ADHS kommt selten allein

20. November 2012
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Oppositionelles Problemverhalten ist eine bekannte Begleiterscheinung von ADHS. Auch andere psychische Störungen wie Tics, Angst- und Persönlichkeitsstörungen sind bei Kindern mit ADHS häufiger anzutreffen als bei Kindern ohne, wie Forscher nun nachwiesen.

Häufig machen Lehrer die Eltern von Kindern mit ADHS darauf aufmerksam: Neben der Unkonzentriertheit, Impulsivität und der ständigen Unruhe wollen die Kinder sich nicht an Regeln halten, sind “trotzig” und stören den Klassenfrieden. Die “Störung des Sozialverhaltens mit oppositionellem, aufsässigem Verhalten” (ICD-10: F 91.3) wird häufig mit ADHS in Verbindung gebracht. Diese und weitere psychische Störungen gelten als Komorbiditäten von ADHS, wobei sich die Wissenschaftler noch uneins darüber sind, was nun “Henne” ist und was “Ei”: Aus psychodynamischer Sicht sind ADHS-Symptome die Folge von Traumatisierungen und Beziehungsstörungen.

Aufmerksamer bei psychischen Störungen

Verhaltensbiologisch orientierte Wissenschaftler beschreiben ADHS als eigenständiges Krankheitsbild, das weitere psychische Störungen zur Folge haben kann. Diese Frage konnten auch Kouichi Yoshimasu et al. von der Mayo Clinic Rochester, Minnesota, USA, nicht klären. Was sie jedoch zeigen konnten: Psychische Störungen sind so häufige Begleiter von ADHS, dass Kinderärzte und Psychologen hier besonders aufmerksam sein sollten, damit die Kinder adäquate Hilfe erhalten. Kouichi Yoshimasu und seinen Kollegen lagen die Daten von 5.718 Kindern (2.956 Jungen und 2.762 Mädchen) vor, die zwischen 1976 und 1982 in Rochester, Minnesota (USA), geboren sind und im Alter von 5 Jahren immer noch dort lebten. Medizinische Daten erhielten die Autoren von der Mayo Clinic, vom Olmsted Medical Center und den drei angeschlossenen Kliniken – diese sind in der Datenbank des Rochester Epidemiology Projects (REP) zusammengefasst. Des Weiteren stellten die Schulen ihre Daten zur Verfügung. Demnach hatten Schulpsychologen, Ärzte, Sozialarbeiter, Lehrer oder Eltern bei 1.961 Kindern Auffälligkeiten im Sinne von ADHS festgestellt.

Große Menge an Daten

Bei 379 dieser Kinder lag eine gesicherte ADHS-Diagnose vor, die Ärzte und Psychologen anhand von DSM-IV-Kriterien, ADHS-Fragebögen und klinischem Bild gestellt hatten. Diese 379 Kinder wurden bis zum Alter von 19 Jahren bzw. bis zu ihrem High-School-Abschluss passiv verfolgt. Zu jedem ADHS-Kind gab es zwei passende Nicht-ADHS-Kinder, die als Kontroll-Kinder zum Vergleich dienten. Die Autoren durchsuchten die REP-Datenbank nach weiteren Diagnosen bei den ADHS- und Kontroll-Kindern. Sie fanden 299 dokumentierte Diagnosen, die sie zu 10 Diagnose-Kategorien nach DSM-IV zusammenfassten. Schließlich lagen den Forschern die Daten von 343 ADHS-Kindern und 712 Kindern ohne ADHS vor. Kinder mit ADHS waren vorwiegend Weiße (p = 0,02), hatten häufig Mütter mit einem niedrigen Bildungsabschluss (p = 0,01) und relativ junge Mütter (p < 0,01) im Vergleich zu den Kontrollen. Es waren keine signifikanten Unterschiede in Bezug auf perinatale Faktoren festzustellen.

Mindestens eine weitere psychische Störung

Von 343 ADHS-Kindern hatten bis zum Alter von 19 Jahren 213 (62 %) Kinder mindestens eine weitere psychische Störung. Im Gegensatz hierzu waren nur bei 19 % der Kontroll-Kinder psychische Störungen diagnostiziert worden. Die Anzahl der festgestellten psychiatrischen Störungen war bei den ADHS-Kindern deutlich höher als bei den Nicht-ADHS-Kindern (p < 0,001) – dabei gab es keinen Unterschied zwischen Mädchen und Jungen. Allerdings zeigten die von ADHS betroffenen Jungen deutlich häufiger ausschließlich externalisierende Komorbiditäten als die Mädchen (20,2 % vs. 7,0 %, p < 0,01).

ADHS-Kinder litten im Vergleich zu den Nicht-ADHS-Kindern signifikant häufiger unter oppositionellem Problemverhalten (Hazard Ratio [HR] = 9,54), Tics (HR = 6,53), Persönlichkeitsstörungen (HR = 5,80), Essstörungen (HR = 5,68), substanzbezogenen Störungen (HR = 4,03), Anpassungsstörungen (HR = 3,88), affektiven Störungen (HR = 3,67) und Angststörungen (HR = 2,94). Von ADHS betroffene Kinder mit Komorbiditäten litten deutlich häufiger unter sozialen, emotionalen und psychischen Schwierigkeiten als ADHS-Kinder, die keine weitere Störung aufwiesen. Die Studienergebnisse verdeutlichten einmal mehr, dass die “pure Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung” eher selten anzutreffen sei, so die Autoren.

Weitere Studien

Interessant in diesem Zusammenhang sind möglicherweise auch psychoanalytische Ansätze bei ADHS. Marianne Leuzinger-Bohleber und ihre Mitarbeiter vom Sigmund-Freud-Institut Frankfurt konnten in der “ADHS-Präventionsstudie” nachweisen, dass die Faktoren Ängstlichkeit, Aggression sowie Hyperaktivität bei Mädchen deutlich durch psychoanalytische Unterstützungsangebote im Kindergarten gesenkt werden konnten. Die Studie wurde von 2003–2006 an 14 Kindertagesstätten (Kita) mit 500 Kindern und einer ebenso großen Kontrollgruppe mit weiteren 14 Kontroll-Kitas durchgeführt. In einem Nachfolgeprojekt vergleichen die Frankfurter Wissenschaftler nun die Wirksamkeit psychoanalytischer Therapien und Verhaltenstherapien bei ADHS.

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34 Kommentare:

Nichtmedizinische Berufe

Noch ergänzend etwas, das ich selber für das Wichtigste halte, eben um nicht allzu schnell abzustempeln, auch wenn das benannte Syndrom zutreffend ist: es sei vor allem zu berücksichtigen, daß die Hirnentwicklung unter allen Kindern nicht mit gleicher Geschwindigkeit erfolgt.

So mit etwas Glück und Hoffnung kann es sein, daß Kinder unter AD(H)S noch im Laufe des Wachstums nachholen, allgemein innerhalb von 3 Jahren, d. h. ihr Gehirn paßt sich an die Umwelt an und wird erst mit der Zeit reifer etc., so daß das Syndrom schon verschwindet. Deshalb rate ich ab, allzu schnell oder vom Anfang an, Medikamente zu verabreichen, insbesondere Ritalin, die Ärzte eben aus Unsicherheit nicht einfach von heute auf morgen verschreiben sollten.

#34 |
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Peter Zimmer
Peter Zimmer

diverse Beiträge sind sehr aufschlussreich. Komme aber nicht umhin einigen beizupflichten, dass jedr etwas weiß und seine Kommentare und Erfahrungen zum besten geben zu müssen!
Schade, dass dieses so wichtige Thema zur Schlammschlacht verkommen muss.
Acuh wir haben 2 Kinder die deutlich Verhaltens auffällig sind und sehr schnell als ADHS’ler eingestuft oder abgestempelt werden.
Als niedergelassener Orthopäde wollte ich unter keinen Umständen mich auf die “Retalin-Schiene” beeben, da diesedoch eine Symptomtherapie und keine Ursachentherapie bedeutet. Korrekt, denkte ich ist ADHS ein Syndrom und multifaktoriell bedingt. Keines trifft für alles und jeden zu! Gut finde ich den biochemisichen und multifakt. psychologische Ansätze
Vermisse völlig einen ganz anderen Ansatz:
Durch intraindivuduellen, körperlichen Stress durch schlechte/ungünstige Körperhaltung, Augenfehlstellungen (u.a. Strabismus,Winkelfehlsichtigkeiten etc.) und Zahn/-Kieferfehlstellungen kommt es zu u.a. zu einer Aktivierung des vegetativen Nervensystems. Verstärkt durch die massiven, vor allem optischen/akustischen Eindrücke durch TV/Internet/Facebook etc./Nintendo und Co. werden bei vorliegenden Störungen die Kompensationsmechanismen (u.a Körperhaltung, nächtl. Knirschen) dieser Personen völlig überfordert. Dabei äußerst sich bei einigen dieser psycho-emotionaler Stress sehr wohl organisch:
Lese-/Rechtschreibschwäche, Konzentrationsstörungen, Schwindel, Tinnitus, Kopfschmerzen, Migräne, Geruchs- und Geschmackstörungen,unklare Ober- und Unterbauchbeschwerden, chron. HWS/BWS/LWS-Beschwerden, u.a. Leisten oder Knieschcmerzen können sich dahinter verstecken. Die Symptome sind vielfälltig und bunt wie ein Chamäleon!!! Häufig wird in der Zahnmedizin dieses als CMD (cranio-mandibuläre-Dysfunktion) zusammengefasst. Wenn dieser körperliche Stress nicht abgebaut werden kann, entstehen nicht selten körperliche oder psycho-vegetative Beschwerden. Langes stilles Sitzen in der Schule etc. sei hir nur beispielhaft genannt. Vor allem die durch fubnktionelle Störungen wie Winkelfehlsichtigkeiten sind die Augen sind erheblich überlastet. Das hiermit direkt verbundene Hirnareal wird ggf. über- und fehlbelastet Hier empfehle ich das Buch “Vorsicht Bildschirm”, glaube von M. Spitze, es kann zu den vielfältigsten Symtomen o. g. kommen.
Auch wir haben Jahre gesucht bis wir den problemen einen Namen geben konnten, aber ADHS ist jetzt vom Tisch!!! Als Orthopäde haben wir einige Kinde und Jugendliche denen wir den Stress von Haltung/ Wirbelsäule, Zähnen/Kiefer und Augen nehmen können. Einige haben dramatische Besserungen, einige nu leichte, manche gar keine Linderung oder Verbesserung! Keiner ist gleich!!!
Leider möchten wir immer ein Schema oder Schubladen haben, diese gibt es aber häufig eben nicht!
Bin fest davon überzeugt, dass hier eine interdisziplinäre Zusammenarbeit und Behandlung erforderlich ist: Psychologisch/Psychiatrisch, Logopädie, Augenheikunde/Funktionaloptometrie, Osteopathie, Zahnarzt/Kieferorthopädie und gerne mich zuletzt; der spez. qualifizierte Orthopäde.
Alle solten nicht vergessen um was es denn geht: um die Menschen, unsere Kinder die erhebliche Probleme und Beschwerden haben und in unserer hektischen Gesellschaft nicht zurecht kommen. Wäre schön wenn man das Ziel, das Helfen vor Augen hat und nicht die eigene “Selbstbeweiräucherung”

#33 |
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Nichtmedizinische Berufe

Klar ist, daß es einen Unterschied zwischen ADS und ADHS gibt. Ein Syndrom ist es schon wie in einem Beitrag erwähnt, aber es ist längst keine Diagnose, insofern die Ursachen ziemlich unterschiedlich sind. Psychologische bzw. Psychische Störungen liegt häufig vor, sogar eine Legasthenie u.a., versteht es sich, wenn biologische Vorgänge im Hirn nicht ganz einwandfrei sind.

Wenn ich z.B. täglich am Spielplatz mit ansehen muß, wie ein Junge wenig Kontakt zu anderen Kindern hat, um nur noch seinen Fußball ständig in die Luft zu schießen, kann ich wohl davon ableiten, daß er unter ADHS leidet, denn es fehlt ihm:

a) die Ruhe
b) bedingt von (a) die Konzentration

mit der Folge, daß er mit anderen Kindern kaum “normal” spielen würde. Selbst konnte ich mit ihm nur bis zu einer Grenze und für kurze Zeit spielen. Wenn er dabei lacht, für etwas, wo keiner lacht oder sonst umgekehrt, stimmt es ja bei ihm etwas nicht, nur um ein Beispiel zu nennen.

#32 |
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Ärztin

Na dann, Herr Kollege Hoyme, schließe ich mich ihrer Vorgehensweise an und hoffe dass wir uns in Zukunft nur noch auf sachlicher Ebene begegnen.

#31 |
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Jetzt wird´s zu persönlich … Frau Koll. Schuster hat da etwas ” in den falschen Hals bekommen ” , was ich gar nicht gemeint habe … Also werde ich jetzt mit Beiträgen Schluß machen und weiter der interessanten Diskussion folgen ..
Alles Gute allen Interessierten

#30 |
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Ärztin

Sehr geehrte Herr Psychiater,

ich wurde schon mehrmals in verhöhnender Weise von dem Kollegen Hoyme angegriffen. Auch ich muss mir das nicht bieten lassen. Öffentliche Grabenkämpfe sind nicht mein Stil.

#29 |
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Krankenpflegehelfer

Danke endliche welche die uns ADHSler verstehen.

#28 |
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Ärztin

Sehr geehrter Herr Kollege Hoyme. Sie haben 35 Jahre Berufserfahrung und in 50 Kliniken als Oberarzt und sogar Chefarzt gearbeitet und waren gleichzeitig Hausmann und haben ihre Kinder selbst erzogen, auch wenn der Focus (1993) davon berichtet, dass Sie für Frau und Sohn 3000.-¿ “abdrücken” mussten. Sie schreiben an 6 Büchern und lesen gleichzeitig 6 Bücher. Bezeichnen sich als 60er ADHS´ler und konnten vor Respektspersonen stillsitzen. Sie sind Orthopäde und Internist mit Schwerpunkt Muskeln und Gelenke und außerdem noch Rehamediziner. (Das schließt sich wenigstens nicht aus.) Sie lieben Disziplin,Zucht und Ordnung und haben ein besonderes Verhältnis zur Strafe. Patienten müssen lernen mit Schmerzen zu leben bevor man diese mit Schmerzmitteln theapiert. -Alles zusammengetragen aus ihrem umfangreichen Kommentarenrepertoire.
Frauen halten Sie grundsätzlich für unqualifiziert und sowohl beruflich als auch privat permanent für überfordert. Weil Kolleginen ständig wegen Überforderung krank sind müssen Kollegen ständig für sie einspringen. Deren Arbeitsbelastung lässt sie dann zur Flasche greifen, die Armen! Lügen scheint für Sie die normale Kommmunikationsform der Frauen zu sein. Herrn Möbius kennen Sie zwar nur vom hörensagen, zitieren ihn aber in einem anderen Beitrag. Mütter erziehen ihre Kinder zu Prinzen und Prinzessinnen und “frauliches Denken”, was immer das auch sein mag, zerstört unsere Gesellschaft.
Herr Hoyme,ich habe all das aus ihren Beiträgen der letzten zwei Jahre zusammengetragen und da gibt es noch viel mehr. Nur die Bücher konnte ich nicht finden. Ich werde mich nicht auf ihr Niveau herablassen und sie hämisch verlachen, wie Sie bei mir. Aber ich empfehle ihnen dringend einen Besuch bei einem Fachmann für ihre Probleme, falls Sie eine Krankheitseinsicht haben.
Übrigens kann die Welt auf Väter wie Sie verzichten.

#27 |
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Krankenpflegehelfer

Hallo
ich bin 30 jahre alt und bei mir wurde mit 18 ADHS Diagnostieziert und alle möglichen Therapien ausprobiert und die haben nichts gebracht. Meine erste Ausbildung die ich gemacht habe war ich Schulich sehr schlecht und habe gerade so meinen Gesellenbrief bestanden. Ich wollte damal auch kein Ritalin nehmen. Dann habe ich normal als geselle gearbeitet jahre lang und so weiter gemacht wie immer früher und ein problem kam nach dem anderen dann wurde ich Arbeitslos und wusste nicht mehr weiter. Ich wollte immer Etwas in der Pflege machen und dachte das ich das aber nicht kann weil ich immer schlechte Noten hatte. Irgendwann bin ich wieder zum Facharzt und dann probierte ich es doch mit Methylphenidat. Ich machte dann übers Rote Kreuz eine Ausbildung zum Rettungsassistenten und später auch noch In einer Klinik eine Ausbildung Zum Pfleger und Dank MPH und Verhaltens Therape habe ich in beiden Prüfungen jeweils ein zwei gehabt.
Also an alle die hier schreiben ADHS gibt es nicht und man wäre nur vernachläsigt wurden die sollen lieber gar nichts schreiben weil die gar nicht wissen wie schwer es mit ADHS ist. Außerdem haben meine Eltern sich immer sehr gut um mich gekümmert und das mit viel liebe aber ich wusste auch wo meine grenzen sind.
LG Davi

#26 |
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Pflegewissenschaftlerin

Liebe Frau Dr. single,
lesen ist manchmal hilfreich, ich habe nicht gegen sondern für Ritalin gesprochen- es ist äußerst hilfreich und zum ersten Mal hat unsere Tochter lebensqualität weil sie nicht aus jeder sozialen Gruppe rausgemobbt wird und trotzdem kreativ und eigenwillig sein kann.

#25 |
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Heilpraktikerin

Unser Sohn wurde von seinem Vater tagsüber oft betreut da sein Vater Schicht gearbeiet hat. Auch hat er von uns beiden viel Liebe bekommen. Also kann man auch hier nicht von einer schlechten Betreuung vom Vater reden.
ADHS Kinder sind anders, ecken an und bekommen oft zu hören “du bist schwierig”sie sind zerstreut vergessen viel, vor allem leben sie im HIER und JETZT, darum sind sie oft mit ihren Gedanken woanders. Von Lehrern und Betreuern bekommen sie häfig das Feedback “du nervst, du störst”…etc. An Strafen mangelt es auch nicht.
Wundert es da, dass daraus psychische Störungen wie Ängste, Drogenmissbrauch und Essstörungen etc entstehen? Man bekommt den Satz “ich bin falsch oder nicht normal” praktisch eintätowiert.
ADHS oder ADS mögen sich verwachsen, die Wunden bleiben.

#24 |
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Dr. Sandra Single
Dr. Sandra Single

In all den Kommenaren schimmert etwas wesentliches durch: wir brauchen kleinere Klassen, so dass der Lehrer auch (vermeintliche) ADHS Kinder mit auffangen kann, wir brauchen Grundschullehrer und Kindergärtner und Eltern, die mit den kleinen wilden Jungs raus gehen, um sie auszupowern, statt im Warmen am Bastelltischen sie zum Verzweiflen zu bringen. Wir brauchen weniger Lernstoff, damit in der Schule Zeit zu anderem ist (Sport, miteinander Leben, Teambildung) Wir brauchen geregelte Ernährung, damit sie nicht in Unterzucker kommen, der alle Symptome noch schlimmer macht. Ja, wir brauchen die Jäger, denn diese schaffen Neues, manchmal (Wage)Mutiges, manchmal super Kreatives, manchmal auch nichts besonderes – was völlig ok ist. Aber auch ja, diese Jäger brauchen in jungen Jahren starke Führung, viel Akzeptanz, viel Platz zum Herumtollen. Wir werden ADHS nicht abschaffen können, wir werden auch nicht die Normalos anpassen an ADHS, aber wir könnten es schaffen, dass ein kinder/jungenfreundlicheres System dem ADHS die Basis nimmt. In diesem Sinne, bitte weniger bloede, angreifende Kommentare. Ach ja, noch eines: der Artikel zitiert Statistik – immer gefährlich bei solchen multi-faktoriellen ‘Krankheiten’.

#23 |
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Ich finde die Diskussion höchst interessant … und “oute mich” als “ADHS-Menschen ” der 50er und 60er Jahre . Auch heute lese ich gleichzeitig in 6 Büchernund schreibe an 6 Büchern etc….( also alle , auch die Besserwissensgutmenschen” , haaaha …, Frau Schuster etc.. haben auf vielerlei Gebiet recht ,aber..) Was war aber in diesen früheren Jahren für uns anders ? Wir wurden in einer patriachalicheren Gesellschaft erzogen ,die wenigstens wußte ,daß sie neben Bildung auch Disziplin vermitteln mußte ( viele gute männliche Lehrer ! ) und wir opponierten den erfahrenen Respektpersonen ( ! ) nicht und konnten stillsitzen ..Und da ( man lese DEborah Tannens ” Du kannst mich ja nicht verstehen ” und die Nachfolgebücher ) fängt das Problem des fraulichen Denkens ( auch ohne Möbius) an … DWenn es die Gesellschaft ist , die zerstört , dann die ” Vaterlose ” ….

#22 |
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Pflegewissenschaftlerin

Hallo ihr lieben Besserwissengutmenschen,
ich habe eine 27jährige AD(H)S tochter, nachgewiesen durch die Uni Würzburg, sie hat die Schule schlecht abgeschlossen, ist aus jedem Job als Verkäuferin herausgeflogen- aber man soll sie ja nicht unter Rotalin setzen, auch als Hartz 4 er lebt es sich doch ganz gut.
wir sind keine Jäger mehr, die welt ist wie sie ist und blödes Gelaber über die schlimme Pharmaindustrie bringt diese Menschen nur an den Abgrund- oder gebn sie meiner Tochter einen Arbeitsplatz??
Sie kann gut mit Kindern-

#21 |
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Ärztin

Zum Schluss möchte ich zum Thema ADHS noch die umfassende Literatur mitsamt Arbeitsmappen von Dieter Krowatschek empfehlen. Er hat zusammen mit seinem Team das “Marburger Konzentrationstraining für Schulkinder” entwickelt.
Viele Kinder sind alleine mit verhaltenstherapeutischen Maßnahmen führbar aber auch Kinder unter Ritalintherapie profitieren von Verhaltenstherapie, ohne fallen viele Kinder nach Absetzten des Medikamentes wieder in alte Verhaltensmuster. Krowatschek “nimmt die Kinder an die Hand” und führt sie durch die schwierigen Abschnitte des erwachsenwerdens.

#20 |
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Ärztin

Guten Abend Herr Kollege Hoyme. Es ehrt Sie, diesen Schwachsinn von Möbius doch nicht im Repertoire zu führen, hoffe ich jedenfalls. Aber ich möchte Sie doch bitten nicht immer die Frauen für alles was ihnen aufstößt verantwortlich zu machen. Es mag überforderte Frauen geben, es gibt genau so viele überforderten Männer. Wenn ihnen der Alltag mit den Kindern gelungen ist, dann ist das ja gut. Aber es sind weder alleinerziehende Mütter hilflos und auch nicht meistens schlecht gebildet, noch erziehen Sie ihre Kinder zu Prinzen und Prinzessinnen. Sie würden sich wundern, wenn Sie wüssten wie viele ihrer Kolleginnen alleinerziehend sind.
Ein wirklich großes Problem sind allerdings die allgegenwärtigen Unterhaltungsmedien kombiniert mit berufstätigen Eltern (nicht nur alleinerziehend) und die fehlende Grenzsetzung von Betreuungsinstituten ,die schon im Kindergarten beginnt, auf die man aber leider angewiesen ist. Da habe auch ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Rechtzeitig und konsequent Grenzen setzen gehört auch zur Verhaltenstherapie bei ADHS- Geplagten und schadet keinem Kind. Innerhalb dieser Grenzen soll man Kreativität fördern nicht ohne Grenzen. Die ein oder andere Einrichtung schüttet im Rahmen der Kreativitätsförderung schon einmal das Kind mit dem Bade aus. Gerade Jungs wollen immer wieder wissen wo ihre Grenzen sind, Mädchen später auch. Und Kinder wollen und sollen sich bewegen. Unser “zivilisiertes” Umfeld hindert Kinder oft ihre Grundbedürfnisse nach Geborgenheit, familiärer Sicherheit und Bewegung zu erfüllen; die einen werden dick und die anderen hibbelig. Nur sehr wenige Kinder haben wirklich ADHS und sprechen auf Ritalin an. Die meisten vermeintlichen ADHS-Kinder zerbrechen an unserer Gesellschaft.

#19 |
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Gesundheits- und Krankenpflegerin

Der Artikel ist von schmerzhaft schlechter Qualität, nicht state of the art. Eine einfache Auflistung der Studien und der entsprechenden Links wäre nützlicher.

#18 |
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Dr. Julia Gebhardt
Dr. Julia Gebhardt

Ich selbst bin betroffen, aber ohne Diagnose. Es gibt denke ich weniger Mädchen, die “betroffen” sind, weil wir von Natur aus angepasster sind… Ich habe drei Jungs, da merke ich deutlich den Unterschied.
Zwei Bücher, die für mich sehr hilfreich waren sind:
“Eine andere Art, die Welt zu sehen: Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom” sowie “Warum unsere Kinder Tyrannen werden”. In demm ersten Buch wird aufgezeigt, dass typische ADHler eigentlich typische “Hunter” sind, die in unsere heutige “Farmer”gesellschaft einfach nicht reinpassen. Im zweiten Buch wird beschrieben, dass durch die gesamtgesellschaftliche Entwicklung Kinder viel zu viele Freiheiten und Entscheidungsmöglichkeiten bekommen, z.B. war es im Kindergarten bei meinen Jungs so, sie durften sich entscheiden, ob sie basteln wollen oder nicht. Sie haben natürlich lieber weitergespielt und damit nicht gelernt, auch mal etwas zu machen, wozu sie auf Anhieb weniger Lust haben (wenn sie es dann machen, haben sie ja auch Spaß daran), längere Zeit ruhig zu sitzen und sich zu konzentrieren sowie die Feinmotorik wurde nicht trainiert. Man merkte in der Schule deutlich den Unterschied der Kinder aus diesem Kindergarten im Vergleich zu den Kindern aus dem Nachbarort.
Zusätzlich kommt bei mir und meinen Jungs dazu, dass wir umgeschulte Linkshänder sind, was auch nicht ganz unproblematisch ist. Und die typischen Eigenschaften von Linkshändern entsprechen auch wieder mehr den ADH-Menschen. Als ich in der Familientagesklinik war, haben viele Mütter angegeben, die ich einfach mal gefragt habe, dass ihre Kinder viel mit links machen oder Linkshänder sind. Dies wird “natürlich” nicht von den Ärzten unterstützt, aber sie haben es ja auch nicht gelernt…

#17 |
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Mittlerweile wird jede Abweichung von der Norm als pathologisch und behandlungsbedürftig bezeichnet.
Wer bestimmt die Norm.

Morgens Amphetamine und Abends ein Neuroleptikum.

Diese Welt von lauter angepassten Langweilern in der “Aufsässigkeit und oppositionelles Trotzverhalten” als Krankheit definiert wird ist nicht mehr zu ertragen.

Jugend ist immer aufsässig.
Jugend ist immer trotzig.

Und es ist ihr verdammtes Recht und Pflicht so zu sein.

Ich war in meiner Jugend aufsässig und ich war trotzig und bin es auch heute noch und das ist auch gut so.

Diese angepassten geschniegelten Pappmachetypen in Ihren gestreiften Hemden und frisierten Lebensläufen sind unerträglich.

#16 |
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Erwachsene mit ADHD haben als Ko-Morbidität häufig Alkohol-Abusus.(Fortbildungsveranstaltung des Berufsverbandes)

#15 |
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Ja , Frau Kollegin Schuster , jetzt haben Sie voll danebengetroffen : Ich bin Hausmann , Kindererzieher ( als Student habe ich – nicht meine Frau ( ! ) unseren ältesten Sohn meist versorgt und die Vorlesung schwänzen müssen …), habe unsere 2 Kinder zugesprochen bekommen, nach der scheidung nebenbei meine OA-Stellung bedient , Schulkonferenzen besucht etc. … daher also meine Interessen und mein diesbezgl. Wissen ( möbius hatte ich nur gekannt , nicht gelesen , haaha.. ganz interessant , seine Abhandlung …

#14 |
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Ärztin

Guten Tag Herr Kollege Hoyme. Haben Sie eigentlich Kinder? Haben Sie sich an der Erziehung ihrer Kinder beteiligt oder ist das Frauensache? Waren Sie alleinerziehend und mussten Familie und Kind(er)mit Schule und allen gesellschaftlichen Ansprüchen an Eltern und Ärzte unter einen Hut bringen?
Ihr Frauenbild kenne ich ja in der Zwischenzeit (Möbius: “der physiologische Schwachsinn des Weibes” zur Grundlage). Kann es damit zusammenhängen, dass Sie deshalb stereotyp von überforderten Müttern schreiben?
Es ist wahr, dass geade Jungens in der Schule heutzutage eine sehr schlechte Akzeptanz bei den Lehrerinnen haben, vor hundert Jahren war das anders. Auch ich kann ein Lied davon singen. Aber Herr Hoyme, beantworten Sie mir doch bitte die Frage, warum heutzutage so viele Frauen den Lehrerberuf ergreifen. Vor hundert Jahren war auch das anders.

#13 |
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Ach ja , Frau Freytag bringt mich auf den Gedanken , daß ich ja die alte deutsche gute Bildung ( Land der Dichter und Denker ) , die MUsik und den Sport sowie das Herumstreifen in der Natur als “Disziplinierungsmaßnahmen ” vergessen habe zu erwähnen…

#12 |
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Olaf Bachmann
Olaf Bachmann

Wieder eine Studie zum Thema ADHS / ADS die man deuten möchte mit: Traue nur der Statistik, die du selber gefälscht hast.
Als direkt Betroffener AKADEMIKER mit ADS und ADHS Kind kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Kein Wort zur biochemischen Grundlage ( Hirnstoffwechsel, Neurotransmitter usw. ), kein Wort zur Lehrerschaft, die zum Gro0teil nicht mak weiß, was ADHS ist. Kein Wort zum Schulsystem das definitiv keinen Platz für diese Kinder in überfüllten Klassenräumen hat.
Also machen wir einen Stempel drauf auf die Kids: Kinder von minderbemittelten Assis, da kann man halt nichts anderes erwarten!
Diese Studie gehört in die Mülltonne.

#11 |
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Auf den ersten Blick scheint die umfangreiche Beobachtungsstudie
recht überzeugend . Daß . wie einige Kommentare erkennen lassen , das Problem der Frauen-Sicht dieser Welt eine ( große ? ) Rolle spielt , halte ich für wichtig ! Schon deutsche Studien haben vermuten lassen , daß die ” männliche Art ” der JUngen bei Lehrerinnen etc. schlechte Karten hat . So sind Noten und Behandlung in Schule und KIndergarten oft “frauengetönt ” . D
as Problem – meist alleinerziehender ( hilfloser ! ) und schlechtgebildeter- Mütter ist bekannt ! Hier hat die (” ach so moderne “) Gesellschaft schuld . Das speziell ” US-amerikanische ” und die große Schuld des Medienkonsums ,des mangelnden Bücherlesens und Erziehung der KInder durch die Mütter zu ” Prinzen und Prinzessinnen ” kommt mir zu wenig zur Sprache …Farbige müßten eigentlich mehr ADHS haben , da es dort ein großes Problem alleingelassener MÜtter mit ” südlicher , schlechter Erziehung ” in den USA gibt …

#10 |
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Die Kommentare zu diesem Artikel über “Ppychische Störungen” und “Komorbidität” sind erfrischend!
Der Genuss von Omega 3 soll angeblich ebenfalls Besserung bringen.
Haldelt sich es wirklich um eine Krankheit?
Bei dem Sohn von Frau Zarius-Neckermann würde ich mal über “hochsensible Menschen” googen.

#9 |
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Dipl.-Biol. Susanne Zarius-Neckermann
Dipl.-Biol. Susanne Zarius-Neckermann

Aus meiner Sicht – nicht evidence based aber mit 21 Jahren Erfahrung als alleinerziehende Mutter eines stigmatisierten ADS Menschen – ist die Gesellschaft krank. Es war Anfang 1990 eine Odyssee allein die Diagnose zu stellen – da muss jeder psychische Störungen bekommen, wenn er ab dem 3ten Lebensjahr nur noch auf Normalität getestet wird.
Die 8 Jahre Schule meines Sohnes waren für mich anstengender als die 27, die ich selbst in der Schule war. Eine Klasse mit 33 Kindern aus 11 Nationen – die können sich kaum auf eine gemeinsame Sprache einigen. Das muss Probleme geben, wenn ein Gehirn überaufmerksam ist.
Wenige Jahre habe ich meinem Sohn Ritalin gegebn, über 10 Jahre in Familientherapie bei einer Kinderpsychologin investiert und heute bin ich überzeugt: Wenn mein Sohn im Wilden Westen oder im Busch gebiren wäre, man ihm Pfeil und Bogen in die Hand gedrückt hätte und er für die Ernährung eines ganzen Clans hätte sorgen müssen – keiner hätte bessere Voraussetzungen gehabt. Er nimmt alles wahr in seiner Umgebung (ermüdet natürlich dadurch auch schneller und ist wenn er wenig oder schlecht geschlafen hat schnell gereizt). Ganz besonders nimmt er Stimmungen von Menschen wahr und begreift Situationen viel schneller als andere.
Unsere Gesellschaft ist krank – nicht die ADS Menschen. Die werden erst krank gemacht, weil Individualität im Kindesalter nichts zählt. Das ist Unser Probelm. Jeder muss der Norm entsprechen. Am besten entwickeln wir noch eine ISO für das Management von menschlichen Systemen.
Die Wissenschaft umADS schafft weniger Wissen als Leiden. Nehmt doch das Geld und helft den Eltern und lehrt die Lehrer, anstatt es in nutzlose Studien zu stecken.

#8 |
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Manfred Lütz, Psychiater und Buchautor bringt es auf den Punkt : Irre ! Wir behandeln die Falschen, unser Problem sind die Normalen : Aufklärung über wahnsinnig Normale und ganz normale Wahnsinnige.Genauso wie Burn-out, mit fast zehn Millionen Betroffenen allein in Deutschland, sind diese Syndrome die Symptome einer gesamtgeselltschaftlichen Fehlentwicklung. Jeder kontrolliert jeden.Es ist alles bekannt, was sich hier die “kreativen Geister” zusammengereimt haben.Jeder ist nun eines jeden eigener Wächter.Mark Twains Lieblingsspruch war: ¿Man muss unbedingt modern sein¿.

#7 |
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Es wäre schon sehr viel geholfen, dass man klar zugibt, dass ADHS keine Diagnose ist sondern ein Syndrom, wer diesen Unterschied nicht kennt sollte wissenschaftlich gar nicht ernst genommen werden.Schwammige Begriffsverwirrungen sind der Anfang vom Ende einer klaren Erkenntnis, die wir dringend brauchen.

#6 |
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Henne und Ei. Das hat mir gut gefallen.
Ich habe einen erwachsenen Aspergersohn. Mobbing durch Mitschüler und Unverständnis der Lehrkräfte waren an der Tagesordnung. Selbstverständlich hatte das Konsequenzen. Ganz gleich, ob die Chemie im Körper angepasst ist oder aus dem Ruder läuft, welcher junge Mensch kommt mit solchen Ausgrenzungen klar? Er wird weitere Symptomatik entwickeln, auch wenn das familiäre Umfeld stimmt.
Wer bitte bestimmt, was normal ist und was aufällig?
Warum können wir nicht einfach mit der Vielfalt der menschlichen Möglichkeiten leben, ohne gleich Menschen, die anders sind, schwerkrank zu reden?
Schauen wir doch mal auf das, was diese Menschen uns an Einsichten und Möglichkeiten bieten können. Sie sind ebenso wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft wie wir, die wir uns gern als normal definieren.

#5 |
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Robert Neumann
Robert Neumann

wieder ein Beispiel für nutzlose Studien. Anstatt der Ursache dieser ” heimtückischen, plötzlich aus dem Nichts auftauchenden und bald jedes dritte Kind befallende” Krankheit auf den Grund zu gehen werden diesen Kindern nicht nur Drogen verabreicht sondern ihnen jetz auch noch Psychische Störungen angedichtet. Schade das für Kinder mit Konzentrationsschwäche / Interessen bezogenem Lernen bald keinen Platz mehr gibt. Es ist ihnen nur zu Wünschen das Sie so schnell wie möglich Erwachsen werden da mit Mitte 20 das ADHS auch ohne Ritalin sich scheinbar in Luft auflöst.

#4 |
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Altenpflegerin

Ich habe einen Sohn, der inzwischen 26 Jahre alt it, als er damals in die Schule kam fingen die Probleme an. Er wurde ausgegrenzt und nicht nur von einigen Mitschülern sondern insbesondere von den Lehrern, die einfach keine Ahnung hatten, wie man mit einem unangepassten Kind umgeht. Da das Wissen in der damaligen Zeit noch sehr begrenzt war, hat er leider den klassischen Weg eines ADHS Kindes hingelegt und leidet heute noch darunter, da er auch selbst keinerlei Krankheisteinsicht zeigt. Er hat zweit ältere Geschwister, ich war immer zuhause, habe einen Fachoberschulabschluss! Was mich interessieren würde, wo gibt es Hilfe für erwachsene ADHSler!

#3 |
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Urte Bolle
Urte Bolle

Ich mußte als alleierziehende Mutter,selbständig usw mit meinem lieben ADHS Kind so einige Klippen und das waren keine seltenen Kleinen,überwinden,wobei ich mich sehr schwer tat ihm Medikinet ab 12 Jahren zu geben.War aber ein gutes Mittel,ihm einen besseren Weg, zusammen mit einem tollen Verhaltenstherapeuten,zu zeigen.Mit 16 mitten in den Prüfungen,kommt er und sagte-Mutti,ich glaub jetzt schaffe ich es ohne M.So geschehen ist es gut durchs Abi!!! und jetzt ohne M.seit 5 Jahren toller aufgeschlossener junger Mann und ich na klar super stolz und die langen schweren Jahre fast vergessen.

#2 |
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Michael Rühl
Michael Rühl

Aha, ADHS ¿ Kinder sind also nicht nur unkonzentriert und hyperaktiv, sondern leiden auch an Essstörungen, Angststörungen und Anpassungsstörungen. Vielleicht liegt die Ursache dieser Probleme darin begründet, dass die Kinder enorme Probleme bei der Interaktion mit Schule und Umwelt haben. Schauen Sie sich Kinder an, welche ¿aus anderen Gründen, Mobbing ausgesetzt sind. Sie finden bei diesen oft: Essstörungen, Angststörungen und Anpassungsstörungen.
Meine Idee für eine Studie: Vergleichen wir doch einmal ADHS-Kinder mit ¿normalen¿ in Bezug auf: Ernährung, Medienkonsum sowie familiäre Problemsituationen. Die Untersuchungen zeigen ja bereits: ¿Kinder mit ADHS ¿ hatten häufig Mütter mit einem niedrigen Bildungsabschluss ¿ und relativ junge Mütter¿. Wir können die Kinder nicht auf Dauer mit Ritalin steuern. Und nein, ich bin kein Heilpraktiker, ich arbeite im Bereich Clinical Research.

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