Konnektoren: Ein Quell steter Freude?

2. Januar 2019

Seit gestern müssen alle Ärzte und Psychotherapeuten laut E-Health-Gesetz an die Telematikinfrastruktur angeschlossen sein. Wie läuft es bei Ihnen in der Praxis? Haben Sie bereits einen Konnektor? Und läuft dieser problemlos?

Wie sieht es mit der Software oder mit anderen Hardware-Komponenten aus?

Oder haben Sie sich bewusst gegen einen Konnektor entschieden und nehmen die Honorarkürzungen von einem Prozent in Kauf? Falls ja, warum haben Sie sich dagegen entschieden? Umfragen zeigen, dass es v.a. unter 40-Jährige beim Eintritt in die Telematikinfrastruktur (TI) sehr eilig haben. Stimmt das? Oder sind Sie ein frisch Niedergelassener und halten gar nichts von der TI?

Wir möchten in den nächsten Tagen einen Artikel dazu veröffentlichen und sind an Ihrer Meinung interessiert. Schreiben Sie uns doch ein Statement in die Kommentare oder schreiben Sie uns eine Mail an: feedback_news@doccheck.com (Wenn wir Sie namentlich im Artikel nennen dürfen, geben Sie uns doch bitte einen kleinen Hinweis.)

Vielen Dank im Voraus.

16 Wertungen (4 ø)

4 Kommentare:

Nichtmedizinischer Beruf

Die Idee, die Patientendaten per EDV zu verwalten, ist grundsätzlich gut. Ich bezweifle aber stark ob dadurch der Patient ein Plus erfahren wird. Bei einige Erkrankungen ist ein interdisziplinäre Vorgehensweise notwendig und Ärzte aus viele Fachgebiete sind gefragt. Wenn der Patient anwesend ist, ist er nicht bei sämtlichen beteiligten Ärzte gleichzeitig anwesend. Damit ist eine Beratung der Ärzte untereinander nicht möglich Bzw. nicht viel anders als Heute. Die Akten sind oft fehlerhaft und eine Korrektur der Eintragung scheint mir, System bedingt, nicht möglich zu sein. Ärzte haben die Gewohnheit Patientenakten, so meine Erfahrung, Quer zu lesen (manche Patientenakten sind sehr umfangreich). Damit sind Fehlern programmiert, einiges wird übersehen oder falsch interpretiert. Ein sorgfältiges Lesen von Akten nimmt viel Zeit in Anspruch, eine Zeit die oft nicht vorhanden ist.
Durch Bürokratie Vermeidung wären die Patienten mehr geholfen.

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Sie dürfen mich ruhig namentlich nennen – ich habe keine Angst vor Spahn und Konsorten! Noch geht es in Deutschland nicht zu wie in der Türkei. Ich bin Kinder- und Jugendarzt, Neuropädiater und Psychotherapeut, 21 Jahre in der Praxis und 63 Jahre alt. Bereits vor 18 Jahren habe ich meine Praxis auf eine papierlose umgestellt, also kein “Maschinenstürmer”.
Eine zentrale Datenspeicherung bietet keine zuverlässige Datensicherheit. Nur dezentral abgelegte Patientendaten sind unattraktive Ziele für Hacking. Alle möglichen Hochsicherheitsnetze sind schon gehackt worden, und die Fachleute sind sich darüber einig, dass es immer nur eine Frage der Zeit ist, bis auch die neuesten Sicherheitsmaßnahmen umgangen werden können.
Außerdem möchte ich mir nicht reinreden lassen, wie ich meine Praxis gestalte, und ich bin angewiesen auf ein funktionierendes Praxisnetz. Deshalb mit mir keine Telematik-Infrastruktur!
M.E. reicht es mittlerweile vielen Kolleginnen und Kollegen, und die noch aus Freude Arbeitenden, es aber nicht mehr nötig Habenden, die werden unter solch dirigistischen, strafbewehrten und in arroganter Form vorgeschriebenen Veränderungen die Lust an der Arbeit im System der GKV verlieren und ihre Mitarbeit aufkündigen. Dann sollen doch von Stakelberg und Spahn die Behandlung persönlich übernehmen. Ich habe vom 24. bis 28.12. durchweg die Praxis im Rahmen des Bereitschaftsdienstes geöffnet gehabt, letzte 2 Tage regulär. Ich war nicht auf dem Golfplatz und erwarte noch immer eine Entschuldigung von Herrn von Stakelberg und von Herrn Lauterbach! Die genannten Herrn sind aber Freitagnachmittag nicht mehr erreichbar. Es handelt sich um gesundheitspolitische Funktionsträger, die die pauschale Diffamierung der Ärzte in völlig respektloser Weise nicht scheuen, selber aber primär nach ihrem persönlichen Fortkommen trachten.

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Arzt | Ärztin

Bestellt und noch nicht installiert, ärgerlich ist neben den nicht voll erstatteten Anschaffungskosten eine Service Gebühr von rund 70 Euro im Monat, die mein Praxis Software Unternehmen verlangen kann, nachdem es erst Mitte 2018 einen passenden Dienst/Konnektor gefunden und empfohlen hat.
Nutzen für mich als Arzt gleich null, hoffe auf künftige Entwicklungen. Enthusiasmus fühlt sich anders an – Dienst nach Vorschrift irgendwie. Zumal da jemand anderes zecht und wir dafür zahlen, oder ist mir was entgangen?

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Arzt | Ärztin

Werde IT nicht anschliessen, es fehlen Sicherheiten der Datenfol gevereibarungen. Und wenn Hardware Provider diese nicht liefern (brauchen/können) bleibt die Verantwortlichkeit eines Datenmissbrauchs immer beim Arzt hängen, der die Daten ja “freiwillig” in die Cloud schickt. Pflichtfortbildung ist die neue Veröffentlichung des ChaosComputerClubs von der letzten Session in Leipzig. Einfach mal nachlesen und dann Denken!!!

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