein Blut statt es zu spenden auch verkaufen. Das hat dann aber mit dem Akt des Spendens nichts mehr zu tun. Wenn allerdings die Aufbereiter der Spende das Blut zu höheren Preisen als der reinen Kostenerstattung verkaufen, dann sollte der Verkäufer des Blutes nicht ausgenutzt werden und adäquat am Gewinn beteiligt werden
Also künftig statt “Blutspende” nun “Blutverkauf” als Begriff verwenden.

#9 |
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Michael Fratz
Michael Fratz

Ich gehe seit Jahren zum Blutspenden. Ich mache dies ehrenamtlich, weil ich vielleicht auch einmal in die Situation kommen könnte, selbst Blut zu benötigen. Nach jedem Blutspenden wird man zu Kaffee und Brotzeit eingeladen und bekommt ein Geschenk beim Verlassen. Ich bin gegen sich das bezahlen lassen.

#8 |
  15
Heilpraktikerin

Bin auch der Meinung dass es bezahlt werden sollte…Es ist ja auch immerhin unser Lebenssaft und (auch wenn sich das Blut wieder nachbildet) ein Stückchen Lebensenergie :)
Das sollte deshalb- neben dem Verkehrs-Aufwand und der investierten Zeit auch gewertschätzt werden. Nebst der Tatsache dass man ja unter Umständen eben Leben rettet. Genial wäre es , wenn man per SMS benachrichtigt wird wenn das gespendete Blut Verwendung gefunden hat!

#7 |
  4
Nichtmedizinische Berufe

Ich habe als Student in Marburg regelmäßig bei den (damals hießen sie noch so..)Behringwerken Blut gespendet und dafür Geld bekommen, ich hatte dabei immer das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben und gleichzeitig bekam ich – zum Monatsende war das ganz nützlich – etwas Geld.
Dann würde die Bezahlung auf einmal eingestellt, ich war seitdem nicht mehr Blutspenden…
Ich plädiere für eine Bezahlung, damit kann der Mangel an Blutkonserven sicher behoben werden.

#6 |
  4
Heilpraktikerin

Lange war es für mich möglich am Blutspendezentrum des Städtischen Klinikums in meiner Nachbarstadt zu spenden. Für eine Blutspende gab es 18 Euro, für eine kurzfristige Thrombozytenspende sogar 40 Euro (mind. 2 Stunden Zeitbedarf). Ich sehe es ähnlich wie Frau Gensrich und Dr. Bordt: Ich fahre mit meinem Fahrzeug hin, habe Parkgebühren, bringe Zeit mit. Eine angemessene Entschädigung hatte ich da gerne genommen. Ich helfe gerne, allerdings hat es für mich ein “Gschmäckle” wenn ich dabei draufzahle und weiß, dass mit meiner Spende Geld verdient wird.
Schön war, dass es im Blutspendezentrum auch die Möglichkeit gab, etwas in Spendendosen z.B. für Ärzte ohne Grenzen oder die DKMS zu stecken. Habe ich auch gerne gemacht, selbstbestimmt.
Mittlerweile ist das Blutspendezentrum geschlossen und alle Konserven werden fremd eingekauft. Ob das wirklich sinnvoller ist, wage ich zu bezweifeln. Im Spendezentrum fühlte ich mich stets gut angebunden, regelmäßige Anrufe “Sind Sie da?, Könnten Sie ggf. spenden?”, man kannte dort seinen Senderstamm. Und wenn es dort wirklich “brannte” bin ich auch mal am Silvestermorgen hingefahren. Ich will nicht verhätschelt werden als Spender, allerdings wertgeschätzt.

#5 |
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Rettungsassistent

Beim Blutspenden gibt es ja die altbekannten Fragebögen, wo anzukreuzen ist, ob man selbst der Meinung ist, ob sein Blut verwendet werden soll oder nicht.
Von daher ist das Risiko gering.
Auch die Verluste für die Blutbanken und Krankenkassen wären gering, wenn man bedenkt, wieviel Geld für ein Ery-Konzentrat fließt.
Warum also soll der Bürger etwas kostenfrei hergeben, womit alle anderen viel Geld machen?
Auch die Bereitschaft des Spendens müsse schon mit Steuerfreiheit belohnt werden, für das erhaltene Geld f.d. Spende.
Wenn man mal betrachtet, welcher Bevölkerungsanteil vermehrt Blut spendet, macht der gar nicht-, gering- & mittelverdienende den Löwenanteil aus und da ist eine adäquate Entlohnung nur gerechtfertigt.
Wie schon erwähnt, haben Spender auch Aufwandskosten, wie z.B. Fahrtkosten.
Weiterhin arbeiten im Blutspendedienst auch sehr viele Ehrenamtliche mit, weshalb der Kostenfaktor f.d. BSD ebenso gering gehalten wird.
Meiner Meinung nach ist daher eine Entlohnung nur mehr als gerecht.

#4 |
  4
Rettungssanitäter

Interessant wäre an dieser Stelle eventuell noch, wie viele potentielle Spender im Rahmen der Selbstauskunft bereit wären falsche Angaben zu sich und Ihrem Gesundheitszustand zu machen, um doch spenden und eben die Aufwandsentschädigung erhalten zu können. Ich denke da beispielsweise an Auslandsaufenthalte mit längerer Sperrfrist. Wer sich gesund fühlt könnte dazu verleitet werden aus finanziellem Interesse diese nicht anzugeben.

#3 |
  7
Nichtmedizinische Berufe

Wie schrecklich, diese “Musik”-Untermalung. Naja, “wer´s mag …”

Ich finde, Blutspenden sollte so einfach wie möglich gemacht werden.

Wenn ich in München zum Blutspenden gehen will, muss ich mit “Öffentlichen” fahren, nach mehrmaligem Umsteigen – man macht es dann eben nicht. Das kostet dann ziemlich Zeit, die ich lieber zu Hause verbringe.

#2 |
  12

Blut ist eine Ware, also zu bezahlen. Hier AB+, war begehrter Spender in Münster, W., Die Blutbank zahlte stets ihren Obolus.

#1 |
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