Vom Sinn und Unsinn der Zahnspange

4. Januar 2019

Das Bundesgesundheitsministerium hat ein Gutachten zur Wirkung kieferorthopädischer Behandlungen in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Die Studien lassen „keinen Rückschluss auf einen patientenrelevanten Nutzen zu“. Ist das der Anfang vom Ende der Spange?

Die aktuelle Meta-Studie des Berliner IGES-Instituts, die durch das Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegebenen wurde, sorgt für Diskussionen. Die Fragen, die im Raum stehen, lauten: 1. Haben Zahnspangen keinen Nutzen? oder 2. Ist der medizinische Nutzen von Zahnspangen und kieferorthopädischen Behandlungen nicht ausreichend erforscht? Denn eine Meta-Studie kann nur so gut sein, wie die ihr zugrunde liegenden Studien.

Im April 2018 hatte bereits der Bundesrechnungshof eine unzureichende Erforschung des medizinischen Nutzens kieferorthopädischer Behandlungen wie etwa Zahnspangen bemängelt. Es wird spekuliert, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) darufhin das Gutachten beim IGES-Institut in Auftrag gab. Denn neben dem medizinischen Nutzen geht es auch um viel Geld: Nach Angaben des Bundesrechnungshofes geben die Krankenkassen jährlich etwa 1,1 Milliarden Euro für kieferorthopädische Behandlungen aus.

Losgetreten wurde die Debatte durch einen Bericht der Bild-Zeitung. Darin hieß es: „Abzocke mit Zahnspangen? Auch die Bundesregierung äußert jetzt erstmals Zweifel, dass das Milliarden-Geschäft der Kieferorthopäden den – meist jungen – Patienten wirklich immer nutzt.“ Das entsprechende Gutachten würde Spahn noch geheim halten.

Inzwischen ist das Gutachten frei zugänglich. Zudem hat das Bundesgesundheitsministerium eine Klarstellung veröffentlicht und die folgenden Kernthesen des Gutachtens zusammengefasst.

  1. Eine abschließende Einschätzung ist nicht möglich: „Da insgesamt nur wenige Untersuchungen zur Mundgesundheit identifiziert werden konnten, die zudem vornehmlich auf Surrogatendpunkten beruhen, lässt sich keine abschließende Einschätzung vornehmen, ob und welche langfristigen Auswirkungen die angewendeten kieferorthopädischen Therapieregime auf die Mundgesundheit haben.
  2. Die Studienlage ist unvollständig: „Zwar konnte eine hohe Anzahl an Studien und Dokumenten in den Recherchen gefunden werden, das identifizierte Material ist zur Beantwortung der zugrunde liegenden Fragen jedoch nur bedingt geeignet.“
  3. Ein patientenrelevanter Nutzen (bezogen auf Morbidität, also Karies, Zahnausfall, etc.) ist zwar nicht belegt. Das heißt aber NICHT, dass es ihn nicht gibt …: „Insgesamt lassen die identifizierten Studien in Bezug auf die diagnostischen und therapeutischen kieferorthopädischen Maßnahmen keinen Rückschluss auf einen patientenrelevanten Nutzen zu. Dies ist insbesondere durch die Heterogenität der Studien in Bezug auf die betrachteten Populationen, die angewendeten Interventionen und die Studiendesigns bedingt und darauf zurückzuführen, dass morbiditätsrelevante Endpunkte wie Zahnverlust, Karies oder Parodontitis und Parodontose i. d. R. erst mehrere Jahre nach der Behandlung auftreten und somit sehr lange Beobachtungszeiten erfordern.“
  4. Die Lebensqualität verbessert sich nach abgeschlossener kieferorthopädischer Behandlung: „Hier zeigte sich, dass Patientinnen und Patienten mit einer abgeschlossenen kieferorthopädischen Behandlung eine höhere Lebensqualität berichteten als nicht behandelte Studienteilnehmerinnen oder Patienten, die sich aktuell kieferorthopädischen Maßnahmen unterzogen.“
  5. Zahnfehlstellungen werden durch die Behandlung verbessert: „Unabhängig von den genutzten Indizes zeigten sich hier durch die Anwendung von kieferorthopädischen Apparaturen Verbesserungen.“

Das 144-seitige Gutachten des IGES-Instituts lässt sich hier abrufen: Kieferorthopädische Behandlungsmaßnahmen

Die DocCheck Redaktion möchte in den nächsten Tagen einen weiteren Artikel dazu veröffentlichen. Was sagen Sie als Kieferorthopäde oder Zahnarzt zu dem Thema? Schreiben Sie uns doch ein Statement in die Kommentare oder schreiben Sie uns eine Mail an: feedback_news@doccheck.com (Wenn wir Sie namentlich im Artikel nennen dürfen, geben Sie uns doch bitte einen kleinen Hinweis.)

29 Wertungen (4.55 ø)
Forschung, Zahnmedizin

14 Kommentare:

Dr. Hans-Joachim Wels
Dr. Hans-Joachim Wels

Ich habe keinen Zweifel: Die Kieferorthopädie kann sehr viel bewirken. Leider nicht nur Gutes und nur selten Perfektes.
Es wird wohl keinen Widerspruch geben, dass es eine ideale Form von Zahnbögen, Verzahnung, Eckzahnführung und Kieferrelation gibt. Die Natur weicht davon freilich sehr häufig ab.
Für Eltern, bzw. deren Kind ist klar: Das Kind soll sowohl von vorne als auch im Profil gut aussehen, und die Argumente des Zahnarztes/des Kieferorthopäden, dass die Pflege erleichtert und die Funktion verbessert werden und weitere sind von Laien auch schwer zu entkräften.
Der Zahnarzt stellt fest: Es gibt eine Abweichung vom Ideal und klärt im Idealfall über die Relevanz von kieferorthopädischen Maßnahmen auf. Die Eltern entscheiden, ob eine kieferorthopädische Behandlung stattfinden soll.
Der Kieferorthopäde nimmt gerne jede Überweisung an. Doch jetzt kommt die Crux: Fast selbstverständlich sieht es nach der Therapie von vorne und oft auch im Profil gut aus, aber funktioniert es auch richtig?
Beim eigenen Sohn musste ich erfahren, dass alles zwar gut aussah und auch die Distallage des UK behoben wurde, es mangels Eckzahnführung aber, andere Komponenten nicht ausgeschlossen, in der Folge frühzeitig zu massiven Abrasionen im Gesamtgebiss kam. Aber da hilft ja die Bruxerschiene von der Kasse.
Ergebnis eines weiteren (Zwillings-)Falls: Top Aussehen, top Verzahnung, nur leider waren bei der Topverzahnung die Gelenkköpfchen nicht in der Gelenkpfanne, denn die Distallage war nicht beseitigt. Folge: Dauerhaft therapiebedürftige Schmerzen -in der Jugend-, behoben durch Schienentherapie, voraussichtlich lebenslang, – aber zahlt ja die Kasse. Die denkbare aufwändige Korrektur zahlt sie leider nicht.
Und dann rege ich mich noch darüber auf, dass es Kfo-Praxen gibt, die Patienten ohne private Zuzahlung gar nicht erst behandeln, obwohl fast alles, abgesehen vielleicht vom Komfort, mit Kassentherapie machbar wäre.
– Ich könnte fortfahren.
Wie soll man da zu einer Evidenz kommen?
Nebenbei: Die Argumente vorheriger Kommentatoren zur funktionellen Gesamtsicht kann ich nur unterstreichen.

#14 |
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Mitarbeiter Industrie

Ist das der Anfang vom Ende der Spange? Nein, wer es sich leisten kann wird sie weiter bekommen. Aber vielleicht ist das der Anfang vom Ende eines Sozialversicherungssystems welches sich durch Mißbrauch und Sozialtourismus an den Rand der Finanzierbarkeit gebracht hat ?! Mit Reduzierung bei Berufsunfähigkeits/Erwerbsunfähigkeitversicherung, Rentenversicherung, Zahnersatz, Zahnreinigung, Lesehilfen, Behandlung der Kinderlosigkeit, Kuren, Massagen etc. hat es angefangen und es wird so weitergehen..

#13 |
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Rainer H. Kraus
Rainer H. Kraus

Wieder einmal ein Streit um des Kaisers Bart! Prof. Dr. med. Albrecht Encke, Past-Präsident der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF), beim 64. ordentlichen Medizinischen Fakultätentag 2003 in Lübeck:

„Nur 20 % der Therapien aller behandelbaren Erkrankungen in der Medizin können durch randomisierte klinische Studien belegt werden, die übrigen Erkrankungen werden deswegen jedoch nicht durch “nutzlose” Therapien versorgt. Die Medienöffentlichkeit reagiert aber auch hier wieder typisch, indem in Publikationen der Tagespresse behauptet wird, daß 85 % aller Erkrankungen nicht nach wirklich gesichertem Wissen behandelt würden und 50 % aller Krankenhausaufenthalte nutzlos seien. Hier müssen wir mit unserem medizinischen Sachverstand durch begründete Stellungnahmen einschreiten.“

Ende des Zitats. Nachzulesen in http://www.mft-online.de/info-center/fakultaetentage/tagungsbericht-des-64-ordentlichen-medizinischen-fakultaetentages-2003-luebeck (unter Punkt 19).

#12 |
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Augenoptiker / Optometrist

Betrachten wir das ganze mal interdisziplinär.
Kiefer-/Zahnfehlstellungen führen oftmals inkorrektem Aufbiss. Dieser fehlerhafte Aufbiss kann zu im kindlichen und jugendlichem Alter zu Kopfzwangshaltungen führen, die wiederum zu Phorien (Schielstellungen) führen.
Desöfteren erleben wir in unserer Praxis, dass nach Korrektur von Winkelfehlstellungen der Augen der Aufbiss verbessert ist. Im letzten Jahr haben ich zwei Fälle erlebt, dass im Vorhinein als ADHS diagnostizierte Kinder durch eine Korrektur einer Phorie auf die medikamentöse Behandlung verzichtet werden konnte und sich Zwangskopfhaltungen auflösten. Damit veränderte sich der komplette Aufbiss, was uns auch der Kieferorthopäde bestätigte. Und genauso gilt es anders herum. Denn wer weiß schon was zuerst da war: Das Huhn oder das Ei.

Wie kurzsichtig ist eine Studie / das Ministerium nicht zu erkennen, das der menschliche Körper ein Gesamtsystem ist, in dem alle Organe, Muskeln und das Skelettsystem aufeinander abgestimmt sind und nur bei einer optimalen Ausrichtung zueinander optimal funktioniert und Folgeschäden zu verhindern sind. Damit sind in den Zeiten von Instagramm und Co. die psyschischen Folgeschäden von heranwachsenden Teenagern gar nicht mit eingeschlossen.

#11 |
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Dr. Rolf Dächert
Dr. Rolf Dächert

Vor Jahren gab es das Argument, dass Zahnersatz beschusst werden müsse:
An den Zähnen soll man nicht den sozialen Status des Menschen erkennen. Da war nicht der Nutzen oder Sinn von Zahnersatz das Hauptargument.
Gilt dieses Argument heute nicht mehr im Zeitalter der Perfektion? Jemand mit einem optisch perfekten Gebiss, (das auch in Harmonie mit dem stomatognathen System funktioniert), hat schon beim ersten Kennenlernen eine andere soziale Stellung als jemand mit groben Unregelmäßigkeiten.
Stehen die Zähne unregelmäßig, wird während der Entwicklung sich das ganze System( Muskulatur, Kiefergelenk, Knochen etc.) danach ausrichten. Das kann über Jahre oder Jahrzehnte problemlos funktionieren. Sollte es in höherem Alter zahnärztliche Probleme geben, ist der Aufwand, der für die Problemlösung getrieben werden muss, in den meisten Fällen extrem hoch. KFO als Prophylaxe.

#10 |
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Dr. rer. nat. Detlef Exner
Dr. rer. nat. Detlef Exner

Erneut beobachten zu können, wie sich unsere Gesundheitspolitik bemüht, die Sinnhaftigkeit eines ganzen Fachgebietes in Abrede zu stellen, ist befremdlich.
Generationen von Kindern, Jugendlichen sind ihren Zahnärzten sicherlich dankbar, daß sie ihnen irgendwann einmal eine Zahnspange “verpasst“ und ihnen damit für immer ( d.h. entsprechende Pflege vorausgesetzt ! ) ein gesundes Gebiss und ein strahlendes Lächeln geschenkt haben.
Mit einem 144-seitigen ( !!! ) Gutachten will nun Herr Spahn eine weiteres Detail aus dem Leistungskatalog streichen lassen. Und das, ohne das irgend jemandem ein Nutzen daraus erwächst. Ich bin der Meinung, das solche präventiven Leistungen wie z.B. eine PZR oder eben eine kieferorthopädische Behandlung wieder viel mehr an Bedeutung gewinnen sollten.
Den Patienten würde es jedenfalls freuen …

#9 |
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In der Orthopädie hat sich diese Vorgehensweise bereits durchgesetzt. Es wurden aufgrund von Studien (diese selektioniert nach den negativen Ergebnissen) arthroskopische Eingriffe bei Arthrosen aus dem Leistungskatalog gestrichen. Das gleiche Prozedere droht den Schultereingriffen bei Impingementsyndromen.
Es dürfte somit nicht verwundern, wenn in diesem Falle genauso vorgegangen würde!

#8 |
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Dr. Volker Alkemper
Dr. Volker Alkemper

Wer ist die Graue Eminenz hinter Bild-Zeitung und Bundesgesundheitsministerium?
Ich würde einen hohen Betrag darauf wetten, dass die GKV die Initialzündung gegeben hat, nachdem sie einen Masterplan zur Abschaffung der Kassen-KFO ausgearbeitet hat.
Wir dürfen nun Zeuge werden, wie zunächst in den Medien und dann in der Politik ein Rädchen ins andere greift, um am Ende die KFO komplett zu streichen, ohne das irgendein Beitragszahler irgendeinen Nutzen davon hat.

Zur Klarstellung: Ich bin zwar Zahnarzt und sehe nicht nur die Fehlstellungen, sondern später auch die funktionellen und sonstigen Folgeschäden bei unterlassener KFO. Ich selbst mache jedoch keine KFO, weil die ortsansässigen Kieferorthopäden das viel professioneller können.

In einer Zeit, in der sogar der Nutzen korrekt angewandter Zahnseide infrage gestellt wird, sollte es schwerfallen, ein Studiendesign zu kreieren, das gleichzeitig über alle Zweifel erhaben und auch noch praxisrelevant ist.

Wie lange hat es noch einmal gedauert, bis bewiesen war, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist?

#7 |
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Gudrun Falkenberg
Gudrun Falkenberg

Nachtrag: Ich bin Logopädin.

#6 |
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Gudrun Falkenberg
Gudrun Falkenberg

Da sind wir Therapeuten im letzten Jahr mit vielen Aktionen auf die Straße gegangen, um endlich menschenwürdige Honorare zu erstreiten. Der Gesundheitsminister wird wohl nicht umhin kommen, ein Gesetz hierzu auf den Tisch zu bringen. Plötzlich haben die Krankenkassen Angst um ihre Milliarden und versuchen, über besagten Minister an anderer Stelle die Kohle wieder reinzuholen und zweifeln plötzlich die (ganz offensichtliche!) Sinnhaftigkeit eines ganzen Facharztberufes an. Nicht zu fassen.

Der Gesetzgeber hat (wann eigentlich?) aus plausiblen Gründen den Beruf des Facharztes für Kieferorthopädie implementiert. Kosmetische Argumente haben damals ganz sicher nur eine untergeordnete Rolle gespielt.

Sich Fachinformationen zu beschaffen oder auch nur mal nachzudenken schadet bestimmt auch Gesundheitspolitikern nicht. Und das nächste Mal vielleicht auch, BEVOR man solche überflüssigen und sicher auch wieder teuren Gutachten in Auftrag gibt.

#5 |
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Kieferorthopädie vs. Kardiologie
Schon erstaunlich! Da müssen in der Kardiologie für jede noch so kleine Intervention (z.B. “bare-metal-stent” BMS vs. “drug-eluting-stent” DES oder Medikation (z.B. ASS 100 in der Primär- oder Sekundärprophylaxe) die Morbiditäten, Co-Morbiditäten, die morbiditätsbezogene und die allgemeine Mortalität herausgerechnet werden, um zu hohen Evidenzgraden bei Leitlinien-Empfehlungen bzw. Evidenz-based-Medicine (EbM) zu gelangen.

Kieferorthopäden haben diese Probleme nicht. Sie schenken uns ein strahlendes Lächeln, um die Sinnhaftigkeit ihres Tuns zu belegen.

Mf + kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, Facharzt für Allgemeinmedizin in Dortmund

#4 |
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Ich bin zwar kein (Zahn)arzt sondern angehender Arzneimittelchemiker aber möchte trotzdem dazu was sagen, was mir schon lange auffällt.Ich habe als Jugendlicher eine Zahnspange dringend gebraucht, sonst sähe ich heute wie Frankenstein aus. Dass eine Zahnspange einem individuellen Patienten helfen kann, ist ja wohl offensichtlich und bedarf keinen Studien, das liegt im Ermessen des Arztes. Leider scheint es ein allgemeiner Trend (in DE?) zu sein, dass alles durch sinnlose Studien zerpflückt wird, bis man einen standardisierten Einheitsbrei hat, der niemanden hilft und Entscheidungsträger (in dem Fall Zahnärzte) in ihrer Handlungsfreiheit einschränkt. Wie können eigentlich so genannte Spezialisten so blind sein?

Oder mal anders: Ich kann auch eine Studie darüber machen, ob mehr blaue oder grüne Autos Unfälle haben. Und ich kann im voraus schon sagen, es wird einen Unterschied geben! Krass oder? Das hat dennoch nichts mit einer Korrelation von Autofarbe und Unfallwahrscheinlichkeit zu tun.

Genauso sollte mal die Sinnhaftigkeit, alles mit Studien in Massen belegen zu wollen hinterfragt werden. Das hat nichts mehr mit Wissenschaft zu tun, wenn man eine Statistik auf etwas anwendet, wo der gesunde Menschenverstand schon sagt: “Ist nicht notwendig”. Und das hab selbst ich als Student, ohne Praxiserfahrung verstanden. -___-

#3 |
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Willkommen in Absurdistan!
Da es keine Studien über den Nutzen der KFO gibt, gibt es ihn nicht! Evidenzbasierte Zahnmedizin am Abgrund! Es kann doch nicht sein, dass die erheblich verbesserte Pflegefähigkeit des kieferorthpädisch regulierten Gebisses und die gleichmäßigeren Belastungsverhältnisse noch extra in Langzeit-Studien in ihrem Nutzen nachgewiesen werden müssen! Liest denn keiner die Grundlagenbeschreibungen zum Thema evidenzbasierter Medizin. Es gibt eine äußere und eine innere Evidenz, die beide ein Gewicht haben! Politiker mit gesundem Menschenverstand könnten das doch auch!

#2 |
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Wirtschaftswissenschaftler

Es ist einfach nur peinlich. Deutschland verarmt, und in diesem Bericht spiegelt sich schlicht ein neuer Eckpunkt: Die Qualität der Zahnversorgung wird heruntergefahren. Das war eine meine ersten Wahrnehmungen zu Menschen aus armen Ländern: Die schlechten Zähne. Ja natürlich, man kann auch mit Zahnfehlstellungen beißen und leben. Die deutsche Politik ruiniert uns seit Jahrzehnten zunehmends und ist eine Schande. Die Mächtigen freut es, das Volk begreift es nicht.

#1 |
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