Diabetischer Fuß: Falscher Ab-Gesang

26. November 2018

Jährlich werden etwa 40.000 Fuß-Amputationen bei Patienten mit diabetischem Fußsyndrom durchgeführt. Das ist viel zu häufig, kritisiert der Diabetologe Dr. Dirk Hochlenert. Viele Amputationen könnten vermieden werden, wenn „radikal genug“ behandelt würde.

 

Ärzte, die sich bei einer Diagnose bezüglich des Diabetischen Fußsyndroms unsicher sind, können sich für eine Zweitmeinung gerne per Mail an: 2te-meinung@cid-direct.de bei dem Ambulanten Zentrum für Diabetologie, Endoskopie und Wundheilung Köln wenden.

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Chirurgie, Diabetologie, Medizin

8 Kommentare:

Cornelia Christ
Cornelia Christ

Wir arbeiten seit fast 30 Jahren als Physiotherapeuten und Podologen und können dies nur bestätigen. Würden die Patienten intensiver durch Podologen und Wundmanager betreut, wären mindestens ein Drittel der Amputationen unnötig.

#8 |
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Gesundheits- und Krankenpfleger/in

Herr Dr. Hochlenert spricht mir aus der Seele! Seit über 25 Jahren betreue ich eine zugelassene diabetische Fußambulanz. In dieser Zeit hat sich im niedergelassenen Bereich kaum etwas geändert. Füße werden immer noch stiefmütterlich behandelt, sind für viele ein Tabu. Es sollte mehr solcher Ärzte wie Herr Hochlenert geben!
Leider gibt es immer noch viele, die nur ihre Produkte auf den Markt bringen wollen. Schade für die Patienten!

#7 |
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Hallo,
ein guter Tipp ist es: den nicht verheilenden Fuß mit

#6 |
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Wirtschaftswissenschaftler/in

Topische O2-Versorgung im speziellen O2-System ist eine einfache Alternative auch für Zuhause…

Es geht auch einfacher, mit topischer O2 Gabe im Sauerstoff-Sack mit optionaler sowie leitliniengerechten Anwendung der IPK oder Fuß Impuls Pumpe zur Durchblutungssteigerung mit dem z. B. O2-TopiCare-System.
Gem. EWMA Document 2017 evidenzbasiert Grad 1b, siehe Link:
https://www.oxycare-gmbh.de/assets/files/studien/ewma_use_of_oxygentherapies_in_woundhealings14_22.pdf
Leider werden die physiotherapeutischen Ansätze wenig beachtet…keine oder schlechte Durchblutung wie auch wenig O2 im Wundgebiet – keine Regeneration und Heilung des Gewebes. Es wird zur Wundheilung der Oxidative Burst und ROS (Reactive Oxygen Spezies) benötigt, diese Regenerationsabläufe brechen aber bei einem O2-Partialdruck von unter 30mmmHg zusammen.
Es handelt sich hierbei um keine Inhalative oder systemische O2-Gabe per Nasensonde, sondern topische O2 Gabe direkt im Wundgebiet mit leichtem Überdruck von ca. 35mbar im O2-TopiCare-System.
Bei den meist älteren Patienten besteht aber meist ein altersphysiologischer niedriger O2 Status welcher über eine systemische O2 Gabe per Nasensonde oder durch perorale Gabe über Sauerstoffwasser ausgeglichen werden kann.
Literatur-Link: http://www.oxycare-gmbh.de/assets/files/presseberichte/provita-1-2015komplettinternet.pdf

#5 |
  7
Physiotherapeut/in

Rolf Prischtscheptschuk

Neben den erwähnten Therapievorschlägen möchte ich unbedingt die Manuelle Lymphdrainage mit gleichzeitiger Tiefenoszillation vorschlagen. Wer in der Lymphologie sich auskennt, weiß, dass mit der Aktivität der Lymphgefäße auch die Präkapillären Sphinktere indirekt beeinflusst werden. Die gleichzeitige Tiefenoszillation verstärkt die Behandlung um ein Vielfaches.
Inzwischen ist auch die adäquate Kompressionstherapie in der Behandlung der Mikrozirkulationsstörung angekommen, denn auch in der Zeit der aufgelegten Kompression wirkt die Bewegung mit der unruhigen Oberfläche auf die Mikrozirkulations.

#4 |
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Nichtmedizinischer Beruf

Ich glaube, die Ärzte fühlen sich nicht so recht zuständig. Ich selbst habe eine PNP ohne Diabetes und bisher noch nicht mal einen Arzt gefunden, der sich überhaupt meine Füße anguckt geschweige dann irgendwelche Therapien. Da meine Rente eher klein ist, schaffe ich es nicht mal immer , die medizinische Fußpflege zu bezahlen – ich bekam auch auf Nachfrage kein Rezept.
.Diabetikern würde ich empfehlen, , in eine auf Diabetologie spezialisierte Praxis zu gehen, dort kennen sie sich am besten aus.

#3 |
  4
Physiotherapeut/in

Genauso sehe ich auch als Physiotherapeutin sehr oft diabetische PNP die angeblich “austherapiert” ist. Mit Zellenbad, Anleitung zu Eigenübungen und Sensibilitätsbehandlungen von Ergotherapie lassen sich deutliche Besserungen in der Durchblutung und subjektiv des Gefühls in den Füßen erzielen. Allerdings hatte ich in meiner gesamten therapeutischen Laufbahn höchstens 3 Rezepte für eine solche Behandlung. Sind diese Möglichkeiten bei Ärzten nicht bekannt oder werden sie aus Regressangst nicht genutzt? Schade für viele Patienten!

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Angela Prinz
Angela Prinz

Als Podologin habe ich manchmal die Situation, Patienten mit Malum Perforans an den entsprechenden Hausarzt zu verweisen. Ganz bitter, was da teilweise als Therapie Verfahren begonnen wird. Da werden Fußbäder in Betaisadona Lösung verordnet, Ruhigstellung/Entlastung ??
Was ist das? Die Versorgung der Diab. Füße wird stiefmütterlich angegangen. Gerne werden Pat. in DMP Programme übernommen, Füße werden noch nicht einmal angeschaut, Stimmgabel Test,Tipterm?! Traurig aber wahr. Leider mein Alltag und kein Einzelfall.

#1 |
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